Kunden em pfehlungen
Rezensionen von pandas_bücherblog:
tiptoi® Wieso? Weshalb? Warum? - Faszinierende Fahrzeuge von Heike Tober
Meine Tochter liebts!
Das Cover passt wieder super zum Inhalt und zeigt einen kleinen Teil der Fahrzeuge, die im Buch vorgestellt werden.
Meine Tochter liebt ihre tiptoi Bücher über alles und holt sie täglich mehrmals aus ihrem Bücherregal, um sich in Ruhe an ihren Tisch zu setzen. Da sie von jeglichen Fahrzeugen fasziniert ist, war für mich klar, dass auch dieser Band bei uns einziehen muss.
Inhaltlich hat uns das Buch wieder vollkommen überzeugt. Es werden unzählige spannende Fahrzeuge, die im Alltag zu finden sind, kindgerecht vorgestellt und erklärt. Und dabei können sogar Erwachsene noch etwas lernen. :)
Kinder erfahren, wie normale Autos, Motorräder, Rennautos, Schiffe, Flugzeuge uvm. funktionieren und was sie für Aufgaben haben. Untermalt wird das Ganze natürlich wieder von tollen Geräuschen und einer ruhigen Erzählstimme. Wie bei den anderen tiptoi Büchern gibt es auch wieder interessante Spiele, die für meine Tochter zwar noch etwas zu schwer sind, ihr aber schon jetzt riesigen Spaß machen und motivieren, dran zu bleiben.
Fazit:
"Faszinierende Fahrzeuge" ist für uns ein weiterer gelungener Band der Wieso? Weshalb? Warum?-Reihe, der mit spannenden Fakten, tollen Illustrationen und interessanten und interaktiven Spielen überzeugt und uns sicher noch viele Jahre begleiten wird.
5/5 Sterne
Rezensionen von pandas_bücherblog:
Bring alle Katzen ins Bett! von Naomi Tipping
Tolles Mitmachbuch für den Abend
Das Cover ist super süß und da meine Tochter Katzen und vor allem Mitbachbücher liebt und wir immer auf der Suche nach neuen Büchern für unsere Abendtoutine sind, mussten wir das Buch einfach testen. :)
Die Texte sind kurz, leicht verständlich und eignen sich super zum Vorlesen. Das Highlight sind natürlich die kleinen, herausnehmbaren Katzenfiguren, die nur darauf warten, ins Bett gebracht zu werden.
Ich hatte ehrlich gesagt etwas Angst, dass die Pappfiguren nicht lange überleben würden, da meine Kleine manchmal etwas stürmisch ist, aber bisher haben sie noch keinen Schaden genommen.
Das Buch wird bei uns momentan regelmäßig aus dem Bücherregal geholt und auch tagsüber gerne bespielt. Kinder lernen auf spielerische Weise die Schritte der Abendroutine kennen und werden dabei idealerweise auch schon müde. :)
Fazit:
Für uns ist "Bring alle Katzen ins Bett" ein voller Erfolg gewesen und eine Empfehlung an alle, die noch auf der Suche nach einem süßen Mitmachbuch für den Abend sind.
5/5 Sterne
Rezensionen von pandas_bücherblog:
The Darkest Academy 1 – Bones von Beril Kehribar
Suchtpotenzial!
Das Cover und der Farbschnitt sind richtig schön und vor allem die Mischung aus Lila und Silber trifft genau meinen Geschmack.
Ich habe bereits andere Bücher der Autorin gelesen und auch hier hat mir der lockere und bildhafte Schreibstil wieder super gefallen. Vor allem die Beschreibungen waren teilweise so detailreich, dass es sich für mich angefühlt hat, als wäre ich mitten in der Geschichte.
Ich will ehrlich sein. Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, bei dem ich das drängende Bedürfnis hatte, unbedingt weiterlesen zu müssen. Aber "The Darkest Academy" hatte genau diese Sogwirkung auf mich. Der Einstieg in die Story empfand ich zwar als etwas lang, aber als Luci endlich in Vorgoth ankommt, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.
Sie ist eine unfassbar starke, selbstbewusste, aber zugleich auch verletzliche junge Frau, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Auch ihr Familiar Ash fand ich einfach nur süß!
Lucindas Vergangenheit wird im Laufe des Geschehens immer wieder angeschnitten und mit kleinen Rückblenden untermalt, aber einen richtigen Reim konnte ich mir daraus noch nicht machen. Ich bin gespannt, ob meine Vermutungen sich am Ende als richtig herausstellen werden.
Über Ezra erfährt man nicht allzu viel. Erst gegen Ende öffnet er sich Luci gegenüber etwas, die restliche Handlung über bleibt er eher undurchsichtig. Man merkt jedoch, dass Luci ihm wichtig ist und dass er sich nur schwer von ihr fernhalten kann. Wenn die beiden aufeinandergetroffen sind, hatte ich immer etwas Herzklopfen, weil ihre "Beziehung" jederzeit hätte auffliegen können.
Mit Devriel bin ich leider überhaupt nicht warm geworden. Ich habe zwar damit gerechnet, dass er und Luci keine besten Freunde werden würden, aber seine super abweisende, arrogante und hasserfüllte Art ihr gegenüber fand ich irgendwie anstrengend. I mean, wenn du sie hasst, dann ignoriere sie doch einfach und hör damit auf, ständig an sie zu denken und sie zu provozieren. Seine widersprüchlichen Signale waren auf Dauer einfach irritierend und immer, wenn ich dachte, dass sie einen kleinen Schritt aufeinander zugemacht haben, hat er es im nächsten Moment wieder kaputt gemacht. Ich hoffe, ich finde im nächsten Band mehr Zugang zu ihm - seine schlimme Vergangenheit ist für mich keine Ausrede dafür, sich so daneben zu benehmen.
Die restlichen Charaktere waren ansonsten ganz okay. Manche haben mein Interesse mehr und andere weniger geweckt. Was ich hingegen wirklich gelungen fand, ist die Atmosphäre und das Magiesystem, auch wenn ich noch keinen perfekten Durchblick habe. Die Story bietet aber unheimlich viel Potential.
Das Ende war aber mal so richtig gemein. Die Ereignisse überschlagen sich regelrecht und jetzt brauche ich bitte unbedingt die Fortsetzung! :)
Fazit:
"The Darkest Academy" ist ein vielversprechender Auftakt, der das Potenzial hat, süchtig zu machen.
4/5 Sterne
Rezensionen von pandas_bücherblog:
Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Meine Welt von Maria Höck
Super empfehlenswert!
Das Cover ist süß gestaltet und gibt bereits einen kleinen Einblick darauf, was einem im Buch erwartet.
Was mir im Vergleich zu vielen anderen Wimmelbüchern positiv aufgefallen ist, ist, dass die Illustrationen nicht überladen sind, was mir sehr wichtig war. Mir ist nämlich aufgefallen, dass meine Tochter schnell das Interesse verliert, wenn sie der Inhalt überfordert.
Was mir ebenfalls gefallen hat, waren die alltäglichen Situationen, weil sich meine Tochter damit super identifizieren konnte. Seien es Situationen beim Einkaufen, beim Spielen oder im Kindergarten. Sie geht zwar erst nächstes Jahr in den Kindergarten, findet aber den Alltag und die vielen verschiedenen Kinder dort total spannend. Im Gegensatz zu anderen Wimmelbüchern (und wir haben einige davon), wird das Buch regelmäßig von ihr in die Hand genommen.
Fazit:
Endlich mal ein Wimmelbuch, das nicht überladen ist und schöne, alltagsnahe Situationen zeigt. Von uns gibt es eine klare Empfehlung.
5/5 Sterne
Rezensionen von Ruth:
Abschiedssommer von Jochen Missfeldt
Schuld und Verdrängung
Der titelgebende Abschiedssommer ist der Sommer 1959. Der 18jährige Gustav Hasse, Alter Ego des Autors, verbringt ihn größtenteils auf einem Campingplatz an der Geltinger Bucht. Abends spielt er am Piano mit seiner Schülerband „Die Flamingos“ in der „Neuen Harmonie“. Mit Swing und Rock‘n‘Roll heizen sie den Jugendlichen ein.
Neben der Musik ist ihm Johanna wichtig, Freundin schon seit Kindheitstagen. Nun sind die beiden ein Paar, doch im Moment steht eine Ohrfeige zwischen ihnen. Gustav hat aus Eifersucht zugeschlagen und nun weiß er nicht, wie er sich verhalten soll.
Es sind vordergründig typische Probleme Jugendlicher, das alles aber vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund. Das Ende des Krieges liegt zwar schon 14 Jahre zurück, doch die Auswirkungen der Nazi-Zeit sind noch überall spürbar; sie sind v.a. präsent in den Seelen und Köpfen der Figuren. Jeder ist geprägt davon. Gustav selbst ist Vollwaise, lebt seit Jahren bei seiner Tante Gret in Solsbüll. Sein Vater fiel schon im August 1941 in Russland, seine Mutter starb bei einem Bombenangriff auf Hamburg. Johanna stammt ursprünglich aus Königsberg. Gemeinsam mit ihrer Mutter Claude und Großmutter Agnes strandete sie im April 1945 in Flensburg. Diese Stadt im äußersten Norden Deutschlands und weitab von der anrückenden Roten Armee war Ziel zahlreicher Flüchtlinge. Innerhalb weniger Monate hatte sich die Einwohnerzahl von 45.000 auf über 100.000 erhöht.
Besonders bewegend ist das Schicksal von Lidia. Gustav hat sie vorigen Sommer im „Kinderschiff“ , einem Erholungsheim für Kinder an der Geltinger Bucht, kennengelernt. Lidia ist ein sog. „Suchkind“, wie es zu Kriegsende viele gab. Kinder, die durch Flucht und Vertreibung von ihrer Familie getrennt wurden; sie kannten oft ihren Namen nicht und waren ohne Papiere. Organisationen wie der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes versuchten die Kinder mit Hilfe von Fotos und Suchmeldungen in den Zeitungen und im Rundfunk wieder mit ihren Eltern oder Verwandten zusammenzubringen.
Flensburg ist aber nicht nur das Ziel derer, die unter den Folgen von Nazi-Herrschaft und Krieg leiden. In Flensburg hatte nach Hitlers Tod dessen Nachfolger Großadmiral Dönitz zwei Wochen lang seinen Regierungssitz, bis die Engländer die Regierung auflösten und Dönitz verhafteten.
Und hierher war auch Gerhard Fritz Hensel, ein Maler aus Dresden geflüchtet, der sich später mit seinen Gemälden v.a. in Norddeutschland einen Namen machte. Hensel war Gustavs Kunstlehrer an der Goethe- Schule. Jahrzehnte später erst muss Gustav von einem alten Freund erfahren, wer dieser Hensel tatsächlich war: Der Schwager des Lagerkommandanten Höß, der die Familie Höß in Auschwitz besucht und dort gemalt hat. Gustav ist schockiert und fragt sich, warum er davon nichts gewusst hat. „ Das deutsche Thema“, meint der Freund.
So lauert hinter vielem noch die dunkle Vergangenheit, das zeigt Missfeldt auch symbolisch an einem Geschirrservice, das Lidia bei Gustav deponiert. Die Teller sehen von oben wie ganz normale Teller aus. Dreht man sie aber um, erkennt man das Hakenkreuz auf der Rückseite.
Missfeldt fängt außerdem sehr gut die Atmosphäre jener Zeit ein. Da wird „Kikeri“ getrunken, die Damen werden nach den Tanzveranstaltungen von den Herren nach Hause gebracht, wo hinter den Fenstern schon die besorgten Eltern lauern. In den Buchhandlungen liegt der neue Roman von Günter Grass.
Wichtiger aber ist dem Autor zu zeigen, wie stark dies eine Zeit des Verdrängens und Verschweigens war. Gustav ist neugierig, will die Vergangenheit kennen, bekommt auf Nachfragen aber immer nur gesagt, er solle die alten Geschichten ruhen lassen. „Lass uns nicht ungemütlich werden, Gustav. Wir wollen es doch schön haben.“
Joachim Missfeldt packt seine Erzählung in eine Rahmenhandlung. Der alt gewordene Gustav muss sich einer Operation unterziehen. Auf die Frage, wie lange es wohl dauert, bis er wieder aufwacht, antwortet ihm der operierende Professor: „Da passt ein Roman rein, wenn Sie so wollen.“ Und diesen Roman lesen wir hier. Das ermöglicht dem Erzähler, der sich narkotisiert erinnert, einige literarische Freiheiten. So finden sich in dem ansonsten realistischen Text fantastische Einschübe, wie eine Nils Holgersson nachempfundene Reise mit einer Möwe, in der Gustav aus der Vogelperspektive beobachtet und beschreibt. Die Fluchtgeschichte von Claude wird uns in Form einer nachgestellten Theaterszene dargeboten. Gedichte, Tagebucheinträge und Informationen zur Historie durchbrechen den Plauderton des Buches. Immer wieder mischen sich die verschiedenen Zeitebenen, Fakten und Erfundenes. Das ist raffiniert konstruiert, teilweise originell, aber auch anstrengend zu lesen und erschwert eine Nähe zu den Figuren.
Dagegen vermag der Autor mit poetischen Naturbeschreibungen zu überzeugen. Hier spürt man die Liebe Missfeldts zu seiner norddeutschen Heimat. Musik ist ein durchgängiges und verbindendes Element im Roman, auch das zählt zu den positiven Aspekten.
So ist „Abschiedssommer“ ein kluger und eigenwilliger, nicht durchweg überzeugender Roman über Schuld und Verdrängung.
„Abschiedssommer“ ist der abschließende Teil eines Romanzyklus, in dem Joachim Missfeldt von Gustav und seiner Familie und von den Bewohnern des fiktiven Örtchens Solsbüll erzählt, doch das Buch lässt sich als eigenständiges Werk lesen. Mag sein, dass der ein oder andere Lesende neugierig geworden ist auf die Vorläufer, falls er sie noch nicht kennt. Bereits 1989 ist sein großer Familienroman „Solsbüll“ erschienen ( 2017 kam eine überarbeitete Neuausgabe heraus ), gefolgt von „Gespiegelter Himmel“ ( 2001) und „Steilküste“ ( 2005 ).
Mit „Abschiedssommer“ verabschiedet sich nun der Autor vom Schreiben. Ideen hat er, nach eigenem Bekunden noch einige, aber mit 85 Jahren ist seine Kraft und seine Lebenszeit eingeschränkt.
Rezensionen von Ele:
Tutto bene von Laura Wagner
Nichts ist gut
Tutto bene, Hipster-Roman von Laura Wagner, EBook, DUMONT Verlag
Modern erzählter Roman in moderner Sprache
Emma hat mit ihrer Familie kaum Kontakt, die Mutter trifft sie an Weihnachten, vor allem mit dem Vater hat sie den Kontakt abgebrochen. Sie hat Essstörungen, ist alkoholabhängig und hat ihr BWL-Studium abgebrochen.
Sie jobbt in einem Berliner Späti. Dort räumt sie Regale ein und verkauft Süßigkeiten und Softgetränke. Na, eben alles tutto bene. Da erscheint Ingrid, eine schlagfertige und mit allen Wassern gewaschene 15jährige, die dem Zocker, Energy-Drink-Trinker und Schoko-Junkie Udo und vor allem Emma zeigt, wie der Hase läuft.
Ganz langsam schleicht sie sich vor allem in Emmas Herz und das ist auch nötig, denn Emma alleine bekommt nicht einmal eine neue Beziehung, mit dem „Matrosen“ so richtig auf die Reihe.
Das Buch besteht aus kurzen intensiven Kapiteln. Geschrieben durchaus bildhaft, sehr flüssig, manchmal ging es mir etwas zu schnell. Vor allem in moderner Jugendsprache verfasst, vermischt mit Berliner Slang. Einige Worte und Bedeutungen musste ich nachschlagen, weil ich keine Ahnung hatte. Ja ich gebe zu es ist nicht meine Generation in der dieses Buch spielt, doch ein Buch in zeitloser Sprache kann bestehen, das wird in hundert Jahren noch verstanden, ich kann mir nicht vorstellen, dass etwas das heute cheesy oder goofy ist, in 100 Jahren nicht, nur noch belächelt wird. Es handelt sich also hier um ein Buch für eine kurze hippe Phase die in ein, zwei Jahren gar nicht mehr verstanden wird oder längst überholt ist. Ich könnte mir vorstellen, dass Leser, ab Generation Z aufwärts, das Buch schätzen, Ich bin wohl schon zu alt dafür.
Durchaus verstanden jedoch habe ich die Probleme der Protagonistin. Sie ist lebensunfähig, hält sich von ihrer Mutter weitestgehend fern, mit dem Vater hat sie vollständig gebrochen, was ich durchaus nachvollziehen kann. Sie säuft sich jeden Tag völlig zu, sie raucht zu viel, prokrastiniert und hat eine Essstörung. Sie ist nicht bindungsfähig, denn das macht sie sich selber kaputt, zum Glück gibt es da den „Matrosen“ der viel Verständnis und Einfühlungsvermögen für sie hat, denn kaum hat er mal keine Zeit, dann macht sie parallel mit dem Jäger rum. Manchmal habe ich mich gefragt wer die 15jährige ist, Emma oder Ingrid? Denn Ingrid schafft es, dass Emma ihr Leben nochmal resetten kann.
Die Personen sind allesamt ganz ok. Udo, Leo, Ali, mein Lieblingscharakter war Ingrid, die 15jährige die, der Mitte 20jährigen das Leben erklärt. Sie bekocht und an der Hand nimmt wie eine Mutti. Ja und Leo, der Matrose an dessen Stelle ich mir längst eine andere Freundin gesucht hätte.
Emma fand ich unsympathisch, chaotisch unselbständig und larmoyant.
Hatte das Buch schnell gelesen, Empfehlung für die o.g. Zielgruppe.
Von mir 2,5 wo nötig 3 Sterne
Rezensionen von nuean:
Keeper of my loving Heart von Sarah Herbst
Wenig Gefühl und schwierige Dialoge
Lara will sich in ihrem neuen Job beweisen. Als Neuling im PR Team der deutschen Fußballnationalmannschaft und Tochter des Pressesprechers hat sie keinen leichten Stand. Aber sie soll den Torwart Alex König auf Spur bringen. Denn auch wenn es sportlich genial ist, ist sein Benehmen das Gegenteil. Als seine Aufpasserin begleitet Lara ihn überall hin und das sorgt für viel Zündstoff.
Schon die ersten Seiten in dem Buch haben mich nicht besonders abgeholt. Ich mochte die Sprache nicht wirklich und auch die Charaktere haben mich nicht für sich eingenommen. Auch das Setting in Deutschland war für mich schwierig. Denn anstatt Alex König hatte ich immer Manuel Neuer vor Augen. Es wird aus beiden Sichten erzählt. Alex der arrogante Überflieger, der denkt er wäre unverzichtbar und Lara, die sich pausenlos beschwert. Ich fand beide sehr pubertär und gegen Ende waren meine Sympathien noch eher bei Alex als bei Lara. Es entwickelt sich auch nicht wirklich was zwischen den beiden. Für mich waren sie eher Enemies, die nie Lover werden. Dann noch die Themen wie Tierschutz, veganes Leder, das war für mich sehr gewollt. Klar war es süß, wie Alex mit dem Hund umgegangen ist, das hat ihn mir auch sympathischer gemacht, aber ob es so realistisch ist, während der WM solche Termine zu haben. Ich bin kein Mensch, der Bücher abbricht, deswegen habe ich es bis zum Ende durchgezogen. Aber unterhalten hat es mich leider nicht. Aber das Cover ist sehr schön.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Dagmar Pfleger:
Popóm von Johanna Sebauer
Starker Anfang - "starke" Spannung - starker Abfall
Sebauer katapultiert die Lesenden mit einem starken Anfang in die Handlung, sodass man das Buch gar nicht mehr weglegen möchte. Gleich auf der ersten Seite ist ER da. Hendrik meint, sich in diesem "ER" als älteres Ich wieder zuerkennen - und hofft auf Hilfe, die er als in einer Lebenskrise steckender junger Mann dringend nötig hat.
Die Fragen, die sich mir stellten, waren: hatte Hendrik die Erwartung, dass "ER" seine Probleme lösen könnte? Oder war es vor allem Neugierde? Oder doch eher Hilflosigkeit, Orientierungslosigkeit? Oder alles? Er wirkt verloren, auch antriebslos. Und was passiert letztendlich? Eigentlich recht wenig! Auf der lesenden Suche nach einer ebenso starken Lösung für mich als Lesende fühlte ich mich dann doch etwas im Regen stehen gelassen. Am Beginn so spannend ... und dann doch eher gelangweilt könnte man vielleicht über Folgendes nachdenken: wer war "ER" wirklich? Eine imaginäre Vorstellung von Hendrik? Phantasie? Ein Gedankenkarussell? Welche Gedanken hatte Sebauer selbst noch? Wie würde sie über diese Überlegungen denken? Ich hätte doch einige Fragen an sie. Tatsache ist: am Ende hätte ich mit einfach mehr erwartet.
Rezensionen von Krani:
Das habe ich wegen dir getan von John Lanchester
Überraschend
Kate und Jack sind seit über zwanzig Jahren verheiratet. Nach Jacks Tod erscheint eine Fernsehserie, aus der hervorgeht, dass er mit der Drehbuchautorin ein Verhältnis hatte. Aber das ist erst der Anfang.
Die Geschichte ist klug konzipiert und toll erzählt. Sie beginnt wie ein ganz normales Leben, entfaltet sich langsam und wird immer gemeiner, bis zum Schluss.
Da passt dann eins zum anderen.
Die Gefühle der Witwe, die sich im Nachhinein betrogen sieht, werden erschütternd und lebensnah geschildert. In Kate kann man sich gut hineinversetzen. Ihre Gegenspielerin, die Drehbuchautorin Phoebe, ist erheblich unsympathischer und schwerer zu verstehen. Doch die Geschichte ist zu komplex, als dass klare Sympathien möglich wären.
Eine wirklich gemeine Rachegeschichte, mitten aus der heutigen Zeit, die immer wieder überrascht.
Rezensionen von Gavroche:
Deine Zeit wird kommen von Carl-Johan Vallgren
Wo ist Malin?
Björlind ist vor einiger Zeit mit seiner Frau Maria und seiner Tochter Malin nach Falkenberg gezogen, raus aus der Großstadt. Aber dann erkrankt seine Frau und stirbt und Björlind muss mit der 17jährigen Malin alleine weitermachen, was ihm sehr schwer fällt. Er sieht Maria immer noch vor sich, führt fiktive Gespräche mit ihr und trauert stark.
Die Leiche einer unbekannten, jungen Frau in Malins Alter wird im Fluss gefunden. Nackt, kahl geschoren und abgemagert. Wer hat ihr das angetan? Zur Unterstützung wird die Kommissarin Johanna aus Stockholm hinzugerufen. Gezeichnet mit einer langen Narbe im Gesicht und einer schwierigen Vergangenheit - beide Ermittler haben es also nicht leicht und das macht für mich diesen Thriller so typisch schwedisch, im positiven Sinne.
Als Malin verschwindet eskaliert alles. Die Spannung wird langsam gesteigert und durch die wechselnden Perspektiven ist man immer einen kleinen Schritt voraus, aber mehr auch nicht.
Die Auflösung am Ende passte gut und ich hoffe, es wird weitere Fälle mit diesem Team geben.











