Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Barbara G.:
Das Fundbüro der verlorenen Schätze - Flammensturm von Mascha Matysiak
cooles Konzept aber ein zwei Kleinigkeiten...
Das Buch ist ein "du entscheidest selbst" Buch. Immer wieder gibt es die Möglichkeit, sich zwischen zwei Erzählsträngen zu entscheiden. Dadurch wird die Geschichte besonders lebendig und es lohnt sich, das Buch mehrmals zu lesen und so unterschiedliche Möglichkeiten, wie die Geschichte enden könnte, zu lesen.
Dabei gibt es auch immer wieder Rätsel eingebaut. Diese waren lustig zu lösen. Einzig das Labyrinth über 2 Seiten war etwas schwer einzuzeichnen für einen Erstleser, da ganz viele Striche genau im Falz einzuzeichnen waren. Auch war das Hufeisen nicht wirklich so flammenrot wie es im Text erzählt wird, meinte mein Sohn. Die Geschichte selbst hat ihm aber sehr gut gefallen und war auch spannend, ein wenig magisch und auch abenteuerlich. Das Setting mit dem Jahrmarkt hat uns angesprochen und auch, dass die Kinder das selbst lösen, kam gut an. Ein cooler Start, wo wir gespannt sind, wie es weitergeht!
Rezensionen von Barbara G.:
Rules of the Game, Band 1 - Offside von Avery Keelan
Mit diesem Buch startet die neue Reihe von Avery Keeland. Auch wenn ich ein großer Fan des Genres bin, kannte ich die Autorin noch nicht, fand den Klappentext und das Cover aber ansprechend.
Gleich zu Beginn lernt man beim Lesen Bailey kennen. Diese erlebt gleich das große Drama- sie wird an ihrem 21.
Geburtstag von ihrem Freund sitzen gelassen. Da dieser aber in der gleichen Mannschaft wie ihr Bruder spielt und sie auch eine WG mit anderen Freundinnen aus dem gleichen Umfeld und "Freundeskreis" bewohnt, stellt die Beendigung der Beziehung nicht nur ihr Liebesleben auf den Kopf. Als sie dann während eines Clubbesuchs mit ihren Freundinnen Chase kennenlernt, dem ein eher "Reg Flag Ruf" vorauseilt und der darüber hinaus in der gegnerischen Mannschaft spielt, ist das der Beginn einer wunderschönen, aber auch sehr langen und zwischendurch für meinen Geschmack spicelastigen Geschichte. Was ich spannend fand, waren neben der Liebesgeschichte die Dynamiken rund un den Freundeskreis und die WG und die familiären Hintergründe. Überhaupt lernte man die Charaktere und ihre Handlungsmotivation gut kennen, man merkte viel Entwicklung und Entfaltung über die Seiten hinweg. Mir persönlich hätte man die Geschichte ein wenig straffen können, die Geschichte hat mir dennoch sehr gut gefallen!
Rezensionen von Barbara G.:
The Dirty Version von Turner Gable Kahn
Eine Autorin kann sich doch nichts schöneres vorstellen, als ihren Roman verfilmt zu sehen, oder? Tja, weit gefehlt - denn Tash muss ihr feministisches Buch adaptieren lassen, um keinen Verlagsbruch zu begehen. Und das heißt, dass Spicy Szenen für die Leinwand ausgebaut werden müssen und adaptiert.
Sie bekommt Intimitätskoordinator Caleb an die Seite gestellt, den sie aber zunächst als Feind wahrnimmt... Doch durch seine Vergangenheit und Kindheit versteht Caleb mehr von dem, was in Tash vorgeht und was sein Job ist, als Tash ihm zugestehen möchte...
Ich fand das Buch richtig gut. Ich konnte zwar nicht immer Tashs Vorgehen nachvollziehen (einfach, weil ich zum Beispiel nicht der Typ bin, der Zeit verstreichen lässt und hofft, dass sich die Dinge von selbst in Wohlwollen auflösen würden, sondern das pure Gegenteil), fand den Charakter aber in sich sehr stimmig, wenn auch manchmal etwas anstrengend, weil sie sich das eine oder andere Problem selbst machte. Caleb wirkte sehr passend, sehr sensibel und verständnisvoll. Die Mischung aus ein wenig Drama in der Liebesgeschichte und alles um den Film fand ich gut zusammengestellt und machte mir Spaß zu lesen. Ich kann das Buch weiterempfehlen!
Rezensionen von ReiShimura:
Julian ist eine Meerjungfrau von Jessica Love
Ein Buch, das direkt ins Herz schwimmt
Der kleine Leser liebt dieses Buch und nimmt es sich oft aus dem Bücherregal heraus um es sich anzuschauen. Die ausdrucksstarken Bilder haben es ihm angetan und uns Erwachsenen auch. Ein wirklich zauberhaftes Buch.
Aufgrund einer Empfehlung durfte dieses Buch bei uns einziehen und im ersten Augenblick war ich ein wenig irritiert.
Denn das Buch kommt mit deutlich weniger Text aus als ich vermutet und erhofft habe. Allerdings durfte ich recht schnell feststellen, dass gar nicht viele Wörter notwendig sind um die Geschichte von Julian zu erzählen. Die Illustrationen reichen aus um zu verstehen warum es geht. Mittlerweile sehe ich die geringe Textmenge sogar als Vorteil. Der kleine Leser kann dieses Buch alleine anschauen und versteht trotzdem, warum es geht.
Für mich ist dieses Buch ein herausragendes Beispiel für Diversität ohne, dass es zu dick aufgetragen wirkt. Die Botschaft ist großartig und wichtig. Es regt die Fantasie an, spielt mit der kindlichen Neugier und fördert Toleranz.
Julian ist eine Meerjungfrau ist ein wundervolles Buch, das meiner Meinung nach in keinem gut sortierten Bücherregal fehlen darf. Es zeigt auf eindrucksvolle und zauberhafte Weise, dass man seine Träume leben darf und wie wichtig Akzeptanz ist. Eine ganz klare Empfehlung die von Herzen kommt.
Rezensionen von Katrin:
Unerwünschte Töchter von Miriam Carbe
Erinnerungen von Generationen
Ich habe das Buch in Hardcoverausführung, der Umschlag ist wirklich schön aber nicht sehr auffällig gestaltet. Nimmt man ihn ab, erinnert da Buch an Literaturbücher von früher, rein blau pappartig aussehendes Cover mit weißer Aufschrift des Titels.
Story:
Eine Geschichte von vier Generationen Frauen einer deutschen Familie: Margarethe, Marianne, Monika und Miriam.
Es beginnt mit Margarethe, sie ist die Urgroßmutter von Miriam - der Autorin und in weiterer Folge Figur in dieser Erzählung.
Man erfährt viele Familiengeschichten vom frühen 20.Jahrhundert bis in die Gegenwart. Krieg, gesellschaftliche Zwänge, Rassismus und familiäre Konflikte die das Leben der Frauen prägen.
Besonders dramatisch wird es, als Monika in den 1960er-Jahren gegen den Willen ihrer Familie ein schwarzes Kind zur Welt bringt.
Jede Generation ist eigenständig und doch habe sie alle etwas gemeinsam - unerwünschte, zum Teil weniger geliebt wirkende, unterdrückte Töchter.
Fazit:
Der Roman verbindet persönliche Erinnerungen mit deutscher Zeitgeschichte und thematisiert vor allem den Kampf der Frauen zur Selbstbestimmung, aber auch Identität, Herkunft und generell gesellschaftliche Veränderungen.
Da die Autorin ihre eigene Familiengeschichte niederschreibt, zeigt sich sehr deutlich, wie Verletzungen, Vorurteile und die Sehnsucht nach Freiheit sich in der Familie weitervererbt.
Den Schreibstil fand ich sehr gelungen, allerdings musste ich mich nach etwa 100 Seiten in denen zwar viel passierte, es aber dennoch sehr zäh dahinging beinahe zum weiterlesen zwingen. Zum Glück gefiel mir die zweite Hälfte des Buches besser und ich konnte mich durchaus immer wieder sehr gut identifizieren.
Rezensionen von Shilo:
Die kleinste größte Welt von Katrin de Vries
Ein Dorf im Wandel der Zeit
Zwischen Wind, weitem Himmel und einem kleinen ostfriesischen Dorf entfaltet sich eine Geschichte, die still beginnt und lange nachwirkt. Das Leben von Greta wächst Seite für Seite mit den Veränderungen einer ganzen Zeit mit. Alte Gewohnheiten verschwinden langsam, Neues kommt dazu. Darin liegt viel von der Stärke dieses Romans.
Beim Lesen entsteht nach und nach das Bild eines Dorflebens, das heute weit entfernt wirkt und trotzdem vertraut erscheint.
Die Geschichte lebt von vielen kleinen Momenten, die im Gedächtnis bleiben. Die Arbeit der Hebammen, das enge Miteinander im Dorf und die Veränderungen im Leben der Frauen wirken greifbar, ohne überladen beschrieben zu werden. Vieles erscheint selbstverständlich und zeigt gerade dadurch, wie anders der Alltag damals war. Während Straßen geteert werden und neue Dinge Einzug halten, verändert sich nach und nach auch der Blick auf Familie, Geburt und Zusammenhalt.
Mit jeder Seite wurde deutlicher, wie schnell Vertrautes verschwinden kann, obwohl Veränderungen oft ganz unscheinbar beginnen. Gerade die stillen Beobachtungen über den Alltag machen diesen Roman lesenswert.
Beeindruckend ist, wie die Kindheit dargestellt wird. Vieles besteht aus kleinen Erlebnissen, aus Menschen im nahen Umfeld und aus Dingen, die damals einfach dazugehört haben. Dadurch wirkt Greta glaubwürdig und ihre Welt wird immer greifbarer. Manche Szenen lesen sich fast wie Erinnerungen aus einer anderen Zeit.
Der Roman lässt sich Zeit. Das allerdings muss man mögen. Gerade dadurch entsteht ein gutes Bild vom Dorfleben und davon, wie sich der Alltag langsam verändert. Am Ende bleibt nicht nur die Geschichte eines Mädchens im Kopf, sondern auch der Eindruck davon, wie viel sich innerhalb weniger Jahre verschieben kann.
Was zusätzlich hängen bleibt, sind die vielen kleinen Veränderungen, die zuerst kaum auffallen und später doch ein ganzes Leben beeinflussen. Das betrifft Familien, das Leben der Frauen und auch den Zusammenhalt im Dorf. Vieles wirkt so, als könnte es genau so gewesen sein.
Am Ende blieb vor allem die Erinnerung an eine Zeit, in der vieles einfacher wirkte und zugleich schwerer war. Der Roman erzählt leise von Wandel, ohne dabei den Menschen aus dem Blick zu verlieren. Dafür gebe ich sehr gern 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Rezensionen von Ryria:
Salto von Kurt Prödel
Wie das Leben so spielt
Marko und Claire sind seit einigen Jahren schon zusammen, haben gerade Abi gemacht und träumen von einem gemeinsamen Umzug samt Studium nach München.
Doch für Marko gibt es nur Absagen, seine Alternative führt ihn nach Budapest, die Beziehung zu Claire wird beendet um eine Fernbeziehung zu vermeiden.
Und dann kommt auch dort alles ganz anders als geplant...
Salto ist ein Buch, das ich absolut verschlungen habe: Die Kapitel sind kurz, der Schreibstil angenehm und die Sprache leicht verständlich. Dazu gab es zwar keine klassische Spannung, trotzdem wollte ich permanent wissen, wie es weitergeht.
Die Sprache war hierbei passend zum Alter des Protagonisten und Ich-Erzählers Marko, seine Formulierungen und Gedanken wirkten sehr authentisch und nicht künstlich. Anspielungen auf die heutige Jugendkultur wurden so eingebaut, dass es natürlich wirkt und dabei auch für andere Altersgruppen vermutlich gut nachvollziehbar bleibt.
Dabei werden immer wieder Sätze und Textstellen mit großer Wortgewalt eingebaut, wunderbare Abschnitte, die ich doppelt gelesen habe. Teilweise haben mich einzelne Zitate an eine Art Poetry Slam erinnert.
Es gibt nicht viele Charaktere, dafür lernen wir diese umso besser kennen bzw. Markos Beziehungen zu ihnen. Hier kann nicht nur die zarte und unaufdringliche Liebesgeschichte glänzen, sondern auch die Schilderung einer Vater-Sohn-Beziehung. Statt großer Dramatik wird alles in leisen Tönen erzählt, eine Geschichte, wie sie das Leben halt so spielt.
Die Handlung spielt über mehrere Monate hinweg, immer wieder gibt es kleine Zeitsprünge und man ist hautnah dabei, wenn sich die Charaktere mit gescheiterten Plänen, Krankheiten und der Ungewissheit nach der Schule auseinandersetzen müssen. Viele dieser Gefühle hallen dabei im Leser wider, man erinnert sich an seine eigenen Erfahrungen und kann gut mitfühlen, selbst wenn der eigene Weg anders aussah.
Eine authentische Coming-of-Age-Geschichte, über die unergründlichen Wege des Lebens, in beeindruckenden Worten erzählt!
Rezensionen von Petra:
Crown of War and Shadow von J. R. Ward
Enttäuschend
Eine junge Frau die in ihrem Ort verachtet wird, deren Hilfe aber immer wieder in Anspruch genommen wird. Ein Söldner der für Geld tötet. Beide sind Ausgestossene in ihrer Gesellschaft. Gemeinsam sind sie auf der Flucht. Der Name der Autorin verspricht eine Spicy Geschichte mit viel Fantasy und Abenteuer.
Genaus so liest sich der Klappentext und die Leseprobe.
Meine Erwartungen wurden schwer enttäuscht. Das Grundgerüst ist konfus, ich hatte Schwierigkeiten zu verstehen wo das Setting hin führen sollte. Dazu ist alles sehr langatmig erzählt. Die Wünsche und Gedanken der beiden wiederholen sich auf jeder zweiten Seite. Auch die Gefahren und Abenteuer wirken simpel. Krokodile sind nun mal Krokodile wenn man sie schon so genau beschreibt, auch wenn man sie anders benennt.
Es muss an der Übersetzung liegen, weil auch sehr viele Rechtschreibfehler und eine eigenartige Grammatik vorhanden sind. Vielleicht ist das Buch in der Originalsprache besser, das werde ich nicht beurteilen können.
Rezensionen von milky:
Verlorene Schäfchen von Madeline Cash
Witzig und amüsant
"Verlorene Schäfchen" von Madeline Cash handelt vom Familienleben der Flynns: Bud Flynn, seiner Frau Catherine und deren drei Töchtern Abigail, Louise und Harper. Es ist das reinste Chaos in dieser Familie, aber so witzig und amüsant erzählt, dass man diese Familie einfach lieben muss.
Erzählt wird aus unterschiedlichen Sichtweisen.
Die jeweiligen Familienmitglieder machen zwar den Hauptteil aus, aber auch andere Nebenfiguren kommen zum Zug, was das Ganze abwechslungsreich gestaltet. Schön ist auch, dass jede der Hauptfiguren einen eigenen, verrückten Charakter hat und sich in einer einzigarten, abgedrehten Lebenssituation befindet. Dadurch wird die Geschichte sehr sympathisch und urkomisch.
Der Roman hat sich perfekt geeignet, um abschalten zu können und stets ein Lächeln auf den Lippen beim Lesen zu haben.
Rezensionen von clematis:
Raub in der Wiener Werkstätte von Beate Maly
Juwelen
Wien im Jahre 1907: in einigen Bezirken kommt es zu gehäuften Diebstählen wertvoller Juwelen. Als bei einem Einbruch eine Person ermordet wird, muss Oberkommissar Max von Krause ermitteln und trifft dabei natürlich wieder auf die Putzfrau aus der Wiener Werkstätte, auf Lili Feigl.
Voller Atmosphäre und zahlreicher Details rund um die damalige Lebenssituation steckt auch der nunmehr dritte Band dieser wunderbaren Krimireihe aus Beate Malys Feder.
Lebendige Charaktere und bildreiche Beschreibungen lassen den Leser tief eintauchen in eine längst vergangene Zeit, in welcher es noch Planetenverkäuferinnen und Strotter gegeben hat, prekäre Wohnverhältnisse nicht nur in der Freudenau und natürlich Frauen, die von ihren Vätern oder Ehemännern abhängig waren. Durch die eingehende Recherche wirken die Geschehnisse in den einzelnen Szenen sehr authentisch, auch ohne große Phantasie kann man sich alles bestens vorstellen und Max und Lili bei ihren Nachforschungen begleiten.
Das außerordentlich hübsche Titelbild fügt sich bestens in die Krimireihe ein und birgt einen mindestens ebenso spannenden Fall, welcher sich um das historisch belegte Hochwasser im Jahr 1907 rankt. Die gewitzte Lili und der kluge Oberkommissar Krause gehören ganz unterschiedlichen Gesellschaftsschichten an; gerade deshalb ist es so erfrischend zu sehen, wie sie mit dem Verbrechen und dessen Aufklärung umgehen. Am Ende fügt sich alles perfekt zusammen, die logische Auflösung lässt keinerlei Fragen offen.
Ein Schreibstil, der das damalige Wien wieder lebendig werden lässt, eine Handlung, welche die Unterschiede zwischen Arm und Reich unterstreicht, ein Kriminalfall, der trotz freier Erfindung bestens durchdacht ist – hier passt einfach alles. Gerne schaue ich den beiden sympathischen Protagonisten auch beim nächsten Mal wieder über die Schulter.











