Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Immenhof:
Kosmos SchlauFUX Gaming von Birk Grüling
Gaming
Gaming ist für viele Kinder und Jugendliche ein spannendes Thema, weshalb das Buch bereits mit seinem Inhalt neugierig macht. Besonders gelungen finde ich das Konzept: Statt nur Informationen zu vermitteln, arbeitet das Buch immer wieder mit weiterführenden Fragen und Denkanstössen. Dadurch wird man aktiv einbezogen und setzt sich intensiver mit den Themen auseinander.
Positiv aufgefallen ist mir auch die Auswahl der behandelten Inhalte. Es werden viele bekannte Spiele aufgegriffen, darunter beispielsweise Animal Crossing. Gleichzeitig beschränkt sich das Buch nicht nur auf einzelne Spiele, sondern beleuchtet auch allgemeinere Themen wie Gaming als Beruf, die Entwicklung von Videospielen oder die Frage, wann Spielen problematisch werden kann. Dadurch entsteht ein abwechslungsreicher Überblick über die Welt der Videospiele.
Die Texte sind übersichtlich gestaltet und gut verständlich. Durch die Kombination aus Fakten, Fragen und kurzen Abschnitten eignet sich das Buch auch für Kinder, die nicht gerne lange Sachtexte lesen.
Etwas kritisch sehe ich die Erwähnung von Lara Croft. Die Figur ist zwar zweifellos ein wichtiger Teil der Spielegeschichte, erscheint mir für die eigentliche Zielgruppe aber nicht ganz passend. Viele Kinder spielen ohnehin bereits Spiele, die nicht für ihr Alter freigegeben sind. Dies muss aus meiner Sicht nicht zusätzlich durch Kinderbücher unterstützt oder beworben werden.
Insgesamt bietet „Schlaufux Gaming“ einen spannenden und abwechslungsreichen Einstieg in das Thema Gaming. Das Buch greift viele aktuelle Aspekte auf und regt dazu an, sich nicht nur mit Spielen selbst, sondern auch mit deren Auswirkungen und Hintergründen auseinanderzusetzen.
Rezensionen von isablue:
Die Anderen von Kobi Yamada
Ein wundervolles Buch übers Anderssein
Wir haben hier ein richtig tolles Kinderbuch, das zum Nachdenken übers Anderssein anregt. Die zwei Jungs in dem Buch überlegen gemeinsam, wie die "Anderen" auf der anderen Seite der Hecke aussehen und allgemein, wie sie sind. Sie entwickeln dabei ganz lustige Ideen; diese sind immer auf der rechten Hälfte der Doppelseite zu sehen.
Die Illustrationen sind hierbei wunderschön und gefallen mir sehr gut.
Das Buch greift kindgerecht ein Thema auf, das sehr wichtig ist. Man kann es wunderbar in Kindergärten oder Grundschulen einsetzen und mithilfe des Buches ins Gespräch über Anderssein, Vorurteile oder Diskriminierung kommen, damit ein gelungenes Miteinander mit Verständnis, Toleranz und den richtigen Werten entstehen kann. Ich spreche eine klare Kaufempfehlung für dieses pädagogisch wertvolle und bezaubernde Buch aus!
Rezensionen von lesen=liebe:
Die kleine Spinne Widerlich - Die Nachtwanderung von Diana Amft
Das perfekte Vorlesebuch
Die kleine Spinne Widerlich geht dieses Mal auf Wanderschaft. Genau genommen unternimmt sie eine Nachtwanderung mit ihrem Freund Niesi. Die beiden treffen bei ihrem Abenteuer auf verschiedene Tiere und sind erstaunt, wie viele nachtaktive Waldbewohner es gibt. Zum Glück weiß die kleine Spinne viel über diese Tiere und gibt ihr Wissen an die jungen Leser*innen weiter.
Die Nachtwanderung ist unser viertes Buch von der kleinen Spinne Widerlich. Jedes Buch ist ähnlich aufgebaut. Die kleine Spinne geht sozusagen von Station zu Station bzw. von Tier zu Tier und erzählt und fragt und staunt und entdeckt. Es ist toll wie selbstverständlich sich Widerlich und Niesi auf dieses Abenteuer einlassen. Keine Rede von Angst im Dunkeln oder gruseligem Wald. Die kleine Spinne ist so wundervoll selbstbewusst.
Die Illustrationen sind einfach zauberhaft. Die liebevollen Charaktere sind kindgerecht und farbenfroh dargestellt und lassen so manches Kinder- und Erwachsenenherz höher schlagen. Der Lieblingscharakter der Kinder ist übrigens Tante Igitte, weil sie den Namen so cool finden. Niesi mögen sie aber ebenfalls sehr – besonders seine Spinnfäden beim Niesen.
Die Nachtwanderung ist unser viertes Buch von der kleinen Spinne Widerlich. Die Kinder lieben sie über alles und können gar nicht genug von ihr bekommen. Diese Geschichte gefällt uns besonders gut, weil wir viel über das Verhalten verschiedenster Tiere erfahren durften. Die tollen nachtleuchtenden Sticker am Ende sind ein zusätzliches Highlight, das bereits überall in den Kinderzimmern verklebt wurde.
Aus Erwachsenensicht sind die Bücher der kleinen Spinne Widerlich die perfekten Vorlesebücher: nicht zu lang und nicht zu kurz. Sobald man das Buch aufschlägt, ist man bereits verzaubert.
Rezensionen von annamichalea:
Emotion Hacks von Ryan Martin
verständlich geschrieben und doch anspruchsvoll
Selbsthilfe Ratgeber boomen geradezu. Dennoch findet man hier und da ein Buch, wo man gerne genauer einen Blick darauf wirft.
Das Cover hat esprit. Erst auf den zweiten Blick erkenne ich das Smiley Design. Und die Coverinnenseiten mit Punkten unterschiedlicher Grösse bedruckt haben auch eine positive Wirkung.
Es entspannt mich irgendwie.
Okay, nun zu dem Titel. Hack, wie ein Trick um etwas auf eine alternative Art schneller und besser zu machen wie ein Putztrick? Oder Hack, wie sich einhacken in ein System und es zu manipulieren? Vermutlich verschwimmt da die Abgrenzung.
Schon die Einleitung ist anspruchsvoll und doch gut zu verstehen. Ein Emotion Hack ist keine Anleitung das fühlst du jetzt, tu jetzt das, dann geht es dir besser.
Es ist eigentlich ein Zusammenspiel von Emotionen verstehen, sie zu erkennen und je nach Situation kann durch Vorbereitung und auch
Rückschau auf eine Situation eine Verbesserung im Umgang mit der bestimmten Emotion erreicht werden. Natürlich auch manchmal in der Situation selbst, aber das Verstehen der Zusammenhänge und wie Emotionen funktionieren ist der Schlüssel zum Hacken.
Anhand von Fallbeispielen kann der Leser das einfacher nachvollziehen und der Autor sagt auch explizit, nicht bei jedem ist jeder Hack ein Erfolg.
Aber das Buch ist schon ein Gewinn, und dennoch trotz guter Verständlichkeit ist es eine Portion Arbeit es zu lesen und erst Recht es zu verstehen.
Rezensionen von M:
Glasgow Boys von Margaret McDonald
Berührender Jugendroman
Banjo und Finlay lernen sich als Jugendliche im Heim der Fürsorge kennen, werden Freunde und füreinander sowas wie Familie. Beide sind tief verletzt und dadurch sozial vereinsamt. Durch einen eigentlich nichtigen Streit gehen sie auseinander und schaffen es nicht wieder aufeinander zu zugehen. Das Buch spielt 3 Jahre später und schildert das Leben der beiden.
In abwechselnden Kapiteln wird über Finley erzählt, der einen Pflegeberuf anstrebt und mit Schule, Praktikum und sozialen Kontakten ziemlich überfordert ist, und über Banjo, der in einer Pflegefamilie lebt, zur Schule geht und Probleme hat mit seiner Wut zurecht zu kommen. Man erfährt dabei auch über die Liebesgeschichten der beiden und in Rückblicken über die Jugend im Heim und über ihr Zerwürfnis. Das Buch hat mich sehr berührt, es bleibt nicht an der Oberfläche und läßt mitfühlen, mitlachen und mitweinen und erfahren, wie wichtig es ist, dass man jemanden hat, der einen liebt.
Rezensionen von Daggy:
Die fabelhafte Geschichte von Herrn Leopold, der schweben konnte von Rebecca Gugger
Eine wundervolle Geschichte voller Fantasie und Poesie
Witzig sieht er aus, der Herr Leopold, mit seinen fliegenden grauen Krüsselhaaren und dem breiten Bart und er kann tatsächlich durch die Luft schweben.
Schon als Baby schwebte Leopold über seinem Kinderbett und deshalb wurden ihm kleine Sandsäckchen an die Windel gebunden, er sollte ja nicht wegschweben.
Selbstverständlich wurde seine wundersame Eigenschaft wissenschaftlich untersucht, allerdings ohne ein Ergebnis. Natürlich hat es auch seine Vorteile, wenn ein Junge einfach so schweben kann. „Er könnte in den Wolken schwimmen“ gefiel mir besonders gut. Bei einer großen Feier kam der Gedanke auf, dass es gefährlich sie einfach so zu schweben und so wurde Leopold mit vielen Dingen beschwert, damit er am Boden blieb.
Zum einen zeichnet das Buch die etwas skurrilen Illustrationen aus zum anderen ist es in einer wunderschönen Sprache geschrieben. Der Text ist etwas länger, aber er liest sich ganz leicht, als würde man schweben. Ein besonderes Bilderbuch zart und wortgewaltig.
Rezensionen von Daggy:
Du nervst!, schimpft die Maus von Marcus Pfister
Manchmal nervt auch der beste Freund
Schon auf dem Cover sehen wir die Maus mit dem Elefanten schimpfen, denn er kann ihr nichts recht machen.
Wenn wir das Buch aufschlagen, sehen wir in die Augen des Elefanten, denn über die Doppelseite ist sein Kopf abgebildet. Seine Augen wirken etwas müde, aber er hat die Ruhe weg. Das muss er auch haben, denn schon auf der ersten Seite schimpft die Maus „Du nervst!“ Zunächst ist der Elefant im Weg, doch er hat schnell eine tolle Lösung parat, denn die Maus kann zwischen seinen Beine durchlaufen.
Dann hockt er im Weg und die Maus hat keinen Weitblick. Da nimmt er sie auf seinen Rüssel und schon kann die Maus alles sehen.
Die Bilder sind so zauberhaft gezeichnet, besonders der Elefant ist echt ein Kunstwerk. Beide Tiere tragen Boxershorts mit weißen Punkten, was ich sehr witzig finde. Die Wiederholung des Titels macht einfach Spaß und die Gelassenheit des Elefanten, nachahmenswert! Zum Glück nimmt die Maus ihn am Ende nochmal ganz lieb in den Arm.
Ich denke, dass das ein echtes Vorlesebuch sein wird, die Kinder kennen dieses Nerven und sie freuen sich, wenn es eine positive Lösung gibt.
Rezensionen von Daggy:
Ein großer Affe von Vera Gereke
Eine beeindruckend illustrierte Geschichte, die nachdenklich macht
Das matte Cover zeigt einen leeren Käfig, der in einer ungewöhnlichen Landschaft steht.
Das Buch beginnt mit dem leeren Käfig, der im Stadtpark steht. Hier sind kleine Menschen mit und ohne Hund unterwegs. „Im Urwald lebt ein großer Affe“ ist zu lesen, aber auf dem Bild sind nur diese kleinen Menschen mit Seilen unterwegs.
Dann taucht der Affe auf, er liegt gemütlich in der Landschaft. Einige Bilder weiter liegt er gefesselt am Boden und danach sitzt er im Käfig und viele kleine Menschen sind unterwegs im Park. Weil ein Kind interessiert, was der Affe kann, stellt man ihm eine Staffelei hin und er malt viele Bilder nach dem gleichen Muster, es sind immer nur Gitterstäbe zu sehen. Dann gibt es eine Ausstellung im Museum.
Der Kontrast zwischen dem riesigen gorillaähnlichen Affen und den winzigen eckigen Menschen gefällt mir sehr gut. Er wirkt gutmütig, obwohl er nachher den Käfig verlässt und wieder in den Wald geht, um dort ein Künstler zu sein. Im Gelsenkirchener Zoo kann man von einer Affendame gemalte Bilder kaufen, das kam mir sofort in den Sinn. Dieser Affe sagt mit dem Malen von Gitterstäben etwas aus, dass traurig und betroffen macht. Als sich sein Stil ändert und er den Dschungel malt, erinnert er sich und kehrt dorthin zurück. Es gibt immer nur einen Satz auf den Seiten und ich finde das Anschauen des Buch sehr beruhigend. Auf mich wirken die Farben und die weichen Linien sehr beruhigend und ich empfinde dieses Bilderbuch als ein echtes Kunstwerk.
Rezensionen von Astrid:
Das Jahr der Wale,2 Audio-CD, 2 MP3 von Kelly Anderson
Kein 08/15-Buch!
Das Buch ist kein „Reißer“ im herkömmlichen Sinne, ebenso wenig ein klassischer Liebesroman – und schon gar nicht oberflächlich oder nach einem beliebigen 08/15-Muster erzählt. Vielmehr ist es eine Geschichte, die nachhallt und zum Nachdenken anregt. Auch darüber, wie schnell und unerwartet ein Leben zu Ende sein kann.
Es hat mich daran erinnert, wieder mehr auf die eigene innere Stimme zu hören und bewusster wahrzunehmen, wie sehr wir uns von unserer Umgebung beeinflussen lassen. Warum folgen wir so oft den Empfehlungen und Vorstellungen anderer Menschen – Menschen, die es meist gut mit uns meinen oder zumindest glauben zu wissen, was für uns das Beste wäre – anstatt auf unser eigenes Herz zu hören?
Wir streben nach Glück, nach Geld, Anerkennung und gesellschaftlichem Ansehen und verlieren dabei nicht selten den Blick für uns selbst. Wir funktionieren, passen uns an und laufen einem vermeintlich erfüllten Leben hinterher, bis uns irgendwann die eigene Gesundheit einen Strich durch die Rechnung macht. Und vielleicht bleibt dann noch Zeit, innezuhalten, umzudenken und einen anderen Weg einzuschlagen.
Genau darin liegt für mich die besondere Qualität dieses Buches: Es lädt dazu ein, den gewohnten Trott zu unterbrechen, wieder auf die eigene Wahrnehmung zu vertrauen und die leisen inneren Stimmen nicht länger zu überhören. Es erinnert daran, die Natur und ihre Wirkung auf uns bewusster wahrzunehmen und den eigenen Empfindungen wieder Raum zu geben.
Ich fand „Das Jahr der Wale“ wunderbar – nicht, weil es eine leichte oder vordergründig spannende Geschichte erzählt, sondern weil es etwas in einem selbst in Bewegung bringt und noch lange über die letzte Seite hinaus nachwirkt.
Rezensionen von Katja K.:
Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain von Sasha Peyton Smith
Elfenkrone meets Bridgerton: nicht ganz so viel Fantasy, aber umso mehr Charme und ein toller Schreibstil!
Ich bin begeistert! Das Buch kommt zunächst leise daher. Ich hatte immer Spaß beim Lesen, konnte es anfangs aber auch gut wieder aus der Hand legen, bis das, nun ja, irgendwann nicht mehr möglich war und ich es am Ende bis spät in die Nacht hinein regelrecht verschlungen habe.
Ein guter Schreibstil und glaubwürdige, spürbare Charaktere sind für mich meist am wichtigsten bei einem Buch und hier stimmt für mich beides.
Der Schreibstil hat mir wirklich wahnsinnig gefallen: flüssig, bildhaft, humorvoll, präzise gewählte Begriffe und eine dem viktorianischen Setting angemessene Sprache. Ich konnte mir alles wie in einem Film vorstellen und musste öfters schmunzeln und lachen. Auch die Wahl der POV hat mir gut gefallen.
Vorrangig wird hier aus Sicht von Ivy erzählt. Sie ist eine herrliche Protagonistin; ein bisschen tollpatschig, klug, verschmitzt, stur und mutig. Ich fand sie authentisch in ihrer Art und eine willkommene Abwechslung zu den typischen Badass-Heldinnen, die nie so ganz mein Fall sind. Ihre Emotionen konnte ich gut spüren. Auch die anderen Charaktere haben mir gut gefallen. Man lernt sie nach und nach besser kennen.
Die Fae werden hier tatsächlich ähnlich wie die Elfen in den Büchern von Holly Black dargestellt. Sie sind also keine zarten, sanftmütigen Wesen, sondern ... ganz anders. Es gibt in jedem Fall auch so etwas wie Trials in der Story.
Man darf hier kein komplexes Worldbuilding erwarten und insgesamt war der Fantasy-Anteil, zumindest in diesem ersten Band, eher gering. Das hat meinem Lese-Vergnügen aber überhaupt keinen Abbruch getan. Ich fand das Buch rundum stimmig und gelungen und es gab auch einige für mich überraschende Elemente.
Ein Hinweis zum Spice: Es gibt hier eine Szene, allerdings wird sie wirklich der Zeit entsprechend sehr elegant beschrieben. Auch das fand ich charmant und passend. Die Liebesgeschichte hat mich richtig berührt.
Fazit: Für mich ist dieses Buch ein rundum stimmiges Highlight und ich kann es allen empfehlen, die Lust auf eine unterhaltsame und spannende Story mit Jane Austen-Vibes und ein wenig Fantasy haben. Es soll ja Leute geben, denen Elfenkrone von Holly Black aufgrund des rudimentären Worldbuildings nicht gefallen hat. In dem Fall kann ich nicht einschätzen, inwiefern dieses Buch eine gute Wahl ist.











