Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Annabell95:
Das Krähenzimmer von Carolin Frey
Beklemmende Atmosphäre
Das idyllisch gelegene Reetdachhaus hinter den Dünen sollte Lotta eine Zuflucht bieten. Hier hat sie die glücklichsten Tage ihrer Kindheit verbracht und hier will sie sich nun vor ihrem Leben verstecken. Doch das vertraute Ferienörtchen wirkt verlassen, die Menschen begegnen ihr kühl, und im Haus selbst scheint etwas nicht zu stimmen.
Immer häufiger glaubt sie, beobachtet zu werden. Während ihre Zweifel wachsen, stößt sie auf Hinweise, dass das Haus eine verborgene Vergangenheit hat, die in einem Tagebuch festgehalten wurde. Schließlich erfährt sie von einer jungen Frau, die vor ihr dort lebte und dort ums Leben kam.
Die Story wird hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von Lotta erzählt. Dadurch wird man komplett in ihre Gedankenwelt gezogen und man erlebt ihre Ängste, ihr Misstrauen gegenüber den Einwohnern und ihr ständiges Hinterfragen hautnah mit. Zwischen Lottas Erzählung tauchen immer wieder Tagebucheinträge auf und man weiß noch nicht sofort, wer diese verfasst hat. Man fragt sich ständig "Wer hat das geschrieben?". Zudem gibt es Einschübe einer unbekannten Person, die offensichtlich mit dem Geschehen zu tun hat und auch hier bleibt lange offen, wer dahintersteckt. Diese wechselnden Perspektiven sorgen für ein Hin und Her, dass einen rätseln lässt.
Mit jedem Vorkommnis oder auch Begegnung gegenüber den Dorfeinwohnern wächst das Misstrauen. Ob Nele, Bo, Justus, Friedrich oder die Nachbarin, jeder wirkt potenziell gefährlich. Das verursacht eine beklemmende, unheimliche Atmosphäre und sorgt für Gänsehautmomente.
Allgemein ist die Atmosphäre sehr düster. Allein schon durch den düsteren Monat November wirkt alles sehr trist, dunkel und unheimlich. Das verstärkt noch einmal die Beklemmung. Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen. Durch die bildhaften Beschreibungen sieht man die Szenen vor sich und kann die Kälte, die raue See sowie den Wind sich gut vorstellen.
Der Showdown am Ende war sehr gut, aber hätte durchaus noch ein bisschen mehr Tempo und Nervenkitzel haben dürfen. Das Ende war eigentlich schon rund und abgeschlossen, aber dann gab es nochmal einen Cliffhänger. Der hätte nicht mehr unbedingt Not getan, außer es soll vielleicht nochmal eine Fortsetzung folgen.
Mein Fazit:
Ein sehr gelungener Debütthriller, sehr atmosphärisch dicht durch die düstere, beklemmende Atmosphäre. Das Setting hat dazu mega gut gepasst. Ein toller Psychothriller, der eine klare Leseempfehlung verdient.
Rezensionen von Annaja:
Alte Pfade von Alexa Hennig von Lange
Das letzte Abenteuer
Von annaja
Ein feines landschaftlich geprägtes Cover mach Lust auf diese Lesereise.
Die Autorin Alexa Hennig von Lange erzählt hier die Geschichte eines alten, sehr kranken Mannes namens Klaus, der es sich in den Kopf gesetzt hat, noch einmal eine bestimmte Wanderroute zu begehen, bevor das Ende naht.
Seine Tochter Liliane, die nach der Trennung von ihrem Ehemann und der Entfremdung zum Sohn mit ihren eigenen Dämonen kämpft, entschließt sich, nach einem Zusammenbruch des Vaters, mit ihm gemeinsam seinen geplanten und ersehnten Weg an die nördliche Spitze von Schottland zu gehen. Sie erhofft sich, ihm näher zu kommen und Antworten auf Fragen zu bekommen, die ihr und den Geschwistern der Vater bislang vorenthalten hat. Der Vater hat sie alle geprägt.
Ein sehr berührender Roman, der den Begriff Weite und Pfade ganz anders auslegt, der aufzeigt, dass man manchmal feststeckt und sich nicht befreien kann, dass man aber dadurch alles, was wichtig war und ist, rasch verlieren kann. Das Buch lädt ein, sich selbst auf eine Reise in sein Inneres zu begeben.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Napoleon von Bart Loo
Eine weitere Biografie Napoleons
Wie Autor und Historiker Bart van Loo selbst ein wenig ironisch anmerkt, füllen Biografien und Romane über Napoleon Bonaparte (1769-1821) mehrere (Kilo)Meter Bücherregale. Wozu dann noch ein weiteres Buch schreiben? Nun, auch mehr als 200 Jahre nach seinen Tod tauchen in diversen Archiven noch bislang unveröffentlichte Originalquellen auf, die es zu verwenden gilt.
Wer ist nun die Zielgruppe dieses Sachbuchs? Vermutlich jene Leserinnen und Leser, die sich noch nicht, so wie ich durch Dutzende Napoleon-Biografien gelesen haben. Ich persönlich habe jetzt nicht viel Neues erfahren. Allerdings erzählt der Autor die Lebensgeschichte eines Mannes, der mit grenzenlosem Ehrgeiz einen gewaltigen Höhenflug auf Kosten anderer und einen ebensolchen Absturz hingelegt hat, in einem lockeren Plauderton. Dabei erklärt er die politischen Ereignisse, die zum Aufstieg Napoleons führen recht anschaulich, ebenso das Leiden der Soldaten während der Feldzüge. Diese Biografie gibt eine sehr gute Übersicht über die Napoleonischen Kriege und die unterschiedlichen Koalitionen. Natürlich können nicht alle Details bis zur Verbannung nach Sankt Helena genannt werden.
Wenn hier über die mangelnde medizinische Versorgung der französischen Truppen berichtet wird, vermisse ich den Namen Jean Dominique Larrey (1766-1842) der als Militärarzt die „ambulances volantes“ (mobile Lazarette) eingeführt hat, um Verwundete zeitnah zu versorgen und persönlich an die Frontlinie gegangen ist. Larrey gilt als Schöpfer der Militärchirurgie.
Im Anhang finden sich Abbildungen, Landkarten sowie eine Zeittafel und Personenverzeichnis. Ein ausführliches Literaturverzeichnis, bei dem ich allerdings einige Autoren wie Johannes Willms oder Günter Müchler vermisse. Zu Gute halten muss ich Bart van Loo, dass er zahlreiche (Original)Briefe und/oder Augenzeugenberichte aus belgischen bzw. französischen Quellen verwendet hat.
Fazit:
Gerne gebe ich dieser Biografie 4 Sterne.
Rezensionen von spozal89:
Highland Husbands von Lily Gold
Weniger Spice als gedacht
Highland Husbands war das erste Buch, welches ich von der Autorin Lily Gold gelesen habe. Tatsächlich meide ich Ges hichten mit erotischen Settings, weil mir die Szenen oftmals zu drüber sind. Der Schreibstil der Autorin hat mir aber zugesagt und auch das Setting in den Highlands. Die Charaktere mochte ich alle sehr gerne.
Alle drei Jungs haben ihren eigenen Charakter und auch ihre eigene, tiefgründige Geschichte, was mich positiv überrascht hat. Summer ist auch interessant, wobei ich sie hier und da als sehr anstrengend empfand. Die Erotikszenen sind angenehm geschrieben und deutlich geringer als gedacht. Hier und da konnte ich allerdings nicht ganz nachvollziehen, warum Summer auf alle so extrem anziehend wirkt. Da
fand ich die Erklärungen ein wenig platt. Zum Ende hin hat sich die Geschichte dann leider extrem gezogen. Das Ende konnte mich dann aber überraschen und kannte ich so auch noch nicht. Ich vergebe daher gute vier Sterne.
Rezensionen von Ameland:
Lesen NERVT! - Bücher? Komplett doof! (Lesen nervt! 5) von Jens Schumacher
Eine neue Herausforderung für Karoline
Wir kennen Karoline Kneberwecht und ihre Abneigung gegen Buchstaben, Wörter und Bücher schon aus den vier Vorgängerbänden. Dieses Mal erwartet sie Besuch von ihrer Nichte Kunigunde, die gerne Bibliothekarin werden möchte. Da könnt ihr euch sicher vorstellen welche Horrorvorstellung der angekündigte Besuch bei Karoline auslöst.
Könnt ihr nicht? Na dann müsst ihr das Buch erst recht selber lesen!
Mir gefällt, dass mit Kunigunde wieder eine neue Figur in die Reihe aufgenommen wurde. Das macht die Kinder neugierig und sorgt für neue Motivation.
Ich bin immer wieder erstaunt welche neuen Geschichten und Übungen Jens Schumacher einfallen. Da müssen z. B. vorgegebene Worte in einer Geschichte an die richtige Stelle platziert werden oder bei einer Art Bilderrätsel, bestimmte Buchstaben gegen andere Buchstaben getauscht werden damit sich ein anderes Wort ergibt. Herzhaft gelacht wurde hier bei der Geschichte vom A-Bär.
Entgegen Karolines Meinung finden wir, so macht Lesenlernen richtig Spaß. Die kniffeligen Übungen stacheln den Ehrgeiz an und die vielen lustigen Illustrationen sind eine schöne Unterbrechung des Textes. Außerdem macht die große Schrift das Lesen für ungeübtere Kinder etwas leichter.
Rezensionen von Lulu24:
Red Star Rebels von Amie Kaufman
Young Adult Science Fiction
Amie Kaufmann hat ein rasantes Leseabenteuer, geschrieben, bei dem die Anhalterin und Überlebenskünstlerin Cleo unfreiwillig mit dem verwöhnten Milliardärssohn Hunter allein auf einer Mars-Station zurückbleibt und mit ihm kooperieren muss, um zu überleben.
Das Genre ist irgendwo zwischen Science-Fiction und Young Adult anzusiedeln.
Die Action-Spannung steht im Vordergrund, aber die aufkommenden romantischen Gefühle nehmen zunehmend Raum ein. Die genauen Hintergründe der Marsstation sowie der Gefahrensituation klären sich im Laufe der Geschichte, auch die Biographien der beiden Protagonisten werden langsam verständlich. Angesichts der Tatsache, dass das ganze Buch in einem Zeitabschnitt von 7 Stunden spielt, ist natürlich keine langsame Entwicklung der Charaktere zu erwarten, vielmehr geht es immer sprunghaft zwischen zwei Einsätzen weiter. Binnen kürzester Zeit offenbaren sich die beiden in wenigen Sätzen ihr Innenleben und ihre traumatischen Kindheitserfahrungen. Das wirkt oft klischeehaft und wenig realistisch, ist aber insgesamt stringent.
Der burschikose und wenig respektvolle Umgang Cleos mit ihrem privilegierten Gegenüber macht ebenso Spaß wie die vielfältigen Tricks und Kniffe, mit denen die beiden diverse schwierige Situationen bewältigen. Mehr kann ich natürlich nicht spoilern und möchte das Büchlein für eine kurzweilige und spannende Lektüre empfehlen.
Rezensionen von andream:
Vega Varg – Das Schweigen der Insel von Åsa Hellberg
Spannung bis zum Schluss
Das Cover wirkte auf mich schon sehr ansprechend und es hat gehalten was es von außen versprochen hat. Dieses Buch ist von der ersten Sekunde an sehr fesselnd. Es ist in kleine Kapitel unterteilt mit Rückblicken und der Gegenwart.
Der Schreibstil ist sehr spannend und die Geschichte ist gut nachvollziehbar.
Ein alter Fall und ein neues Verbrechen werden im Laufe des Buches aufgeklärt und bis zu allerletzt ist nicht klar, wer was getan hat. Spannend vom ersten bis zum letzten Buchstaben. Einige Personen in diesem Kriminalroman haben Geheimnisse. Aber im Lauf der Geschichte kommen sie alle ans Tageslicht.
Ich habe dieses Buch in kürzester Zeit ausgelesen, weil ich es nicht aus der Hand legen konnte und ich würde es jedem empfehlen, der gerne Krimis liest.
Ich freue mich schon auf das nächste Werk von Asa Hellberg und hoffe es wird noch mehr Vega Varg Krimis geben.
Rezensionen von andream:
Deine Zeit wird kommen von Carl-Johan Vallgren
Schwedenkrimi
Das Cover des Buches fand ich sehr ansprechend und düster, wie ich es von Krimis von schwedischen Schriftstellern gewohnt bin.
Auch das Thema des Buches fand ich spannend.
Deine Zeit wird kommen ist ein ganz guter Thriller, der aber seine Schwachstellen hat.
Die Hauptcharaktere sind Kommissar Björling der seine Frau verloren hat und aus seiner Trauer keinen Ausweg findet.
Johanna, eine ihn unterstützende Kollegin die selbst einigen Ballast mit sich schleppt und Kollege Hakansson, über den man im Buch nicht allzuviel Privates erfährt.
Ein junges Mädchen wird tot mit kahl geschorenem Kopf aufgefunden und die Aufklärung ihres Todes steht im Mittelpunkt des Buches. Leider wird der eigentliche Fall überhäuft von den privaten Problemen der Ermittler Björling und Johanna. Somit rückt der eigentliche Kriminalfall sehr in den Hintergrund.
Erst als Björlings Tochter Malin nach einem Ausflug verschwindet und es so aussieht als würde man nie herausfinden was ihr zugestoßen ist, baut sich Spannung im Buch auf.
Wenn Malin von sich und ihrer derzeitigen Situation berichtet werden auch Emotionen im Leser wachgerufen.
Leider kommt es am Ende des Buches zu keiner eindeutigen Aufklärung, sodass man als Leser "im Regen stehen gelassen wird". Man kann das Wer, Warum und das Wieso leider nicht hundertprozentig nachvollziehen.
Wie gesagt, die privaten ehemaligen Ereignisse der Hauptprotagonisten sind zu sehr im Fokus und die eigentlichen Kriminalfälle sind dadurch nicht fesselnd genug. Diese Buch kann, muss man aber nicht gelesen haben.
Rezensionen von andream:
Septembermord von Chris Chibnall
Guter Krimi
Das Buchcover finde ich sehr ansprechend, obwohl es keinerlei Hinweise auf die Geschichte gibt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kommt im Buch gut voran. Die Geschichte baut keine großen Spannungen auf, ist aber trotzdem so, dass man sie gerne liest und immer wissen möchte wie es weiter geht.
Zwischendurch erfährt man ein bisschen privates der beiden Polizisten die den Fall bearbeiten und eine junge Zeugin spielt auch eine nicht unwesentliche Rolle. Die einzelnen Charaktere im Buch sind mehr oder weniger interessant und manche Personen spielen keine wesentliche Rolle sondern dienen nur um als potentielle Täter in Frage zu kommen. Im Laufe des Buches gibt es eine Reihe an verdächtigen Personen und es klärt sich erst am Schluss wer das Verbrechen begangen hat. Ich würde dieses Werk schon empfehlen, es ist ein gutes, leicht zu lesendes nicht allzu anspruchsvolles Buch.
Rezensionen von andream:
Der Prätorianer von Tobias Bukkehave
Nichts für schwache Nerven!
Dieser Bestseller von Tobias Bukkehave aus Dänemark ist abolut lesenswert.
Schon das coole Buchcover lädt zum Lesen ein. Der Prätorianer ist ein spannungsgeladener Thriller den man am liebsten nicht aus den Händen legt, weil er in einem sehr flüssigen Schreibstil formuliert wurde.
Die Kriminalkommissarin Sara Levin ist die Hauptermittlerin, die immer das richtige Gespühr hat und so auf die Fährte des wahren Verbrechers kommt.
Ihr junger Kollege Janus West hat vor, viel von ihr zu lernen und ist auch sehr gut darin die richtigen Hinweise und Spuren zu verfolgen.
Zu Hilfe kommt bei diesem Fall Saras Bruder Adam Levin, ein Spitzenprofiler.
In diesem Buch taucht man auch tief in die Familiengeschichte von Sara und Adam ein und erfährt von den tiefen Abgründen die mit ihrem Vater Christian Levin zu tun haben.
Im ganzen Buch herrscht eine düstere Atmosphäre, an den Tatorten finden sich Hinweise, dass der Mörder ein Liebhaber der römischen Mythologie ist.
Ich glaube, man kann schon sehr gespannt auf das nächste Werk in dieser Thrillerreihe sein.











