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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Snookie:

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Die Queen von Mayfair von Alex Hay

Ein raffinierter Coup im viktorianischen London: Clever, atmosphärisch und voller Intrigen

Die „Queen von Mayfair“ handelt von Quinn Le Blanc, die „Queen of Five“. Sie ist eine außergewöhnliche und geschickte Betrügerin und verdient sich damit ihren Lebensunterhalt. Als die Schulden immer größer werden, plant sie den bisher größten Coup. Dafür muss sie innerhalb von fünf Tagen das Herz des Duke of Kendal gewinnen und an dessen Vermögen kommen.

Die Geschichte hat ein historisches Setting und spielt in London 1898. Auf der einen Seite haben wir den alten Adel mit der feinen Gesellschaft, prunkvollen Bällen und herrschaftlichen Anwesen, auf der anderen Seite die schlechteren Wohnviertel, die durch Armut und dubiosen Geschäften geprägt sind. Die Geschichte wird im Buch aus mehreren Perspektiven erzählt, sodass man viele verschiedene Sichtweisen und Blickwinkel erhält.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Das Buch ließ sich sehr gut lesen. Auch die Beschreibung des Settings konnte mich überzeugen. Das viktorianische London wird atmosphärisch dargestellt, und besonders der Gegensatz zwischen der glitzernden Welt der High Society und dem Leben der Menschen außerhalb dieser Gesellschaft hat mir gefallen.

Auch die Hauptfigur Quinn hat mir sehr gut gefallen. Sie ist mutig, intelligent, selbstbewusst und weiß genau, wie sie andere Menschen beeinflussen kann. Dabei ist sie natürlich keine klassische Heldin, da sie Menschen betrügt und manipuliert und am Ende verfolgt sie natürlich ihre eigenen Ziele. Dennoch gibt es klare Regeln, nur Personen auszunehmen, die es verdient haben bzw. moralisch verwerfliche Dinge getan haben. Wir erleben Quinn in der Geschichte hauptsächlich in ihrer erfundenen Rolle, die sie sich für den Coup ausgedacht und inszeniert hat. Wie viel von ihrer „echten“ Persönlichkeit hinter den vielen Identitäten steckt, die sie spielt, kann man nur in einzelnen Momenten erahnen, man weiß es allerdings nicht. Max Kendal blieb für mich eine sehr neutrale Person, viel hat man von ihm nicht erfahren und emotionale Tiefe war somit nicht gegeben. Auch Tor blieb eher auf Distanz für mich, wirkte sogar aufgrund ihres Verhaltens unsympathisch. Trotzdem waren alle Figuren sehr unterschiedlich, was mir gut gefallen hat. Überhaupt ist das Thema der verschiedenen Rollen für mich einer der interessantesten Aspekte des Romans. In Quinns Welt muss jeder eine Maske tragen – und das gilt nicht nur für die Betrüger. Auch die Mitglieder der feinen Gesellschaft spielen ihre Rollen und versuchen, nach außen ein bestimmtes Bild von sich aufrechtzuerhalten. Dadurch verschwimmen die Grenzen zwischen den beiden Welten immer mehr.

Die Handlung war gut aufgebaut und folgte auch dem Plan des Coups. Die Spannung steigerte sich erst über den Roman hinweg, was ich keinesfalls als negativ empfand. Quinn hatte immer wieder mit neuen Herausforderungen zu kämpfen und nicht immer lief alles nach Plan. Es gab auch ein paar interessante Wendungen und einen Gegenspieler. Dadurch wurde die Handlung besonders interessant und wirkte schon teilweise wie ein Krimi. In dieser Kombination habe ich auch noch kein anderes Buch gelesen, für mich war es sehr unterhaltsam und ich hatte viel Freude beim Lesen. Einziges Manko war, dass es ab und an Gedankensprünge gab bzw. ich manche Handlungen nicht ganz logisch empfand, sodass ich teilweise nicht folgen konnte.

Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten. Für mich hat die Verbindung aus historischem Setting und einem Coup, bei dem eine Betrügerin einen Herzog um sein Vermögen bringen will und dabei ungeahnt auf einen Gegenspieler trifft, die Geschichte zu etwas Besonderem gemacht. Die Figuren hätten für mich allerdings besser ausgearbeitet werden können, sodass sie mehr Charakter und Tiefe erhalten hätten. Durch Gedankensprünge war es nicht immer ganz leicht zu verfolgen, aber es hat der Spannung dennoch keinen Abbruch getan.

Eine klare Empfehlung für Leser:innen, die Geschichten mit historischen Settings, ungewöhnlicher Gaunergeschichte und sich langsam steigernder Spannung mögen.

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Die Queen von Mayfair

Rezensionen von Ryria:

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Das Projekt von Annie Lord

Recht einseitig

Irgendwie bin ich so gar nicht mit diesem Buch warm geworden, weder mit den Charakteren noch mit dem Schreibstil.
Dabei fand ich die Idee eigentlich sehr interessant und auch der Anfang des Buches hat mir sehr gefallen: Daisy und Maya sind beide Mitte 20, haben kein Glück mit den Männern und probieren Kumpel James "umzuerziehen", damit er besser für eine ernsthafte Partnerschaft "geeignet" wird.

Zu Beginn fühlten sich die Gespräche zwischen den Freundinnen und Daisys Gedanken doch recht authentisch an, manche Szenen haben mich an Erzählungen aus meinem eigenen Freundeskreis erinnert und ich war gespannt, wie sich das Projekt und die Beziehung zu James weiterentwickelt.
Das Problem war nur, je weiter ich las, desto zäher wurde alles. Irgendwie ist kaum noch etwas passiert, es gab kleinere Ausflüge und Partys, die sich dann gefühlt ewig gezogen haben.

Der Schreibstil hat dabei nicht geholfen, viele Textpassagen wirkten unnötig und mit vielen Beschreibungen konnte ich so gar nichts anfangen. Vielleicht hilft es anderen Leser*innen, sich in die Szene hineinzuversetzen, ich war hingegen eher davon verwirrt, auf einer Party plötzlich mit 10 neuen Namen konfrontiert zu werden und zig Gesprächsfetzen aufzuschnappen. Dazu wurden ständig Alkohol und Drogen konsumiert, was die Erzählung durch Daisy nur noch wirrer gemacht hat.
Generell habe ich in diese Feierkultur der Geschichte nicht wirklich hineingefunden, das war so gar nicht meine Welt, aber das kann ja gut auch Geschmackssache sein. Auch hatte ich öfters das Gefühl, dass man viele Anspielungen eventuell besser versteht, wenn man selbst aus London oder der Gegend kommt.

Irgendwann wandelte sich dann auch meine Freude über die feministischen Themen zu einer Art Genervtheit um. Vieles hat sich ständig wiederholt und es fühlte sich recht einseitig an. Aus Daisys Perspektive hat es vielleicht Sinn gemacht, dass sie die Männer als das große Problem sieht, aber ich fand es halt nicht spaßig zu lesen, wenn laufend nur darüber gemeckert wird.
Dadurch ist sie mir nicht richtig sympathisch geworden, auch die sich entwickelnde Beziehung zu James habe ich nicht wirklich gefühlt.
Insgesamt eine interessante Idee mit teils guten Textpassagen, die Umsetzung insgesamt hat jedoch leider nicht so meinen Humor und Geschmack getroffen, daher nur aufgerundete 2,5 Sterne.

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Das Projekt

Rezensionen von Immenhof:

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National Geographic Kids - Lexikon der Meere von Christina Wilsdon

Umfassend

Wie die anderen Bücher von National Geographic Kids überzeugt auch das „Lexikon der Meere“ durch beeindruckende Bilder und eine ansprechende Gestaltung. Die Fotografien machen das Buch zu einem echten Hingucker und laden dazu ein, immer wieder darin zu blättern und Neues zu entdecken.

Besonders gelungen finde ich den Aufbau.

Das Buch vermittelt nicht nur Wissen über Tiere, sondern greift auch viele geografische und naturwissenschaftliche Themen auf. So wird beispielsweise erklärt, wie Wellen entstehen oder welche Besonderheiten verschiedene Meeresräume auszeichnen. Dadurch erhält man einen umfassenden Einblick in die Welt der Ozeane.

Neben bekannten Meerestieren finden sich auch viele spannende Zusatzinformationen. Interessant fand ich beispielsweise die Hinweise zur Giftigkeit von Würfelquallen und weitere Fakten, die über die reine Tierbeschreibung hinausgehen. Dadurch wirkt das Buch abwechslungsreich und bietet immer wieder neue Entdeckungen.

Insgesamt handelt es sich um ein sehr umfassendes Lexikon, das viel Sachwissen vermittelt, ohne trocken zu wirken. Die Mischung aus eindrücklichen Bildern, gut verständlichen Erklärungen und spannenden Fakten macht das Buch zu einer gelungenen Wissensquelle für Kinder und Erwachsene. Ein Buch, das zum Schmökern einlädt und bei dem man immer wieder etwas Neues lernt.

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National Geographic Kids - Lexikon der Meere

Rezensionen von clematis:

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The Faraway Hostel von Sofia Selma

Mit Aussicht

Das Pinkies ist ein chaotisches, aber gemütliches Hostel, zudem mit Aussicht zum See. Als reiche Investoren das Nachbargrundstück kaufen, um ein modernes Hotel zu errichten, muss Kat in Erfahrung bringen, ob ihr Seeblick in Gefahr ist. Zu diesem Zweck bucht sie inkognito eine Outdoor-Tour beim berechnenden Sohn dieser Unternehmer und kommt drauf, dass nicht alles so ist, wie es scheint.

In lockerer Abfolge wird aus der Sicht von Kat und Lian erzählt, wobei ich eher mit Kat als mit Lian mitfühlen konnte beim Lesen. Beide haben es nicht leicht mit ihren Familien, können ihre Ziele nicht so umsetzen, wie sie es sich vorstellen. Die Geschichte braucht ein wenig, bis sich eine gewisse Spannung aufbaut, das Flair Neuseelands fließt nur bedingt in die Handlung mit ein, da hätte ich gerne noch mehr erfahren bei den Landerkundungstouren. Selmas Schreibstil ist flüssig und passt zum jugendlichen Alter der Hauptfiguren, diese bleiben aber trotz detaillierter Beschreibungen eher distanziert. Zudem hätte es ruhig mehr knistern dürfen, sobald Kat und Lian aufeinandertreffen, die Wende vom Feind zum Freund geht fast ein bisschen zu schnell. Dennoch wird am Ende alles schön aufgelöst, finden sich passende Lösungen, welche Aussichten bieten für die Zukunft.

Eine Geschichte mit interessanter, weil ungewöhnlicher Thematik, die aber durchaus mehr Gefühl zeigen könnte. Gerne drei Sterne.

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The Faraway Hostel

Rezensionen von milky:

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If Books Could Kill von Kate Eberle

Leider nicht meins

Das Hörbuch "If Books Could Kill" von Kate Eberle handelt von Roxy, die Liebesromane nur so verschlingt, selbst aber keine romantischen Beziehungen eingeht. Eines Tages wünscht sie sich, die Hauptfigur im zukünftigen Roman ihrer Lieblingsautorin Anna Matthews zu sein. Wie durch ein Wunder, wird ihr Wunsch erfüllt; jedoch verkündet Anna Matthews auf den sozialen Medien, dass ihr neuer Roman keine Liebesgeschichte wird, sondern ein Thriller.

So beginnt eine turbulente Reise für Roxy.
Der Klappentext hat sich für mich nach viel Potential angehört, da ich hauptsächlich Thriller lese, aber ab und an ganz gerne Liebesromane. Für mich war die Geschichte ein Mix aus Comedy, Romance und Thriller. Leider wurde alles drei eher schlecht als recht umgesetzt. Gerade zu Beginn und im Mittelteil haben mich die Figuren genervt und alles wirkte so aufgesetzt und künstlich. Ich konnte leider gar keine Verbindung zur Hauptfigur aufbauen. Gegen Ende war es dann ganz ok, sodass ich noch den Schluss hören wollte und nicht schon vorher abgebrochen habe.
Die Sprecherin hat das Buch sehr gut gelesen. Die Betonungen waren klasse und auch die Änderung der Stimme je nach Charakter war meiner Meinung nach sehr gelungen und hat mir gut gefallen.

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If Books Could Kill

Rezensionen von JennifersBooks:

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The Flamebearer Trilogy 1: The Witch in the Dead of Night von Charlotte Buckley

Ein vielversprechender Auftakt

Ich war von Anfang an neugierig auf "The Witch in the Dead of Night", weil es genau die Elemente vereint, die ich liebe: Vampire, Hexen und Verschwörungen. Auch das Cover hat sofort mein Interesse geweckt. Dieser Bleiglasfenster-Stil wirkt wunderschön und passt perfekt zur Handlung des Buches.

Im Mittelpunkt steht Finwal Erramun, genannt Finn, die nach einem Vorfall ihr Heimatdorf verlassen muss und in Valnar landet. Dort arbeitet sie zunächst als Dienstmädchen im Schloss des Vampirkönigs Mordric. Als der König sie beim Wirken von Magie in der Bibliothek überrascht, verändert sich ihr Leben schlagartig. Er will sie als magische Beraterin ausbilden lassen, und sein Bruder, Prinz Enhart, übernimmt das Training.
Finn wirkt angenehm realistisch: Sie wird aus ihrem einfachen Leben herausgerissen und genießt den neuen Luxus, die feinen Gewänder und die Aufmerksamkeit des Königs vielleicht ein wenig zu sehr. Ihr Misstrauen am Hof schaltet sie trotz Warnungen aus, was sie manchmal naiv erscheinen lässt. Gleichzeitig macht genau das sie menschlich, denn wer würde nicht ins Schwärmen geraten, wenn sich einem eine solche Welt öffnet?

Besonders spannend fand ich Finns Entwicklung. Sie kann zwar Magie anwenden, doch im Training hat sie oft Angst, ihre Kraft wirklich loszulassen. Trotzdem bleibt sie dran und wächst über sich hinaus. Die Verwandlung von der unsicheren Dienstmagd zur entschlossenen Hexe gehört für mich zu den stärksten Aspekten des Buches.

Bei den angegebenen Tropes Enemies-to-Lovers und Slow Burn war ich allerdings irritiert. Finn beginnt sehr schnell eine Beziehung mit dem König, inklusive deutlicher Annäherungen und Intimität. Von Slow Burn ist dabei definitiv nichts zu spüren. Zwischen Finn und Prinz Enhart entsteht zwar etwas, aber im ersten Band bleibt es eher ein zartes Andeuten. Ich hoffe sehr, dass sich das in den Folgebänden vertieft, denn Enhart wirkt für mich wie das deutlich spannendere Endziel der Romanze. Der König hingegen gibt mir mit seinem Kontrollverhalten gegenüber Finn eher fragwürdige Vibes.

Die Handlung selbst hat mir gut gefallen, weil sie vielseitig ist. Finns persönliche Entwicklung, ihre Beziehungen, die Aufklärung von Morden, alte Prophezeiungen und politische Intrigen greifen ineinander und ergeben eine stimmige Mischung. Einige Stränge bleiben offen, was bei einer Trilogie aber völlig in Ordnung ist. Der Weltenaufbau ist solide, nicht immer bildgewaltig, aber dennoch so klar beschrieben, dass man sich Valnar und seine Umgebung problemlos vorstellen kann. Die Karte im Buch hilft zusätzlich, und ein Glossar braucht es nicht, da Magiesystem und Völker verständlich erklärt werden. Eigentlich kann man gar nicht viel mehr über die Entwicklungen und Wendungen verraten, weil man sonst einige der spannendsten Überraschungen vorwegnehmen würde.

Fazit: Ein atmosphärischer Auftakt mit spannender Charakterentwicklung, einer gelungenen Mischung aus Magie, Intrigen und Romantik sowie einer Welt, die neugierig auf mehr macht. Ich war so überzeugt, dass ich mir direkt die Hardcover-Version vorbestellt habe, denn die Reihe möchte ich unbedingt weiterverfolgen.

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The Flamebearer Trilogy 1: The Witch in the Dead of Night

Rezensionen von milky:

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Tödliches Verderben von Karin Slaughter

Sehr spannend und geheimnisvoll

Der Thriller "Tödliches Verderben" von Karin Slaughter handelt vom Mord an einer Polizistin und der schweren Verletzung ihrer Tochter. Beide werden in ihrem Haus von Sheriff Emmy Clifton, der Hauptfigur, und ihrer Schwester Jude sowie Emmys Sohn gefunden. Jude ist ehemalige FBI-Agentin, ihr Sohn Deputy im selben Department wie Emmy und beide unterstützen Emmy dabei, den Fall aufzuklären.

Während des Aufklärung kommen immer mehr Geheimnisse der Stadt und ihrer Bewohner ans Licht.
Der Text ist total spannend geschrieben und ich konnte mich sehr leicht in dem Buch verlieren und die Zeit vergessen. Durch die vielen Geheimnisse und Wendungen bleibt die Spannung aufrecht erhalten und man wird als Leser immer wieder von der Geschichte überrascht.
Erzählt wird chronologisch und aus der Sie-Perspektive (Großteils aus Emmys Sicht, selten auch aus Judes Sichtweise). Ein, zwei Mal war ich verwirrt, weil ich nicht ganz folgen konnte, ob nun mit "sie" Emmy oder Jude gemeint war, aber man hat sich recht schnell wieder einfinden können.
Fazit: wer ein spannendes Buch mit vielen Wendungen sucht, ist hier genau richtig.

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Tödliches Verderben

Rezensionen von Lydia_Te:

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Sonnenberg von Brigitte Glaser

Feministisch und historisch

"Sonnenberg" von Brigitte Glaser ist ein feministischer und historischer Roman der in den 1970er Jahren spielt. Johanna muss nach dem unerwarteten Tod ihres Vaters den Winzerbetrieb übernehmen und dafür ihr Studium abbrechen. Dazu kommt noch, dass sie ein uneheliches Kind erwartet und sich das Dorf darüber das Maul zerreißt.

Ihre beste Freundin Luzie ist währenddessen in Marokko unterwegs und kommt erst nach der Geburt des Kindes zurück und bringt das ein oder andere Problem mit. Die beiden jungen Frauen verbindet der Widerstand gegen das geplante Kernkraftwerk in Wyhl.
Am Ende des Romans wird nochmals deutlich gemacht, dass es bereits genug aufgezeichnete Geschichten Rund um das AKW Wyhl gibt, jedoch eine wichtige Perspektive fehlt: die der Frauen. Daher liegt das Hauptaugenmerk auf den Frauen, ihren Beitrag und das sie keineswegs nur eine halbe Arbeitskraft darstellen.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, die Figuren sind nahbar und authentisch und ich finde das Thema "gewaltfreier Protest" sehr interessant.

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Sonnenberg

Rezensionen von readpassion9:

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Das Krähenzimmer von Carolin Frey

Villa Sturmmöve

In ihrer Kindheit hat Lotta das Ferienhaus "Villa Sturmmöve" in Geelekow geliebt, dort war sie glücklich. Nach ihrer überstürzten Flucht aus Berlin ist die Villa jetzt ihr Zufluchtsort. Das Haus ist verändert, renoviert, umgebaut, aber die Krähen gibt es immer noch.

Ihr Eindringen bleibt nicht lange unbemerkt, Lotta macht einen Deal und mietet sich offiziell ein.

Doch das Gefühl der Sicherheit aus ihrer Kindheit stellt sich nicht ein, im Gegenteil, Lotta hat das Gefühl beobachtet zu werden und im Haus hört sie Geräusche, die sie sich nicht erklären kann. Lotta stellt Fragen und erfährt nach und nach, was in den letzten Jahren im Haus passiert ist.

Der Thriller ist fesselnd und bietet viel Atmosphäre. Die düstere Villa, das ungemütliche Wetter, geheimnisvolle Menschen, es bleibt lange ungewiss wem Lotta vertrauen kann, wer ihre Freunde sind und wer lügt. In einigen Kapiteln werden Regeln erklärt. Regeln, die ein Unbekannter für sich aufstellt. Wer ist die Person?

Die Figurenzeichnung ist ok, wobei ich einige Entscheidungen Lottas nicht nachvollziehen konnte. Ihr Smartphone ist kaputt, wieso kauf sie sich kein neues? Etwas zu schnell ging mir die Geschichte mit der Vernissage, ob sich das in so kurzer Zeit bewerkstelligen lässt?

Der Thriller bietet jedenfalls spannende Unterhaltung, auch wenn sich mein Verdacht letztlich bestätigt hat. 4 Sterne.

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Das Krähenzimmer

Rezensionen von Petra Sch.:

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Der Club der Unbeugsamen von Kathryn Stockett

so mitreißend, emotional und wundervoll

Die Geschichte spielt von Juli bis Oktober 1933 in Oxford, Mississippi. Man liest abwechselnd aus Sicht der 24jährigen, unverheirateten Birdie Calhoun und der 11jährigen Meg Lafleur, die im Waisenhaus untergebracht ist.
Birdie lebt mit ihrer Mama und Meemaw im Delta, und besucht ihre Schwester Frances in Oxford, die dort mit ihrem wohlhabenden Ehemann und ihrer Schwiegermutter lebt, um sie um Geld anzubetteln.

Die soziale Darstellung der damaligen Zeit (Prohibition, niemand hat Geld, sehr viele Familien verlieren ihre Häuser, weil sie die Grundsteuer nicht mehr zahlen können, überall wird angeschrieben usw.) und die Stellung der Frau, sowie der POC, wird authentisch und eindrücklich dargestellt. Die ganze Geschichte hat so viel Lebendigkeit und Authentizität, man fühlt sich mitten in der damaligen Zeit in Mississippi. Auch die Ausdrucksweisen, Bezeichnungen unterstreichen dies. Besonders hat mir gefallen, dass die direkte Rede oft in Umgangssprache der niedrigeren Bildungsschichten verfasst war, das hat alles noch glaubwürdiger gemacht. Es war einfach alles so heuchlerisch zur damaligen Zeit, einfach nur schrecklich, und ich habe mit den Frauen (und Mädchen) so sehr mitgelitten. Auch wenn ich Birdie manchmal einfach hätte schütteln können: warum steht sie nicht für sich ein? Warum traut sie sich manche Dinge nicht? Aber so war es wohl damals...

Anfangs fragt man sich, warum genau diese beiden Menschen ihre Geschichte erzählen. Sie haben ja nichts gemein. Doch nach und nach ergeben sich Verknüpfungen, die mitreißend und emotional sind.
Meg ist so ein aufgewecktes, intelligentes Mädchen, das mit dem Verlust seiner Mutter nur schwer klarkommt. Denn ihre Mutter Charlie wollte nur kurz etwas einkaufen und ist nie wieder aufgetaucht. Und Meg versucht nun einfach, bestmöglich im Waisenhaus klar zu kommen. Was ihr dessen Leiterin jedoch nicht leicht macht.
Birdie ist so liebevoll und empathisch, sie versucht immer das Beste für alle. Auch für ihre Schwester Frances, die sich sehr oft wie ein richtiges Biest verhält, was ihr gar nicht auffällt. Manchmal hat sie aber auch liebevolle Seiten.
Und so überrascht es nicht, dass nach einer (für mich nicht ganz so überraschenden) schicksalhaften Wendung viel Kreativität und Courage gefragt ist, für die Umsetzung einer gefährlichen Idee, um das Leben wieder in halbwegs geordnete Bahnen zu lenken - und dabei hat Birdie unerwartete Hilfe. Es war einfach sooo lustig zu lesen, als die Mieterinnen im Haus eingezogen sind!

Ich fand es etwas befremdlich, dass bei so einem Buch - wo man ja anhand der Inhaltsangabe genau weiß, worum es geht - in heutigen Zeiten trotzdem eine editorische Notiz abgedruckt werden muss, in der vermerkt ist, dass die an manchen Stellen vorkommende rassistische und diskriminierende Sprache nur der korrekten historischen Darstellung des Alltagsrassismus zur damaligen Zeit in den USA geschuldet ist - das sollte ja wohl selbstverständlich sein, da die Geschichte nunmal in den 1930ern spielt und es damals eben genau so war.
Und ich bin einfach nur begeistert von dieser mitreißenden und bewegenden Geschichte der beiden mutigen Frauen, die authentisch die Gesellschaftsstruktur der 1930er in Mississippi, die riesengroße Schere zwischen Arm und reich, weiß und farbig, Männern und Frauen, wiedergibt.


Fazit:
Eine authentische, mitreißende und emotionale Darstellung der sozialen Gefüge im Mississippi der 30er, als Frauen kaum Rechte hatten und alles einfach nur heuchlerisch war. Mit zwei wahnsinnig sympathischen, empathischen und mutigen Protagonistinnen.

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Der Club der Unbeugsamen