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Persönliche Lese- tipps

Foto von Andrea Scheiber

Andrea Scheiber empfiehlt:

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Fünf Tage in Paris von Rosnay Tatiana de

Fünf Tage in Paris

Ein Roman berührend und schön, der viele Geheimnisse hegt. Paris - die Seine droht über das Ufer zu treten so wie damals 1910, alles ist in Alarmbereitschaft. Genau zu dieser Zeit trifft sich Familie Melegrade um ein Jubiläum zu feiern. Aber es wir nicht nur vom Hochwasser überschattet auch der Vater fällt ins Koma.

Sein Sohn Linden hält wie die anderen Wache am Krankenbett und auch er hat vor dem Vater was verschwiegen. Werden alle Familiengeheimnisse gelüftet? Wie kann da die Zukunft aussehen?

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Fünf Tage in Paris
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Kaffee und Zigaretten von Ferdinand von Schirach

Kaffee und Zigaretten

Das wohl persönlichste Buch des Autors. Könnte ein gemütlicher Kaffeeplausch sein. Ist es auch, und doch sehr ungemütlich. “Würde & Einsamkeit” könnt es auch heißen. Erstmals gibt es Direktes über den Großvater (Gauleiter und Reichsstadthalter von Wien) zu lesen. Die Einsamkeit aber zieht sich von Beginn an durch dieses schmale Meisterwerk.

Schirach schont sich nicht und berichtet u.a. von seinem Suizidversuch, in der Zeit, als er sich in einem Jesuiteninternat nach dem Tod des Vaters zum sterben einsam fühlte.

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Kaffee und Zigaretten
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An den Mauern des Paradieses von Martin Schneitewind

An den Mauern des Paradieses

Passend zur Luftikus-Debatte um Robert Menasse legen Michael Köhlmeier (Nachwort) und Raoul Schrott (Übersetzung) mit An den Mauern des Paradieses eine literarische Schnitzeljagd vor, um die Grenzen und Möglichkeiten von Literatur auszuloten. Was ist Fiktion und was nicht in dieser Entdeckung des Schriftstellers Martin Schneitewind, dessen Manuskript quasi ein Dachbodenfund ist.

Der Roman selbst ist ein sehr lesbarer, pointierter Krimi, die Geschichte seiner Entstehung mutet – nun ja – märchenhaft an.

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An den Mauern des Paradieses
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Wallace von Anselm Oelze

Wallace

Alfred Russel Wallace hat mit seinen Theorien die Welt auf den Kopf gestellt. Ein anderer aber erntet – mit nicht ganz fairen Mitteln, wie man aus diesem vergnüglich, lehrreichen Roman erfährt – die Lorbeeren. Die berühmte Evolutionstheorie verbinden wir nicht mit Wallace sondern mit Charles Darwin.

Ein Museumsnachtwächter wird auf das Schicksal von Wallace aufmerksam und möchte die Geschichte gerade rücken. Oelze erzählt wunderbar mit beflügelter Phantasie auf den erdigen Schwingen der wissenschaftlichen Realität.

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Der Sommer meiner Mutter von Ulrich Woelk

Der Sommer meiner Mutter

Ulrich Woelks ebenso faszinierender wie tragischer Roman dreht sich um das erotische Erwachen eines Elfjährigen im Sommer der Mondlandung 1969. Die Liebe und die Mädchen sind schwer erforschbares Gebiet für den noch kindlichen Tobi, der vom Nachbarmädchen Rosa in die Geheimnisse des Universums eingeführt wird.

Auch für Tobis Mutter öffnet sich eine Welt in diesem langen Sommer, doch das muffige, konservative Nachkriegsdeutschland ist noch meilenweit entfernt von einem Summer of Love. Gelungen!

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Bridge of Clay von Markus Zusak

Bridge of Clay

More than a decade after the bookthief Markus Zusak returns! His newest novel tells the story of the five Dunbar brothers, who lead an unusual yet regulated life until Clay decides to change something. Clay builds a bridge both in literal and metaphorical sense to overcome the past and bring his family back together.

Bridge of Clay shines because of Zusak's writing style: in part lyrical, often volatile and full of unusual similes and metaphores. The moving past and peculiar present of the Dunbar family are told in an unpredictable chronological order. Bridge of Clay is different from Zusak's other books, it's something truly special that stands out from the mass.

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Verschüttete Milch von Barbara Frischmuth

Verschüttete Milch

In ihrem neuen Roman betreibt die große Barbara Frischmuth Erinnerungsarbeit und geht ganz weit zurück in der persönlichen Geschichte. Mittels Fotos wird Vergessenes wach gekitzelt, rekonstruiert und wunderbar einfühlsam vermittelt. Aus einer heutigen Perspektive wird aber auch kommentiert.

„Verschüttete Milch“ ist ein autobiografisch angelegter Roman der über die Kriegs- und Nachkriegszeit am Land erzählt, wie man es so abwechslungsreich, unterhaltsam und informativ noch nie gelesen hat.

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Flüchtiges Zuhause von Rolf Hermann

Flüchtiges Zuhause

Erzählungen eines Aufwachsens zwischen Schweizer Bergen. Eine unterstützende Familie und selbst gewählte Idylle in schwierigen Zeiten. Es herrscht ein behutsamer Ton in Rolf Hermanns Geschichten. Eine tiefe Sympathie für die Menschen in den Tälern und für die kraftvolle Natur und ihre scheuen Bewohner.

Ängste werden geteilt, Traditionen gemeinsam gebrochen. Das Leben mag nicht immer einfach sein. Ein Zuhause findet sich oft unerwartet. In einer Begegnung, einer Beobachtung oder der Sprache.

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Wie man Dinge repariert von Martin Peichl

Wie man Dinge repariert

Ein Debüt voll Sehnsucht und Leidenschaft, voll Poesie und Trennungsschmerz, voll Tiefgründigkeit und formaler Verspieltheit, voll Witz und Waldviertel, voll bitter-süßer Erinnerung und bissiger Gegenwartsanalyse, voll Verlust und mit diversen Getränken vorübergehend aufgefüllten Leerstellen, voll Sex und was war da noch? Ach ja, Sucht.

Es ist auch ein ein Katalog von immens wichtigen Kleinigkeiten in Beziehungsdingen aller Art und eine Geschichtsschreibung durch Geschichtsvariation. Ja: Wer verliebt ist, darf alles.

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Ich war Diener im Hause Hobbs von Verena Roßbacher

Ich war Diener im Hause Hobbs

Mit der Anstellung bei der Familie Hobbs wird der Butler-Neuling Christian Teil eines liebenswürdig stilvollen Haushalts. Durch die regelhaften Tätigkeiten beginnt sich auch sein eigenes Leben zu ordnen. Aus dem Berufseinstieg wird ein langjähriges Dienstverhältnis. Die Tugend der Diskretion trägt unmissverständliche Spitzen.

Ein launiges, lustvoll komponiertes Lesevergnügen, das rasant Fahrt aufnimmt. Die Bruchstellen vermehren sich. Auch ein Diener kann nicht alles unter den Teppich kehren.

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