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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von PeLi:

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Fremde von Belle Burden

ein schmerzhafter Weg in ein neues Leben

„Fremde“ von Belle Burden ist ein autobiografischer Roman, der mich beim Lesen immer wieder beschäftigt hat. Es ist eine sehr persönliche und schonungslose Geschichte über das Ende einer zwanzigjährigen Ehe, über Vertrauen, Enttäuschung und darüber, wie man sich ein gemeinsames Leben und einen Menschen vielleicht ganz anders vorgestellt hat, als er tatsächlich war.

Besonders der Umgang des Ehemannes mit der Trennung hat mich teilweise richtig wütend gemacht. Ich habe mich beim Lesen oft gefragt, wie er sich so verhalten und seine Familie nach so vielen gemeinsamen Jahren derart zurücklassen konnte. Gleichzeitig hat mich auch Belle selbst manchmal zur Verzweiflung gebracht. An einigen Stellen fand ich sie unglaublich leichtsinnig, beispielsweise im Umgang mit dem Ehevertrag oder mit ihrem geerbten Vermögen. Vertrauen ist sicherlich eine wichtige Grundlage einer Ehe, aber ein bisschen mehr Vorsicht hätte ihr meiner Meinung nach nicht geschadet. Vermutlich wird sie das im Nachhinein selbst anders sehen.

Was mich allerdings sehr beeindruckt hat, ist ihre Entwicklung. Aus der eher zurückhaltenden Frau, die sich ganz selbstverständlich in ihre Rolle als Ehefrau und Mutter eingefügt hat, wird nach und nach eine Frau, die ihr Leben wieder selbst in die Hand nimmt. Dabei beschönigt sie weder ihre eigenen Fehler noch ihre Gefühle, und gerade diese schonungslose Ehrlichkeit macht das Buch für mich so authentisch.

„Fremde“ ist kein leichtes oder fröhliches Buch. Die Geschichte ist stellenweise bedrückend und hat mich emotional durchaus mitgenommen. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb – hat sie mir sehr gut gefallen. Ich fand es spannend und berührend zu verfolgen, wie Belle Burden versucht, nach einer völligen Erschütterung ihres bisherigen Lebens wieder zu sich selbst zu finden.
Ein nachdenklich stimmendes, ehrliches und sehr persönliches Buch über Vertrauen, Enttäuschung und die Kraft, die man manchmal erst dann entdeckt, wenn das eigene Leben plötzlich aus den Fugen gerät.

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Fremde

Rezensionen von Claudia R.:

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Der Daily Lama von Saskia Gaymann; Sarah Rondot; Barbara Steinhilber

ausgeglichen

Klappentext / Inhalt:

Kindern entspannen helfen
Erhöhter Leistungsdruck in der Schule, verschiedene Hobbies, denen man nachgehen will/muss, virtuelle und reale Freunde unter einen Hut bringen und Terminstress sind nur einige Beispiele für Stressfaktoren im heutigen Alltag von Kindern.
Gerade hier ist es wichtig, Kindern Möglichkeiten zu bieten, abzuschalten und sich zu entspannen.

Auch Kinder müssen – wie wir Erwachsene – lernen, achtsam mit sich selbst und mit ihrer Umwelt umzugehen. Das machen Saskia Gaymann und Sarah Rondot spielerisch, mit viel Humor und Verständnis.
Die Autorinnen stellen ihren kleinen Lesern ein Lama vor, das eines Tages bei dem 9-jährigen Sam im Wohnzimmer auftaucht und seine Welt ein Stück weit durcheinander bringt. Für Sam ist der Daily Lama ein mysteriöses Wesen, dessen Geheimnisse er liebend gern aufdecken würde – in Wirklichkeit ist das Lama ein Experte für Entspannung und bringt Kindern und Eltern das Thema mit einem Augenzwinkern näher. So wird das Selbstbewusstsein von Kindern ganz mühelos und mit viel Spaß bei der Sache gestärkt.
Im Anhang erklärt Dr. Barbara Steinhilber, was Meditation ist, was diese mit einer wilden Affenbande zu tun hat und warum eine Wärmflasche manchmal Wunder bewirken kann. Kinder (sowie Eltern und Pädagogen) finden hier kleine Hilfestellungen und Entspannungsvorschläge für den Alltag. Mit diesen gelingt es, das innere Gleichgewicht zu bewahren.
Illustriert wird das Buch von Saskia Gaymann.
Wenn man sich zu einem bestimmten Thema aus der Daily Lama Reihe gezielt informieren möchte, können die Bücher auch problemlos unabhängig voneinander gelesen werden.

Cover:

Das Cover ist cool umgesetzt und zeigt ein Lama beim Yoga, sowie einen Jungen, der daneben steht und versucht die Übungen nach zu machen. Die Thematik wird hier bereits auf dem Cover sehr schön dargestellt und umgesetzt.

Meinung:

Eine tolle Geschichte, die geschickt Atem und Entspannungsübungen mit einbaut und so für mehr Balance sorgt. Achtsamkeit und innere Ausgeglichenheit sind sehr wichtig und das beginnt bereits im Kinderalter.

Als vor Sams Tür ein Lama steht, ändert sich so einiges und über das Lama werden Gelassenheit und Achtsamkeit transportiert. Sam lernt besser mit stressigen Situationen umzugehen und gelassener zu bleiben.

Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit wichtigen Details und Informationen dazu zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und flüssig lesen. Schnell findet man hinein und die Geschichte ist toll und liebevoll umgesetzt. nebenbei lernt man mehr zu entspannen und mit stressigen Situationen und Herausforderungen besser umzugehen. es zeigt nicht nur Kindern, wie sie ihre Gefühle besser lenken können und man findet sich schnell und gut in Situationen und Charaktere hinein. Durch die Ich-Perspektive kann man Sams Gedanken und Gefühlen gut folgen und diese auch sehr gut verstehen und ist dem Ganzen sehr nah. Man bekommt tolle Tipps und Impulse und es wird alles sehr positiv in die Geschichte mit eingebaut. Die einzelnen Abschnitte haben eine angenehme und gute Länge. Auch der Anhang ist toll und ausführlich gestaltet und dabei wird einiges noch mal richtig klasse erklärt. Gliederung und Gestaltung finde ich hier sehr gut gelungen.

Ein tolles Buch für Kinder ab 5 Jahren. Es sorgt für mir Ausgeglichenheit und Balance und bringt tolle Impulse und Tipps mit. es ist gut verständlich erklärt und beschrieben und die Geschichte in sich ist toll und humorvoll, aber auch mit einer gewissen Tiefe umgesetzt.

Fazit:

Tolles Kinderbuch über mehr Ausgeglichenheit und Balance mit eingefügten Erklärungen, Tipps und Impulsen.

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Der Daily Lama

Rezensionen von Nicole Koppandi:

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Wenn alles brennt von Paulina Spiechowicz

Strandlektüre mit 90er Jahre Vibe

Hitze, Sonne, Strand, Freunde, Amore, Musik und Meer in Italien

Kamil und seine Schwester Beatrice kehren im Sommer 1994 für drei Monate, nach einem Jahr bei ihrem Vater in Warschau, zurück nach Ostia zur Mutter. Sie lebten für ein Jahr beim Vater, seiner neuen Frau und deren Baby in Polen. Der Vater ist Pole, die Mutter Italienerin.

Es gab einen Vorfall mit der Mutter in Ostia. Die Mutter ist zwar reich und lebt in einer Villa in Ostia, konnte sich aber nach einem Vorfall nicht mehr um die beiden Teenager kümmern.

Es ist nicht einfach für die beiden wieder Fuß zu fassen, nach der einjährigen Abwesenheit: Beatrice wollte nicht zurückkehren: ihre Freundin von früher lässt sich am Telefon verleugnen, und Beatrice hasst ihre Mutter. Kamil versucht die Mutter zu beschützen, damit sie ihre Auflagen erfüllen kann und kämpft in Ostia um Zugehörigkeit bei Jugendlichen. Er möchte in Italien bleiben, nicht zurück zum Vater. Beatrice möchte hingegen wieder zurück nach Polen.

Eine Coming-of-Age Geschichte, in der unterschiedliche Welten aufeinandertreffen. Und mittendrin die beiden jugendlichen Geschwister, die ihren Platz suchen. Es geht um Liebe, Geld, Rassismus, Musik, Dazugehörigkeit und Bildung.

Während des Lesens spürt man die Zerrissenheit der Jugendlichen, das Zweifeln und Suchen und Hoffen. Ich mochte den Roman und konnte mich gut in die Protagonist*innen hineinversetzen. Die Atmosphäre des Sommers wurde wahnsinnig gut transportiert – war ich doch 1994 gleich alt wie die beiden und hörte selbst Nirvana. Für mich der Sommerroman mit einem 1990er Jahre Vibe inkl Soundtracks am Ende des Buchs.

Absolute Strandlektüre!

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Wenn alles brennt

Rezensionen von Tara:

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Die Bernsteinfischerin von Lisa Quentin

Verbunden durch die Liebe zum Bernstein

„Die Bernsteinfischerin“ ist ein berührender Roman, der in Lübeck lebenden Autorin Lisa Quentin.

Die 26-jährige Julika geht in ihrer Arbeit als Paläontologin - Bernsteinforscherin mit dem Spezialgebiet Insekteneinschlüsse - voll auf. Zusätzlich kümmert sie sich aufopferungsvoll um ihre kranke Mutter.

Ein ungewöhnlicher Einschluss in einem Bernstein führt sie zu der 90-jährigen Ebba. Die beiden Frauen sind sehr unterschiedlich und stehen auch an vollkommen unterschiedlichen Punkten in ihrem Leben. Dennoch verbindet sie mehr als es auf den ersten Blick scheint.

Die Handlung wird im Wechsel in der Gegenwart und in der Vergangenheit von Ebba – beginnend 1943 an der ostpreußischen Bernsteinküste – erzählt. Der Schreibstil von Lisa Quentin liest sich angenehm flüssig und lebendig. Sie stellt ihre Protagonistinnen authentisch dar. Beide Frauen haben kein einfaches Leben, streben nach Selbstverwirklichung und sorgen sich um ihre Liebsten.

Mir sind Ebba und Julika im Verlauf der Handlung sehr ans Herz gewachsen. Man wünscht den beiden nur das Beste und hofft mit ihnen, dass sich alles zum Guten wenden wird.

Die Beschreibung der Umgebung am Meer hat mir besonders gut gefallen. Ich hatte alles direkt vor Augen und konnte die Atmosphäre spüren, so dass ich direkt richtige Sehnsucht nach dem Meer bekommen habe. Auch die wissenschaftlichen Informationen rund um Bernstein habe ich nur so in mich aufgesaugt und mich dadurch an Urlaube an der Ostsee zurückerinnert, in denen ich selbst – leider erfolglos – nach Bernstein gesucht habe.

Es ist ein atmosphärischer und bewegender Roman über das Leben zweier Frauen, der unterhält und berührt. Ich werde ihn sicherlich noch lange in Erinnerung behalten.

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Die Bernsteinfischerin

Rezensionen von Tara:

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Der Prätorianer von Tobias Bukkehave

Nichts für schwache Nerven

„Der Prätorianer“ ist der Auftakt einer spannenden Thrillerreihe von dem dänischen Autor Tobias Bukkehave.

Direkt zu Beginn werden die eigenwillige Kriminalkommissarin Sara Levin und ihr Partner Janus West zu einem Einsatz gerufen, der deutlich macht, dass das Buch nichts für schwache Nerven ist.

Dieser Einsatz ist allerdings nichts im Gegensatz zu dem, was danach kommt. Bei dem nächsten Tatort handelt es sich um eine Trafostation, in der eine brutal zugerichtete Leiche kunstvoll inszeniert wurde. Schnell wird klar, dass es sich dabei nicht um einen Einzelfall handelt, da es weitere Tote gibt, die ähnlich grausam zugerichtet wurden.

Tobias Bukkehave nimmt sich Zeit, seine Protagonisten einzuführen. So habe ich schnell ein gutes Bild von Sara und Janus erhalten, aber auch von Saras Bruder Adam, der als Profiler zu den Fällen hinzugezogen wird. Ihre Zusammenarbeit gefiel mir sehr, da ich ihre Ansätze und Vorgehensweise nachvollziehbar fand.

Die Spannung ist von Beginn an hoch. Der Mörder arbeitet mit lateinischen Inschriften und Symbolen aus der Zeit des römischen Kaisers. Christian Levin, der Vater von Sara und Adam sitzt als verurteilter Serienmörder im Gefängnis und wird aufgrund seiner Kenntnisse in dieser Thematik zu dem Fall hinzugezogen.

Die kunstvoll inszenierten Ritualmorde, die damit verbundenen Bezüge zur römischen Antike, tiefe Blicke in psychologische Abgründe und die persönlichen Verhältnisse in der Familie Levin sorgen für ein ganz besonderes Thrillererlebnis, da durchgehend die Frage im Raum schwebt, ob die Vergangenheit der Levins etwas mit den aktuellen Ereignissen zu tun hat.

Da die Grausamkeiten des Mörders sehr detailliert geschildert werden und der Autor dafür sorgt, dass zwangsläufig ein wildes Kopfkino entsteht, muss man wirklich starke Nerven haben.

Wer Spannung in eisiger Atmosphäre mag und gerne in menschliche Abgründe blickt, der liegt mit diesem Thriller richtig.

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Der Prätorianer

Rezensionen von cosmea:

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Das habe ich wegen dir getan von John Lanchester

Eine Geschichte von Liebe und Rache

Im Mittelpunkt von John Lanchesters neuem Roman steht das Ehepaar Jack und Kate Mittlestone. Sie sind seit Jahrzehnten glücklich verheiratet und leben in London. Jack ist Architekt, Kate eine ehemalige Lehrerin. Dann stirbt Jack plötzlich. In ihrer tiefen Trauer sucht Kate Trost in ihrem Lesekreis.

Dort schwärmen alle von der neuen Streaming-Serie “Betrug“, erzählen einzelne Szenen und zitieren aus den Filmen. Kate ist zutiefst entsetzt, weil jemand ihre Ehe mit intimen Szenen und zahllosen peinlichen Details zu einer Fernsehserie verarbeitet hat. Wie kann Phoebe Mull, die Autorin des Drehbuchs, das alles wissen? Kate vermutet zunächst, dass ihr geliebter Ehemann ihr untreu war, und mit seinen Geliebten dieselben Dinge getan und dieselben Sprüche von sich gegeben hat. Dann beginnt sie Nachforschungen anzustellen und findet mit Hilfe eines technisch versierten Freundes eine andere Erklärung. Kate plant erfolgreich eine grausame Rache, bei der sie keine Grenzen kennt.
Der Roman ist zugleich Rachekomödie und Gesellschaftssatire, die die Boomer und die Millennials zu erbitterten Gegnern werden lässt, aber es ist nicht alles komisch. Vieles ist fies und grausam und ziemlich düster. Mir hat der wendungsreiche Roman trotz einiger Längen gefallen, auch wenn einige Episoden nicht besonders plausibel und teilweise vorhersehbar sind. Gelungen finde ich, dass die Kontrahentinnen Kate und Phoebe ihre Geschichte aus ihrer jeweiligen Perspektive erzählen. Das alles ist nicht leicht zu lesen, aber lesenswert.

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Das habe ich wegen dir getan

Rezensionen von Claudia R.:

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Süßes und Saures mit Juli von Petra Eimer

humorvoll, gruselig

Klappentext / Inhalt:

Der 5. Band der Erfolgsreihe um Paul und sein freches Pferd Juli - erzählt mit viel Herz und schaurig-schönem Humor
An Halloween wollen wir endlich mal wieder etwas gemeinsam unternehmen. Einen nächtlichen Ausflug mit der GANZEN BANDE! Natürlich gibt es nichts Süßes für die Tiere, dafür aber umso mehr Saures für uns.

Anna hat nämlich mit Max gewettet, dass er es nicht schafft, sie zu erschrecken, aber da kennt sie Max und seine Streiche leider schlecht! Max hat ja bekanntlich immer die besten (und wildesten) Ideen, aber diesmal treibt er es WIRKLICH zu weit ... Gut also, dass Juli und ich auch noch da sind, um die Situation unter Kontrolle zu bringen! Nur leider haben wir die Rechnung ohne Julis Fohlen Juno gemacht ...
Coole Gestaltung im Comic-Roman-Stil und mit über 300 vierfarbigen Illustrationen der Autorin
Bandenleben mit Hund und Pferd - hier ist tierischer Lesespaß garantiert.
Der Titel ist bei Antolin gelistet

Cover:

Gruselig starkes Cover welches Neugier und Interesse weckt. Das Cover wirkt lustig und fröhlich, man erkennt mehrere Kids, Verkleidungen und ein Pferd, sowie ein Einhorn. Das Cover ist richtig cool gestaltet und auch der Titel macht neugierig auf mehr. Das Cover ist passend gestaltet. Auch ein Wiedererkennungseffekt zu den anderen Covern ist vorhanden.

Meinung:
Gruselig coole Geschichte, die für gute Unterhaltung sorgt und richtig klasse gestaltet und illustriert ist. Dies ist der fünfte Band aus der Juli Reihe. Die Bücher können sehr gut unabhängig und in unterschiedlicher Reihenfolge gelesen werden, da jedes Buch eine ganz eigene Geschichte enthält und eine andere Thematik. Diesmal steht Halloween vor der Tür und es wird gruselig spannend und humorvoll.

Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Schnell ist man im Geschehen und auch in die Charaktere und die Situationen findet man sich schnell und gut hinein. Der Schreibstil ist angenehm, leicht und gut lesbar. Eine Mischung aus Erzählung und Passagen mit Comicteil lockert das Ganze sehr gut auf. Die Comic Passagen bringen etwas locker leichtes hinein und sind besonders von Leseanfänger und Einsteiger sehr angenehm. Die Mischung aus Geschichte und Comicteil ist gut gelungen und geht sehr schön ineinander über.

Zu Beginn gibt es eine kurze Vorstellung der Charaktere und dann geht es auch schon los. Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme und gute Länge. Die Anfänge sind gut erkennbar und auch die Gestaltung dieser ist gut gelungen. Die Überschriften sind passend gewählt, ohne zu viel zu verraten.

Die Juli Bücher machen immer sehr viel Freude, da sie sehr positiv und liebevoll umgesetzt werden. Man merkt, dass viel Herzblut in den Geschichten, aber auch den Illustrationen und dem Gesamtwerk steckt und sich viele Gedanken dazu gemacht wurden.

Ein tolles Buch nicht nur zu Halloween gedacht, mit einer humorvollen, leicht chaotisch und gruseligen Geschichte, die viel Freude macht. Es sorgt für Unterhaltung und Spannung. Ein wirklich tolle Geschichte und am Ende die Outtakes, das Rezept und die Einblicke zu den echten Figuren sind wieder richtig klasse und rundes es perfekt ab.

Fazit:

Gruselig, humorvoll, spannende Geschichte, die nicht nur an Halloween überzeugt.

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Süßes und Saures mit Juli

Rezensionen von HEYN Leserunde, Harald Schellander :

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Popóm von Johanna Sebauer

Alles eine Frage des Glaubens

Wie es wohl ist, jemanden zu haben, der dein Leben schon durchgespielt hat? Johanna Sebauer dekliniert diese Frage in ihrem neuen Roman Popóm lustvoll durch. Man muß ihm einfach glauben, sagt Hendrik Popom am Beginn. Ich tue das als Leser unbedingt, denn der Aufhänger der Geschichte ist genial. Hendrik trifft sich selbst in Gestalt eines um Jahrzehnte gealterten Ichs.

Allein wie diese erste Begegnung beschrieben ist, dieses Erkennen ohne jeden Zweifel mitten in der lärmenden Geschäftigkeit eines Kiosks, lässt mich nicht mehr los. Seebauer gelingt es, die phantastische Story spannend zu halten, erzählt geradlinig und unsentimental, humorvoll auch in den knappen Dialogen von Er und Ich. Sie schärft den Blick auf mein eigenes Leben. Soweit, dass ich in einem Bankhaus auch schon fast glaube, mein Alter Ego zu sehen: Der Mann trägt einen ähnlichen Strohhut und eine Filztasche der „Zeit“, in meiner Art um die rechte Schulter gehängt Er ist etwa zehn Jahre älter und ich weiß: Der ist nicht ich. Aber wer weiß, vielleicht ein anderer?

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Popóm

Rezensionen von Annaja:

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Gib mir alles von Alexandra-Maria Pipos

Zwischen zwei Welten

Ihr Debütroman ist der Autorin Alexandra-Maria Pipos sehr gut gelungen.
Ioana, bzw. Johanna hat es geschafft, ein Studium in Deutschland und nun ist sie gerade auf dem Weg nach oben. Ein toller Job mit guten Zukunftsaussichten und ein attraktives Gehalt stehen für sie bereit.
Ihre Eltern sind mit ihr als Kleinkind damals, nach Deutschland ausgewandert, sind fleißige Menschen, die sich anstrengen, doch erst für ihre Tochter Johanna lohnt es sich wirklich.

Aber der Preis ist hoch, sie muss in dem Unternehmen, wo man viel von ihr hält und auf sie zählt, ständig verfügbar/abrufbar sein, gute Ideen haben, die Konkurrenz/Kollegen ausstechen, immer besser sein, als die anderen. Sie gibt alles!
Als die dann plötzlich in ihre Heimat nach Rumänien fliegen muss, um an der Beerdigung des Großvaters teilnehmen zu können, kippt der Vorsatz.
Das ganze Prozedere rund um den Tod, die Beerdigungsbräuche, das scheinheilige Getue der Angehörigen nimmt sie gefangen, sie muss sich dieser Familie stellen, ihre Lügen und ihre Tränen ertragen, sie muss Rede und Antwort stehen. Hat es sich gelohnt, dass die Eltern mir ihr damals ausgewandert sind? Ist alles perfekt, da wo sie jetzt lebt? Das Geld, ihre regelmäßigen Überweisungen jedenfalls wurden sehr dankbar angenommen und dennoch fehlt jetzt schon wieder Geld für die Grab des Opas.
Ioana sieht die Gegensätze zu ihrem jetzigen Leben, sie vergleicht.
Ein aufwühlender, intensiver und einfühlsamer Roman, der hinter die Fassade schaut, ein Buch, das sehr authentisch geschrieben wurde.
Wunderbar!

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Gib mir alles

Rezensionen von Bücherfreundin:

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Tschikago von Alexandra Stahl

Über das Älterwerden

In "Tschikago", dem aktuellen Roman von Alexandra Stahl, steht neben dem Leben der Großeltern der Autorin das Älterwerden im Fokus.

Nach dem Scheitern ihrer Ehe zieht die Mutter der damals 3-jährigen Ich-Erzählerin Alexandra zu ihren Eltern in ein kleines Dorf in Unterfranken. Fortan wächst das Mädchen in der Nähe der Großeltern auf und erinnert sich Jahre später mit viel Liebe und Humor an die gemeinsame Zeit.

Die Großeltern sind noch jung, bei Alexandras Geburt ist ihre Großmutter 46 Jahre, der Großvater 49 Jahre alt. Die Großmutter arbeitet bis zu ihrer Frühpensionierung wegen Schwerhörigkeit in einer Holzfabrik. Sie sammelt Puppen, schaut regelmäßig die Spielshow "Glücksrad", gibt Tupperpartys und füttert zum Leidwesen des Großvaters neben den beiden eigenen auch streunende Katzen. Der Großvater ist als Elektriker in einer Chemiefabrik tätig. Er liest Böll, sieht regelmäßig "Ran" und hortet Steckdosen und Verlängerungskabel. Die Ehe des Paares ist nicht perfekt, häufig gibt es kleine Streitereien, doch am Ende eines jeden Tages "sind sie unzertrennlich".

Der Roman ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil lernen wir die Großeltern der Autorin kennen, im zweiten Teil fängt die mittlerweile 29-Jährige nach dem Tod des Großvaters in einem Berliner Seniorenheim als Ehrenamtlerin an. Anfangs besucht sie einmal wöchentlich eine Bewohnerin, später leitet sie eine Biografiegruppe, in der die Senioren ihre persönlichen Erinnerungen miteinander teilen. Im dritten Teil des Buches erinnert die Autorin sich an zurückliegende Besuche bei der Großmutter.

"Tschikago" ist ein Buch über das Älterwerden, die Beschwernisse des Alters und das Abschiednehmen. Alexandra Stahl erzählt die Geschichte ihrer Großeltern in schöner Sprache, die Dialoge im fränkischen, für mich gut lesbaren und verständlichen Dialekt. Mit viel Wärme, Empathie und Humor beschreibt sie das Zusammenleben zweier Menschen, die 57 Jahre eng verbunden waren. Obwohl mir dieser erste Teil des Buches am besten gefallen hat, habe ich auch die teils sehr berührenden Geschichten über die Heimbewohner und ihre Gespräche und Lebensweisheiten, teils im Berliner Dialekt, gern gelesen. Der dritte Teil konnte mich leider nicht überzeugen, er folgt keinem roten Faden und springt zwischen Erinnerungen an die Besuche bei der Großmutter, dem eigenen beruflichen Werdegang und losen Gedankensplittern hin und her.

Ich habe das Buch, das keine durchgehende Geschichte erzählt, gern gelesen. Ich mochte nicht nur die authentisch beschriebenen Großeltern der Autorin, sondern auch ihre ruhige und liebevolle Erzählweise, ihren wunderbaren Humor und die im Dialekt geschriebenen Dialoge.

Leseempfehlung für alle, die sich für das Thema Älterwerden interessieren und bereit sind, sich auf einen fragmentarischen Erzählstil einzulassen.

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Tschikago