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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von KersG:

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The Darkest Academy 1 - Bones The Darkest Academy von Beril Kehribar

Packender Auftakt

Mich hat das Cover direkt angezogen. Mystisch und geheimnisvoll. Auch der Klappentext hat meine Neugier geweckt.
Ich habe bisher noch nichts von der Autorin gelesen, aber der Schreibstil hat mich direkt in seinen Bann gezogen. Ich war sofort in der Story drinnen. Durch die bildhaften Beschreibungen fühlte ich mich, als wäre ich direkt dabei.

Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört und war von Anfang an begeistert. Spannung ab der ersten Seite. Eine starke und mutige Protagonistin. Tolle Charaktere. Die Stimmen der Sprecher passen perfekt zu den Charakteren.
Lucinda versucht zu überleben. In einer Welt, die ihr alles andere als wohlgesonnen ist. Und doch ist sie zu einer starken Persönlichkeit geworden. Sie trägt schwere Lasten aus der Vergangenheit mit sich. Und dann landet sie plötzlich in Vorgoth. Einer Akademie voller Magie und Geheimnisse. Aber auch hier geht es ums überleben.
Ich fand vor allem das mit den Familiaren interessant. Verbündete. Seelentiere. Dazu noch Magie und Zauber.
Ein gelungener und packender Auftakt! Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung!

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The Darkest Academy 1 - Bones The Darkest Academy

Rezensionen von readpassion9:

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Die Villa von Markus Heitz

die Uhr tickt

Schauplatz Leipzig: Die alter leerstehende Villa, die Doreen schon seit Jahren bewundert, soll versteigert werden. Auch wenn sich Doreen keine Hoffnung macht, die Auktion will sie sich nicht entgehen lassen. Durch einen Zufall erhält sie den Zuschlag und ersteigert ihr Traumhaus für unglaubliche 100 Euro.

Mit ihrer Teenagertochter Marina zieht sie in die Villa, die Renovierung beginnt. Es könnte nicht besser laufen für die beiden, vor allem Marinas Musikkarriere nimmt an Fahrt auf. Bis zu dem Tag, als Doreen erkennt, dass mit der Villa etwas ganz und gar nicht stimmt.

Die Story hat mir sehr gut gefallen, ich konnte mir das alte renovierungsbedürftige Gemäuer gut vorstellen und die beklemmende Atmosphäre spüren.

In zeitgemäßem Schreibstil lesen sich die Seiten wie von selbst, die verschiedenen Sichtweisen sorgen für Abwechslung. Man lernt Doreen und Marina kennen, ihre Gefühle, Gedanken, Ängste. Es gibt Action, viele merkwürdige Unfälle, auch blutig. Wie es sich für einen Horrorroman gehört.

Fazit: Solider Horror mit Gänsehautfaktor.

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Die Villa

Rezensionen von Stern567:

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15 Entscheidungen, die dein Leben verlängern von Christian Heinrich

Genial!

Schon das Cover von 15 Entscheidungen, die dein Leben verlängern macht deutlich, worum es in diesem Buch geht: eine Tomate. Schlicht, rot und ziemlich unspektakulär. Und irgendwie passt sie damit perfekt zum Inhalt. Denn auch die Tipps von Christian Heinrich sind keine komplizierten Geheimrezepte, sondern erstaunlich einfache Dinge, die man im Alltag ausprobieren kann.

Das Buch zeigt 15 Entscheidungen, mit denen man etwas für seine Gesundheit und ein längeres Leben tun kann. Dabei geht es nicht darum, plötzlich sein komplettes Leben umzukrempeln oder jeden Tag stundenlang Sport zu machen. Vielmehr sind es kleine Veränderungen, die sich relativ leicht in den Alltag einbauen lassen. Genau das macht das Buch so angenehm zu lesen.

Christian Heinrich erklärt die Zusammenhänge verständlich und kommt dabei ohne erhobenen Zeigefinger aus. Man hat beim Lesen nicht das Gefühl, ständig etwas falsch zu machen. Stattdessen denkt man öfter: „Das klingt ja eigentlich ganz einfach – das könnte ich mal ausprobieren.“

Besonders gut gefällt mir deshalb die Mischung aus interessanten Informationen und praktischen Tipps. Das Buch motiviert, ohne Druck aufzubauen. Und genau wie die Tomate auf dem Cover sind die vorgestellten Ideen angenehm unkompliziert: keine großen Versprechen, keine Zauberformel, sondern kleine Entscheidungen, die im Alltag einen Unterschied machen können.

Wer sich mit wenig Aufwand etwas mehr um seine Gesundheit kümmern möchte, findet hier viele einfache Anregungen. Ein unterhaltsames und zugleich nützliches Buch, das zeigt: Manchmal sind es gerade die kleinen Dinge, die zählen.

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15 Entscheidungen, die dein Leben verlängern

Rezensionen von Shilo:

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Lift Me up von Bianca Elliott

Eine Begegnung, die alles verändert

Holly ist eine junge Frau, die gelernt hat, möglichst unsichtbar zu bleiben. Sie möchte einfach nur irgendwo neu anfangen und ihr bisheriges Leben hinter sich lassen. Ihre Vergangenheit lässt sie dabei aber nicht einfach los.
Die Begegnung zwischen Holly und Lexx im Fahrstuhl fand ich besonders interessant.

Ausgerechnet in diesem engen Raum, in dem Holly eigentlich nur Angst haben kann, entsteht langsam ein Gespräch zwischen den beiden. Die Situation wirkt zunächst fast zufällig und bekommt dann eine ganz andere Bedeutung. Gerade diese ersten Gespräche fand ich interessant, weil beide etwas voreinander verbergen und trotzdem schnell eine gewisse Nähe entsteht.
Holly war für mich eine Figur, bei der man gerne etwas genauer hinschaut. Sie wirkt verletzlich, versucht aber gleichzeitig, sich nichts anmerken zu lassen. Auch Lexx bleibt zunächst schwer einzuschätzen. Als klar wird, wer wirklich hinter dem unbekannten Mann aus dem Fahrstuhl steckt, wird es für Holly plötzlich schwierig.
Es gibt einige schöne Momente in der Geschichte, aber manches ging mir auch etwas zu schnell. Vor allem manche Entwicklungen zwischen Holly und Lexx hätten für meinen Geschmack etwas mehr Zeit gebraucht. Trotzdem wollte ich wissen, wie es mit den beiden weitergeht und was noch alles ans Licht kommt.
Auch der Gegensatz zwischen Hollys Leben im Verborgenen und Lexx' Leben in der Öffentlichkeit hat für mich gut funktioniert. Zwei Menschen, die eigentlich kaum unterschiedlicher sein könnten und die trotzdem etwas miteinander verbindet. Die Liebesgeschichte bleibt dadurch nicht ganz ohne Spannung.
Holly und Lexx haben mich beim Lesen jedenfalls gerne begleitet. Nicht alles war ganz rund und manches hätte für meinen Geschmack etwas mehr Zeit gebraucht. Trotzdem habe ich die beiden und ihre Geschichte gerne verfolgt.
4 Sterne.

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Lift Me up

Rezensionen von leopol:

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FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister

Ein bisschen wie Leute beobachten im Cafe?

Ein Bahnsteig in einem Londoner Vorort am Morgen eines Werktages. Mehrere Personen warten auf einen einfahrenden Zug. Emma, Mutter des unbändigbaren Gideon, die mit der Mutterrolle hadert. Geschäftsmann Liam, am Weg zu einem Investorentermin, der mit Emma in Streit gerät. Mrs. Worth auf den Weg zum Begräbnis ihrer verhassten Schwiegertochter.

Der junge Sonny, der Spielschulden hat. Und der Leser weiß nur eines – in fünf Minuten wird jemand sterben.

Der Klappentext lässt eine spannende Idee vermuten und auch die Erzählweise ist anders. Der Erzähler spricht den Leser direkt an, anstatt die Figuren selbst erzählen zu lassen. Wie ein Direktor orchestriert er die Beobachtungen, stellt leichte Ausblicke in die Zukunft und die Verbindungen der Personen an. Der Einstieg in das Buch erfolgt mit der Echtzeitbetrachtung des Bahnsteigs um 7:01, dem folgen weitere. Unterbrochen wird der Rhythmus durch einzelne Kapitel zu den jeweiligen Personen am Bahnsteig – Emma, Liam, Mrs. Worth, Sonny und Gideon. Jeweils mit einem Rückblick, um die Personen besser zu verstehen.

Man wird vom allwissenden Erzähler regelrecht durch das die Geschichte geführt und jede Beobachtung von ihm erklärt. Der Ton etwas spöttisch und ohne Mitleid. Er legt dem Leser eine Interpretation und Vermutung vor und erhöht die Spannung dadurch, dass er ihm gleichzeitig vor Augen führt, wo auf der Zeitachse die Geschichte sich derzeit befindet. Gegen Ende des Buches wird diese Erzählweise allerdings sehr eigen.

Gelungen ist die Sprache: Typischer trockener britischer Humor kommt nicht zu kurz. Die Kapitel über die einzelnen Personen, sind teils aus Sicht dieser geschildert und erlauben im Gegenzug die Person unvoreingenommener zu sehen und besser zu verstehen. Für den Spannungsbogen war dieser konstante Wechsel zwischen Bahnhofsszenen und Personenkapiteln allerdings etwas abträglich.

Zu Beginn kommt einem kaum ein Charakter sympathisch vor, alle tragen etwas unsympathische Züge – Narzissmus, Spielsucht, Hass auf Verwandte. Doch man taucht durch die Rückblenden tiefer in deren Schicksal ein und gewinnt so manch einen auch lieb.

Definitiv eine spannende Idee mit einem interessanten Erzählstil, den ich so noch nicht kannte.

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FIVE - Das Ticken der Zeit

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Fremde von Belle Burden

Subjektive Sicht auf eine Trennung

Belle Burden ist Anfang 50, seit 20 Jahren mit ihrem Mann James verheiratet, hat mit ihm drei Kinder und wähnt sich in der perfekten Beziehung und im perfekten Leben. Geldsorgen hat die Familie keine, durch ein großzügiges Treuhandvermögen von ihrer Seite (sie stammt sowohl mütterlicherseits als auch väterlicherseits von vermögenden und berühmten Familien ab, wie sie selbst erwähnt) und ein sehr gutes Einkommen von ihm im Finanzbereich, ist die Familie finanziell so gut abgesichert, dass man sich nicht nur eine schicke Wohnung in New York, sondern außerdem noch ein Ferienhaus auf Martha's Vineyard direkt am See leisten und dieses mit dem Wasserflugzeug anfliegen kann, die Kinder teure Privatschulen besuchen und auch für ihr Studium schon finanziell vorgesorgt ist.

Belle selbst hat, wie ihr Mann, ursprünglich Jura studiert und ist Anwältin, arbeitet aber seit vielen Jahren aufgrund der Kinderbetreuung nur noch wenige Stunden ehrenamtlich in diesem Bereich, indem sie minderjährigen Geflüchteten dabei hilft, ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht und eine Green Card zu bekommen. James arbeitet jede Woche sehr viele Stunden und es ist keine Seltenheit, dass er auch die Wochenenden mit Arbeit verbringt, dennoch hält Belle ihn für einen zugewandten Ehemann und großartigen Vater, auch wenn aus meiner Sicht wohl relativ wenig tatsächliche Vertrautheit zwischen den Eheleuten da war, allein schon aufgrund der wenigen miteinander verbrachten Zeit. Wichtig ist aber jedenfalls der schöne Schein nach außen, man geht zu gesellschaftlichen Anlässen, ist Mitglied elitärer Clubs und dreht sentimentale Erinnerungsvideos der besonderen Momente aus der Kindheit des eigenen Nachwuchses.

Als im Frühjahr 2020 die Corona-Pandemie auch die USA trifft, zieht die Familie sich in ihr Haus auf Martha's Vineyard zurück und beobachtet wie jedes Jahr ein Adlerpärchen dabei, sein Nest ganz in der Nähe zu bauen. Zwar verunsichert durch die Nachrichten von der Pandemie, aber doch sich selbst in privater Sicherheit wähnend, schlägt es bei Belle wie eine Bombe ein, als ein unbekannter Mann sie anruft und behauptet, ihr Mann habe eine Affäre mit seiner Frau.

Als Belle James zur Rede stellt, leugnet er es nicht, gibt aber keine genaueren Hintergründe an. Erst meint er, es sei unbedeutend und er werde bei seiner Familie bleiben, doch kurz darauf entscheidet er sich für die definitive Trennung und zieht aus. An den Kindern zeigt er ab diesem Zeitpunkt noch weniger Interesse als bisher, interessiert sich kaum für deren Erziehung, will ihnen keinen Platz in seiner neuen Wohnung einräumen und sie maximal einmal wöchentlich kurz zum Abendessen treffen.

Außerdem stellt sich heraus, dass er finanziell nicht ganz so großzügig ist, wie von Belle erhofft, und aufgrund eines alten Ehevertrages darauf besteht, seine hohen Einkünfte und die daraus resultierenden hohen Ersparnisse alleine für sich reklamieren und außerdem die Hälfte an den Immobilien zu fordern, die mit dem Geld aus Belles Herkunftsfamilie angeschafft wurden, aber für die sie ihn großzügig mit eingetragen hat. Belle fühlt sich zutiefst verletzt und ungerecht behandelt und so beginnt ein zäher Scheidungskampf mit Klage und Gegenklage.

Bei diesem Buch handelt es sich, wie schon angedeutet, nicht um einen Roman, sondern um eine wahre Geschichte. Jedenfalls so weit, wie die Sichtweise einer Person auf einen Konflikt, der mindestens zwei Personen betrifft, die Wahrheit sein kann. Es ist also eine ursprünglich auf Tatsachen beruhende Perspektive einer Partei auf einen Scheidungskonflikt. Dabei verwendet die Autorin, wie sie in der Vorbemerkung angibt, ihren eigenen echten Namen und die Klarnamen ihrer Großeltern, Eltern, Stiefmutter, ihres Bruders und ihrer Schwägerin, während sie offenbar für ihren Ex-Mann und die Kinder Pseudonyme gewählt hat. Ob das diese bei dieser offenen Darstellung schützen kann oder jeder mit Interesse daran nach einer kurzen Internetrecherche auch diese identifizieren kann, sei dahingestellt.

Ursprünglich veröffentlichte die Autorin einen Zeitungsartikel über die Trennungsgeschichte, diesem stimmte ihr Ex-Mann nach eigenen Angaben im Buch zu. Ob er diesem Buch auch zugestimmt hat, wissen wir nicht. Nachdem sie ihre Geschichte aus ihrer Sicht erzählt hat, geht sie am Ende des Buches noch auf den Vorwurf ein, mit diesem öffentlichen Waschen von privater Schmutzwäsche nicht nur ihrem Ex-Mann, sondern auch ihren Kindern zu schaden und dass eine gute Mutter das nicht mache, und meint, ihren Kindern damit sogar etwas Gutes zu tun, indem sie die Generationen lange Kette öffentlichen Schweigens von Frauen angesichts des Betruges ihrer Männer unterbrochen habe und damit ihren Kindern ein Vorbild sei.

Literarisch handelt es sich aus meiner Sicht um kein Meisterwerk. Das Buch ist relativ simpel erzählt und es ist eindeutig die subjektive Sichtweise einer einzigen Person. Die Charaktere bleiben relativ blass, weder von James noch von den drei Kindern habe ich mir ein wirkliches differenziertes Charakterbild machen können, auch von den meisten anderen erwähnten Figuren nicht. Ich vermute, dass das daran liegt, dass es nicht die größte Stärke der Autorin zu sein scheint, andere wirklich wahrzunehmen, was sich auch daran zeigt, wie sehr sie sich in ihrem Partner getäuscht hat (den sie offenbar hauptsächlich nach Attributen wie groß, erfolgreich und Sicherheit versprechend ausgesucht hat).

Hinter der Geschichte liegt ein wirklich interessantes Thema, bei dem ich mir gewünscht hätte, dass es noch näher beleuchtet würde und das die Autorin nur an wenigen Stellen andeutet: während Belle selbst aus einer berühmten und reichen Familie kommt, was sicher auch Nachteile, aber im finanziellen Bereich viele Vorteile mit sich bringt, musste sich ihr Mann James fast alles selbst erarbeiten und hatte deshalb nie das Gefühl finanzieller Selbstverständlichkeit, das sie kannte. Das zeigt sich zum Beispiel an einer Szene am Anfang, als er kritisiert, dass sie Restaurantrechnungen begleicht, ohne Gesamtbetrag oder Details auch nur anzuschauen, oder auch später, als er versucht, sparsam zu sein und sie als verschwenderisch kritisiert.

Hätte die Autorin an diese Stelle und an weitere mögliche Konfliktlinien näher hingeschaut, hätte noch ein viel interessanteres Buch dazu entstehen können, wie Klassenunterschiede zweier Partner die Partnerschaft zu zerreißen drohen... oder auch, wie man als Paar konstruktiv damit umgehen kann (wenn sie das dann gelernt hätte). Interessiert hätte mich an vielen Punkten auch sehr die Sichtweise von James. Ist er wirklich einfach der treulose Ehemann, als der er im Buch wegkommt oder hat er sich schon lange in dieser Beziehung ungesehen und unverstanden gefühlt, vielleicht sogar immer wieder versucht, aktiv daran zu arbeiten? Wir wissen es nicht. Dargestellt wird er als treuloser, egoistischer Ehemann, der sich weigert, nähere Erklärungen abzugeben.

Belle erzählt jedenfalls ihre Befreiungsgeschichte, die nun damit enden soll, dass sie zwei Mal einen Kurs zum kreativen Schreiben besucht, dann den Artikel und nun das Buch veröffentlicht hat. Somit ist nun ihr Mädchentraum von der Karriere als Autorin in Erfüllung gegangen.

Was ich für mich aus dem Buch, neben einer durchaus unterhaltsamen Geschichte, mitnehme, weiß ich noch nicht... vielleicht ist es für mich hauptsächlich eine Geschichte über Privilegien, die blind machen, und über das, was man nicht sehen will? Als Vorbild für Selbstermächtigung kann ich Belle rein aufgrund dieses Buches nicht überzeugend finden.

In den USA war das Buch ein Bestseller und stand monatelang auf der Bestsellerliste der New York Times. Dazu hat vielleicht neben der Bekanntheit der Familie der Autorin (auch über ihre Hochzeit wurde schon öffentlich in den Zeitungen berichtet) auch beigetragen, dass wahre Trennungsgeschichten interessant zu lesen sind. Ob man sich persönlich von dem Buch viel verspricht und mitnehmen kann, entscheide jeder selbst, von mir gibt es diesmal keine ausdrückliche Leseempfehlung.

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Fremde

Rezensionen von ekiam:

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Die gute Fee mit der schlechten Laune (1). Der Wunschperlen-Auftrag von Emma Flint

Anderssein ist völlig okay

Die gute Fee mit der schlechten Laune ist ein kurzweiliges und unterhaltsames Kinderbuch voller kleiner Missgeschicke und humorvoller Momente. Durch die kurzen Kapitel eignet sich die Geschichte wunderbar zum Vorlesen, aber auch zum selbstständigen Lesen. Ich würde das Buch allerdings sogar schon etwas vor dem empfohlenen Lesealter ab 8 Jahren empfehlen.

Für ältere Kinder dürfte die Geschichte stellenweise etwas zu vorhersehbar und wenig spannend sein.

Das Buch ist der Auftakt einer Reihe und entführt in eine ziemlich ungewöhnliche Fantasywelt. Hier sind alle Feen glücklich, verbreiten Freude und ernähren sich dafür von Süßigkeiten, denn Zucker ist für ihre Magie unverzichtbar. Diese Welt war mir persönlich allerdings etwas zu überzogen. Vor allem die Notwendigkeit von Zucker fand ich stellenweise schwierig. Auch die ständig schlecht gelaunten Wandelwichte waren mir irgendwann etwas zu anstrengend.

Dafür konnte mich Molli als Hauptfigur überzeugen. Sie passt so gar nicht in das Bild, das die anderen von einer guten Fee haben. Ihr Feenlachen klingt eher nach einer rostigen Fahrradklingel, Zuckerwatte kann sie nicht begeistern und das vermeintlich gruselige Leben der Menschen findet sie viel spannender als das perfekte Feenleben. Besonders witzig fand ich, dass ausgerechnet einige bekannte Kinderbuchklassiker als verbotene Menschenbücher auftauchen.

Hinter Mollis Anderssein steckt eine schöne Botschaft: Sie versucht nicht, sich zwanghaft an die Erwartungen der anderen anzupassen, sondern steht zu sich selbst. Und obwohl sie dabei immer wieder in kleine Katastrophen gerät, findet sie ihren eigenen Weg, Freude zu verbreiten. Gerade für Kinder ist das eine schöne Aussage: Man muss nicht so sein wie alle anderen, um etwas Besonderes zu können oder anderen Freude zu machen.

Insgesamt ist Die gute Fee mit der schlechten Laune ein humorvoller und leichter Reihenauftakt mit einer sympathischen Hauptfigur, vielen kleinen Schlamasseln und einer schönen Botschaft. Die Fantasywelt und die Vorhersehbarkeit konnten mich nicht ganz überzeugen, Spaß beim Lesen hatte ich aber trotzdem.

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Die gute Fee mit der schlechten Laune (1). Der Wunschperlen-Auftrag

Rezensionen von Alais:

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Stolz, Vorurteil und Hexerei von Melinda Taub

Unterhaltsames Fantasyabenteuer mit Jane-Austen-Feeling

Dieses hübsch gestaltete Buch enthält eine Hexenerzählung, die sich überraschend gut in die Romanwelt von "Stolz und Vorurteil" einfügt. Mir als Jane-Austen-Fan bereitete es besonders große Freude, all die vertrauten Romanfiguren aus "Stolz und Vorurteil" wiederzutreffen, aber ich glaube, dass auch Lesende ohne Vorkenntnisse Spaß an dieser Hexengeschichte haben können.

Die Schreibweise wirkt natürlich etwas frischer, moderner, behält aber das typische Jane-Austen-Feeling mit seinem feinen Humor und eleganten Charme bei. Die Geschichte, die sich neben und innerhalb der bekannten Erzählung von Jane Austen entwickelt, handelt von Hexen und anderen mehr oder weniger dunklen Mächten.
Die Autorin setzt dabei zwei Bennett-Schwestern in Szene, denen Jane Austen, so wird von Zeile zu Zeile immer offensichtlicher, nicht ganz gerecht geworden war. Dafür wirft die Autorin Melinda Taub einen, wie ich finde, nicht ganz gerechtfertigten eher negativen Blick auf Mr Bennet, den Vater der Bennet-Schwestern.
Die Geschichte startet humorvoll und voller Leichtigkeit. Die Autorin verwebt grandiose Ideen in eine wendungsreiche Erzählung, die immer finsterer und gruseliger wird. Mr Darcy darf dabei seinen Stolz vorführen und Mr Wickham sich so wunderbar "wicked" wie noch nie zeigen. Auch eine in vielerlei Hinsicht besonders spannende Figur aus Sanditon, einem unvollendeten Roman von Jane Austen, findet ihren Platz und ihre ganz besondere Rolle.
Ein unterhaltsamer und spannender Fantasyroman, der mir große Freude bereitet hat!

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Stolz, Vorurteil und Hexerei

Rezensionen von marcialoup:

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Die Bernsteinfischerin von Lisa Quentin

Eine Reise zum Gold des Meeres

Mit einem atmosphärisch und farblich wunderschönem und idyllischem Cover werden wir durch den Roman um die Geschichte der Bernsteinfischerin begleitet, deren beiden Protagonistinnen sehr sympathisch sind.
Ebba, ein wahrer Wildfang in den 1940ern, findet als Kind einen besonderen Bernstein mit einem spektakulären Tier als Einschluss, als sie mit ihrem Vater unterwegs am Meer ist.

Obwohl sie weiß, dass ihr Vater alle Funde abgeben muss, behält Ebba heimlich diesen Bernstein!

In heutiger Zeit lernen wir Julika kennen. Sie ist Bernsteinforscherin, ein Beruf der sie aus ihrem Alltag entreißt, denn dieser ist behaftet mit vielen Aufgaben und Pflichten, die sie eigentlich gar nicht möchte, sowie negativen Erlebnissen, denen Julika nur schwer entkommen kann: ihre Schwester ist bei einem Unfall ums Leben gekommen und seitdem ist ihre Mutter depressiv und pflegebedürftig. Diese Pflege teilen sich Julika und ihr Vater und die Stimmung Zuhause ist immer am Kipppunkt. Einzig ihre Arbeit im Labor mit den Bernsteinen und deren Inklusen geben Julika Halt und Sinn.
Bis sie den Bernstein von Ebba auf dem Labortisch liegen hat und eine außergewöhnliche, absolute Sensation vermutet. Sie muss unbedingt Ebba finden, was sich nicht als einfach herausstellt, denn wenn Ebba noch lebt ist sie um die 90 Jahre alt.

Die Kapitel sind unterteilt in Ebba ab 1940er Jahre und Folgejahre und in Julika in der heutigen Zeit.
Die Charaktere sind sympathisch und lebendig gezeichnet. Beide Frauen sind Kämpferinnen in ihrer Zeit, auch wenn sie innerlich mit zerbrechlichen Störungen belastet sind, geben sie doch nicht auf und gehen ihre Wege.
Es zeigt, dass auch heute die Selbstbestimmung der Frauen nicht ohne weiteres sondern vielleicht einfach nur anders schwierig ist.

Die Sprache der Autorin ist mitreißend, farbenfroh und lebendig, stellenweise spannend, aber auch sehr feinfühlig. Die Szenarien sind naturgetreu und detailliert beschrieben, sodass man tief eintauchen kann!
Man hat eine schöne Lesezeit und verbringt diese gedanklich an der Küstenregion um Lübeck, dem Brodtener Steilufer und anderen nahe gelegenen Orten, wo Ebba's Geschichte spielt, denn diese Orte und das Meer sind perfekt wiedergegeben in diesem Roman.
Von der Autorin werde ich gern auch weitere Bücher lesen!

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Die Bernsteinfischerin

Rezensionen von Sophie H.:

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Falls jemand fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg

Wer sind die anderen?

Die Geschichte beginnt im Sommer 1953 und spielt in Halle. Die 16jährige, linientreue Tilla lernt Rena kennen, die so ganz anders ist. Rena ist mutig und gibt überall ihren Senf dazu, auch zu den Zuständen in der damals noch sehr jungen DDR. Die beiden Mädchen treffen sich jeden Nachmittag zum Schwimmen im Fluss.

Doch eines Tages kommt Rena nicht mehr und Tilla macht sich auf die Suche nach ihr. Dabei muss sie feststellen, dass sie über ihre neue Freundin relativ wenig weiß. Alles, was diese ihr über ihr Privatleben erzählt hat, scheint erfunden zu sein. Doch das sind nicht die einzigen Lügen, die Tilla beschäftigen. Ihr Freund Roman hat ihr große Teile seines Lebens verschwiegen und auch ihr Vater, der während des Nationalsozialismus im KZ Dora-Mittelbau war, ist nicht der, der er vorgibt zu sein. Tilla hadert mit allem. Schließlich hat sie gelernt, dass der Sozialismus die einzig erstrebenswerte Lebensform ist. Doch dann muss sie nach und nach erkennen, dass auch die Regierung der DDR Lügen verbreitet und das Volk täuscht.
Mich hat das Buch von Anfang an in einen Lesesog gezogen und ich konnte es kaum beiseitelegen. Man fiebert regelrecht mit Tilla mit und erkennt als Leser, genau wie sie, erst nach und nach, was Wahrheit und was Lüge ist. Man muss erfahren, dass man Menschen, von denen man glaubte, sie gut zu kennen, doch ganz anders bewerten und einordnen muss.
Der Autorin ist es sehr gut gelungen, die Zerrissenheit von Tilla einzufangen und zu beschreiben und die damaligen Verhältnisse der noch jungen DDR darzustellen. Kaum zu glauben, dass es anschließend noch so lange gedauert hat, bis dieser Staat aufhörte zu existieren. Ich kann dieses Buch nur jedem weiterempfehlen!

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Falls jemand fragt, wer wir waren