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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gundi57:

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Dem Meer entgegen von Lidija Hilje

Schatten der Vergangenheit

In dem Buch " Dem Meer entgegen "geht es um die Geschichte von Ivona.
Sie ist 38 Jahre alt und hat Biologie studiert in Kraotien.
Aber die Lage im Land ist schlecht und sie ist wieder in das Haus ihrer Eltern in Zadar gezogen.
Dort arbeitet sie in einem Schreibwarenladen und nebenbei kümmert sie sich noch um ihren Vater der einen Schlaganfall hatte.

Verheiratet war sie mit Vlaho .
Aber die Ehe zerbrach nachdem sie keine Kinder bekommen konnte.
Aber sie vermisst ihn jeden Tag.
Mittlerweile ist er mit Marina verheiratet und hat zwei Kinder.
Ivonas Vater hat von ihrer Mutter noch ein Anwesen welches er zu einem Hotel umbauen wollte .
Aber es ist verschuldet und sie weiß nicht wie alles weitergehen soll.
Ihre Mutter ist früh verstorben und ihr Bruder lässt sie mit allem alleine.
Aber bald ist ein Käufer an dem Grundstück interessiert .
Ein emotionaler Roman um das Leben und die Liebe.

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Dem Meer entgegen

Rezensionen von Anndlich:

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FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister

Schicksalsschläge!

Fünf Menschen, die sich zeitgleich an einem Londoner Bahnsteig befinden, ahnen nicht, dass auf einen von Ihnen der Tod wartet. Sie alle haben eine Vergangenheit, ein Schicksal, doch nur eines wird enden. Und wir erfahren während der fünf Minuten, bis der Zug endlich ankommen soll, was die fünf Personen erlebt haben und wen es am Ende trifft.

FIVE - Das Ticken der Zeit ist ein außergewöhnlicher Roman von Ilona Bannister. Die kurzen Kapitel am Bahnhof erleben wir dabei beinahe in Echtzeit, dabei spricht die Autorin uns immer wieder direkt an und fordert die Leser:innen zudem auf, sich die Situation nochmal vorzustellen. Eine direkte Ansprache, die durchaus gewöhnungsbedürftig ist, manchmal etwas den Lesefluss nimmt, aber dennoch etwas ganz außergewöhnliches ist und an einigen Stellen eine grandiose Wirkung erzeugt.

Neben der in Echtzeit erlebenden Szenen am Bahnsteig, lernen wir auch die fünf Protagonist:innen genauer kennen. Das sind Gideon, ein kleiner Junge, der seine Mutter mächtig auf Trab hält. Gideons Mutter Emma, die von Gideon stärker gefordert wird als sie jemals vermutet hätte. Liam, ein erfolgreicher Geschäftsmann. Mrs Worth, die schon lange keinen Kontakt mehr zu ihrem Sohn und ihren Enkeln hat und Sonny, der alles in seinem Leben verspielt hat. Fünf Protagonist:innen, die mehr oder weniger unsympathisch sind. Und genau da beginnt mein Problem mit dem Inhalt. Ich fand den Aufbau des Buchs durchaus interessant, mochte auch die Einschübe in das Leben der Fünf, der den meisten Platz im Buch einnimmt, aber ich hätte mir insgesamt mehr Sympathien gewünscht. Es gab zwar 1-2 Personen, denen man das eintreffende Schicksal weniger gewünscht hat und doch war es am Ende eigentlich fast egal, wen es trifft. Außerdem gefiel mir weniger, dass es mehr Verbindungen zwischen einzelnen gab und damit die verschiedenen Leben weniger interessant wurden, weil die Verbindung schon erkenntlich war. Total schade, weil der Aufbau unfassbares Potenzial hatte.

Dennoch haben der Schreibstil und die gute Idee am Ende dafür gesorgt, dass ich schnell durch das Buch kam. FIVE - Das Ticken der Zeit kann ich jedem empfehlen, der einmal etwas Neues ausprobieren möchte!

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FIVE - Das Ticken der Zeit

Rezensionen von Chris:

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Tod in heller Sommernacht von Lisa Sarah Brandstäter

Ein stimmiger und spannender Skandinavienkrimi

„Tod in heller Sommernacht“ von Lisa Sarah Brandstäter habe ich innerhalb weniger Tage gelesen, weil mich die Geschichte von Anfang an gefesselt hat. Der Krimi spielt im Umfeld Helsinkis und verbindet eine sommerliche Atmosphäre mit einem spannenden Mordfall.

Die Handlung ist in sich stimmig und angenehm spannend erzählt.

Es gibt Verstrickungen, Geheimnisse und einige Verwirrungen, die sich im Laufe der Geschichte nach und nach überzeugend auflösen. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Spannung nicht künstlich erzeugt wird. In letzter Zeit habe ich einige Bücher gelesen, die entweder krampfhaft brutal waren oder auf den letzten Seiten plötzlich mit unzähligen Überraschungen aufwarten wollten. Das ist hier zum Glück nicht der Fall – die Handlung bleibt nachvollziehbar und wirkt dadurch umso stärker.

Auch das Ermittlerpaar wurde sehr gelungen beschrieben. Ich konnte mich gut in die beiden Figuren hineinversetzen und fand ihre persönlichen Seiten ebenso interessant wie ihre Ermittlungsarbeit. Dadurch wirkten sie authentisch und greifbar.

Für mich ist „Tod in heller Sommernacht“ ein toller Skandinavienkrimi, der Spannung, Atmosphäre und glaubwürdige Figuren miteinander verbindet. Absolut empfehlenswert!

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Tod in heller Sommernacht

Rezensionen von jori1020:

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Popóm von Johanna Sebauer

Was wäre, wenn man sich selbst begegnet?

Stell dir vor, du stehst nichtsahnend eines Abends an der Kasse eines Kiosks – und plötzlich siehst du dich selbst. Er sieht anders aus, ist zwanzig Jahre älter als du, und trotzdem bist du dir sicher: Das bist du. Genau das passiert Hendrik Popóm, dem titelgebenden Protagonisten, der eines Tages seinem älteren Ich begegnet.

Die Romanidee wirkte auf mich zunächst ziemlich schräg. Nachdem mich Johanna Sebauers Debütroman Nincshof jedoch so begeistert hatte, wollte ich auch diesem Roman eine Chance geben – und wurde nicht enttäuscht.

Sebauer gelingt es erneut, aus einer ungewöhnlichen Prämisse einen mitreißenden, witzigen und zugleich nachdenklich stimmenden Roman zu machen. Mit ihrer ganz eigenen Sprache entwickelt sie ein Gedankenexperiment, dem man sich kaum entziehen kann. Immer wieder wirft der Roman philosophische Fragen nach Identität, Schicksal und den Entscheidungen auf, die unser Leben prägen, ohne dabei jemals belehrend zu wirken.

Besonders gelungen sind auch diesmal die Figuren. Sie sind eigenwillig, liebenswert und so lebensnah gezeichnet, dass man ihnen nur allzu gern durch die Geschichte folgt. Immer wieder ertappt man sich bei dem Gedanken: Ja, genauso könnte es tatsächlich passieren.

Je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Metapher und realistischer Fiktion. Und am Ende bleibt dieses wunderbare Gefühl zurück, dass die verrückteste Idee vielleicht doch gar nicht so unmöglich ist. Fast glaubt man, irgendwo da draußen könnte tatsächlich ein zweites Ich herumlaufen – und man ist ihm bisher nur noch nicht begegnet.

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Popóm

Rezensionen von Karina :

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Halbwach von Sophia Como

Zwischen Selbstschutz und Bindungsangst

Ein Buch, bei dem ich zwischendurch dachte: Hätte ich in meinen Zwanzigern gerne gelesen. ????

'Halbwach' von Sophia Como hat mich ein bisschen zurück in die Zeit katapultiert, in der das Wochenende gefühlt erst dann richtig gut war, wenn man mindestens einmal unterwegs war. Clubs, Flirts, One-Night-Stands und bloß keine Verpflichtungen - klingt doch erstmal recht spaßig.

????

Zoe ist Schriftstellerin für Liebesromane und hat selbst aber so gar keinen Bock auf die Liebe. Warum sie so tickt, kristallisiert sich nach und nach heraus.

Mit ihrer Clique zieht sie am liebsten durch die Clubs der Stadt und genießt ihr Leben - unverbindlich, frei und ohne unnötiges Drama. Und dann wäre da noch Mael. Gutaussehend, charmant und vor allem: Er will genauso wenig eine Beziehung wie Zoe. Jackpot auf zwei Beinen also! ????????

Doch wo körperliche Nähe und Sympathie vorhanden sind, kann es natürlich auch schnell mal kompliziert werden. Und nicht nur dort: Auch innerhalb von Familien kann es ordentlich knirschen - und damit kennt sich Zoe leider bestens aus.

Ich mochte Zoe tatsächlich richtig gerne - obwohl sie charakterlich und vom Lifestyle her schon ziemlich weit von mir entfernt ist. ???? Vielleicht gerade deshalb. Ich habe sie insgeheim ein bisschen dafür gefeiert, dass sie sich nimmt, was sie möchte, und sich nicht dafür rechtfertigt.

Je tiefer man in die Geschichte abtaucht, umso mehr kann man hinter ihre coole Partygirl Fassade schauen und versteht, warum sie eigentlich so tickt.

Im Mittelteil hatte die Geschichte für mich zwar ein paar kleine Längen, aber insgesamt konnte sie mich gut fesseln. Und ich habe das Buch am Ende mit einem zufriedenen Gefühl zugeschlagen - was will man mehr? ????

Und wieder stelle ich mir am Schluss die Frage: Warum markiere ich mir eigentlich nie die guten Stellen in meinen Büchern?! ????????‍♀️????

Ich kann euch nämlich sagen: Bei 'Halbwach' gab es definitiv ein paar, bei denen ich kurz dachte: Uff. Der war gut.

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Halbwach

Rezensionen von Anno:

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Die Perlschweinchen - Ein glitzerndes Geheimnis von Kira Gembri

Haltet Alufolie bereit

Mit den Perlschweinchen sind wir auf ein Buch gestoßen, dass uns sofort gefangen nahm und dazu auch auf ein Wesen, welches unsere Herzen im Sturm erobert hat.
Flo kam ganz rein zufällig zu seinem neuen kleinen Freund. Er ist ein eher schüchternerer Junge, hat aber eine Vorliebe für alle möglichen Schätze, die der in seiner Hoodietasche sammelt.

Tja, und da war auf einmal dieses minikleine Schweinchen mit Vorliebe für Glitza, das Flos Leben seither gehörig auf den Kopf stellt. Es schafft mit seiner Magie sogar den Schultag erträglicher zu machen und hilft ihm den stressigen Alltag besser zu überstehen. Seine Eltern haben nämlich kaum Zeit für ihn und sind nach der Arbeit so ausgelaugt, dass für gemeinsamen Spaß kaum Zeit bleibt. Und Flo selbst, der hat auch jeden Nachmittag Kurse. Im Prinzip ist jeder Tag durchgetaktet. Aber kann das alles wirklich so weitergehen?

Dieses Buch erzählt einen Alltag, der vielen Kindern leider vertraut sein wird, und es erzählt vom Mut für sich einzustehen- und das auf verschiedenste Weise. Zugleich ist die Geschichte aber auch ungemein faszinierend und unterhaltsam, was dazu führte, dass wir nur so durch die Geschichte geflogen sind. Ich habe dieses Buch meinem Kind vorgelesen, doch es bietet sich auch (je nach Alter) gut zum selbst Lesen an. Oder man liest im Tandem. Die Erzählweise ist altersentsprechend und es geschieht auch viel in kurzer Zeit, so dass Langeweile keine Chance hat. Dank Knurps, seiner Magie, seinen Streichen und Reimen und seinem Appetit werden selbst alltägliche Situationen zum Abenteuer, die nicht nur Kinder, sondern auch Eltern begeistert. Und mittendrin steckt auch ein feiner, dezenter Fingerzeig, als Eltern mal seine Prioritäten zu überdenken.

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Die Perlschweinchen - Ein glitzerndes Geheimnis

Rezensionen von peedee:

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Polwenna Bay – Wo Mut Neues schafft von Ruth Saberton

Zeit des Loslassens

Polwenna Bay, Band 7: Meg Lyle hat ihre Karriere im Marketing aufgegeben und ist nach Polwenna Bay zurückgekommen, um im elterlichen Imbiss „Codfather“ mitzuarbeiten. Das Lokal steht kurz vor dem Aus. Unzählige harte Arbeitsstunden liegen vor ihr; sie hofft, den Betrieb umstrukturieren zu können.

Für Spass bleibt keine Zeit. Das versteht ihr bester Freund Nick Tremaine nicht. Er lebt in den Tag hinein, wenn er keinen Job auf dem Fischerboot hat, trinkt gerne einen oder zwei über den Durst, lacht sich immer neue Sommerflirts an, hält Versprechen nicht ein. Wie kann er nicht erkennen, dass Meg Hilfe braucht?

Dies ist Band 7 der Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden. Ich freue mich sehr, lesetechnisch wieder in Polwenna Bay zu sein.

Als Leserin weiss man mehr als die Protagonisten. Die Freundschaft zwischen Meg und Nick war schon lange viel mehr als „nur“ eine Freundschaft, obwohl beide sich niemals amouröse Gefühle für ihren „Kumpel“ hätten vorstellen können. Meg ist enttäuscht und müde. Enttäuscht, dass sich insbesondere ihr Vater gegen all ihre Vorschläge und Pläne stellt. Müde, weil sie vor lauter Arbeit kaum noch Schlaf kriegt. Und sie vermisst ihren besten Freund. Er ist zwar da, aber er sieht nicht, dass sie seine Unterstützung bräuchte. Nick ist ein junger verletzlicher Mann, der gegen aussen gerne den sorglosen Sonnyboy gibt, aber damit nur sein Innerstes schützen will – das wissen jedoch nur seine Granny und Meg. In letzter Zeit hat er es mit seinen Eskapaden zu weit getrieben. Seine Entschuldigungen will niemand mehr hören, denn sie ändern eh nichts. Ach ja, er badet in Selbstmitleid und hasst Veränderungen…
Meine Lieblingsfigur unter all den zahlreichen Protagonisten ist Alice, die Grossmutter der Tremaine-Kinder. Es freut mich so sehr, dass sie nun mit ihrer Jugendliebe verheiratet ist. Sie trifft einige Entscheidungen, die ihr ganz und gar nicht leichtfallen, aber sie weiss, dass nun die richtige Zeit dafür ist.

Das Buch war trotz der 477 Seiten schnell ausgelesen. Es war wie gewohnt einiges los in Polwenna Bay: die Aufregung um „Morgawr“, der Sagengestalt aus dem Meer; der Besuch von Jules‘ Mutter; Hochzeitsvorbereitungen; ein neuer Vikar; viele Veränderungen. Von mir gibt es 5 Sterne und ich freue mich auf weitere Lesestunden mit den Tremaines und Co.

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Polwenna Bay – Wo Mut Neues schafft

Rezensionen von Schlafmurmel:

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Der Richter der Sieben von Ralf Gebhardt

ein unterhaltsamerThriller

Die beiden Kriminalhauptkommissare Christian Thaler und Stephan Kralik die nicht unterschiedlicher hätten sein können werden abgestellt um auf Serienmörderjagdt zu gehen, Den beiden wird nicht allzu viel zugetraut, und sie verstehen sich auch nicht so gut, aber da Personalmangel herrscht bei der Polizei müssen sie wohl oder übel in den sauren Apfel beißen und zusammen arbeiten und die beiden bilden eine Soko.

Sie müssen sich richtig zusammenraffen, denn jetzt geht es ans Eingemachte, denn im Wochentakt werden ständig Frauenleichen gefunden, denen auf der Stirn eine Spielkarte die Pik 7 auf der Stirn genagelt ist und daneben ein weißes Grablicht brennt. Arme und Beine der Toten sind auf ein Holzkreuz genagelt, Grausam das ganze Da die Opfer in der Kirche abgelegt wurden gerät der Pfarrer in die Schusslinie, denn man könnte meinen er weiß mehr als er von dich gibt. Als die beiden Ermittler doch endlich auf sein Geheimnis stoßen, lassen Sie den Pfarrer laufen, warum auch immer. So richtig ermittelt haben die beiden nicht wirklich, vieles bleibt im Dunkeln, aber spannend war es trotz allem, erst am Schluss wird es aufgelöst, doch es bleiben noch viele Fragen offen, was danach geschieht. Im Großen und Ganzen war es jedoch sehr spannend und ich habe mich unterhalten gefühlt.

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Der Richter der Sieben

Rezensionen von Havers:

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Sonnenberg von Brigitte Glaser

Nai hämmer gsait – Eine Zeitreise

Als ich die Verlagsankündigung von Brigitte Glasers neuem Roman „Sonnenberg“ gelesen habe, war er mir sofort klar, dass dieses Buch ein must-read für mich ist, sind doch die Ereignisse rund um das geplante AKW in Wyhl ein wesentlicher Baustein in meiner politischen Biografie. Gleicher Jahrgang wie die Autorin, ähnliches Studienfach (Uni Tübingen) sowie das Hinterfragen gesellschaftlicher Strukturen und familiärer Erwartungen.

Herkunft, Klassismus, Rolle der Frau, aufkommendes Umweltbewusstsein, lauter Themen, mit denen viele weibliche Erstsemester konfrontiert wurden. Zwischen HB und Roth Händle, Alice Schwarzer und Jim Morrison standen die Zeichen auf Veränderung.

Brigitte Glaser erinnert an die Wochen Anfang 1975, als die Landesregierung in Ba-Wü beschließt, ein Atomkraftwerk mitten in der ökologisch intakte Landschaft des Kaiserstuhls zu bauen und damit nicht nur die Natur ,sondern auch die Lebensgrundlage der dortigen Winzer und Bauern zu gefährden, ja zu zerstören. Unterstützt von breiten Teilen quer durch die - im Wesentlichen süddeutsche - Bevölkerung formiert sich allmählich der gewaltlose Widerstand der „normalen“ Menschen. Frauen und Männer, quer durch alle Bevölkerungsschichten, besetzen den Platz, werden von der Polizei mit Wasserwerfern und Schlagstöcken vertrieben, kassieren Anklagen wegen Landfriedensbruch, kommen wieder und besetzen erneut, waren doch die Elsässer auf der gegenüberliegenden Seite des Rheins mit ihrem Widerstand gegen das geplante Bleiwerk ebenfalls erfolgreich.

Die Rahmenhandlung für diese Ereignisse bildet die Geschichte der beiden Freundinnen Johanna und Luzie, die sich schlussendlich der Protestbewegung anschließen. Johanna, verantwortungsvoll, mit beiden Beinen auf der Erde und eher zögerlich, Luzie, spontan und flatterhaft, die sich mit einer unüberlegten Aktion erpressbar macht und, um einer Strafe zu entgehen, vom Staatsschutz rekrutieren lässt.

Die Autorin hat, wie wir es von ihr kennen, sehr gute Recherchearbeit geleistet, was auch die Quellenliste im Anhang beweist. Durch das passende Einfügen von Konsumgütern, Markennamen sowie Song- und Filmtiteln mit hohem Wiedererkennungswert ergibt sich zusätzlich ein stimmiges Zeitkolorit, das Leserinnen und Leser auf eine Zeitreise mitnimmt, in der die Anfänge der Umweltschutz-Bewegung gelegt wurden. Sehr empfehlenswerte Lektüre für alle, die sich für die gesellschaftlichen Veränderungen in unserem Land interessieren.

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Sonnenberg

Rezensionen von Havers:

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Sonnenberg von Brigitte Glaser

Nai hämmer gsait – Eine Zeitreise

Als ich die Verlagsankündigung von Brigitte Glasers neuem Roman „Sonnenberg“ gelesen habe, war er mir sofort klar, dass dieses Buch ein must-read für mich ist, sind doch die Ereignisse rund um das geplante AKW in Wyhl ein wesentlicher Baustein in meiner politischen Biografie. Gleicher Jahrgang wie die Autorin, ähnliches Studienfach (Uni Tübingen) sowie das Hinterfragen gesellschaftlicher Strukturen und familiärer Erwartungen.

Herkunft, Klassismus, Rolle der Frau, aufkommendes Umweltbewusstsein, lauter Themen, mit denen viele weibliche Erstsemester konfrontiert wurden. Zwischen HB und Roth Händle, Alice Schwarzer und Jim Morrison standen die Zeichen auf Veränderung.

Brigitte Glaser erinnert an die Wochen Anfang 1975, als die Landesregierung in Ba-Wü beschließt, ein Atomkraftwerk mitten in der ökologisch intakte Landschaft des Kaiserstuhls zu bauen und damit nicht nur die Natur ,sondern auch die Lebensgrundlage der dortigen Winzer und Bauern zu gefährden, ja zu zerstören. Unterstützt von breiten Teilen quer durch die - im Wesentlichen süddeutsche - Bevölkerung formiert sich allmählich der gewaltlose Widerstand der „normalen“ Menschen. Frauen und Männer, quer durch alle Bevölkerungsschichten, besetzen den Platz, werden von der Polizei mit Wasserwerfern und Schlagstöcken vertrieben, kassieren Anklagen wegen Landfriedensbruch, kommen wieder und besetzen erneut, waren doch die Elsässer auf der gegenüberliegenden Seite des Rheins mit ihrem Widerstand gegen das geplante Bleiwerk ebenfalls erfolgreich.

Die Rahmenhandlung für diese Ereignisse bildet die Geschichte der beiden Freundinnen Johanna und Luzie, die sich schlussendlich der Protestbewegung anschließen. Johanna, verantwortungsvoll, mit beiden Beinen auf der Erde und eher zögerlich, Luzie, spontan und flatterhaft, die sich mit einer unüberlegten Aktion erpressbar macht und, um einer Strafe zu entgehen, vom Staatsschutz rekrutieren lässt.

Die Autorin hat, wie wir es von ihr kennen, sehr gute Recherchearbeit geleistet, was auch die Quellenliste im Anhang beweist. Durch das passende Einfügen von Konsumgütern, Markennamen sowie Song- und Filmtiteln mit hohem Wiedererkennungswert ergibt sich zusätzlich ein stimmiges Zeitkolorit, das Leserinnen und Leser auf eine Zeitreise mitnimmt, in der die Anfänge der Umweltschutz-Bewegung gelegt wurden. Sehr empfehlenswerte Lektüre für alle, die sich für die gesellschaftlichen Veränderungen in unserem Land interessieren.

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Sonnenberg