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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von dorli:

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In den Fängen der Verräter von Tuomas Oskari

Spannend, aktuell, temporeich

Der ehemalige finnische Ministerpräsident Leo Koski hat Finnland und der Politik den Rücken gekehrt und sich mit seiner kleinen Tochter Daniela in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington in einem festungsgleichen Haus regelrecht eingeigelt. Nach den tragischen Ereignissen in Helsinki, die Leo persönlich tief getroffen haben, besteht sein Alltag heute vornehmlich darin, Daniela bestmöglich zu beschützen.

Nur sehr zögerlich leistet er daher einer Einbestellung des Präsidenten Chester Tyler ins Weiße Haus Folge. Während Leo im Vorzimmer des Oval Office darauf wartet, zum Präsidenten vorgelassen zu werden, erhält er die Nachricht auf sein Handy, dass seine Tochter entführt wurde. Die Kidnapper verlangen von Leo, dass er das Vorhaben des Präsidenten, umgehend aus der NATO auszutreten, forciert, ansonsten stirbt Daniela.

Leo, von dem die finnische Staatsführung und die gesamte EU erwarten, dass er den Präsidenten eines Besseren belehrt und den Austritt der USA aus der NATO unbedingt verhindert, steckt damit in einer grausamen Zwickmühle - um Daniela zu retten, muss er sein Vaterland verraten. Die sowieso schon fatale Situation läuft völlig aus dem Ruder, als Chester Tyler während des Treffens mit Leo vergiftet zusammenbricht…

„In den Fängen der Verräter“ ist der dritte Teil der „Leo-Koski-Reihe“ - Tuomas Oskari wartet auch diesmal wieder mit einer raffiniert gestrickten Geschichte auf, die mein Kopfkino schon nach wenigen Seiten auf Hochtouren laufen lassen hat. Der Autor versteht es sehr gut, die vielfältigen Situationen greifbar darzustellen, so dass es mir ganz leicht gefallen ist, in die Handlung einzutauchen und mit den Akteuren mitzufiebern.

Durch seine Arbeit als Journalist und Auslandskorrespondent kennt Tuomas Oskari sich in der Welt der Politik sehr gut aus und verfügt über jede Menge interessantes Hintergrundwissen, so dass er seine Thriller ganz nah an der Realität spielen lassen kann. Mit einem möglichen Austritt der USA aus der NATO stellt er ein genauso aktuelles wie brisantes Thema in den Mittelpunkt und lässt seine Leser miterleben, welche Auswirkungen ein US-Rückzug hinter den Kulissen und gleichzeitig für die Welt haben könnte.

Die Handlung bietet alles, was einen Politthriller so richtig spannend macht: kriminelle Machenschaften lenken den politischen Alltag. Es werden Intrigen gesponnen und moralische Grenzen überschritten. Globale Verwicklungen sorgen dabei genauso für ein lebhaftes und abwechslungsreiches Geschehen wie das zwielichtige Gerangel von Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten. Die zum Teil dramatischen Entwicklungen - Tuomas Oskari scheut sich nicht, seinen Protagonisten an den Rand der Belastbarkeit zu drängen - verleihen der ohnehin schon fesselnden Handlung dabei noch zusätzliche Spannung. Noch vor ein paar Jahren hätte ich ein Szenario, wie der Autor es hier schildert, als reine Fiktion wahrgenommen, mittlerweile kann ich mir allerdings gut vorstellen, dass die Dinge in Washington ähnlich ablaufen könnten.

Besonders gut gefallen hat mir, dass Tuomas Oskari die politischen Aspekte und Wirren sehr anschaulich und auch für Laien verständlich erläutert, so dass man alles auch ohne einschlägige Kenntnisse bestens mitverfolgen kann.

Vermisst habe ich dagegen die psychologische Tiefe und die emotionale Kraft, die mich im ersten Band der Reihe so begeistert haben. Die Ansichten der Charaktere, ihre inneren Konflikte und Widersprüche werden hier bei Weitem nicht so überzeugend dargestellt, wie in „Tage voller Zorn“.

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In den Fängen der Verräter

Rezensionen von DoraLupin:

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Seamere College 1. Strange Familiars von Keshe Chow

Enemies- to lovers, in einem magischen setting

Schon das Cover und der Klappentext hatten mich sehr neugierig auf die Geschichte gemacht, denn magische Tierärzte sind mal eine sehr coole Idee, die für mich auch ganz neu war. Deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch und wurde nicht enttäuscht! Die Geschichte hat mir richtig gut gefallen und das Ende machr große Lust auf den nächsten Teil!

Chaos in London, magische Wesen außer Kontrolle – und zwei Rivalen, die sich zusammenraufen müssen.

Gwendolynne Chan will nur ihren Abschluss am Seamere College für magische Tiermedizin schaffen und die Auszeichnung als Jahrgangsbeste erhalten. Doch Harrisford Briggs, ihr arroganter Kommilitone aus reichem Elternhaus, kommt ihr dabei ständig in die Quere. Als gefährliche Magieexplosionen die Stadt erschüttern, die etwas mit den magischen Tieren in Gwens und Harrisfords Obhut zu tun haben, bleibt ihnen nur eins: zusammenarbeiten. Zwischen knisternden Flirts, hitzigen Wortgefechten und einem mürrischen, sprechenden Kater steht plötzlich mehr auf dem Spiel als nur ihr Abschluss – nämlich das Schicksal der ganzen magischen Welt.

Der Schreibstil war leicht zu lesen und passt gut zur Zielgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Aber auch andere Leser können hier durchaus ihren Spaß haben und in die Geschichte eintauchen. Gefallen hat mir, dass die Geschichte aus der Sicht von beiden Protagonisten erzählt wurde. So konnte man die Gefühle und Gedanken von beiden Charakteren sehr gut nachvollziehen und mit ihren mitfiebern. Es ist eine schöne Enemie-to-lovers Story, die nachvollziehbar erzählt wird, manchmal hätte ich mir aber noch mehr Reife von beiden Charakteren gewünscht, immerhin sind sie Mitte 20.

Die Story war die ganze Zeit über interessant erzählt, ich mochte diese magische Welt, die unserer aber in vielen Dingen gar nicht so unähnlich ist. Ab und an hätte ich mir etwas mehr Erklärungen erhofft, was die Magie angeht aber insgesamt hat mir die Magie dieser Welt gut gefallen. Vorallem die Seelentiere und die anderen magischen Geschöpfe der Story waren ein richtiges Highlight für mich.

Das Buch endet ein mit einem ziemlich gemeinen Cliffhanger, der aber wiederum sehr große Lust auf den zweiten Band der Reihe macht. Ich hätte auf jeden Fall Lust die beiden Protagonisten wiederzusehen und kann das Buch auf jeden fall weiterempfehlen.

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Seamere College 1. Strange Familiars

Rezensionen von Cornelia:

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Healthy Food von Monika Svendsen

Motivierend und alltagstauglich

Nach einer persönlichen Vorgeschichte gliedert sich das Buch in acht Kapiteln nach Zielen, z.B. Brain Fuel, Microbiome Reset und Immune Booster. Zu Beginn gibt es Infos zum jeweligen Thema, die unterstützenden Nährstoffe werden übersichtlich und kompakt präsentiert, so kann ich sie immer wieder leicht finden.

Danach werden dazupassende Rezepte vorgestellt. Die Gerichte kommen auf einer Doppelseite mit ansprechenden Fotos zur Geltung. Zu meiner Freude kommen gesunde Snacks nicht zu kurz, die fehlten mir bisher. Die Autorin möchte Lebensfreude und Genuss verbreiten, Verbote sind nicht notwendig.

Folgende Eigenschften werden bei den Rezepten aufgelistet: vegan/vegetarisch, glutenfrei, laktosefrei. Für mich ist es ideal, dass genug sowohl glutenfrei als auch laktosefrei sind. Das Anführen der Makronährstoffe finde ich hilfreich, das gibt es in wenigen Büchern, ein Wunsch wäre die Ergänzung um Ballaststoffe. Ich finde nur den einzigen Kritikpunkt, dass einige Mahlzeiten zu wenig Eiweiß enthalten und ich dadurch nicht satt werden würde.

Monika Svendsen kämpfte lang mit gesundheitlichen Problemen. Sie hatte nicht einfach nur Glück, sie bewirkte aus eigener Kraft eine Wende zum Positiven und so zu Gesundheit und Wohlbefinden. Ihr Beispiel zeigt was durch Ernährung und einen gesunden Lebensstil alles möglich ist, das beeindruckt und motiviert mich. Daher empfehle ich Healthy Food sehr gern weiter.

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Healthy Food

Rezensionen von libraryoflaura:

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Träume aus Feuer von Florian Illies

Rubinrot, Feuer und ein Mann, der Träume in Glas gießt

WORUM GEHT ES?
Brandenburg, Ende des 17. Jahrhunderts.
Johannes Kunckel ist Alchemist, Glasmacher und Visionär.
Ein Mann, der das Unmögliche möglich machen will.
Auf der Pfaueninsel, die ihm der preußische König schenkt, versucht er etwas herzustellen, woran andere gescheitert sind: Glas in leuchtendem Rubinrot.

Doch wer von der Gunst eines Herrschers abhängt, lebt immer auch auf schmalem Grat.
Florian Illies erzählt diese Geschichte mit einer Sprache, die selbst wie Glas wirkt, klar, funkelnd und zerbrechlich zugleich.

WAS MIR GUT GEFIEL:
- Der Schreibstil: Illies schreibt so bildhaft und lebendig, dass man die Hitze der Öfen regelrecht spürt. Jeder Satz sitzt, kein Wort ist verschwendet, das ist handwerkliche Perfektion auf höchstem Niveau!
- Die Landschaftsbeschreibungen: Die Pfaueninsel wird so wunderschön lebendig, dass man meint, selbst durch das Grün zu spazieren und den Frühling erwachen zu fühlen. Illies malt mit Worten wie andere mit Pinseln.
- Die Glasherstellung: Ein Handwerk, über das man kaum etwas weiß, und plötzlich kann man nicht mehr aufhören, darüber nachzudenken. Illies macht diese faszinierende Welt greifbar und ich hätte stundenlang mehr davon lesen können.
- Kunckel als Figur: Sympathisch, klug, taktisch und trotzdem irgendwie aufrichtig. Man ist sofort auf seiner Seite und fiebert mit ihm mit.
- Die Entschleunigung: In einer Welt, die ständig hetzt, ist dieses Buch wie ein tiefer Atemzug. Es nimmt sich Zeit, zieht einen rein und lässt einen für ein paar Stunden einfach ankommen. Absolut wohltuend!

WAS MIR WENIGER GUT GEFIEL:
- Die Kürze: Der Stoff hätte locker für einen doppelt so langen Roman gereicht und man merkt es. Kaum hat man sich richtig eingelebt, ist es auch schon vorbei.
- Die Distanz: Durch den leicht retrospektiven Erzählton bleibt man als Leserin manchmal einen kleinen Schritt außerhalb des Geschehens. Emotional packt es einen nie ganz so, wie es mit mehr Unmittelbarkeit könnte.

FAZIT:
Klein im Format, groß im Eindruck.
Dieses Buch ist ein absolutes Lesevergnügen für alle, die atmosphärische, sprachlich brillante Literatur lieben und sich für Geschichte begeistern können, ohne dabei einen klassischen Wälzer lesen zu wollen.
Wer Freude an historischen Stoffen hat, die lebendig und zugänglich erzählt werden, ist hier genau richtig.
Florian Illies landet für mich mit diesem Büchlein einen echten Treffer und ich werde definitiv mehr von ihm lesen.

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Träume aus Feuer

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Für eine bessere Welt von Klaus S. Davidowicz; Georg Markus; Ariel Muzicant

Eine Leseempfehlung!

Vor 1938 lebten rund 200.000 Jüdinnen und Juden in Österreich. 176.000 von ihnen in der Hauptstadt Wien. Sie prägten das Leben in Wissenschaft, Kunst und Kultur sowie im Kleinen als Gewerbetreibende oder im Großen als Inhaber von Fabriken und/oder Kaufhäusern. Die NS-Diktatur beendete nicht nur das wirtschaftliche und kulturelle Miteinander, sondern auch die Leben von 65.

000 Personen, die in den Vernichtungslagern ermordet worden sind. Rund 135.000 wurden vertrieben. Die wenigsten, man kann es ihnen kaum verübeln, kehrten nach Wien und Österreich zurück.

Dieses Buch beschäftigt sich mit 200 Persönlichkeiten, die selbst oder deren Vorfahren vom Terror des NS-Regimes betroffen waren und nach dem Zweiten Weltkrieg die jüdische Gesellschaft in Österreich und Europa wieder aufgebaut haben. Das Autoren-Trio, Klaus S. Davidowicz, Georg Markus und Ariel Muzicant, hat aus der Vielzahl von bekannten und weniger bekannten jüdischen Persönlichkeiten 200 herausgepickt, die ihren Anteil am Wiedererstehen zahlreicher jüdischen Gemeinden haben. Die Auswahl ist, wie alle unisono zugeben, willkürlich und von persönlicher Vorliebe geprägt.

Lasst uns also in die Porträts jener eintauchen, die als Künstler und Schriftsteller, Politiker und Geschäftsleute, Musiker, Schauspieler und Kabarettisten die vielfältige jüdische Kultur und Lebensart wieder zum Leben erweckt haben und damit einen großen Beitrag zur Entwicklung der österreichischen Gesellschaft geleistet hat.

Was diese Persönlichkeiten außer ihrer jüdischen Herkunft, so lose sie auch sein mag, verbindet?

Tikkun Olam - das kleine wie unscheinbare Prinzip Hoffnung, die Welt ein wenig besser zu verlassen, als man sie vorgefunden hat.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Buch, das gediegen als Hardcover im Amalthea-Verlag erschienen ist und sich bestens als Geschenk eignet, 5 Sterne.

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Für eine bessere Welt

Rezensionen von ReiShimura:

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Retten wir das ABC! von Paul Friedrich

Modern illustriert, inhaltlich nicht ganz überzeugend

Der kleine Leser findet die Zahlen und das Alphabet derzeit besonders interessant und spannend. Natürlich versuche ich dies so gut als möglich zu unterstützen. Dieses Buch klang vielversprechend und durfte daher bei uns einziehen. Das Grundkonzept des Buches hat uns überzeugt. Allerdings waren sowohl der kleine Leser als auch ich nicht ganz glücklich mit der Umsetzung.

Das Buch aus dem Baumhaus Verlag ist hochwertig verarbeitet, hat ein angenehmes Format und liegt gut in der Hand. Die Illustrationen sind recht minimalistisch und modern gestaltet. Das Zebra, die Hauptperson die uns durch das Buch und das Alphabet führt, ist zum Beispiel nicht klassisch schwarzweiß, sondern lila weiß. Dies mag für manche Kinder irritierend und störend sein. Dem kleinen Leser hat dies aber besonders gut gefallen, da lila seine Lieblingsfarbe ist.

Der Einstieg ins Buch ist gut gemacht und auch recht lustig. Leider aber hat der gute Eindruck mit der Zeit nachgelassen. Die Reime sind teilweise sehr holprig, was den Lesefluss deutlich stört und den Vorlesespaß minimiert. Einige Buchstaben wie zum Beispiel das V oder O gehen regelrecht unter. Die Auswahl der Dinge mit denen die Buchstaben beschrieben werden ist auch nicht immer optimal. Besonders sauer aufgestoßen ist mir persönlich aber das Popel Thema. Vor allem weil es nicht nur bei P wie Popel vorkommt, bereits hier hätte man meiner Meinung nach etwas Besseres finden können, sondern sich über einige Seiten und Buchstaben durchzieht.

Für Kinder die bis dato noch nicht mit dem Alphabet in Berührung gekommen sind, ist dieses Buch wohl eher ungeeignet. Es richtet sich eher an Kinder, die die richtige Reihenfolge bereits intus haben und Spaß an kleinen Spielereien haben.

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Retten wir das ABC!

Rezensionen von Sheilo:

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Kings of Cypress Pointe - Chained Love von Rachel Jonas und Nikki Thorne

Ein Highlight zum Reihenabschluss

Dez will unbedingt herausfinden, wer hinter dem Tod ihres Vaters steckt und scheut es nicht, sich selbst in Gefahr zu begeben. Als sie auf der Suche nach Informationen ist, gelingt es ihr, die Aufmerksamkeit des Anführers des Ruiz-Clans auf sich zu ziehen. Doch schnell merkt sie, dass Ricky ganz anders ist, als sie erwartet hat und eine Nacht wird dabei alles ändern.

"Kings of Cypress Pointe - Chained Love" ist für mich ein absolutes Highlight zum Abschluss der Reihe rund um die Golden-Crew. Ich habe dieses Buch nicht nur gelesen, ich habe es nahezu inhaliert. Der Schreibstil lässt einen wirklich die Zeit um einen herum vergessen und die Geschichte fesselt den Lesenden sehr. Natürlich ist auch eine Person wieder sehr präsent - Pandora. Aber ob sich das Geheimnis um sie in diesem letzten Band lüften wird?

Ricky war schon seit dem ersten Band einer meiner liebsten Charakter, da er trotz seiner harten Schale einen sehr weichen Kern hat. Und das wird in "Chained Love" noch einmal sehr deutlich, denn er tut alles für seine Familie und Personen, die ihm wichtig sein. Gerade seine "Bad-Boy-Vibes" mag ich total und er ist immer für eine Überraschung gut. Und auch Dez kann Ricky einfach nicht widerstehen, obwohl sie weiß, wie gefährlich er sein kann. Dez ist sehr selbstbewusst, jedoch hat sie den Tod ihrer beiden Eltern noch immer nicht ganz überwunden. Sie will eigenständig sein, doch ihr gefällt es auch, wie sehr Ricky sich um sie sorgt. Ricky und Dez könnten teilweise nicht unterschiedlicher sein, aber doch ergänzen sie sich perfekt. Ihre gegenseitige Zuneigung ist im Buch sehr greifbar und man merkt direkt beim Lesen, wie sich die Gefühle zwischen ihnen immer mehr aufbauen.

Natürlich sind auch unsere liebsten Mitglieder der Golden-Crew wieder dabei und irgendwie ist es doch schade, dass wir Lesenden uns nun von ihnen mit diesem tollen Buch verabschieden. Ich selbst kann "Chained Love" und auch die ganze Reihe allen sehr empfehlen, die Liebesgeschichten mögen, in denen nicht immer alles nach Plan läuft und die Mafia-Vibes genauso lieben wie ich.

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Kings of Cypress Pointe - Chained Love

Rezensionen von Shilo:

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Tanz der Ahornblätter von Sarah Lark

Atmosphärischer Auftakt einer historischen Dilogie

England im Jahr 1861. Vivian stammt aus einer adligen Familie und verliebt sich ausgerechnet in Ross, den Stallmeister ihres Vaters. Gemeinsam fliehen sie nach Kanada, voller Hoffnung auf ein freies und besseres Leben. Auf der langen Überfahrt begegnen sie Colleen, die ebenfalls vor ihrem alten Leben davonläuft und ihre Zukunft viel vorsichtiger plant als die beiden.

Schon diese ersten Kapitel zeigen, wie unterschiedlich die drei Figuren sind. Gerade das machte neugierig auf ihren weiteren Weg und sorgte schnell dafür, dass die Geschichte lebendig wirkte.
Sarah Lark erzählt die Reise nach Kanada ruhig und sehr anschaulich. Die Hoffnung auf Gold und ein besseres Leben zieht sich durch das ganze Buch, doch schnell wird klar, dass die Wirklichkeit oft härter ist als die eigenen Träume. Besonders die Zeit rund um den Weg zu den Goldfeldern in British Columbia wirkt glaubwürdig beschrieben und macht deutlich, wie gefährlich und unsicher dieses Leben damals war.
Gut gefallen hat mir vor allem, dass die Figuren nicht perfekt wirken. Vivian handelt manchmal unüberlegt, während Colleen vieles vorsichtiger angeht. Gerade dadurch fühlen sich ihre Sorgen, Hoffnungen und Enttäuschungen echt an. Manche Szenen wirken still und nachdenklich, andere wieder spannend oder bedrückend. Dadurch bleibt die Geschichte abwechslungsreich, ohne überladen zu sein.
Auch die Landschaften und das raue Leben in Kanada werden mit einfachen, klaren Bildern beschrieben. Beim Lesen entsteht oft das Gefühl, selbst mit den Figuren unterwegs zu sein. Gleichzeitig verliert sich die Geschichte nicht in langen Beschreibungen, sondern bleibt angenehm flüssig.
Besonders gelungen ist die Verbindung aus historischen Ereignissen, Abenteuer und persönlichen Schicksalen. Dabei steht nicht nur die Liebe im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, wie viel Kraft ein Neuanfang verlangt. Dass der Roman auf realen historischen Geschehnissen basiert, macht vieles noch greifbarer.
Dieser erste Band der Dilogie bietet eine spannende Mischung aus historischem Roman, Reisegeschichte und Familiendrama. Nicht jede Entwicklung ist überraschend, doch die Figuren und die Atmosphäre sorgen dafür, dass das Buch bis zum Ende interessant bleibt. Ein gefühlvoller Roman über Hoffnung, Mut und den Wunsch nach einem besseren Leben, der neugierig auf die Fortsetzung macht. 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Tanz der Ahornblätter

Rezensionen von vianne:

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Die Toten von morgen - Thriller (Berliner Schattenwelt 2) von Kim Koplin

Gar nicht meins…

Vorab: es war leider einfach gar nicht meins, ABER alle, die das Großstadtleben mit all ihren Schatten und Grautönen, Drogen-Bossen und tiefen, aussichtslosen Abgründen mögen, für die ist dieser Thriller genau das Richtige!

Die Toten von Morgen von Kim Koplin ist ein emotionaler, düsterer Roman des wahren Lebens in den zwielichtigeren Gegenden Berlins.

Die Geschichte ist aus mehreren Perspektiven geschrieben. Nihal, eine Polizistin, die sich zu verteidigen weiß, geprägt von einem starken Charakter, gleichzeitig lässt sie kaum jemanden an sich ran. Saad, Vater einer kleinen Tochter und mit düsterer Vergangenheit, der er jeden Tag aufs Neue versucht zu entkommen. Mohammed, Clément, King Charles und weitere Nebencharaktere, die immer mal wieder ein Kapitel bekommen.

Was mir an der Geschichte gut gefällt sind die kurzen Kapitel und der doch eher umgangssprachliche und sehr bildliche Schreibstil, weshalb sich das Buch gut lesen ließ (auch wenn es mich von der Handlung her überhaupt nicht überzeugt hat).

Kommen wir jetzt allerdings schon zu den Punkten, weswegen ich leider nur 2 Sterne vergeben kann.
Was mir am meisten Schwierigkeiten bereitet hat ist, dass ich mich mit der Geschichte und den Charakteren nur unglaublich schwer identifizieren konnte. Die Lebensgeschichte sowie das alltägliche Leben der Charaktere war unglaublich düster und von Trauma, einem niedrigen Lebensstandard und dem Leben in einem illegalen Milieu geprägt. Von Prostitution, Drogen, Waffen, Mord war alles dabei.
Für mich einfach zu trist und dunkel.

Auch das Genre - Thriller- finde ich ein wenig unpassend, denn ich hatte kaum das Gefühl der Spannung oder Aufregung. Eher war das Buch selbst für mich ein Thriller, ich habe mich einfach total unwohl und komisch beim Lesen gefühlt und konnte es leider nicht genießen.

Zum Schluss wollte ich noch einmal ansprechen, was ich mir von der Geschichte erhofft hatte. Statt aus so vielen unterschiedlichen Perspektiven geschrieben zu sein und als Leser somit völlig am Geschehen teilzuhaben, hätte ich mir weniger Perspektiven und mehr Fragen gewünscht, die es auch aus Nihals Sicht (Polizei) zu lösen gibt. Durch die vielen Perspektiven gab es keine offenen Fragen, man wusste immer wer wie und wo seine Finger im Spiel hatte, dadurch fehlte die Spannung.

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Die Toten von morgen - Thriller (Berliner Schattenwelt 2)

Rezensionen von Ruth:

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Unerwünschte Töchter von Miriam Carbe

Vielschichtiger Familien- und Gesellschaftsroman

Als ihre Mutter stirbt, erbt Tochter Miriam einen Schrank aus Kirschholz, den Urgroßmutter Margarete 1912 anfertigen ließ und der seitdem die Familie begleitet und alle Umzüge mitgemacht hat. In ihm haben die Frauen die ihnen wichtigen Bücher aufbewahrt und ihre liebsten Schätze. Doch was damals gut in die herrschaftliche Villa in Dresden passte, ist nun zu groß für das schmale Reihenhaus, in dem Miriam wohnt.

Zuerst „fürchtet“ sie auch diesen Schrank, will ihn nicht bei sich haben. Aber irgendwann fühlt sie sich „erwachsen genug“, um das Familienstück selbst in Besitz zu nehmen. Und in die Vitrinen kommt ein weiteres Vermächtnis, die Tagebücher und Notizen der Frauen ihrer Familie. Diese sollten sich als unermesslicher Schatz erweisen, und die Grundlage für diesen Roman bilden, der mit fiktionalen Elementen verwoben ist
In ihrem Debutroman erzählt die Autorin von vier Generationen von Frauen, die klug und eigenwillig waren, die aber trotzdem nie das selbstbestimmte und unabhängige Leben führen konnten, das sie sich erträumten.
Die Familiendynastie beginnt mit Margarethe, der Urgroßmutter der Autorin. Sie wächst im Dresdner Bildungsbürgertum auf, in der Villa Parsifal, wo man Wagner hört und Goethe liest. Sie kommt drei Monate nach der Hochzeit ihrer Eltern zur Welt. Die haben sich eigentlich einen Sohn gewünscht, stören sich dann aber an dem „ jungenhaften“ Verhalten der Tochter.
Margarete heiratet 1911; auf Sohn Heiner folgt 1914 Tochter Marianne. Zwei Tage nach deren Geburt wird der österreichische Thronfolger in Sarajewo ermordet, der Vater fällt bald darauf im Ersten Weltkrieg. Ein paar Jahre später heiratet Margarete erneut, den Bruder ihres verstorbenen Mannes. Mit dem neuen „Vati“ ändert sich manches. Da dieser beruflich wenig erfolgreich ist, muss die Familie öfter umziehen, was jedes Mal ein sozialer Abstieg bedeutet.
Marianne entwickelt künstlerische Neigungen, würde gerne eine erfolgreiche Malerin werden, doch sie wird daheim gebraucht. Erst 1939 wird sie eine richtige Arbeitsstelle finden und zwar als Schreibkraft in einer Kaserne. Sie verliebt sich in ihren Chef, einen Offizier der Wehrmacht namens Alfred Carbe und beginnt mit ihm eine Affäre. Mittlerweile ist sie siebenundzwanzig Jahre alt und noch immer unverheiratet. Doch Alfred hält sie immer wieder hin und als er im April 1945 getötet wird, ist Marianne schwanger. Nur durch ein kurzes Schreiben, das Marianne im Falle seines Todes die Rechte einer Ehefrau zugesteht, wird Tochter Monika nicht den Makel eines unehelichen Kindes tragen müssen.
Monika, die Mutter der Autorin, ist dann diejenige, die am stärksten rebelliert und am tragischsten scheitert. Sie ist zwar hochintelligent, aber leidet zeitlebens unter psychischen Krisen, die zu mehreren Klinikaufenthalten führen. Während ihres Studiums lernt sie einen Studenten aus Nigeria kennen und wird schwanger. Als sie sich gegen alle Widerstände für ihre Tochter entscheidet, kommt es zum Zerwürfnis innerhalb der Familie. Die Existenz der unehelichen dunkelhäutigen Miriam wird der Urgroßmutter drei Jahre lang verschwiegen.
Auch wenn Mütter und Töchter sich oft aneinander reiben, wenig Verständnis füreinander aufbringen, so sind sie doch in Liebe miteinander verbunden. Daran lässt die Autorin keinen Zweifel. Sie verurteilt auch keine der Frauen, sondern versucht sie aus ihrer Zeit heraus zu verstehen.
Unerwünschte Töchter sind sie allesamt, sei es, dass sie zum falschen Zeitpunkt geboren werden, sei es, dass sie das falsche Geschlecht haben oder die falsche Hautfarbe . Dieses Gefühl, ungelegen, unvollkommen oder eine Last zu sein, prägt die Frauen
Männer spielen im Roman nur Nebenrollen, aus gutem Grund. Väter und Brüder fielen in den Weltkriegen oder sind bald nach der Geburt verschwunden. Die Frauen sind auf sich allein gestellt und müssen meist ohne männlichen Beistand ihre Familie zusammenhalten.
Dass alle Frauennamen mit demselben Buchstaben beginnen, ist kein Zufall, sondern gewollt. So lässt sich eine Genealogie herstellen, auch wenn der Nachname immer wechselt.
Die Romanhandlung umspannt das ganze Zwanzigste Jahrhundert und die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche prägen selbstverständlich das Leben der Figuren.
Nehmen die beiden großen Kriege den Frauen der älteren Generation die Männer bzw. die Väter, so kämpfen Monika mit ihrer dunkelhäutigen Tochter gegen Diskriminierung und Rassismus im Nachkriegsdeutschland. Und es sind auch die vorherrschenden Rahmenbedingen und Rollenbilder der jeweiligen Zeit, die die Frauen einengen und ausbremsen.
Die vier Frauen geben die Struktur des Romans vor. Miriam Carbe erzählt chronologisch an deren Leben entlang. Mit jeder neu geborenen Tochter wechselt die Perspektive zur nächsten Generation. So ist man von Anfang an sehr nah an der jeweiligen Figur, verfolgt deren Entwicklung vom Kind bis zur erwachsenen Frau. Miriam Carbe selbst kommt in kurzen Zwischenkapiteln zu Wort, in denen sie sich in Beziehung setzt zu den Frauen ihrer Familie. Dadurch werden durchgängige Strukturen und Muster noch deutlicher erkennbar. Jede Frauenfigur erhält von der Autorin ihre eigene Sprache und ihren eigenen Ton, passend zur jeweiligen Zeit . Eingestreute echte Tagebuchaufzeichnungen, Briefe und Notizen verleihen dem Text zusätzliche Authentizität und verorten ihn historisch.
„Unerwünschte Töchter“ ist ein mitreißender und vielschichtiger Familien - und Gesellschaftsroman, literarisch überzeugend und für mich ein echtes Highlight.

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Unerwünschte Töchter