Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Goejos:
Geteiltes Haus von Alice Horácková
Zeitenwende
Erste Hälfte des 20. Jahrhunderts in Benetzko im Riesengebirge. Ein kleiner, unbedeutender Ort. Und doch spielt er in diesem wunderbaren Buch die Hauptrolle. Und natürlich auch seine Bewohner. Ein weiteres Problem war, hier wohnten Deutsche und Tschechen nebeneinander. Das sollte später nochmals ein mehr als großes Problem werden.
Aber der Reihe nach. Die Ortsbewohner mussten zwei Weltkriege überstehen. Nicht Alle. Manche verdienten dabei. Im
Mittelpunkt der Geschichte steht die Familie Hollmann, ihre Frauen, ihre Kinder und ihre Verwandtschaft. Besonders hervorzuheben ist hier Johann (Hans) Hollmann, der Familien Sohn, welcher durch geschickte. Manipulationen während der Judenverfolgung zum Fabrikanten und Geschäftsführer Aufstieg. Ob es ihm weiterhin was gebracht , erfahren sie natürlich in diesem Buch. Ein Buch,welches man nur ungern aus der Hand legt. Durch seine nur kurzen, wechselnden Abschnitten gelingt es hervorragend, der turbulenten Handlung zu folgen.
Rezensionen von Odina:
Die Bernsteinfischerin von Lisa Quentin
Berührende Spurensuche
Die Bernsteinfischerin von Lisa Quentin erzählt die Geschichte von Julika, einer Bernsteinforscherin, deren eigenes Leben durch die Pflege ihrer kranken Mutter stillzustehen scheint. Ein besonderer Fund führt sie an die Ostsee, wo sie von einer Liebe erfährt, die Jahrzehnte überdauerte und ihr schließlich Mut für einen Neuanfang schenkt.
Das Cover ist passend zum Titel gestaltet und strahlt eine angenehme Ruhe aus. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und bildhaft. Man findet schnell in die Geschichte hinein und kann sich die Schauplätze gut vorstellen. Besonders schön fand ich, dass die Kapitel abwechselnd aus der Sicht der beiden Frauen erzählt werden. So begleitet man sowohl Julikas Gegenwart als auch Ebbas Geschichte und erlebt nach und nach wie sich ihre Wege kreuzen. Der Roman ist eher ruhig erzählt, dennoch bleibt es interessant, beide Lebenswege zu verfolgen. Julikas Ehrgeiz und ihr Forschungsfieber haben mir besonders gut gefallen, da ihre Leidenschaft für Bernstein sehr authentisch wirkt. Ebbas Geschichte empfand ich als berührend und voller Gefühl. Vor allem der Gedanke an inneren Frieden hat mir in ihrem Erzählstrang gut gefallen. Insgesamt ist das Buch ein toller Wohlfühlroman für einige schöne Lesestunden.
Rezensionen von Herwig Oberlerchner:
Im ersten Licht von Norbert Gstrein
Schutzengel
Adrian Reiter ist ein zurückhaltender, stiller Mensch, er spricht nicht viel, lässt die Dinge auf sich zukommen und wirken, reflektiert vorerst wenig, lässt sich im Leben – der Leser begleitet ihn über 75 Jahre – treiben, besondere Ereignisse und Begegnungen rutschen mehr durch Zufall und weniger durch aktives Zutun in sein Leben, das der Autor in vier Etappen unterteilt.
In diesen Lebensphasen trifft Adrian auf Menschen, deren Schicksale in besonderer Weise mit den Weltkriegen verwoben sind: kriegsversehrte, direkt oder indirekt traumatisierte, desillusionierte, nach Einordnung des Grauens, nach (Ant-) Worten suchende Menschen, denen sich Adrian eher schutzengelhaft begleitend, erst zuletzt menschlich verbunden zur Verfügung stellt. Man gleitet mit ihm bedächtig durch die Jahrzehnte bis fast zu seinem Tod und einem letzten Resümee.
Rezensionen von brauneye29:
Frag nach Susan von Souvankham Thammavongsa
Hat was
Zum Inhalt:
Die ehemalige Boxerin Ning hat jetzt ein Nagelstudio. Alle Angestellten tragen den Namen Susan, da die Kunden sie eh nicht auseinanderhalten könnten. Auch wenn alle so wirken als ob sie gut drauf sind, haben doch alle irgendwelche Dinge, die sie beschäftigen, doch im Laden wird jeder freundlichst bedient, da zählen persönliche Befindlichkeiten nicht.
Meine Meinung:
Im Grunde ist das Buch so eine Art Sozialkritik, die aber dennoch sehr amüsant rüberkommt, allein schon dass alle Angestellten den Namen Susan tragen, weil die Kunden die Angestellten, die asiatischer Herkunft sind, eh nicht auseinander halten können, hat schon etwas witziges abere auch kritisches. Man erfährt viel über den Alltag in einem Nagelstudio, aber auch viel über die Angestellten und wie sie mit den Kunden umgehen. Viel passieren tut im Grunde nicht, aber irgendwie hat das Buch dennoch einen sehr hohen Unterhaltungswert, was ich so nicht erwartet hatte. Den Schreibstil fand ich sehr angenehm zu lesen.
Fazit:
Hat was
Rezensionen von brauneye29:
Septembermord von Chris Chibnall
Hat mir sehr gut gefallen
Zum Inhalt:
Als der Wirt des örtlichen Pubs tot aufgefunden wird, ist die Ausregung im Dorf groß, denn der Wirt wurde auf groteske Art inszeniert und die Art erinnert an eine Mordserie, die es vor Jahren im Dorf gab und die Leichen ähnlich in Szene gesetzt wurden. Die Ermittlungen gestallten sich für Nicola schwierig, denn die Dorfbewohner sind nicht gerade mitteilsam und jeder scheint ein Geheimnis zu haben.
Meine Meinung:
Das war ein Buch nach meinem Geschmack, da man wirklich bis zum Ende im Dunkeln tappt und immer wieder neue Aspekte auch neue Verdächtige hervorbringen. Ich hatte von Anfang an ein bestimmtes Vergleichsbild im Kopf, dass ich aber nicht nennen werde, da es etwas spoilern könnte, wobei es am Ende dann doch alles anders war. Ich habe das Buch förmlich verschlungen und kann es wirklich uneingeschränkt empfehlen, toller Schreibstil, spannende Geschichte, keine Längen, für mich ein sehr gelungener Thriller.
Fazit:
Hat mir sehr gut gefallen
Rezensionen von Katyleh:
Immerland - Der Ozean der Ewigkeit von Flix
Ein fantastisches Abenteuer
Gemeinsam mit meinem Neffen habe ich „Immerland – Der Ozean der Ewigkeit“ gelesen, und wir wurden von der Geschichte wunderbar in eine fantasievolle und spannende Welt entführt. Die verschiedenen Figuren und außergewöhnlichen Wesen haben uns dabei besonders viel Spaß gemacht – von durchsichtigen Glastigern bis hin zu den fiesen Zweihaien gibt es jede Menge zu entdecken.
Besonders schön fand ich, dass der Schreibstil sehr einfach und flüssig gehalten ist. Dadurch lässt sich das Buch auch von Leseanfängern gut bewältigen, ohne dass dabei das Abenteuer oder die Spannung verloren gehen.
Wir hatten gemeinsam viel Freude mit Mika und seinen Erlebnissen und waren gespannt, was ihn als Nächstes erwartet. Eine tolle Geschichte, die sich wunderbar zum gemeinsamen Lesen eignet und dabei die Fantasie anregt. Von uns gibt es daher eine klare Leseempfehlung!
Rezensionen von brauneye29:
Tödliches Verderben von Karin Slaughter
Hat einige Längen
Zum Inhalt:
Eine Polizistin wird in ihrem Haus ermordet, die Tochter schwer verletzt. Bei den Ermittlungen stößt Sheriff Emmy auf Verstrickungen, die die Ermittlungen nicht gerade einfach gestalten. Hilfe erhält sie von Jude, ihrer Schwester und ehemaligen Bundesagentin, doch es wird ein Wettlauf gegen die Zeit, denn mächtige Feinde lauern im Hintergrund.
Meine Meinung:
Die Autorin ist immer für spannende Bücher gut, bei diesem Buch habe ich mich aber lange Zeit sehr schwer getan, was ich auch schon beim ersten Teil der Serie so erlebt habe. Irgendwie zog sich die Geschichte, bis dann irgendwann im letzten Drittel doch ein wenig mehr Spannung aufkam. Zum Teil glaube ich, dass man bei der Autorin natürlich auch eine sehr hohe Erwartungshaltung hat, die wahrscheinlich einfach gar nicht immer erfüllt werden kann. Insgesamt habe ich mich unterhalten gefühlt, hätte mir aber wie im ersten Teil ein wenig Straffung gewünscht.
Fazit:
Hat einige Längen
Rezensionen von Shilo:
Das erste Haus am Platz von Mina Baites
Ein gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht
Manchmal merkt man schon nach den ersten Seiten, dass einen eine Geschichte eine Weile begleiten wird. So ging es mir hier. Marga wagt einen Neuanfang und erfüllt sich einen Traum, der für eine Frau zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts alles andere als selbstverständlich war. Gemeinsam mit ihren beiden Töchtern eröffnet sie ein Fremdenheim im Fichtelgebirge.
Schnell wird deutlich, wie viel Mut, Kraft und Ausdauer dafür nötig sind.
Am meisten beschäftigt hat mich das Miteinander von Lotte und Luise. Obwohl sie Schwestern sind, gehen beide ganz unterschiedlich durchs Leben. Gerade das macht viele ihrer Gespräche und Entscheidungen interessant. Mal konnte ich die eine besser verstehen, wenig später die andere. Dieses Hin und Her hat sich für mich sehr echt angefühlt.
Mit der Zeit verändert sich die Stimmung. Aus kleinen Spannungen werden größere Sorgen und nicht jede Hoffnung erfüllt sich so, wie man es sich wünscht. Das passiert ganz ohne laute Szenen. Vieles entwickelt sich langsam und genau das hat mich immer wieder dazu gebracht, noch ein Kapitel weiterzulesen.
Auch die Liebesgeschichte hat ihren Platz, ohne alles andere in den Hintergrund zu rücken. Für mich stand viel stärker die Familie im Mittelpunkt. Es geht um Zusammenhalt, um Enttäuschungen und darum, wie schnell sich Beziehungen verändern können, wenn das Leben andere Pläne hat. Dass die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht, hat mein Interesse zusätzlich geweckt.
Als ich das Buch zugeklappt habe, sind mir vor allem diese drei Frauen im Gedächtnis geblieben. Jede trägt ihre eigene Last, jede hofft auf ein besseres Leben und jede muss ihren eigenen Weg finden. Genau das hat die Geschichte für mich besonders gemacht. Ich freue mich schon darauf, sie im nächsten Band weiter begleiten zu dürfen. Von mir gibt es fünf verdiente Sterne.
Rezensionen von Anno:
Mission Microraptor - Immer Ärger mit Arty von Philip Kavvadias
Mit Karacho rein ins Abenteuer
*Schimpfwort*, ist das mal ein tolles Buch! Da fliegt man ja nur so durch die Seiten. Und man will einfach nicht aufhören zu lesen, denn dann könnte man ja etwas verpassen. Die Verfolgungsjagd in der sich Milo und Finn plötzlich befinden, wartet ja nicht!
Und tatsächlich schreitet die Handlung rasch voran und verkörpert die Flucht der Kinder enorm gut.
Sogar sprachlich wurde die Situation sehr gut aufgefangen. Die Sätze sind kurz und prägnant. Sie beschreiben gut und enthalten durch Finns Ausdrucksweise auch einen gewissen Witz. Beide Jungs sind tolle, individuell gestaltete Charaktere, die sich in der für sie ungewohnten Situation erst behaupten müssen. Sie werden eher als normale Kinder dargestellt und weniger als Superhelden, wodurch man sich gut in sie hineinversetzen kann.
Zu Anfang werden sie noch von Spezialagenten begleitet, doch mehr und mehr wandelt sich die Situation. Schön dabei fand ich, wie nachvollziehbar sogar die Abenteuer beschrieben wurden- als könne diese Handlung tatsächlich so statt gefunden haben. Und dies überträgt sich auch auf die Glaubwürdigkeit von Arty, der auch unser aller Herzen förmlich zugeflogen sind. Die Angst um sie und ihre Zukunft stachelt daher auch uns enorm an, dieser Serie treu zu bleiben. Denn das Abenteuer hat mit diesem Buch erst begonnen…
Rezensionen von S.:
Alleinruhelage von Eva Menasse
Das Haus und sie
Jetzt soll das abgelegene Haus am See verkauft werden. Viele Jahre wurde es bewohnt, geliebt, umgebaut. Viele Erlebnisse und Geschichten hängen daran. Z.B. die von Alla und Bolek, zwei absoluten Originalen. Beide werden anerkannt, gelobt. Authentisch beschriebene Alleskönner. Aber es ist auch Überheblichkeit seitens der Besitzerin zu spüren, Unverständnis für die Lebensweise Anderer, sogar abwertende Urteile für geschätzte Dinge der Einwohner.
Die sie fast alle so gar nicht mag und auch nicht zu verstehen versucht. Mit ihren Mitmenschen verfährt sie oft ungnädig, urteilt intolerant. Einiges an ihrem Wohnort ist gut, einiges missfällt, u.a. der nicht immer schöne See, die unbekannte Vergangenheit einiger Ansässiger. Nun zieht sie weiter.
Positiv anzumerken ist: Eva Menasse schreibt in angenehmen Erzählfluss, setzt Worte geschickt. Sie vermittelt Stimmungen und zeichnet anschauliche Bilder. Ein Blick aus einer in eine andere Welt.











