Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Klassikfan:
Solange ein Streichholz brennt von Christian Huber
gäbe es doch mehr solcher Bücher
Dieses Buch von Christian Huber " Solange ein Streichholz brennt" ist ganz großes Kino.
Eine Liebesgeschichte und ein Leben am Rande der Gesellschaft werden so emphatisch beschrieben, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Bohm ist 36 Jahre alt und lebt mit seinem Freund Fox, der im zugelaufen ist , seit 5 Jahren auf den Straßen Kölns.
Ein Schlafsack, eine Isomatte, ein Rucksack mit seinem Hab und Gut, mehr hat und braucht er nicht.
Alina arbeitet als Fernsehjournalistin bei einem Kölner Sender. Ihre Karriere läuft nicht rund, die Konkurrenz ist hart und sie rechnet, als sie zum Programmdirektor gerufen wird, mit ihrer Entlassung. Doch man gibt ihr eine letzte Chance. Eine Reportage, zusammen mit ihrem Kollegen Jacob, über ein Leben am Rande der Gesellschaft. Hier lernt sie Bohm kennen und bietet ihm Geld, um einen Film über ihn zu drehen, doch Bohm lehnt ab. Doch als sein Hund Fox verletzt wird und eine kostspielige Operation benötigt willigt er ein und so lernen Alina und Bohm sich im Laufe der Zeit immer besser kennen und fühlen sich zueinander hingezogen.
Warum Bohm auf der Straße lebt, erfährt der Leser erst am Ende der Geschichte, einer Geschichte, die fantastisch erzähl twird und einen nicht loslässt.
Das Buch berührt, läd aber auch zum Nachdenken ein, sich einmal Gedanken darüber zu machen, wie man selbst zu den Menschen steht, die, aus welchen Gründen auch immer, dieses Leben gewählt haben und die wir doch gerne einmal übersehen.
Rezensionen von melanie82:
REM von Annika Strauss
Zwischen Thriller und Science Fiction
Als großer Fan der Bücher von Sebastian Fitzek bin ich mit entsprechend hohen Erwartungen an „REM“ herangegangen – vielleicht gerade deshalb hat mich das Buch am Ende nicht ganz überzeugt. Dabei bringt die Geschichte eigentlich alles mit, was ein packender Thriller braucht: eine starke Grundidee, viel Spannung und ein Thema, das neugierig macht.
Umso bedauerlicher ist es, dass dieses Potenzial aus meiner Sicht nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Einige Entwicklungen wirken zu konstruiert, und insbesondere die zentralen Handlungselemente driften stellenweise in eine Richtung ab, die für mich eher an Science-Fiction erinnert als an den psychologischen Nervenkitzel, den ich sonst so an Fitzeks Büchern schätze - und es war für mich auch kein Horror, wie es auf mit bezeichnet war und was ich als spannende Kombi mit den Thrillerelementen gesehen habe.
Dennoch bleibt festzuhalten: Spannend ist „REM“ allemal. Die Geschichte entfaltet einen Sog, der zum Weiterlesen animiert, und es gibt immer wieder Momente, die fesseln und überraschen. Insgesamt hinterlässt das Buch bei mir jedoch das Gefühl, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre.
Rezensionen von Klassikfan:
Schlaf von Honor Jones
gelungenes Debüt
"Schlaf" von Honer Jones ist das Debür der Schriftstellerin das eine Mutter-Tochterbezieheung beschreibt, die es in sich hat.
Traumatische Erlebnisse in der Kindheit und ihre Auswirkung bis ins Erwachsenenleben, sind die zentralen Themen dieses Romans, der meines Erachtens eine Triggerwarnung haben sollte.
Der Leser erfährt auf verschiedenen Zeitebenen Margrets Geschichte, die mit einer distanzierten und gefühlskaten Mutter, einem chronisch untreuen Vater und einem Bruder aufwuchs.
Wir erfahren, was Margret in ihrer Kindheit widerfahren ist, die Reaktionen der Mutter darauf und ihre Probleme, die sich bis ins Erwachsenenalter ziehen.
Margeret, die sich gerade von ihrem Ehemann getrennt hat und nun mit ihren beiden Töchtern allein lebt, kehr in ihr Elternhaus zurück, als ihre Mutter erkrankt.
Ene Aufarbeitung ihrer Mutter-Tochter Beziehung und ihrer Traumata sind ihr nicht vergönnt und ließen mich als Leser geschockt zurück.
Die Auseinandersetzung Margrets mit ihren Traumata und dessen Auswirkung auf sie als Mutter und demzufolge auf die Erziehung hrer Töchter fand ich gut beschrieben. Der Schreibstil war flüssig und eindringlich und lässt mich diese Buch sicherlich nicht vergessen.
Rezensionen von Klassikfan:
Pause von Lena Kupke
hat mir gut gefallen
" Pause" von Lena Kupke ist ein Buch über Trauer, Achtsamkeit, Liebe in all seinen Faceltten und ein Buch mit hohrm Identifikationspotenzial, in dem sich vielleicht viele wiedererkennen, denn ein Situation, in der man am Ende ist und nicht mehr weiter weiß, kann sich sicher jeder vorstellen, oder hat sie sogar erlebt.
Lena elebt einen mentalen Zusammenbruch, der sie ins Krankenhaus bringen lässt. Da niemand von ihren Freunden, speziell ihr Freund in Berlin, wo sie lebt, willens oder fähig ist sie auds dem Krankenhaus abzuholen und ihr zu helfen. übernehmen diese Aufgabe ihre Eltern. Lena 36 Jahre alt, zieht wieder zu ihren Eltern nach Lüneburg in ihr ehemaliges "Kinderzimmer".Allein sich diese Situation vorzustellen ist sicherlich für viele eine fordernde Aufgabe.
Es wird beschrieben, wie Lena damit zurecht kommt, sich das Zusammenleben , aber auch ihre Genesungsphase mit ihren Eltern gestaltet, die damit total überfoirdert sind und wie Lena aus ihrer Situation herausfindet und wieder neuen Lebensmut schöpft.
Gut fand ich die Beschreibung der verschiedenen Arten von Beziehungen und Gefühlen zueinander, ob Eltern, Geschwister oder Partner.
Der Schreibstil war flüssig , locker und humorvoll trotz des Themas, das uns daran erinnert, dass wir nich endlos belastbar sind, auf unseren Körper hören sollen und auch auf unseren Lieben zu achten .
Tolles Debüt.
Rezensionen von Klassikfan:
Pina fällt aus von Vera Zischke
dieses Buch sollte man gelesen haben
„Pina fällt aus“von Vera Zischke ist ein Buch das man sich nicht entgehen lassen sollte,weil es das Herz weit und lässt einen über sich selbst und das Leben nachdenken.
Pina ist allein erziehende Mutter eines autistischen Sohnes. Leo ist 20 Jahre alt und hat so seine Eigenarten, die mit unsererLebenswelt wenig kompatibel sind.
Pina versucht alles, um ihm so viel Sicherheit wie möglich zu bieten, in einer Welt in der seine Wahrnehmung ihn immer nur verunsichert und Angst macht. Dabei vergisst Pina sich selbst.
Eines Tages bricht sie auf einer Straßenkreuzung zusammen , fällt ins Koma und ist für lange Zeit außer Gefecht gesetzt.
Leo ist bei einer Nachbarin, der 86 jährigen Inge Russek untergebracht, wohin er öfter zum Fern sehen geht, wenn Pina einkaufen muss. Als Pina nicht wiederkommt, bekommt es Inge mit der Angst,denn sie kennt Leo nicht gut genug.Als sie erfährt, dass Pina im Krankenhaus ist und die nächsten Wochen nicht wiederkommt, schmiedet sie zusammen mit weiteren Hausbewohnern einen Plan, wie sie Leo betreuen können.
Was zu Anfang unmöglich scheint und den Dreien nach Belastung aussieht, stellt sich im Laufe der Zeit als Bereicherung heraus. Lebenssinn und Lebensfreude kehren für alle drei zurück.
Vera Zischke hat mit diesem Buch eine Plädoyer für mehr Inklusion geschrieben und zeigt auf, dass wir allen voneinander lernen können und das Leben viele Chancen bereit hält.
Absolute Leseempfehlung für ein mit viel Empathie geschriebenes Buch das man nicht mehr vergisst.
Rezensionen von nessabo:
Mit beiden Händen den Himmel stützen von Lilli Tollkien
Eine schmerzhaft-poetische Geschichte über Missbrauch und Heilung
Das Debüt von Lilli Tollkien ist ein unglaubliches Werk voller Schmerz und Ehrlichkeit, das seine Leser*innen nicht schont. Ich fand es auf mehreren Ebenen eindrücklich, kann aber gar nicht deutlich genug auf die Inhaltswarnungen verweisen.
Ich schließe mich den Vermutungen an, dass Tollkien hier an ihrer eigenen Biografie entlangschreibt.
Das macht die Lektüre nicht leichter, im Gegenteil. Denn die Protagonistin Lale erlebt eine schiere Fülle an Leid in ihrem jungen Leben. Die Mutter aufgrund ihrer Drogenabhängigkeit nicht sorgeberechtigt und der Vater im Gefängnis, kommt sie in eine links anmutende Männer-WG. Obwohl später auch ihr Vater dort einzieht, mangelt es an Schutz und kindgerechtem Umgang. Nicht nur werden auch hier diverse Drogen missbraucht, sodass Lale bereits im Kindesalter mit ihnen in Kontakt kommt. Sie erfährt auch wiederholt sexualisierte sowie verbale und psychische Gewalt.
Diese Passagen schreibt Tollkien auf einem unvergleichlich hohen Niveau. Sie wählt eine Sprache, die durch Nüchternheit und Poesie die kindliche Naivität und Unschuld perfekt einfängt. Gleichzeitig verfehlt diese Erzählweise keinesfalls ihre Wirkung - mir wurde wiederholt schlecht beim Lesen. Ich konnte Männer im Zuge dieses Romans wirklich nur verabscheuen. Ihre Unfähigkeit, Verantwortung zu übernehmen bzw. Frauen und Mädchen keinen Schaden zuzufügen, hat mich brennen lassen vor Wut.
Klug schlägt die Autorin zudem immer wieder den Bogen in die Zukunft; verdeutlicht, wie die erwachsene Lale - später sogar als Mutter - im Zuge ihres Heilungsprozesses auch immer wieder an die Grenzen ihres Traumas stößt. Die Geschichte ist so erschütternd wie kraftvoll und hat mir wirklich einiges abverlangt!
Mein kleiner Abzug begründet sich mit genau den poetischen Anklängen der Sprache, die zwar erfolgreich das Traumatische der Geschichte abmildern können, aber wie so oft nicht ganz meinen Geschmack treffen. Auch die nüchtern-distanzierten Schilderungen Lales dienen diesem Zweck, haben mich emotional aber auch mehr auf Distanz gehalten als ich es mir gewünscht hätte.
Nichtsdestotrotz kann ich Tollkien für dieses Debüt nur meinen Respekt zollen. Ein Werk, das wiederholt kraftvoll eingeschlagen hat und welches mich fassungslos zurücklässt. Es ist keine Wohlfühlgeschichte, sie hat nicht einmal ein klares Happy End. Und doch ist es eine Erzählung über innere Stärke und das Finden einer Stütze in sich selbst.
4,5 Sterne
[CN: sexualisierte, verbale und psychische Gewalt; Alkohol- & Drogenmissbrauch]
Rezensionen von Klassikfan:
Meeresdunkel von Till Raether
ein Buch das mich nicht ganz überzeugen konnte
Mir fällt es immer sehr schwer ein Buch zu kritisieren, weil ich denke, dass der Autor sicherlich viel Arbeit und Herzblut in sein Projekt gesteckt hat und Geschmäcker sind ja auch bekanntlich verschieden. Bei dem Buch „Meeresdunkel“ von Till Raether, erschienen im @rowohltverlag ,habe ich beim Lesen aber wenig Wohlfühlmomente gehabt, im Gegenteil, ich war oft genervt, weil ich vieles unlogisch und nicht nachvollziehbar fand, aber das ist eine rein subjektive Meinung.
Zwei Familien buchen aus einem Buchungsfehler heraus ein und dasselbe Haus auf Mallorca. Die Villa ist heruntergekommen, aber groß genug, dass beide Familien dort unterkommen können, da kein Ersatz geboten werden kann.
Der Roman erzählt nun aus Sicht dreier Personen.Henrike, die Mutter der einen Familie, Samuel, der Vater der zweiten Familie und sein Sohn Juri.
Die Geschichte ist einfach, aber flüssig erzählt.An spektakulären Dingen passiert für einen Spannungsthriller relativ wenig. Die Handlung bezieht sich eher auf die Personen der zwei Familien, ihre Beziehungen untereinander und um Geheimnisse, die ans Tageslicht kommen. Dabei sind mache Dinge und Handlungen aber so abstrus und unglaubwürdig,dass mein logischer Verstand gestreikt hat.Und wenn ich Dinge nicht logisch einordnen kann, nervt mich das, was nicht unbedingt meiner Entspannung zuträglich ist.
Wir haben in diesem Buch zwar von Anfang an eine subtile Spannung, die sich auch durch das Buch zieht, aber die unglaubwürdigen Dinge die hier geschehen, verwirren so sehr,dass der Thrillergenuss auf der Strecke bleibt. Ich würde dieses Buch auch nicht unbedingt als Thriller, sondern eher als Familiendrama bezeichnen.
Alles in allem ein Buch das mich nur teilweise überzeugen konnte.
Rezensionen von Klassikfan:
Eine Liebe ohne Sommer von Timothy Paul
eine etwas andere Liebesgeschichte
Eigentlich sind Liebesgeschichten nicht so mein Ding, doch dieses Buch“Eine Liebe ohne Sommer“von Timothy Paul hat mir gefallen, vor allem weil sie zwar sehr emotional, aber nie kitschig war.
Ein Paar das sich kennenlernt und nicht weiß, dass ihm nicht viel Zeit vergönnt ist, deren Liebe aber nie aufhört, ein Paar, dass gar nicht die Möglichkeit hatte sich richtig kennen zu lernen und dann die Erkenntnis bei Rosa, Niklas erst richtig nach seinem Tod kennen zu lernen.
Für mich eine interessant gestaltete Geschichte.
Von Anfang an war eine melancholische Grundstimmung spürbar, die aber nicht runtergezogen hat, sondern neugierig gemacht hat, was wohlweiter passieren würde. Auch die Figuren waren meiner Meinung nach sehr gelungen dargestellt, genauso, wie der flüssige und emphatische Schreibstil ein Vergnügen war und meinen Lesegenuss gesteigert hat.
Rezensionen von Klassikfan:
Vega Varg - Das Schweigen der Insel von Åsa Hellberg
ein spannender Thriller
Vega Varg von ASA Hellberg ist ein spannender und wendungsreicher Thriller, der mir sehr gut gefallen hat.
Vega Varg ist eine sehr erfahrende Ermittlerin, deren Söhne auch bei der Polizei arbeiten.Als sie zu einem Mordfall gerufen wird, erkennt sie den Toten, den sie schon als Kind kannte.Auch erinnert sie der Fall an den Mord an ihrem Mann.
Als dann auch noch eine Zeugin verschwindet, kann nur noch ihr Freund Leopold Posse helfen, der Länder übergreifend arbeitet..
Die Spannung in diesem Buch steigert sich kontinuierlich, auch weil immer mehr Geheimnisse ans Licht kommen.Der Schreibstil ist flüssig, die Protagonisten sehr gut beschrieben.
Es gibt verschiedene Zeit,- und Handlungsebenen, in denen die Hintergründe der Akteure dargestellt werden, was das Ganze sehr spannend und interessant macht.Bis zum Schluß rätselt man mit wer der Mörder ist.
Rezensionen von gerlisch:
Meeresdunkel von Till Raether
Das Haus auf den Klippen
Zwei Familien reisen voller Vorfreude in die Ferien nach Mallorca, nur um festzustellen, dass ihr Feriendomizil doppelt vermietet wurde. Da das Haus genügend Platz bietet, beschließen sie, sich miteinander zu arrangieren und sich das Haus zu teilen, doch die Stimmung kippt schnell und als eine Leiche auftaucht, wird die Situation bedrohlich.
Die Klabachenvilla auf der Steilküste ist ein starker Schauplatz, abgeschieden, voller Schatten und Geheimnisse. Die Atmosphäre ist durchgehend düster, beklemmend und von Geheimnissen durchzogen.
Obwohl zu Beginn mehrere Figuren zu Wort kommen, entsteht erstaunlich schnell ein klares Bild der Dynamiken. Die Familienkonstellationen, unterschwelligen Spannungen und unausgesprochenen Konflikte greifen gut ineinander. Dadurch entwickelt sich schnell ein klares Bild der Situation und der Charaktere
Mir fehlt hier der durchgehende Spannungsbogen und das typische Thriller-Feeling, für mich ist die Geschichte eher ein Drama mit Krimielementen. Zum Ende hin, waren mir die Handlungen zu konfus, hier wollte der Autor wohl zu viel in die Story hineinpacken.
Die Grundidee des Plots hatte auf jeden Fall Potenzial, welches allerdings nicht so ganz genutzt wurde.










