Kunden em pfehlungen
Rezensionen von spozal89:
Willow-Falls-Reihe, Band 3 - Wait For Me in Willow Falls von Greta Milán
Rückkehr nach Willow Falls
Endlich dürfen wir erneut nach Willow Falls zurück kehren und endlich geht es um Reese und Owen, bei denen man ja schon aus den beiden Vorgängerbänden die Anziehungskraft regelrecht spüren konnte. Zuerst muss ich sagen, dass ich das Cover wieder liebe, da es so wirklich perfekt zu den anderen Bänden passt und auch wie immer so eine cosy, herbstliche Stimmung rüber bringt.
Auch im inneren finden wir viele cosy Momente, was mir bei Band zwei tatsächlich zu wenig war, war hier wieder da. Leider kann ich erneut nicht die vollen fünf Sterne geben, weil mich vor allem Reese hin und wieder echt genervt hat. Ich verstehe, dass sie sich schwer auf jemand neuen einlassen kann, aber sich so vehement zu wehren und im Endeffekt auch seine Gefühle nicht wirklich aussprechen hat mich dann doch gestört. Auch Owen hab ich nicht so ganz verstanden, vor allem wieso er Hunter nicht von Anfang an von er Fake-Verlobung erzählt hat. Hunter hätte das sicher verstanden und die Bezihung der beiden hätte nicht so darunter gelitten.
Trotzem mochte ich den Verlauf der Story und das Ende fand ich dann ganz rund, vorallem weil die Clique einfach immer gut zusammenhält.
Ich konnte beim Lesen wieder aus dem Alltagstrubel entfliehen, dass ist mir immer ganz wichtig und Herbstgefühle hatte ich hier auch tolle. Nun freue ich mich, wenn auch Ryder im nächsten Band zeigen kann, was in ihm steckt und das wir Willow Falls dann zur Winterzeit erleben können.
Für mich nach wie vor eine empfehlenswerte Reihe, bei der man abschalten kann!
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Mut von Danielle Spera; Erika Freeman
Eine klare Leseempfehlung!
Die Wiener Journalistin und ehemalige Direktorin des Jüdischen Museums in Wien, Danielle Spera und die österreichisch-amerikanische Psychoanalytikerin Erika Freeman sind bekannte Gesichter und Autorinnen, wenn es darum geht, Biografien von eindrucksvolle jüdischen Frauen vor den Vorhang zu holen. Die beiden treffen sich seit Jahren zu wöchentlichen Gesprächen.
Dabei, so steht es im gemeinsam verfassten Vorwort, gehe es immer um „belanglose Themen. Politik, Geschichte, Antisemitismus, Frauen, Mut, Familie, also um das Übliche, worüber man sich bei einem Kaffee im Vorübergehen so unterhält ...“
Es scheint, als hätte ich die Ironie, die hinter dieser Aufzählung steckt, nicht verstanden, denn für mich ist keines dieser Themen belanglos.
Warum 36 Frauen? Diese Antwort findet sich in der jüdischen Zahlenmystik, die hier nicht erläutert werden soll, aber im Buch erklärt wird. Schmunzelnd lese ich, dass es durchaus Diskurse gegeben hat, wer in dieses Buch aufgenommen werden soll und wer nicht. Hier scheint auch die Vorliebe des Diskutierens, die man jüdischen Menschen liebevoll nachsagt, zu Tage getreten sein. Klar ist, dass es hunderte Frauen gäbe, die es verdient hätten, hier vorgestellt zu werden. Doch es sind eben genau diese 36, deren Namen ich hier nicht aufzählen werde, sonst wäre ja die Vorfreude dahin.
Natürlich hätte ich manch andere Wahl getroffen. Meine erklärte Lieblingsfrau ist Glikl von Hameln (1646/47 - 1724), die gleich mehrfach bedeutend ist: Zum einen schupft sie, mit 14 Jahren verheiratet, Ehe, Familie (14 Kinder, von denen die meisten das Erwachsenenalter erreichen) und nach dem frühen Tod des Ehemannes das Geschäft und muss den Bankrott der Firma durch ihren zweiten Mann erleben, stirbt mit 74 verarmt und zum anderen verfasst sie ab 1691 (!) ihre Autobiografie (auf jiddisch natürlich). Das ist wirklich einzigartig! Zum einen weil im 17. Jahrhundert die wenigsten Frauen schreiben und lesen konnten und Muße dafür fanden, und zum anderen, weil die Bedeutung von Frauen im (orthodoxen) Judentum gerne auf die Anzahl der Kinder reduziert wurde (und wird).
Doch zurück zum Buch: Jedes Frauenporträt ist gleich aufgebaut. Ein kurzer Abriss in dem der historische Hintergrund erläutert wird, dann ihr Leben und die Conclusio „Was wir von XX lernen können“ mit Kommentaren von Spera und Freeman. Aufgefallen ist mir, dass zu Beginn Danielle Spera häufig das letzte Wort hat. Ob das die Frauen sind, die sie ausgesucht hat?
Das Buch ist in gediegener Aufmachung als Hardcover im Amalthea-Verlag erschienen. Ergänzt werden die Kurzporträts durch Zitate und Abbildungen. Das Buch eignet sich perfekt als Geschenk.
Fazit:
Eine sehr persönliche Zusammenstellung von Danielle Spera und Erika Freeman jüdischer Frauen, die mit Mut und Entschlossenheit in Vergangenheit und Gegenwart deutliche Spuren hinterlassen haben. Gerne gebe ich dafür 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von rewareni:
Das S.E.H.E.N. Prinzip. von Peter Emmrich; Benjamin Hartlieb
Viele AHA Erlebnisse, was das Auge betrifft
Der Ratgeber ,, Das S.E.H.E.N Prinzip“ zeigt dem Leser auf einfache, aber doch fundiert beschriebene Art und Weise, wie eines der wichtigsten Organe im Körper, nämlich das Auge gehegt und gepflegt werden sollte, damit es lange gesund bleibt.
In 14 Kapiteln erfährt man, dass man das Auge stets im Zusammenhang mit dem ganzen Körper betrachten muss, wo nicht nur die Ernährung, die Haltung, die Entgiftung sondern auch das Nervensystem eine zentrale Rolle spielen.
Man findet viele praktische Beispiele aus dem Alltag, wo man sich selbst immer wieder findet, wo man zwar weiß, dass man nicht zu lange vor dem Bildschirm sitzen soll, man es aber trotzdem tut, ohne wirklich darüber nachzudenken, wie die Augen darunter leiden.
Es gibt einige AHA Erlebnisse, wo z.b. der Stress eine große Rolle für die Augengesundheit spielt, wo man diesen Auslöser aber nicht wirklich mit einer späteren Schädigung des Auges in Verbindung bringen würde.
Durch die bildhafte und gut strukturierte Beschreibung was alles im Körper passiert und wie falsche Ernährung oder Probleme mit der Leber und dem Darm auch die Augen betreffen, haben den Ratgeber nicht nur interessant gemacht, sondern auch sprichwörtlich die Augen darüber geöffnet, dass man viele Anzeichen oft ignoriert oder einfach zu spät reagiert.
Die beiden Autoren Peter Emmrich und Benjamin Hartlieb haben ihre Erfahrungen als Allgemeinmediziner und Naturarzt, sowie als Osteopath und Heilpraktiker in die einzelnen Kapitel einfließen lassen.
Dabei beschreiben sie auch verschiedene Erkrankungen, die das Auge betreffen, wo sie auch immer erwähnen, dass man bei rechtzeitiger Vorsorge, einem gesunden Lebensstil vieles für die Augen tun kann, wo aber auch bei gewissen Erkrankungen eine Operation nötig ist und die Ratschläge, die man im Buch findet, vieles erleichtern kann, aber es natürlich keine Garantie gibt, dass jede Behandlung für jeden Betroffenen, den gewünschten Erfolg bringt.
Etwas störend in dem Buch sind die oftmaligen Hinweise wo man sich im Internet für eine kostenlose Masterclass anmelden kann für einen Überblick über den ganzheitlichen Ansatz bei Augenerkrankungen und spezielle Themen, die man dann in einem vollständigen Onlinekurs auf der Homepage um 399€ buchen kann.
Praktische Tipps, die man schnell und einfach im Alltag anwenden kann runden das interessante Leseerlebnis ab, wo man, wenn man es schon rechtzeitig gewusst hätte, vieles für seine Augen tun hätte können und wo viele Probleme vielleicht gar nicht oder erst viel später aufgetreten wären.
Rezensionen von Anndlich:
Chimaira: Malin & Maira von Sabine Giebken
Zwei Leben
Malin liebt es auf der Bühne zu stehen und zu tanzen, doch sie kann ihre Nervosität nicht bändigen und wenn sie Sarina scheinbar mühelos den perfekten Tanz abliefern sieht, packt Malin die Unsicherheit noch mehr und sie verliert ihre Leichtigkeit. Und dann ist da auch noch Yannick…
Maira ist die Neue an der Schule und um sie gibt es viele Gerüchte.
Das alles interessiert Maira jedoch nicht, sie möchte nur ihren Durst stoppen. Doch vielleicht benötigt sie mehr als ein bisschen Zeit…
Chimaira von Sabine Giebken ist ein Jugendbuch für Kinder ab 12 Jahren. Das Wendebuch erzählt die Geschichte von Malin und Maira, deren Leben sich auf ungewöhnliche Weise kreuzen.
Die Aufmachung von Chimaira fand ich unfassbar spannend. Eine Geschichte, die aus zwei Perspektiven geschrieben wurde und wir können selbst entscheiden, mit welcher wir beginnen.
Aber egal mit welcher Perspektive wir starten, auf beiden Seiten werden weitere Fragen aufgeworfen, sodass man Lust auf die nächste Sicht bekommt. So beantworten beide Seiten nicht nur Fragen über die eigene Person, sondern auch über die jeweilige andere und das hält einen auch in der zweiten Perspektive bei Laune.
Maira ist ein interessanter Charakter, ihre Sichtweise ist durchweg eher düster und mysteriös, teilweise kaum greifbar, aber dennoch authentisch und interessant. Ihrer Persönlichkeit kommen wir im Laufe der beiden Perspektiven immer näher, dennoch fehlte mir am Ende etwas mehr Information zu dem, was sie ist und warum sie diese Dinge macht. Das wird zwar durchaus erläutert, hätte aber gerne noch etwas mehr Tiefe besitzen können. Malin hingegen hat typische Teenagerprobleme, die sie zu einem nahbaren Charakter machen und im Laufe ihrer Geschichte entwickelt sie sich zu einer starken Persönlichkeit, die eine tolle Entwicklung nimmt.
In den Handlungen der Geschichte schwingen sehr viele Botschaften mit, die aber meist eher durchdrungen und weniger offensichtlich da liegen.
Die Aufmachung sorgt natürlich auch dafür, dass manche Handlungsstränge repetitiv wirken. Die Sorge hatte ich bereits vor dem Lesen und war positiv überrascht, dass es meist dennoch unterhaltsam blieb. Nur einmal hat die Geschichte dadurch etwas an ihrer Sogwirkung verloren. Auch das wir das Ende der zweiten Perspektive bereits durch die erste Geschichte kannten, machte das Lesen überraschenderweise nicht uninteressanter.
Die beiden Enden der Geschichten waren mir jedoch zu plötzlich und hätten gerne noch mehr Tiefe besitzen können, dennoch hat mir gefallen, dass die eine Perspektive, die jeweilige Zukunft der anderen Perspektive erahnen lässt und somit dann doch ein ganz gutes Ende findet.
Chimaira ist ein tolles Jugendbuch, das durch starke Figuren und eine ganz besondere Geschichte zu überzeugen weiß.
Rezensionen von LeserinLu :
Fingerspiele mit Krippenkindern von Anna Thekla Ruhe
Vielfältig
Fingerspiele sind für mich eine schöne Möglichkeit, schon mit den Kleinsten zu spielen. Diese Kartenbox bietet dafür 30 verschiedene Ideen, die sich unkompliziert in den Alltag integrieren lassen. Besonders gut gefällt mir das praktische Format. Die Karten sind übersichtlich und ansprechend gestaltet.
Durch die Sortierung nach Jahreszeiten findet man schnell etwas Passendes und wird gleichzeitig von der Anzahl der Karten nicht erschlagen.
Was ich besonders gelungen finde, ist, dass die Fingerspiele vielfältig fördern. Neben der Sprachförderung werden auch Motorik und Koordination, Rhythmusgefühl und soziale Fähigkeiten angesprochen. Dadurch sind die Karten abwechslungsreich und bieten verschiedene Möglichkeiten, die Kinder spielerisch einzubeziehen. Ich hätte mir ab und zu noch Anregungen gewünscht, zu welchen Melodien man die Fingerspiele noch singen könnte, um einen weiteren Bereich anzusprechen.
Insgesamt dennoch eine schön gestaltete und praktische Sammlung, die eine gute Mischung aus Bewegung, Sprache, Rhythmus und gemeinsamem Spiel bietet.
Rezensionen von Netti:
Und es wird trotzdem wieder Sommer werden von Sebastian Becker
Gemeinsame Zeit lässt sich nicht nachholen
Dieses Buch ist wunderschön geschrieben und richtet sich an alle, die schonmal einen lieben Menschen, vielleicht sogar die Eltern, verloren hat.
Der Autor hat selbst die Erfahrung gemacht, als er als junger Mann durch einen tragischen Unfall plötzlich seinen Vater verloren hat.
In dem Buch schreibt er seine Gefühle und Erfahrungen dazu.
Es gibt auch kurze Einblicke in sein Leben, als der Vater noch lebte.
Ich habe mich in dem Buch oft selbst wieder gefunden. Ich habe beide Elternteile verloren. Wie es einem danach geht, kann nur jemand verstehen, der auch ein geliebtes Elternteil verloren hat. Meist wird in der Bevölkerung nicht darüber gesprochen und es wird schnell erwartet, dass man nach 2-3 Wochen wieder zum Alltag übergeht.
Das Buch hat wunderbare Zitate und Denkanstöße. Ich habe mich rundum wohl und verstanden in diesem Buch gefühlt. Es hat mir auch geholfen, dass jemand so offen über seine Gefühle und Erfahrungen nach dem Verlust schreibt, denn so merkt man, man ist nicht alleine.
Das Buch hat 172 Seiten die in kurze Kapitel unterteilt sind. Der Schreibstil ist wunderbar, leicht und locker.
2 Zitate aus dem Buch haben mir besonders gut gefallen:
Gemeinsame Zeit lässt sich nicht nachholen, nicht aufschieben. Manchmal wissen Menschen nicht, wie unwahrscheinlich die Dinge sind, die sie sich versprechen, wo Zeit endlos scheint.
Und bei der Frage seiner Therapeutin, wofür er lebt, finde ich die Erkenntnis wunderbar : Du bist auf der Welt um das Leben zu lieben!
Ich kann das Buch auf alle Fälle weiter empfehlen. Mir hat es sehr gut gefallen, es hat mir geholfen und ich habe daraus einiges mit genommen an Denkanstößen .
Rezensionen von KersG:
Ich bau mir 'ne Welt, die Männern nicht gefällt von Cindy-Adriana Speich
Selbst ist die Frau!
Cindys Humor ist einfach der Knaller! Ihre Videos sind ja schon genial aber dieses Buch ist nochmal ne ganz andere Nummer. Knallhart und schonungslos ehrlich. So ist Cindy. Sie nimmt sich kein Blatt vor den Mund. Sie ist wie sie ist und genau das bewundere ich an ihr. Auch in ihrem Buch drückt sie aus, was sie denkt.
Sie ist einfach sie selbst und will etwas bewegen.
Schon das Cover drückt aus, was davon hält, wenn Männer Frauen klein halten. Wenn sie ihnen nichts zutrauen und dann auch noch dumme Sprüche klopfen.
Auf humorvolle und direkte Art geht sie auf das klassische Frauenbild ein. Auf das, was ihrer Meinung nach falsch läuft.
Diese Dorfdynamik kann ich sehr gut nachvollziehen. Oft gilt hier ja immer noch, dass man ja nicht auffallen soll und die Mentalität: Das macht man halt so. Ohne zu hinterfragen. Doch Cindy ist anders und das ist gut so.
Das zeigt, dass es auch anders geht. Dass man sich nicht verstecken muss. Sich nicht verstellen muss, nur um gemocht zu werden. Weil was ist das alles wert, wenn ich dabei nicht ich selbst sein kann?
Dieses Buch hat mich sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken gebracht. Sie geht auf ernste Themen ein, um die andere oft einen großen Bogen machen. Es ist ein Mutmacher. Es ist ein Statement und ich habe es geliebt, dieses Buch zu lesen.
Hier gibt es eine ganz klare Leseempfehlung von mir.
Rezensionen von KersG:
Oakfell Autumn Nights von Mimi Heeger
Herbstliches Chaos in Oakfell
Schon das Cover ist für mich ein richtiger Eye-Catcher. So schön herbstlich und irgendwie auch ein bisschen verträumt. Damit passt es perfekt zu der Geschichte rund um Everlee und Cooper.
Oakfell ist eine richtig charmante Kleinstadt, in der jeder jeden kennt. Neuigkeiten verbreiten sich in Windeseile.
Everlee und Cooper sind mir sofort ans Herz gewachsen. Durch die abwechselnde Schreibweise aus Sicht beider Protagonisten, konnte ich mich sehr gut in die beiden hineinversetzen. Beide hadern mit der Vergangenheit und es steht sehr viel Unausgesprochenes zwischen ihnen, was ihnen jetzt in der Gegenwart das Leben schwer macht.
Toll finde ich auch die Rückblenden in ihre Kindheit und Jugendzeit. Somit bekommt man einen noch besseren Einblick darauf, was damals geschah und warm die Situation im Jetzt so verkorkst ist.
Everlees Familie ist einfach herzlich chaotisch. Da wird es nicht langweilig und die Vorkommnisse haben mich immer wieder zum Lachen gebracht. Trotz oder genau wegen diesem unperfekten Chaos ist diese Familie einfach liebenswert.
Eine absolute Leseempfehlung von meiner Seite und ein weiteres Jahreshighlight für mich!
Rezensionen von Krani:
Wie ein Fluss in der Nacht von Tana French
Komplex
In einem kleinen Dorf in Irland verschwindet eine junge Frau. Tot wird sie gefunden, wahrscheinlich war es ein Suizid. Was ist passiert, und warum? Im Dorf brodelt die Gerüchteküche und spült alte Geschichten hoch. Cal, ein Zugezogener und ehemaliger Polizist, beginnt, zu ermitteln. Doch es kommt nicht so sehr darauf an, was wirklich passiert ist, sondern auf das, was alle glauben.
Dies ist schon ein dritter Band. Wie Cal in diesen Ort kam und wie er hier seine Familie gründete, das wurde bereits in zwei Vorgängerbänden geschildert. Ich habe das beim Lesen kaum gemerkt und erst hinterher erfahren.
Die Autorin entfaltet ein komplexes Beziehungs- und Machtgeflecht, das das Miteinander bestimmt. Die Menschen leben seit Generationen hier und kennen einander. Doch einer hat Pläne für diesen Ort, die er unbedingt durchsetzen will, egal wer ihm im Weg steht. Die Atmosphäre wird gruselig. Die beschriebene Landschaft und die Jahreszeit unterstreichen das wachsende Grauen. Es ist äußerst spannend zu lesen, und die Charaktere wirken echt und vielschichtig, auch wenn die meisten Personen eher schlicht sind. Durch die verschiedenen Perspektiven kommt man ihnen sehr nah. Im Mittelpunkt steht Cal, der ehemalige Polizist, der hier vor Jahren ein Idyll zu finden glaubte.
Ein spannendes Buch über Menschen auf dem Land und ihr Miteinander. Und ein ungewöhnlicher Krimi, in dem es auf die Wahrheit letztlich nicht ankommt.
Rezensionen von Herwig Oberlerchner:
"Dem Stumpfsinn die Geisteskappe aufsetzen" von Bernhard Fetz; Katharina Manojlovic; Juliane Werner
Eine besondere Lektüre für Fortgeschrittene
Der neue Profile-Band über Thomas Bernhard zur Ausstellung im Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek (seit 30. April 2026) geht unter dem Titel „Dem Stumpfsinn die Geisteskappe aufsetzen“ dem Phänomen dieses österreichischen Ausnahmeliteraten nach. Besondere und teilweise noch unbekannte Dokumente und biographische Details werden dargestellt, qualitativ hochwertige Texte von Bachmann-ExpertInnen zu Werk und Leben machen diesen Band zu einem reichen Fundus und zu einer kurzweiligen Möglichkeit für eine vertiefende Auseinandersetzung mit der Aktualität Bernhards.
Als reich bebildertes Lesebuch für Fortgeschrittene sehr zu empfehlen!











