Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Miro:
Die Namen von Florence Knapp
Bear, Julian oder Gordon
Cora, ehemalige Balletttänzerin und Frau des Hausarztes, ist auf dem Weg, um ihren jüngeren Sohn am Amt anzumelden. Nun soll er endlich seinen Namen bekommen. Für den Vater steht fest, dass er Gorden heißen muss, wie die Männer in der Familie schon seit Generationen heißen. Doch Cora schwankt, denn sie möchte nicht, dass ihr Sohn wie sein Vater wird.
Bear ist der Name, den ihm seine ältere Schwester ausgesucht hat. Er ist wild, mutig und frei, aber auch kuschelig warm. Julian wünscht sich Cora für ihn, ein klingender Name der an ein Juwel erinnert und Himmelsvater bedeutet, um den Vater zu ehren. Und Gordon bedeutet großer Hügel und ist unverrückbar und bedrohlich.
In Siebenjahresschritten erfahren wir, wie es der Familie ergeht, je nach Entscheidung die getroffen wurde. Wie viel Mut hat Cora aufgebracht, um sich gegen ihrem Mann zu stellen bzw. wie weit unterwirft sie sich seinen Wünschen und Befehlen.
Allen drei Wegen liegt eine Menge Drama inne, aber auch eine Menge an Freude und Glück. Es gibt immer eine Entwicklung und was anfangs als richtig erscheint, erweist sich nicht zwingen als die beste aller Möglichkeiten. Florence Knapp spielt hier sehr stark mit den Graustufen des Lebens und lässt es am Ende scheinen, als wäre jedem Menschen ein gewissen Quantum an Glück vorherbestimmt. Der eine verbraucht es früher, der andere eben später in seinem Leben.
Mich konnte die Autorin mit diesem Buch restlos begeistern. Sie hat mich gleich am Anfang gepackt, denn die Auswirkungen der Entscheidung bei der Namensfindung, nehmen direkt Einfluss auf das weitere Leben. Und die späteren Wendungen halten den Roman bis zum Ende spannend. Viel kann hier leider nicht verraten werden, um nicht zu spoilern, aber ein ist klar: Florence Knapp werde ich mir merken und ich freue mich auf ihr nächstes Buch!
Rezensionen von Nele33:
Kalt wie die Luft von Ørjan N. Karlsson
toller Auftakt
„Kalt wie die Luft“ von Ørjan Nordhus Karlsson ist ein skandinavischer Thriller um den Hauptkommissar Jakob Weber und sein Ermittlerteam und gleichzeitig der Auftaktband zu einer vielversprechenden Reihe.
Schon der Prolog deutet an, dass es sich hier um einen Thriller mit hohem Spannungspotential handelt.
Neu ins Team von Jakob Weber kommt die junge Noora Yun Sande, die von Oslo nach Bodø versetzt wurde. Sie ist ambitioniert, doch trägt auch ein Geheimnis mit sich herum, welches im Laufe der Geschichte gelüftet wird.
Als die 19-jährige Iselin Hanssen auf ihrer Laufrunde spurlos verschwindet, reagieren die Ermittler aufgrund von Druck äußerst schnell. Der Autor versteht es von der ersten Minute an eine hohe Spannung aufzubauen und schafft so eine beklemmende Atmosphäre. Es werden viele Befragungen durchgeführt, doch irgendwie scheint jeder etwas zu verheimlichen und das Team kommt trotz Zeugenaussagen nicht wirklich weiter.
Als kurz darauf eine junge und sehr bekannte Influencerin verschwindet läuten bei den Zuständigen alle Alarmglocken (handelt es sich um einen Serientäter?), der Druck von ganz oben wird ziemlich hoch. Das Team ermittelt an unterschiedliche Stellen auf Hochtouren.
Wow, was für ein einstieg in neue skandinavische Serie. Sie hat mich von der ersten Seite an durchweg bis zum Ende gefesselt. Die Protagonisten sind charakterlich toll skizziert, das Privatleben existiert, nimmt aber zum Glück nicht zu viel Raum ein.
Selten habe ich mich so auf die Fortsetzung gefreut wie bei diesem Buch. Eine klare Empfehlung für Fans von skandinavischen Thrillern, die auch durch die Umgebungsbeschreibungen eine düstere Stimmung verbreiten.
Rezensionen von Neobook:
Weil sie lügt von Caroline Seibt
Mega spannend
Den Thriller Weil sie lügt von Caroline Seibt fand ich sehr spannend und habe ihn in kürzester Zeit weggelesen.
Annas große Schwester Juli ist spurlos verschwunden und der Vater wird verdächtigt und sitzt in Untersuchungshaft. Anna ist von seiner Unschuld überzeugt und sucht verzweifelt nach dem Täter.
Es wird aus zwei Perspektiven berichtet, aus Annas Sicht und aus der von Katharina, der leitenden Ermittlerin.
Den Schreibstil fand ich gut zu lesen und der Plot ist äußerst spannend aufgebaut. Am Anfang fand ich die Sorge um den kleinen Bruder, der vor der psychisch schwer mitgenommenen Mutter vernachlässigt wird, sehr bewegend. Die Spannung zieht dann gut an und einige Wendungen sind wirklich überraschend.
Ein, zwei Dinge haben sich am Ende für mich nicht ganz schlüssig erklären lassen. Aber egal! Mir hat der Thriller sehr gut gefallen und war für mich ein richtig spannender Pageturner!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska
Solide Unterhaltung
Lektüre für unbeschwerte, laue Sommerabende an denen man lesen möchte, dass das Gute im Menschen siegt. Die Geschichte ist nicht ganz klischeefrei, aber definitiv frei von Kitsch. Die Charaktere der Figuren sind greifbar und authentisch. Leicht lesbar, ist es eine kurzweilige Lektüre mit ernstem Hintergrund.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Restsommer von Kea von Garnier
Sommervibes
Sehr plastisch, sehr sensibel und absolut glaubhaft wird hier von der Selbstfindung Dominiks erzählt. Das Leben ist mit 16 kein Honiglecken. Wie kann man sich gegen die Erwartungen der Familie wehren? Einerseits spiegelt das Buch die Leichtigkeit des Sommers eines 16jährigen wider, andererseits zeigt es, dass dieses 'unbeschwerte' Leben in diesem Alter doch nicht so einfach ist, wie wir meinen.
Empfehlung!
Rezensionen von Anja:
West of Wicked. Folge deinem Verlangen von Nikki St. Crowe
Funke wollte nicht recht überspringen
Ein Sturm bringt Dorothy von ihrem Zuhause in Kansas in ein magisches Land. Dorothy gelingt dort das Unmögliche – sie tötet eine Hexe. Dadurch gerät sie in den Fokus verschiedener Bewohner von Oz – die einen feiern sie als Heldin, die anderen wollen sie tot sehen. Und Dorothy? Die möchte eigentlich nur nach Hause…
Kaum hatte ich das Buch begonnen, ist mir bewusst geworden, wie schlecht ich den Zauberer von Oz kenne.
Dementsprechend kann ich nicht allzu viele Vergleiche zwischen dem Original und West of Wicked ziehen.
Vom Verlag wird es angepriesen als düstere und sexy Version. Das eine mag zutreffen, über das andere lässt sich wohl streiten.
Die Geschichte wird aus zahlreichen Perspektiven geschildert, teilweise in der Ich-Perspktive, teilweise in der personalen Perspektive. Die unterschiedlichen Ereignisse an verschiedenen Orten und Gedanken der einzelnen Figuren haben mir gut gefallen. Trotz der oft kurzen Kapitel und vielen Wechsel fügen sich die Passagen problemlos zusammen.
Mit Dorothy hatte ich meine Schwierigkeiten. Verständlicherweise ist sie nach ihrer Ankunft in Oz verwirrt und überfordert. Sie sucht nach Hilfe und Unterstützung. Diese erhält sie von „der Vogelscheuche“ – einem Mann ohne Erinnerungen, den sie verletzt findet. Die zwei schließen sich zusammen und bestreiten den Weg gemeinsam. Sie haben kaum Zeit miteinander verbracht, da ist Dorothy bereits bereit, ihm blind zu vertrauen. Zudem ist er sooo gutaussehend, dass sie direkt zu schwärmen beginnt und eifersüchtig auf andere Frauen wird. Hier soll wohl der „sexy“-Teil der Umsetzung beginnen. Ich empfand Dorothys Verhalten eher als naiv und konnte die plötzlich aufkommenden Gefühle nicht nachempfinden.
Für mich hatte das Buch ein paar Längen. Gleichzeitig gibt es aber auch immer wieder spannende Momente, häufig auch aus den unterschiedlichen Perspektiven resultierend, die Absichten einzelner Figuren offen legen, und dabei gleichzeitig zahlreiche Fragen aufwerfen.
Zum Ende hin nehmen Spannung und Dramatik immer weiter zu. Einige der Wendungen habe ich nicht kommen sehen.
Allerdings bleiben am Ende auch unglaublich viele Fragen offen bzw. werden über das Buch hinweg bisher kaum welche überhaupt beantwortet.
Fazit
Die Magie und Geheimnisse sowie Intrigen und Verrat bringen Spannung in der Geschichte, die durch vorhandene Längen ausgebremst wird. Dorothys Verhalten konnte ich dabei nicht immer nachvollziehen.
Rezensionen von Anja:
Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn von Sabine Bohlmann
Grause-Chaos in der Schule
Den ersten Band um Familie Grause fand ich großartig. Band 3 kommt für mich – wie schon Band 2 – leider nicht an den tollen Auftakt heran. Wo ich Teil 1 sehr charmant und witzig fand, kommt mir manches nun zu erzwungen und abgehakt vor. Allerdings werden weiterhin wichtige Botschaften eingebaut.
Es hilft auf jeden Fall, die Vorgängerbücher zu kennen, da nicht allzu viel zu der zusammengewürfelten Familie und ihrer Punkteliste erklärt wird.
Menschenmädchen Ottilie unterstützt die übernatürliche Familie nun schon eine Weile dabei, in der menschlichen Welt wenig aufzufallen und sich anzupassen. Nun sind die Sommerferien vorbei und es geht für die Grause Kinder zum ersten Mal in die Schule. Da warten natürlich neue Stolpersteine und jede Menge andere Kinder, die sie komisch oder seltsam finden können – Begriffe, die in der Gegenwart der Familie nicht genannt werden dürfen, damit sie keine Strafpunkte erhalten. Denn bei zu vielen Punkten müssen sie ihr neues Zuhause wieder verlassen.
Tatsächlich habe ich diesmal mit Ottilie gehadert. Auch wenn sie um die „gesellschaftlich notwendige Anpassung“ der Familie bemüht war, hat sie deren Andersartigkeit immer akzeptiert und verteidigt. Diesmal lässt Ottilie sich arg beeinflussen und will anderen gefallen. Einerseits ist es zwar verständlich, dass das Mädchen, das selbst bereits Erfahrungen mit Mobbing gemacht hat, um Freundschaften und Anerkennung bemüht ist, dass sie sich aber ausgerechnet von den Mona Lisas einlullen lässt, die sie bisher nicht sehr nett behandelt haben, fand ich etwas eigenartig.
Dafür gibt es ganz tolle Situationen zwischen den Grause-Familienmitgliedern, die füreinander einstehen, auch gegenüber Außenstehenden.
Der Schreibstil ist relativ einfach und kindgerecht gehalten. Allerdings empfand ich viele Szenenwechsel als recht abrupt. Viele kleine Grafiken unterstützen die Geschichte.
Die Szene, in der Ottilie ihr Meerschweinchen als lebendes Modell für einen Vortrag mit in die Schule bringt und die ganze Klasse das arme Tier streicheln darf, fand ich unmöglich. Aber das nur am Rande…
Fazit
Diesmal sind es nicht nur die Grauses, die herauszufinden versuchen, wer und wie sie sein wollen, sondern auch Ottilie muss sich erneut mit Mobbing und dem Wunsch nach Zugehörigkeit auseinandersetzen. Chaotische Ereignisse wechseln sich mit wichtigen Botschaften ab, für mich (mit vielleicht etwas zu viel Erwachsenenblick) fühlte sich die ganze Geschichte aber nicht ganz rund an.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Heim holen von Katherina Braschel
Recherchearbeit
Ich habe mir ein Buch über das Leben der Donauschwaben erwartet. Wie haben sie gelebt, wie/warum sind sie vertrieben worden, mit welchen Problemen hatten sie in Österreich zu kämpfen. Tatsächlich wird hier berichtet, wie/was recherchiert wurde und wie/warum die Autorin damit klarkam. Ich hatte definitiv andere Erwartungen an dieses Buch.
Rezensionen von Shilo:
This Is Going To Hurt von Silvia Maria de Jong
Mehr als nur eine Familiengeschichte
Mitten in der Nacht, auf einer einsamen Straße und genau dann, wenn nichts mehr nach Plan läuft, beginnt diese Geschichte. Allein dieser Einstieg sorgt dafür, dass sofort etwas da ist, das neugierig macht.
Relativ schnell zeigt sich, dass hier vieles von alten Verletzungen bestimmt wird. Menschen tragen Dinge mit sich herum, die nie richtig verschwunden sind.
Das merkt man in Gesprächen, Entscheidungen und daran, wie miteinander umgegangen wird.
Miles bleibt für lange Zeit schwer einzuschätzen. Genau das macht ihn interessant. Er hilft, übernimmt Verantwortung und wirkt trotzdem nicht wie jemand ohne eigene Schatten.
Was hängen bleibt, ist weniger die Liebesgeschichte als dieses ständige Gefühl von Druck. Erwartungen der Familie. Alte Konflikte. Der Versuch, jemanden zu beschützen. Und die Frage, wie weit Menschen gehen, wenn Angst oder Schuld mitentscheiden.
Manche Szenen wirken bedrückend. Dann gibt es wieder Momente, in denen etwas Ruhe entsteht. Diese Mischung passt gut, weil nicht alles nur schwer bleibt.
Nicht jede Figur löst Sympathie aus. Teilweise eher das Gegenteil. Aber genau dadurch fühlen sich viele Reaktionen echt an. Niemand scheint nur eine Rolle zu erfüllen.
Beim Lesen entsteht öfter der Eindruck, dass Vergangenes stärker ist als das, was Menschen eigentlich wollen. Das zieht sich durch viele Situationen.
Am Ende bleibt vor allem eine Geschichte über Familie, Loyalität und Entscheidungen, die Folgen haben. Teilweise schmerzhaft, teilweise hoffnungsvoll und nicht immer so, wie zunächst erwartet.
5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Rezensionen von Nele33:
Home Before Dark von Eva Björg Ægisdóttir
zu vorhersehbar
"Home before Dark" von Eva Björg Ægisdóttir habe ich mit Spannung erwartet, da ich schon die Reihe "Mörderisches Island" der Autorin gelesen habe und die mich überzeugt hat. Eingelesen wurde das Hörbuch von Leonie Landa, was in meinen Augen durch die Vielseitigkeit ihrer Intonation eine sehr gute Wahl war.
Marsibil, genannt Marsi kommt nach Jahren zurück in ihren Heimatort, ein Ort an dem vor 10 Jahren ihre Schwester auf dem Weg nach Hause verschwunden ist und nie wieder auftauchte. Einzig ihre blutverschmierte Jacke wurde gefunden. Kaum angekommen, bekommt Marsi einen Brief, der von ihrem damaligen zu sein scheint, mit dem sie sich am Abend des Verschwindens ihrer Schwester genau an diesem Ort treffen wollte. Marsis Gedanken spielen Karussell, fühlt sie sich doch seit jeher für das Verschwinden von Stina verantwortlich.
Das Setting hörte sich sehr spannende und psychologisch ausgefeilt an, doch konnte mich letztendlich nicht komplett überzeugen. Alle Beteiligten sind auf irgendeine Weise im Verlauf der Story verdächtig, das Dorfleben wird geschildert, wie ich es schon oft zuvor gelesen hatte. Hinzu kommen doch einige langwierige Passagen und Marsi als Protagonistin blieb mir für einen psychologisch ausgefeilten Thriller zu fremd.
Aufgrund dessen kann ich dem Buch leider nur 3 Sterne geben und hoffe, dass das nächste Buch wieder spannender und unvorhersehbarer wird.











