Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Katto:
Tage am Fluss von Jochen Mariss
Nachdenkliche und gute Unterhaltung mit kleinen Schwächen
„Tage am Fluss“ von Jochen Mariss erzählt die Geschichte von Sara und Leon, die sich an einem Fluss begegnen und sich nach und nach über ihre Ängste, ihre Vergangenheit und ihre Sicht auf die Zukunft austauschen. Besonders das Thema Klimakrise und die damit verbundenen Zukunftssorgen fand ich spannend und sehr aktuell – genau deshalb hat mich das Buch von Anfang an neugierig gemacht.
Die Grundidee hat mir richtig gut gefallen und bietet viel Potenzial. Allerdings hatte ich zwischendurch das Gefühl, dass die Geschichte etwas zu viele (ernste) Themen gleichzeitig aufgreift, die aus meiner Sicht aber an einigen Stellen noch mehr Raum verdient hätten. Dadurch blieb manches etwas oberflächlich und ich hätte mir mehr Fokus auf die zentralen Themen gewünscht.
Die Handlung war stellenweise vorhersehbar. Auch gab es einige spannende Passagen. Das Buch setzt bewusst auf ruhige, nachdenkliche Momente und ist eher eine schöne Unterhaltungsgeschichte. Gerade das macht aber auch seinen besonderen Reiz aus.
Besonders gefallen hat mir der Schreibstil von Jochen Mariss. Er schreibt ruhig, einfühlsam und teilweise fast poetisch, ohne dabei überladen zu wirken. Die Sprache lädt dazu ein, sich auf die Gedanken und Gefühle der Figuren einzulassen. Und genau daher wollte ich das Buch trotz der kleineren Schwächen gerne weiterlesen.
Insgesamt ist „Tage am Fluss“ für mich eine schöne Lektüre, die wichtige Themen aufgreift, immer wieder zum Nachdenken anregt und unterhält. Auch wenn ich mir an einigen Stellen mehr Tiefe und einen stärkeren Fokus gewünscht hätte, habe ich die Zeit mit dem Buch genossen. Für mich ist es ein ruhiger Roman mit einer gelungenen Grundidee, einigen spannenden Stellen und einem wirklich schönen Schreibstil.
Rezensionen von Pearl:
Das Jahr der Wale von Kelly Anderson
Verluste
Der Roman das Jahr der Wale ist eine sehr fantasievolle Geschichte die etwas übertrieben und sehr weit hergeholt, daherkommt.
Annie wird mitten im Wasser des Ozeans geboren, das würde keine Mutter wagen. Die Eltern von Annie, Aiden und Mara die einst am Meer von Aiden gefunden wird, leben auf einem Boot bis, bis sie in einen Tsunami geraten und dabei umkommen.
Annie kann den Tod der Eltern schwer verkraften, wäre das nicht Evan ihr Kinderfreund der sie auch ein Leben lang begleiten wird. Eines Tages gibt der Meer wieder einen Menschen frei, Walker der auch nicht weiß, wo er her kommt, aber Annie sich in ihn verliebt. Doch durch einen Sturm kommt er scheinbar ums Leben, obwohl Annie immer das Gefühl hat er lebe noch. Später leben Evan und Annie die Ärztin geworden ist, in Vancouver. Das kann nicht gutgehen, da Annie doch zu sehr mit dem Meer verbunden ist.
Fazit:
Die Handlung ist sehr unrealistisch und übertrieben, aber sehr naturverbunden. Wale kommen nur kurz darin hervor, als man einen gestrandeten Wal am Strand findet, der im sterben liebt, was sehr traurig ist. Dagegen tauchen Menschen aus dem Meer auf, die nicht wissen, wo sie herkommen. Das Cover ist sehr schlicht gehalten aber allein durch das tiefe blau ein Hingucken. Der Schreibstil manchmal zu schnelle Wechsel mit dem Jetzt und Gestern.
Rezensionen von Katto:
Falls jemand fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg
Bewegend, spannend und absolut lesenswert
„Falls jemand fragt, wer wir waren“ von Eva Kranenburg hat mich von der ersten bis zur letzten Seite komplett gefesselt. Sie erzählt eine Geschichte, die spannend, emotional und gleichzeitig unglaublich nahbar ist. Im Mittelpunkt steht Tilla, die nach dem plötzlichen Verschwinden ihrer Freundin Rena immer tiefer in ein Netz aus Geheimnissen, Lügen und unbequemen Wahrheiten gerät.
Dabei erzählt der Roman nicht nur eine unglaublich spannende Geschichte über Freundschaft, Mut und Vertrauen, sondern vermittelt auch auf besondere Weise, wie sich das Leben in der frühen DDR angefühlt haben muss.
Die Protagonistin Tilla ist die mir sofort ans Herz gewachsen. Es war unglaublich spannend, sie auf ihrem Weg zu begleiten, mitzuerleben, wie sie beginnt, alles zu hinterfragen und immer mutiger ihren eigenen Überzeugungen folgt. Ich habe mit ihr gehofft, gezweifelt, bis zum Schluss mitgefiebert und ganz stark mitgefühlt.
Der Schreibstil hat mich vollkommen begeistert. Er ist flüssig, packend und so mitreißend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Was das Buch für mich besonders macht, ist die Kombination aus einem durchgehend hohen Spannungsbogen und einer ruhigen, einfühlsamen Erzählweise. Immer wieder sorgen neue Enthüllungen und unerwartete Wendungen dafür, dass ich unbedingt weiterlesen wollte.
Noch eindrucksvoller fand ich die Geschichte, weil sie an einer wahren Begebenheit anknüpft. Dadurch wurde der Roman für mich noch intensiver, greifbarer und bewegender und hat mich auch nach der letzten Seite nicht losgelassen.
„Falls jemand fragt, wer wir waren“ hat mich tief berührt und noch lange nach dem Lesen beschäftigt. Es erzählt eine wichtige Geschichte, regt zum Nachdenken an und zeigt, wie wertvoll Mut, Zusammenhalt und das Hinterfragen von vermeintlichen Wahrheiten sein können. Für mich war es ein echtes Jahreshighlight und ein Buch, das ich von Herzen weiterempfehlen kann. Absolut empfehlenswert!
Rezensionen von Petra:
Ist doch schön hier von Miriam Burdelski
Drei Frauen
Emmi, Melanie und Liesl, drei Generationen alle Frauen sind mit massiven Problemen belastet. Emmi hat Demenz, Melanie ist antriebslos und hat als Mutter von Liesl versagt. Liesl ist gerade 19, ohne Schulabschluss und jobbt in einer Waschanlage. Sie will auf den Spuren ihrer Oma nach Polen, denn die Geschichten die Emmi erzählt sind wunderschön, über eine glückliche Kindheit mit Pferden, Wald und Freundinnen, alles was Liesl nicht kennt.
Überraschend fährt sie nicht allein, Emmi und Jascha ein Altenpfleger fahren mit. Ein Roadtrip in die Vergangenheit, die doch nicht so schön ist wie die Demenz erzählen lässt.
Es sind einige belastende Elemente in diesen Buch zur Sprache gekommen. Eigentlich hoch emotionale Themen aber die Autorin erzählt so zurückhaltend in ihrem Schreibstil, das man sich mehr wie ein Beobachter vorkommt und nicht ins Geschehen hinein gezogen wird. Einerseits ist das gut, denn sonst wäre es teilweise sehr belastend gewesen. Auf der anderen Seite hat mich das Buch nicht ganz abgeholt, weil da diese Distanz war.
Ich hatte schnell ein Urteil über die einzelnen Figuren bei der Hand und musste dann dank Jascha umdenken. Er ist derjenige der die drei Freuen aufs Neue mit einander verbindet. Er hinterfragt oder nimmt es als gegeben hin wenn es die Situation erfordert. Ein enormes Feingefühl ist ihm gegeben und das überträgt sich beim Lesen und dadurch hat sich auch die Meinung vor allem über Melanie geändert.
Rezensionen von Katto:
Über der Brandung von Franziska Jebens
Ein Buch wie eine kleine Auszeit am Meer
„Über der Brandung“ von Franziska Jebens war für mich ein richtig schöner, leichter Roman zum Abschalten. Besonders die Mischung aus Inselleben, persönlichem Neuanfang und den verschiedenen Charakteren hat mir gut gefallen. Ich mochte, dass die Geschichte Themen wie Selbstfindung, Veränderungen, Leben im Einklang mit der Natur und die Frage, was man eigentlich vom eigenen Leben möchte, aufgreift.
Ich habe auch etwas Neues über die Hexenhintergründe lernen dürfen.
Franziska Jebens’ Schreibstil hat mir gut gefallen: locker, angenehm und einfach wunderbar zum Weglesen. Die Figuren waren für mich sympathisch und ich konnte mich gut auf ihre Geschichten einlassen. Besonders mochte ich Meltemi. An manchen Stellen hätte ich mir allerdings etwas mehr Tiefe gewünscht, weil einige Entwicklungen für meinen Geschmack ein bisschen schnell gingen. Allgemein ist es eher ein lockerer Sommerroman, als ein Buch mit Tiefe. Trotzdem hat mich die Geschichte gut unterhalten und ich hatte beim Lesen immer wieder das Gefühl, für ein paar Stunden selbst in Griechenland zu sein.
Am Ende hat mich das Buch auch etwas bewegt, obwohl ich gar nicht so richtig sagen kann, warum.
„Über der Brandung“ ist für mich ein Buch, das vor allem durch seine Wohlfühlmomente und seine liebevollen Geschichten überzeugt. Eine schöne Lektüre für alle, die Lust auf Meer, Neuanfänge und eine kleine Auszeit vom Alltag haben.
Rezensionen von F.H.:
72 Stunden mit dir von Darianne Schramm
Wenn nur noch 72 Stunden bleiben....
Mit Gänsehaut habe ich das Buch "72 Stunden mit dir" gelesen. Die Autorin schafft mit ihrem Wortwitz eine ganz besondere Beziehung zwischen den Hauptdarstellern Sydney und Peter. Eine ordentliche Portion Lacher ist hier garantiert. Andererseits ist Peter extrem feinfühlig. Er versteht mit Sydney umzugehen wie kein anderer und endlich kann Syndey sich öffnen.
Durch Peter kommt wieder Leichtigkeit in ihr Leben. Von Anfang an wird der Leser immer wieder mit Sydneys Albträumen und Begebenheiten aus ihrer Vergangenheit konfrontiert. Ich war beim Lesen sehr gespannt, wie und in welche Richtung sich alles aufklärt. Auch ein vergessenes, früher aber oft gehörtes Lied habe ich durch den Roman wiederentdeckt. Der Roman regt definitiv zum Nachdenken an. Klare Leseempfehlung für Menschen, die tiefgründige, spannende, romantische und zum Nachdenken anregende Bücher gerne mögen.
Rezensionen von Katto:
Feta von Natacha Comar
Vielseitige Feta-Ideen für den Alltag
Das Kochbuch „Feta“ von Natacha Comar hat mich direkt neugierig gemacht, denn Feta mag ich wirklich sehr gerne – egal ob im Salat, als Aufstrich oder herzhaft, zum Beispiel aus dem Ofen.
Besonders gut gefallen mir die vielen unterschiedlichen Rezeptideen. Es sind nicht nur die klassischen Kombinationen dabei, sondern auch einige Rezepte, bei denen Feta mal etwas anders eingesetzt wird.
Dadurch bekommt man beim Durchblättern direkt Lust, das eine oder andere auszuprobieren. Ich mag, dass einige Rezepte einen griechischen Einfluss haben. Außerdem gefällt mir sehr gut, dass es zu jedem Rezept auch ein passendes Bild gibt.
Das Buch ist zudem nach unterschiedlichen Zubereitungsdauern gegliedert. So kann man je nach verfügbarem Zeitaufwand schnell das passende Rezept auswählen, was ich im Alltag sehr praktisch finde.
Die Rezepte wirken größtenteils unkompliziert und alltagstauglich, was ich bei einem Kochbuch besonders wichtig finde. Für etwas kompliziertere Techniken gibt es bei einzelnen Gerichten eine bebilderte Anleitung, die die einzelnen Schritte verständlich erklärt.
An manchen Stellen hätte ich mir noch etwas mehr Abwechslung gewünscht, da sich einige Zutaten und Kombinationen doch wiederholen und nicht immer meinen Geschmack treffen. Die drei schnellen Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe, waren einfach zuzubereiten und haben mir sehr gut geschmeckt.
Insgesamt ist „Feta“ für mich ein schönes Kochbuch für alle, die Feta genauso gerne mögen wie ich. Es bietet viele leckere Inspirationen und macht Lust darauf, den Klassiker immer wieder neu zu entdecken.
Rezensionen von Katto:
Im Sommer der Wildbienen von Nina Mayen
Eine sommerliche Geschichte mit viel Gefühl
„Im Sommer der Wildbienen“ von Nina Mayen war für mich eine richtig schöne Sommerlektüre. Ich mochte besonders die warmherzige Stimmung und die Art, wie die Geschichte verschiedene persönliche Themen miteinander verbindet.
Flora ist eine interessante Hauptfigur, die nach einer schwierigen Zeit Abstand von ihrem bisherigen Leben sucht.
Durch ihre Autismus-Diagnose bekommt man einen guten Einblick, wie belastend Reizüberflutung und das ständige Anpassen an andere sein kann. Ich fand es schön zu lesen, wie Flora nach und nach lernt, ihren eigenen Weg zu gehen. Durch meine langjährige Arbeit mit autistischen Kindern hatte ich aber gleichzeitig bei manchen Aspekten das Gefühl, dass das Thema etwas zu idealisiert dargestellt wird.
Ich mochte das Setting in der Eifel, da ich dort aufgewachsen bin und ich mir daher alles super vorstellen konnte. Auch mochte ich den lockeren und flüssigen Schreibstil der Autorin.
An der ein oder anderen Stelle hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht, gerade bei einigen Entwicklungen ging es mir ein bisschen zu schnell. Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten und mir einige schöne Lesestunden beschert.
Insgesamt ist „Im Sommer der Wildbienen“ für mich ein Wohlfühlroman, der perfekt zu einem entspannten Nachmittag im Garten oder auf dem Balkon passt.
Rezensionen von Katto:
All die Farben, all das Licht von Cora Wucherer
Berührend, emotional und voller Lebensmut
„All die Farben, all das Licht“ von Cora Wucherer hat mich wirklich sehr berührt und ist für mich ein ganz besonderes Buch. Die beiden Schwestern Juna und Martha könnten unterschiedlicher kaum sein und trotzdem verbindet sie mehr, als sie zunächst selbst erkennen. Besonders gut gefallen hat mir, wie sich ihre Beziehung im Laufe der Geschichte hin zum Positiven verändert.
Juna kämpft mit dem fortschreitenden Usher-Syndrom und damit, dass ausgerechnet ihr Augenlicht immer mehr nachlässt, obwohl die Malerei ihre große Leidenschaft ist. Ich fand es sehr bewegend, sie auf ihrem Weg zu begleiten und mitzuerleben, wie sie trotz ihrer Erkrankung versucht, ihre Träume nicht aufzugeben, sondern neue Wege für sich zu finden. Ihr Umgang damit, dass ihre Krankheit ihr nach und nach das Augenlicht nimmt, fand ich sehr berührend. Gleichzeitig schafft es die Autorin mit einem tollen Schreistil, dass die Geschichte nicht nur traurig ist. Auch die Kunst spielt eine wichtige Rolle und gibt der Geschichte etwas Besonderes.
Die wechselnden Perspektiven von Juna und Martha haben mir ebenfalls gut gefallen, weil ich dadurch beide Schwestern und ihre Gedanken und Gefühle besser kennenlernen konnte. An einigen Stellen hätte ich mir allerdings noch etwas mehr Tiefe gewünscht, besonders im Hinblick auf Junas Erkrankung.
Insgesamt hat mich die Geschichte mit ihren emotionalen Momenten, ihrer Wärme und ihrer hoffnungsvollen Botschaft sehr berührt. Ein wunderschönes und nachdenkliches Debüt, das mir noch eine Weile im Kopf bleiben wird.
Rezensionen von Katto:
Die Bernsteinfischerin von Lisa Quentin
Eine ruhige Geschichte, die mich tief berührt hat
In „Die Bernsteinfischerin“ von Lisa Quentin geht es um die Lebensgeschichten zweier ganz unterschiedlicher Frauen. Es geht um zweite Chancen, vergangene Entscheidungen und den Mut, das eigene Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen.
Das Buch hat mich wirklich sehr berührt. Ich mochte unglaublich gerne, wie die Autorin Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet und dabei Themen wie Verlust, Liebe, Neuanfang und die Suche nach dem eigenen Weg ganz selbstverständlich in die Geschichte einfließen lässt.
Die Geschichte hat ihren Fokus nicht darauf, möglichst schnell und spannend voranzuschreiten, sondern sie wird ruhig und feinfühlig erzählt. Dabei wurde sie für mich nie langweilig und ich wollte die ganze Zeit weiterlesen. Besonders gut gefallen hat mir auch der bildhafte und flüssige Schreibstil.
Julika und Ebba sind zwei ganz unterschiedliche Frauen, deren Geschichten mich beide auf ihre eigene Weise berührt haben. Beide sind mir im Laufe des Buches sehr ans Herz gewachsen und ich habe ihre Wege unglaublich gerne begleitet. Gerade eine gefühlvolle Erzählweise hat dafür gesorgt, dass ich mit ihnen mitfühlen und ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen konnte.
„Die Bernsteinfischerin“ ist für mich ein wunderschönes und emotionales Buch, das mich nach dem Lesen noch länger beschäftigt. Für mich ist es eine klare Empfehlung für alle, die ruhige, gefühlvolle Geschichten mögen.











