Kunden em pfehlungen
Rezensionen von RAMAZOTTI:
Red Star Down von D. B. John
Volle Punktezahl!
"Red Star Down“ von D.B. Jon, mir bislang nicht bekannt, hat hier einen spannenden und packenden aktuellen – natürlich fiktiven - Spionage Thriller geschrieben, was normalerweise nicht mein bevorzugtes Genre ist, mich allerdings vollends überzeugt hat.
Das Cover hatte mich ursprünglich angezogen, es ist farblich auffällig gestaltet und passend.
Über 700 Seiten, voll mit Action, gefüllt mit Fiktivem aber auch sehr viel tatsächlich realem Weltgeschehen, versteckt und offen handelnd von den derzeit regierenden Präsidenten und machtgewaltigen Politikern, deren Geheimdiensten und Regimes. Die jeweiligen Charaktere und Protagonisten sind ansprechend und sehr gut ausgearbeitet.
Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt, leicht und angenehm zu lesen, temporeich und ab und an ein kleines Augenzwinkern, vor allem aber perfekt recherchiert, was jedoch wiederum zusätzlich für Schaudern gesorgt hat, da sich etliches tatsächlich so abgespielt hat. Obwohl dieser Thriller sowohl von der Seitenanzahl als auch von der Handlung – drei aufeinander zulaufende Handlungsstränge – sehr umfangreich ist, konnte ich immer problemlos folgen und habe nicht nur den Faden nicht verloren sondern war tatsächlich permanent gefesselt und habe auch das eine oder andere hinsichtlich der Weltpolitik neu erfahren.
Ich gebe zu diesem Polit-Spionage-Thriller eine absolute Leseempfehlung ab, fünf große Sterne.
Rezensionen von RAMAZOTTI:
Wildboden von Constantin Lieb
Historisch interessant und berührend
Der Debütroman "Wildboden", erschienen im Insel Verlag, geschrieben von Constantin Lieb, ist die Geschichte einer außergewöhnlichen toxischen Liebe einer sich vollkommen zurücknehmenden Frau zu einem egozentrischen, im tagtäglichen Zusammenleben unangenehmen Künstler, der zuerst im Ruhm dann im Absturz lebt, in einer noch dazu historisch schweren Zeit.
Das Cover im Stil des Malers gehalten, gefällt mir sehr gut, weist jedoch vorab nicht auf die Tiefen, welche diesem Roman innewohnen, hin.
Ernst Ludwig Kirchner, Maler des Expressionismus und seine Lebensgefährtin Schilling Erna leben abgeschieden in Davos in der Schweiz und kämpfen gegen verschiedenste Dämonen, Kirchner ist noch dazu schwer Morphium abhängig.
Der Erzählstil ist ein wenig eigen, ruhig, bildgewaltig, jedoch mit umso mehr Tiefgang.
In einer kraftvollen Sprache wird von Ernas schweren Depressionen und Kirchners Schaffenskraft und Ruhm sowie seinen selbstzerstörerischen Tendenzen erzählt, packend, beklemmend und den Leser nicht mehr loslassend.
Wir begleiten die beiden Hauptprotagonisten bei ihrer Hassliebe, inmitten gewaltiger Natur, die jedoch zunehmend erdrückend wird in ihrer Abgeschiedenheit.
Der Autor hat grossartige Recherchearbeit, entnommen aus Dokumenten, geleistet, entstanden ist ein autobiografisches Werk, welches - bewusst oder auch nicht - nicht alle Fragen, welche sich dem Leser stellen, beantwortet.
Ich gebe eine Leseempfehlung an alle, welche auch vor etwas schwererer Kost nicht zurückschrecken und Interesse an Politik und Kunst haben.
Rezensionen von Julchentim:
Ms Atkins und die Bibliothek der Träume von Vanessa Göcking
Ein neues Herzensbuch zum Träumen
Was für eine wunderschöne Geschichte! Ms Atkins und die Bibliothek der Träume hat mich von Anfang an abgeholt und sich für mich ganz schnell zu einem echten Herzensbuch entwickelt.
Ich mochte Amanda mit ihrer festen Ordnung, ihren Routinen und ihrer eher kontrollierten Art unglaublich gerne. Gerade ihre Entwicklung hat mir gefallen, weil sie zeigt, dass es nie zu spät ist, sich selbst zu fragen, was man eigentlich wirklich vom Leben möchte.
Auch die anderen Figuren bringen ihre eigenen Geschichten, Wünsche und Verletzungen mit. Dadurch wirken sie menschlich und ich konnte mit ihnen mitfühlen.
Vanessa Göckings Schreibstil ist flüssig, bildhaft und angenehm zu lesen. Die Bibliothek, London und dieser geheimnisvolle Ort voller Träume waren für mich eine wunderbare Kulisse, die ich sofort detailreich vor Augen hatte. Ich hätte am liebsten selbst jede Tür geöffnet und noch viel länger dort verweilt.
Besonders schön fand ich, dass die Geschichte trotz der fantastischen Idee vor allem von Menschen, Freundschaft, Verlust, Hoffnung und dem Mut erzählt, den eigenen Wünschen wieder Raum zu geben. Einige Gedanken haben mich tatsächlich dazu gebracht, über meine eigenen Träume und darüber nachzudenken, ob man im Alltag manchmal zu sehr funktioniert und dabei vergisst, was einem selbst guttut.
Das Buch hat mich emotional erreicht und am Ende mit einem richtig schönen Gefühl und Tränen in den Augen zurückgelassen.
Für mich ist dieses Buch eine wundervolle Mischung aus Magie, Gefühl und leisen Gedanken über das Leben. Eine Geschichte zum Wohlfühlen, Träumen und ein kleines bisschen Innehalten.
Ganz klare 5 Sterne und eine absolute Herzens- und Leseempfehlung!
Rezensionen von yellowdog:
Öffentlicher Nahverkehr von Thea Mengeler
Von Haltestelle zu Haltestelle
Thea Mengeler hatte viel Aufmerksamkeit für ihren ungewöhnlichen Roman Nach den Fähren bekommen und auch ihr neuer Roman hat eine besondere Energie.
Man begleitet die Protagonistin auf ihren zahlreichen Busfahrten und ihren Gedanken über andere Passagiere. Da sie oft die selben Leute sieht, bekommen diese auch eine Identität.
Sie ist offensichtlich in einer seelischen Krisensituation, da sie als ehemals erfolgreiche Influencerin sich jetzt nicht mehr in der Welt der Social Media befindet. Ein Vorfall mit ihrem Ex-Partner, der ein Video von ihr verbreitete, schickte sie in soziale Abseits. Erschreckend, wie alleine sie ist. Sie hat ihre Beziehung verloren und außer ein paar Anrufe bei ihrer Mutter anscheinend keine Kontakte mehr. Das ändert sich erst durch die Begegnung mit der älteren Rosa im Bus.
Thea Mengeler schafft es, mit den intensiven Innensichten ihrer Protagonistin deren Situation zu vermitteln. Keine kleine Leistung! Applaus für diesen Roman!
Rezensionen von Emma:
Dabei waren wir uns immer so nah von Jette Kötschau
Tolles Debüt
Das Buchcover hat mich gleich angesprochen und nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte, war mir klar, dass mir das Buch gefallen wird.
Der Schreibstil hatte eine gute Mischung von locker, ruhig und klar war daher sehr angenehm zu lesen. Im Buch wechseln sich die Perspektiven der drei Protagonisten Henri, Merle und Katharina in jedem Kapitel ab.
Normalerweise empfinde ich ständig wechselnde Perspektiven als ziemlich anstrengend, aber hier hat es total gut gepasst, weil das pacing sehr gut ist und es die Geschichte sowohl auflockert als auch spannender macht.
Die drei Protagonistinnen, die sich seit Beginn ihrer Studienzeit kennen, werden mit allen Ecken und Kanten dargestellt, einfach menschlich. Auch die Freundschaft zwischen ihnen, ein zentrales Thema im Buch, wirkt authentisch, weil sowohl die guten als auch die schlechten Seiten gezeigt werden, vor allem wie sich Freundschaften, aber auch Menschen über längere Zeit hinweg verändern.
Man fühlt mit Henri, Merle und Katharina, alle von ihnen haben mit ziemlich unterschiedlichen, manchmal auch aber überschneidenden Dingen zu kämpfen. Auch wenn sie sich ihre Freundschaft verändert hat, sie das Gefühl haben sich nicht mehr so Nahe zu sein, sind sie trotzdem miteinander verbunden. Ich denke viele von uns waren schon in einer ähnlichen Situation und können die Emotionen und Gedanken gut nachvollziehen, die die Protagonistinnen empfinden.
Eine ganz klare Leseempfehlungen für dieses tolle Debüt, nicht nur für Frauen im ähnlichen Lebensabschnitt wie die Protagonistinnen, sondern für alle, die gerne authentische, menschliche, aus dem Leben geschnittene Geschichten mögen.
Rezensionen von Shilo:
Das Haus Lorimer - Schicksalsjahre von Anne Melville
Ein würdiger Abschluss der Familiengeschichte
Als die Geschichte beginnt, scheint das Leben der Familie Lorimer noch in ruhigen Bahnen zu verlaufen. Doch dieses Gefühl hält nicht lange an. Mit dem Krieg verändert sich nach und nach alles. Beim Lesen war sehr gut zu spüren, wie aus Zuversicht Unsicherheit wird und wie jede Entscheidung plötzlich eine viel größere Bedeutung bekommt.
Besonders interessant fand ich, dass nicht nur die Ereignisse des Krieges im Mittelpunkt stehen. Erzählt wird auch, wie sich das Leben der Menschen verändert, die zu Hause bleiben. Margaret kümmert sich um die Verwundeten im Militärkrankenhaus, Kate geht ihren eigenen Weg als Ärztin. Gerade dadurch bekam die Geschichte für mich viele persönliche Seiten, die glaubhaft wirkten.
Immer wieder gab es Szenen, in denen gar nicht viel passierte und die trotzdem lange im Kopf geblieben sind. Ein Gespräch, ein Blick oder das Warten auf Nachrichten haben oft mehr ausgedrückt als große Worte. Solche Momente haben die Figuren für mich greifbar gemacht.
Gut gefallen hat mir auch, dass die Geschichte niemanden zum Helden macht. Jeder trägt seine Sorgen auf seine eigene Weise. Manche geben nicht auf, andere stoßen an ihre Grenzen. Das wirkte ehrlich und hat gut zu der Zeit gepasst, in der die Handlung spielt.
Die Seiten haben sich ruhig lesen lassen, auch wenn immer wieder schwierige Ereignisse ihren Platz haben. Es gibt traurige Augenblicke, aber auch kleine Hoffnungen, die zeigen, dass das Leben selbst in schweren Zeiten weitergeht. Diese Mischung hat die Lektüre für mich getragen.
Für mich ist dieser dritte Band ein gelungener Abschluss der Reihe. Viele Handlungsfäden finden ihren Platz, ohne dass alles zu glatt oder zu einfach wirkt. Am Ende blieb das Gefühl zurück, die Familie über einen langen Abschnitt ihres Lebens begleitet zu haben. Gerade deshalb fiel der Abschied ein wenig schwer.
5 Sterne.
Rezensionen von Shilo:
Ein neuer Morgen im kleinen Haus am Strand von Rachel Hanna
Wenn das Leben neue Pläne macht
Julie hat sich ihr kleines Haus am Strand nicht einfach ausgesucht. Es ist der Ort, an dem sie nach allem, was hinter ihr liegt, noch einmal neu anfangen möchte. Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass endlich etwas Ruhe eingekehrt ist. Umso schneller wird klar, dass das Leben andere Pläne hat. Kaum scheint alles in die richtige Richtung zu gehen, steht das Unerwartete schon wieder vor der Tür.
Besonders gern habe ich die Abschnitte mit Dixie gelesen. Die Rückkehr ihres Sohnes bringt vieles durcheinander und man spürt, dass niemand so recht weiß, wie er mit dieser Situation umgehen soll. Es gibt keine schnellen Antworten und genau das hat für mich gut gepasst.
Julie versucht immer wieder, für ihre Familie da zu sein. Gleichzeitig merkt sie, dass ihre Töchter ihre eigenen Entscheidungen treffen müssen, auch wenn sie manches anders machen würden. Diese Momente kamen ganz ohne großes Drama aus und wirkten gerade deshalb ehrlich.
Auch Dawson spielt wieder eine wichtige Rolle. Zwischen ihm und Julie passiert nichts Hals über Kopf. Beide gehen vorsichtig miteinander um und lassen sich Zeit. Das machte ihre gemeinsame Geschichte angenehm zu lesen.
Die kleine Küstenstadt ist diesmal wieder ein Ort, an den man gern zurückkehrt. Die Menschen kennen sich, reden miteinander und helfen sich, wenn es nötig ist. Das zieht sich durch das ganze Buch und gibt vielen Szenen eine ruhige Stimmung.
Nicht jede Entwicklung hat mich überrascht. Manche Dinge waren schon früh zu erahnen. Das hat mich aber kaum gestört, weil für mich nicht die Spannung im Mittelpunkt stand. Viel wichtiger war zu sehen, wie die Figuren mit dem umgehen, was auf sie zukommt.
Nach den letzten Seiten hatte ich das Gefühl, Julie und die anderen ein gutes Stück begleitet zu haben. Es ist keine Geschichte, die von großen Wendungen lebt. Für mich waren es eher die vielen kleinen Augenblicke, die im Gedächtnis geblieben sind. Wer den ersten Band mochte, wird sich auch hier schnell wieder zurechtfinden und vertraute Gesichter wiedersehen.
4 Sterne.
Rezensionen von Marie aus E.:
Halbwach von Sophia Como
Redundant
Es geht um Zoe, Schriftstellerin mit einem Bestseller und unter Wiederholungsdruck.
Dumm nur, dass das ausgerechnet im Genre Lovestory ist, denn damit hat Zoe so gar nichts am Hut.
Unverbindlich Spaß haben ja, aber bloß keine feste Beziehung.
Als sie Mael kennenlernt, scheint er das perfekte Match zu sein.
Auch er will nichts Festes, perfekt. Oder doch nicht?
Anfangs hat mir das Buch richtig gut gefallen. Zoe ist mir sofort sympathisch gewesen und ihre Einstellung erfrischend anders. Ihr Freundeskreis hingegen blieb seltsam blass.
Mit der Zeit fand ich das Buch dann allerdings ermüdend, die immerwährende Abfolge von Party und unverbindlichem Dating, naja.
Außerdem hat das Buch eine ganz andere Richtung genommen. Familiäre Verletzungen und einen gewandelten Blick auf Beziehungen bestimmten dann den weiteren Verlauf.
Das fand ich schade, denn letztlich war Zoe doch nicht die Frau, die ich anfangs kennengelernt habe und die es in der Literatur wohl eher nicht gibt.
Die familiären Hintergründe haben mich leider auch nicht interessiert, das war mir viel zu breit ausgeführt.
Mein Fazit: guter Schreibstil, Handlungsverlauf war nicht meins.
Rezensionen von Claudia H.:
The Fix-up von Tarah DeWitt
So ist das Leben
Worum es geht:
Als Teenager hatten LaRynn und Deacon einen heißen Sommerflirt miteinander. Den beide jedoch mit einem verletzten Herz zurücklässt. 10 Jahre später erben LaRynn und Deacon zusammen ein baufälliges Haus. Um an Geld zu kommen, gehen beide eine Fake-Ehe miteinander ein. Fortan leben sie zusammen in dem Haus, renovieren es gemeinsam und gehen sich gegenseite auf die Nerven.
Nach und nach kommen sie sich wieder näher und finden es auch richtig schön. Doch da steht noch so viel zwischen ihnen.
Mein Fazit:
Ich habe die Story als sehr weich und herzlich empfunden. Die Story wird aus abwechselnd aus der Sicht von LaRynn und Deacon erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. Beide Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Teilweise wird die Story auch aus der Vergangenheit erzählt, wobei ich hiervon eigentlich gerne mehr erfahren hätte. Das war mir dann doch zu abgehackt. LaRynn und Deacon machen immer einen Schritt aufeinander zu und dann wieder 2 Schritte zurück. Das hat die Story langatmig gemacht.
Wer Lust auf Romantik und Entschleunigung hat, für den ist das Buch auf jeden Fall etwas. Ich vergebe sehr gute 3 Sterne.
Rezensionen von askyfullofpages:
Die zweitgrößte Liebe von Ruth-Maria Thomas
Wenn Erwartungen auf die Realität treffen
[Unbezahlte Werbung | Rezensionsexemplar]
Beziehung.
Liebe.
Identität.
Ich habe mich sehr auf „Die zweitgrößte Liebe“ von Ruth-Maria Thomas gefreut, weil mich ihr vorheriger Roman sehr begeistert hat. Umso höher waren vermutlich meine Erwartungen und genau deshalb konnte dieses Buch sie leider nicht ganz erfüllen.
Während des Lesens habe ich mich immer wieder gefragt, worauf die Geschichte hinauswill und was sie mir eigentlich sagen möchte. Obwohl die zentralen Themen durchaus erkennbar sind, hat mich der Roman emotional leider nicht so erreicht, wie ich es mir erhofft hatte. Ich mag Geschichten, die mich tief berühren und bei denen ich mit den Figuren mitfühle. Genau das hat mir hier während des Lesens gefehlt.
Interessanterweise gefällt mir das Buch im Nachhinein besser, als während des Lesens. Mit etwas Abstand sehe ich manche Aspekte anders und kann mehr mitnehmen, als noch während der Lektüre. Trotzdem hat mich die Geschichte insgesamt nicht so gepackt wie erwartet.
Keine Frage, das ist Jammern auf hohem Niveau, denn der Schreibstil ist nach wie vor sehr gut, auch wenn ich mir bei den Charakteren etwas mehr Tiefe gewünscht hätte.
Ein großes Kompliment geht an Lili Zahavi. Das Hörbuch ist hervorragend eingesprochen und hat mir trotz der angesprochenen Kritikpunkte ein sehr angenehmes Hörerlebnis beschert.
Vielen Dank an den Argon Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon selbstverständlich unbeeinflusst.











