Persönliche Lese- tipps
Maria Leitner empfiehlt:
Der geheime Garten von Frances Hodgson Burnett
Der geheime Garten
Eine unglaublich schöne neue Ausgabe des beliebten Kinderbuchklassikers!
Nach dem Tod ihrer Eltern muss die zehnjährige Mary zu ihrem Onkel ziehen - vom warmen Indien geht es in ein verregnetes Moor in Yorkshire. Auf dem abgelegenen Landgut gibt es für sie nicht viel zu tun, weshalb sie sich bald auf die Suche nach dem geheimen Garten macht, den ihr Onkel verschlossen haben soll.
Doch der Garten ist nicht das einzige Familiengeheimnis, das Mary in ihrem neuen Heim aufdeckt - bald findet sie auch Colin, ihren zurückgezogenen, kränklichen Cousin, und teilt ihren Garten mit ihm.
Eine wunderbare Geschichte über Kindheit, Einsamkeit und die Schönheit der Natur, verpackt in eine liebevoll gestaltete Schmuckausgabe. Das Buch ist voller nostalgisch anmutender Illustrationen des Designstudios MinaLima, die die Geschichte perfekt unterstreichen. Ein durch und durch magisches Leseerlebnis!
Markus Renk empfiehlt:
Der Mann, der Sherlock Holmes tötete von Moore Graham
Der Mann, der Sherlock Holmes tötete
Ich muss zugeben, ich bin ein großer Sherlock Holmes Fan, daher war das Buch absolute Pflicht für mich! Das Lesen hat dann richtig Spaß gemacht und man erfährt einiges über den großen Schriftsteller Arthur Conan Doyle. Ich wusste z.B. nicht, dass er wie seine große Romanfigur dem Scotland Yard beim Aufklären von Fällen geholfen hat.
Das Buch verknüpft zwei Handlungsstränge, einerseits geht Arthur Conan Doyle auf Mörderjagd, anderseits muss der Sherlockianer Harold White ein verschwundenes Tagebuch von Doyle suchen und ebenfalls eine Mordermittlung aufnehmen, kann er seine Fähigkeiten die er beim Studieren der Sherlock Holmes Bücher gewonnen hat, erfolgreich einsetzen… Ein temporeiches Buch für alle Holmes Liebhaber!
Andrea Scheiber empfiehlt:
Code Genesis - Sie werden dich finden von Andreas Gruber
Code Genesis - Sie werden dich finden
Nach dem Tod ihrer Mutter wächst die 14-jährige Terry mit ihrem Frettchen Charlie auf dem Forschungs-U-Boot Kopernikus bei ihrem Onkel. Auf dem Weg nach Grönland machen sie Halt im Hafen der Geburtsstadt von Terry in Miami, und sie begibt sich zu ihrem ehemaligen Elternhaus. Was dann alles passiert, verrate ich nicht.
Jedenfalls wird sie entführt, denn man nimmt an, dass sie weiß, woran ihre Mutter gearbeitet hat, und dass sie noch am Leben ist. Ein Wettlauf mit der Zeit und mächtigen Gegnern. Irre spannend von Anfang an.
Tiefschwarz zu unsichtbar von Isabella Feimer
Tiefschwarz zu unsichtbar
Wie verhält sich „tiefschwarz“ zu „unsichtbar“? Isabella Feimer durchwandert in ihren Gedichten das Unfassbare: „Seele ist […] auch nur ein kleiner Fisch in einem viel zu großen Aquarium“, heißt es in einem der Gedichtzyklen, die um Kindheit, Liebe und Tod kreisen. Das Gefühl des Verlusts wird im Privaten wie im Politischen erkundet.
Das Gedicht „Ich bin Europa“ z.B. ist eine scharfsinnige Betrachtung der europäischen Seele. Im tiefen Schwarz liegen viele Farben – davon erzählen diese Gedichte.
Alles außer Lyrik von Christian Futscher
Alles außer Lyrik
A
lles außer Lyrik ist Irrsinn. Diesen Satz des Avantgarde-Dichter Andreas Okopenko stellt Christian Futscher seinem Lyrikband voran. Der Wahnsinn des täglichen Lebens kann ja genauso gut im Gedicht stattfinden. In wenigen Zeilen, mit viel Witz und Sinn für das Absurde bringt der Poet die Dinge auf den Punkt und führt vor, wie selbst das Unpoetischste zur Poesie werden kann: Ein Ort namens Bümpliz, ein fluchendes Knie, ein Hosenkauf – man irrt nicht, wenn man sich für diese Lyrik entscheidet!
Und die Häuser fallen nicht um von Garzetti Sascha
Und die Häuser fallen nicht um
Die Natur, den Tod, die Nacht, und vor allem das Leben mit einem Du schreibt Sascha Garzetti in seinen neuesten Band ein. Seine Zeilen fallen nicht nur, wie der Schnee in seinen Gedichten der „Landschaft auf den Mund“ (S.11), sondern seine Mundvokabeln fallen direkt ins Gespür und werden dann vom Herzmuskel heraus buchstabiert.
So möchte man nach dem Lesen in Anlehnung an den ersten Gedichtzyklus sagen: Vielleicht kann, wenn wir (seine) Lyrik lesen, etwas aus uns werden. Lese- und Fühlempfehlung!
nur einmal fliegenpilz zum frühstück von Katharina J. Ferner
nur einmal fliegenpilz zum frühstück
Erregend zärtlich. Im Augenschein Atem erkundend. Im Blick 1 Zuhören. Gedichte aus dem filigran webenden Echo der Weltenschöpfungen Katharina J. Ferners. Ein Lyrikband, der mindestens zweisprachig ist. Erlauben Sie mir, dass ich Dialekte auch als Sprachen bezeichne. Das liegt an ihren jeweiligen Seins-Formen, die sich poetisch bew:orten.
Ferner streichelt das Leben wie seine Komplizin. Verse im ahnenden Wissen um die Sehnsucht, die es anzunehmen gilt: wider alle Wortverkrustungen.
Maria Leitner empfiehlt:
The Belles - Schönheit regiert von Dhonielle Clayton
The Belles
In Orléans ist Schönheit alles - und nur die Belles haben die Macht, sie den Menschen zu verleihen. Nachdem sie jahrelang dafür trainiert hat, ist Camelia endlich bereit, ihren Dienst als Belle anzutreten. Doch sie muss bald feststellen, dass sich hinter den sorgsam gepflegten Fassaden des Königreichs Schrecklickes verbirgt.
Der Beginn dieser spannenden Reihe hinterfragt den allgegenwärtigen Schönheitswahn und ist gleichermaßen zuckersüß und dunkel.
Lyrischer Wille von Dhonielle Clayton
Lyrischer Wille
55 AutorInnen, im Raum Südtirol sozialisiert oder hier lebend, beteiligen sich am multilingualen Übersetzungsprojekt, in dem ein Ausgangstext in eine zweite, dieser dann in eine nächste Sprache übersetzt wird und so weiter: Deutsch, Albanisch, Ladinisch, Italienisch, Persisch, Südtiroler Dialekt, Neapolitanischer Dialekt, Arabisch, Englisch - so vielfältig wie die Gesellschaft im überschaubaren Raum Südtirol sind auch die daraus entstandenen poetischen Kettengedichte.
Eingesperrte Vögel singen mehr von Michelle Steinbeck
Eingesperrte Vögel singen mehr
Selten hat das Lesen von Gedichten so viel Spaß gemacht. Beobachtungswitz und Sprachgabe oder besser Sprachlust erwartet einen hier! Erfrischend, zynisch, frech und frei heraus erzählt. Genussvoll gedichtet und geträumt. Zum Weiterdenken, Weiterlachen. Ein selbstbewusster Spaziergang durch Hoch- und Tiefstimmungen.
Schwungvolle Abhandlungen von Liebes- und Alltäglichkeiten. Würde man Michelle Steinbeck nach ihren Abendplänen fragen, würde sie vermutlich antworten: eine poetische Welteroberung.











