Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Buster:
Weil sie lügt von Caroline Seibt
Sehr spannend
Wenn deine große Schwester auf einmal verschwindet und dein Vater dafür ins Gefängnis kommt, weil er verdächtigt wird sie ermordet zu haben, deine Mutter davor schon psychisch krank war und es nun noch viel schlimmer ist und sie ihr Bett kaum noch verlässt und dein kleiner Bruder noch gar nicht begreifen kann das die Schwester wohl nie mehr zurück kommt und du sein einziger Halt bist dann ist es ein Wunder das du noch funktioniert.
Dieser Thriller ist von Anfang an spannend und lässt einen auch nicht wirklich mal Luft holen. Anna, die noch lebende, versucht alles den vermeintlichen Mörder ihrer Schwester zu finden. Begeht sogar kleinere Straftaten dafür und lügt immer wieder um zu überleben und eine Stütze für ihren Bruder zu sein.
Immer wenn ich dachte, so war es gewesen oder das ist der Mörderin gab es eine Wendung , einen Twist. Vertrauen könnte Anna auch irgendwie keinem und ihr Bruder bräuchte ihre Hilfe und Nähe.
Die Autorin hat alle Charaktere sehr plastisch dargestellt und mein Kopfkino lief auf Hochtouren. Das Buch ist auch sehr flüssig lesbar und ich habe es fast in einem durchgelesen. Es hat mir wirklich sehr gut gefallen. Bin gespannt ob die Autorin in diesem Genre noch weiter schreibt, das würde ich dann auch wieder sehr gerne lesen. Ich kann diesen Thriller nur sehr empfehlen.
Rezensionen von liesmal:
Léon und die Frau im blauen Kleid von Alexander Oetker
Gegensätze ziehen sich an!?
„Die ganze Schickeria hier war ein solcher Zirkus, dass es kaum auszuhalten war.“ - Wie wahr!
Kaum vorstellbar, dass sich ein so reicher Mann wie Léon de Cavallier einen Arbeitsplatz bei der Polizei sucht - vor allem, wenn man erlebt, wie er mit seinem Reichtum protzt. Doch der Autor Alexander Oetker macht es möglich.
Als Adliger leitet Léon de Cavallier die Brigade criminelle von Nizza. Ihm zugeteilt wird Nadia Benteleb, eine Commissaire, die direkt aus den Pariser Banlieues kommt, gerade rechtzeitig, nachdem am Strand eine Frauenleiche angespült wurde.
Léon de Cavallier trägt mit seinem Machtgehabe dazu bei, dass ich mich äußerst unwohl fühle in der Welt der Reichen und Schönen hier an der französischen Riviera. Ich frage mich, ob es wohl einen Grund dafür geben mag, dass er sich derart aufspielt.
Wie schön, dass die taffe Nadia in ihrer Lederjacke so viel Natürlichkeit mitbringt. Durch ihre Art und Vorgehensweise werden die beiden gegensätzlichen Charaktere erträglich und unterhaltsam. Mir gefällt es außerordentlich gut, dass Nadia sich nicht unterbuttern lässt.
Die Ermittlungen führen in eine Welt von Bestechung, Machtmissbrauch, Sex und Drogen. Der Schreibstil ist außerordentlich fesselnd und lässt zeitweise kaum eine Atempause zu. So bleibt es spannend bis zum Schluss.
Dieser Roman beschreibt den ersten Fall für de Cavallier und Bentaleb. Darum war ich positiv erstaunt, dass am Ende etwas „verraten“ wurde, mit dem ich erst zu einem späteren Zeitpunkt in einem Folgeband gerechnet hätte. Worum es dabei geht, werde ich nicht verraten. Aber ich rate sehr gern dazu, das Buch zu lesen. Es lohnt sich!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Ingrid Weilharter:
Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska
Herzerwärmend
Tanja Koroskas Roman ist locker, flockig und leicht zu lesen. Trotzdem beinhaltet er eine gute Portion Spannung, ein paar Weisheiten und vor allem viel emotionale Wärme. Koroska lässt ihre Protagonisten in ihrem Tatendrang mal hoch steigen und auch tiel fallen, aber sie lässt sie nie im Stich. Schließlich wachsen einige Figuren über sich hinaus und werden zu Helden ihres persönlichen Alltags.
Und wer glaubt, ihre Geschichten wären trivial oder nur "leichte Lektüre", findet sich am Ende mit einigen Anregungen wieder, die man für sich selbst und sein Leben mitnehmen kann.
Rezensionen von Sternzauber:
Die Meerglas-Schwestern von Eleanor Buchanan
Familiengeheimnisse und (Geschwister-)Liebe
Das Cover von „Die Meerglas-Schwestern“ von Eleanor Buchanan gefällt mir sehr, denn es zeigt etwas von der Dramatik der Landschaft, die in der Geschichte eine wesentliche Rolle spielt und auch die Farbkombinationen sind sehr ansprechend gelungen. Schön finde ich zudem, dass der Titel haptisch wahrnehmbar ist und das Cover somit noch weiter aufwertet.
Dies ist der erste Band einer Reihe, in der 4 Schwestern die Hauptrolle spielen. Wir lernen Roz kennen, die im Nachlass ihrer Mutter einen ungewöhnlichen Ring findet und mit ihm Australien verlässt. In London entdeckt sie dann unerwartet in einem kleinen Antiquitätenladen ein Gemälde von Felsen in Schottland, das ihre Aufmerksamkeit ungewöhnlich stark gefangen nimmt und das sie nicht mehr los lässt. Doch was hat es damit auf sich und welche Geheimnisse bergen ihre eigene Familiengeschichte?
„Die Meerglas-Schwestern“ ist ein Buch, das mich sehr überrascht hat, denn es enthält eine viel vielschichtigere, umfassendere und ineinander verwobenere Geschichte, als ich gedacht hätte. Auf verschiedenen Zeitebenen lernen wir LeserInnen sehr starke Charaktere kennen und können ihnen in ihrer Entwicklung folgen. Mir hat das eine wunderbare Lesezeit geschenkt, die unerwartet spannend war und der ich regelrecht erlegen bin. Denn ich wollte das Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen, nachdem ich einmal in die Geschichte eingetaucht war. Beide Zeitebenen haben mir sehr gefallen und ich habe mitgelitten, mitgefiebert und überhaupt mitgefühlt.
Einzig die Tatsache, dass die Geschichte kleine übernatürliche Elemente enthält, war für mich nicht ganz stimmig. Ich finde, dass die Geschichte diese überhaupt nicht braucht und hätte die Handlung ohne diese Dinge als noch runder und authentischer empfunden.
Doch ansonsten bin ich sehr glücklich mit dieser Geschichte, die so reich und bunt, so faszinierend, exotisch und doch lebensnah ist, dass ich mich sehr auf weitere Bände der Geschichte freue und gespannt darauf bin, wie sich die Handlung fortsetzen wird. Sehr gefallen hat es mir aber, dass dieser Band trotz der angekündigten Fortsetzung in sich einen runden Abschluss gefunden hat und auch als Einzelgeschichte lesbar ist.
Sie liest sich sehr leicht und flüssig und auch, wenn sie so vielschichtig ist, dass manchmal ein zweiter Gedanke zur Einordnung der Geschehnisse nötig ist, habe ich die Lektüre nie als anstrengend empfunden, sondern sehr genossen. Am Ende des Buches gibt es zudem einen Stammbaum, der die Beziehungen der ProtagonistInnen verdeutlicht, doch ich würde absolut empfehlen, diesen erst nach der Lektüre zu betrachten, da er ansonsten sehr viel der Geschichte vorwegnehmen würde und das wäre enorm schade! Ich finde es aber toll, dass es ihn gibt, denn er visualisiert und rundet die Geschichte für mich ab.
Ein Highlight waren für mich außerdem die Ortsbeschreibungen, die der Autorin so gut gelungen sind, das ich die wilden Felsen Skaras oder die weiten des australischen Outbacks regelrecht gesehen und gespürt habe. Das war richtig toll! Trotz der rund 500 Seiten habe ich diese Geschichte sehr schnell verschlungen und freue mich, trotz des kleinen Kritikpunktes auf Grund der übersinnlichen Elemente (weswegen ich nur 4,5 Sterne vergeben kann) sehr auf Band 2, auf den ich allerdings leider noch ein wenig warten muss…. Aber ich bin sicher, dass es sich lohnen wird!
Ich möchte dieses Buch sehr gerne weiter empfehlen, denn es hat mich in seiner Vielschichtigkeit begeistert, berührt und super gut unterhalten – viel Freude beim Lesen!
Rezensionen von greenpanda:
In den Scherben das Licht von Carmen Korn
Starke Frauen in der Trümmerzeit
Carmen Korn beweist mit "In den Scherben das Licht" erneut ihr großes Talent, historische Epochen mit tief menschlichen Schicksalen zu verweben. Der zweite Band der "Töchter einer neuen Zeit"-Reihe entführt die Leserinnen und Leser zurück ins Hamburg der späten 1940er und 1950er Jahre und erzählt die packende Geschichte von vier Frauen und ihren Familien im Wiederaufbau nach dem Krieg.
Der Roman knüpft unmittelbar an die Geschehnisse des ersten Bandes an, doch Korn schafft es meisterhaft, die Fäden so aufzunehmen, dass auch neue Leser schnell Zugang finden. Im Mittelpunkt stehen weiterhin die vier Freundinnen – Henny, Käthe, Lina und Ida – die versuchen, ihr Leben in den Trümmern buchstäblich neu aufzubauen.
Besonders hervorzuheben ist Korns Fähigkeit, die große Geschichte mit den kleinen, intimen Momenten zu verbinden. Wir erleben die Entbehrungen der Nachkriegszeit, die Währungsreform und den Beginn des Wirtschaftswunders hautnah mit. Es sind die authentischen Emotionen, die Sorgen um die Zukunft und die kleinen Siege im Alltag, die diese Figuren so lebendig und liebenswert machen. Die Freundschaft der vier Frauen ist dabei der emotionale Anker und die eigentliche Stärke des Buches.
Korn zeichnet ein detailliertes und atmosphärisch dichtes Bild Hamburgs. Man spürt den Staub der Trümmer und den Geruch der Hoffnung, der mit jeder neuen Bauphase in die Stadt zieht. Die Autorin nimmt sich Zeit für die Entwicklung der Charaktere, was dem Roman eine angenehme Tiefe verleiht.
Allerdings führt der umfassende Detailreichtum und die Vielzahl an Handlungssträngen (durch die Erweiterung auf die Kinder der Hauptfiguren) manchmal dazu, dass das Tempo des Romans etwas nachlässt. Nicht jede Nebenhandlung fesselt gleichermaßen, und gelegentlich wünscht man sich eine straffere Erzählweise, um schneller zu den zentralen Konflikten zurückzukehren. Dies ist der Hauptgrund für den Abzug eines Sterns.
???? Fazit: Ein warmherziger, lesenswerter Zeitroman
"In den Scherben das Licht" ist ein warmherziger, bewegender und informativer Zeitroman, der die Hoffnung und den unbeugsamen Lebenswillen in den Mittelpunkt stellt. Er ist eine Hommage an eine Generation von Frauen, die in einer der schwierigsten Phasen der deutschen Geschichte Großes geleistet haben.
Wer Familiensagas und historische Romane mit starken Frauenfiguren liebt, wird auch diesen Band von Carmen Korn verschlingen. Es ist eine klare Leseempfehlung und macht neugierig auf den Abschluss der Trilogie.
Rezensionen von greenpanda:
Alexander von Ferdinand von von Schirach
Präzise, kühl und eindringlich erzählt
Alexander“ von Ferdinand von Schirach ist ein stilles, aber wirkungsvolles Buch, das sich weniger über große Handlung als über Atmosphäre, Beobachtung und moralische Zwischentöne definiert. Wie so oft bei von Schirach entsteht die Spannung nicht durch äußere Dramatik, sondern durch das, was unausgesprochen bleibt.
Im Zentrum steht Alexander, dessen Leben, Entscheidungen und innere Leere sich langsam entfalten. Das Buch kreist um Fragen von Identität, Anpassung, Schuld und dem Wunsch nach einem anderen Leben. Vieles bleibt offen, aber genau das lädt zum Nachdenken ein.
Der Text ist knapp, fast asketisch, und gerade diese Reduktion macht ihn so intensiv. Von Schirach schreibt mit einer Klarheit, die manchmal schmerzt. Jede Szene wirkt sorgfältig gesetzt, jeder Satz trägt Gewicht. Die Distanz, die der Autor zu seinen Figuren hält, ist typisch für ihn – und funktioniert hier besonders gut.
Die emotionale Distanz kann gelegentlich kühl wirken. Manche Leserinnen und Leser könnten sich mehr Einblick in Alexanders Innenleben wünschen. Auch bleibt die Handlung bewusst minimalistisch – das ist stilistisch gewollt, aber nicht immer befriedigend.
Fazit:
„Alexander“ ist ein leises, kluges und stilistisch beeindruckendes Buch, das mehr andeutet als ausspricht. Wer von Schirachs nüchternen Stil schätzt, wird hier viel finden.
Rezensionen von Gute_Laune:
Komm spielen von Linwood Barclay
Großartig, spannend, außergewöhnlich!
Annie will sich mit ihrem Sohn Charlie eine Weile im weit von NY entfernten Castle Creek von den Ereignissen des letzten Jahres erholen. Zunächst kommen beide langsam zur Ruhe, doch dann fallen Annie seltsame Unfälle auf, die sie nicht für Zufall halten kann. Da gerät Charlie in Gefahr und Annie bleibt keine andere Wahl, als zu handeln.
Man kann gar nicht anders, man wird schnell an Stephen Kings Werke erinnert, am deutlichsten wohl an Needful Things, also In einer kleinen Stadt. Dennoch hat man nicht das Gefühl, einer Nachahmung begegnet zu sein. Linwood Barclay erzählt seine ganz eigene Story und das so großartig, dass sich der Meister selbst daran eine Scheibe abschneiden kann!
Alles fängt ganz harmlos, fast schon langweilig und dröge, an. Doch urplötzlich ist man mitten in einem grausamen und beängstigenden Szenario gefangen und kommt nicht wieder raus. Aufhören zu lesen geht schon mal gar nicht, das Kopfkino spielt verrückt und ob man will oder nicht, kriecht die Angst den Rücken hoch. Dabei ist der Erzählstil im krassen Gegensatz dazu fast so, als würde man ein Märchen lesen. Dies hat den Effekt, dass die ganzen Emotionen noch verstärkt werden. Das ist große Erzählkunst!
Wie King schafft Barclay problemlos Figuren und Orte, die man mag, die man klar und deutlich vor Augen hat, die sympathisch und ein wenig skurril sind, aber auch ein paar wenige mittendrin, die man fürchtet. Auch hat er wie King die Eigenart, Kapitel mit einem Paukenschlag zu beenden, der Angst vor dem nächsten Kapitel macht. Ganz witzig auch die direkte Anspielung auf Stephen King und sein Werk Christine, fast noch schöner sind die subtilen Hinweise und Parallelen.
Die einzelnen Erzählstränge bilden Fäden, die sich wie von selbst zu einem dichten Teppich verweben und so gut passen, dass man kaum fassen kann, es hier mit einer erdachten Story zu tun zu haben. Trotz der übernatürlichen und schrecklichen Dinge, die immer wieder geschehen, wirkt (fast) alles extrem real, realistisch und möglich.
Die Wendungen kommen vielleicht nicht total überraschend, aber im richtigen Moment und sind bestens eingefädelt. Mir hat der Showdown extrem gut gefallen. Ich habe gleichzeitig den Atem angehalten und regelrecht gefeiert. Dass Linwood noch ein paar i-Tüpfelchen ganz zum Schluss hinzugefügt hat, lässt einzig und allein eine Wertung von den vollen fünf Sternen zu. Ich liebe dieses Buch!
Anne Düe ist eine großartige Sprecherin, die genau das richtige Tempo anschlägt. Mir persönlich hätte bei diesem Buch allerdings ein männlicher Sprecher besser gefallen. Die Story ist eine der wenigen, die gelesen und gehört absolut identisch genial ist. Für beide Versionen daher von mir die vollen fünf Sterne!
Rezensionen von Julia :
Österreichische Küche. Vegetarisch von Martina Enthammer
nspirationen für die traditionelle Küche als Vegetarier (teilweise sogar für Veganer)
Das Buch hat mich angesprochen, weil es mir als Vegetarierin oft schwer fällt bei der “klassischen”, traditionellen Küche Rezepte zu finden, die fleischlos sind.
Das Kochbuch ist so aufgebaut, dass neben einem sehr großen Foto des Gerichts das Rezept und die Zubereitung angegeben ist. Es gibt nur ein Bild, kein Bild der einzelnen Zubereitungsschritte.
Ich habe direkt nach Veröffentlichung mit dem ausprobieren einiger Rezepte begonnen. Die Mengenangaben waren für uns immer passend. Wir haben ca. 10 Rezepte probiert und wir waren überrascht über deren Vielfalt. Geschmeckt hat das Essen meistens sehr gut, wobei ich bei den Hauptgerichten den Linsenbraten hervorheben möchte. Sowohl beim Kochen (nicht aufwendig) und vor allem beim Geschmack. Bei den Nachspeisen hat der Backofen Palatschinken überzeugt, da das Gericht so schnell geht und dabei sehr lecker ist. Den gab es jetzt schon mehrmals als schnellen Kuchenersatz am Nachmittag.
Was allerdings stört, wenn man die Gerichte zum ersten Mal kocht: es finden sich keinerlei Angaben über die Zubereitungszeit im Rezept. Daher haben wir schon mal sehr spät gegessen, da das Essen sehr lange gebraucht war, bis es fertig war. Das Feld “so wird es besonders gut” müsste auch nicht bei jedem Rezept rein. Manche Tipps waren hier sinnlos, manche aber obligatorisch, so dass sie auch direkt in den Zubereitungsschritten aufgeführt werden sollten.
Alles in allem eine gelungene Rezeptsammlung, die auch durch das dekorative Titelbild optisch was her macht und daher nicht im Regal versteckt werden muss. Zumal man das Kochbuch so auch öfter wieder in die Hand nimmt und die Gerichte nicht nur einmal kocht.
Rezensionen von greenpanda:
REM von Annika Strauss
Spannender Thriller
„REM“ von Anika Strauß und Sebastian Fitzek ist ein spannender Thriller, der vor allem durch seine originelle Grundidee und die beklemmende Atmosphäre überzeugt. Die Geschichte rund um Träume, Bewusstsein und Realität zieht einen schnell in ihren Bann und sorgt für einige unerwartete Wendungen, wie man sie besonders von Fitzek kennt.
Der Schreibstil ist flüssig und zugänglich, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Besonders gelungen ist das Zusammenspiel der beiden Autor:innen, das frische Impulse in die Handlung bringt. Einige Passagen sind allerdings etwas vorhersehbar, und manche Figuren hätten noch mehr Tiefe vertragen können.
Trotz kleiner Schwächen ist „REM“ ein fesselnder Pageturner, der Fans von psychologischen Thrillern definitiv gut unterhalten wird. Insgesamt eine klare Empfehlung – 4 von 5 Sternen.
Rezensionen von greenpanda:
Komm spielen von Linwood Barclay
Intensiver Thriller mit starker Atmosphäre, glaubwürdigen Figuren und stetig wachsender Spannung
Komm spielen hat mich von Anfang an begeistert. Linwood Barclay schafft es hier, eine Geschichte zu erzählen, die gleichzeitig rasant, clever konstruiert und emotional überraschend ist. Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Art, wie er Spannung aufbaut: nicht mit lauten Schockmomenten, sondern mit einer stetigen, fast unmerklichen Steigerung, die sich irgendwann wie ein Knoten im Bauch anfühlt.
Man merkt, wie sorgfältig jedes Kapitel gesetzt ist, wie jede Szene ihren Platz hat und wie sich die Puzzleteile nach und nach zu einem größeren Bild fügen.
Die Figuren wirken außergewöhnlich authentisch. Sie sind nicht überzeichnet, sondern glaubwürdig, verletzlich und voller kleiner Details, die sie lebendig machen. Gerade diese Menschlichkeit sorgt dafür, dass man sofort mit ihnen mitfiebert. Barclay versteht es, ihre Ängste und Zweifel so greifbar zu machen, dass man sich selbst mitten in der Geschichte wiederfindet.
Auch stilistisch hat mich der Roman überzeugt. Die Sprache ist klar, direkt und dennoch atmosphärisch dicht. Es gibt keine unnötigen Ausschmückungen, aber auch keine Eile — alles wirkt präzise und bewusst gesetzt. Besonders stark fand ich, wie Barclay alltägliche Situationen nutzt, um ein Gefühl der Unsicherheit zu erzeugen. Man spürt förmlich, wie sich die Spannung im Hintergrund zusammenzieht, bis sie sich schließlich entfaltet.
Für mich ist Komm spielen einer dieser Thriller, die man nicht nur liest, sondern erlebt. Ein Buch, das man kaum weglegen kann und das noch lange nachhallt. Wer intelligente Spannung, glaubwürdige Figuren und eine perfekt dosierte Mischung aus Mystery und psychologischem Druck liebt, wird hier absolut auf seine Kosten kommen.










