Kunden em pfehlungen
Rezensionen von peppi:
Leserabe Vor-Lesestufe - Eine kleine Katze für Anton von Katharina E. Volk
Lesen lernen
"Eine kleine Katze für Anton" ist ein Buch, das Kindern hilft, erste Wörter zu erkennen und einfache Sätze zu verstehen. Durch Bildsymbole lernen sie spielerisch mitzuverfolgen was gelesen wird. Am Ende des Buches sind noch einmal alle Bilder und ihre Bedeutung aufgelistet.
Das Buch erzählt von Anton, der in eine neue Stadt zieht.
Anfangs fühlt er sich unsicher, doch eine kleine Katze hilft ihm, sich wohlzufühlen.
Besonders hübsch sind die Illustrationen. Sie sind warm und freundlich und zeigen sehr gut, wie sich Anton fühlt. Man sieht seine Neugier, seine Unsicherheit und die Freude über diese niedliche kleine Katze, die ihm hilft sich einzuleben.
Eine wunderschöne Geschichte über Mut, Ankommen und Freundschaft.
Das Buch ist im typischen Leserabe-Format gestaltet. Es ist handlich, stabil und mit vielen farbigen Bildern.
Gern empfehle ich dieses tolle Kinderbuch!
Rezensionen von Pusteblümchen:
Sommerhaus von Rachel Joyce
Ein Sommer zwischen Trauer, Familie und Drama
Der 76-jährige Vic Kemp ist ein großartiger Künstler. Dessen ist er sich auch sehr bewusst, von seiner eigenen Genialität ist er völlig überzeugt und an Selbstbewusstsein mangelt es ihm nicht. Seine vier Kinder Netta 40, Susan 39, Goose 36 und Iris 33 Jahre verehren ihn, was vielleicht auch ein wenig dem frühen Tod ihrer Mutter zuzuschreiben ist.
Nun eröffnet Vic ihnen, dass er wieder heiraten will und zwar die 27-jährige Bella-Mae. Seine Kinder sind entsetzt.
Vic zieht mit Bella-Mae in die Familienvilla am norditalienischen See Lago d’Orta. Dort wird er kurz nach der Hochzeit tot aus dem See geborgen. Seine Kinder reisen hin, um zu erfahren, was passiert ist bzw. um Bella-Mae als Erbschleicherin oder sogar Mörderin zu überführen.
Der Originaltitel zu diesem Buch lautet „The Homemade God“ und ich finde es wirklich schade, dass dieser nicht beibehalten wurde, da er absolut treffend ist.
Die Villa am See nimmt viel Raum ein. Die Hitze des Sommers wird dort regelrecht spürbar. Das Buch ist eine Familiengeschichte und zugleich spannend wie ein Kriminalfall. Die Dynamik der Beziehung zwischen den Geschwistern verändert sich, durch den Tod des Vaters gestaltet sich ihre Rolle im Familiengefüge neu. Sie beginnen, die Vergangenheit und das idealisierte Bild ihres Vaters zu hinterfragen. Es werden Risse freigelegt, von denen zunächst nichts zu ahnen war.
Während mir keiner der Charaktere so richtig sympathisch geworden ist, habe ich das Setting, das Haus am See und die sommerliche Hitze geliebt. Da kam ich schon beim Lesen ins Schwitzen.
Trotz der unsympathischen Charaktere war es für mich ein absolut fesselndes Sommerdrama, das mich vor allem durch sein Setting und die spürbare Hitze begeistert hat.
Rezensionen von Bisco:
Enigma – Wahrheit, Begehren, Dunkelheit von RuNyx
Wenn Übergriffigkeit die Story überdeckt
Enigma – Wahrheit, Begehren, Dunkelheit - Die perfekte Mischung aus Liebe, Verrat und dunklen Intrigen so lautet der Titel des Buches, welches für mich ganz klar in die Kategorie Dark Love gehört.
Ich habe eine Geschichte erwartet, die mich mitnimmt, die mich mitfiebern lässt, welche mich miträtseln lässt warum Salems Schwester und so viele andere Leute sterben mussten.
Den wir erfahren recht früh das Salem nur an die Mortimer, der Eliteuni, geht, um herauszufinden was dort im Geheimen passiert. Schnell erfahren wir von ihrem Interesse am Tod (Wissenschaftlich), dem Willen zu erfahren was zu den Schicksalsschlägen Ihrer Familie führte und wie sie als Person ist.
Verschlossen, abweisend und das Gefühl nie geliebt wurden zu sein verfolgen die junge Frau. In einer Familie, wo nur noch Ihre Mutter lebt, diese sich aber nie als die „Kuschelmutter“ präsentierte, die wir doch alle brauchen konnten.
Jetzt beginnt die 20-Jährige ihr Studium zur Forensik, findet Bekanntschaften, die zu Freunden werden und nähert sich dem geheimnisvollen Caz. Dieser hat viele dunkle Geheimnisse und ist natürlich der optische Halbgott in Schwarz. Als „Wunderkind“ im Studienfach Kunst, wird er bewundert, andere haben Angst vor seiner Ausstrahlung.
Schnell findet sie raus, dass ihr Professor nicht unschuldig am Tod ihrer Schwester ist und eine geheime Gesellschaft ihre Finger mit im Spiel hat. Wer jetzt eine Story erwartet mit Rätsel raten, Leute beobachten, Indizien sammeln, Verdachtsmomenten und Beweise auswerten wie in Geschichten von Holly Jackson wird leider sehr enttäuscht.
Die Story zieht sich zu 80% nur um das Seelenleben von Salem und ihre körperlichen Aktivitäten mit Caz und dem seinen Antiaggressionsproblem und das er nicht versteht, dass Menschen kein Eigentum sind.
Sexuelle Passagen sind beschrieben, wie ein Porno in Bildern aufgebaut ist. Von Erniedrigung ihrer Person, was als Lust beschrieben wird (Penetration mit einem Gegenstand mitten während der Vorlesung, Schmerzhafte Berührungen, ohne vorher zu fragen, ob das gewollt ist, über sie herfallen, wo es nur geht) über Penisvergleiche (er stand ihr hoch bis ins Kreuz – 40cm?) und seinen Gedanken gegenüber Revalern („er hat schon verloren, denn ich weiß ich habe den größeren Schwanz“) dominieren die Geschichte.
Die Geschichte möchte sich in eine Lovestory mit Suche nach dem Mörder verpacken und beim Öffnen der Verpackung kommt eine Dark Lovestory mit leider fast null Inhalt herum. Zum Ende es Buches, nach fast 500 Seiten, wird mal ganz kurz erklärt, warum die Menschen alle tot sind, als ob man es noch schnell zwischen zwei Quickies erklären müsste.
Wer auf ein Buch mit sehr wenig Story und viel detailreichem Sex steht mag es was sein, mir persönlich fehlte das, was der Klappentext versprach mit Spannung und Lovestory.
Rezensionen von rewareni:
Feuchte Monster von Matthias Krause
Achtung, die Würmer kommen!
Frank J. Freibrodt, Autor frivoler und eher geschmackloser Romane, wird nicht nur von seinem Kredithai unter Druck gesetzt, sondern auch von seinem Verleger Hr. Kunz, sowie dem Sensitivity Reader Mortimer, der am liebsten alle schändliche Szenen in dessen neuen Roman streichen würde.
Gezwungenermaßen muss Frank bei einem Speeddatingevent hoffen, dass er auf eine reiche Gönnerin trifft, die ihm aus seiner misslichen finanziellen Lage hilft.
Dass er hier auf seltsame und auch brutale Personen trifft ist für sein eigentliches Vorhaben nicht gerade förderlich.
Die eigentliche Gefahr für alle kommt aber von einem riesigen Meereswurm, dessen Brut sich bereits auf den Weg gemacht hat menschliche Wirte zu finden, um sich dort einzunisten. Dass gerade in dem eigentlich friedfertigen Mortimer solche Baby Maden in sein Gehirn eingedrungen sind lässt ihn unberechenbar werden und so wird das Speeddating für alle zu einem Ereignis, mit ungeahnten Folgen.
Bei der Horrorsatire ,, Feuchte Monster“ muss man sich als Leser auf eine besondere Geschichte einlassen. Der Autor, Matthias Krause, zieht dabei alle Register damit man Spannung, Humor, Action und vor allem viele verschiedene Körperflüssigkeiten präsentiert bekommt. Manche dieser feucht fröhlichen Szenen, gepaart mit brutalen und nicht zimperlichen Kampfszenen zwischen den Protagonisten, sowie sexistische Kraftausdrücke, fallen dabei manchmal schon etwas zu heftig aus.
Der Schreibstil ist flüssig und auch auch bildhaft, wo man sich manche Szenen lieber nicht so genau vorstellen möchte.
Da es sehr viele Protagonisten gibt, ist es mir gerade zu Beginn etwas schwer gefallen den Durch-und Überblick zu behalten, aber mit der Zeit ist es dann kein Problem mehr.
Mir haben seine unterschiedlichen Personen mit deren besonderen Eigenheiten gut gefallen. Auch deren Dialoge untereinander sind immer wieder humorvoll und auch leicht zynisch angehaucht.
Die Handlungsorte wechseln recht schnell, wo man schon ein wenig aufpassen muss, da es nicht unbedingt einen roten Faden gibt, der sich linear durch den Roman zieht.
Man wird immer wieder überrascht mit neuen Details speziell zu den gefräßigen Würmern, die schon manchmal recht ekelig sind, wenn sie sich bei den Menschen einnisten. Da es aber eine Horrorsatire ist, muss man auf alles gefasst sein.
Es ist eine schwungvolle Geschichte, wo man nie so genau weiß, was als nächstes passiert. Wer sich also über gefräßige Würmer, Fetischisten und sonstige durchgeknallte Protagonisten drüber traut, der wird bei ,, Feuchte Monster“ auf seine Kosten kommen.
Rezensionen von LeserinLu :
Marilyn Monroe liegt auf der Couch und spricht über Sex von Hektor Haarkötter
Interessant
Ausgangspunkt des Buches ist das reale, bis heute rätselhafte Treffen zwischen Marilyn Monroe und der Psychoanalytikerin Anna Freud im London des Jahres 1956. Hektor Haarkötter verbindet historische Quellen, biografische Details und eigene Hypothesen zu einer fiktiven, aber möglichen Erzählung der Begegnung der beiden Frauen.
Als ich zu diesem Buch gegriffen habe, dachte ich ehrlich gesagt, dass mich vor allem Marilyn Monroe faszinieren würde. Früher war ich ein riesiger Marilyn-Fan, umso überraschender war es, dass ich die Passagen über Anna Freud letztlich fast noch spannender fand.
Gerade wer sich für Psychoanalyse, psychologische Dynamiken oder die Geschichte berühmter Frauen interessiert, wird hier vermutlich viel Spannendes finden. Manche Gedankengänge und Interpretationen fand ich wirklich interessant, vor allem dort, wo das Buch sich mit der kritischen Einordnung der Psychoanalyse beschäftigt. Sprachlich hatte ich allerdings ein paar Schwierigkeiten. Teilweise war mir der erzählerische Ton etwas zu betulich und einige Metaphern wirkten auf mich eher schief als gelungen.
Trotzdem hat mich das Buch insgesamt gut gefallen. Ein Buch, das weniger Klatsch über Marilyn liefert als vielmehr eine Betrachtung zweier komplexer Frauenfiguren.
Rezensionen von Katzenmicha:
Die Meerglas-Schwestern von Eleanor Buchanan
Eine spannende familiengeschichte
Skara 1930 in der Vergangenheit lebt die junge Iris zusammen mit ihren drei jüngeren Schwestern- Daisy, Rose und Lily auf einem Landsitz an der rauen Küste Schottlands.Nachdem ihr Vater bei einem Börsencrash sein gesamtes Vermögen verloren hat, ist der Landsitz,zunehmend dem Verfall preisgegeben.
Auf Wunsch ihrer verstorbenen Mutter macht sich Iris, auf den Weg nach Ceylon ,um ihren Onkel Ralph ausfindig zu machen.Dieser betreibt dort eine Teeplantage,und schuldet der Familie eine große Summe Geld.Doch der Onkel ist schwer krank und völlig verarmt,und kann ihnen nicht helfen.
In der Gegenwart befindet sich Roz auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Stiefvater Richard.Sie verläßt nach dem Tod der Mutter Australien.In London in einem Antiquitätenhandel entdeckt sie ein geheimnisvolles Bild in seinem Schaufenster was sie magisch anzieht.Bei ihrer Flucht hatte sie nur den Ring iher Mutter mit einem leuchtenden Opal bei sich.Roz bietet dem Antiquitätenhänder Hugo ihre Mitarbeit an.Den der wertvolle Opalring,scheint eine magische Verbindung zu dem besonderen Bild zu haben.Auf den Rat von Hugo begibt sie sich auf Spurensuche nach Schottland…..
Die Autorin Eleanor Buchanan hat enen fließenden und bildhaften Schreibstil.Die Geschichte wird in zwei Zeitzonen erzählt,was es geheimnisvoll und spannend macht.Eine emotionale Familiensaga voller Geheimnisse, starker Frauen und wunderschöner Schauplätze-sehr gerne 5 Sterne.Das Cover hat mich magisch mit den wunderschönen Landsitz angezogen.Der Sonnenuntergang mit den steilen Felsen machte es besonders.Ich freue mich schon auf den nächsten Band der Reihe.
Rezensionen von Bücherwurm78:
Die Meerglas-Schwestern von Eleanor Buchanan
Schöne bewegende Familiengeschichte
Dieses Buch ist der Auftakt zu einer neuen Familiensaga. Nachdem ich solche Geschichte in der Art von Lucinda Riley oder Soraya Lane sehr mag, war ich sehr gespannt, wie dieses Buch wohl sein wird. Und ich wurde auch nicht enttäuscht. Es hat mir richtig gut gefallen. Es spielt auch auf 2 Zeitebenen, einmal in den 1930er Jahren um Iris und im Heute geht es um Roz, eine Nachfahrin von Iris.
Beide Storys um die zwei Frauen haben mir gut gefallen, die Geschichten waren gut umgesetzt im Buch. Es hat sich sehr flüssig gelesen, für mich gab es keine langweiligen Passagen im Text. Ich bin immer neugierig geblieben wie es wohl ausgehen wird. Ich bin schon jetzt gespannt darauf, auch die Geschichten von Iris drei Schwestern zu lesen und freue mich sehr auf die Fortsetzung.
Auch das Cover des Buches ist richtig schön gestaltet, es hat mich direkt angesprochen und so bin ich auch auf das Buch aufmerksam geworden.
Fazit: Klare Leseempfehlung!
Rezensionen von AndilesOnaut:
Gute-Nacht-Geschichten aus dem Siebensternwald von Katharina E. Volk
Wunderschöne Gute-Nacht-Geschichten voller Fantasie und Herz
„Gute-Nacht-Geschichten aus dem Siebensternwald“ hat uns vom ersten Moment an begeistert. Schon beim ersten Durchblättern waren meine Kinder total verliebt in die liebevollen Illustrationen und die wunderschöne Landkarte des Waldes. Besonders die kleinen Häuser, die versteckten Wege und die vielen Details laden direkt zum Entdecken ein.
Die Geschichten selbst sind perfekt zum Vorlesen am Abend geeignet. Jede einzelne hat ihren eigenen kleinen Zauber und vermittelt ganz nebenbei schöne Botschaften über Freundschaft, Mut, Zusammenhalt und Kreativität. Toll fanden wir auch, dass die Kapitel unabhängig voneinander funktionieren. So verpasst niemand etwas, wenn ein Kind früher einschläft.
Besonders begeistert waren meine Kinder von der Geschichte rund um die Geheimhöhle, weil bei uns zuhause selbst ständig Höhlen gebaut werden. Aber auch der fliegende Teppich kam unglaublich gut an und sorgte direkt für viele fantasievolle Ideen. Die Geschichten regen Kinder wirklich dazu an, selbst kreativ zu werden und Neues auszuprobieren.
Sehr schön fanden wir außerdem, wie in vielen Kapiteln der Zusammenhalt im Siebensternwald gezeigt wird. Ob bei gemeinsamen Festen, kleinen Rettungsaktionen oder neuen Freundschaften. Überall merkt man, wie liebevoll die Figuren miteinander umgehen. Gerade die entspannte und herzliche Art der Bewohner hat uns oft zum Schmunzeln gebracht.
Auch die ruhigeren Geschichten, etwa rund ums Einschlafen, Übernachtungen oder Heimweh, konnten unsere Kinder gut nachvollziehen. Dadurch wirken die Figuren nahbar und die Geschichten besonders gemütlich vor dem Schlafengehen.
Für uns ist dieses Buch eine wundervolle Mischung aus Abenteuer, Wärme, Fantasie und wichtigen kleinen Botschaften für Kinder. Wir hatten beim Vorlesen viele schöne gemeinsame Momente und hätten am liebsten direkt noch weitergelesen. Von uns gibt es deshalb ganz klar 5 von 5 Sternen!
Rezensionen von Tara:
Die Wagners von Michael Lemster
Auf den Spuren der Familie Wagner
„Die Wagners: Eine Familie zwischen Musik und Macht“ ist eine interessante und umfassende Familienbiografie des Autors und Kulturwissenschaftler Michael Lemster.
Richard Wagner wird so gut wie jedem ein Begriff sein, da kommen direkt die Assoziationen zu den Bayreuther Festspielen, „Tristan und Isolde“ oder „Der Ring des Nibelungen“.
Aber das war es dann auch schon, zumindest bei mir. So richtig viel wusste ich bisher über den Künstler - der als einer der bedeutendsten und einflussreichsten deutschen Komponisten der Romantik gilt - nicht.
Mit diesem Werk von Michael Lemster hat sich das geändert. Er gibt nicht nur umfangreiche Einblicke in das Leben von Richard Wagner, sondern in das seiner gesamten Familie.
Dabei beschränkt er sich keineswegs nur auf die Musik, sondern betrachtet die Familie im Zusammenhang mit den gesellschaftlichen Gegebenheiten, historischen und politischen Ereignissen.
Der Schreibstil des Autors ist angenehm eingängig zu lesen und es ist ihm gut gelungen, historische Fakten lebendig am Familienleben zu vermitteln. Dabei kommen sie nicht immer gut weg, aber er schreibt auch, dass es eines seiner Anliegen war, alles authentisch und ungeschönt darzustellen.
In dem Buch befinden sich Zeichnungen und Fotos, die den Zeitgeist gekonnt einfangen und die Familie regelrecht zum Leben erwecken.
Abschließend gibt es eine Zeittafel, die von 1770 bis in die Gegenwart reicht und damit nochmals den Einfluss der Familie Wagner bis in die heutige Zeit verdeutlicht.
Wer sich für Künstler, Musik und Familiengeschichten – eingebettet in historische Begebenheiten – interessiert, der liegt mit diesem Buch genau richtig.
Rezensionen von Emmmbeee:
Der Sommer, der uns blieb von Greta Herrlicher
Wiedersehen nach 20 Jahren
Man kann das Gerüst dieses Romans mit folgenden Schlagworten umreißen: drei Kindheits-Freunde, ein Sommer, eine Schuld, Wiedersehen nach zwanzig Jahren, Umgehen mit der Vergangenheit. Natürlich geht es um viel mehr, doch das sollte man selbst erlesen, und das ist auch das Schöne an einer Lektüre.
Schon das legere Narrativ hat es mir angetan. Selbst schwierigste Themen wie der Tod drücken den Ton nicht hinunter, sondern es bleibt ein unaufgeregtes, luftig-leichtes, teils heiteres Erzählen, das mich mit sich genommen hat: sehr lebendig, manchmal fast sprudelnd-erfrischend und durchaus haptisch. Was nach dieser langen Trennung ans Licht gespült wird, gibt der Geschichte Drive, Emotion und Spannung. Dazu der Wechsel zwischen Vergangenheit und spannender Gegenwart, der mich regelrecht gefesselt hat.
Farbig, deutlich, sinnlich werden die Personen gezeichnet, und man weiß gar nicht, wer von den Hauptprotagonisten die meiste Sympathie verdient. Die Schwierigkeiten der Vergangenheitsbewältigung werden dem Leser verständlich vorgelegt. Es ist ja in diesen 20 Jahren so viel geschehen, und jeder der drei Freunde hat sein eigenes Leben bzw. Schicksal hinter sich, von dem die zwei anderen kaum etwas wissen.
Was den Band besonders macht, ist der Farbschnitt und die Illustration im Buchinneren. Das Cover zeigt einen deutlichen Schnitt zwischen Kindheit und Erwachsenenwelt, gefällt mir sehr. Eine Sommerlektüre mit Tiefe, die ich gern weiterempfehlen werde.










