Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Nele33:
Bereuen sollst du von Kaisu Tuokko
aktuell, brisant, spannend
Die Autorin Kaisu Tuokko hatte mich schon mit ihrem ersten Band um Kommissar Mats Bergholm und die Journalistin Eevi Manner absolut begeistert. Umso gespannter war ich nun auf die Fortsetzung mit den Beiden. Vorweg, ich wurde nicht enttäuscht.
Der Schreibstil der Autorin ist fantastisch, immer genau on Point, ohne in ausschweifende Erklärungen abzudriften.
Dies ist ein Stil, den ich sehr mag.
Dabei behandelt sie auch diesmal wieder ein Gesamtgesellschaftliches Problem. Den Pflegenotstand und den damit einhergehenden Problem. Natürlich nimmt in der Story die Geschichte einen anderen Verlauf.
Die Leiche einer alten Frau wird völlig abgemagert, dehydriert und ausgemergelt gefunden, doch dies ist nicht das erschreckendste an dem Fund. Niemand scheint die alte Dame zu vermissen, niemand kennt ihre Herkunft. Wie schon im ersten Band unterstützt ihn bei der Recherche zu der Leiche die Journalistin Eevi Manner. Die Zusammenarbeit der Beiden funktioniert auch bei der getrennt stattfindenden Suche nach der Antwort hervorragend.
Als eine zweite Leiche gefunden wird, holt Mats seine Vergangenheit ein, rückt doch sein Bruder Lasse in den Fokus der Ermittlungen. Dies löst bei ihm völlig unterschiedliche Reaktionen aus.
Mich konnte der zweite Band um die sympathischen Protagonisten wieder komplett überzeugen und ich hoffe in Bezug auf deen Cliffhanger auf eine Fortsetzung.
Rezensionen von fantasia:
Weiterleben von Patrick Charnley
Die leisen und bedeutsamen Seiten des Lebens
„Weiter leben“ ist das Erstlingswerk eines Autors, der nach einem Herzstillstand mit dem Schreiben anfing.
Jago - die Hauptfigur des Romans - hat ein ähnliches Schicksal. Sie war 40 Minuten klinisch tot und muss sich langsam wieder im Leben zurechtfinden.
Dieser Prozess vollzieht sich langsam und mit großer Ruhe: Er nimmt den Leser so behutsam mit, dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte. Sprache und Inhalt greifen ineinander und ergänzen sich. Als Beispiel sei nur genannt, S.182: „Ich koche nicht mehr nach Gefühl. Ich brauche mein System. Rezepte und Küchenwecker. Ich kann immer nur eine Sache auf einmal machen, und wenn der Anrichte zu viel steht, sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht.“
Das Leben dreht sich um die kleinen, alltäglichen Dinge wie Essen zubereiten, die Tiere versorgen, sich um die Gemüsebeete kümmern, Schach spielen, vor dem Kaminfeuer sitzen, einander zuhören - für einander da sein.
Dass diese Idylle im weiteren Verlauf gestört werden muss, gehört fast zwangsläufig zur Konzeption eines Romans. Die Schurkerei fand ich etwas aufgesetzt. Letztlich fällt das jedoch kaum ins Gewicht, denn die eigentliche Stärke des Romans liegt in der ruhigen und feinfühligen Beschreibung des Lebens und des langsamen Zurückfindens in den Alltag. Das wunderschön gestaltete Cover zeigt ein Cottage vor dem Hintergrund des tiefblauen Meres und Wolken am Horizont. Leuchtende Farben, die zu diesem Inhalt des Romans passen: ein durchweg positiver, ruhiger Roman, der ganz im Zeichen des Mottos „Alles zu seiner Zeit“ steht.
Rezensionen von Nele33:
FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister
ambivalent
"Five-Das Ticken der Zeit" der Autorin Ilona Bannister hat einen interessanten und neugierig machenden Klappentext.
Emma, Gideon, Liam, Mrs Worth und Sonny sind die 5 Protagonisten die an einem Morgen auf einem Londoner Bahnhof aufeinander treffen. Einer von ihnen wird in 5 Minuten nicht mehr am Leben sein.
Der Einstieg am Bahnhof in die Story hat mir sehr gut gefallen und lieferte einige spannende Momente.
Erzählt wird hier in kurzen Kapiteln, wechselnd zwischen der Situation am Bahnhof und dem Leben der Protagonisten. Diese Einblicke in das Leben und ihrer Vergangenheit soll wohl dazu beitragen, dass ich als Leserin eine große Aversion gegen einen von ihnen entwickel und seinen evtl. Tod absolut in Ordnung finde.
Dieser Mechanismus, den die Autorin dafür anwendet hat mich in keinster Weise erreichen können, dazu waren die einzelnen Lebensgeschichten zu Klischeehaft bedient.
Ich konnte das Buch in einer Leserunde lesen und die Meinungen dazu waren so unterschiedlich wie zu erwarten.
Von mir leider nur 3 Sterne, da mich das Buch insgesamt nicht fesseln konnte.
Rezensionen von Der blaue Mond:
Das Jahr der Wale von Kelly Anderson
durchwachsen
Am Anfang fand ich den Stil der Autorin sehr gut. Die düstere Atmosphäre nach einem Tsunami und die Gefühlswelt von Annie, zwischen Verzweiflung und Hoffnung war fantastisch beschrieben. Auch die Idee, sich einmal der Welt der Geräusche intensiver zu widmen, gefällt mir sehr gut. Und wie stark die Natur eingebunden war.
Zudem sind der bedruckte Einband und das Cover sehr gelungen, einfach nur schön und geschmackvoll.
Aber weniger gut haben mir die langen Erzählungen gefallen, so ab dem ersten Drittel empfand ich es oftmals als zu langwierig. Auch die Erzählsprünge der Vergangenheit wirkten auf mich nicht sehr strukturiert. Manchmal fiel es mir schwer weiterzulesen, es hat mir an Twists oder mehr Handlung gefehlt. Trotzdem hat das Buch etwas. Die Welt der Geräusche, der rauen Natur, der See, Wale und ein bisschen Meerjungfrauencharm, mystisch und etwas philosophisch, die Kombination hat durchaus etwas. Die Autorin hat Potential.
Rezensionen von clematis:
Der Seegasthof – Wo der Traum beginnt von Linda Winterberg
Dampfnudeln und Heiratskandidaten
Amrei wächst am idyllischen Chiemsee auf, schon früh hilft sie ihrer Großmutter Resi in der Küche des familieneigenen Gasthofes, welcher bekannt ist für seine köstlichen Dampfnudeln. Wie es im Jahre 1896 so üblich ist, hält der Vater bereits Ausschau nach einem passenden Ehemann für Amrei, ein gesellschaftlicher Aufstieg wäre durch eine gute Partie am See natürlich wünschenswert.
Aber es soll anders kommen als geplant …
Die wunderbare Kulisse rund um den Chiemsee, die lebendigen Figuren und die fesselnde Handlung ziehen den Leser sogleich in ihren Bann, der aufregende Roman bietet von der ersten bis zur letzten Seite beste Unterhaltung. Im Mittelpunkt steht Amrei, aber auch die Gedanken- und Gefühlswelt aller anderen Personen ist in jeder Zeile spürbar und versetzt mich schnell in die Welt des ausklingenden 19. Jahrhunderts, als die Frauen noch von Vätern und Ehemännern abhängig waren, sich möglichst still in ihr Schicksal fügen sollten, um eine gute Ehefrau und Mutter zu sein. Auch Amrei soll einen jungen Mann heiraten, der ihr tiefst zuwider ist, aber sie versucht zumindest den Kampf. Ob dieser wie ein winterlicher Schneesturm zu bewältigen ist? Linda Winterberg erzählt alles mit beeindruckender Lebendigkeit und weckt schon jetzt Vorfreude auf die Fortsetzung.
Am Seegasthof ist es nicht immer einfach, besonders mit der mürrisch blickenden Großmutter Resi oder dem Vater, der in einem reichen Halodri einen optimalen Heiratskandidaten sieht, aber fort von hier möchte man dann halt auch wieder nicht. Als Leserin fühle ich mich rundum wohl bei den Bachingers und würde am liebsten sofort eine von Oma Resis kaiserlich-königlichen Dampfnudeln kosten. Empfehlung!
Rezensionen von Karina :
Tage am Fluss von Jochen Mariss
Ein atmosphärischer Roman
Wer eine kleine literarische Erfrischung braucht, dem kann ich nur empfehlen, gemeinsam mit Sara und Leon in 'Tage am Fluss' von Jochen Mariss abzutauchen.
Der Autor hat hier einen schönen und atmosphärischen Roman geschaffen, der ganz unterschiedliche Themen miteinander verbindet: Verlust, häusliche Gewalt, Umweltschutz, Selbstschutz, aber auch Neuanfänge, Freundschaft und Gefühle.
Sara Harmsen ist die Fährfrau ihres Dorfes und lebt eher zurückgezogen als Eigenbrötlerin. Da stolpert eines Tages der junge Umweltaktivist Leon, verletzt und mit einigen Geheimnissen im Gepäck, in ihr Leben. Er bekommt Kost und Logis auf Saras Hof - im Gegenzug hilft er bei den anfallenden Arbeiten.
Beide tragen ihre eigenen Geheimnisse mit sich herum und es braucht Zeit und so manche Wendung, bis nach und nach Dinge ans Licht kommen. Dabei entwickelt sich auch die Verbindung zwischen den beiden auf eine Art, die ich so nicht unbedingt erwartet hatte. Aber für mich hat es gut gepasst. ????
Das Buch hat mich schon durch Cover und Klappentext neugierig gemacht und meine Erwartungen letztlich auch erfüllt. Sara ist allerdings schon eine ziemlich ruppige Persönlichkeit - manchmal hat sie mich tatsächlich ein bisschen genervt. ???? Aber irgendwie gehört genau das auch dazu und macht sie als Figur glaubwürdig.
Besonders gefallen haben mir die atmosphärischen Beschreibungen von Saras Hof, den Tieren und natürlich ihrer Arbeit als Fährfrau auf dem Fluss. Ich konnte mir die Umgebung richtig gut vorstellen und hatte beim Lesen oft das Gefühl, selbst dort zu sein. ????
Auch die anderen Figuren fand ich schön und facettenreich erzählt. Insgesamt ist 'Tage am Fluss' ein ruhiger, atmosphärischer Roman, der einiges zu bieten hat und mich sehr gut unterhalten konnte.
Von mir gibt es daher eine klare Empfehlung. ????
Rezensionen von dosi80:
Das Krähenzimmer von Carolin Frey
Düster
Mit dem Roman „Das Krähenzimmer“ erscheint eine neue Autorin am Thriller-Himmel.
Carolin Frey hat überzeugt.
Die Geschichte handelt von Lotta, die Berlin hinter sich lassen will und in Geelekow an der Ostsee ein bisschen Ruhe finden will.
Sie mietet sich in der Villa Sturmmöwe ein, die sie aus den Urlauben aus ihrer Kindheit kennt.
Vor allem kennt sie ihr damaliges Zimmer – das Krähenzimmer.
Doch Ruhe findet sie dort nicht. Immer wieder geschehen eigenartige Dinge, sie hört ein Klopfen, ein Rumpeln, Stimmen und mehr.
Auch die Bewohner von Geelekow sind alles anderes als freundlich zu Lotta. Jeder einzelne scheint etwas zu verbergen zu haben und keiner will ihr sagen, was vor einigen Jahren in der Villa Sturmmöwe passiert ist.
Außerdem hat Lotta das Gefühl, nicht alleine in ihren Ferienvilla zu sein.
Ein gelungenes Debüt! Düster!
Rezensionen von ekiam:
Carcassonne Labyrinth - Gesellschaftsspiel & Brettspiel ab 8 Jahre von Klaus-Jürgen Wrede; Max J. Kobbert
Zwei Klassiker, eine überraschend gute Kombination
Ich war ehrlich gesagt zunächst ziemlich skeptisch, als ich gehört habe, dass hier Carcassonne und Das verrückte Labyrinth miteinander kombiniert werden. Zwei Klassiker in ein neues Spiel zu packen, kann schließlich auch schnell nach „Wir nehmen zwei bekannte Namen und schauen mal, was daraus wird“ klingen.
Zum Glück ist das bei Carcassonne Labyrinth überhaupt nicht der Fall.
Das Spielgefühl der beiden Klassiker wurde tatsächlich sinnvoll miteinander verbunden. Man schiebt die Plättchen wie beim verrückten Labyrinth, verändert dadurch ständig die Wege und muss gleichzeitig seine eigene Landschaft mit Straßen und Städten aufbauen. Dabei wirkt die Kombination weder überladen noch gewollt, sondern erstaunlich stimmig. Carcassonne Labyrinth fühlt sich tatsächlich wie ein eigenständiges Spiel an und nicht einfach wie ein Mash-up zweier bekannter Spiele.
Auch der Einstieg ist angenehm unkompliziert. Die Regeln sind schnell erklärt und nicht besonders anspruchsvoll, sodass man direkt losspielen kann. Die Partien bleiben außerdem schön kurz, was gerade für die empfohlene Altersklasse ab acht Jahren gut passt. Trotzdem ist das Spiel auch für uns Erwachsene keineswegs langweilig: Wer seinen Zug nicht nur irgendwie, sondern möglichst clever planen möchte, muss durchaus ein bisschen den Kopf einschalten.
Für geübtere Spieler gibt es zusätzlich eine Profi-Variante, die noch einmal etwas mehr Denkarbeit ins Spiel bringt. Dadurch lässt sich Carcassonne Labyrinth sowohl als kurzes Spiel zwischendurch als auch wunderbar als kurzes Spiel nach einer längeren Spielerunde einsetzen. Besonders schön finde ich außerdem, dass es eine Solo-Variante gibt.
Bei der Ausstattung gibt es allerdings noch etwas Luft nach oben. Die Haptik der Landschaftsplättchen gefällt mir sehr gut und erinnert tatsächlich stark an die originalen Carcassonne-Plättchen. Etwas enttäuschend fand ich dagegen die Qualität der Karten für die Profi-Variante. Auch das Inlay könnte praktischer gestaltet sein. Eine zusätzliche Plastiktüte für das Spielmaterial hätte den Auf- und Abbau deutlich erleichtert.
Trotz dieser kleinen Kritikpunkte hat mich Carcassonne Labyrinth wirklich positiv überrascht. Die Mischung aus Schieben, Bauen und taktischem Planen funktioniert besser, als ich zunächst erwartet hatte. Das Spiel ist schnell erklärt, bietet kurze Partien und trotzdem genug Denkarbeit, damit auch Erwachsene ihren Spaß daran haben.
Von uns wird Carcassonne Labyrinth jedenfalls sicher noch öfter aus dem Regal geholt.
Rezensionen von yellowdog:
Goodbye, Honeysuckle von Tayari Jones
Niecy und Annie
Vom ersten Satz an ist diese Buch intensiv. Im Original heißt es Kin. Das es auf der Obamas Summer Reading list 2026 steht, liegt aber wohl vor allen an den Themen und das Porträt einer Zeit der fünfziger und sechziger im Süden der USA.
Erzählerin ist Vernice, die schon als Baby ihre Mutter verliert.
Sie wurde von ihrem eigenen Mann erschossen.
Zweite Erzählerin ist Annie, die mit Vernice seit der Kindheit befreundet ist. Auch sie wächst ohne Mutter auf.
Die Lücken der Vergangenheit prägen sie.
Die Perspektiven wechseln sich mit den Kapiteln ab. Man folgt den beiden auf ihren Weg über einen längeren Zeitraum von ca.20 jahren.
Der Erzählton wird vor allen durch Dialoge erzeugt und diese sind wirklich brillant. Tiefe erhält das Buch dadurch, wie die Figuren angelegt sind. Das betrifft nicht nur die beiden Protagonistinnen sondern auch die Menschen in ihrem Umfeld.
Rezensionen von Liddy:
Der kleine Alexander von Humboldt. Eine Reise durch die Wälder dieser Erde von Verena Linde
Auf Walderkundungstour
Der kleine Alexander von Humboldt bringt mithilfe seines magischen Kompasses Theo und Pria zu den Wäldern dieser Erde. Dabei werden der Mischwald, Nadelwald, Auwald, Regenwald und der heimische Laubwald kindgerecht erklärt. Jeder Wald wird mit seiner Besonderheit nähergebracht – ebenso die Tiere, die dort leben.
So taucht zum Beispiel auch ein Capybara im Regenwald auf und meine Kinder waren ganz begeistert. Sie lieben diese Tiere! Besonders toll finde ich, dass auch die Waldrodung thematisiert wird und schon den Kleinsten vermittelt wird, wie wichtig der Erhalt unserer Wälder und Bäume ist. Meine Kinder lieben es außerdem, die vielen Tiere auf den Seiten zu suchen. Die liebevollen Illustrationen sind sehr schön und gelungen und gefallen meinen Kindern sehr. Für uns bisher das beste Buch zum Thema Wald, die Kinder sind begeistert!











