Kunden em pfehlungen
Rezensionen von cosmea:
Die Namen von Knapp Florence; Kögeböhn Lisa
Drei Versionen eines Lebens
Cora ist mit Gordon verheiratet, einem beliebten und angesehenen Arzt. Sie haben eine 9jährige Tochter namens Maia. Lange bleibt ihr Wunsch nach einem weiteren Kind unerfüllt. Dann wird ein kleiner Junge geboren. Gordon will, dass Cora den Jungen entsprechend der Familientradition Gordon nennt. Aber als Cora und Maia auf dem Weg zur Meldestelle sind, möchte Cora das Kind Julian nennen, während Maia Bear vorschlägt.
Cora fürchtet, dass ein Gordon genannter Sohn die Tradition der dominanten Männer fortsetzt und genauso wird wie sein Vater. Die Autorin hat die originelle Idee, aus den drei Namen unterschiedliche Lebensgeschichten zu entwickeln. In drei Handlungssträngen in Zeitabschnitten von jeweils sieben Jahren wird die 35 Jahre umfassende Familiengeschichte von 1987 bis 2022 aus der Perspektive des Sohnes mit den Namen Bear, Julian und Gordon erzählt. Cora, Tochter Maia und Coras Mutter sind in allen drei Geschichten präsent. Ansonsten gibt es deutliche Unterschiede. In einer Version wird Cora getötet, als ihr Sohn fünf Jahre alt ist, in einer anderen bleibt sie 40 Jahre bei ihrem Mann. Die wichtigste Konstante ist jedoch, dass Gordon dominant und übergriffig ist und Cora in dieser Ehe kein selbstbestimmtes Leben führen kann. Sie darf keine eigenen Freunde haben, hat keinen Zugang zum Fernseher und Telefon und besitzt nicht einmal einen Hausschlüssel. Beim geringsten Fehlverhalten nach Ansicht des Mannes wird sie grausam bestraft. Sie kann ihn nicht anzeigen, denn niemand würde ihr glauben und sie würde das Sorgerecht für ihre Kinder verlieren.
Die Autorin beschreibt in ihrem packenden Debütroman, welche Folgen eine einzelne Entscheidung wie die Wahl eines Namens für das eigene Kind haben kann, aber vor allem ist es eine schreckliche Geschichte von brutaler Gewalt und kompletter Entmündigung einer Frau in ihrer Ehe, auf die der Klappentext den Leser nicht wirklich vorbereitet. Ein bemerkenswerter und wichtiger Roman, der lange nachwirkt.
Rezensionen von jori1020:
Fehlerhaft und wunderbar von Antoine Laurain
Ein Diktat und seine Folgen
Eine kleine, feine Geschichte darüber, wie ein Diktat auf einmal Menschen zusammenbringt. Darüber, dass es oft die unscheinbaren Anlässe sind, die zu besonderen Begegnungen und schönen Momenten führen. Mit viel Charme und Wärme erzählt das Buch von der verbindenden Kraft von Sprache und der Freude, die selbst in der Rechtschreibung stecken kann.
Ganz nebenbei lernt man auch noch einiges über La dictée de Mérimée, das wohl schwerste und berühmteste Diktat der französischen Geschichte. Eine kurzweilige und liebenswerte Lektüre, die Lust macht, sich selbst wieder einmal genauer mit Sprache zu beschäftigen.
Rezensionen von nanu?!:
Mord in der Pension Möwennest von Jess Kidd
Eine gescheiterte Nonne ermittelt
Nach 30 Jahren verlässt Schwester Agnes ihr Kloster und nimmt wieder ihren bürgerlichen Namen, Nora Breen, an.
Sie reist ins Küstenstädtchen Gore-on-Sea, um sich in die Pension "Möwennest" einzumieten. Denn diese Pension ist der letzte Ort, an dem Noras Freundin Frieda zuletzt gelebt hatte, bevor diese einfach verschwand.
Nora beginnt nach ihrer Ankunft umgehend mit ihren Ermittlungen. Sie muss einfach herausfinden, was mit Frieda geschehen ist.
Dies war mein erster Roman von Jess Kidd und es wird bestimmt nicht mein letzter gewesen sein.
Die Autorin weiß, wie man ein lebendiges und überzeugendes Setting schafft.
Da ist erstmal die Pension Möwennest mit ihren schrägen Bewohnern. Sie alle wohnen dauerhaft in der Pension und sie alle hatten auch mit Frieda zu tun, nur reden möchte keiner über sie.
Zudem herrscht unter einigen der Gäste eine gewisse Feindseligkeit, die Nora als Außenstehende überhaupt nicht versteht.
Andererseits halten die Gäste auch wie eine eingeschworene Mannschaft zusammen, wenn es darum geht, sich über den Geschmack des täglichen Abendessens lustig zu machen, oder über die fragwürdige Gastfreundschaft der Hausmutter Irene.
Szenen, die mich als Leserin wirklich amüsiert haben.
Dann ist da noch das Küstenörtchen Gore-on-Sea selbst, das Nora nach und nach für sich entdeckt.
Sie besucht die Hotelbar, das Fotografiestudio, den Strand, das kleine Café. So kommen immer mehr Orte dazu und Menschen und Fragen und Möglichkeiten, denn wie es sich für einen ordentlichen Krimi gehört, wird bald eine Leiche gefunden.
Auch hier übernimmt Nora gleich die Ermittlungen. Anfangs wirkt sie dabei noch etwas zurückhaltend, aber sie gewinnt schnell an Selbstvertrauen.
Bald ist sie, zu DI Rideouts Leidwesen, ein regelmäßiger Gast im Polizeirevier.
Den Inspektor geht sie mit ihren neusten Beobachtungen und Erkenntnissen regelmäßig auf die Nerven.
Allerdings ist Nora so eine gute Beobachterin, dass sie sich bald unentbehrlich macht.
Den Fall selbst fand ich persönlich gut durchdacht und schwierig zu durchschauen. Es gibt mehrere Spuren, aber nicht alle haben unbedingt mit dem Mordfall zu tun.
Und dann darf man auch nicht den Vermisstenfall außer Acht lassen. Frieda wird ja immer noch vermisst.
Ich habe gehört, dass es weitere Bände um Nora und den Inspektor geben soll. Das ist eine gute Idee, ich möchte Nora gerne weiter in Aktion sehen.
Rezensionen von Tara:
Seven Rules For A Perfect Marriage von Rebecca Reid
Hinter den Kulissen
"Seven Rules For A Perfect Marriage" ist ein frischer und unterhaltsamer Roman der in London lebenden Autorin, Journalistin und Kolumnistin Rebecca Reid.
Die Protagonisten Jessica und Jack sind von außen betrachtet das perfekte Paar und haben - passend zu ihrem Instagram-Kanal - gemeinsam ein Buch mit den sieben Regeln, die zu einer perfekten Ehe führen, veröffentlicht.
Der Erfolg ist riesig, sie haben 50.000 Vorbestellungen und es gibt sogar Angebote zur Verfilmung ihres Buches. Jessica und Jack sind allerdings weit davon entfernt, ihre Ehe als perfekt zu bezeichnen, dennoch ist ihre Beziehung das Wichtigste, was es für sie im Leben gibt.
Während Jessica rundum glücklich über ihren gemeinsamen Erfolg ist, hadert Jack damit, dass er seinen Job für ihr gemeinsames Projekt aufgegeben hat. Dadurch kriselt es zwischen ihnen ein wenig und sie beschließen, nach ihren eigenen sieben Regeln zu leben. Ob sie damit die Harmonie wiederherstellen können?
Der Schreibstil von Rebecca Reid liest sich angenehm leicht und enthält eine gute Portion Humor. Die Kapitel führen durch die sieben Regeln und sind abwechselnd aus der Perspektive von Jessica und Jack geschrieben. Dabei gibt es immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit und die Entstehung des Ratgebers.
Durch die Perspektivwechsel hatte ich Verständnis für beide Seiten. Man merkt auch, wie wichtig den beiden ihre Beziehung ist und dass ihnen wirklich viel daran liegt, diese wieder hinzubekommen. Aber ganz so leicht, wie sich die Theorie liest, ist es in der Realität eben leider nicht.
Ich hatte das Buch schnell gelesen und es hat mich gut unterhalten. Allerdings hätte ich mir bei der Ausarbeitung der Charaktere ein wenig mehr Tiefe gewünscht. Dennoch ist es ein interessanter Blick hinter die Kulissen einer Beziehung und in das Leben zweier in der Öffentlichkeit stehenden Influencer.
Rezensionen von manu63:
A Kingdom of Shadows von Rina Vasquez
Solider Mittelteil
A kingdom of shadows Schwelender Zorn ist der zweite Band der Trilogie Solaris und Crello, geschrieben von der Autorin Rina Vasquez.
Nara und Darius müssen sich auf eine gefährliche Suche begeben und verschiedenen Aufgaben lösen. Dabei bekommen sie durch unterschiedliche Personen Hilfe und sehen sich ihrem Ziel näher kommen.
Die Charaktere von Darius und Nara werden hier besser gezeichnet als im ersten Band. Nara ist zwar immer noch voller Wut und handelt nicht immer mit Ruhe und Verstand, aber mittlerweile steht ihr Darius zur Seite, der sie immer wieder mäßigen kann.
Der Schreibstil ist gut lesbar, aber die Geschichte hätte straffer erzählt werden können. Die Dialoge fand ich in Teilen witzig, aber es wiederholte sich einiges. Auch die intimen Szenen zwischen Darius und Nara fand ich in ihrer Fülle zu viel und auch zu ausführlich, da wäre weniger mehr gewesen, zumal ich die Zeitpunkte nicht immer passend fand.
Bei den Aufgaben dagegen wurde das Szenario immer rasch abgehandelt, da hätte die Autorin mehr draus machen können.
Zum Schluss wird es noch mal heftig und der Cliffhanger am Ende des Bandes macht neugierig auf den letzten Band.
Rezensionen von Nicole (Abby1810):
Im Kreis laufen und trotzdem ankommen von Inka Hammond
Im Kreis laufen kann sehr heilsam sein
Es ist das erste Buch, welches ich von Inka Hammond gelesen habe, und ich muss ehrlich sagen, dass es mir sehr gut gefallen hat. Sachbücher neigen dazu Themen trocken und etwas zu detailliert zu verarbeiten. Dieses Buch ist zwar auch sehr informativ, aber durch den angenehmen Schreibstil der Autorin, sehr gut verständlich.
Letztendlich konfrontieren sich viele von uns immer wieder mit den gleichen Themen und Problemen. Das hat einen guten Grund. Gott hat sich genau dabei etwas gedacht. Wir Christen sollten nicht linear, analytisch und abstrakt, sondern zyklisch, erfahrungsbezogen und ganzheitlich denken. Denn genau dadurch, nämlich durch wiederkehrende Situationen, können wir lernen und reifen. Im-Kreis-Laufen bringt neue Erkenntnisse, Erfahrungen und macht uns weiser.
Wie Inka Hammond so gut schreibt:"Wir können den Gedanken nicht ertragen, dass wir versagen, dass wir am Ziel vorbeischießen könnten. Und so geben wir alles, um die Fassade aufrechtzuerhalten." Auch ich habe genau damit Erfahrung gemacht, und ich denke, so geht es vielen Menschen. Sei es beruflich oder privat. Dank dieses Buches habe ich erkannt, dass Im-Kreis-Laufen kein scheitern, sondern Gottes Art ist, mich näher an sich zu binden. Darüber freue ich mich.
Die Autorin schreibt sehr klar, strukturiert und hilft den Lesern Schritt für Schritt die Heilungswege zu erkennen. Dieses Buch ist eine toller Ratgeber und ich möchte es auf jeden Fall weiterempfehlen.
Rezensionen von Lerchie:
Der Tote auf dem Kniepsand von Anna Johannsen
Mord und Drogenschmuggel
Die Polizei geht bei dem Toten am Amrumer Kniepsand von einem Zusammenhang mit Drogenpakten, die an den Stränden der nordfriesischen Inseln angespült wurden, aus. Lena Lorenzen, ihres Zeichens Hauptkommissarin, kehrt auf Amrum zurück und findet mit Kollegin Naya Olsen heraus, dass Claasen Streit mit seinen Geschwistern wegen des Erbe seines Elternhauses hatte.
Alle hätten einen akuten Finanzbedarf. War er an dem Schmuggel beteiligt? Die Ermittler sind alarmiert als in sein Haus eingebrochen wird. Ist das eine Spur?
Meine Meinung
Das Buch konnte ich leicht und flüssig lesen, denn keine Unklarheiten im Text störten meinen Lesefluss. In die Geschichte bin ich gut hineingekommen, konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Lena und auch in Naya, die nach Amrum geschickt werden und dort nicht nur den Mordfall vorfinden, sondern auch die Drogendelikte. Die Vermutung liegt nahe, dass Bootsbesitzer, deren Booe dort vor Anker liegen, in den Drogen Schmuggel verstrickt sind. Doch haben sie auch mit dem Mord an Claasen zu tun? Lena will es aufklären. Das Buch ist spannend geschrieben, hat mir gut gefallen, mich gefesselt und auch gut unterhalten. Deshalb von mir eine Leseempfehlung sowie fünf Sterne.
Rezensionen von Gundi57:
Melken von Sanna Samuelsson
Alte Heimat
Ellen zieht es zurück aufs Land in ihre alte Heimat die sie einst verlassen musste.
Sie hat nicht vergessen wie es damals war.
Der Geruch von Kühe , Mist und Dung.
Als sie ankommt liegt noch immer der Schlüssel unter dem Blumentopf vor der Haustüre.
Der Hof gehört ihr aber nicht mehr und die neuen Besitzer sind angeblich im Urlaub.
Es soll nur für einige Tage sein wo sie dort bleiben will.
Sie hat mit sechzehn Jahren den Hof verlassen und nun taucht auf einmal wieder der ehemalige Sohn vom Nachbarn auf.
Sie ist jetzt dreißig Jahre alt und kann sich nicht mehr so genau an alles erinnern.
Damals wurde ihr Vater krank und das war eigentlich das Ende des Lebens auf dem Hof.
Ellen muss sich nun wieder auf die Flucht begeben als die neuen Besitzer ganz plötzlich wieder nach Hause kommen.
Der Autorin geht es in diesem Buch auf den Verfall der Landwirtschaft .
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Chasing Hearts von Grace Newman
Absolut genial!
Wow!! Was für eine mitreißende Sports-Romance! Ich bin wirklich restlos begeistert!!
Zwar hatte ich in letzter Zeit immer häufiger Formel-1-Settings in Romance-Romanen entdeckt, dachte insgeheim aber letztlich: 'Ok, unterm Strich fahren da eben einfach Autos im Kreis.' Tja, nach "Chasing Hearts" sehe ich das komplett (!) anders.
Mehr noch: Nach dem Lesen habe ich tatsächlich angefangen, mich intensiv mit Motorsport und der Formel 1 auseinanderzusetzen - und allein DAS muss ein Buch erst einmal schaffen. Wirklich ein riesengroßes Kompliment an Grace Newman für dieses unfassbar authentische, atmosphärische und detailreiche Setting!
Man spürt auf jeder Seite, wie viel Leidenschaft und Know-how in dieser Geschichte steckt. Die Rennwochenenden, die Abläufe hinter den Kulissen, die Dynamik innerhalb der Teams … alles wirkt unglaublich lebendig. Besonders beeindruckt hat mich der Blick auf Frauen in einer männerdominierten Branche. Georgia kämpft so hart für ihren Traum, als erste Frau Formel-1-Weltmeisterin Geschichte zu schreiben, und ich habe jede einzelne Sekunde mit ihr mitgefiebert.
Überhaupt sind die Figuren hier einfach fantastisch ausgearbeitet worden. Georgia und Luca könnten (trotz ihrer gemeinsamen Liebe fürs Racing) auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein: SIE musste sich alles selbst erarbeiten, ohne Vitamin B (immer im liebevollen Wettstreit mit ihrem Bruder Henri), während ER als charismatischer Goldjunge und Sohn eines ehemaligen Weltmeisters scheinbar mit allen Vorteilen dieser Welt geboren wurde. IHRE Pressekonferenzen sind ein Marketing-Debakel, die Presse verhöhnt sie mit frauenfeindlichen Fragen, provoziert sie in einer Tour und kritisiert sie anschließend genüsslich, sobald "Sassy Dubois" irgendwann (berechtigterweise) der Geduldsfaden reißt. SEINE Presseauftritte hingegen laufen dank seines Charmes und seiner Selbstsicherheit wie am Schnürchen.
Gerade dieser Gegensatz macht ihre Dynamik aber SO spannend, denn hinter Lucas Womanizer-Fassade steckt so viel mehr, als Georgia zunächst wahrhaben möchte. Ich habe es geliebt, wie sich die beiden Schritt für Schritt annähern - nicht übertrieben dramatisch oder künstlich, sondern absolut nachvollziehbar und emotional greifbar. Volle Punktzahl für die herrliche Chemistry zwischen Georgia und Luca! (Ebenfalls für die Dynamik innerhalb Lucas Familie.)
Schreibstil: Ein Träumchen! - Grandiose Dialoge, perfekt dosierter Spice - und der Humor? On point! Mit Fake Dating und Rivals to Lovers durfte ich mich gleich über zwei meiner liebsten Tropes freuen, und die Autorin hat sie wirklich hervorragend umgesetzt. Ich konnte das Buch (so gerne ich diese abgedroschene Phrase vermeiden würde) nicht aus der Hand legen und habe jede Szene förmlich inhaliert.
Fazit:
Genial!! I need more, please! Eine rundum gelungene, spannende, emotionale und mega atmosphärische Sports-Romance, die nicht nur mit einer mitreißenden Liebesgeschichte punktet, sondern gleichzeitig echte Begeisterung für die Welt der Formel 1 weckt. Ich freue mich jetzt schon riesig auf den Folgeband "Racing Love", der im Dezember 2026 erscheint, wohooo!
Rezensionen von peedee:
Die Bücherfreundinnen - Ein neues Kapitel von Marie Bernstein
Leider nur 2 Sterne, schade
Die Bücherfreundinnen, Band 1: Aurora Bernardi ist durch und durch ein Bücherfan. Sie liebt es, in der kleinen Buchhandlung im ostschweizerischen Herzried andere Lesefreudige zu beraten. Wie die Chefin ihr eröffnet, ist die finanzielle Situation jedoch prekär und eine Entlassung ist nicht auszuschliessen.
Aurora und ihre beiden Freundinnen schmieden einen Plan: Ein grosses Bücherfestival soll die Buchhandlung retten! Die amtliche Bewilligung zu erhalten, ist schwierig. Der Sohn des Zuständigen will ihr helfen und fordert als Gegenleistung die Begleitung als sein Fake-Date zu einer Hochzeit…
Erster Eindruck: Ein buntes, auffälliges Cover – gestalterisch nicht ganz mein Geschmack. Es erstaunt mich, dass der Reihentitel grösser als der Buchtitel geschrieben ist.
Ich bin ein kleines-bisschen-fast-gar-nicht-spürbar reihenanfällig. Daher habe ich gleich zu diesem Buch gegriffen und mich sehr auf die Lektüre gefreut. Leider folgte meiner Euphorie bald die Ernüchterung:
Die Autorin ist gemäss Bio aus der Schweiz und die Geschichte spielt in der Schweiz. Es ist komisch, dass sie dann von „Bürgermeister“ spricht, obwohl das oberste politische Amt in der Schweiz ein Gemeinde- oder Stadtpräsident ist (mit Varianten je nach Kanton). Hat sie dies gemacht, um die Zielgruppe, die wohl hauptsächlich in Deutschland lebt, besser anzusprechen? Es wurden zig schweizerische Begriffe benutzt, die zum Teil nicht erklärt wurden (z.B. Twint oder Mundartwörter). Weshalb wurde kein Glossar erstellt? Nebst diesen Dingen fand ich störend, über zig Zeilen das gewählte Outfit erörtert zu erhalten, was überhaupt keinen Mehrwert für die Geschichte bot. Aurora stampft kurz ein Festival aus dem Boden, um die Buchhandlung zu retten, obwohl die Chefin gar nicht dafür war und dies erst noch ohne Geld, um in Vorleistung zu gehen. Das fand ich naiv. Aurora kam mir zuweilen wie ein Teenager vor, und nicht wie eine 27-jährige Frau. Wenn ihr Angebeteter sich nicht umgehend meldete, war das schon Ghosting – kann sie nicht selbst Kontakt aufnehmen? Seufz…
Was mir jedoch gut gefallen hat, ist einerseits die Freundschaft der drei Frauen – es ist schön, solche Menschen an seiner Seite zu wissen – und andererseits die Liebe zu den Büchern. Diese Punkte konnten es jedoch nicht mehr rausreissen, so dass ich leider nur 2 Sterne vergeben kann, schade.











