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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Streiflicht:

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So kalt die Nacht von Marika Neitz

Zum Ende hin schwammig

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich von Autorin Marika Neitz bereits Anfang des Jahres „Das Forsthaus“ als Hörbuch gehört hatte. Besonders spannend fand ich hier im vorliegenden Buch das Ermittlerduo, das menschlich so sehr verschieden ist. Das hat für mich die ganz besondere Würze dieses Romans ausgemacht und ich möchte auch die Fortsetzung gerne lesen.

Die Geschichte wird gut nachvollziehbar und temporeich erzählt, auch der Sprecherin konnte ich gut zuhören. Man kommt schön in die Erzählung hinein, nicht zu gemächlich, aber so, dass man alles gut mitverfolgen kann. Anna war mir schnell sehr sympathisch und ich habe mit ihr mitgefühlt und -gelitten. Einfach hat sie es nicht mit der ausgeflippten Mutter, dem Teenagersohn, dem schwierigen Fall und dann auch noch dem neuen Kollegen, der so anders ist. Frieder war mir ebenfalls sofort sympathisch, auch wenn ich die Reibereien zwischen den beiden gut nachvollziehen konnte. Er ist ein cooler Romancharakter - ob man das in Realität auch so charmant fände, weiß ich allerdings nicht. Aber vielleicht schon, weil er eben so offen und ehrlich und besonders ist.

Der Fall hat mir gut gefallen mit den vielen Rückblenden in die Vergangenheit, die quasi erklären, was damals passiert ist, und damit auch, was und warum es jetzt passiert. Leider war das Ende dann ziemlich schwammig, einige logische Fehler - das mag ich nicht. Da würde ich mir mehr Realität wünschen, weil es einfach so nicht ist. Kein Polizist würde sowas machen ... mehr kann ich nicht verraten, aber ich finde es schade dass da nicht besser recherchiert wurde. Dennoch bin ich gespannt auf den zweiten Teil.

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So kalt die Nacht

Rezensionen von Streiflicht:

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Mission Microraptor - Immer Ärger mit Arty von Philip Kavvadias

Witzig und spannend

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich selbst Dinosaurier sehr interessant finde und mein Neffe noch mehr. Er ist noch ein bisschen jung für das Buch, aber mich hat es schon mal sehr gut unterhalten. Die Geschichte der beiden Jungen und ihre abenteuerliche Flucht durch Schnee, Berg und Wald fand ich total spannend.

Gleichzeitig ist das Buch so witzig geschrieben, dass man auch immer wieder schmunzeln muss. Arty ist natürlich eine Show für sich und ich hätte den kleinen Flugsaurier gerne mal in der Realität gesehen. Allerdings stelle ich es mir ganz schön schmerzhaft vor, wenn sie sich in der Schulter verkrallt. Musste da spontan an meinen Kater denken, der das auch gerne mal macht …

Etwas gestört hat mich das abrupte Ende und die Tatsache, dass die Geschichte damit eigentlich nicht fertig erzählt ist. Wenn man wissen möchte, wie es ausgeht, muss man quasi zwingend noch das zweite Buch lesen. Sowas mag ich nicht sonderlich, vor allem kaufe ich mir gerne ein zweites Buch, wenn mir das erste gefallen hat – aber ich mag nicht genötigt werden, die Fortsetzung zu kaufen.

Abgesehen davon hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Interessante Charaktere mit Tiefe und Entwicklung im Laufe des Buchs und eine spannende Story. Die Zeichnungen finde ich ebenfalls sehr passend – vor allem auch im Bezug auf die sehr junge Zielgruppe.

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Mission Microraptor - Immer Ärger mit Arty

Rezensionen von Streiflicht:

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Sprichst du Wald? von Hannah Assil

Bezaubernder Wald

Da ich selbst nahe des Waldes aufgewachsen bin und schon seit meiner Kindheit vom Wald fasziniert bin, musste ich dieses Buch natürlich unbedingt lesen! Ich war total gespannt und war schnell in den Bann des Buches gezogen. Man kann es natürlich linear von vorne nach hinten lesen, genauso gut aber auch einzelne Abschnitte oder Kapitel genießen.

Ich mag solche Sachbücher, die das ermöglichen. So blättere ich dann auch immer mal wieder rein.
Sehr passend fand ich die Aufteilung der Texte und Infos nach Jahreszeiten, genauso wie das einführende Überkapitel Wald und den Abschluss Wandel. Für mich war da alles dabei. Man spürt in jedem Text der jungen Autorin Hannah Assil die große Liebe zum Wald und die Achtung vor dieser besonderen Lebenswelt. Das fand ich sehr schön und berührend. Vieles konnte ich so gut nachvollziehen und mitfühlen.
Die vielen tollen Bilder, zum Teil auch in großem Format, bereichern das Buch noch mehr. Ein Eichelhäher beim Baden, ein Eichhörnchen mit Nuss oder ein Reh beim Trinken - tolle Momente in der Natur eingefangen in bezaubernd schönen Fotos.
Wer Wald und Bäume mag, wird von diesem Buch begeistert sein. Man lernt nicht nur Neues über das Ökosystem Wald und die verschiendenen Tier- und Pflanzenarten, die dort zu Hause sind, sondern auch, wie wichtig die Natur für uns Menschen ist und bleibt!

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Sprichst du Wald?

Rezensionen von PMelittaM:

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Das Lied von Eis und Feuer 09 von George R.R. Martin

Trotz bisher fehlendem Ende lese ich die Reihe nach wie vor sehr gerne

Tyrion Lennister ist nach dem Mord an seinem Vater auf der Flucht, und schließt sich einer Gruppe an, die auf dem Weg zu Daenerys Targaryen ist. Diese hat Meeren erst kürzlich erobert und will vorerst dort bleiben, hat jedoch große Probleme mit der Bevölkerung, vor allem die Söhne der Harpyie machen ihr das Leben schwer, aber auch ihre Drachen lassen sich immer schwerer lenken.

Jon Schnee ist der neue Kommandant an der Mauer, aber auch er hat es nicht leicht. Nicht alle Brüder erkennen ihn an, zudem muss er nicht nur mit Stannis Baratheon und dessen Roter Priesterin Melisandre klarkommen, sondern auch mit Mengen an Wildlingen, die sich jenseits der Mauer nicht mehr sicher fühlen, da dort die Weißen Wanderer unterwegs sind. Bran Stark dagegen ist weiterhin mit seiner kleinen Truppe jenseits der Mauer auf der Suche nach der dreiäugigen Krähe unterwegs. Der Mann, den man Stinker nennt, muss wahrenddessen immer noch unter den Misshandlungen und Demütigungen durch Ramsay Bolton leiden. Auch Davos Seewert ist unterwegs, im Namen Stannis Baratheons soll er um Verbündete werben.

Diese Sechs erhalten jeweils mehrere Kapitel unter ihrem Namen, ein weiteres Namenkapitel gibt es für Melisandre, die man hier einmal aus einer anderen Perspektive kennenlernt, was durchaus überraschen kann. Weitere Kapitel sind mit Beschreibungen betitelt wie zum Beispiel „Der Diener des Kaufmanns“, „Der verlorene Lord“ oder „Die widerspenstige Braut“, hier stehen jeweils andere Personen im Mittelpunkt, die eine größere Rolle in der Gesamtgeschichte spielen, wie etwa Asha Graufreud.

Der neunte und bisher vorletzte Band der deutschen Ausgabe der Reihe hat nicht mehr sehr viel mit der Verfilmung gemein. Es macht zwar weiterhin Freude, die spannende und komplexe Geschichte zu lesen, mittlerweile frage ich mich aber doch, wie sie enden würde, denn das Ende der Serie würde hier nicht passen, zumal man außerdem auf wichtige Personen trifft, wie etwa den titelgebenden Sohn des Greifen, die in der Serie fehlen.

Neben verschiedenen Karten gibt es wieder einen ausführlichen Anhang in dem man mehr über die Hintergründe erfährt.

Mittlerweile haben sich Serie und Buchreihe doch sehr unterschiedlich entwickelt. Ob man weiterhin hoffen kann, dass die Reihe noch ein abschließendes Ende findet? Trotz dieser Unwissenheit habe ich den Roman gespannt gelesen, es macht mir einfach Freude, in die Geschichte einzutauchen und die verschiedenen Charaktere auf ihrem Weg zu begleiten. Der Autor hat ein großes Erzähltalent.

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Das Lied von Eis und Feuer 09

Rezensionen von Christina:

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Über der Brandung von Franziska Jebens

Auf der Reise zu sich selbst

Die Autorin Franziska Jebens entführt uns in ihrem neuen Buch auf eine griechische Insel. Neben Nea spielt auch Hera eine wichtige Rolle. Beide Frauen ergänzen sich wunderbar. Nea die gerade ihr Leben neu ordnen möchte trifft auf Hera die in sich ruht und schon ihren Weg gefunden hat. Eine Geschichte mit Tiefgang, der Frage wer bin icj und wohin möchte ich.

Einfach alles los lassen um zu sich zu finden , das lernt Nea auf dieser kleinen Insel zusammen mit Hera und den anderen Frauen. Der Schreibstil ist bildhaft, einfühlsam und erzählt uns nach und nach mehr von den Hauptprotagonisten. Man lernt sie und ihr Denken und Fühlen immer besser kennen. Man wird nachdenklich beim lesen und fragt sich ob man selbst auf dem richtigen Weg ist. Ein Buch was in mir nachhalt . Wenn man das Buch ließt und dann das ausdrucksstarke Cover betrachtet , weiß man das es wunderbar zur Geschichte passt. Ein gefühlvoller nachdenklich machender Roman , den ich gern empfehlen kann. Wieder ein tolles Buch der Autorin.

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Über der Brandung

Rezensionen von Christina Schmädicke:

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Über der Brandung von Franziska Jebens

Auf dem Weg zu sich selbst

Die Autorin Franziska Jebens entführt uns in ihrem neuen Buch auf eine griechische Insel. Neben Nea spielt auch Hera eine wichtige Rolle. Beide Frauen ergänzen sich wunderbar. Nea die gerade ihr Leben neu ordnen möchte trifft auf Hera die in sich ruht und schon ihren Weg gefunden hat. Eine Geschichte mit Tiefgang, der Frage wer bin icj und wohin möchte ich.

Einfach alles los lassen um zu sich zu finden , das lernt Nea auf dieser kleinen Insel zusammen mit Hera und den anderen Frauen. Der Schreibstil ist bildhaft, einfühlsam und erzählt uns nach und nach mehr von den Hauptprotagonisten. Man lernt sie und ihr Denken und Fühlen immer besser kennen. Man wird nachdenklich beim lesen und fragt sich ob man selbst auf dem richtigen Weg ist. Ein Buch was in mir nachhalt . Wenn man das Buch ließt und dann das ausdrucksstarke Cover betrachtet , weiß man das es wunderbar zur Geschichte passt. Ein gefühlvoller nachdenklich machender Roman , den ich gern empfehlen kann. Wieder ein tolles Buch der Autorin.

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Über der Brandung

Rezensionen von yellowdog:

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Die Farben von Paris von Rainer Moritz

Das Geheimnis der Berthe Morisot

Es beginnt in der Gegenwart mit Rodney, ein Kenner der Kunstgeschichte, der sich schon lange mit der Geschichte von Berthe Morisot beschäftigt. Sie war Mitte des neunzehnten Jahrhunderts eine Malerin des Impressionismus.
Ihr Werk ist typisch für diese Stilrichtung.
Wer sich mit dieser Kunstrichtung einmal beschäftigt hat, wird auch auf sie gestoßen sein.

Als Frau war sei eine Außenseiterin.
Rodney kehrt immer wieder für seine Forschungen nach Paris zurück.
Zwischendurch geht Rainer Moritz dann in Berthe Morisots Zeit zurück und zeigt sie und ihre Emotionen mit großer Behutsamkeit und Sensibilität.

Am Ende steht ein Brief der Malerin an ihre Tochter, der ein großes Geheimnis enthüllt.
Eine feines Buch. Ich freue mich schon auf einen zweiten Lesegang!

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Die Farben von Paris

Rezensionen von gabiliest:

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Jenseits des Scheins von Anna Johannsen

Das ist der Fluch der bösen Tat....

Die bekannte SPIEGEL Bestseller-Autorin Anna Johannsen hat den fünften Band der Serie über die Ermittler Jan de Bruyn und Hanna Will vorgelegt. Diesmal zeigt das gelungene Cover, dass die Spurensuche in verborgene Tiefen führen wird.

Der Ehemann der Bundestagsabgeordneten Meyerdirks wird bei einer Campingtour im Harz vermisst – Jakob Berger, der nie den Namen seiner Frau angenommen hat.

Sehr betroffen scheint die Abgeordnete, der bisher nur hinter vorgehaltener Hand Korruption vorgeworfen wird, nicht zu sein. Da der Fall aber von öffentlichem Interesse ist, werden die LKA-Kommissare Jan de Bruyn und Hanna Will, denen ein legendärer Ruf als Sonderermittler vorauseilt, zur Unterstützung des lokalen SoKo-Teams hinzugezogen. Als sie Erkundigungen zu Berger einholen, sprechen manche von einem Schöngeist, andere Befragte jedoch von einem Mann mit zwei Gesichtern. Auch hatte Berger kaum eigene Einnahmen, sondern wurde von seiner Frau finanziert.

Lange bringen die Recherchen keine konkreten Ergebnisse, doch in Bergers Leben gibt es viele Liebschaften und Beweise für seine Untreue. Er sowie zwei seiner Schulfreunde stehen jedoch auch im Verdacht, sich als Jugendliche an einer Mitschülerin vergangen zu haben. Die Befragungen stoßen lange auf Schweigen, schließlich gelingt es, die damaligen Mittäter auszuforschen. Durch Hannas Hilfe ist das Opfer nun sogar bereit, gegen seine Peiniger auszusagen.

Unterstützt werden Jan und Hanna von einer Investigativjournalistin, die den Lebenslauf von Meyerdirks durchleuchtet. Da gibt es durchaus Beweise, dass Gelder geflossen sind, aber auch dafür, dass die Ehe mit Jakob Berger gescheitert war. Was hat Jakob Berger vor vielen Jahren getan? Und wurde er wegen seiner Vergangenheit getötet?

Neben diesem komplexen Fall, in dem sich die Ermittlungen schwierig und anfangs schleppend gestalten, bringen auch persönliche Probleme die beiden Kommissare, die ebenso privat liiert sind, an ihre Grenzen. Hanna hat schon einmal einen schweren Verlust erlitten und steht daher dem Gedanken einer Familiengründung mit Jan skeptisch gegenüber. Möchte sie wirklich ein Kind, ist sie jetzt vielleicht bereit für eine neue Rolle, oder wird ihr die Arbeit über alles gehen? Wie steht Jan, der gerade Probleme mit seinem Sohn aus erster Ehe hat, zu diesen Fragen? Hier erzählt Anna Johannsen von schweren Schicksalsschlägen und peinigenden Zweifeln, das eigene Leben komplett zu verändern.

Obwohl die gesamten Untersuchungen sehr professionell geführt werden, arbeitet vor allem eine Beamtin, Rosa Lipinski, dem Ermittler-Duo hervorragend zu. Ihre genaue, unaufgeregte und intelligente Art bringt Jan und Hanna auf die Idee, sie künftig als Sonderermittlerin bei brisanten Fällen anzufordern. Das würde nicht nur ihre Arbeit erleichtern, sondern auch ihre privaten Überlegungen positiv beeinflussen. Letztlich gönnt die Autorin den Lesenden ein schönes und stimmiges Ende. Dass die Aufklärung des Falles gelingt, stand sowieso außer Zweifel.

“Jenseits des Scheins” ist ein gut konstruierter Kriminalroman mit Figuren, die ihre Ecken und Kanten haben, aber dennoch immer menschlich und souverän agieren. Wer gerne interessante und spannende Kriminalfälle mit viel persönlichem Touch liest, hat hier sicher zum richtigen Buch gegriffen.

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Jenseits des Scheins

Rezensionen von Harakiri:

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DAISY - Und all deine Geheimnisse werden mir gehören von Melanie Raabe

nur ein Gänseblümchen

Luca ist Anwältin und hat ein seltsames Nebengewerbe: nachts schleicht sie sich bei Personen ein, die ungestraft von einem Verbrechen davongekommen sind und überrascht sie mit ihren kleinen Sünden. Aber eines Tages dreht sich der Schalter und SIE gerät ins Visier. Erste Hilfe leistet ihr Freund Walter, aber der kann nicht immer für sie da sein und so verlangt die Situation Luca alles ab.

Mit „Daisy“ hat Melanie Raabe wieder einen spannenden Krimi geschrieben, der vor allem durch seine geheimnisvolle Handlung und die interessante Hauptfigur überzeugt. Die Geschichte schafft es, immer wieder neue Fragen aufzuwerfen. Vor allem zu Anfang die Frage, wie soll jemand hinter Lucas Geheimnis gekommen sein.
Besonders gut gefallen hat mir, dass die Spannung nicht nur durch ein paar Wendungen entsteht, sondern auch durch die Unsicherheit darüber, wem Luca eigentlich vertrauen kann.
Kleine Rückblicke in die Vergangenheit und die Haupthandlung wechseln sich ab. Luca hatte keine einfache Kindheit, Stichwort „Mobbing“ und Mutterentzug, und so wird in den Rückblenden klar, warum Luca wurde, was sie ist und tut.
Melanie Raabes Schreibstil ist flüssig und gut verständlich. Ich konnte mich gut in die Handlung hineinversetzen und mir durch die Beschreibungen alles gut vorstellen.
An manchen Stellen leidet die Spannung ein wenig und ich hatte mir mehr von der Verfolgungsjagd erhofft, aber im Großen und Ganzen konnte ich das Buch fast nicht aus der Hand legen.
Fazit: wieder ein überzeugender Krimi der Autorin, den ich sehr gern mochte.

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DAISY - Und all deine Geheimnisse werden mir gehören

Rezensionen von BarbaraM:

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Ein ganz normales Wunder von Woody Brown

Was wir von außen nicht sehen

Ein ganz normales Wunder von Woody Brown ist für mich ein ganz besonderes Buch. Nicht, weil es laut oder besonders dramatisch erzählt wird, sondern weil es Einblicke ermöglicht, die man als Außenstehender wohl nur sehr selten bekommt. In einer Tagesstätte für erwachsene Menschen mit Beeinträchtigungen begegnen wir ganz unterschiedlichen Menschen, ihren Bedürfnissen, Hoffnungen und Schwierigkeiten.

Dabei wechselt Woody Brown immer wieder die Perspektive und lässt nicht nur die Menschen mit Beeinträchtigungen, sondern auch Betreuer und Außenstehende zu Wort kommen.
Besonders beeindruckt hat mich dabei Woody Brown selbst. Er ist nichtsprechender Autist und hat als erster nichtsprechender autistischer Student einen Abschluss an der UCLA erworben, später sogar einen Master in Creative Writing an der Columbia University. Zu wissen, welchen Weg dieser Autor zurückgelegt hat, macht seine Leistung für mich beinahe unglaublich. Gleichzeitig möchte ich das Buch aber keineswegs nur aufgrund seiner Biografie bewerten. Brown kann schreiben und vor allem kann er beobachten. Mit großer Feinfühligkeit zeigt er, was in Menschen vorgehen kann, die von ihrer Umwelt allzu schnell unterschätzt oder auf ihre Beeinträchtigung reduziert werden.
Gerade dieser Blick von innen hat mich beim Lesen immer wieder beschäftigt. Wie schnell schließen wir von fehlender Sprache oder bestimmten Verhaltensweisen auf fehlendes Verständnis? Wie oft sprechen Menschen über jemanden, ohne sich bewusst zu machen, dass dieser Mensch jedes einzelne Wort hört und versteht? Brown macht deutlich, wie viel Denken, Fühlen, Sehnsucht und Persönlichkeit hinter einer für uns vielleicht schwer zugänglichen Fassade verborgen sein können.
Besonders gefallen hat mir, wie vielschichtig Brown seine Figuren zeichnet und wie sehr dabei die Individualität jedes einzelnen Menschen im Mittelpunkt steht. Er reduziert niemanden auf seine Beeinträchtigung, sondern zeigt ganz unterschiedliche Persönlichkeiten mit eigenen Gedanken, Wünschen, Eigenheiten und Bedürfnissen. Auch die Menschen, die sie begleiten und betreuen, werden differenziert dargestellt. Gerade dadurch entsteht ein sehr menschlicher Blick auf das Miteinander und darauf, wie unterschiedlich Menschen ihre Umwelt wahrnehmen und erleben.
Mir hat das Buch gut gefallen, vor allem aber hat es meinen Blick erweitert. Dass Woody Brown uns auf diese Weise an seiner Wahrnehmung und seinen Erfahrungen teilhaben lässt und Menschen sichtbar macht, die viel zu häufig unterschätzt werden, empfinde ich als große Leistung.

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Ein ganz normales Wunder