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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Nele33:

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Strandopfer Die Grenzfall Ostsee-Reihe von Frank Goldammer

teilweise etwas zäh

Mit "Strandopfer " ist der erste Band einer neuen Kriminalroman-Reihe des Autors Frank Goldammer erschienen und das Hörbuch wurde von Oliver Siebeck eingelesen.

Am Strand von Misdroy wird die Leiche eines deutschen Urlaubers entdeckt. Daraufhin wird die BKA-Ermittlerin Lena Schuldt dem polnischen Kommissar Adam Krawczyk zur Klärung des Falls an die Seite gestellt.

Dies ist für Lena auch eine Rückkehr in die Region ihrer Kindheit und sie hat keine guten Erinnerungen an diese Zeit. Das Kennenlernen der beiden Ermittler verläuft schwierig, da auf beiden einiges an Vorurteilen vorhanden ist.

Der Tote machte schon seit Jahren mit seiner Familie und Freunden Urlaub in dem kleinen Ort. Als sie mit der Familie Kontakt aufnehmen erfahren sie, dass die kleine Luise mit Joachim zum Strand gefahren. Nun ist auch das Mädchen verschwunden und während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, werden weitere Menschen ermordet.

Dies war nicht das erste von Frank Goldammer für mich und ich hatte etwas mehr Spannung erwartet. Teilweise wirkt die Story auf mich sehr konstruiert und überladen und dadurch auch ein wenig unglaubwürdig. Es werden einige Klischees bedient bzgl. dem Verhältnis Polen-Deutschland, auf der einen Seite ganz interessant, auf der anderen allerdings auch hier zu viel davon.

Die Stimme des Sprechers mit seiner aussagekräftigen Intonation haben den Charakteren eine gute und authentische Lebendigkeit gegeben.

Dem zweiten Band gebe ich noch eine Chance mich mit der gewohnten Spannung des Autors zu überzeugen.

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Strandopfer Die Grenzfall Ostsee-Reihe

Rezensionen von Igela:

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REM von Annika Strauss

Science-Fiction

Als Vierjährige bekommt Alysee Marek von ihrem Vater Jörg Steigemann die Anweisung nicht einzuschlafen. Jörg fleht seine Tochter regelrecht an. Doch das kleine Mädchen ist zu müde und schläft ein. Als Alysee wieder erwacht, ist sie Waise. Nach ihrer Mutter ist nun auch ihr Vater tot.

Zwanzig Jahre später: Alysee ist in einer Pflegefamilie aufgewachsen und die traumatischen Erinnerungen an den Abend verfolgen sie immer noch.

Sie tritt das Erbe ihres Vaters an und hofft herauszufinden, aus welchem Grund er sterben musste.




Das Autorenduo Fitzek und Strauss, die mit "REM" ihr gemeinsam geschriebenes Buch herausgaben, sind in der Buch-Welt bekannt. Von beiden habe ich schon mindestens ein Buch gelesen und so war ich gespannt auf diesen Horror-Thriller.

Mir war dabei bedauerlicherweise nicht bewusst, dass die Geschichte so sehr Richtung paranormale Phänomene geht. Ja, eigentlich ist die Einteilung "Horror" damit gegeben und ich musste mich doch sehr darauf einlassen. Es tummeln sich also Monster, spukende Hunde, KBI (künstliche biologische Intelligenzen) und Gestaltenwandler in der Geschichte. Wichtiges Werkzeug und Dreh- und Angelpunkt ist ein Somnakular, ein erfundener Gegenstand der Autoren. Mit dieser Brille können Träume aufgezeichnet und betrachtet werden. Sehr futuristisch und Science-Fiction angehaucht. Wie gesagt, ich musste mich darauf einlassen. Die Prise Liebe, die mitläuft, ist hingegen sehr real.

Belohnt wurde ich mit einem tollen Schreibstil. Immer wieder stiess ich auf Sätze, die mich berührt haben. " ... der Mensch, bei dem das Wort Liebe zu einem Gefühl wurde". (Seite 189).

Die vielen Perspektivwechsel und Zeitsprünge fand ich oft verwirrend. Gewaltbeschreibungen, bei denen ich mich oft gefragt habe, ob das nun von einer Figur geträumt oder in der Handlung geschieht, berechtigen das Wort "Thriller" hinter dem "Horror". Oft eklig und ab und zu nicht so richtig passend in der Handlung, die ja schon auch "Thriller" sein sollte. Manchmal habe ich mir gedacht, dass diese Gewaltbeschreibungen genau zu diesem Zweck eingefügt wurden. Vor allem der Aufenthalt Alysees und Weggefährten in einem alten Hotel zieht viele dieser Beschreibungen an und gipfelt in abstrusen Passagen.

Kann man lesen, man muss sich aber wirklich bewusst sein, dass es Richtung Science-Fiction geht.

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REM

Rezensionen von Anndlich:

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Alles ihre Schuld von Andrea Mara

Wem kannst du trauen?

Marissa Irvine möchte ihren vierjährigen Sohn Milo von einem Playdate abholen. Doch als sie an der Tudor Grove 14 ist, öffnet ihr nicht Jenny die Tür, sondern eine fremde Frau, die von Milo noch nie etwas gehört hat. Marissa muss erkennen, dass Milo spurlos verschwunden ist und das niemand weiß, wo Milo sich aufhalten könnte.

Marissa und Peter tun alles, um ihren Sohn wieder zu finden, doch wem können sie vertrauen und wer weiß vielleicht mehr?

Alles Ihre Schuld ist ein atmosphärischer Thriller von Andrea Mara. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven geschildert und gewinnt durch den Wechsel deutlich an Tempo, denn inhaltlich ist die erste Hälfte doch eher ruhig und setzt den Fokus auf Figurentiefe und Atmosphäre. Dies gelingt auch ganz gut, wenngleich ich mit dem Schreibstil nie ganz warm wurde und die Protagonistinnen deswegen doch eher unnahbar auf mich wirkten, obwohl ich beide unfassbar sympathisch fand. Die präsentesten Perspektiven sind die von Milos Mutter Marissa und der angeblichen Playdate Mutter Jenny. Beide Charaktere sind extrem unterschiedlich dargestellt und doch sind beide Frauen auf ihre Weise extrem sympathisch und haben das Potenzial mit ihnen Mitleiden und -fiebern zu können.

Während die erste Hälfte des Buches eher ruhig daherkommt und durch die Atmosphäre für ein unruhiges Lesegefühl sorgt, entwickelt sich die zweite Hälfte zu einem wahren Pageturner. Die Auflösung ist unheimlich gut, an manchen Stellen etwas zu viel, aber trotzdem überzeugend und birgt die ein oder andere Überraschung.

Wer auf ruhige, atmosphärische Thriller steht, die sich langsam aufbauen und temporeich enden, der ist bei Alles Ihre Schuld genau richtig!

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Alles ihre Schuld

Rezensionen von F.H.:

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Brombeerblaue Tage von Simone Veenstra

Feinfühliger Vater-Tochter-Roman

Die brombeerblauen Tage haben mir ausgesprochen gut gefallen. Es ist ein schöner, feinfühliger Vater-Tochter-Roman, der mitten in der Natur spielt. Das ist das Außergewöhnliche daran: die vielen unterschiedlichen Pflanzen und Elisas Lieb ezur Natur spielen eine wichtige Rolle. Am Eingang eines jeden Kapitels findet sich ein eigener Pflanzensteckbrief - ein sehr schönes Detail.

Die Geschichte um Elisa um ihren Vater Henk entwickelt sich schön und ihre Beziehung habe ich immer mit dem Wandgemälde verglichen, das Elisa freilegt. Es geht nur Stück für Stück, man weiß anfangs nicht, was sich darunter verbirgt, das Ende ist erstaunlich. Auch die Geschichte rund um das Wandgemälde und die gärtnernde Frauenrunde hat mir sehr, sehr gut gefallen. Es tut gut, diesen entschleunigenden, naturverbundenen Vater-Tochter-Roman zu lesen.

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Brombeerblaue Tage

Rezensionen von Buchseelensammlerin:

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Crown of War and Shadow von J. R. Ward

Düsterer Auftakt

"Crown of War and Shadow" ist der Auftakt einer neuen Fantasy-Reihe von J.R. Ward.

Das Cover finde ich sehr schön und edel gestaltet. Der abgebildete Kompass sowie die Krone passen gut zur Geschichte und die dunkle Farbgestaltung finde ich ebenfalls sehr passend gewählt. Dazu der unglaublich schöne Farbschnitt, der die Protagonistin Sorrel zeigt.

Was mir aber besonders gut gefällt ist die Innengestaltung. Es gibt eine Karte und eine wunderschöne Zeichnung, die beide Protagonisten zeigt. Auch bei der Aufteilung der einzelnen Teile der Geschichte gibt es eine schöne doppelseitige Zeichnung.

Der Schreibstil von J.R. Ward ist wie in all ihren Büchern sehr flüssig, bildhaft und detailreich. Ich war von Anfang an gefesselt von der düsteren Atmosphäre, dem einzigartigen Magiesystem sowie dem interessanten Worldbuilding und konnte einfach nicht aufhören zu lesen.

Zudem schafft es J.R. Ward in ihren Büchern jedes Mal aufs Neue interessante und starke Charaktere mit viel Tiefe zu erschaffen und diese perfekt auszuarbeiten, so dass man ihre Emotionen spürt und mit ihnen mitfiebert und mitleidet.

Unsere ausgestoßene Hauptprotagonistin Sorrel, die sowohl eine geheimnisvolle Gabe als auch eine unklare Herkunft hat und nicht der klassischen bildschönen Heldin entspricht, hab ich gleich zu Anfang in mein Herz geschlossen. Dagegen wirkt der geheimnissvolle Merc erst mal nur gefährlich. Gemeinsam haben sie jedoch eine interessante Dynamik.

Als großer Black Dagger Fan war ich mega gespannt auf "Crown of War and Shadow" und was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht.
"Crown of War and Shadow" ist ein guter Romantasy Auftakt den man nicht mehr aus der Hand legen kann.
Einzig die Übersetzung finde ich nicht ganz gelungen und es gab zwischendurch ein paar Längen.

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Crown of War and Shadow

Rezensionen von Kapitel60:

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Klugscheißerchen und Vehlerteufelchen von Marc-Uwe Kling; Astrid Henn

Unterhaltsam und lustig

Worum geht’s?
Theo und Tina Theufel haben ein besonders Familienmitglied, das Klugscheißerchen. In diesem Buch gesellt sich noch das Vehlerteufelchen hinzu, um noch mehr Chaos in die Familie zu bringen. Turbulente Wortwitze und Lebensweisheiten sorgen für Lacher und Unterhaltung.

Cover, Schreibstil und Illustrationen
Cover und Illustrationen sind sehr kindgerecht, da gibt es gar nichts auszusetzen.

Den Schreibstil muss man natürlich mögen. Ich persönlich mag es eher nicht, wenn absichtlich Fehler eingebaut werden. Ich denke, dass sich die Fehler irgendwann im Gehirn des Kindes festsetzen und somit übernommen werden.

Fazit:
Für mich ist Klugscheißerchen und Vehlerteufelchen eindeutig ein Buch zum Selberlesen. Beim Vorlesen gehen die Pointen etwas verloren, oder man muss sie erklären. Wir kennen den ersten Band nicht und sind ehrlich gesagt nur mäßig begeistert. Das Buch ist durchaus unterhaltsam, aber die Sache mit dem Date fanden wir irgendwie komisch.

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Klugscheißerchen und Vehlerteufelchen

Rezensionen von Claudia H.:

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Wenn sich etwas löst von Jazz Forrester

Einen Gang runterschalten

Worum es geht:
Die junge CEO Eleanor Cromwell lebt nur für die Firma, die sie von ihrem Vater geerbt hat. Ihre Freunde und Mitarbeiter machen sich große Sorgen um sie und nötigen Eleanor dazu, sich mal eine Auszeit zu gönnen. Da es bei ihr nicht ohne Arbeit geht, lässt sie sich dazu überreden, in das beschauliche Örtchen Riverwalk in Kanada.

Dort hat die Firma noch Grundbesitz und Eleanor will herausfinden, inwieweit das Grundstück rentabel sein kann. Doch die Menschen in Riverwalk sind alles andere als gut auf ihre Firma zu sprechen. Deshalb verheimlicht sie ihren Namen, auch gegenüber Dani, der Mechanikerin, die sie nach einer Panne kennenlernt und die sie vom ersten Augenblick an fasziniert. Schnell freunden sich die beiden an und Eleanor damit auch mit dem ganzen Ort. Und irgendwann ist Rentabilität nicht mehr wichtig. Mehr und mehr merkt Eleonora, was ihr selber wirklich wichtig ist.

Mein Fazit:
Ich finde die Story super romantisch. Ich habe den kleinen Ort und seine Mitbewohner sofort in mein Herz geschlossen. Alle sind so liebenswert und es gibt so viele nette und unterschiedliche Charaktere. Dani ist eine sehr selbstbewusste und herzensgute Frau. Dabei vergisst sie leider oft ihre eigenen Interessen. Die Lovestory wird sehr ausführlich beschrieben und ich fand es einfach nur schön, weil es so wunderbar entschleunigt. Dabei gibt es auch ein paar nette spicy Szenen. Mir gefällt der Schreibstil sehr gut. Eine sehr schöne Lovestory in die frau sich einfach hineinfallen lassen kann. Ich habe es sehr genossen.

Diese wunderschöne Small-Town-Romance ist absolut lesenswert und ich vergebe sehr gerne 5 Sterne.

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Wenn sich etwas löst

Rezensionen von Nicole Koppandi:

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Die Fabrik von Mooses Mentula

Zwischen Kriegstrauma und Neuanfang

Finnland in der Nachkriegszeit.

Vilho und seine Frau Elsa versuchen nach dem Krieg in Toiviokoski ein gemeinsames Leben aufzubauen, fern ihrer Heimat. Toiviokoski ist jene Stadt, in der eine Papierfabrik vielen Menschen Arbeit gibt und somit eine Chance auf ein Leben ohne große Entbehrungen.

Vilho ist Kriegsveteran, er hat seinen linken Arm verloren und weiß, wie schwer es sein wird, die körperlich schwere Arbeit in der Fabrik zu schaffen.

Elsa unterstützt ihn, wie es nur möglich ist, und stellt keine Ansprüche ans Leben. Sie ist das Mädchen aus der Nachbarschaft, deren Vater eigentlich einen anderen, besseren Mann für sie vorgesehen hatte.

In Rückblenden und Träumen wird Vilho immer wieder vom Krieg eingeholt, nur Tabletten helfen ihm das alles zu überstehen – mental und körperlich. Es stellt diese Abhängigkeit jedoch ein weiteres Problem dar. Mit einem Vorrat an Pillen kommt er anfangs noch gut in Toiviokoski aus, später muss er bei Dealern seine Ersparnisse dafür umsetzen.

Für mich ist das jener Bereich, der besonders stark im Roman erzählt wird: das sich Anstrengen und alle anderen Arbeitern gleichwertig sein wollen, und andererseits das Kompensieren des fehlenden Arms und das Verstecken der Medikamentensucht, denn ohne Medikamente würde er die Schmerzen bei der Arbeit nicht ertragen. Auch die Albträume und Bilder im Kopf nicht aushalten, die der Krieg verursachte, er seinen sterbeneden Freund zurückließ und zum Verlust des linken Armes führten.

Es ist eine glaubwürdige Geschichte, die genauso gewesen sein könnte nach dem Krieg und dem Wiederaufbau. Ein beeindruckender Roman, der während des Lesens unter die Haut geht und lange im Gedächtnis bleibt. Ich konnte mich so gut in die Erzählung hineinversetzen, sah alles plastisch vor mir – großartiger Roman.

Absolute Empfehlung

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Die Fabrik

Rezensionen von yellowdog:

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This is America - is this America? von Johanna Roth

Der 250. Geburtstag einer Nation

Dieses Buch macht eine Bestandsaufnahme der USA. Das haben andere auch schon gemacht, aber Johanna Roth macht es klar und kompakt.
Johanna Roth ist Auslandskorrespondentin für die ZEIT und hat schon lange aus den USA berichtet.
Sie macht auch einen Blick in die Vergangenheit der amerikanischen Geschichte, zeigt Entwicklungen auf und lässt nicht unerwähnt, was die jetzige US-Regierung alles zerstört hat und auf welchen desaströsen Weg die USA ist.

Man ist immer wieder fassungslos über den Weg der USA. Die Autorin kommt bei den Themen immer wieder auf den Punkt.
Johanna Roth bringt so viel Aspekte ins Buch, dass man nicht mal anfangen kann, das alles zu quoten. Nochmals muss ich diese Kompaktheit bei gleichzeitiger guter Lesbarkeit loben.

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This is America - is this America?

Rezensionen von Furbaby_Mom:

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Meeresdunkel von Till Raether

Atmosphärisches Family-Drama

Eine Doppelbuchung in einer abgelegenen Finca auf Mallorca? Das klingt zunächst ja fast nach Chaos-Komödie oder Sommer-RomCom … bis die Stimmung kippt und etwas Düsteres, Bedrohliches ans Licht kommt. Ein toller Kontrastgedanke, der mich direkt neugierig gemacht hat.

Auch optisch hat mich das Buch sofort abgeholt: Das dunkel gehaltene Cover passt perfekt zur sonnigen Urlaubsinsel und unterschwelligen Gefahr.

Man spürt gleich 'hier stimmt irgendetwas nicht', und dieses Unbehagen zieht sich bewusst durch die gesamte Story.

Atmosphäre: Richtig stark gestaltet! Till Raether erschafft eine fast erdrückende Spannung, die permanent im Hintergrund lauert. Die heruntergekommene Finca, das aufziehende Unwetter … alles wird sehr bildhaft in Szene gesetzt.

Allerdings … hatte ich persönlich ein wenig Schwierigkeiten mit den vielen (vieeelen) Perspektiven. Ich verstehe absolut, warum sie für diese Geschichte wichtig sind und wie sie zur Gesamtwirkung beitragen sollen, aber mir war es stellenweise einfach too much. Dadurch fiel es mir schwer, wirklich eine enge Bindung zu den jeweiligen Figuren aufzubauen (und genau DAS ist normalerweise etwas, das ein Buch jeglichen Genres für mich unbedingt braucht).

Trotzdem wollte ich die ganze Zeit wissen, was hinter allem steckt. Die vielen Geheimnisse und familiären Verstrickungen wollte ich endlich durchblicken. Der Fokus lag für mich somit eindeutig stärker auf dem Familiendrama und psychologischen Aspekt als auf den klassischen Thriller-Elementen.

Das Ende … ich sag's mal so: Geschmackssache. Ich selbst mag eher runde Abschlüsse mit einer gewissen poetic justice - hier wurde es deutlich ungewöhnlicher und offener, aber kreativ (und definitiv mal etwas anderes) war es auf jeden Fall.

Fazit:
Auch wenn der Schreibstil und die Figuren nicht ganz meinen persönlichen Geschmack getroffen haben, war es doch ein solider, psychologischer Thriller mit spannender Grundidee und sehr dichter Stimmung, der mich vor allem atmosphärisch überzeugen konnte.

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Meeresdunkel