Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PMelittaM:
Cursed for Good - Eine Prinzessin. Ein Pirat. Und ein verfluchter Buchladen. von Amy Coombe
Amüsanter Cosy Fantasy-Roman
Tanadelle de Courcy, von Freunden Tandy genannt, ist die zweitgeborene Prinzessin des Königreiches Widdenmar. Als solche nimmt sie vorwiegend die Repräsentationsaufgaben ihrer Familie wahr. Als sie im kleinen Örtchen Little Pepperidge ihrer Pflicht nachkommt, nutzt sie die wenige freie Zeit, die sie hat, eine Buchhandlung aufzusuchen.
Dort trifft sie ein Fluch, fortan kann sie die Buchhandlung nicht mehr verlassen und muss sich um diese kümmern. Das wäre auf Dauer vielleicht gar nicht so schlimm, würden ihr ihre Eltern nicht die Prinzen der umliegenden Königreiche schicken, damit diese Tandy per Kuss der wahren Liebe von dem Fluch befreien. Und dann ist da noch dieser ebenfalls verfluchte Pirat, der sich zu gerne in der Buchhandlung aufzuhalten scheint.
Die Geschichte ist genauso amüsant, wie sie klingt. Die Prinzen, die nach und nach auftauchen, sind alle recht eigen, und brachten mich zuverlässig zum Schmunzeln. Bash, den Piraten, und Sasha, eine jugendliche, oft schwermütige Drakonin, die im Laden aushilft, kann man sich schnell nicht mehr aus der Geschichte wegdenken.
Die Autorin lässt ihre Protagonistin selbst in Ich-Form erzählen, so erlebt man alles aus deren Augen, und erlebt hautnah mit, wie sie sich verändert, wie aus der Prinzessin, deren Leben genau getaktet und durch Traditionen bestimmt ist, eine Frau wird, die nun selbstständig sein und für sich selbst sorgen muss, und ihr neues Leben mehr und mehr mag. Nicht nur sie, auch ich als Leserin wusste irgendwann nicht mehr, ob sie sich überhaupt die Fluchbefreiung wünschen sollte. Das Ende des Romans hat gepasst, auch wenn es etwas vorhersehbar ist.
„Cursed for Good“ ist ein Cosy Fantasy-Roman, der mich unterhalten und amüsieren konnte. Nicht nur die Welt mit ihren verschiedenen Ländern und Bewohner:innen, sondern auch die Charaktere haben mir gut gefallen. Ich werde die Autorin auf jeden Fall im Auge behalten.
Rezensionen von Ruth:
Die Rückkehr der Hoffnung von Rutger Bregman
Wertvolle Denkanstöße
Rutger Bregman, der niederländische Historiker, hat 2020 mit seinem hoffnungsvoll stimmenden Buch „Im Grunde gut“ einen Bestseller gelandet. Darin stellt er die These auf, dass der Mensch von Natur aus kooperativ, freundlich und gut ist und belegt dies mit Erkenntnissen aus der Anthropologie, der Biologie und der Psychologie.
Dieser schmale Band hier, knapp 90 Seiten, versammelt vier Vorträge von ihm, die er bei den BBC Reith Lectures gehalten hat, eine Vortragsreihe der BBC, in der jährlich herausragende Persönlichkeiten bedeutende gesellschaftliche Fragen beleuchten.
Als Sohn eines Pastors weiß Rutger Bregman, wie man eine gute Predigt aufbaut: „Erster Akt: Notlage. Zweiter Akt: Rettung. Dritter Akt: Dankbarkeit.“
Nach diesem Prinzip hat er seine Vorträge aufgebaut und beginnt deshalb folgerichtig mit „Eine Zeit der Monster“. Hierin zieht er Parallelen zum spätrömischen Reich und zum Untergang Venedigs im 14. Jahrhundert. „Die römische Elite feierte, während Rom brannte. Unsere Eliten übertragen das Feuer im Livestream und machen den Rauch zu Geld.“
Weil heutzutage nicht mehr die Fähigsten aufsteigen, sondern die Skrupellosesten, haben wir moralisch verkommene politische Führer. Am auffälligsten sehen wir das in den USA, wo wir aktuell den „ korruptesten Präsidenten in der Geschichte der Vereinigten Staaten“ haben. ( Kleine Randbemerkung: Die BBC hat aus rechtlichen Gründen diese Passage entfernt.)
In diesem Zusammenhang bedauert er es, dass die fähigsten Köpfe ihr Talent und ihre Intelligenz nicht dazu einsetzen, die globalen Probleme zu lösen, sondern im „Bermudadreieck für Talente“ verschwinden, nämlich in der Unternehmensberatung, im Bereich der Finanzen und der Firmenrechte. Sie möchten nicht mehr die Welt verändern, stattdessen machen sie die Reichen noch reicher und versuchen selbst ein großes Stück vom Kuchen abzubekommen
Europa macht er den Vorwurf, dass es nicht mehr die Zukunft gestaltet, sondern den Staus Quo reglementiert.
Dabei sehnen sich die Menschen nach Veränderung und nach Orientierung. Letzteres müssen die demokratischen Eliten liefern, denn die Gegner der Demokratie sind bereit, dieses Vakuum mit ihrem Narrativ zu füllen.
Bregman fordert deshalb eine „moralische Revolution“. Beispiele, wie wir eine solche moralische Revolution herbeiführen können, findet er in der Vergangenheit. Er präsentiert historische Persönlichkeiten und Gruppierungen, wie z.B. die von Großbritannien ausgehende Bewegung gegen den Sklavenhandel und die Sklaverei oder die Suffragetten, die für das Wahlrecht der Frauen kämpften, um zu beweisen, dass gesellschaftliche Veränderungen oft mit einer engagierten Minderheit beginnen.
Seine Hoffnung setzt er auf Menschen mit Visionen für eine gerechtere und bessere Welt . Und sein Appell richtet sich an uns alle.
Bregmans Vorträge sind schlüssig aufgebaut, mit zahlreichen Beispielen und Anekdoten angereichert, so dass der Text leicht verständlich und nachvollziehbar ist.
Trotzdem kann ich auch nach der Lektüre nicht voller Optimismus in die Zukunft blicken. Während ich seiner Gegenwartsanalyse vorwiegend zustimmen kann und ich seine Exkurse in die Vergangenheit recht interessant fand, so sind mir seine Vorschläge zu unkonkret. Dennoch sind seine Ausführungen und seine philosophischen Betrachtungen wertvolle Denkanstöße und machen Lust auf weitere Bücher von ihm.
Rezensionen von Rinoa:
Vega Varg - Das Schweigen der Insel von Åsa Hellberg
Solider Krimi
Von Beginn an ist natürlich klar - das sagt ja bereits der Titel -, dass es hier auch viel um Vega Varg und ihre Vergangenheit gehen wird.
Ein bisschen Probleme hatte ich mit der geografischen Zuordnung, was liegt in Norwegen, was in Schweden, wer wohnt wo? Das hat den Lesefluss gerade anfangs doch etwas gestört.
Ansonsten hat mich der Schreibstil so ein wenig an die Hulda-Reihe erinnert, irgendwie einfach (ohne das negativ zu meinen) und sehr angenehm zu lesen.
Als ich mich an die örtlichen Gegebenheiten und doch recht vielen Personen und Namen gewöhnt hatte, entspann sich ein typischer Krimi, eher ruhig und besonnen als actionreich, aber durchaus spannend.
Den eigentlichen Fall fand ich gut konstruiert und schnell wird klar, dass er für Vega Varg sehr persönlich ist. Immer wieder gibt es Rückblenden in die Vergangenheit, als ihr Mann ermordet wurde, und die Zeit danach.
Am Ende wurde es dann richtig dramatisch, das hat für mich nicht so ganz zum Rest gepasst. Als müsste man jetzt noch möglichst viele Wendungen einbauen. Da wäre weniger vielleicht mehr gewesen.
Ansonsten hat mir "Vega Varg" aber gut gefallen, es war spannend und hat mir einige unterhaltsame Lesestunden beschert. Ich weiß nicht, ob hier ein weiterer Teil angedacht ist, so ganz kann ich mir das gerade nicht vorstellen, werde aber durchaus danach Ausschau halten.
Rezensionen von Stern567:
Der kleine Alexander von Humboldt. Eine Reise durch die Wälder dieser Erde von Verena Linde
So ein schönes Kinderbuch!
"Der kleine Alexander von Humboldt“ ist ein wunderschönes Buch, das schon beim Aufschlagen richtig Freude macht. Es ist schön groß und bietet den traumhaft schönen Illustrationen von Alina Spiekermann ganz viel Platz. Und das lohnt sich: Die Bilder sind voller liebevoller Details, sodass man auf jeder Seite Neues entdecken kann.
Eichhörnchen, mächtige Bäume, exotische Tiere und geheimnisvolle Wälder werden so lebendig, dass man direkt das Gefühl bekommt, selbst mit Alexander auf Entdeckungsreise zu sein.
Verena Linde erzählt die Geschichte liebevoll, leicht und mit viel Fantasie. Gemeinsam mit Pria und Theo reist der junge Alexander von Humboldt durch verschiedene Wälder der Erde und lernt dabei ganz nebenbei jede Menge über Tiere, Pflanzen und ihre Lebensräume. Das Wissen fügt sich wunderbar in die Geschichte ein und wirkt nie trocken.
Ein tolles Buch für neugierige Kinder ab fünf Jahren – und vor allem perfekt zum Vorlesen! Man kann gemeinsam staunen, suchen, entdecken und immer wieder bei den Bildern hängen bleiben. Ein richtig schönes Gesamtpaket aus Abenteuer, Naturwissen und traumhaften Illustrationen.
Rezensionen von Lilli33:
FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister
Ein außergewöhnlicher Spannungsroman
Ein außergewöhnlicher Spannungsroman
Tu dir einen Gefallen: Lies nicht den Klappentext oder eine sonstige Beschreibung des Buches. Darin wird die Handlung nicht ganz korrekt dargestellt. Somit werden falsche Erwartungen geschürt. Es handelt sich bei diesem Buch nicht um einen Thriller im herkömmlichen Sinn, sondern um einen Roman, was vom Verlag auch so angegeben wird.
Worum geht es? Es ist 7:01 Uhr an einem Bahnsteig in der Londoner U-Bahn. In fünf Minuten soll der Zug einfahren und dann wird jemand sterben, eine von fünf Personen, die wir bis dahin näher kennenlernen werden. Ein allwissender Erzähler beobachtet die Vorgänge am Bahngleis und berichtet uns davon. Die Lesenden werden dabei direkt angesprochen. Nach kurzer Zeit wird dieser Bericht unterbrochen und wir tauchen stattdessen in das bisherige Leben von Emma ein, einer stark überforderten Mutter, die mit ihrem sechsjährigen Sohn Gideon am Bahnhof ist. Danach läuft wieder die Handlung am Bahnsteig weiter, die von Minute zu Minute, ja von Sekunde zu Sekunde dramatischer und spannender wird. In weiteren Einschüben lernen wir den Geschäftsmann Liam kennen sowie die Wissenschaftlerin Mrs Worth und den spielsüchtigen Sonny. Sie alle haben ihre Leidensgeschichten im Gepäck, sie alle sind nicht wirklich sympathisch und trotzdem wünscht man niemandem, dass er/sie der Mensch sein soll, der in wenigen Minuten sterben muss. Oder doch?
Die Autorin, Ilona Bannister, versteht es, die Lesenden zu manipulieren, indem sie sie nur an ausgewählten Details aus dem Leben der Protas teilhaben lässt und ihre Gefühle damit in eine bestimmte Richtung drängt. Man muss einiges zwischen den Zeilen lesen. Wie man die verschiedenen Personen sieht, hängt sicherlich auch mit den eigenen Erfahrungen zusammen.
Obwohl man immer wieder persönlich angesprochen wird, empfand ich den Schreibstil als seltsam distanziert, was mich ein klein wenig gestört hat. Manches war mir auch zu plakativ dargestellt. Eine tiefgründigere Betrachtung wäre an manchen Stellen schön gewesen. Das Konzept des Buches fand ich aber auf jeden Fall sehr gelungen. Es ist außergewöhnlich und hat mich unweigerlich zum Nachdenken angeregt. Gleichzeitig hat es mich auch sehr gut unterhalten und mir ein paar spannende Lesestunden beschert.
Rezensionen von Odina:
FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister
Countdown
„Five – Das Ticken der Zeit“ von Ilona Bannister handelt von fünf Menschen, die an einem Londoner Bahnsteig auf ihren Zug warten. Jeder von ihnen hat eigene Sorgen, Ängste und Geheimnisse. Als plötzlich ein Streit eskaliert und Panik ausbricht, beginnt ein gnadenloser Countdown: In fünf Minuten wird einer von ihnen sterben.
Mich hat das Buch sofort gepackt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und fesselnd, sodass man schnell in die Geschichte hineingezogen wird. Besonders stark fand ich das hohe Tempo und die ständige Spannung durch den Countdown. Man spürt beim Lesen richtig wie die Zeit abläuft und man möchte unbedingt wissen was passiert und wer am Ende betroffen sein wird. Auch die Charaktere wirken authentisch und glaubhaft. Sie haben Ecken, Schwächen und Geheimnisse, wodurch die Geschichte psychologisch interessant wird. Insgesamt ist das Buch ein echter Pageturner, den ich gerne weiterempfehle.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Benjamin im Stroboskop von Bernard Hoffmeister
Nur für Benjamin-Enthusiasten
"Benjamin im Stroboskop" ist ein ungewöhnliches Buch mit einem ungewöhnlichen Titel. Was ein Stroboskop ist, musste ich erst einmal nachschauen: ein Gerät, das in regelmäßigen zeitlichen Abständen Lichtblitze abgibt, sagt Wikipedia.
So ist auch das Buch gestaltet: nur, dass die Lichtblitze, mit denen wir Einblick in Benjamins Leben bekommen, keiner chronologischen Reihenfolge gehorchen und ständig in der Zeit nach vorne und wieder zurückspringen.
Die Hauptfigur Benjamin, um die es hier geht, ist 29 Jahre alt, promoviert über den Philosophen Walter Benjamin und tritt außerdem bei Poetry-Slams auf.
Es geht um Benjamins schlecht bezahlten Lehrauftrag auf der Universität, bei dem er sich ausrechnet, wie viele Pfandflaschen er zurückgeben müsste, um auf ein ähnliches Einkommen zu kommen wie die 30 Euro pro Stunde Lehren, Vor- und Nachbereitung wird nicht bezahlt. Es geht um seinen Kontakt mit seinem Doktorvater, der nicht wirklich hilfreich scheint, aber ihn doch unterstützt, ein Stipendium zu bekommen, aber ist das überhaupt Realität? Es geht um Benjamins Studentenleben, seine gesundheitlichen Probleme mit seinem Geschlechtsteil, Ausgehen und so einiges mehr. Es geht um viele philosophische Ideen, die man vielleicht versteht, wenn man sich mit Walter Benjamins Werk auseinandergesetzt hat, was ich nicht habe.
Mir persönlich hat dieses Buch nicht viel gegeben und die Lektüre hat mir auch nicht viel Freude bereitet. Ob und was ich mir daraus mitnehme, ist mir auch nicht klar.
Die Beschreibungen der ausbeuterischen Zustände an Universitäten waren für mich nichts Neues, auch orientierungslose und selbstzweifelnde junge Menschen wie Benjamin finden sich zuhauf in der Realität und in der Literatur.
Möglicherweise liest man das Buch noch einmal ganz anders, wenn man die philosophischen Hintergründe kennt und einordnen kann, vielleicht zeigen sich da ganz neue Tiefen auf und es zeigt sich ein Insider-Humor, den man nur mit weiterführendem Wissen verstehen kann.
Immerhin findet es sich auf der Hotlist für das Buch des Jahres der Unabhängigen Buchhandlungen, es liegen also vielleicht unerkannte Schätze darin und zumindest irgendwer hat irgendetwas Wertvolles in dem Buch erkennen können.
Das kann ich leider nicht beurteilen, ebensowenig, ob ich das Buch einer philosophisch einschlägig vorgebildeten Leserschaft empfehlen könnte. Für die meisten an Büchern Interessierten ist es vermutlich ein eher wenig zufriedenstellendes Werk.
Rezensionen von yellowdog:
Die Tote von Lichtenberg von Armin Öhri
Der verschwundene Onyx
Die Tote von Lichtenberg ist zugleich historischer Roman wie auch Krimi. Das ist eine Spezialität des Gmeiner-Verlags.
Der Roman führt uns ins Jahr 1860 zurück und hat originellerweise einen Tatortzeichner als Hauptfigur. Das ergibt eine andere Vorgehensweise als bei dem üblichen Ermittler.
Der Liechtensteinische Autor Armin Öhri gibt seinen Figuren nicht so viel Tiefe oder Profil, aber Julius Bentheim als Tatortzeichner funktioniert auch so.
Es ist ein routinierter Roman, bei dem man als Leser nicht viel falsch macht, wenn man ihn sich zulegt.
Rezensionen von C. P.:
Die Villa von Markus Heitz
Das Böse wohnt zwischen den Ziegelsteinen
Bei einer Zwangsversteigerung ergattert Doreen eine alte Leipziger Villa, von der sie schon seit Jahren schwärmt. Für den Spottpreis von 100 Euro. Zufall? Schicksal? Oder hatten da irgendwelche Mächte ihr Klauen im Spiel?
Sie besaß nun eine renovierungsbedürftige, denkmalgeschützte Bruchbude (Zitat S.
15)
Ihre 15-jährige Tochter ist zunächst wenig begeistert. Doch wie auf magische Weise scheint ihr Traum von einer Karriere als Sängerin plötzlich in griffbarer Reichweite, seitdem sie in die Villa eingezogen sind. Und auch privat sowie finanziell scheint den beiden das Glück in die Hände zu spielen.
Parallel versucht der Londoner Musiker Ethan den gewaltsamen Tod seiner Mutter aufzuklären und kommt dabei einer alten Loge auf die Spur, welche ihren Ursprung in besagter Leipziger Villa hatte.
Zwei Erzählstränge, die aufeinander zulaufen und jeweils eine Spur der Gewalt hinter sich herziehen. Das Geheimnis der Villa wird langsam enthüllt, während es zunächst unerkannt seine Eigenschaft als Horror-Haus auslebt. Die Horror- und Gewalteelemente sind kurz und schonungslos, die Hintergründe spannend konstruiert. Man weiß nie, wen es als Nächsten trifft, was das Haus im nächsten Moment unternimmt. Oder warum die Auswirkungen der Villa so weitreichend ausfallen.
Tick-Tack, Tick-Tack
Durchzogen ist der Roman vom Ticken einer großen Standuhr, die nicht nur Teil der Villa, sondern auch des Horror-Romans ist. Ein kleines, aber feines Stilmittel, welches effektiv das Grauen ankündigt. Und dennoch kann das Grauen, welches mit Gewalt begann, nur Gewalt beendet werden.
Wer Lust auf einen Gothic-Horror-Roman hat, selbst ein Horrorhaus besitzt oder in Erwägung zieht, sich in Kürze eines zuzulegen: Dann ist dieser Roman definitiv das Richtige für euch!
Rezensionen von yellowdog:
Frag nach Susan von Souvankham Thammavongsa
Such Dir eine Farbe aus
Souvankham Thammavongsa ist eine kanadische Autorin, geboren in Thailand.
Das Buch wirkt wie eine Bestandsaufnahme. Es zeigt einen Tag in einem Schönheitssalon.
Es sind die Gedanken von der 42jährigen Besitzerin Ning, die das Buch durchziehen.
Sie war früher Boxerin und ist ziemlich tough. Ihre Mitarbeiterinnen müssen alle ungefähr gleich aussehen und tragen alle das Namensschild Susan.
So gibt Ning dem Laden ihren Ausdruck.
Obwohl eigentlich fast nichts passiert, bekommt man als Leser einen Eindruck vom Leben der Frauen in diesem Salon. Mögen sie sich auch alle ähnlich sehen, sind sie doch unterschiedlich. Eine ganze Reihe von Emotionen verbergen sich im Text, der eigentlich zu kurz ist. Aber Souvankham Thammavongsa hat einen prägnanten Schreibstil










