Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Philiene :
Die Queen von Mayfair von Alex Hay
Ein Clou in den feinsten Kreisen
Ich habe bereits Mayfair House mit großer Begeisterung gelesen und habe mich jetzt sehr auf das nächste Buch von Alex Hay gefreut. Ich wurde nicht enttäuscht.
Inder einmal entführt und der Autor in das viktorianische London und dort in die feinsten und angesehensten Kreise.
Die Queen von Mayfair ist Quinn, eine gewitzte und charmante Person der man lieber nicht zu sehr trauen sollte, denn sie plant ihren nächsten Clou.
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Alex Hay erzählt aber in seinem Roman nicht nur von Quinn, nein er erzählt die Geschichte aus der Perspektive von verschiedenen Personen und erschafft so eine unglaublich vielschichtige Erzählungen. Er lässt uns tief in die bessere Gesellschaft Londons blicken und ob da wirklich alles so ist wie es scheint ist die große Frage.
Mit Quinn hat er eine Protagonistin erschaffen die so vor Charme sprüht, das ich mit ihr mitgefiebert habe und sie auch eigentlich nicht als Halbweltgröße gesehen habe.
Ein großartiger Roman über die Unterwelt und die feine Gesellschaft des viktorianischen Londons.
Rezensionen von KersG:
Ein Date mit deinem Gehirn von Damir del Monte
Spannende Infos über das Gehirn
Wie ist unser Gehirn aufgebaut? Worauf reagiert es? Wie wird es gesteuert? Auf diese und viele weitere Fragen geht der Autor in seinem kurzweiligen Buch näher ein. Was macht uns Menschen eigentlich aus? Wie werden wir geprägt? All das sind wohl Fragen, die sich der ein oder andere schon mal gestellt hat.
In diesem Buch erhält man wertvolle Informationen über das Gehirn.
Das Gehirn ist schon ein einzigartiges Organ. Alleine wenn man bedenkt, wie vielen Reizen und Informationen wir tagtäglich von außen ausgesetzt sind. Unser Gehirn leistet hier Schwerstarbeit. Das sollten wir nicht einfach als selbstverständlich hinnehmen. Seien wir auch einfach mal dankbar dafür, dass wir es haben und dass es all diese Informationen für uns filtert und sortiert.
Interessant fand ich auch, wie sich das Gehirn im Laufe der Evolution weiterentwickelt hat, bis es auf dem Stand war, den wir heute kennen. Schon erstaunlich.
Durch den lockeren Schreibstil konnte ich dem Ganzen gut folgen und habe dabei sehr viel Neues gelernt.
Ein spannendes Buch für alle, die mehr über das Wunder Hirn erfahren möchten.
Rezensionen von DoraLupin:
Tata von Valérie Perrin
Das Geheimnis der Tante Colette
Schon der Klappentext hat meine Neugier geweckt, da ich unbedingt wissen wollte warum zwei Tote die gleiche Identität haben und wie es dazu gekommen ist. Der Roman ist auch sehr lebenswert und ich habe ihn gerne gelesen, allerdings wird die Geschichte ausführlich erzählt, das merkt man schon an der Dicke des Buches.
2010 – Die Polizei kontaktiert Agnès: Ihre Tante Colette Septembre sei soeben verstorben. Doch Colette, ihre Tata, ist bereits seit drei Jahren tot. Agnès kehrt in das kleine Städtchen im Burgund zurück, um die ominöse Tote zu identifizieren – eine Frau, die ihr einen Koffer voller Audiokassetten hinterlassen hat. Wer ist sie? Und wer wurde drei Jahr zuvor beerdigt?
Die unscheinbare Tante entpuppt sich als zentrale Figur in einem Geflecht aus Geheimnissen und Sehnsüchten.
Kunstvoll zeichnet die gefeierte internationale Bestsellerautorin Valérie Perrin unvergessliche Figuren voller Zartheit und Tiefe. Ein außergewöhnlicher Triumph der Erzählkunst – Tata wird die Leserinnen und Leser bis zur letzten Seite nicht loslassen.
Der Schreibstil ist ungewöhnlich aber gleichzeitig auch mitreißend. Einerseits schreibt die Autorin die einzelnen Kapitel mit vielen Details und Ausschmückungen, aber andererseits lässt sie diese auch immer so enden das man eigentlich immer noch ein Stück weiter lesen möchte.
Nach und nach fordert der Tod von Tante Colette Geheimnisse und familiäre Geschichten zu Tage, die der Leser gemeinsam mit Agnes entdeckt. Es hat ein wenig etwas von einer Schnitzeljagd oder einem Puzzle, inder sich nach und nach immer mehr zusammenfügt und am Ende ein gesamtes Bild ergibt.
Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn manche Passagen auch mal ein wenig zu ausführlich wurden und ein wenig zäh waren, aber insgesamt hat doch die Spannung und das Interesse an dieser Geschichte deutlich überwogen. Gerne empfehle ich es an interessierte Leser weiter.
Rezensionen von Goejos:
Radikal frei von Alexandra Bahr
Das etwas andere Frei sein
Vom Landei zur Speakerin. Alexandra Bahr beschreibt in diesem Buch nicht nur die Geschichte der Institution KitKat Club, sondern auch ihr eigenwilliges, ausgefallenes und außergewöhnliches Leben. Als sie als junges Mädchen und einem riesengroßen Freiheitsdrang aus der ländlichen Eintönigkeit in die Berliner Vergnügungswelt eintaucht, stolpert sie in diesem Club.
Für Bahr war das eine andere, aber gleichzeitig "ihre" Welt, welche sie Jahre nicht mehr losgelassen hat. Mich hat an diesem Buch nicht so sehr der Bericht über die Vorgänge im Club Interessiert, sondern wie sich die Autorin damit befasst hat und wie sie damit umgegangen ist. Sie hat natürlich die sexuelle Freiheit voll genossen. Nicht verwunderlich in ihrem Alter. Aber sie hat augenscheinlich auch die lauernden Gefahren wohlweislich geschickt umschifft. Sie hat aus all den Vorgängen immer für sich selbst gelernt und anscheinend ihr eigenes Wohl immer im Auge behalten. Für mich ist in diesem Buch das Schicksal und das Werden der Alexandra das Wichtigste. Der Club ist nur das mehr als schillerndste Beiwerk.
Rezensionen von DoraLupin:
Weiße Westen, schwarze Nächte Ein Fall für Hedy Voss von Sabine Hofmann
Krimi, der in den 60er Jahren handelt
Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, da ich bisher kaum Krimis gelesen habe die in den 60er Jahren handeln, sondern entweder davor und danach. Ich habe das Hörbuch gemeinsam mit meinem Mann auf einer Autobahnfahrt gehört und wir beiden fanden die Geschichte sehr unterhaltsam.
Ruhrgebiet, 1960er Jahre: Hedy Voss ist gewitzt, unabhängig – und verzweifelt.
Um für ihre kranke Schwester Elsa sorgen zu können, hat sie keine andere Wahl, als zu tun, was sie am besten kann: Einbrüche verüben. Eines Tages fallen Hedy dabei gefährliche Informationen in die Hände, mit denen Elsa leichtfertiger umgeht, als es den beiden Schwestern guttut. Plötzlich schweben die beiden in höchster Gefahr, und Hedy muss sich entscheiden, wie weit sie bereit ist zu gehen, um Elsa und sich zu schützen.
Der Schreibstil war angenehm, sodass wir und gut auf die Geschichte konzentrieren konnten. Aussrdem hat die Autorin es gut verstanden immer wieder die Geschichte der 60er Jahre im Ruhrgebiet mit einfließen zu lassen und so konnte gerade ich, die noch einer jüngeren Generation angehöre, sehr viel über diese Zeit lernen.
Der Kriminalfall war unterhaltsam und interessant erzählt, es war weniger ein Krimi im Sinne von "Täter- und Spurensuche", sondern vielmehr hat es sich hier um Spionage und Geheimnisse in den Behörden gedreht.
Die Sprecherin hat die Geschichte gut vorgelesen, vorallem die Dialekte die ein paarmal vorgekommen sind waren sehr lebendig anzuhören. Lediglich das Ende fanden mein Mann und ich beide etwas abrupt, aber dies könnte daran liegen, dass es noch mehr Bücher geben wird. Insgesamt ein hörenswerter Krimi, den wir empfehlen können.
Rezensionen von DoraLupin:
Wir in zehn Jahren von Jessica Stanley
Sehr lebensecht geschrieben
Der Klappentext hat mich direkt neugierig auf das Hörbuch gemacht und ich wollte mehr über diese interessante Story erfahren. Ich wurde auch nicht enttäuscht, sondern hatte ganz im Gegenteil ein paar sehr interessante und schöne Hörstunden mit dieser Geschichte.
London, 2013: Coralie und Adam begegnen sich an einem Punkt in ihrem Leben, an dem beide mehr Fragen als Antworten haben.
Adam ist Politjournalist und hat eine vierjährige Tochter namens Zora, von deren Mutter er getrennt lebt. Coralie ist neu in der Stadt und versucht, als Schriftstellerin Fuß zu fassen. Schnell merken sie, wie viel sie gemeinsam haben: Hals über Kopf verlieben sie sich ineinander. Bald teilen sie sich Wohnung und Leben, gründen schließlich eine Familie. Und dann? Dieser Roman erzählt davon, was nach dem Happy End passiert – den ersten zehn Jahren einer Beziehung. Er erzählt von Überforderung und Versöhnung, von einem Alltag, der neben dem familiären Chaos von den politischen Krisen dieser Zeit geprägt ist: ständig wechselnden Premierministern, Brexit und der Pandemie. Er erzählt von Coralies Versuch, gleichzeitig Stiefmutter, Mutter, Schriftstellerin, Angestellte, Schwester, Freundin, Tochter und Partnerin zu sein, davon, dass man sich manchmal neu erfinden muss, um sich nicht zu verlieren. Und das alles mit einer Wärme, Authentizität und Empathie, dass es nach der Lektüre fast wehtut, die Figuren zurückzulassen.
Der Schreibstil war sehr leicht und einfach und deshalb konnte ich mich ganz auf die Geschichte konzentrieren. Sehr gut gefallen hat mir vorallem, dass sich die ganze Geschichte sehr lebendig angefühlt hat, als wäre sie mitten aus dem Leben geschrieben und genau so passiert. Die Anfangszeit, in der sich Coralie und Adam und Zora kennen lernen fand ich ganz wunderbar und ich fand es toll, dass das Klischee der "bösen Stiefmutter" hier einmal nicht bedient wurde, ganz im Gegenteil!
Die Geschichte widmet sich ernsten Themen wie der Überforderung mit den Kinder und im Alltag wenn der Mann den ganzen Tag auf der Arbeit ist, Stress mit Babys und Teenagern, aber auch den Freuden im Leben. Ausserdem widmet sich das Hörbuch auch der Politik rund um den Braxit und ich fand das mal interessant aus Sicht eines Paares das in England lebt zu lesen, auch wenn ich das Thema irgendwann ein wenig ermüdend gefunden habe. Besser haben mir die anderen Themen gefallen wie zum Beispiel als Frau Beruf und Kinder unter einen Hut zu bekommen und für alle immer "perfekt sein" zu wollen. Daher finde ich das Hörbuch gerade für Frauen im mittleren Alter interssant, die sich sehr oft in diesen vielen Rollen wiederfinden.
Die Sprecherin hat mir sehr gut gefallen, ihre Stimme war angenehm und ich hatte Spaß dabei ihr zuzuhören. Die Story wurde von der Erzählerin lebendig vorgelesen, und ich konnte das Hörbuch wirklich genießen. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung ab, wie gesagt besonders für Frauen im Mittleren Alter, aber auch für alle anderen die Interesse haben.
Rezensionen von Odina:
Strandopfer von Frank Goldammer
Spannender Ostseekrimi
Der Krimi "Strandopfer" von Frank Goldammer erschien am 15. Mai 2026 im Rowohlt Verlag. Schon das Cover passt hervorragend zum Titel und zur düsteren Stimmung. In der Geschichte geht es um Ermittlerin Lena Schuldt, die an die Ostseeküste reist, um den Tod eines deutschen Touristen in Swinemünde aufzuklären.
Ein Bernstein im Mund des Opfers deutet auf mehr als einen Badeunfall hin. Als ein Mädchen verschwindet und ein weiterer Toter gefunden wird, geraten Lena und Kommissar Adam Krawczyk unter Zeitdruck. Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig, bildhaft und angenehm zu lesen. Ich war schnell in der Geschichte angekommen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Spannung bleibt durchgehend hoch und immer wieder sorgen überraschende Wendungen dafür, dass man miträtselt und seine Vermutungen überdenkt.
Besonders gut gefallen hat mir die Darstellung der Protagonistin Lena Schuldt. Sie wirkt stark, mutig und entschlossen, auch wenn ich in einigen Situationen wahrscheinlich ganz anders gehandelt hätte als sie. Gerade das macht sie aber interessant und lebendig. Mit Adam Krawczyk wurde ich persönlich nicht ganz warm, was mich beim Lesen jedoch nicht gestört hat. Auch die Nebenfiguren sind klar und übersichtlich gezeichnet und fügen sich gut in die Handlung ein. Das Ende hat mich definitiv überrascht. Damit hatte ich so nicht gerechnet, was für mich ein großer Pluspunkt ist. Insgesamt ist das Buch ein gelungener, spannender Krimi mit einem Fall, der bis zum Schluss fesselt. Ich würde mich sehr über einen weiteren Band mit Lena Schuldt freuen.
Rezensionen von begine:
Wir gehen mal los von Raffaella Romagnolo
einfach spannend
Die italienische Schriftstellerin Raffaella Romagnolo hat ein besonderes Talent, ergreifende Romane zu schreiben.
Wir gehen mal los, ist der zweite Roman, den ich von ihr gelesen habe. Es ist fesselnd und spannend.
Amedeos Mutter ist gestorben und er hat keine Lust mehr zur Schule zu gehen. Sein Vater nimmt sich Zeit für ihn und sie machen eine Bergwanderung.
Amadeo hat eigentlich keine Lust und er ist auch ängstlich. In Gedanken spricht er mit der Mutter, sie hat ihm immer Mut gemacht.
Sie erreichen das Gipfelkreuz. Beim Abstieg gibt es einen Erdrutsch und der Vater ist unter einem Fels eingeklemmt.
Trotz seiner Ängste geht Amadeo los. Es ist eine gefährliche Partie, aber er macht alles so, wie der Vater ihm beim Aufstieg gesagt hat
Erst das linke Bein, dann den linken Arm, dann das rechte Bein und die rechte Hand.
Die Autorin hat ihn dabei eine besondere Atmosphäre gegeben.
Ich zitterte mit Amadeo mit.
Der Roman ist einfach grandios geschrieben und umgesetzt.
Rezensionen von Shilo:
Königssohn von Eveline Hasler
Sehr lesenswert
Ein alter Verdacht, ein berühmter Name und viele offene Fragen. Mehr braucht es nicht, um neugierig zu werden. Und genau daraus entwickelt sich diese Geschichte.
Im Buch geht es um die Vermutung, ob Hans Christian Andersen mit dem dänischen Königshaus verbunden war. Sicher ist das nie geklärt worden.
Genau dieses offene Thema zieht sich durch alles hindurch und macht die Handlung interessant.
Die Erzählweise bleibt ruhig. Vieles läuft eher leise ab, ohne große Zuspitzungen. Man bekommt ein Gefühl für die Zeit und die Menschen darin, ohne dass lange Erklärungen nötig sind.
Immer wieder geht es um die Frage, was wirklich stimmt und was vielleicht nur überliefert wurde. Das wirkt nicht künstlich aufgebaut, sondern eher wie ein langsames Zusammenfügen von einzelnen Gedanken und Spuren. Und das hält die Geschichte in Bewegung.
Die Figuren sind nah an der Zeit angelegt und wirken nicht überzeichnet. Manche Schicksale bleiben hängen, gerade weil sie nicht dramatisch ausgeschmückt werden.
Die Sprache ist schlicht gehalten. Keine komplizierten Wendungen, alles bleibt gut lesbar und klar.
Am Ende bleibt eine Geschichte, die nicht alles auflöst. Es geht mehr um die Möglichkeit einer anderen Wahrheit als um eine endgültige Antwort. Dafür gebe ich sehr gern 5 Sterne.
Rezensionen von JennifersBooks:
Weavingshaw von Heba Al-Wasity
Fantastisches Debüt der Autorin
"Weavingshaw" ist für mich ein Auftakt, der lange nachhallt. Heba AlWasity erschafft eine Welt, die nicht nur düster wirkt, sondern durch ihre vielen Ebenen unglaublich real erscheint. Der Gothic-Vibe liegt über jeder Szene, ohne jemals übertrieben zu wirken. Bürgerkriege, Armut und Gewalt bestimmen den Alltag und gleichzeitig fließen Themen wie Migration, Asyl und kulturelle Konflikte so fein und unaufdringlich ein, dass man sie erst nach und nach bewusst wahrnimmt.
Genau das macht diese Welt für mich so stark: Sie ist bedrückend, glaubwürdig und voller Zwischentöne. Der Fantasy-Aspekt mit Dämonen und Geistern verstärkt die düstere Stimmung zusätzlich und sorgt dafür, dass die Geschichte immer spannend bleibt.
Leena habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie ist klug, stur, loyal und hat eine Art, Dinge zu hinterfragen, die ich sehr mochte. Besonders gut fand ich, dass sie St. Silas anfangs misstraut und versucht, Abstand zu halten. Sie bleibt meist standhaft, lässt sich nicht einschüchtern und hält an ihren Prinzipien fest auch wenn sie sich über St. Silas, ihren Bruder oder ihren Vater manchmal so sehr ärgert, dass man sie nur zu gut versteht. Diese Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit macht sie für mich zu einer der greifbarsten Figuren, die ich seit Langem gelesen habe.
St. Silas wirkt zu Beginn wie jemand, der nichts an sich heranlässt. Kühl, kontrolliert, fast unnahbar. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto deutlicher wird, dass hinter dieser Fassade viel mehr steckt. Die kleinen Einblicke in seine Vergangenheit, die man nur häppchenweise bekommt, haben mich jedes Mal neugierig gemacht. Und ich mochte sehr, wie vorsichtig er sich Leena öffnet - und wie sehr sie ihn aus dem Gleichgewicht bringt, ohne es selbst zu merken.
Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist für mich eines der Highlights. Sie entwickelt sich langsam, glaubwürdig und ohne künstliche Dramatik - Slow Burn in seiner besten Form. Die Spannung entsteht durch Blicke, kleine Gesten, Schlagabtausche und unausgesprochene Gedanken. Es gibt keine unnötigen spicy Szenen, die den Fluss der Handlung stören würden. Stattdessen wächst etwas, das sich echt anfühlt. Besonders schön fand ich, dass Leena mehr Einfluss auf St. Silas hat, als beide wahrhaben wollen.
Die wechselnden Perspektiven von Leena und St. Silas runden die Geschichte für mich ab, und auch Nebenfiguren wie Leenas Bruder Rami oder Bösewicht Lord Hargreaves bekommen Raum. Diese zusätzlichen Stimmen zeigen, wie vielschichtig die Welt ist, und geben Einblicke in Konflikte, die weit über die persönliche Ebene hinausgehen. Das Ende ist ein echter Cliffhanger, der an der denkbar gemeinsten Stelle abbricht. Bis Band 2 erscheint, dauert es noch neun Monate (ET: 25.02.2027) - aber ich warte gern, um wieder in diese fantastisch düstere Welt einzutauchen.
Fazit: "Weavingshaw" ist ein atmosphärisch dichter Reihenauftakt, der mich mit seiner Welt, seinen Figuren und seiner ruhigen, aber intensiven Erzählweise vollkommen überzeugt hat. Die Mischung aus düsterer Stimmung, gesellschaftlichen Untertönen und einer fein aufgebauten Slow-Burn-Romance hat für mich genau die richtige Tiefe. Ein absolut gelungenes Debüt, das mich sehr neugierig auf den nächsten Teil macht.











