Kunden em pfehlungen
Rezensionen von praja:
Ein Haus aus Salz und Tränen von Erin A. Craig
düster und märchenhaft!
Ich mochte das Buch insgesamt echt gerne, vor allem wegen der Atmosphäre. Das Anwesen an den Klippen, das Meer, die ganzen Todesfälle und dieses ständig leicht unheimliche Gefühl haben einfach richtig gut zusammengepasst. Teilweise wusste ich selbst nicht mehr so genau, was jetzt eigentlich real ist und was nicht und genau das fand ich ziemlich cool.
Die Story an sich hat mich auch gut unterhalten, allerdings fand ich das Tempo etwas komisch verteilt. Gerade zwischendurch hat es sich für mich teilweise ziemlich gezogen und dann passiert gegen Ende plötzlich gefühlt alles gleichzeitig. Da hätte ich mir gewünscht, dass man das ein bisschen besser verteilt.
Mit den ganzen Schwestern hatte ich anfangs auch meine Probleme. Es sind einfach verdammt viele Namen und manche sind für mich dadurch ein bisschen blass geblieben.
Das Setting und die düstere, märchenhafte Stimmung haben für mich aber echt viel rausgeholt. Kein Highlight, aber definitiv ein gutes Buch und gerade atmosphärisch wirklich stark.
Rezensionen von peppi:
Leuchtende Schatten von Iris Wolff
Ella & Harriet
Der Roman "Leuchtende Schatten" von iris Wolff spielt in Siebenbürgen der frühen 1940er Jahre. Die Ich-Erzählerin Ella gehört einer deutschen Minderheit an, den Siebenbürger Sachsen. Im Hauptkern des Buches geht es um die Beziehung von Ella und Harriet Ella fühlt sich zu Harriet hingezogen, ohne die Art dieser Anziehung zu benennen.
Es ist eine Mischung aus Bewunderung, Faszination, vielleicht auch eine Form der ersten Verliebtheit. Für Ella, die in einer großen, lebendigen Familie aufwächst, wird die introvertierte Harriett, die in einem wohlhabenden Umfeld aufwächst zu einer Freundin, mit der sie alles teilt. Harriett ist Jüdin. Sie ist gefährdet . Diese Tatsache führt schließlich zur Trennung der jungen Mädchen. Der Autorin gelingt es hier zu zeigen wie historische Gewalt in intimste Räume eindringt und Freundschaft durch äußere Kraft zerstört wird.
Ein großartiger Roman über Freundschaft, Identität und Schatten einer Zeit.
Leseempfehlung!
Rezensionen von Bibibabby:
Wieso? Weshalb? Warum? - Meine große Tiere-Box von Susanne Gernhäuser
Erwartungen nicht ganz erfüllt
Meine Kinder sind große Fans der "Wieso? Weshalb? Warum?"-Reihe und waren neugierig, was sich in dieser Box befindet.
Der Inhalt ist bereits ganz übersichtlich auf der Box dargestellt: ein großes "Wieso? Weshalb? Warum?"-Buch, ein Aktivitätsheft, ein kleines Buch über Insekten, ein Ausmalposter, ein Puzzle und ein Memory-Spiel.
Das Puzzle hat meinen Kindern gut gefallen und die beiden Pappbücher mir Klappen waren natürlich ebenfalls ein Hit.
Allerdings finde ich die Inhalte des Buches "Wir entdecken Tiere" nicht so gut organisiert wie bei den gewöhnlichen "Wieso? Weshalb? Warum?"-Büchern. Außerdem gibt es nur auf ertwa der Hälfte der Seiten Klappen. Ich hatte einen Überblick über verschiedene Tiere erwartet, entweder nach Arten oder Lebensräumen geordnet. Stattdessen wirken die Themen eher zufällig ausgewählt, als hätte der Verlag ein paar extra Seiten aus bestehenden Büchern zu einem neuen Buch zusammengestellt. Zum Beispiel, "Sind Faultiere wirklich faul?", "Wünscht du dir einen Hund oder eine Katze?", "Können Tiere lügen?", "Warum hat der Oktopus einen großen Kopf?" und "Köttelkunde" sind ziemlich spezifisch und haben nur wenige Bezüge miteinander. Es gibt eigentlich nur eine Doppelseite, die meinen Erwartungen entspricht: "Wer lebt im Riff?".
Fazit: Die Box ist insgesamt schön zusammengestellt, hat unsere Erwartungen inhaltlich aber leider nicht ganz erfüllt.
Rezensionen von S.:
FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister
Unglaublich
Klingt zunächst harmlos. Berufsverkehr in London, ein Vorortbahnsteig, einige Pendler. Aber:
die folgenden Schilderungen sind heftig. Die Szene auf dem Bahnhof kann ich mir gut vorstellen. Alle Charaktere sind präzise gezeichnet, jede Situation birgt Probleme. Fünf Menschen stehen im Fokus, einer von ihnen wird gleich sterben.
Wer? Vielleicht Emma? Bisher erfolgsverwöhnt, eiskalt, clever, herablassend. Bis sich ihr Baby zu einem Psychopathen entwickelt.
Erschreckend, was Emma mit ihrem Sohn durchmacht. Oder Liam? Frauenfeindlich, Macho, Beschützer seines mit Handicap geborenen Zwillingsbruders? Oder Sonny - intelligent, hoch verschuldet, spielsüchtig? Oder Ms Ward? Pathologin mit Sozialphobie?
Ilona Bannister beschreibt genau, skizziert kleinste Zwischenfälle, erkennt Stimmungen, blickt direkt in die Köpfe ihrer Protagonisten. Man versteht, wie hart deren Leben ist oder sein kann, hat sogar für alle Verständnis. Wünscht man Einem/ Einer von ihnen den Tod? Und wenn wirklich, wem? Jemand wird sterben, aber wer?
Mitnehmender, genialer Roman, der den Leser mitnimmt und lange beschäftigt.
Rezensionen von Vobabooks:
Gib mir alles von Alexandra-Maria Pipos
Interessante Themen
„Gib mir alles“ ist der Debütroman von Alexandra-Maria Pipos. Ioana arbeitet bei einer Consulting Firma und gibt alles für ihren Job. Als ihr Großvater in Rumänien verstirbt, reist sie in ihre Heimat und wird mit ihrer Familie konfrontiert.
3.75 ⭐️ Das war eine Geschichte voller interessanter Themen.
Ioana ist hin- und hergerissen zwischen ihrer Familie, ihrer Heimat und ihren Wurzeln sowie ihrem Beruf. Das Arbeitssetting ist kompetitiv und voller Stress, und hat wie ihre Familie viele Erwartungen an Ioana. Die Atmosphäre ist eher ernst, das Tempo gediegen. Ich fand die Themen wirklich interessant, die Geschichte samt der Umsetzung lässt mich persönlich jedoch hinsichtlich mancher Aspekte etwas ratlos zurück.
Rezensionen von Lesemama:
Tempted to Kiss You von Talina Leandro
Es war mir zu platt
Zum Buch:
Isabelle verbringt in der Nähe von Melbourne ein Auslandssemester. Unter anderem will sie den Tasmanischen Tiger erforschen. Um den Aufenthalt zu finanzieren hat sie bei der Taylor Group einen Job als Putzfrau angenommen. An ihrem ersten Abend hilft sie allerdings dem Assistenten von Ethan, einem der Bosse, aus einer verfänglichen Situation.
Sie geht mit Ethan zu einem wichtigen Dinner und er darf nie erfahren, dass sie eigentlich eine Putzfrau in seiner Firma ist. Dass das schiefgeht, ist quasi vorprogrammiert.
Meine Meinung:
Tempted to kiss you ist der Auftakt der Reihe, ich las einen anderen Teil zuerst, daher wusste ich schon, wie es endet, es wäre aber auch so keine Überraschung gewesen, Liebesromane enden in der Regel mit einem Happy End.
Was mich aber ab dem zweiten Drittel störte, kommt jetzt in Kurzfassung. Das Chefbüro hatte einen kurzen Etagentausch, Ethan stand mit dem Rücken zum Fenster und hat die Aussicht genossen (?), dann noch so "Kleunigkeiten" wie, er nahm sich frei und war trotzdem in der Firma. Auch fand ich die zeitliche Reihenfolge teilweise verwirrend und ein Baum hat eine Rinde und keine Kruste. Das waren nur die Dinge, die mir auch nach ein paar Tagen nach beenden des Buches noch in Erinnerung blieben.
Dann ging mit dir Liebesgeschichte definitiv zu schnell und oberflächlich, ich fand es schlichtweg total platt und nichtssagend. Natürlich erwarte ich bei einem Liebesroman leichte Unterhaltung, aber platt sollte es dann doch nicht sein. Kurzum, es war nicht meine Geschichte.
Rezensionen von Gundi57:
Dem Meer entgegen von Lidija Hilje
Schatten der Vergangenheit
In dem Buch " Dem Meer entgegen "geht es um die Geschichte von Ivona.
Sie ist 38 Jahre alt und hat Biologie studiert in Kraotien.
Aber die Lage im Land ist schlecht und sie ist wieder in das Haus ihrer Eltern in Zadar gezogen.
Dort arbeitet sie in einem Schreibwarenladen und nebenbei kümmert sie sich noch um ihren Vater der einen Schlaganfall hatte.
Verheiratet war sie mit Vlaho .
Aber die Ehe zerbrach nachdem sie keine Kinder bekommen konnte.
Aber sie vermisst ihn jeden Tag.
Mittlerweile ist er mit Marina verheiratet und hat zwei Kinder.
Ivonas Vater hat von ihrer Mutter noch ein Anwesen welches er zu einem Hotel umbauen wollte .
Aber es ist verschuldet und sie weiß nicht wie alles weitergehen soll.
Ihre Mutter ist früh verstorben und ihr Bruder lässt sie mit allem alleine.
Aber bald ist ein Käufer an dem Grundstück interessiert .
Ein emotionaler Roman um das Leben und die Liebe.
Rezensionen von Anndlich:
FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister
Schicksalsschläge!
Fünf Menschen, die sich zeitgleich an einem Londoner Bahnsteig befinden, ahnen nicht, dass auf einen von Ihnen der Tod wartet. Sie alle haben eine Vergangenheit, ein Schicksal, doch nur eines wird enden. Und wir erfahren während der fünf Minuten, bis der Zug endlich ankommen soll, was die fünf Personen erlebt haben und wen es am Ende trifft.
FIVE - Das Ticken der Zeit ist ein außergewöhnlicher Roman von Ilona Bannister. Die kurzen Kapitel am Bahnhof erleben wir dabei beinahe in Echtzeit, dabei spricht die Autorin uns immer wieder direkt an und fordert die Leser:innen zudem auf, sich die Situation nochmal vorzustellen. Eine direkte Ansprache, die durchaus gewöhnungsbedürftig ist, manchmal etwas den Lesefluss nimmt, aber dennoch etwas ganz außergewöhnliches ist und an einigen Stellen eine grandiose Wirkung erzeugt.
Neben der in Echtzeit erlebenden Szenen am Bahnsteig, lernen wir auch die fünf Protagonist:innen genauer kennen. Das sind Gideon, ein kleiner Junge, der seine Mutter mächtig auf Trab hält. Gideons Mutter Emma, die von Gideon stärker gefordert wird als sie jemals vermutet hätte. Liam, ein erfolgreicher Geschäftsmann. Mrs Worth, die schon lange keinen Kontakt mehr zu ihrem Sohn und ihren Enkeln hat und Sonny, der alles in seinem Leben verspielt hat. Fünf Protagonist:innen, die mehr oder weniger unsympathisch sind. Und genau da beginnt mein Problem mit dem Inhalt. Ich fand den Aufbau des Buchs durchaus interessant, mochte auch die Einschübe in das Leben der Fünf, der den meisten Platz im Buch einnimmt, aber ich hätte mir insgesamt mehr Sympathien gewünscht. Es gab zwar 1-2 Personen, denen man das eintreffende Schicksal weniger gewünscht hat und doch war es am Ende eigentlich fast egal, wen es trifft. Außerdem gefiel mir weniger, dass es mehr Verbindungen zwischen einzelnen gab und damit die verschiedenen Leben weniger interessant wurden, weil die Verbindung schon erkenntlich war. Total schade, weil der Aufbau unfassbares Potenzial hatte.
Dennoch haben der Schreibstil und die gute Idee am Ende dafür gesorgt, dass ich schnell durch das Buch kam. FIVE - Das Ticken der Zeit kann ich jedem empfehlen, der einmal etwas Neues ausprobieren möchte!
Rezensionen von Chris:
Tod in heller Sommernacht von Lisa Sarah Brandstäter
Ein stimmiger und spannender Skandinavienkrimi
„Tod in heller Sommernacht“ von Lisa Sarah Brandstäter habe ich innerhalb weniger Tage gelesen, weil mich die Geschichte von Anfang an gefesselt hat. Der Krimi spielt im Umfeld Helsinkis und verbindet eine sommerliche Atmosphäre mit einem spannenden Mordfall.
Die Handlung ist in sich stimmig und angenehm spannend erzählt.
Es gibt Verstrickungen, Geheimnisse und einige Verwirrungen, die sich im Laufe der Geschichte nach und nach überzeugend auflösen. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Spannung nicht künstlich erzeugt wird. In letzter Zeit habe ich einige Bücher gelesen, die entweder krampfhaft brutal waren oder auf den letzten Seiten plötzlich mit unzähligen Überraschungen aufwarten wollten. Das ist hier zum Glück nicht der Fall – die Handlung bleibt nachvollziehbar und wirkt dadurch umso stärker.
Auch das Ermittlerpaar wurde sehr gelungen beschrieben. Ich konnte mich gut in die beiden Figuren hineinversetzen und fand ihre persönlichen Seiten ebenso interessant wie ihre Ermittlungsarbeit. Dadurch wirkten sie authentisch und greifbar.
Für mich ist „Tod in heller Sommernacht“ ein toller Skandinavienkrimi, der Spannung, Atmosphäre und glaubwürdige Figuren miteinander verbindet. Absolut empfehlenswert!
Rezensionen von jori1020:
Popóm von Johanna Sebauer
Was wäre, wenn man sich selbst begegnet?
Stell dir vor, du stehst nichtsahnend eines Abends an der Kasse eines Kiosks – und plötzlich siehst du dich selbst. Er sieht anders aus, ist zwanzig Jahre älter als du, und trotzdem bist du dir sicher: Das bist du. Genau das passiert Hendrik Popóm, dem titelgebenden Protagonisten, der eines Tages seinem älteren Ich begegnet.
Die Romanidee wirkte auf mich zunächst ziemlich schräg. Nachdem mich Johanna Sebauers Debütroman Nincshof jedoch so begeistert hatte, wollte ich auch diesem Roman eine Chance geben – und wurde nicht enttäuscht.
Sebauer gelingt es erneut, aus einer ungewöhnlichen Prämisse einen mitreißenden, witzigen und zugleich nachdenklich stimmenden Roman zu machen. Mit ihrer ganz eigenen Sprache entwickelt sie ein Gedankenexperiment, dem man sich kaum entziehen kann. Immer wieder wirft der Roman philosophische Fragen nach Identität, Schicksal und den Entscheidungen auf, die unser Leben prägen, ohne dabei jemals belehrend zu wirken.
Besonders gelungen sind auch diesmal die Figuren. Sie sind eigenwillig, liebenswert und so lebensnah gezeichnet, dass man ihnen nur allzu gern durch die Geschichte folgt. Immer wieder ertappt man sich bei dem Gedanken: Ja, genauso könnte es tatsächlich passieren.
Je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Metapher und realistischer Fiktion. Und am Ende bleibt dieses wunderbare Gefühl zurück, dass die verrückteste Idee vielleicht doch gar nicht so unmöglich ist. Fast glaubt man, irgendwo da draußen könnte tatsächlich ein zweites Ich herumlaufen – und man ist ihm bisher nur noch nicht begegnet.










