Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lese:
PS: Du bist ein Schatz! (PS: Du bist die Beste! 8) von Natalie Buchholz
Freundschaft muss auch schwierige Zeiten aushalten
Meine Tochter liest die Reihe sehr gerne. „PS: Du bist ein Schatz!“ ist bereits Band 8, kann aber unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden. Es ist ein warmherziges Kinderbuch, das die Geschichte von Emma und Lore erzählt – zwei allerbesten Freundinnen, die unzertrennlich sind.
Dieses Mal sorgen Missverständnisse und Geheimnisse für Streit. Als Emma zusätzlich um ihren Hund Como bangen muss, reist Lore zu ihr.
Die tiefe Freundschaft zwischen Emma und Lore ist berührend und authentisch dargestellt. Nach ihrem Streit müssen sie lernen, wieder miteinander zu reden und einander zu vertrauen. Die Illustrationen ergänzen die Erzählung passend und machen das Buch sehr lebendig.
Da die Handlung in Briefform dargestellt wird, waren meine Töchter sehr motiviert, auch längere Texte zu lesen. Die individuellen Charaktere von Emma und Lore sind liebevoll gestaltet, und wir konnten uns gut in ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten und Lebenssituationen hineinversetzen.
„PS: Du bist ein Schatz!“ ist ein herrlich chaotisches Kinderbuch, das mit Humor und Herzlichkeit überzeugt. Meine Tochter freut sich schon auf den nächsten Band.
Rezensionen von Lese:
Seaside Sisters 2: Elsas Wirbelwindherz von Mia Andersen
Liebevoll gestaltetes Wohlfühlbuch
„Seaside Sisters 2“ ist der 2. Band einer Mädchenbuchreihe ab 10 Jahren und kann auch unabhängig von Band 1 gelesen werden (obwohl dieser auch sehr lesenswert ist????).
In diesem Band begleiten wir Elsa, eine sympathische, kreative und eher zurückhaltende Hauptfigur. Sie liebt Bücher, Zeichnen und gemütliche Wintertage auf der Insel Rosenholm, mit ihr konnte sich meine Tochter sehr gut identifizieren.
Als ihr Lieblingsbuchladen vor der Schließung steht, setzt sie gemeinsam mit ihren Freundinnen alles daran, ihn zu retten. Außerdem sorgt ein geheimnisvoller Junge für jede Menge Herzklopfen.
Sehr gut gefallen hat uns die gemütliche Winter- und Inselatmosphäre. Beim Lesen bekommt man direkt Lust auf Urlaub an der See. Lene, Elsa, Amba und Frida sind sympathische Figuren, die alle ihre eigenen Stärken, Sorgen und Träume haben. Dadurch wirken die Freundschaften sehr echt und nachvollziehbar.
Auch die Gestaltung des Buches mit den Illustrationen, den schönen Farbtönen und der Comic-Doppelseite ist wunderschön. Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig.
Die zusätzlichen kreativen Ideen und Rezepte fanden wir ebenfalls gelungen.
Insgesamt ist es eine wieder eine warmherzige Geschichte über Freundschaft, Bücher, Zusammenhalt und erste Verliebtheit. Wir haben die entspannte Zeit auf Rosenholm sehr genossen und freuen uns schon auf die Geschichten der anderen Mädchen.
Rezensionen von Lese:
Ich erklär das jetzt mal psychologisch von Stefanie Stahl
Interessant und gut verständlich
Das Buch ist etwas anders aufgebaut als Stefanie Stahls bisherige Bücher und behandelt viele verschiedene psychologische Themen. In dem Buch geht es um Selbstreflexion und darum, warum wir eigentlich so denken, fühlen und handeln, wie wir es tun. Die 45 kurzen Kapitel sind jeweils in sich abgeschlossen und beschäftigen sich mit einer konkreten Frage oder Alltagssituation.
Man kann sie daher gut einzeln lesen. Die Themen wie Beziehungen, Ängste, Selbsttäuschung, soziale Medien etc. werden anhand von Fallbeispielen und persönlichen Erlebnissen lebensnah und leicht verständlich erklärt. Man braucht dafür kein psychologisches Vorwissen.
Dabei geht es darum, sich selbst und auch andere besser zu verstehen und dadurch gelassener mit vielen Situationen umzugehen. Es gibt hilfreiche konkrete Tipps für schwierige Situationen, zum Beispiel warum uns gerade in stressigen Situationen oft die passenden Worte fehlen und wie man in solchen Momenten ruhig Grenzen setzen und besser reagieren kann. Wer bereits viele Bücher von Stefanie Stahl gelesen hat oder ihren Podcast kennt, wird vielleicht einiges schon kennen. Für ein Sachbuch lässt es sich flüssig lesen und ist dabei sehr interessant und spannend.
Rezensionen von Lese:
Willkommen in den Wechseljahren von Petra Stute
Informativ und umfangreich
Der Ratgeber ist in fünf übersichtliche Bereiche gegliedert, die Texte sind kurz und verständlich geschrieben. Ergänzende Tabellen, Grafiken, Checklisten und „Gut zu wissen“-Absätze strukturieren die Inhalte und machen alles noch anschaulicher. Dadurch eignet sich das Buch besonders gut zum gezielten Nachschlagen und Nachlesen.
Hilfreich finde ich u.a. die Fragebögen, mit denen man die eigenen Beschwerden besser einordnen und sich auf einen Arztbesuch vorbereiten kann, aber auch z.B. die einfachen Beckenbodenübungen oder die 10 Tipps für besseren Schlaf.
Das Buch erklärt verständlich, welche körperlichen und seelischen Veränderungen in den Wechseljahren auftreten können und welche Möglichkeiten es gibt, Beschwerden zu lindern. Neben verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten gibt es praktische Tipps und Übungen für den Alltag und die eigene Selbstfürsorge.
Man merkt, dass die Autorin viel Erfahrung auf diesem Gebiet hat, trotzdem ist alles leicht verständlich und angenehm zu lesen. Die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten werden vorgestellt, ohne eine davon in den Vordergrund zu stellen. Dabei wird auch deutlich, dass jede Frau die Wechseljahre anders erlebt und ihren eigenen Weg finden muss.
Da ich schon einiges über die Wechseljahre gelesen habe, war für mich vieles bereits bekannt, einiges aber auch neu. Einige Themen hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht. Als Nachschlagewerk zu einzelnen Beschwerden und zur Auffrischung finde ich das Buch aber sehr praktisch und hilfreich. Für Frauen, die sich gerade erst mit dem Thema beschäftigen, bietet es einen guten Überblick.
Insgesamt ein übersichtlicher und verständlicher Ratgeber, der vor allem für Frauen geeignet ist, die sich einen ersten Überblick über die Wechseljahre verschaffen möchten.
Rezensionen von Lese:
Koch! Mich! Jetzt! von Leon Schreiber
Schnell gekocht, aber nicht langweilig
Der Titel hält, was er verspricht. Das Kochbuch bietet viele schnelle und unkomplizierte Rezepte, die sich gut für den Alltag und besonders für stressige Tage eignen. Die Zutaten sind meist einfach zu bekommen und die Zubereitung wird verständlich und übersichtlich erklärt. Die Rezepte sind in verschiedene Kategorien wie 15-Minuten-Gerichte, Ofenrezepte, One-Pot, Pasta, Bowls, Snacks, Meal Prep und süße Gerichte aufgeteilt.
Die ausprobierten Gerichte waren lecker, familientauglich und wirklich superschnell zubereitet (Anfänger benötigen vielleicht etwas mehr Zeit als die angegebene ????). Bei manchen Rezepten haben wir noch etwas mehr Gemüse hinzugefügt, damit es etwas gesünder wird.
Die Fotos zu den Rezepten sind ansprechend und machen Lust aufs Nachkochen. Für Küchenneulinge ist auch der Basic-Teil mit Tipps zum Grundvorrat, zur Küchenausstattung und zu selbst gemachten Gewürzmischungen sicher hilfreich. Empfehlenswert besonders für Kochanfänger oder alle, die wenig Zeit haben und trotzdem etwas Selbstgemachtes und vor allem nichts Langweiliges auf den Tisch bringen möchten.
Rezensionen von Shilo:
Der Himmel über dem Tulpenfeld von Kerstin Lange
Zwischen Tulpen und Krieg
Schon die ersten Seiten haben mich mitten hinein in Femkes Leben auf dem Tulpenhof der Familie de Boer geführt. Was zunächst nach einem besonderen Leben zwischen Tulpenfeldern klingt, wird durch die Ereignisse des Jahres 1940 schnell zu einem Kampf ums Überleben. Femke muss sich um ihre kranken Eltern kümmern und gleichzeitig versuchen, den Hof und die wertvollen Tulpenzwiebeln zu erhalten.
Dabei hat sie kaum jemanden, auf den sie sich verlassen kann.
Femke ist mir beim Lesen immer näher gekommen. Sie muss Entscheidungen treffen, obwohl sie selbst Angst hat und um sie herum alles schwieriger wird. Dabei habe ich mich öfter gefragt, wie sie das alles schaffen soll. Der Krieg macht auch vor dem Leben der Familie nicht halt und verändert vieles.
Auch die Tulpen spielen eine wichtige Rolle. Die Einblicke in die Arbeit auf dem Hof fand ich interessant, weil dadurch erst richtig deutlich wird, wie viel Arbeit und Mühe hinter den Blumen steckt. Vor allem die Sorte Kaiserblut bekommt für Femke eine ganz eigene Bedeutung.
Auch zwischen Femke und Arif entwickelt sich etwas, das mich beim Lesen beschäftigt hat. Beide haben es wegen ihrer Herkunft nicht leicht und müssen mit Ablehnung umgehen. Gerade in dieser schwierigen Zeit wird ihre Beziehung auf eine harte Probe gestellt.
Die historischen Ereignisse und Femkes persönliches Leben greifen für mich gut ineinander. Dadurch hatte ich beim Lesen nicht das Gefühl, nur etwas über die Kriegszeit zu erfahren, sondern war auch ganz nah bei Femke und ihren Sorgen.
Die Zeit in Holland während des Zweiten Weltkriegs wird anschaulich beschrieben. Auch die Arbeit auf dem Tulpenhof ist mir nach dem Lesen im Gedächtnis geblieben. Ich habe mit Femke mitgefühlt, war an manchen Stellen traurig und habe zwischendurch einfach gehofft, dass es für sie und Arif einen Weg geben würde.
Für mich war es eine bewegende Geschichte über eine junge Frau, die trotz allem nicht aufgibt. Familie, Liebe und der Kampf um den eigenen Hof spielen dabei eine große Rolle. Vor allem Femkes Weg und die vielen Einblicke in das Leben auf dem Tulpenhof sind mir nach dem Lesen im Gedächtnis geblieben. 5 Sterne.
Rezensionen von Anjulia :
Graceless Heart von Isabel Ibañez
Magie und Marmor
Bildhauerin Ravenna versteckt ihre magische Gabe. Um ihren Bruder zu retten, muss sie diese jedoch für einen Bildhauerwettbewerb nutzen. Dadurch wird die unsterbliche Familie Luni auf sie aufmerksam und entführt sie gegen ihren Willen nach Florenz. Sollte Ravenna den dortigen Auftrag der Luni nicht erfüllen können, sind ihre Tage gezählt.
Graceless Heart von Isabel Ibañez verbindet magische Elemente mit der Geschichte der Renaissance und einer mitreißenden Enemies-to-Lovers Liebesgeschichte. Protagonistin Ravenna findet sich nach ihrer Entführung in einer politischen Intrige zwischen dem Papst und den Medici wieder. Gleichzeitig steht sie vor einer scheinbar unlösbaren, magischen Aufgabe, im Wissen, dass Scheitern ihren Tod bedeutet. Die Stimmung ist tatsächlich spannend und man spürt die ständige Gefahr, in der sich Ravenna befindet. Für mich war ihr Charakter mutig, herzlich und an manchen Stellen vielleicht auch etwas unvernünftig. Der unsterbliche Saturnino ist dagegen zunächst eher dunkel, manipulativ, herzlos und muss erst seine Menschlichkeit finden. Die Liebesgeschichte zwischen beiden hat mir gut gefallen, auch weil sie die Handlung nicht komplett überdeckt. Ein großes Highlight ist die Zeit, in die die Autorin die Handlung des Romans gelegt hat. Hier orientiert sie sich an geschichtlichen Ereignissen, historischen Figuren und realen Konflikten. Die Renaissance ist wie geschaffen für Ravennas Tätigkeit als Bildhauerin. Der Fantasy-Anteil mit Hexen, magischen Steinen, Unsterblichen, Fae und Vampiren passt sehr gut dazu. Trotz seiner 670 Seiten habe ich das Buch unglaublich schnell gelesen.
Fazit: Mir hat die Kombination aus Fantasy, historischem Roman und Liebesgeschichte ausgesprochen gut gefallen, daher eine Leseempfehlung.
Rezensionen von LeserinLu :
Die Ballade von Ronan McCoy von Colin Morgan
Berührend
Brendan und Ronan sind als beste Freunde unzertrennlich und freuen sich auf ihr letztes Schuljahr. Doch dann verändert ein Ereignis in Ronans Leben alles und Brendan muss auf einmal lernen, allein mit der neuen Situation umzugehen und gleichzeitig herauszufinden, wer er selbst sein möchte.
Ich habe Brendan und Ronan beim Lesen die ganze Zeit die Daumen gedrückt.
Besonders beeindruckt hat mich, Brendans Entwicklung und wie viel er auf sich nimmt, um Ronan zu unterstützen. Ich glaube nicht, dass ich mir das als Teenager zugetraut hätte. Ein bisschen irritiert haben mich die Erwachsenenfiguren. Die Lehrerin und andere Erwachsene reagieren zwar alle verständnisvoll, aber auch recht distanziert. Manche Dialoge wirken dadurch etwas hölzern. Vielleicht liegt dieser Eindruck auch daran, dass wirklich alle ständig ausgesprochen höflich miteinander umgehen, was im Umgang mit pubertierenden, trauernden Jugendlichen vielleicht auch nicht ganz authentisch ist. Beim Lesen hat mich das allerdings nicht allzu sehr gestört. Auch die zahlreichen religiösen Anspielungen konnte ich so hinnehmen.
Der Roman liest sich daher insgesamt leicht und flüssig, obwohl die Themen alles andere als leicht sind. Besonders schön finde ich, dass die schwierigen Erfahrungen der Figuren nicht einfach abgehandelt werden. Eigentlich geht es bei fast allen darum, irgendwie zurück ins Leben zu finden: bei Ronan, bei Brendan, aber auch bei Ronans und Brendans Eltern. Gleichzeitig bleibt einiges offen, was mich auch nach der letzten Seite noch beschäftigt hat, z.B., welche Gefühle Ronan tatsächlich für Brendan hatte und warum bestimmte Aspekte seiner Geschichte so lange im Dunkeln bleiben.
Alles in allem ist „Die Ballade von Ronan McCoy“ für mich ein berührender Coming-of-Age-Roman über Freundschaft, Trauer und Veränderung, der manchmal sprachlich nicht ganz überzeugt, aber trotzdem flüssig zu lesen ist.
Rezensionen von qq:
Die drei Farben der Liebe von Sophie Haydock
interessante Idee, aber nicht ganz meins
„Die drei Farben der Liebe“ hatte für mich einige schöne Ansätze. Besonders die Verbindung von Liebe, Kunst und Vergangenheit fand ich interessant und auch die Atmosphäre des Buches hat mir grundsätzlich gefallen.
Trotzdem konnte mich die Geschichte leider nicht durchgehend fesseln.
Einige Stellen waren mir etwaslangatmig und bei den Figuren hat mir teilweise die emotionale Nähe gefehlt. Es gab Momente, die mich wirklich interessiert haben, dann aber auch wieder Passagen, bei denen ich das Gefühl hatte, dass die Handlung etwas auf der Stelle tritt.
Die Idee hinter der Geschichte und die verschiedenen Zusammenhänge haben mir gefallen, allerdings hätte ich mir insgesamt etwas mehr Spannung und Tempo gewünscht.
Insgesamt war es für mich eine Geschichte mit interessanten Themen, die mich aber leider nicht vollständig überzeugen konnte.
3 von 5 Sternen – lesenswert, wenn man ruhige, atmosphärische Romane mit Kunst und Vergangenheit mag, für mich persönlich aber kein Highlight.
Rezensionen von ravenmoon:
Serpentis 1. Das Rätsel der Schlangen von Silja Sillanpää
Einfach mal reinfallen
Manchmal ist eine Geschichte einfach so seltsam, dass man als Leser erst einmal kurz stehen bleibt und denkt: Okay … was passiert hier gerade? ???? Genau dieses Gefühl hatte ich bei Serpentis – Das Rätsel der Schlangen – und irgendwie war gerade das ein Teil seines Reizes.
Stein ist zwölf Jahre alt und auf der Suche nach seiner verschwundenen Mutter.
Dabei landet er nicht etwa an einem gewöhnlichen Ort, sondern tief unter der Erde und schließlich auf einem geheimnisvollen Zug, dessen Welt mit unserer ungefähr so viel gemeinsam hat wie ein Regenschirm mit einer Lokomotive. Menschen, merkwürdige Gestalten, eine Schlange namens Niji, alte Geheimnisse und jede Menge Dinge, die man erst einmal so hinnehmen muss, wie sie eben sind.
Denn Serpentis erklärt seine Welt nicht ständig. Man wird gemeinsam mit Stein hineingeworfen und entdeckt sie nach und nach. Das hat mir gut gefallen. Die Geschichte nimmt ziemlich schnell Fahrt auf und lässt einem kaum Zeit, sich gemütlich zurückzulehnen. Gerade am Anfang spricht Stein den Leser sogar immer wieder direkt an. Dadurch entsteht tatsächlich das Gefühl, dass man nicht nur seine Geschichte liest, sondern irgendwie mit ihm gemeinsam dort unterwegs ist. Später verliert sich dieses Stilmittel etwas, als Stein einen richtigen Gesprächspartner bekommt.
Überhaupt lebt das Buch stark von seiner ganz eigenen Atmosphäre. Ich hatte zunächst eine eher unheimliche Geschichte erwartet. Das trifft es für mich allerdings nicht ganz. Serpentis ist vielmehr skurril, fremdartig und manchmal herrlich schwer einzuordnen. Man muss sich auf diese Welt einlassen und akzeptieren, dass hier manches einfach anders funktioniert.
Und vielleicht ist genau das etwas, womit Kinder leichter umgehen können als Erwachsene. Während ich an manchen Stellen noch dachte: „Moment … warum eigentlich?“, könnte ein zehnjähriger Leser vermutlich viel schneller sagen: „Na und? Dann ist das eben so.“ ????
Besonders hervorheben muss ich die Gestaltung des Buches. Serpentis ist nicht einfach ein hübsch illustriertes Kinderbuch. Die Bilder von Pasi Pitkänen sind kleine Kunstwerke und gehören für mich ganz selbstverständlich zum Leseerlebnis dazu. Es gibt zahlreiche ganzseitige Illustrationen, daneben immer wieder kleinere Zeichnungen – und die Qualität bleibt dabei durchgehend beeindruckend. Zusammen mit der Geschichte entsteht dadurch eine ganz eigene Vorstellung dieser merkwürdigen Welt. Text und Bilder funktionieren hier nicht nebeneinander, sondern miteinander.
Auch sprachlich hat mir das Buch gefallen. Die Übersetzung aus dem Finnischen von Elina Kritzokat liest sich flüssig und lässt die Geschichte angenehm leicht vorankommen.
Was am Ende bleibt, ist eine ungewöhnliche Fantasygeschichte, die sich nicht unbedingt darum bemüht, alles so zu gestalten, wie man es erwartet. Sie nimmt einen mit auf einen geheimnisvollen Zug, führt in eine völlig fremde Welt und lässt einen gemeinsam mit Stein herausfinden, was dort eigentlich vor sich geht.
Und manchmal ist es gar nicht schlecht, wenn ein Buch einen nicht sofort alles verstehen lässt. Man muss sich einfach darauf einlassen – und gelegentlich eben einfach mal reinfallen.











