Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sandr4:
Love is like a Thunderbolt von Ronja Madeleine
Zwischen Liebe und Trauma
Dieses Buch hat mich in vielerlei Hinsicht überrascht. Es gibt ja in allen NA - Büchern Themen, die die Protagonisten herumtreiben, aber ich habe, glaube ich, noch kaum eins gelesen, wo diese Themen so einen großen Punkt einnehmen. Sie erklären nicht nur das Verhalten, sondern die Charaktere sind noch aktiv davon betroffen und es handelt sich nicht nur um vergangene Geister.
Außerdem hat das Buch einen kleinen Suspense - Anteil, der richtig gut umgesetzt ist und viele Fragen für die nächsten Bücher aufwirft. Was für mich auch sehr herausstach, war, dass viele der Nebencharaktere auch Vergangenheiten und Persönlichkeiten hatten, die über den "Support" von Elli als Main Character hinausgingen.
Rezensionen von Sheilo:
All the things I didn't say von Ann Liang
Süße Romcom
Sadie ist wahnsinnig zielstrebig, sie meldet sich für alle freiwilligen Arbeiten in der Schule, unterstützt ihre Mitschüler und ist zusätzlich noch Schulsprecherin. Doch auch wenn sie immer perfekt wirkt, muss auch sie mal Dampf ablassen. Dafür hat sie bisher immer E-Mails geschrieben, die sie jedoch nie abgeschickt hat.
Bis zu dem Tag, als diese versendet wurden, ohne das Sadie es selbst getan hat. Auf einmal reden alle über sie, egal ob Schüler oder Lehrer, doch diesmal ist es nicht aufgrund ihrer außergewöhnlichen Leistungen.
"All the things I didn't say" ist eine amüsante und abwechslungsreiche Romcom von Ann Liang, die mich selbst ein wenig an meine Schulzeit erinnert hat. Der Schreibstil war sehr angenehm und passte sehr gut zum Young Adult Genre, wobei sich das Buch auch schon für jüngere Lesende ab 14 Jahren eignet, da das Buch keinen Spice beiinhaltet, dieser aber in der Geschichte auch überhaupt nicht fehlt.
Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin das Thema Leistungsdruck im Buch thematisiert hat. Die Jugendlichen, die eigentlich ihre Jugend/Kindheit noch genießen sollten, werden heutzutage oft sehr unter Druck gesetzt, immer Bestleistungen zu erreichen. Teilweise tun sie alles dafür, nur das sie dabei ihre Hobbys und ggf. eigene Wünsche vernachlässigen.
Julius, ein Protagonist der Geschichte, steht somit in der ständigen Konkurrenz zu Sadie. Beide sind zielstrebig und tun alles für einen perfekten Abschluss. Doch durch die unbeabsichtigten Mails von Sadie an Julius entdeckt dieser erst, was noch alles in Sadie steckt, die sonst immer nur die nette und höfliche Fassade im Schulalltag zeigt.
Auf Sadies Schultern lasstet jedoch noch mehr, da sie sich selbst die Schuld an der Trennung ihrer Eltern gibt und neben der Schule ihre Mutter in der eigenen Bäckerei unterstützt. Ihr Alltag ist so durchstruckturiert mit der Schule, dem Lernen und der Arbeit, das quasi keine Freizeit mehr übrig zu bleiben scheint.
Ich mag "All the things I didn't say", da es neben der süßen Liebesgeschichte so viele tiefgründige Themen beinhaltet. Mich selbst hat das Buch zum Nachdenken angeregt, vor allem, wie ich als Mutter meine Kinder bei einer guten Balance zwischen Schule und Freizeit unterstützen sollte. Außerdem gefällt mir das Schul-Setting sehr und die amüsante Variante, wie der Stein in der Geschichte ins Rollen gebracht wurde.
Rezensionen von Sandr4:
Der Buchhändler von Gaza von Rachid Benzine
Mich konnte das Buch inhaltlich sehr überzeugen. Die 120 Seiten lassen einem definitiv mit vielen Gedanken und Gefühlen zurück. Der Schreibstil war für mich was Neues und ich musste mich auch erst drauf einlassen. Der Großteil des Buches war wirklich so geschrieben, wie wenn einem wer seine Lebensgeschichte erzählt.
Manchmal paar Zeitsprünge und Informationen die wiederholt wurden, aber genau das hat den Charme ausgemacht. Außerdem wurde der Leser in vielen Teilen des Buches mit "Du" angesprochen, als wäre man der Journalist.
Rezensionen von Cellissima:
Healthy Food von Monika Svendsen
Tolle Idee mit leider nicht ganz überzeugender Umsetzung
Kein reines Rezeptbuch, kein reines Abnehmbuch, sondern ein Buch, das dabei helfen soll, das Wunsch- und Wohlfühlgewicht zu erreichen, sich in seinem Körper wohlzufühlen, endlich keine Diäten mehr halten zu müssen ... das klang gut. Auch die Herangehensweise, Ernährung plus Mindset, klangen perfekt.
Die Rezepte sollten einfach und alltagstauglich sein, der ganze Körper sollte profitieren ... ich war also sehr gespannt auf "Healthy Food"; die Erwartungen waren hoch. Vielleicht zu hoch, denn uns hat das Buch leider enttäuscht.
Enthalten sind 40 Rezepte. Je weniger Rezepte, desto höher natürlich das Risiko, dass man kaum Rezepte findet, die den eigenen Geschmack treffen. Dennoch waren wir offen und gespannt.
Das Buch ist wie von diesem Verlag gewohnt absolut hochwertig aufgemacht, weit überwiegend findet man sehr schöne ganzseitige Fotos der Gerichte, die sofort Lust auf das Ausprobieren der Rezepte machen (wenn sie denn den eigenen Geschmack treffen).
Zunächst kommt die Autorin zu Wort, es gibt bspw. ein Vorwort und sie erzählt ihre Geschichte. Anschließend folgen die acht Kapitel Beauty Secrets (für natürliche Schönheit von innen), Microbiome reset (der Neustart für Deinen Darm), Longevity Mode (gesunde Lebensjahre gewinnen), Anti-inflammatory (stille Entzündungen im Körper heilen), Immune booster (mehr power für Deine Abwehrkräfte), Brain fuel (für starke Nerven und ein gutes Gedächtnis), Energy booster (voller Energie durch den Alltag) sowie Anti-craving (gesund naschen ohne schlechtes Gewissen) mit den jeweiligen Rezepten. Dazu gibt es zu jedem Kapitel vorweg ein passendes Extra, etwa die besten Nährstoffe für Langlebigkeit, fürs Gehirn, für den Darm, gamechanger der antientzündlichen Ernährung, schnelle Hilfe bei Heißhunger ... das klang einfach sehr durchdacht und perfekt. Da ich mich sowieso schon lange mit Molekularmedizin und Epigenetik beschäftige und Nahrungsergänzungsmittel eines führenden Molekularmediziners einnehme, war ich sehr gespannt und hoffte, vielleicht noch etwas Neues lernen zu können (wobei ich wusste, dass die Chance eher gering ist, da ich auch die Bücher dieses Molekularmediziners lese und so immer auf dem neuesten Stand bin).
Bei jedem Kapitel gibt es vor den eigentlichen Rezepten eine Einleitung; dann folgen die jeweils passenden und wichtigen Nährstoffe, ihre Bedeutung für den Körper und eine kleine Aufzählung der Lebensmittel, in denen sie enthalten sind. Ich wusste das alles schon und konnte nichts Neues lernen, aber für Menschen, die sich erstmals damit beschäftigen, ist das sicher sehr hilfreich und gut. Die Idee und der Aufbau gefallen mir jedenfalls.
Gut ist wie gesagt, dass nicht nur auf die Ernährung Wert gelegt wird, sondern dass auch die Bedeutung von Bewegung, Schlaf und Stressabbau betont wird (wobei das ja nun nicht neu ist). Allerdings liegt der Fokus für uns viel weniger auf den übrigen Dingen als vermutet und beworben.
Ein großer Minuspunkt ist wie gesagt, dass uns nur wenige Rezepte ansprachen. Eigentlich waren es nur das Hirseporridge mit Mandeln und Äpfeln, die Linsenwraps (ohne Lachs für mich als Vegetarierin - aber sie schmecken auch mit Salat oder kalt mit Rohkost köstlich!), Avocado-Schoko-Mousse mit Amaranth-Crunch, Almond-Matcha-Latte, Granola mit Zimt und Tonkabohne, Spinat-Kürbis-Lasagne, Bananen-Nicecream mit Schokosauce, Coconut-Panna-Cotta, Schokolade mit Beeren und Pistazien sowie der Schokoaufstrich mit Datteln und Mandeln.
Manche Rezepte ergeben für mich nicht so viel Sinn - so findet sich im Teil mit den antientzündlichen Rezepten(!) ein Rezept für Risotto mit Brunnenkresse und Zitrone. Reis soll antientzündlich sein? -Das absolute Gegenteil ist doch der Fall! Für mich also absolut unverständlich, wie man ein Rezept mit Reis (noch dazu mit weißem Reis) als antientzündlich bezeichnen und einordnen kann.
Bei anderen Rezepten bin ich mir nicht sicher, ob sie wirklich zum Abnehmen beitragen, da sie aus meiner Sicht oft hochkalorisch sind. So hat die Spinat-Kürbis-Lasagne bspw. ca. 1232 Kalorien pro Portion. Ich nehme damit sicher nicht ab, zumal das Frühstück und das Abendessen ja auch Kalorien haben und die Gesamtkalorienmenge für den Tag dadurch einfach viel zu hoch ist.
Uns sprachen also v.a. die süßen Rezepte an. Von den getesteten Rezepten haben uns bis auf die Coconut-Panna-Cotta, die wir leider ungenießbar fanden, alle gut geschmeckt. Die Rezepte sind einfach und übersichtlich, es gibt Kalorien- und Nährwertangaben. Ansonsten stören mich nur kleine Details - beim Schokoaufstrich mit Datteln und Mandeln hätte man etwa noch angeben können, wie lange er gekühlt haltbar ist nach der Herstellung.
Fazit also: Tolle Idee, aber leider nur relativ wenige Rezepte, von denen noch deutlich weniger unseren Geschmack treffen. Ein paar wenige neue Lieblingsrezepte haben wir gefunden, v.a. die Linsenwraps und den Schokoaufstrich mit Datteln und Mandeln, sodass wir das Buch wegen dieser Rezepte weiterhin benutzen werden. Aber die Hoffnung, hier viele tolle neue Rezepte zu finden, die man dauerhaft täglich zubereiten kann, das Buch also auch dauerhaft täglich nutzen zu können und Monika Svendsens Konzept dauerhaft umsetzen zu können, hat sich leider nicht erfüllt. Für uns eignen sich diese Rezepte und dieses Buch leider nicht hierfür. Hinzu kommt, dass viele der enthaltenen Rezepte keineswegs neu sind, sondern man sie so ähnlich schon oft gesehen hat. Ich denke hier bspw. an das Hirse-Porridge, die Almond-Matcha-Latte, die Bananen-Nicecream, die Coconut-Panna-Cotta ... Ich hatte auf tolle, wirklich neue Rezepte gehofft. Und was für Familien wichtig ist: Ich glaube, dass Kinder viele der Rezepte einfach nicht essen werden, wodurch die Rezepte und das Buch leider auch nicht wirklich familientauglich sind.
Rezensionen von Claudia H.:
Ab durch die Mitte von Kristina Günak
Nicht gesucht, aber trotzdem gefunden
Worum es geht:
In Paulas Freundeskreis wird gerade geheiratet und Kinder gekriegt. Dagegen hat Paulas Freund sie verlassen und noch während sie sich für ihren Boss in einem Besichtigungstermin befindet, wird ihr mit sofortiger Wirkung gekündigt. Weil Paula sich in dieser Abwärtsspirale befindet, braucht sie Trost.
Da das Haus, dass sie eigentlich verkaufen sollte, so viel Charme und Wärme ausstrahlt, beschließt sie kurzerhand, einfach die Nacht hier zu verbringen. Doch am nächsten Morgen stellt sie fest, sie ist gar nicht alleine hier. Der Tierarzt des beschaulichen kleinen Ortes wohnt auch derzeit hier, weil seine Wohnung im Moment unbewohnbar ist. Die alte und sehr liebenswerte Erbin des Hauses erlaubt Paula weiterhin hier wohnen zu bleiben, wenn sie bereit ist, dem Tierarzt unter die Arme zu greifen. Auf diesen Deal geht sie gerne ein, hat nur leider mit Tieren noch nie etwas zutun gehabt.
Mein Fazit:
Man ist gleicht mittendrin in der Story, so mag ich das immer sehr gerne. Dies ist mein erstes Buch von Kristina Günak und mir gefällt ihr Schreibstil sehr gut. Er ist locker, leicht und man kann sich sehr gut in die Story hineinfallen lassen. Anfangs ist die Story echt witzig, ich habe sehr viel geschmunzelt. Im Laufe des Buches wird die Story schon ernster, auch aufgrund der Themen, die hier aufgegriffen werden, die ich jetzt allerdings nicht thematisieren möchte, da ich sonst spoilern müsste. Der Umgang damit hat mir allerdings richtig gut gefallen und ich fand es sehr interessant. Der Wandel der Story hat mich allerdings überhaupt nicht gestört, denn da war ich von Paula und ihrer Story schon total gepackt. Paula ist ein Mensch, der versucht, es allen gerecht zu machen und sich dabei schon mal aus den Augen verliert. Als sie sich nun in diesem beschaulichen Ort wiederfindet und die Leute sie hier mit offenen Armen empfangen, da wird ihr einiges klar. Paula fängt an, darüber nachzudenken, was sie eigentlich möchte. Eine tolle Entwicklung eingebettet in eine echt süße Lovestory.
Für diese absolut lesenswerte wunderschöne slow burn RomCom vergebe ich sehr gerne 5 Sterne.
Rezensionen von Marie aus E.:
Eine Maus namens Merlin von Simon Van Booy
Von der Unmöglichkeit, sein eigenes Spülbecken benutzen zu können
Als Coverkäuferin musste ich das Buch einfach haben, die Maus im Pantoffel ist einfach zu niedlich. Aber der Klappentext klang natürlich auch gut.
Es geht um Helen. Sie ist 83 Jahre und hat sechzig Jahre mit Mann und Sohn in Australien gelebt. Nun sind beide tot und Helen ist zurück nach Großbritannien gezogen.
Sie lebt alleine und einsam in ihrem Häuschen und hat keinerlei Außenkontakt. Detailliert wird ihr Tagesablauf in den alltäglichen Details geschildert. Das wirkt nur auf den ersten Blick langweilig, ist es aber (für mich) gar nicht gewesen, es hat Helens tagtägliches Einerlei so gut transportiert. Das Highlight war die Fernsehsendung des Tages, unterbrochen von Essenszubereitung (naja, meistens Fertiggerichte oder Toast) und einmal in der Woche gönnt sie sich beim Einkaufen ein Törtchen.
Bis eines Tages Merlin, die Maus in ihr Leben tritt. Zufällig und anfangs auch sehr lästig.
Helen muss ihre selbstgewählte Einsamkeit verlassen und im Örtchen nach Mäusebeseitigungsmöglichkeiten fragen.
Noch mitten in der Planumsetzung schafft die Maus aber das Unmögliche: Helen gewöhnt sich an sie und Merlin wird auf einmal ganz wichtig für Helen.
Auch wenn Helen ihr Spülbecken nicht mehr verwenden kann, weil dort jetzt eine Maus wohnt (die Szenen mochte ich sehr, als Helen immer ins Bad ging, um Wasser zu holen, das hat für mich alles so gut vorstellbar gemacht) - über Merlin knüpft Helen zunehmend auch Bekanntschaften in die Außenwelt.
Als ein einschneidendes Ereignis passiert, lernt man Helen von einer ganz anderen Seite kennen.
Das Buch ist eines der leisen Töne. Es geht um Einsamkeit, nicht nur der von Helen, aber natürlich ist diese im Fokus. Um die Bedeutung von (Haus)Tieren gerade dann, wenn man niemanden hat. Und wie wichtig Freundschaft ist - und nicht zu vergessen ein Ausweis für die örtliche Bibliothek.
Ein schönes Buch, auch wenn mir das I-Tüpfelchen zur kompletten Begeisterung gefehlt hat.
Gute vier Sterne ist mein Fazit.
Rezensionen von Leser:
She's a Star! von Meredith Hambrock
Wenn der Traum zur Obsession wird
Jessamyn St. Germain will auf die große Bühne und als Musical-Star gefeiert werden.
Allerdings ist die Realität weit entfernt von dem, wie sie selber in sich sieht.
Ein ungewöhnlicher Roman mit einer Buchfigur, der ich gerne gefolgt bin, aber nicht mit iht befreundet sein möchte. Sie ist exzentrisch, hartnäckig, zielstrebig und auch gefährlich.
Sie verliert sich in Fantasien, in ihrer eigenen Welt und ihr Wunsch wird zur Obsession, der ungeahnte Wege nimmt.
Einen großen Anteil daran trägt auch ihre Musiklehrerin, die falsche Signale sendet und sie in dem Glauben bestärkt, sie wäre ein großes Talent.
Mir hat es großen Spaß bereitet Jessamyn zu begleiten und ihren Gedanken zu lauschen, ihr über die Schulter zu schauen und über manch eine ihrer Handlungen den Kopf zu schütteln.
Sie ist eine Frau, die den Sinn zur Realität verliert und in ihrer eigenen Welt lebt.
Die Geschichte ist tragisch, spannend und auch auf seine Art sehr unterhaltsam!
Rezensionen von Marie aus E.:
Kein Sommer ohne August von Lucy Astner
Lucy Astner kann auch Erwachsenen-Bücher
Lucy Astner kannte ich bislang nur als Autorin für Kinderbücher und da waren sowohl Kind als auch in großer Fan. Von Polly Schlottermotz haben wir alle Bände gelesen.
Auf den Sommerroman für Erwachsene war ich deshalb sehr gespannt.
Ich nehme es gleich mal vorweg: auch das kann Lucy Astner ganz ausgezeichnet.
Ich mag schon den Titel, der ist ein hübsches Wortspiel, weil eine der beiden Hauptpersonen August heißt und August immer den Sommer bei seiner Oma in Liberty Beach verbringt. Den Rest der Jahres lebt er bei seinen Eltern in New York.
Charlie hingegen lebt immer in Liberty Beach und ihr Leben mit einer depressiven, alkoholabhängigen Mutter ist so gar nicht Beach-Life.
Aber eines Tages stolpert sie in die örtliche Buchhandlung und trifft auf die Eigentümerin, Molly, die in ihr die Liebe zu Büchern weckt. Und auf den Enkel August, mit dem sie diese Bücherleidenschaft teilt - und der zu ihrem allerbesten Freund wird.
Sowohl August als auch Charly fiebern dem Sommer immer sehr entgegen, damit sie sich endlich wiedersehen können.
Wir begleiten sie zwölf Sommer lang, bis sie erwachsen sind. Und bis sie viele dumme Fehler machen, die sie schließlich auseinandertreiben.
Das Buch ist eine zuckersüße und bittere Love-Story mit den typischen Irrungen und Wirrungen, die natürlich nicht so ganz realistisch sind. Im echten Leben hätten die Zwei vielleicht mal früher miteinander gesprochen. Aber wer weiß, vielleicht ja auch nicht. Für die Handlung war das aber auf jeden Fall so passend und ich habe einen richtig schönen Sommer-Roman gelesen. Eine Liebesschnulze der guten Art, die mich mit fiebern hat lassen und zudem noch meine Sehnsucht nach Sommerfrische in den USA bedient hat. Und natürlich das Thema Bücherliebe super spielt. Hach.
Ich fand die Charaktere alle so schön ausformuliert, sie hüpften quicklebendig in meinem Kopf herum und ich bin fast ein wenig traurig, dass ich das Buch nun ausgelesen habe und mich von ihnen verabschieden muss.
Richtig schöne Sommerlektüre, leicht, aber nicht doof-seicht.
Rezensionen von Niko:
Wir in zehn Jahren von Jessica Stanley
Wer sind wir in zehn Jahre?
Der Roman "Wir in zehn Jahre" von Jessica Stanley erzählt die ersten zehn Jahre aus Adams und Coralies Ehe.
Das Buch beginnt dort, wo andere Bücher schon aufhören, nämlich mit dem Happy End, und stellt die Frage, wie man sich in einer Partnerschaft durch die Überforderungen des Alltagslebens selbst bleibt.
Coralie Bower ist Werbetexterin und sie ist mit dreißig Jahren vor einem halben Jahr von Australien nach London umgezogen. Eines Tages rettet sie die 4-jährige Zora vor dem Ertrinken in einem Ententeich. So lernt sie Adam kennen lernen, Zoras Vater, und sie merken, wie viele sie verbinden. So ist keine Überraschung, dass sie bald ein Paar werden und Coralie in Adams Wohnung umzieht.
Das Buch ist flüssig geschrieben und ist sehr spannend, auch wenn es im Grunde um das alltägliche Leben erzählt. Von der leichten humorvollen Stimmung am Anfang des Buches, wird alles bald bedrückender. Coralie versucht, Beruf, Familie und Haushalt zu vereinbaren, und Adam von den häuslichen Aufgaben zu befreien, damit er sich um sein Buchprojekt sich kümmern kann.
Die Charaktere habe ich authentisch gefunden. Man kann mit Coralie mitfühlen, wie sie mit guten Absichten viel zu erledigen versucht, ohne an sich selbst zu denken. Adam ist Journalist und Podcaster und an Politik sehr interessiert. So erfahren wir aus erster Hand die politische Lage in England rund um Brexit.
Die politischen Einblicke habe ich am Anfang sehr interessant gefunden, aber nach einiger Zeit waren sie mir zu viel. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass für alle, die an Politik interessiert sind, wertvolle Insights sein können.
Insgesamt kann ich "Wir in zehn Jahre" gerne empfehlen. Das Buch erzählt sehr offen, wie das Leben in einer Partnerschaft nach zehn Jahre aussehen kann, welche Herausforderungen man bewältigen muss und man fühlt sich dabei nicht alleine. Dabei lern man sehr viel über die Politik Großbritanien.
Rezensionen von Kräuereule7:
Bakterien – die heimlichen Helden von Peter Wohlleben
Ein Jahreshighlight!
Bakterien die heimlichen Helden - Wie sie uns Menschen prägen und die Natur beeinflussen ist ein sehr spannendes, leicht verständliches und humorvolles Sachbuch, welches einem faszinierende Einblicke in die Welt der Bakterien ermöglicht.
Optisch wirkt das Buch bereits ansprechend für ein Sachbuch: Man erkennt direkt welchem Gerne das Buch angehört und worum es sich handelt; nämlich um Bakterien.
Der Schreibstil des Autors ist zudem sehr angenehm beim Lesen, da die Satzstruktur einfach aufgebaut ist. Es gibt keine komplizierten Fachwörter, welche nicht erklärt werden. Besonders positiv ist der humorvolle und leicht verständliche Schreibstil des Autors hervozuheben, sowie die Analogien, welchen den Text sehr viel nachvollziehbarer gemacht haben. Zudem sind die Kapitellängen optimal und nicht zu lang, sodass man nach dem neu Gelerntem problemlos Pausen einlegen kann.
Dadruch fand ich einen sehr schnellen und einfachen Einstieg in das Thema. Bereits zum Anfang des Buches spürt man die Begeisterung des Autors, die mich gänzlich erreichen konnte. Der Autor hat mich immer wieder mit verblüffenden Informationen zu Bakterien, Viren, Ökosystemen und vielem mehr ins Staunen und Faszinieren gebracht. Ich hatte das Gefühl, der Autor konnte alle interessanten Fun-Facts zu diesem Thema in einem Buch kombinieren, sodass kein einziges Kapitel langweilig war. Besonders ehfürchtig hienterließ mich das Kapitel zu "Unsere Urahnin heißt Luca", mit einem Fokus auf die Vergangenheit und unseren ersten Vorahnen. Aber auch die Kapitel zum Bewusstsein von Bakterien, der "fifty-fifty-Lüge" in Bezug auf Genweitergabe, "Fliegende Gletscher" mit Bezug zu sehr alten Baktieren, sowie viele viele weitere fand ich sehr spannend und unterhaltsam.
Zusammengenommen war das Buch für mich ein absolutes Jahreshighlight mit sehr wichtigen Botschaften in Bezug auf unsere Umwelt und das Klima.
Ich würde es allen empfehlen, die nach einem interessanten, leicht geschriebenen und sehr humorvollen Sachbuch suchen und ein wenig ins Staunen über unsere Welt kommen möchten.
Das Buch erhält von mir 5 von 5 Sternen!











