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Rezensionen von libraryoflaura:

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FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister

Ein Zug. Fünf Menschen. Wer sterben soll, entscheidest du!

WORUM GEHT ES?
Stell dir vor, du stehst an einem ganz normalen Morgen am Bahnsteig. Der Wind peitscht, der Boden vibriert bereits, die blendenden Scheinwerfer des Herannahenden Zuges sind schon zu sehen, und auf den Schienen liegt ein Mensch. Mit dir am Bahnhof, fünf andere Menschen. Ein schreiendes Kind, eine verzweifelte Mutter, ein egoistischer Geschäftsmann, eine alte Frau und ein Spieler am Abgrund.

In wenigen Sekunden wird einer von ihnen tot sein. Aber wer? Wem von diesen Menschen wünschst du das Überleben, und wem den Tod?

WAS MIR GUT GEFIEL:
- Geniale Kapitelstruktur: Es gibt insgesamt nur 10 Kapitel. 5 davon spielen in extremer Zeitlupe direkt am Bahnsteig, die anderen 5 widmen sich ausführlich jeweils einer der Personen. Immer wenn die Spannung am Gleis kurz vor dem Überkochen ist, und man verzweifelt wissen will, wer stirbt, katapultiert einen das Buch mitten in das Leben einer dieser Figuren. Du wirst gezwungen, all ihre Abgründe, Fehler und Geheimnisse kennenzulernen, nur um am Ende selbst in der Richterrolle zu stecken und dich zu fragen, wer von ihnen das Überleben am ehesten verdient hat.
- Der ultimative Mindfuck: Das absolute Highlight ist die Stimme im Buch, die einen als Leser immer wieder direkt anspricht. Sie durchbricht die vierte Wand, hinterfragt eiskalt deine eigenen Gedanken und provoziert dich pausenlos. Sie spürt genau, welche Vorurteile du im Kopf hast, und manipuliert deine Wahrnehmung so geschickt, dass du dich selbst dabei erwischt, wie du deine Meinung über die Figuren alle paar Seiten komplett über den Haufen wirfst.
- Erschreckend nah am echten Leben: Das Buch zeigt eine alltägliche Situation, die jedem von uns passieren könnte, und hält uns irgendwie auch den Spiegel vor. Wie oft verurteilen wir Fremde im Vorbeigehen? Jeder trägt seine ganz eigenen Laster. Extrem nah ging mir auch die Reaktion der Welt nach dem Unglück. Während manche ihr Beileid bekunden, beschweren sich andere auf Social Media egoistisch über Zugverspätungen und Ticketpreise.
- Atmosphäre zum Greifen nah: Ich habe mich gefühlt, als stünde ich selbst starr vor Schock an diesem Bahnsteig, völlig überfordert von den Ereignissen um mich herum.
- Meisterhafte Charakterzeichnung: Jede einzelne Figur ist bis ins kleinste, intimste Detail ausgearbeitet. Man lernt ihre dunkelsten Abgründe und verletzlichsten Seiten kennen, was die finale Entscheidung am Ende nur noch emotionaler und schwerer macht.

WAS MIR WENIGER GUT GEFIEL:
- Die Kapitellänge ist Geschmackssache: Bei 320 Seiten gibt es insgesamt nur 10 Kapitel. Für mich persönlich waren die Abschnitte manchmal einen Ticken zu lang gestreckt, aber das tut der riesigen Spannung letztlich kaum einen Abbruch.

FAZIT:
Dieses Buch ist der perfekte, nervenaufreibende Snack für zwischendurch. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es an nur zwei Abenden durchgesuchtet, weil dieser unerträgliche Sog am Bahnsteig mich einfach nicht losgelassen hat.
Wer Lust auf ein beklemmendes Gedankenexperiment, tiefgründige Charaktere und ein schonungsloses Verwirrspiel mit der eigenen Moral hat, MUSS dieses Buch lesen!

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FIVE - Das Ticken der Zeit

Rezensionen von Ele:

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Die Bluthochzeit von Wolf Hector

Die Zerstörung Magdeburgs

Die Bluthochzeit, historischer Roman von Wolf Hector, 540 Seiten, erschienen im Ullstein-Verlag-
Der Fall Magdeburgs im 30jährigen Krieg
1930 wird die protestantische Stadt Magdeburg von den kaiserlichen Truppen belagert. Der Magistrat hat ein Bündnis mit den Schweden geschlossen. Die eigensinnigen Bürger, wollen sich nicht ergeben, weil sie auf Hilfe des König Gustav Adolf II.

von Schweden warten. Doch die rettenden schwedischen Truppen lassen auf sich warten. So gelingt es dem geharnischten Mönch, Graf von Tilly, Magdeburg zu stürmen. Zwischen den Fronten ein Liebespaar, Teresa Werdenhagen und Caspar Ludolf Steinmann. Deren Schicksal eng mit dem der Stadt verbunden ist.
Das Buch besteht aus 60 überschaubaren Kapiteln, die mit Ort und Datum, sowie mit einem, das Kapitel zusammenfassenden Titel überschrieben sind. Das Gesamtwerk teilt sich in drei Bücher. Die Erzählform ist auktorial, ich finde es die hier sinnvollste Stilform, denn der Leser kann die Geschichte von allen Seiten und aus der Sicht aller Figuren genießen. W. Hector, schreibt mitreißend, sehr bildhaft, und historisch einwandfrei, Kleinigkeiten die Zeitlich angepasst wurden, sind genannt. Der Autor kann auch Romantik, dass hat er in den einzelnen Liebeszenen bewiesen, selten habe ich dermaßen ästhetische Szenen gelesen, alles klar vorstellbar und kein bisschen zum Fremdschämen. Etwas Besonderes, dieses Buch beginnt mit dem Ende, das ja auch jederzeit in den Geschichtsdokumenten eingesehen werden kann, es wird also nichts vorweggenommen.
Die Zeittafel, das Personenverzeichnis (fiktive Personen mit * markiert) auf den ersten Seiten und das Glossar auf den letzten Seiten habe ich anfangs des Öfteren zu Rate gezogen. Dieser Roman ist es wert langsam und bedächtig gelesen zu werden, die vielen Charaktere und ihre Zugehörigkeit machen dies nötig. Ab der Hälfte geht es flüssig voran und das dritte und letzte Buch habe ich mit Spannung inhaliert. Ein Buch wie für mich, die Begebenheiten und Kämpfe im 30jährigen Krieg faszinieren mich schon immer, jetzt habe ich über den Fall Magdeburgs so viel erfahren, ich kann dem Autor nur eine gründliche Recherche bestätigen. Die einzelnen Figuren sind fundiert beschrieben, sie handeln nachvollziehbar und sind authentisch. Etwas Mystik, durch die Seherin Edita und Bruder Sebastian ist auch dabei, dies hat meine Fantasie beflügelt. Es fügt sich gut ins Buch und ich habe jedes Wort gefühlt. Die historische Stadtansicht ganz zu Beginn hat mir ebenfalls gefallen, man kann sich gut vorstellen was für eine prächtige Stadt Magdeburg war, macht auch das Setting nachvollziehbar. Mit Interesse habe ich auch das Nachwort des Autors zur Kenntnis genommen, weitere Einblicke werden dadurch gewährt.
Schon lange habe ich keinen so schönen historische Roman mehr gelesen, bei dem Fakten und Fiktives so gelungen zusammengefügt waren. Die beigefügte Liebesgeschichte habe ich genossen, ohne Weiteres hätte dies ein Detail zu dieser Zeit, an jenem Ort gewesen sei können. Die historischen Figuren, waren sehr interessant, besonders gelungen die Beschreibung von Tilly und auch Domprediger Bake. Fasziniert haben mich vor allem, die starken Frauen im Roman, Teresa sowie Sabina, ein Leichtes sich in sie hineinzuversetzen. Noch viele weitere bemerkenswerte Figuren wären, Ludolf, sein Vater, Balthasar oder auch Nikola von Kalovac. Nur einen fand ich richtig mies, von Falkenberg den Hofmarschall des schwedischen Königs. Einen Vater wie ihn Teresa hatte, wünscht man sich wohl auch nicht.
Ich fand diesen Roman grandios, ich wurde bestens unterhalten und habe weitere Erkenntnisse über das Geschehen im 30jährigen Krieg erhalten. Ich habe mich am Buch erfreut und gebe gerne eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

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Die Bluthochzeit

Rezensionen von Ulla:

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Strandopfer von Frank Goldammer

Vorurteile und Misstrauen

In Mistroy nahe Swinemünde an der polnischen Ostseeküste wird ein toter Mann entdeckt. Der Ermordete gehört zu einer Gruppe, die regelmäßig in einer Villa Urlaub machen. Darunter ist auch ein Mitarbeiter des deutschen Innenministeriums so dass das BKA Lena Schulte dem ermittelnden polnischen Kommissar Adam Krawczyk zur Seite stellt.

Lena stammt aus einem Dorf nahe der Grenze, wuchs auf mit einem alkoholkranken Vater und Großeltern, denen sie nur eine Last war. Ihr Freundeskreis bestand aus Neonazis. Dieses Gedankengut hat sie immer noch nicht abgelegt, die misstraut den polnischen Behörden, zweifelt die Richtigkeit von Übersetzungen an und gerät immer wieder mit Adam aneinander, der seinerseits selbst Probleme mit sich herumträgt. Bei der Befragung der Urlaubergruppe deuten sich Ungereimtheiten und ein seltsames Verhalten an, besonders als sie hören, das die 10-jährige Luisa verschwunden ist und dies erst viele Stunden später entdeckt wurde. In dieser Gruppe scheint jeder etwas zu verschweigen. Die beiden Ermittler stolpern von einer Nachlässigkeit und einem Fehler in den nächsten, sie beleidigen sich gegenseitig und trauen dem anderen nichts zu. Leider ist das der Hauptbestandteil der Handlung, zusätzlich ist die Krimihandlung bis zur Auflösung des Falles recht unglaubwürdig.
Frank Goldammer kenne ich als einen guten Autor, diesen Kriminalroman jedoch kann ich nicht empfehlen.

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Strandopfer

Rezensionen von Tara:

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Der Einsiedlersommer von Anne Sverdrup-Thygeson

Hier wird Naturliebe spürbar

„Der Einsiedlersommer“ ist der Debütroman der norwegischen Autorin, Biologin und Professorin für Naturschutzbiologie Anne Sverdrup-Thygeson.

Die 33-jährige Biologin Eva hat sich nach einem schweren Verlust aus Oslo gemeinsam mit ihrem Hund Orca nach Vestfold zurückgezogen. Dort will sie den in Europa nahezu ausgestorbenen Eremitenkäfer aufspüren.

Ihr Partner Eirik ist in Oslo geblieben und verletzt, dass Eva den Sommer ohne ihn verbringen will und nichts von ihren Plänen erzählt hat.
In Vestfold trifft Eva auf die 76-jährige Einsiedlerin Olga. Ein Bergbauunternehmen will auf ihrem Grundstück einen Steinbruch einrichten. Olga sieht dadurch die Erinnerungen an ihre Familie bedroht und will dies verhindern. Ausgerechnet auf ihrem Grundstück stehen auch die ältesten Eichen, bei denen Eva den Käfer vermutet.

Mit Eva und Olga hat die Autorin zwei sehr unterschiedliche Protagonistinnen erschaffen. Eva ist aufgeschlossen, steckt voller Energie und Leben, kämpft aber gerade mit dem Verlust ihres Sohnes, der tot zur Welt gekommen ist. Sie braucht Abstand.
Olga ist eigenbrötlerisch, sehr verschlossen und hadert mit ihrer Vergangenheit. Aber eines haben die beiden Frauen gemeinsam. Beide lieben die Natur und sind bereit, sich für diese einzusetzen.
Während mir Eva auf Anhieb sympathisch war, hat es bei Olga ein wenig länger gedauert bis ich auch sie ins Herz geschlossen hatte. Die Freundschaft zwischen den beiden wächst langsam, entwickelt sich dadurch tief und intensiv.

Anhand der Protagonistinnen und den Beschreibungen der Natur merkt man hier auf jeder Seite wie wichtig auch der Autorin die Pflanzen, die Tiere und unsere Umwelt ist. Sie greift viele wichtige und aktuelle Themen auf. Es geht um das Artensterben, Naturschutz, profitgierige Unternehmen, Artenvielfalt, Klimawandel und verbindet diese mit gesellschaftlich Relevantem, so dass auch Trauer, Schmerz, Familie, das Loslassen und Heilung ihren Raum bekommen.

Der Handlungszeitraum umfasst gerade einmal drei Monate, die hier dicht und atmosphärisch beschrieben werden.

Wer die Beschreibungen der norwegischen Natur liebt, sich für aktuelle Themen interessiert, Romane über Freundschaften mag oder auch einfach nur staunen möchte wie bedeutsam ein kleiner Käfer sein kann, der liegt mit diesem Buch richtig.

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Der Einsiedlersommer

Rezensionen von Anno:

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Die spannende Welt der griechischen Sagen von Ursel Scheffler

Bereits für Kinder gut geeignet

Ich war auf der Suche nach einem Buch der griechischen Mythologie, das in seiner Erzählweise auch bereits von Kindern verstanden werden kann, und bin auf dieses gestoßen. Die Erzählungen werden hier etwas vereinfacht dargestellt, verlieren aber dabei nicht an Aussagekraft. Wichtige Fakten und auch die umfangreiche Zahl an Protagonisten und Zusammenhänge blieben, falls nötig, erhalten und man ist auch weiterhin beschäftigt einiges für sich einzuordnen, doch das hat die Mythologie eben so an sich.

Ich finde dieses Buch jedenfalls sehr gelungen, interessant geschrieben und auch wirklich bereits für ältere Grundschulkinder geeignet. Wobei hier natürlich keine Altersbegrenzung nach oben vorhanden ist.
Im Buch befinden sich auch farbige Illustrationen, die jedoch eher den Text begleitend dargestellt werden und nur vereinzelt mehr Raum für sich beanspruchen. Sie reichen aber durchaus aus um sich ein Bild der Erzählung machen zu können und sind zudem noch sehr schön anzusehen. Text und Bild sind, nach mein Empfinden, sehr gut auf die Bedürfnisse junger Leser abgestimmt. Und entsprechend positiv war auch die kindliche Reaktion auf dieses Werk.

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Die spannende Welt der griechischen Sagen

Rezensionen von Baerbel82:

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Red Star Down von D. B. John

Die Welt am Abgrund


„Red Star Down“ von D.B. John ist die Fortsetzung von „Stern des Nordens“ aus dem Jahr 2019. Ein packender Spionagethriller, den ich gern gelesen habe.
Im Mittelpunkt stehen die CIA-Agentin Jenna, die wir bereits aus dem Vorgänger kennen, Ljoscha, ein Moskauer Student und Eric, ein nordkoreanischer Spion.

Die Geschichte spielt in den Jahren 2017/ 2018. Donald Trump ist zum ersten Mal Präsident der Vereinigten Staaten. In Russland ist Wladimir Putin Präsident und in Nordkorea herrscht Kim Jong-un.
„Red Star Down“ ist spannend und unterhaltsam. Ein Mix aus Fakten und Fiktion. Erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven. Exotische Schauplätze, Macht und Verschwörung, das sind die Zutaten für diesen rasanten Thriller.
Die Figurenzeichnung ist gut gelungen. Jenna hat eine Zwillingsschwester, die an einem Südkoreanischen Strand entführt wurde und nach zwölf Jahren von Jenna in einer spektakulären Aktion befreit werden konnte.
Ljoscha hatte Putin live im Fernsehen herausfordert und bekommt nun seine Rache zu spüren. Sein Vater, ein russischer Spion und Doppelagent, stirbt fast zeitgleich in Washington.
Eric ist der einzige Absolvent des sogenannten Saat-Programms, der es in die USA, bis ins Weiße Haus geschafft hat. Und dann ist da noch ein 16-jähriger Teenager, der sich Stephen nennt…
Die drei Hauptfiguren gehen auf ihre jeweils eigene Art und Weise mit Spionage, politischen Intrigen und Verrat um. Es bleibt abzuwarten, wem sie sich zuwenden werden, während sich die Lage dramatisch verändert.
Das Ende rundet die Geschichte gelungen ab und lässt gleichzeitig Raum für einen dritten Band.

Fazit: Globaler Spionagethriller, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat.

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Red Star Down

Rezensionen von Harakiri:

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Canvas (Cryptos, Band 2) von Ursula Poznanski

Fesselnd

Oh je, Laurenz ist aus seiner Gefängniskapsel ausgebrochen! Jana schwant Fürchterliches. Und so kommt es auch: die Vernichtung der virtuellen Welt steht immer noch auf seinem Plan. Und Jana ist weitgehend auf sich allein gestellt. Sie weiß nicht, wem sie noch vertrauen kann. Und was ist eigentlich mit Theo los?
Canvas ist zwar ein Jugendbuch, aber auch ich als Erwachsene hatte viel Spaß beim Lesen.

Die Autorin entführt uns erneut in eine Zukunft, in der virtuelle Welten den Alltag der Menschen bestimmen, weil das Bewohnen der Erde unmöglich geworden ist. Das Buch ist eine Fortsetzung von „Cryptos“ , kann aber unabhängig davon gelesen werden.
Jana begibt sich in Gefahr, was zum Mitfiebern einlädt. In der zweiten Hälfte des Buches locken einige Rätsel zum Mitraten und mich hat sehr begeistert, wie umfang- und detailreich die virtuellen Welten geschildert werden.
Das Buch verbindet Spannung mit aktuellen Themen wie Klimawandel und regt zum Nachdenken an. Die kurzen Kapitel sorgen für einen schnellen Lesefluss und die Erzählweise der Autorin weiß wieder zu begeistern. Zudem finden sich einige Wendungen im Buch, mit denen man nicht gerechnet hätte.
Fazit: Wieder gelingt es Poznanski, den Leser zu fesseln. Ob jung oder alt spielt hier keine Rolle – das Buch eignet sich für Leser ab 14.

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Canvas (Cryptos, Band 2)

Rezensionen von Snookie:

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FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister

Fünf Schicksale, fünf Minuten, viele entscheidende Momente

„FIVE – Das Ticken der Zeit“ spielt an einem Bahnsteig. Dort wird eine Person innerhalb weniger Minuten sterben. Wir haben hier fünf Hauptfiguren: Emma, Gideon, Liam, Sonny und Mrs Worth. Die Charaktere könnten nicht unterschiedlicher sein. Jeder hat seine eigenen Sorgen, Geheimnisse und Probleme.

Gerade das finde ich sehr spannend und macht die Geschichte erst interessant.

Wir erleben im Buch die Geschichte immer abwechselnd auf dem Bahnsteig und dann aus der Perspektive einer Person. Dadurch lernen wir die Hintergrundgeschichte der Protagonisten kennen. Durch den tieferen Einblick bekommt man oft ein anderes Bild von ihnen, da sie so sind, wie ihre Vergangenheit und ihre Erfahrungen sie geformt haben. Alles hat zwei Seiten, manchmal ist nicht alles nur schwarz oder weiß. Die Charaktere bekommen durch diese Einblicke mehr emotionale Tiefe. Allerdings finde ich, dass nicht jede Figur gleich viel Tiefe erhält.

Durch die Geschichten wird der Blick auf die Charaktere immer wieder verändert. Menschen, die ich anfangs unsympathisch fand, konnte ich später besser verstehen, während andere immer mehr unangenehme Seiten zeigten. Das Buch zeigt auch, wie schnell wir Menschen verurteilen, ohne ihre Geschichte zu kennen. Die Meinung, die wir uns über Menschen bilden, beruht zunächst nur auf dem ersten Eindruck, und der kann oft auch täuschen. Aber genau dies macht die Geschichte nahbar, realistisch und menschlich.

Dadurch, dass man von Anfang an weiß, dass eine Personen am Bahnsteig innerhalb der nächsten fünf Minuten sterben wird, wird eine unglaubliche Spannung erzeugt. Man versucht ständig herauszufinden, wen es treffen wird und wie die einzelnen Schicksale miteinander verknüpft sind. Dennoch geht es nicht nur darum, den Ausgang der Geschichte zu erfahren, sondern auch um die Menschen selbst. Zudem wird mit den eigenen moralischen Vorstellungen gespielt. Ordnet man jemanden als gut oder böse ein? Oder hat es überhaupt jemand mehr verdient zu sterben als ein anderer?

Selten hat mich die Grundidee eines Romans so schnell in den Bann gezogen. Schon nach der Leseprobe war für mich klar, dass ich das Buch lesen muss. Besonders begeistert hat mich der ungewöhnliche Erzählstil, der den Leser direkt anspricht, Fragen stellt und ihn in moralische Bedrängnis versetzt. Leider blieb der Erzählstil nicht über das gesamte Buch hinweg bei dieser direkten Ansprache des Lesers, obwohl die Leseprobe für mich diesen Eindruck vermittelt hat.

Insgesamt ist das Buch ein ungewöhnlicher und origineller Spannungsroman mit spannenden, interessanten und unterschiedlichen Charakteren. Es steht nicht nur der Thrill am Bahnsteig im Mittelpunkt, sondern auch die persönliche und individuellen Geschichten der Protagonisten. Das Buch hat mich gut unterhalten und gleichzeitig zum Nachdenken angeregt.

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FIVE - Das Ticken der Zeit

Rezensionen von Harakiri:

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Revenge - Du sollst flehen von S.T. Abby

Lanas Rachefeldzug geht weiter

Lana lässt sich durch nichts von ihrem Rachefeldzug aufhalten. Nicht einmal durch ihre Liebe zu Logan – der den Serienkiller jagt, der sie selbst ist.
Das Buch beginnt da, wo Band 2 aufgehört hat. Jedenfalls fast. Der Cliffhanger wird sehr schnell aufgelöst. Leider fehlen diesem Band die spritzigen Dialoge zwischen Lana und Logan.

Brisanz erhält das Buch aber durch die Tatsache, dass jemand Lana auf die Schliche kommt.
Ich war vom ersten Band an geflasht von der Reihe: die Schreibweise der Autorin, die Handlung an sich und vor allem auch davon, dass die Story mal etwas gänzlich anderes, Neues ist. Es verwundert schon, dass man Sympathie für eine Serienmörderin entwickelt, aber man erfährt auch wieder mehr aus Lanas Vergangenheit und warum sie tut, was sie tut. Die Welt ist eben nicht nur Schwarz-Weiß.
Mind*f**k* ist eine Reihe, die einfach süchtig macht. Durch Zufall auf die Reihe gestoßen (Buchhandlung) und hängen geblieben.
Leider sind die Bände jeder für sich immer sehr kurz und jetzt heißt es bis Oktober warten, bis „Pain – Du sollst leiden“ erscheint.
Fazit: jetzt muss ich wohl Türkisch lernen, weil es Band 4 und Band 5 noch nicht auf Deutsch gibt.

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Revenge - Du sollst flehen

Rezensionen von Anno:

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Wem gehört die Welt? von Julia Knop

Das hat Durchschlagskraft

Uiii, uiii, uiii. Dieses Buch hat bei uns, im positiven Sinne für mächtig Gesprächsstoff gesorgt. Denn es ist kein Buch, dass trocken erklärt, nein es beschreibt sehr bildlich und altersgerecht und es stellt dazu noch Fragen, die Kinder dazu bringen selbst nachzudenken und sich eine Meinung zu bilden.

Und darüber, und das liebe ich sehr, haben wir uns eben doch recht eingehend unterhalten. Denn so schwarz-weiß ist die Welt oft gar nicht. Immer wieder brach dabei sogar auch der Drang durch von persönlichen Beispielen zu erzählen und diese neu einzuordnen. Und man merkte auch deutlich wie es in diesem jungen Hirn dabei ratterte, wie es das Gelernte aufgesogen wurde und ein begreifen einsetzte . Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber dieses Buch bewegt tatsächlich einiges. Es ist keines, dass man nur stupide und ganz nebenbei (vor-)liest, es animiert richtig schön sich auch mit den geschilderten Sachverhalten auseinandersetzen- auch mit welchen, über die sich mein Kind nie zuvor größere Gedanken gemacht hatte. Und dann, dann kam dieses Buch. Und ich als Mutter bin wirklich dankbar dafür. Ich empfehle aber auch aufs Bauchgefühl zu hören und selbst abzuschätzen ob eigene Kind mit den darin enthaltenen Themen bereits umgehen kann. Denn manche Gedanken lassen einen nicht mehr so rasch los. Das empfohlene Alter von 8 Jahren fand ich daher teilweise etwas niedrig angesetzt.

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Wem gehört die Welt?