Persönliche Lese- tipps
Jaqueline Brabec empfiehlt:
Schattengrünes Tal von Kristina Hauff
Eine absolute Leseempfehlung!
Mitten im Schwarzwald liegt das Hotel »Zum alten Forsthaus«, das seine besten Tage längst hinter sich hat. Nur wenige Gäste verirren sich in das zunehmend verfallende Haus. Umso überraschender, dass sich Daniela, eine schutzbedürftig wirkende Fremde, dauerhaft einquartiert. Lisa, die erwachsene Tochter des Besitzers, nimmt sich ihrer an.
Während Daniela aufblüht und sich schnell in die Dorfgemeinschaft eingliedert, wenden sich enge Vertraute von Lisa ab – zuletzt sogar ihr Ehemann. Als schließlich der Herbst Einzug hält, die Tage kälter und die Schatten im grünen Tal immer dunkler werden, beginnt Lisa zu ahnen, dass ihre Welt auseinanderzubrechen droht.
Fazit: Tiefsinnig, mit scharfem Blick und psychologischer Raffinesse! Eine absolute Leseempfehlung!
Philipp Schlaffer empfiehlt:
Die Wölfe unter uns von Tim Sünderhauf
Ein düsterer, historischer Roman vor dem Hintergrund des 30-jährigen Krieges.
Fichtelgebirge, 1630. Die calvinistische Familie des jungen Johann versucht, sich eine neue Existenz in einem entlegenen Dorf aufzubauen. Unterdessen grübelt der Junge über das Schicksal der Kinder des Ortes. Wer oder was hat zwei von ihnen getötet und wohin sind alle anderen verschwunden? War es der legendenumwobene »Wilde Jäger« – ein Wolfsmann, der im dicht bewaldeten Gebirge sein Unwesen treiben soll? Parallel trifft der wortkarge Wildhüter Hildner ein – ein roher Ex-Söldner, vom Markgrafen entsandt, um für Ruhe in der Gegend zu sorgen.
Ein düsterer, historischer Roman vor dem Hintergrund des 30-jährigen Krieges. Ruhig, aber nicht minder spannend!
Hans Hamedinger empfiehlt:
Der Leopard von Giuseppe Tomasi di Lampedusa
Sensibel-sinnlich-klug: DER Roman Siziliens bis heute.
Niedergang einer Adelsfamilie: der moderne Klassiker in neuer Übersetzung. »Der Leopard« gehört schon bald nach seinem Erscheinen 1958 zur Weltliteratur. Inspiriert von der eigenen Familiengeschichte, gelingt Giuseppe Tomasi di Lampedusa der größte Italienroman unserer Zeit und eine schillernde Hommage an das Europa des 19.
Jahrhunderts. Mit melancholischer Ironie schildert er den Niedergang des sizilianischen Adelsgeschlechts um Don Fabrizio, Fürst Salina. Der Fürst sieht die alte Ordnung der italienischen Gesellschaft in Gefahr: Tancredi, sein Neffe und Ziehsohn, heiratet die verführerische, aber bürgerliche Angelica – das Ende der Feudalherrschaft kündigt sich an.
Sensibel-sinnlich-klug: DER Roman Siziliens bis heute. Tomasi di Lampedusas "Der Leopard" ist unsterblich!
Jaqueline Brabec empfiehlt:
Das Gefühl von Unendlichkeit von Austin Taylor
Ein vielschichtiger, herausfordernder Roman.
Es fühlt sich an wie ein Urknall, als Zoe im Vorlesungssaal von Harvard auf den charismatischen Jack trifft. Von einer Sekunde auf die andere verändert sich alles, Zoe ist wie elektrisiert, wenn sie zusammen sind. Tagsüber führen sie einen spielerischen Wettkampf um die Anerkennung ihrer Professoren, nachts diskutieren sie in tiefgehenden Gesprächen ihre Ideen und Träume.
Schnell entwickeln sie Gefühle füreinander. Als sie eine Entdeckung machen, die nicht nur die Welt der Chemie, sondern auch das ganze Land in Aufruhr versetzt, werden Zoe und Jack von einer Welle aus Anerkennung und Erfolg mitgerissen.
Ein vielschichtiger, herausfordernder Roman über Ehrgeiz, Verantwortung und die Frage, wie weit man für seine Träume gehen darf. LIKE!
Philipp Schlaffer empfiehlt:
Die Nacht von Marc Raabe
Die spannende Fortsetzung der ersten beiden Bände.
Ein kleiner Junge verschwindet. Doch der Fall taucht in keiner Akte auf. Fünfzehn Jahre später verschwindet Dana Karasch, seine ältere Schwester. Doch auch für sie scheint sich niemand zu interessieren. Bis auf Art Mayer. Denn der ruppige BKA-Ermittler hat Danas kleine Tochter Milla, die in der Etage unter ihm wohnt, ins Herz geschlossen.
Als Art einen mächtigen Freund um Hilfe bittet, stößt er in ein Wespennest. Ein anonymer Hinweis führt ihn und Nele Tschaikowski zu einer verlassenen Wohnwagensiedlung im Wald, fernab der Zivilisation. Dort finden sie mehrere namenlose Tote – und den aufgeschlitzten Körper eines angesehenen Berliner Richters.
Die spannende Fortsetzung der ersten beiden Bände.
Die detaillierte Beschreibung der Schauplätze lässt die Geschichte sehr lebendig wirken. Der geschickte Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart hält die Spannung hoch.
Jaqueline Brabec empfiehlt:
Blue Sisters von Coco Mellors
Mein Buchtipp für den Sommer
Die Geschichte dreier Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Nach dem Tod ihrer Schwester versucht jede für sich, das Leben wieder in den Griff zu bekommen. Wären da nicht die vielen Wunden, die jede für einzelne mit sich trägt.
Ein für mich so persönliches, trauriges und tiefblickendes Buch.
Selten werden die seelischen Wunden und der Verlust eines Menschen so gut beschrieben, wie in diesem Buch. Radikal, laut und ehrlich!
Andrea Scheiber empfiehlt:
Frankie - Unter Menschen von Jochen Gutsch
Frankie – Unter Menschen
Endlich ist er da, der zweite Teil von Frankie, und genauso witzig wie unterhaltsam. Eigentlich hat er alles: Riesenfernseher, Futter mit vieeeel Soße, aber es fehlt ihm sein Menschenfreund, der in der Nervenklinik ist. Da begegnet er einem Mädchen, schmutzig, allein. Zusammen begeben sie sich in ein großes Abenteuer.
Von Tankstellenraub bis hin zur Flucht auf eine Hühnerfarm und belesenen Astkrähen ist alles dabei. Eine unvergessliche Geschichte über Freundschaft, sehr bewegend.
Lena Kripahle-Wiek empfiehlt:
Sunset Flip von Joey Goebel
Sunset Flip
In Sunset Flip erzählt Joey Goebel von der Welt des Wrestlings – von Show, harten Kämpfen und großen Träumen. Im Ring geht es um Siege, außerhalb um Anerkennung und Selbstzweifel. Mit viel Gefühl und einem trockenen Humor zeigt der Roman, was hinter den Masken steckt. Eine ehrliche, ungewöhnliche Geschichte über Identität und darüber, seinen eigenen Platz zu finden.
Markus Renk empfiehlt:
München von Robert Harris
München / Das Abkommen
Ich gebe zu, ich liebe die Bücher von Robert Harris, der es perfekt versteht historische Gegebenheiten mit fiktiven Handlungssträngen zu verknüpfen. Auch hatte ich das Vergnügen ihn persönlich kennen- und schätzen zulernen. In seinem Buch München erzählt er die Ereignisse rund um die Münchner Konferenz 1938 und die vergeblichen Bemühungen einen Krieg zu verhindern.
Bisher habe ich das Verhalten und die Entscheidungen der britischen Politik unter Premier Chamberlain, wohl aus dem Blickwinkel der heutigen Zeit, nicht nachvollziehen können und die Vorgangsweise als feig und schwach empfunden. Das Lesen dieses Buches hat mir zugegeben aufgezeigt, dass solche Entscheidungen doch deutlich komplexer sind und ich jetzt vieles stärker nachvollziehen kann. Die Verhinderung des Krieges für fast ein Jahr, hat England auch die Möglichkeit gegeben, sich besser auf den Krieg gegen Hitler vorzubereiten.
Markus Renk empfiehlt:
Die Welt neu beginnen von Helge Hesse
Die Welt neu beginnen
Es gibt Schicksalsmomente, wo sich außergewöhnliche Ereignisse zutragen können, die einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Menschheit haben. Das letzte Vierteljahrhundert des 18. Jahrhunderts war nur so geballt von besonderen Ereignissen, Erfindungen und Schöpfungen, welche die Welt in ein neues Zeitalter katapultierten.
Der Amerikanische Bürgerkrieg, Napoleons Rückkehr aus Ägypten, die Französische Revolution, aber auch Künstler und Literaten wie Goethe und Schiller, Philosophen wie Rousseau, Kant und Voltaire. Und Erfindungen wie die Dampfmaschine. Ein Vierteljahrhundert welches die Welt für immer veränderte und auch heute noch unser Leben und Denken beeinflusst!











