Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain von Sasha Peyton Smith
Romantasy trifft Regency- gefällt mir ja mal richtig gut
Ich finde ja dieses Crossover aus Bridgerton-Vibes und düsterer Fae-Fantasy richtig ansprechend. Hätte nicht gedacht, dass das für mich so ein Ding sein könnte, aber wow, ich mochte den Flair dieser Geschichte richtig gerne. Bin ja sowieso absoluter Fan von der Kunst des Werbens im alten England, den Bällen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten, aber das ganze nochmal gepaart mit magischen Pakten und einer beängstigenden Fake-Queen ist einfach nochmal so viel spannender.
Auch das Love-Triangle aus Ivy, Bram und Emdet gefällt mir richtig gut. Man merkt sehrt gut, wie Ivy hin und her gerissen ist zwischen dem, was sie sich selbst erhofft und dem, was sie für das Beste für das weitere Schicksal ihrer Familie hält. Ich mochte auch die Nebenhandlung rund um Lydias Rose Bargain und fand es so spannend herauszufinden, was wohl dahintersteckt.
Am Erzählstil hat mir besonders gut gefallen, dass auch jedes der anderen Mädchen ein eigenes Kapitel bekommt. So lernt man sie etwas besser kennen, erfährt viel über ihre Motive und Lebensumstände und das ganze macht die Geschichte dreidimensionaler und authentischer. Neben den Interaktionen der Mädchen selbst waren für mich die seltsam grausamen Prüfungen der Queen mein absolutes Highlight. Das hat der Geschichte einen bedrohlichen touch gegeben und sie zusätzlich interessant gemacht.
Ich fand auch das Ende absolut gelungen und will jetzt unbedingt wissen, wie es weitergeht. Hat mir richtig gut gefallen.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Stalins Alpinisten von Cédric Gras
Eine späte Hommage für die Brüder Abalakow
Witali und Jewgeni Abalakow: Eine späte Hommage an zwei Weltklasse-Bergsteiger, die kaum bekannt sind
Durch einen Zufall ist mir diese preisgekrönte Reportage des französischen Journalisten Cédric Gras über die sowjetischen Brüder und Bergsteiger Witali und Jewgeni Abalakow in der Bibliothek in die Hände gefallen.
Während man die Bergsteiger und Bergsteigerinnen aus Österreich, der Schweiz, Deutschland, den USA oder Japan zumindest dem Namen kennt, sind jene der UdSSR meist unbekannt. Mit diesem Buch setzt Cédric Gras den Brüdern Witali und Jewgeni Abalakow ein Denkmal.
Akribisch geht er in verschiedensten Archiven, auch in jenen des KGB allen jenen Hinweisen nach, die die Abalakows betreffen. Dabei stößt er auf Überraschendes und Verstörendes.
Wie kommt es, dass die zunächst von Stalin gefeierten Alpinisten, die seine Büsten und die vermeintlichen Segnungen des Marxismus auf die Gipfel der Berge der UdSSR bringen, plötzlich in Ungnade fallen, verhaftet werden und mitunter verschwinden lässt?
Die Brüder, die aus Krasnojarsk/Sibirien stammen, unternehmen zahlreiche Expeditionen im Kaukasus sowie im zentralasiatischen Pamir und Tian Shan. Dort besteigen sie in den 1930er Jahren im Namen des Regimes die Siebentausender Pik Stalin und Pik Lenin sowie den Khan Tengri, der sie beinahe das Leben und zahlreiche Finger und Zehen kostet. Sie werden als Helden bejubelt.
1936 gehen die Brüder das letzte Mal gemeinsam auf den Berg. Zum einen gerät der Alpinismus zunehmend unter staatliche Kontrolle und zum anderen zerstreiten sich die Brüder auch privat. Ab 1937 findet das traditionellen Bergsteigen ein Ende. Da der Sowjetischen Armee Gebirgsjäger, wie in der Deutschen Wehrmacht oder den anderen Armee zu finden sind, fehlen, sollen die Abalakows Soldaten dazu ausbilden. Dabei achtet das Regime nicht auf die körperliche Eignung, sondern auf die Regimetreue.
Ab 1938 werden nicht mehr einzelne Alpinisten, sondern Truppen von bis zu 2000 Mann vom Regime zum Gipfelsieg entsandt. Dabei geraten viele Bergsteiger unter die Räder, so auch Witali, der Opfer des Großen Terrors und der stalinistischen Säuberungen wird. Er wird verhaftet, gefoltert und überlebt nur knapp. Nach dem Tod Stalins gelingt Witali die Rehabilitierung, seiner Bergleidenschaft lebt er bis ins hohe Alter aus. Nur der höchste Berg der Welt sollte ihm verwehrt bleiben. Witali stirbt 1986 mit 80 Jahren in Moskau.
Sein Bruder Jewgeni hingegen, der nicht in die Fänge von Stalins Terror gerät, sondern in der Schlacht um Moskau 1941/42 gegen die Nazi-Deutschland kämpft, wird 1948 in seiner Wohnung tot aufgefunden. Obwohl seine Frau nicht an die Kohlenmonoxid Vergiftung glaubt, wird sein Tod als Unfall klassifiziert und die Akte geschlossen. Ob hier von „höherer oder höchster Stelle“ nachgeholfen worden ist? Oder ist es nur der Unglaube, dass eine so wagemutige Person, einem profanen Gasunfall durch einen defekten Badeofen zum Opfer gefallen sein kann?
Meine Meinung:
Die Recherchearbeit kann nicht hoch genug gelobt werden. Denn in den Archiven des NKWD/KGB nach Regimekritikern zu suchen, ist bestimmt nicht einfach oder angenehm. Es scheint, als hätten die dortigen Mitarbeiter einem ähnlich akribischen Bürokratismus gefrönt wie die Gestapo des NS-Regimes, weshalb zahlreiche Notizen, Briefe, Fotos sowie Verhörprotokolle erhalten geblieben und in die Reportage eingeflossen sind.
Autor Cédric Gras verwebt die Ergebnisse seiner Recherchen gekonnt mit zeitgeschichtlichen Fakten und flicht eigene Erfahrungen beim Bergsteigen mit ein. Diese autobiografischen Einschübe tauchen immer wieder unvermutet und holpern im Lesefluss ein wenig. Ich verstehe allerdings, dass der Autor seine Emotionen mit den Lesern teilen will. Interessant sind auch die vielen erhaltenen Fotos von den Expeditionen sowie von Jewgenis Gemälde.
Das Buch ist dank Manon Hopf's Übersetzung aus dem Französischen ist seit 2021 in deutscher Sprache verfügbar! 2020 wurde es mit dem renommierten „Prix Albert Londres" ausgezeichnet.
Auf dem Cover der französischen Originalausgabe sind übrigens beide Brüder abgebildet. Dass das Foto nicht auch für die deutsche verwendet worden ist, finde ich schade.
Fazit:
Cédric Gras hat mit seinem Buch „Stalins Alpinisten“ eine unwahrscheinlich spannende und packende Reportage geschrieben. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Die Mitternachtsreise von Matt Haig
Hatte bisschen Pipi in den Augen
Matt Haig schreibt einfach Bücher, die mich thematisch sehr ergreifen, trotzdem ist es immer so ein bisschen Glücksspiel, ob mir das jeweilige Buch aber auch tatsächlich gefällt. Hier war der Fall aber für mich sehr klar: habs geliebt. Für mich das bisher beste Buch von Matt Haig, ich hab ja so geheult beim Lesen.
Lieben wir nicht alle diese „Grumpy old man“-Geschichten?! Nur dass Wilbur eigentlich nicht grumpy ist, sondern jemand, der viel Schmerz erfahren, falsche Entscheidungen getroffen und das eigene Leben verpasst hat. Zudem ist Wilbur nun tot, gestorben einsam und allein. Am Ende seines Lebens geht er als Geist auf Reise durch die Schlüsselmomente seines Leben. Durch die Höhen und Tiefen, die Liebe und den Verlust.
Herzstück ist für mich die Liebe zu Maggie, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Sie begleitet Wilbur von seiner Kindheit an und zu wissen, dass er am Ende ohne sie ist, hat mir schon von Beginn an das herz schwer gemacht. Die Geschichte ist einfach wundervoll in ihrer Tragik, einfach weil das Thema sehr nahbar und ergreifend ist. Natürlich geht es hier nicht nur um die Liebe, die mal ganz leicht und dann wieder unfassbar schwer ist, aber sie schwingt eben doch bei allen mit, was Wilbur erlebt.
Es hat mir gefallen, wie er seine Lebensetappen rekapituliert, sie in ein neues Licht gerückt sieht, bereut und begreift. Und dann wirkt die Geschichte ihre Magie. ich will hier nicht zu viel verraten, aber was Wilbur tut, ist absolut ergreifend. Die Geschichte birgt einiges an Lektionen, die jeder beherzigen sollte und gibt reichlich Denkanstöße, das eigene Verhalten mal zu hinterfragen. Denn was am Ende zählt ist, geliebt zu haben und geliebt worden zu sein.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Brechen wir aus! von Leokadia Justman
Das authentische Memoir einer polnischen Jüdin in Tirol
Dieses Memoir, das von Dominik Markl und Niko Höfinger 2025 im Tyrolia-Verlag herausgegeben worden ist, ist die bewegende Flucht- und Überlebensgeschichte von Leokadia Justmann (1922-2002), die gemeinsam mit ihrem Vater aus dem Warschauer Ghetto geflohen ist, während ihre Mutter nach Treblinka deportiert und ermordet worden ist.
Leokadia und ihr Vater kommen 1943 als Zwangsarbeiter nach Tirol, leben dort mit falschen Papieren bis sie an die Gestapo verraten werden. Der Vater stirbt im KZ Reichenau, während es Leokadia mit einer Freundin gelingt, aus dem Gefängnis zu fliehen. Die beiden Frauen werden mit Hilfe von fünf mutigen Polizisten und drei unerschrockenen Frauen versteckt. In Innsbruck wird sie Joseph Wisnicki, einen polnischen Juden kennenlernen, der eine ähnliche Lebensgeschichte hat. Die beiden heiraten 1946 und lassen sich 1950 in den USA nieder.
Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.
Meine Meinung:
Leokadia Justmann hat, wie man im Nachwort lesen kann, mit ihren Aufzeichnungen bereits während ihrer Flucht begonnen, sie mehrmals redigiert und in mehreren Auszügen veröffentlicht unter anderem 1963 als „In Quest for Life“. Bei ihrem Tod 2002 findet sich eine neuerliche überarbeitete Version dieser acht Jahre dauernden Überlebensgeschichte, die Grundlage für die Forschungsarbeit von Dominik Markl und Niko Höfinger ist. Die beiden Herausgeber haben den Bericht behutsam redigiert, die Angaben gegengecheckt und dort wo notwendig, die eine oder andere Ergänzung oder Korrektur angebracht. Auf Grund der detaillierten Angaben von Leokadia Justmann, ist es Dominik Markl und Niko Höfinger gelungen, einige wenige ähnliche Schiksale ausfindig zu machen.
Das Buch ist, ebenso wie jenes ihres Ehemann Joseph Wisnicki, als Hardcover mit zahlreichen privaten Abbildungen erschienen.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem, erstmals in Deutsche übersetze Memoir, das einen authentischen Einblick in die (Über)Lebengsgeschichte einer polnischen Jüdin in Tirol gibt, eine Leseempfehlung und 5 Sterne.
Rezensionen von nil_liest:
Trag das Feuer weiter von Leïla Slimani
Würdiger Abschluss einer Trilogie
Eine Schriftstellerin verliert nicht ihre Worte, sondern den Weg zu ihnen. Mia sitzt in Paris und merkt, wie etwas in ihrem Inneren verschwimmt. Namen, Bilder, Gefühle – als hätte jemand einen Schleier über ihr Gedächtnis gelegt. Der sogenannte Brain Fog raubt ihr nicht nur die Konzentration, sondern auch die Gewissheit darüber, wer sie eigentlich ist.
Also reist sie zurück nach Meknès, auf die Farm ihrer Großeltern. Dorthin, wo ihre Familiengeschichte begann. Doch statt Heimkehr erwartet sie etwas anderes: die Erkenntnis, dass man selbst an den Orten seiner Kindheit zur Fremden werden kann.
Mit Trag das Feuer weiter schließt Leïla Slimani ihre große Familiensaga ab – und macht aus dieser Rückkehr zugleich eine Suche nach Identität, Herkunft und Erinnerung. Während Mia versucht, die Fäden ihres eigenen Lebens wieder aufzunehmen, entfaltet sich vor den Leser:innen noch einmal das Panorama einer Familie über mehrere Generationen hinweg. Großmütter, Mütter, Töchter. Frauen, die sich immer wieder gegen die Grenzen ihrer Zeit stemmen. Frauen, die ihren eigenen Weg suchen, auch wenn sie dafür einen Preis zahlen müssen.
Besonders berührt hat mich dabei die Figur der Mia. Sie lebt zwischen Welten, Sprachen und Identitäten. Als Französin in Marokko, als Marokkanerin in Frankreich, als homosexuelle Frau in einem gesellschaftlichen Umfeld, das zunehmend konservativer wird. Dieses Gefühl des Dazwischenseins zieht sich wie ein feiner Riss durch den gesamten Roman. Nirgends ganz anzukommen, überall ein wenig fremd zu bleiben – Slimani beschreibt diese Erfahrung mit großer Klarheit und ohne jede Sentimentalität.
Dabei erzählt der Roman weit mehr als nur eine Familiengeschichte. Im Hintergrund verändert sich Marokko. Die Hoffnungen früherer Jahrzehnte verblassen, politische Repressionen nehmen zu, religiöse Strömungen gewinnen an Einfluss. Familienmitglieder geraten zwischen die Fronten gesellschaftlicher Entwicklungen, werden Opfer von Machtspielen oder verlieren sich in den Erwartungen ihrer Umgebung. Die große Geschichte dringt dabei immer wieder in die privaten Räume ein und macht deutlich, wie eng persönliches Leben und politische Realität miteinander verwoben sind.
Leïla Slimanis Stil bleibt dabei unverkennbar. Sie schreibt mit einer bemerkenswerten Klarheit, fast kühl manchmal, und gerade deshalb entfalten viele Szenen eine enorme Wucht. Gefühle werden selten ausgestellt, sondern entstehen zwischen den Zeilen. Ein Blick, eine Erinnerung, ein unausgesprochener Konflikt reichen oft aus, um ganze Lebensgeschichten spürbar zu machen. Besonders gelungen fand ich, wie sie Erinnerungen behandelt: nicht als verlässliches Archiv, sondern als etwas Fragiles, Flüchtiges. Etwas, das sich verändert, verblasst oder plötzlich wieder auftaucht.
Atmosphärisch lebt der Roman von seinen Kontrasten. Da ist das elegante, intellektuelle Paris. Da sind die staubigen Landschaften rund um Meknès. Die liberalen Eliten, die französischen Schulen, die traditionellen Familienstrukturen, die politischen Spannungen eines Landes im Wandel. Slimani zeichnet diese Welten nicht schwarz-weiß, sondern voller Widersprüche und Zwischentöne. Genau darin liegt ihre Stärke.
Allerdings hatte ich stellenweise das Gefühl, dass der Roman stärker an seinem historischen und gesellschaftlichen Panorama interessiert ist als an seinem erzählerischen Spannungsbogen. Manche Episoden wirken eher wie Mosaiksteine einer Epoche als wie notwendige Bestandteile von Mias persönlicher Geschichte. Dadurch entsteht gelegentlich eine gewisse Distanz. Auch erreicht dieser Abschlussband für mich nicht ganz die emotionale Kraft der vorherigen Teile der Trilogie.
Dennoch bleibt Trag das Feuer weiter ein würdiger Schlusspunkt. Ein Roman über Frauen, die sich Freiräume erkämpfen. Über Herkunft als Last und Geschenk zugleich. Über Erinnerung als Heimat. Und über das Feuer, das von Generation zu Generation weitergegeben wird – manchmal als Mut, manchmal als Wut, manchmal einfach als die hartnäckige Weigerung, sich den Grenzen der eigenen Zeit zu beugen.
Dieses Buch liest sich wie das Öffnen einer alten Familienkiste: Manche Gegenstände erkennt man sofort wieder, andere werfen neue Fragen auf. Doch am Ende versteht man besser, woher man kommt – und vielleicht auch ein wenig, wohin man geht.
Rezensionen von Dragon:
Seaside Sisters 1: Lenes Inselsommerglück von Mia Andersen
Inselglitzer und Sommergefühle
Der erste Band der neuen Reihe entführt mich sofort in den Sommer, der greifbar warm auf der Haut liegt und das Herz ein wenig schneller schlagen lässt. Die Zwillingsschwestern Lene und Elsa, die ihren Eltern gerne in der Inselpension helfen, sind mitten im Zentrum all dessen, was junge Lesende gerne haben, wie authentische Sorgen, viel Herz und eine Freundesbande, die sich wie eine vertraute Clique anfühlt.
Der Einstieg gelingt mit einer Leichtigkeit, die sich sofort wie eine warme Umarmung anfühlt, denn man ist sofort Teil der Gemeinschaft aus Freundschaft, Unterstützung und den kleinen, aber feinen Alltagsfreuden, die das Teenagerleben so besonders machen.
Die Sommerferien beginnen gerade und mit ihnen bei Lene auch das erste Herzflattern und die erste Verliebtheit, die noch etwas unbeholfen, aber so echt ist. Die Eifersüchteleien auf jedes Mädchen, das Mats gerne mögen könnte, sorgt schon hier und da mal für Kummer bei Elsas Schwester oder die ein oder andere peinliche Situation. Mit viel Humor, Insel- und Sommerfeeling schafft Autorin Mia Andersen einen Wohlfühlroman für junge Lesende und legt das Feeling des Sommers wunderbar in jede Seite, sodass man fast die Meeresluft schmecken, die Sonnenmilch riechen und knisternde Ferienspannung spüren kann. Dafür sorgen unter anderem auch die wundervollen farbigen Illustrationen, die zusammen mit dem schönen Farbschnitt und dem in Pastelltönen gehaltenen Buchcover das Buch zu einem rundum gelungenen Band machen.
Der Insel gibt die Autorin ihren eigenen Charakter und skizziert sie warmherzig, ein wenig eigenwillig, aber genau als den Ort, an dem Freundschaften wachsen und aus ersten Verirrungen echte Bindungen werden.
Besonders gelungen finde ich die Charaktere. Das besondere Band zwischen den Zwillingsschwestern ist spürbar und sehr authentisch mit all den Träumen, kleinen Ängsten und Unsicherheiten. Die Freundesclique wirkt ehrlich und sympathisch, denn niemand ist perfekt, alle haben Ecken und Kanten, und genau das macht sie so glaubwürdig. Die Lebensnähe der Sorgen der Teenies lässt sich leicht nachvollziehen und finde ich besonders für die Zielgruppe ab etwa 10 Jahren sehr wichtig.
Die DIY-Seiten im Anhang sind noch einmal etwas Besonderes und ich bin schon gespannt, was es dazu in den anderen Folgebänden geben wird, denn jeder wird von einer der Freundinnen handeln. Die kleine Leseprobe am Ende macht schon Lust auf das nächste nähere Kennenlernen mit einer der Mädchen. Deshalb kann ich nur sagen, dass dies ein erster wundervoller Band der neuen Reihe ist, der Sommerfeeling, authentische Teenager-Erlebnisse und eine sympathische Freundesclique stimmig miteinander verbindet. Wer eine leichte, bezaubernde Sommergeschichte mit Tiefgang im Teenageralter sucht, wird hier perfekt bedient. Leseempfehlung absolut und perfekt für entspannte Lesestunden am Strand, im Garten oder auf dem Balkon, mit dem Potenzial, sich zu einer absoluten Lieblings-Reihe zu entwickeln.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Seamere College 1. Strange Familiars von Keshe Chow
Unerwartet charmant
Bin ehrlich, ich hab dem derartig süßen Cover eine eher seichte Storyline und außer einer Lovestory nicht allzu viel erwartet. Und bin absolut positiv überrascht worden. Die Mischung aus magischer Schule, magischen tierischen Geschöpfen und Academic Rivalry gefällt mir ja sowas von gut. Was mich aber unerwartet und eiskalt erwischt hat ist die „he falls first“ Komponente der Geschichte- wie süß will man bitte sein?
Den akademischen Wettstreit zwischen Gwendolynne und Harrisford fand ich einen guten Aufhänger für ihre Bekanntschaft.
Ich mochte, wie sie sich gegenseitig aufziehen und reizen und dass gleichzeitig aber auch die Spannung zwischen ihnen greifbar ist. Die Entwicklung ihrer Beziehung wirkte natürlich, nicht übertrieben eilig, sondern auf angenehme Art herantastend. Wie eine erste Liebe eben sein sollte. fand ich total sympathisch.
Tatsächlich hätte ich gerne noch mehr von den Seelentieren und magischen Geschöpfen erlebt, das kam mir fast ein bisschen zu kurz in diesem Buch. Dafür bekommt die Geschichte aber eine unerwartet spannende Wendung, als sich Gwendolynne mit den energetischen Entladungen zu beschäftigen beginnt und deren Ursache auf den Grund geht. Hatte echt nicht erwartet, dass hier eine derartig düstere Story wartet, fand ich echt toll.
Und das Ende war ja mal absolut dramatisch, ich brauche jetzt bitte dringend Band 2. Fands klasse.
Rezensionen von leseratte1604:
If Books Could Kill von Kate Eberle
Absoluter Lesegenuss
"If books could kill" ist ein Thriller, wie man ihn noch nie gelesen hat. Es ist ein Liebesroman, der aufregender kaum sein kann. Kate Eberle ist mit ihrem Debütroman etwas außergewöhnliches gelungen, nämlich ein Buch, welches man nicht wirklich einem Genre zuordnen kann, einem Buch, welches in einem Buch spielt.
Hört sich vielleicht komplizierter an als es ist und vor allem macht es einfach wahnsinnig Spaß es zu lesen.
Roxy und Grant sind großartige Hauptcharaktere, man muss sie einfach gern haben und das Chaos in das die beiden schlittern ist einfach herrlich unterhaltsam zu lesen. Die beiden sind in einer Geschichte gefangen aus der sie erst rauskommen, wenn die Autorin der Geschichte "ENDE" schreibt und gleichzeitig wissen sie aber, dass sie in der Geschichte drin sind und machen sich auf die Suche nach der Autorin, um das ganze frühzeitig zu beenden. Dass sie dabei immer wieder auf Serienkiller treffen (weil die Autorin einen Thriller schreibt), macht das ganze besonders spannend!
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Pause von Lena Kupke
alles auf Anfang
"Pause" war ein Buch, das meine Erwartungen mehr als nur übertroffen hat und mental Health, sowie das Zusammenspiel von körperlicher und geistiger Gesundheit in ein nachvollziehbares und ergreifendes Licht rückt. Ich fand das beklemmende Gefühl der Abhängigkeit, des vermeintlichen Scheiterns geradezu mit Händen greifbar.
Wieso fällt es uns nur so schwer einzugestehen, dass wir Hilfe brauchen und diese auch aktiv einzufordern? Und wieso ist es überhaupt nötig, sie wortstark einzufordern?
Hanna tat mir richtig leid, gefangen zwischen der gleichgültigen Reaktion ihres Lebensgefährten, der vermutlich mit seinen eigenen Issues zu kämpfen hat, aber einfach auch keinen angemessenen Anteil an Hannas Lage nimmt, und der erdrückenden Stimmung zu Hause, wo sie mehr Eindringling als willkommen ist. Das Buch beleuchtet anschaulich, welch große Rolle auch unser Umfeld spielt, wenn es um Gesundheit und Wohlbefinden geht. Hanna hat keine verlässlichen Stützen in ihrem Leben, selbst ihre Freundin ist mehr auf Distanz als ein offenes Ohr. und irgendwie hat mich all das für Hanna betroffen und wütend gemacht. Denn Hanna geht es eben nicht gut. Hanna kann nicht mal eben mit ihrem Leben weitermachen und allen mal ein bisschen weniger zur Last fallen
Ich fand vor allem die Reaktion der Mutter unerwartet distanziert. Für mich ist generell die Beziehung zu den Eltern und zum Heimatort der Kindheit Schlüsselelement der Geschichte. Generell wirkt der Alltag der Familie sehr distanziert, Konflikte werden nicht ausgesprochen und ausgetragen und brodeln entsprechend unter Hannas Haut, die zunehmend zu entgleiten droht.
Ich finde die Autorin schafft hier starke Bilder und spricht Themen an, die bestimmt viele Leserinnen betreffen, Situationen die sie selbst erlebt haben und Gefühle, die sie nachempfinden können. Zurück bleibt für mich die Botschaft, dass ich nicht immer stark sein und alles allein schaffen muss, Kommunikation aber der Schlüssel ist. Die Geschichte hat mich bewegt und zum Nachdenken angeregt und ich kann sie sehr empfehlen
Rezensionen von Igela:
Bachelorette Party von Camilla Sten
Viele (weibliche) Figuren
Das Wochenende auf der kleinen Schäreninsel Isle Blind soll nicht nur in einem Yoga Retreat stattfinden, sondern zugleich ein Junggesellinnenabschied sein.
Eine Handvoll Freundinnen feiert das letzte Wochenende, an dem Anneliese unverheiratet ist. Tessa, eine der Freundinnen, weiss jedoch als einzige, dass auf Isle Blind vor zehn Jahren vier Freundinnen spurlos verschwunden sind.
Die Journalistin hofft mehr über diesen Cold Case herauszufinden, will jedoch die anderen nicht beunruhigen. Was kläglich misslingt, denn eine der Freundinnen stirbt ...
Dieser Thriller spielt sich auf verschiedenen Zeitebenen ab. Zu der Zeit vor 10 Jahren, als die vier Freundinnen verschwunden sind und nun als Cold Case gehandelt werden. In der Gegenwart, der Zeit des Junggesellinnenabschieds. Aber auch ab und zu vor beiden Ereignissen oder kurz nach dem ersten. Es wird dadurch sehr unruhig und die grosse Figurenanzahl, zum grossen Teil weiblich, sorgen zusätzlich für Verwirrung. Ich musste immer wieder überlegen, wer denn jetzt wer ist und in welche Zeitebene ich die Figur einsortieren muss.
Die Frauen feiern unter sich und die Themen sind, wie der Titel so sagt, Bachelorette würdig. Trinkspiele, Gespräche über Männer und Frauen, Beziehungen untereinander, Karriere... dies über weite Passagen die vorherrschenden Themen. Oft sitzt die Frauengruppe beieinander und tauscht sich über die oben genannten Themen aus.
Das bisschen Spannung, das man in der ersten Hälfte spürt, wird hauptsächlich durch das Setting erzeugt. Eine kleine Schäreninsel, auf der das einzige Boot erst mal verloren geht. Damit fehlt erst einmal die Möglichkeit von der Insel zu kommen. Nicht neu als Setting, aber passend zu der Geschichte. Der Täter wird lange vor Schluss nebenbei präsentiert. Hier hat die Autorin mich durch eine zusätzliche Komponente versöhnen können.
Der Thriller hätte Potenzial, das aber leider mit unnahbaren und zu vielen Figuren verschenkt wurde.











