Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Barbara G.:
Wundervolle Welt - Kleine Schätze. Fossilien von Dean Lomax
Das Buch ist für uns das zweite Buch aus der Serie und ich muss sagen, allein optisch sind diese Bücher schon ein echter Hingucker. Der Goldschnitt gibt den Büchern ein edles Design und die Schrift wirkt auch edel. Auch vom Format her überzeugen die Bücher. Sie sind nicht zu groß und liegen dadurch gut in der Hand.
Im Buch selbst kennt man sich schnell aus. Das Inhaltsverzeichnis ist sehr ausführlich und man findet aufgrunddessen alles. Auf den einzelnen Seiten gibt es immer ein kleines Symbol, um das einzelne Fossil auch zeitlich einordnen zu können. Die einzelnen Seiten sind gefüllt mit wundervollen Fotos der originalen Funde, die dann auch ergänzt werden mit Illustrationen, um sich alles besser vorstellen zu können. Neben klassischen Fakten gibt es auch viele Rekorde, die neues Wissen einbauen und es auch aufpeppen und nicht trocken wirken lassen. Die Rekorde, das Detailwissen, die Illustrationen und das aufgelockerte Design lassen einen durch das Buch fliegen und machen Lust, immer mehr Fossilien zu entdecken. Dass dies aber rein im Buch geht, wird auch sehr deutlich gemacht, was mir als Erwachsene auch wieder imponiert hat. Denn: So toll Fossilien im Buch aussehen, selbst sollte man nicht auf Fossiliensuche gehen!
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Landleute von Daniel Mason
Bisschen irre
Der Start ins Buch war für ein Empfinden eher träge angelegt, man wird langsam ins Setting und die Familiendynamik eingeführt, wobei Miles eine eher unspektakuläre Rolle zukommt. Eingerichtet in der Häuslichkeit des ländlichen Lebens wird er dann immer empfänglicher für neue Freundschaften, Hobbys und allerlei abstruses Gedankengut, um nicht in der Langeweile seines eintönigen Lebens zu versinken
Miles fand ich ja so ein bisschen unsympathisch, wie er sich im Drückebergertum profiliert und sich in seiner Langeweile suhlt.
Er könnte ja was tun- Dissertation verfassen, eine Anstellung finden, umschulen. Aber irgendwie sonnt er sich in der zu Anfang der Beziehung geleisteten Care-Arbeit und schafft es nicht, sich aus dem selbstgebuddelten Sumpf zu befreien, den er mit Ehrenämtern und Freizeit-Aktivitäten füllt. Schlimmer finde ich eigentlich nur, dass der Rest der Familie nicht mal eine Persönlichkeit zu haben scheint. Die Handlung ist wirklich rund um Miles angelegt und auf ihn ausgelegt.
Vor allem die „Bunte Minute“ war für mich jedes Mal ein irrwitziges Spektakel aus Nonsense-Gebabbel und männlicher Profilierung. Braucht kein Mensch- unterhaltsam ist es leider trotzdem.
Die Geschichte ist gefühlt eine Aneinanderreihung von Fakten, Fiktionen und Irrglauben. Der Erzählstil ist ein bisschen eigen, die klassische Roman-Form wird immer mal wieder aufgebrochen, der lange Epilog ist fast schon unfassbar spektakulär und wurde für mich zum Herzstück der Geschichte.
Zwischendurch hab ich mich immer mal gefragt, was ich da eigentlich lese. Trad-Wife Trend gefühlt mal anders, aber nicht weniger abstrus. Kann man machen, ich bleibe mit gemischten Gefühlen zurück.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Wie ein Fluss in der Nacht von Tana French
Ardnakelty auf der Schneide
Ich liebe diese Buchreihe und auch dieser Band war für mich wieder ein absoluter Lesegenuss. Wenige Autoren können in meinen Augen so plotten und Schicksale miteinander verweben wie Tana French- es ist ein Fest.
Wie Tommy die Stadt in seiner eisernen Klaue hat ist einfach nur erschreckend und nervenzehrend.
Ein Glück, dass Lena und Cal sich davon weder beeindrucken, noch unterkriegen lassen. Die beiden gehen gewohnt forsch ans Werk. Generell fand ich die Figurenentwicklung wieder sehr gelungen und vor allem Mart und Trey sind einfach herrlich.
Ich fand vor allem die Dynamiken innerhalb des Ortes wieder wahnsinnig faszinierend. Die kleinen Schikanen, die Gerüchte, das Misstrauen. Hier wird für ordentlich Stimmung gesorgt. Die Spaltung des Dorfes ist spürbar, es brodelt und läuft unwillkürlich auf einen Kipppunkt zu.
Ich fand die Geschichte wieder unfassbar packend und wurde richtige in den brodelnden Kessel rund um Ardnakelty hineinzogen. Sehr atmosphärisch und vor allem auch authentisch geplottet war dieses Buch wieder ein absoluter Hit.
Rezensionen von Shilo:
Frostblüten von Holly-Jane Rahlens
Eine ungewöhnliche Freundschaft
Lotte und Estera könnten unterschiedlicher kaum sein. Die eine ist ein deutsches Mädchen, das den Krieg und die Nachkriegszeit in Berlin erlebt hat. Die andere ist eine polnisch jüdische Überlebende, die fast ihre ganze Familie verloren hat. Trotzdem entsteht zwischen den beiden eine Freundschaft, mit der wohl keine von ihnen gerechnet hat.
Die Begegnungen der beiden Mädchen haben mich beim Lesen oft beschäftigt. Beide tragen ihre eigene Vergangenheit mit sich herum und müssen mit Dingen zurechtkommen, die für so junge Menschen eigentlich kaum zu fassen sind. Lotte muss sich mit den Lügen auseinandersetzen, mit denen sie aufgewachsen ist. Estera hat dagegen ihre Eltern verloren und weiß nicht, was aus ihrer kleinen Schwester geworden ist.
Auch das Leben im Berliner Hungerwinter 1946/1947 wird sehr anschaulich beschrieben. Die Kälte, der Hunger und die schwierigen Bedingungen im DP Camp waren für mich beim Lesen gut vorstellbar. Dabei geht es nicht nur um die großen Ereignisse dieser Zeit. Gerade die Gespräche und Begegnungen zwischen Lotte und Estera haben mir gezeigt, wie vorsichtig sich Vertrauen entwickeln kann.
Die Geschichte hat mich nachdenklich gemacht. Trotzdem ist sie nicht nur von Verlust und schweren Erlebnissen geprägt. Beide Mädchen haben trotz allem den Wunsch, irgendwann wieder nach vorne zu schauen. Diese Hoffnung fand ich sehr schön, weil sie nicht übertrieben wirkt.
Gut gefallen hat mir auch, dass die Freundschaft nicht einfach von Anfang an funktioniert. Beide müssen erst verstehen, was die andere erlebt hat. Gerade dadurch wirkte ihre Annäherung auf mich glaubwürdig.
Die Beschreibungen vom Winter und vom Leben nach dem Krieg konnte ich mir gut vorstellen. Man merkt beim Lesen, wie schwer es die Menschen damals hatten.
Trotz allem fand ich es schön zu sehen, dass Lotte und Estera nicht nur mit ihrer Vergangenheit beschäftigt sind. Beide wünschen sich, dass ihr Leben irgendwann wieder leichter wird.
Die Geschichte von Lotte und Estera ist mir nach dem Lesen noch durch den Kopf gegangen. Vor allem Esteras Schicksal hat mich beschäftigt. Ich mochte, dass trotz allem, was die beiden erlebt haben, am Ende auch Hoffnung bleibt. Dafür gibt es von mir 5 Sterne.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
The Story Keeper: A Tale of Hearts and Magic von Rachel Mavie
Zeilenmagie
Buchige Fantasy gefällt mir richtig gut und ist eine angenehme Mischung aus cosy und spannend. Ich fand die Idee der Storykeeperin und ihrer Reise in die Geschichten richtig gelungen und sehr einnehmend beschrieben. Auf emotionaler Ebene hat mich die Geschichte zwar nicht 100% abgeholt, aber ich hab das Buch trotzdem super gern gelesen.
Lumina ist eine richtig coole Protagonistin und ihre Bedeutung für Avalora macht sie zur wichtigsten Figur der Geschichte. Daran lag es vielleicht, dass ich Reeds Blick auf sie und ihre Beziehung zu ihm so ein bisschen unvorteilhaft klischeehaft empfunden habe.
Reed als Gatekeeper hätte bis fast zum Schluss gefühlt auch komplett fehlen können, denn Lumina kommt gut alleine klar und er stolpert mehr in seine Rolle als dass er dafür irgendwie qualifiziert wäre. Ich mag ihn eigentlich, aber irgendwie steht er immer so ein bisschen blass und eher unfähig im Schatten.
Den Twist, den die Geschichte nimmt, fand ich aber wieder richtig gelungen und alles rund um Avalora und die Zeilenmagie hat mir richtig gut gefallen.
Rezensionen von Barbara G.:
Woodwalkers - Graphic Novel (1). Jeffreys große Chance von Katja Brandis
Wir haben die Woodwalkers bisher noch nicht gelesen gehabt und für uns war der Graphic Novel das erste Buch aus dieser Welt. Was wir jedoch kannten, war der Film, der uns gut gefallen hat und Lust gemacht hat auf mehr. Das Buch spielt vor diesem von der Handlung und erzählt, wie einer der Wölfe an die Schule kommt und seinen Platz findet.
Für mich war das ja ein eher unsympathischer Charakter, dennoch hat es das Buch geschafft, ihn ein wenig greifbarer zu machen (wenn er dennoch ein wenig arrogant noch immer wirkte; da ging es mir ein wenig wie mit vielen Charakteren aus unterschiedlichsten Büchern, die man zwar versteht dann, aber zu denen man nie wirklich einen Draht aufbaut). Ich fand die Story spannend erzählt, wäre denke ich ohne ein wenig Kenntnisse aus dem Film aber ausgestiegen. Mein 9-Jähriger hat das Buch auch gelesen, er hat ein wenig gebraucht, um Jeffrey einordnen zu können und zu verstehen, um wen es jetzt überhaupt zu welchem Zeitpunkt geht. Als er dann in der Geschichte ganz angekommen war, fand er sie richtig gut und spannend und hat das Buch ziemlich verschlungen, da es auch spannend war und ja mit dem hohen Bildanteil viel zu entdecken gibt und verhältnismäßig schnell gelesen ist. Für uns beide wird es nicht das letzte Buch aus dieser Phantasywelt sein, es ist eine Welt, die wieder so vieles bietet: spannende Tiere, wo es nicht nur die größten und mächtigsten gibt; ein Schulsetting mit vielen unterschiedlichen Lehrer:innentypen, wo man seinen eigenen Frust gut hineininterpretieren kann; einen Charakter, der erst ankommen muss und seinen Platz finden muss - einfach alles, um richtig in eine eigene Welt abzutauchen!
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Totensee von Sophie Czerny
Heftiger Pageturner
Ich fand den rasanten Einstieg in die Handlung sehr gelungen, auch wenn ich mit den vielen Perspektiven anfangs so ein bisschen gehadert habe, weil man sie nicht gut verorten kann. Das legt sich aber mit der Zeit und es setzt sich nach und nach ein schauerliches Bild zusammen.
Die dargestellten Themen gehen an die Nieren, die Schilderungen von Gewalt und Schikanen sind nichts für zarte Gemüter.
Fassungslos war ich, wie wenig Ada ernstgenommen wurde; vor allem von Kollegen
Ada ist absolut wahnhaft unterwegs- einerseits in ihrer Situation sehr nachvollziehbar und ich fands absolut mutig, dass sie die Dinge einfach selbst in die Hand nimmt, andererseits fand ich ihr selbstzerstörerisches Verhalten auch absolut abstoßend. Je mehr man über sie erfährt, desto mehr Verständnis entwickelt man zwar, trotzdem konnte ich ihr ihre Fehler und ihr Verhalten Mara gegenüber nicht so richtig verzeihen.
Die Geschichte ist echt ein wilder Ritt, aber lässt einen auch echt nicht los. War bisschen erleichtert, als ich das Ende erreicht hatte. Absolut verstörend, erschreckend und nervenaufreibend.
Rezensionen von Barbara G.:
Herr Werner wird zum Dieb von Andrea Offermann
Mut und Einsatz anschaulich gemacht
Ein Buch, das mich total berührt hat, weil es die Person wirklich gab und seine Geschichte erzählt wird! Dabei geht es nicht um die Geschichte eines großen Künstlers, eines bedeutenden Forschers, eines berühmten Musikers. Nein, es wird die Geschichte eines Hausmeisters erzählt. Eines Menschen, der in der NS-Zeit Zivilcourage zeigt und Bilder versteckte.
Kennt ihr seine Geschichte?
Mir war diese Geschichte mit Schauplatz Hamburg total fremd. Was mich richtig beschämt hat. Nach dem Lesen dachte ich mir: davon sollte jede:r Bescheid wissen. Hier zeigt sich, dass Mut und Einsatz so viele unterschiedliche Facetten hat. Mir gefielen auch die Texte sehr gut. Es wird wirklich historisch gut eingebettet und verständlich erklärt. Der Anhang, fast genauso lang wie der Comic, bietet noch spannende Infos zu allen Künstler:innen, zu Herrn Werner selbst. Und die Geschichte über die nächsten Generationen weg zu erzählen über wie Enkelin- berührend! Ein Band ab 10 Jahren, der sicher nachgearbeitet werden muss mit 10, aber dennoch schon verständlich ist!
Rezensionen von brauneye29:
Der Gärtner und die Katze – Eine Reise zu den berühmtesten Gedichten der Weltliteratur von Thomas Schlesser
Ein besonderes Buch
Zum Inhalt:
Als sein Kater erkrankt, ist das für den hochsensiblen Gärtner Louis eine Katastrophe und er droht zu verstummen. Als die ehemalige Literaturlehrerin Thalie in das Haus neben Louis einzieht steckt sie Louis schnell mit ihrer Leidenschaft für Gedichte an und die Gedichte tun noch mehr für Louis.
Meine Meinung:
So richtig hatte ich mir nicht vorstellen können, wie das Buch wohl sein wird, war aber gleich vom Cover hingerissen und wollte das Buch unbedingt lesen. Ich habe schon eine Weile gebraucht mich auf das Buch einzulassen, denn durch die Verknüpfung mit den Gedichten ist das Buch schon etwas Besonderes und nicht so null acht fünfzehn. Ich fand den Schreibstil nach einer Weile sehr gut und das Buch hat mir immer mehr gefallen. Insgesamt finde ich dass gerade diese einerseits sehr schöne Stimmung, die auf der anderen Seite aber tiefe Trauer sehr schön miteinander verbindet.
Fazit:
Ein besonderes Buch
Rezensionen von Barbara G.:
Evolution - Aussterben oder überleben? Du entscheidest! von Jules Howard
Meine Kids sind große Fans der Urzeit und fanfen es sehr spannend, diese Tiere in einem anderen Kontext bzw besser kontextualisiert kennenzulernen. Startend als kleinste Lebewesen beginnt man, sich zu überlegen, wie man überleben kann. Was wäre die beste Anpassung für das Tier? Mehrere Möglichkeiten gibt es für jedes Tier und damit jede Doppelseite oder Seite.
Man hüpft im Buch hin und her, bewegt sich an Wasser oder an Land. Spannend sind für uns die vielen Fakten gewesen, die wir so über die Tiere erfahren. Mir gefiel auch, dass die Gründe für das Aussterben bzw die Weiterentwicklung nicht vereinfacht werden und sprachlich gut verständlich dargestellt werden. Und dass klar wird: nicht jede Anpassung ist clever und überlebt lange. Es kann auch mal zum Aussterben führen und dann muss man von vorne beginnen (eine Möglichkeit, die die Tiere im Buch ja nicht hatten). Den Kindern gefiel auch die Erzählform. Sie fühlten sich durch das du sehr angesprochen und waren total dabei. Spannend waren auch die Diskussionen untereinander, warum wir wohin springen sollten. Scharfe Zähne oder Mahlzähne? Nur eine Entscheidung führt zum Überleben! Man merkt richtig, wie die Kids selbst nachzudenken beginnen und eine spannende Perspektive einnehmen. Viele coole Illustrationen, packender Schreibstil und dennoch Sachwissen auf aktuellstem Stand der Wissenschaft- genial!











