Kunden em pfehlungen
Rezensionen von skiaddict7:
Die Anderen von Kobi Yamada
Wer sind eigentlich diese "Anderen"?
In diesem Kinderbuch schreibt Kobi Yamada über "die Anderen". Zwei Kinder stehen vor einer Hecke und überlegen, wie die Menschen auf der anderen Seite wohl so sind. Es sind "die Anderen". Haben sie Tentakel? Sind es Monster? Warum sind es eigentlich "die Anderen"?
Wunderschöne Illustrationen ergänzen die Erzählung, die für Kinder gar nicht so einfach zu verstehen ist.
Das Buch benötigt auf jeden Fall Begleitung, durch den Text kann man gut ins Gespräch kommen und mit dem Kind über das Gelesene sprechen. Das Buch regt zum Nachdenken an. Es ist eines der Bücher, das immer wieder gelesen werden kann und hoffentlich immer wieder neue Gespräche anregt.
Ich hoffe ja, dass das Buch irgendwann gar nicht mehr gebraucht wird. Leider ist es durch die aktuellen politischen Entwicklungen weiterhin extrem aktuell. Daher kann ich es sehr empfehlen, aber wie gesagt, müssen Kinder beim Lesen begleitet werden.
Rezensionen von Miro:
The Flamebearer Trilogy 1: The Witch in the Dead of Night von Charlotte Buckley
Die letzte Hexe von Valen
Finn Erramun lebt unter dem Radar. Sie ist eine der letzten Hexen von Valen, aber sie arbeitet als Dienstmädchen am Hof, nachdem sie aus ihrem Dorf vertrieben wurde. Ihre Magie setzt sie nur heimlich ein, um sich die Arbeit zu erleichtern.
Als König Mordric sie bei zaubern erwischt, macht er ihr ein interessantes Angebot.
Sie soll bis zur Sommersonnenwende ausgebildet werden und dann ihre Rolle als Beraterin in den arkanen Künsten im Rat einnehmen. Für Finn, die ihre Kräfte eher aus dem Bauch heraus nutzt, ist das eine großartige Chance. Doch das Leben am Hof bietet viele Fallen, für ein einfaches Mädchen. Sie muss erst lernen, die Intrigen der Adeligen zu durchschauen.
Finn ist vorsichtig und misstrauisch und vertraut schlussendlich doch dem Falschen. Für ihre Freiheit muss sie ein großes Opfer bringen. Ob sich das auszahlt, wird sich im zweiten Band zeigen. Es bleibt spannend.
Charlotte Buckley hat eine interessante Welt kreiert mit fabelhaften Wesen und wo Menschen und Vampire halbwegs friedlich zusammenleben. Nur die Hexen finden ihren Platz nicht wirklich. Finn wird dabei wohl eine tragende Rolle spielen.
Gut gefallen hat mir an der Geschichte, dass Finn sich erst zur Heldin entwickeln muss. Sie ist ein einfaches Mädchen, dass immer mehr Kraft und Selbstvertrauen gewinnt. Auch ihr Love-Interest ist eine spannende Figur, die ihre wahre Motivation wohl erst noch zeigen wird. Die Atmosphäre ist ständig aufgeladen, durch die Liebesgeschichte, die Geheimnisse und die Hofintrigen. Obwohl auf vielen Seiten das Magietraining beschrieben wird, bleibt die Geschichte spannend und im Fluss.
Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung!
Rezensionen von Normanfips:
Alte Pfade von Alexa Hennig von Lange
Konnte mich nicht ganz überzeugen
Liliane kommt eben aus ihrem Spanienurlaub, als sie einen Anruf von einem Krankenhaus in Schottland erhält. Ihr fast 90 Jahre alter Vater wurde dort mit einem Herzinfarkt eingeliefert. Sie macht sich überstürzt auf die Reise dorthin. Statt ihrem Vater am Krankenbett beizustehen, machen sie sich auf - Liliane eher unfreiwillig - durch die Highlands zu wandern.
Unzureichend ausgerüstet, mit einem leeren Handy, einem gesundheitlich schwer angeschlagenem Vater und vielen unguten Erinnerungen an ihre Kindheit und diversen Ängsten kämpft sie sich durch die malerische Gegend. Der erste Teil des Buches gefiel mir richtig gut. Vor allem die Auseinandersetzung mit den Eigenheiten des Vaters, mit der Leerstelle, die die Mutter hinterlassen hat, ihren Geschwistern, ihrer zerbrochenen Ehe und zuletzt ihrer schlechten Beziehung zu ihrem eigenen Sohn. Allerdings fand ich es unglaubwürdig, dass ein so alter und schwerkranker Mann solche Strapazen überstehen kann. Die Erkenntnisse bzgl. ihrer gescheiterten Ehe kamen mir zu plötzlich. Die Begegnung mit dem Architekturstudenten war für mich wie ein Bruch, der überhaupt nicht in die Handlung passte. Auch die Geschichte rund um ihren Sohn war mir zu viel. Es wurde vieles angerissen, aber nicht zu Ende gebracht. Die Idee dieser Wanderung und das Annähern zwischen Vater und Tochter haben mir gefallen, aber am Ende wurde für mich keine runde Sache daraus. Schade, denn das Buch hätte viel mehr Potential gehabt.
Rezensionen von Harakiri:
Blut für Blut von Anna Schneider
Hat mir sehr gut gefallen
Anna Schneider ist bekannt für ihre Grenzfall-Reihe. In Blut für Blut versucht sie sich an etwas Neuem. Und ich würde sagen: Versuch geglückt.
Im Mittelpunkt steht Sophie, die nach einer toxischen Beziehung versucht, sich ein neues Leben aufzubauen. Als Fotografin erhält sie einen ungewöhnlichen Auftrag bei einer wohlhabenden Familie – doch irgendetwas stimmt hier nicht und bald wird Sophie klar: ihre Vergangenheit hat sie eingeholt.
Die Handlung wechselt auf verschiedenen Ebenen und bietet kurze Kapitel, was für einen regelrechten Pageturner sorgt. Zudem gibt es Kapitel in kursiver Schrift, die sehr rätselhaft klingen.
Besonders gut gefallen hat mir die düstere und beklemmende Atmosphäre. Von Anfang an ist klar, dass etwas nicht stimmt, und durch die verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen kommen nach und nach neue Puzzleteile ans Licht. Dadurch lädt die Geschichte immer wieder zum Miträtseln und Spekulieren ein.
Die Handlung startet eher gemächlich und die Spannung steigert sich langsam bis zu einem Höhepunkt ab dem Einbruch in Sophies Laden. Spätestens hier konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Schneider baut zusätzlich noch eine Wendung ein, die man zwar vermuten könnte, mit der man aber dann doch eigentlich nicht rechnet.
Fazit: Anna Schneider kann auch Psychothriller.
Rezensionen von yellowdog:
Bluebird, Bluebird von Attica Locke
Morde in Lark
Bluebird, Bluebird ist ein preisgekrönter Kriminalroman, der straight und sorgfältig geschrieben ist. Es ist auch der Start einer Reihe (Highway59).
Das Buch hat Besonderheiten, z.B. das er im Osten von Texas angesiedelt ist und dass ein schwarzer Texasranger die Hauptfigur ist.
In einer Kleinstadt sind 2 Tote aufgefunden worden.
Ein schwarzer Anwalt und eine junge Frau. Texas Ranger Darren Mathews ist zwar eigentlich suspendiert, dennoch ermittelt er. Darren ist eine große, nicht ganz einfache Figur, mit familiären Problemen. Er kann den Roman tragen.
Die Auflösung des Falls ist komplex. Kein Wunder, dass der Roman den Edgar-Award gewonnen hatte.
Rezensionen von Katto:
Das Jahr der Wale von Kelly Anderson
Ein wunderschöner Anfang, der mich später verloren hat
„Das Jahr der Wale“ von Kelly Anderson hat mich vor allem mit seinem wunderschönen und liebevoll gestalteten Cover neugierig gemacht. Ich habe mich deshalb sehr auf die Geschichte gefreut – und gerade der Anfang hat mir auch richtig gut gefallen.
Im Mittelpunkt steht Annie MacLeod, die zwischen zwei unterschiedlichen Lebenswelten steht.
Während sie einen großen Teil ihrer Kindheit auf dem Segelboot ihrer Eltern an der kanadischen Westküste verbringt, ist Hale’s Landing mit ihrer Großmutter Ruth und ihrem Jugendfreund Evan ein weiterer wichtiger Ort für sie. Doch dann verändert ein Tsunami ihr bisheriges Leben für immer. Sie wird mit ihrer Vergangenheit, ihrer Familie und ihrer besonderen Verbindung zur Natur konfrontiert.
Besonders schön fand ich den poetischen Schreibstil und die vielen bildhaften Naturbeschreibungen. Die Naturverbundenheit zieht sich eigentlich durch das gesamte Buch und hat mir sehr gut gefallen. Auch die ruhige Erzählweise mochte ich an vielen Stellen, allerdings wurde sie mir teilweise zu langatmig.
Ich finde es schwierig, die Geschichte angemessen zu bewerten. Nachdem ich den Anfang der Geschichte sehr mochte, entwickelte sich die Geschichte dann leider so, dass es mir nicht mehr so gut gefallen hat. Irgendwann konnte ich mich auch nicht mehr richtig in Annie, ihre Gedanken und ihre Gefühlswelt hineinversetzen und die Geschichte hat mich leider auch nicht mehr so berührt. Ich denke, dass es daran lag, dass die mystischen Elemente, die dazu kamen, für mich sehr schwierig waren. Die Mischung aus einer ansonsten eher realistischen Handlung und einzelnen mystischen Aspekten hat für mich nicht richtig zusammengepasst und mich leider nicht abgeholt.
Das Ende hat mich etwas ratlos zurückgelassen. Es blieben mir zu viele Fragen offen, dass ich zunächst das Gefühl hatte, ich hätte das Buch nicht richtig verstanden. Erst später habe ich gemerkt, dass vieles einfach bewusst offengelassen wird - für mich aber leider zu viel.
Insgesamt hatte das Buch für mich einige wirklich schöne Momente, besonders wegen der Sprache und der starken Naturverbundenheit. Trotzdem konnte mich die Geschichte im weiteren Verlauf leider nicht mehr so erreichen, wie ich es mir gewünscht hätte.
Rezensionen von Tina:
Chased by Sins and Sorrows von Ophelia L. Nightfall
Düstere Romantasy mit viel Atmosphäre
"Chased by Sins and Sorrows – Der Werwolf und der Vampir" hat mich mit seiner düsteren Atmosphäre und der faszinierenden Welt schnell in seinen Bann gezogen. Ophelia L. Nightfall verbindet Hexen, Werwölfe und Vampire mit einer spannenden Handlung voller Geheimnisse und Intrigen. Besonders Devrim mochte ich sehr, ihre innere Zerrissenheit und ihre Entwicklung haben die Geschichte für mich besonders gemacht.
Auch die Begegnungen mit dem geheimnisvollen Vampirgeneral Razvan sorgen für viel Spannung und machen neugierig auf den weiteren Verlauf. Die Handlung entwickelt sich zwar stellenweise etwas ruhiger, verliert dabei aber nie ihren besonderen Reiz und baut die Geschichte sorgfältig auf.
Das Cover hat mich von Anfang an begeistert. Es ist wunderschön gestaltet, wirkt geheimnisvoll und passt perfekt zur düsteren Stimmung der Geschichte. Für mich ist es ein echter Hingucker.
Insgesamt ist "Chased by Sins and Sorrows – Der Werwolf und der Vampir" eine gelungene Romantasy mit interessanten Charakteren, einer atmosphärischen Welt und einer spannenden Geschichte. An einigen Stellen hätte das Tempo etwas höher sein dürfen, trotzdem hatte ich viel Freude beim Lesen.
Rezensionen von Tina:
Cinnamon Spice Love von Harper Graham
Herbstliche Wohlfühlatmosphäre mit ordentlich Knistern
„Cinnamon Spice Love“ hat mich schon mit seinem wunderschönen, gemütlichen Cover angesprochen. Die warmen Farben und die herbstliche Gestaltung passen für mich perfekt zur Geschichte und vermitteln direkt dieses Gefühl von Kuscheldecke, Kerzenschein und einer Tasse Tee in der Hand.
Die Geschichte hat für mich genau die richtige Mischung aus Romantik, Humor, Emotionen und einer guten Portion Spice.
Besonders die Second-Chance-Romance hat mir gefallen. Madison und Zach haben eine gemeinsame Vergangenheit, die ihre Begegnungen besonders spannend macht. Zwischen den beiden herrscht von Anfang an eine ganz besondere Chemie, und ich mochte es sehr, wie sich ihre Beziehung im Laufe der Geschichte entwickelt.
Was mir besonders gefallen hat, war das gemütliche Kleinstadt-Setting. Das Cinnamon Spice Inn, die wunderschöne Herbststimmung und die vielen liebevoll beschriebenen Details haben für eine richtig schöne Wohlfühlatmosphäre gesorgt. Gleichzeitig gibt es genug emotionale Momente und kleine Überraschungen, sodass die Geschichte nicht einfach nur eine typische Liebesgeschichte ist.
Madison und Zach waren für mich zwei sympathische und authentische Charaktere. Beide haben ihre eigenen Vorstellungen, Fehler und Päckchen aus der Vergangenheit und müssen lernen, sich gegenseitig wieder zu vertrauen. Gerade diese Entwicklung hat die Geschichte für mich interessant gemacht.
Der Schreibstil ist locker, leicht und angenehm zu lesen. Ich bin schnell in die Geschichte hineingekommen und mochte besonders die Mischung aus humorvollen Dialogen, emotionalen Momenten und prickelnden Szenen. Das Buch lässt sich wunderbar weglesen und hat für mich genau die richtige Portion Spice, ohne dass die Handlung dadurch in den Hintergrund gerät.
Für mich ist „Cinnamon Spice Love“ eine richtig schöne Herbst-Romance mit viel Herz, einer tollen Atmosphäre und einer Liebesgeschichte, bei der man gerne mitfiebert.
Rezensionen von Tina:
A Girl Named Josie von Kristina Moninger
Leise, intensiv und voller Emotionen
Ich habe „A Girl Named Josie“ gerade beendet und bin noch ganz in der Geschichte gefangen. Das Buch hat mich vor allem emotional sehr mitgenommen, weil Josies Geschichte zwischen Ruhm, Verlust, Trauma und der Suche nach der eigenen Identität unglaublich intensiv erzählt wird.
Besonders spannend fand ich den Wechsel zwischen ihrer Vergangenheit als gefeierter Kinderstar und ihrem heutigen Leben, in dem sie versucht, vor ihrer Vergangenheit davonzulaufen und irgendwie Frieden mit sich selbst zu finden.
Dabei entsteht ständig eine unterschwellige Spannung, weil man merkt, dass sie innerlich nie wirklich zur Ruhe kommt.
Was mich besonders beeindruckt hat, war die emotionale Tiefe der Hauptfigur. Josie wirkt gleichzeitig zerbrechlich und stark, und ich konnte ihre Unsicherheit, Ängste und Sehnsucht nach einem normalen Leben sehr gut nachvollziehen.
Der Schreibstil liest sich flüssig und atmosphärisch, sodass ich schnell in die Geschichte hineingezogen wurde.
Auch das Cover gefällt mir nach dem Lesen noch besser als zuvor. Es wirkt ruhig und leicht melancholisch, gleichzeitig aber geheimnisvoll – genau wie die Geschichte selbst. Für mich passt es sehr gut zur Stimmung des Buches.
Insgesamt hat mich das Buch sehr bewegt. Es ist emotional, tiefgründig und bleibt definitiv noch eine Weile im Kopf.
Rezensionen von Shilo:
Septemberkinder 89 von Krisz Hardy
Zwei Rucksäcke, eine große Hoffnung und ein langer Weg
Paul ist dreizehn Jahre alt, als er plötzlich für seine kleine Schwester Michaela da sein muss. Die Eltern sind weg und von einem Tag auf den anderen liegt eine Aufgabe vor ihm, die eigentlich viel zu groß für einen Jungen in seinem Alter ist. Gemeinsam mit der neunjährigen Michi macht er sich auf den Weg, immer in der Hoffnung, seine Familie wiederzufinden.
Was während der Reise immer wieder auffällt, ist die Nähe zwischen den beiden Geschwistern. Paul versucht, Michi zu schützen und ihr Sicherheit zu geben, auch wenn er selbst oft nicht weiß, wie es weitergeht. Michi wiederum vertraut ihrem Bruder und hält zu ihm. Gerade diese Verbindung macht viele Situationen sehr nah.
Die Flucht durch die Wälder der Tschechoslowakei ist für die beiden Kinder nicht einfach. Sie sind müde, haben Angst und wissen nicht, was sie erwartet. Trotzdem gehen sie weiter. Dabei zeigt sich, wie viel Kraft in kleinen Momenten liegen kann. Ein Mensch, der hilft, ein paar freundliche Worte oder das Gefühl, nicht ganz allein zu sein, bedeuten plötzlich sehr viel.
Krisz Hardy nimmt die Leser mit in die letzten Wochen der DDR und erzählt diese Zeit aus der Sicht eines Kindes. Dadurch erlebt man die Ereignisse nicht aus der Entfernung, sondern bleibt nah bei Paul und Michi. Die Unsicherheit dieser Zeit wird spürbar, ohne dass die Geschichte mit geschichtlichen Erklärungen überladen wird.
Mir ist vor allem Pauls Entwicklung im Gedächtnis geblieben. Er muss schnell Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen, die kein Kind treffen sollte. Trotzdem bleibt er ein Junge mit Ängsten und Zweifeln. Genau das macht seinen Weg glaubhaft.
Die Begegnungen, die Paul und Michi unterwegs haben, geben der Geschichte immer wieder besondere Momente. Sie zeigen, dass es auch in schwierigen Zeiten Menschen gibt, die nicht wegsehen und helfen, wenn es darauf ankommt.
Die Geschichte lebt von der Beziehung der beiden Geschwister. Es geht um Familie, um Hoffnung und um den Wunsch, wieder dort anzukommen, wo man hingehört. Gerade diese einfachen Gedanken machen das Buch so nah.
Ein berührender Roman über zwei Kinder, die in einer schweren Zeit füreinander einstehen. Die Geschichte von Paul und Michi hat mich sehr bewegt und bekommt von mir vier Sterne.











