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Rezensionen von Karin_50:

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Oakfell Autumn Nights von Mimi Heeger

Ein Ort, an den ich gern zurückkehren würde

Es gibt Bücher, bei denen ich schon nach wenigen Seiten merke, dass ich mich in ihrer Welt wohlfühlen werde. Genau dieses Gefühl hatte ich in Oakfell. Die kleine Stadt mit ihren herbstlichen Traditionen, den vertrauten Gesichtern und dem bunten Treiben hat auf mich sofort eine besondere Ruhe ausgestrahlt.

Fast noch schöner fand ich allerdings die Menschen, die dort leben. Vor allem Everlees Familie hat mich immer wieder schmunzeln lassen. Es geht lebhaft zu, manchmal chaotisch, aber man spürt in jeder Begegnung, wie eng der Zusammenhalt ist. Solche Familien lese ich besonders gern, weil sie trotz kleiner Ecken und Kanten so herzlich wirken.
Die Geschichte von Everlee und Cooper entwickelt sich behutsam und lebt von ihrer gemeinsamen Vergangenheit. Durch die Rückblicke konnte ich gut nachvollziehen, warum die beiden einander so viel bedeuten und weshalb ihre Begegnung nach vier Jahren so viele Gefühle auslöst. Dass die Geschichte auf zwei Zeitebenen erzählt wird, hat mir deshalb gut gefallen, weil nach und nach immer mehr Zusammenhänge sichtbar werden. Für mich entstand dadurch ein rundes Bild ihrer Freundschaft und ihrer Verletzungen.
Auch die herbstliche Atmosphäre hat ihren Teil dazu beigetragen, dass ich das Buch so gern gelesen habe. Die Feste, die geschmückten Straßen und die kleinen Traditionen verleihen Oakfell einen ganz eigenen Charakter. Beim Lesen konnte ich mir alles wunderbar vorstellen und hätte mich am liebsten selbst zwischen den Kürbislaternen und den Marktständen umgesehen.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und gleichzeitig sehr gefühlvoll. Er nimmt sich Zeit für die Figuren, ohne langatmig zu werden. Das Cover hat mich schon vor dem Lesen angesprochen und passt wunderbar zu der warmen Stimmung der Geschichte. Besonders schön fand ich, dass nicht nur die Liebesgeschichte im Mittelpunkt steht, sondern auch Familie, Heimat und die Frage, wohin das eigene Leben führen soll.
Mich hat dieser Roman mit einem warmen Gefühl zurückgelassen. Manche Geschichten brauchen keine großen Überraschungen, weil ihre Stärke in den Menschen liegt, die sie erzählen.

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Oakfell Autumn Nights

Rezensionen von Karin_50:

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Rauhnachttage von Ina Bhatter

Zwischen Trauer und neuer Hoffnung

Von den Rauhnächten hatte ich schon gehört, aber mit den verschiedenen Ritualen und ihrer Bedeutung hatte ich mich bisher nicht näher beschäftigt. Deshalb fand ich es schön, sie hier innerhalb einer Geschichte kennenzulernen. Im Mittelpunkt steht die junge Ärztin Luise, die nach dem Tod ihres besten Freundes Felix kaum noch Vertrauen in sich selbst hat.

Besonders schwer wiegt für sie, dass sie ihm trotz ihrer medizinischen Ausbildung nicht helfen konnte.
Ihre Freundin Linh überlässt ihr über die Feiertage ihre Wohnung am Meer und hat sich etwas Besonderes für sie ausgedacht. Luise soll sich während der Rauhnächte jeden Tag mit bestimmten Aufgaben und Ritualen beschäftigen. Zunächst hält sie davon nicht besonders viel. Gerade dieser Gegensatz zwischen ihrer wissenschaftlichen Denkweise und den alten Bräuchen hat mir gefallen. Nach und nach beginnt sie trotzdem, sich darauf einzulassen.
Viele der Aufgaben drehen sich um Dinge, für die im Alltag oft wenig Zeit bleibt. Es geht um Wünsche, Dankbarkeit, Erinnerungen und darum, was man hinter sich lassen möchte. Dadurch wird die Geschichte sehr ruhig und nachdenklich. Gleichzeitig erfährt man einiges über die Rauhnächte, ohne dafür einen klassischen Ratgeber lesen zu müssen.
Die Atmosphäre am winterlichen Meer konnte ich mir sehr schön vorstellen und sie passt gut zu Luises Rückzug. Auch die Freundschaft zu Linh hat mir gefallen, denn obwohl sie nicht bei Luise ist, spürt man ihre Fürsorge immer wieder. Die Geschichte braucht keine große Spannung, sondern lebt vor allem von Luises Gedanken und ihrer langsamen Veränderung.
Mich hat besonders angesprochen, wie viel Raum die Geschichte für Trauer, Schuldgefühle und die Hoffnung auf einen Neuanfang lässt. Nicht jedes Ritual wäre etwas für mich, aber viele der Fragen dahinter fand ich durchaus bedenkenswert. Für mich ist es ein warmherziger und stiller Roman, der sehr gut in die Zeit zwischen Weihnachten und dem neuen Jahr passt.

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Rauhnachttage

Rezensionen von Karin_50:

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Tokyo Seasons von Anne Pätzold

Eine leise Reise zu sich selbst

Schon der Schauplatz hat mich an diesem Roman besonders angesprochen. Das winterliche Tokio mit seinen Lichtern, verschiedenen Vierteln und kleinen Einblicken in den japanischen Alltag schafft eine ganz eigene Atmosphäre. Dabei ist Caitlyns Aufenthalt viel mehr als eine Reise durch eine fremde Stadt.

Sie sucht nach ihrem Vater, zu dem seit Jahren kein Kontakt mehr besteht, und hofft auf Antworten aus ihrer Vergangenheit.
Ungewöhnlich fand ich die Dating-App, über die Caitlyn zunächst glaubt, Will kennenzulernen. Jede Nachricht muss mindestens 75 Wörter umfassen, wodurch von Anfang an ausführlichere Gespräche entstehen. Als sich herausstellt, dass eigentlich Wills bester Freund Jude mit ihr geschrieben hat, ist ihre Enttäuschung verständlich. Trotzdem verbringen die beiden anschließend Zeit miteinander, denn Jude begleitet Caitlyn durch Tokio und unterstützt sie bei ihrer Suche.
Besonders gefallen hat mir, dass die Liebesgeschichte nicht alles andere verdrängt. Caitlyn und Jude kommen sich langsam näher und lernen dabei auch die verletzlicheren Seiten des anderen kennen. Gleichzeitig spielen Freundschaft, Familie und Zugehörigkeit eine wichtige Rolle. Die Freundesgruppe vermittelt dabei viel Wärme und zeigt, dass Familie nicht unbedingt nur aus Menschen bestehen muss, mit denen man verwandt ist.
Anne Pätzold erzählt ruhig und gefühlvoll und lässt der Entwicklung ihrer Figuren viel Raum. An einigen Stellen hätte die Geschichte für meinen Geschmack etwas mehr Tempo vertragen, denn manche Abschnitte ziehen sich ein wenig. Dafür konnte ich mich sehr gut auf die winterliche Stimmung und Caitlyns persönliche Suche einlassen.
Für mich ist es gerade diese Verbindung aus Tokio, Freundschaft und der Suche nach einem Platz im Leben, die den Roman besonders macht. Die zarte Annäherung zwischen Caitlyn und Jude fügt sich schön darin ein, ohne zu sehr im Vordergrund zu stehen. Ich habe die beiden gern auf ihrem Weg begleitet und mochte vor allem die ruhigen, zwischenmenschlichen Momente.

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Tokyo Seasons

Rezensionen von meggie3:

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Frieda von Geraldine Oetken

Eine mühsame Suche

Die Journalistin Geraldine Oetken erfährt mit Anfang dreißig von Frieda, ihrer Urgroßtante, die während des Nationalsozialismus 1941 im Gertrudenheim in Oldenburg gestorben ist. Einem Heim, in dem während des Nationalsozialismus strukturell Menschen mit Behinderungen verhungerten. Über das Leben von Frieda und auch über ihr Sterben ist Geraldine Oetken zunächst kaum etwas bekannt.

Ihre Suche nach Antworten auf ihre vielen Fragen beginnt die Journalistin mit zwei Daten: Friedas Geburts- und Sterbedatum.

Das Buch begleitet die Autorin auf ihrer Suche nach jedem noch so unwahrscheinlichen Hinweis auf Frieda. Sie nimmt uns mit in Archive in Norddeutschland, aber auch in Bayern. Verschiedene Friedhöfe und Orte in Oldenburg werden besucht, Internetrecherche um Internetrecherche durchgeführt, Akte um Akte gelesen. Der Ertrag: Eine Idee, wie Friedas Leben ausgesehen haben könnte und eine Vermutung, wie es ihr im Gertrudenheim ergangen und wie sie gestorben sein könnte. Einige Aspekte konnte Geraldine Oetken verifizieren, andere Aspekte bleiben auf ihrer Recherche beruhende Schlussfolgerungen.

Neben der Geschichte von Frieda kann die Erzählung gar nicht anders, als sich auch unabhängig von Frieda als Person mit dem Umgang mit Menschen mit Behinderung während des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Geraldine Oetken trägt viele Informationen zur „Euthanasie“ und der Aktion T4, zur Stadtgeschichte Oldenburgs, der Unternehmensgeschichte ihrer Familie und zu vielen anderen Themen zusammen, die in irgendeiner Weise in Zusammenhang mit Friedas Leben stehen. Ich habe das Verlassen der Pfade, das „Abschweifen“, sehr positiv empfunden, da es mir als Leserin geholfen hat, den Kontext besser zu verstehen und Friedas Geschichte besser einzuordnen.

Auch bettet Geraldine Oetken ihre Recherche in ihr Leben ein, sie lässt uns teilhaben an ihren Gedanken und Gefühlen. Sie verknüpft ihren Alltag mit zwei kleinen Kindern, ihrem Job als zunächst angestellte Journalistin und dann in der Selbstständigkeit mit ihrer Arbeit an der Geschichte von Frieda. Das mag vielleicht irritieren, weil es zum Teil den Blick weg von Friedas Geschichte und den Rechercheergebnissen lenkt, ich fand es aber irgendwie sehr stimmig. Weil – so ist das Leben nun mal. Geraldine Oetken lässt den bzw. die Leser*in an allen Aspekten ihrer Recherche teilhaben, auch an denen, die sich mit Kinderbetreuung befassen und dazugehören.

Was mich zum Teil etwas gestört hat, war die direkte Ansprache Friedas. Die Autorin wendet sich immer wieder an ihre Urgroßtante, fragt sie, wie ihr Leben aussah, wie es ihr ergangen ist. Per se finde ich das als Stilmittel durchaus gut gelungen, ich fand die Häufigkeit der Nutzung aber etwas zu hoch. Ansonsten hat sich das Buch bzw. der Recherchebericht sehr gut lesen lassen. Sicherlich muss man sich als Leser*in auf den Text einlassen und die erforderliche Konzentration mitbringen, das hatte ich aber auch nicht anders erwartet.

„Frieda“ ist ein wichtiges Buch über die Gräueltaten während des Nationalsozialismus und eine Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte, das ich gerne weiterempfehle.

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Frieda

Rezensionen von PMelittaM:

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Alles ihre Schuld von Andrea Mara

Thriller der Extraklasse

Als Marissa ihren vierjährigen Sohn Milo von seinem Playdate abholen will, stellt sich heraus, dass sie eine falsche Adresse bekommen hat. Nach einem Anruf bei der Mutter des Kindes, mit dem er das Date haben sollte, scheint klar, dass Milo entführt worden ist.

Erzählt wird die Geschichte aus den Perspektiven dreier Frauen, die alle Mütter sind und auf ihre jeweils eigene Weise mit dem Fall zu tun haben, eine ist natürlich Marissa, über die beiden anderen möchte ich aus Spoilergründen lieber nichts sagen.

Mit einer davon konnte ich so gar nicht mitfühlen, aber das ist von Autorin wohl auch nicht beabsichtigt, denn diese Frau wird sehr kaltherzig und egozentrisch charakterisiert. Zwischendurch gibt es Rückblenden, die unter anderem eine weitere Frau mit ins Zentrum stellen, die ebenfalls in den Fall involviert ist.

Ein Fall übrigens, bei dem es öfter den Anschein hat, nun sei klar, was passiert ist, nur um dann wieder alles mögliche auf den Kopf zu stellen. Das macht einen großen Teil des Reizes und der Spannung aus, und ist in meinen Augen ohne eindeutige Logikbrüche, auch wenn mich der eine oder andere Charakter enttäuschen konnte. Aber auch das zeigt mir, wie gut der Aufbau der Geschichte und die Charakterzeichnungen gelungen sind.

Für mich ist dieser Roman ein Thriller der Extraklasse, spannend, überraschend, auch emotional packend und mit gelungenen Charakteren. Thrillerfans sollten zugreifen.

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Alles ihre Schuld

Rezensionen von Manfred Fischer, Journalist u. Historiker:

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Was tut sich am Himmel 2027 von Hermann-Michael Hahn

Buchtipp: „Was tut sich am Himmel 2027“

Sonnenfinsternis, Mondphasen, Sternbilder – was bringt das Himmelsjahr 2027? Wer die Antwort schnell parat haben will, greift zu „Was tut sich am Himmel 2027. Taschenjahrbuch für Himmelsbeobachter“ aus dem Kosmos Verlag. Das handliche Büchlein passt in jede Jackentasche und kann damit immer dabei sein, wenn der Blick nach oben geht.

Kurz und übersichtlich bringt das Jahrbuch für Naturliebhaber und Astro-Einsteiger alles Wichtige zum Himmelsgeschehen. Den Höhepunkten des Jahres widmet es besonders viel Raum: der partiellen Sonnenfinsternis im August etwa oder den Begegnungen des Mondes mit dem offenen Sternhaufen der Plejaden (M45) im März und August.
Dazu kommen zahlreiche Beobachtungstipps, Anleitungen zum Auffinden der Sternbilder und ein Tageskalender mit den Mondphasen.

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Was tut sich am Himmel 2027

Rezensionen von meggie3:

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Magisch von Annika Büsing

Wenn es Liebe und Haltung braucht

Die Protagonistin und Erzählerin Marie ist Mitte 30, lebt in einem Dorf im Ruhrgebiet, hat auf Grundschullehramt studiert, aber nie als Lehrerin gearbeitet und betreibt nun mit einer Freundin eine Hundetagesstätte. Sie hat zwei Brüder, Henning, den jüngeren Bruder mit Bilderbuchfamilie und Andi, den älteren Bruder.

Andi ist seit seiner Jugend dorfbekannter Nazi und hat zwei Kinder mit seiner Frau, die ebenfalls in der Szene aktiv ist. Marie galt in ihrer Jugend als Punk und ihr damaliger Freund wurde schnell zum Feindbild für Andi. Zu anders und unangepasst war Magisch, den alle nur mit seinem Nachnamen Magisch anreden, obwohl er eigentlich Paul heißt. Nach dem Tod seiner Mutter und nach über zehn Jahren Abwesenheit kommt Magisch wieder zurück in den Ort, in dem er aufgewachsen ist – und er und Marie erhalten eine zweite Chance.

Der neue Roman von Annika Büsing befasst sich meines Erachtens mit drei Themen: der wiederaufkeimenden und sehr intensiven Liebesgeschichte von Marie und Magisch, dem schwierigen Umgang innerhalb einer Familie, wenn ein Familienmitglied in der Naziszene aktiv ist und wie die Zivilgesellschaft in kleinen Orten gegen Naziaufmärsche mobil machen kann.

Vorab: Ich bin kein Fan von Liebesgeschichten. Ich gebe aber sehr gerne zu, dass die Beziehung zwischen Magisch und Marie schon sehr besonders (geschrieben) ist. Im Mittelteil war es mir aber einfach ein bisschen zu viel und zog sich etwas. Aus meiner Sicht hätte es sich gerne mehr um die mich mehr interessierenden Themen drehen dürfen. Trotzdem finde ich einige der Erkenntnisse bzw. Übereinkünfte, zu denen Marie und Magisch in ihrer Beziehung über die gesamte Distanz des Buches kommen, sehr schön und berührend.

Die Familienkonstellation mit Maries Bruder Andi, der schon früh in die Naziszene abgedriftet ist, finde ich sehr spannend. Die Zerrissenheit, vor der die Eltern stehen, ist gut dargestellt. Und auch Marie finde ich überzeugend, die auf der einen Seite ihren Bruder mit seinen rechtsextremen Einstellungen klar ablehnt, auf der anderen Seite ihren großen Bruder aus der Kindheit vermisst. Spannend ist auch, wie sich die Gegner der Naziversammlungen im Ort organisieren.

Getragen wird der Roman von dem Mix aus Rückblenden und Schilderungen aus der Gegenwart sowie dem besonderen Schreibstil von Annika Büsing. Sie schreibt unkonventionell, sehr frech, manchmal schon an der Grenze zum Rotzigen. Insbesondere die Dialoge zwischen Marie und Magisch entwickeln sich oft zu einem Schlagabtausch mit höchster Intensität. Trotzdem gibt es immer wieder auch die leisen Töne, die den Rhythmus gut brechen. Die Protagonist*innen sind mit viel Liebe beschrieben und auch vermeintliche Nebenfiguren bekommen Raum.

Mir hat „Magisch“ gut gefallen. Der Roman hat gut gezeigt, wie man auch mit wenig Mitteln den Rechten die Stirn bieten kann. Auch wenn ich in der Mitte des Romans ein wenig zu kämpfen hatte, haben mich Annika Büsings Schreibweise, die authentischen Charakterentwicklungen und auch Marie und Magisch absolut überzeugt.

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Magisch

Rezensionen von meggie3:

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Dabei waren wir uns immer so nah von Jette Kötschau

Einfühlsames Debüt über eine Freundschaft, die sich neu erfinden muss

Merle, Henri und Katharina kennen sich seit Beginn ihres Studiums. Zusammen haben sie die Unizeit überstanden und eine Art von Freundschaft und Nähe entwickelt, die ganz leicht ist und ohne Anstrengung funktioniert. Doch wie so oft kommt nach dem Studium das Leben dazwischen – und die Freundinnen entfernen sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Lebensumstände voneinander.

Merle wird Mutter und arbeitet sich an ihrer neuen Rolle ab, unzufrieden mit der Situation, der Einsamkeit und der wenigen Unterstützung durch ihren Mann. Henri arbeitet in einem Museum, sucht aber unentwegt nach einem Ort für ihren Lebenstraum: einem eigenen Kino. Als es ihrer Oma in Schleswig schlechter geht, lässt sie alles stehen und liegen und fährt in den Norden, um sich letztlich auch mit der belasteten Beziehung zu ihrer Mutter auseinanderzusetzen. Und Katharina ist seit zehn Jahren in einer eigentlich gut funktionierenden Beziehung, ist mit ihrer Arbeit in einer Buchhandlung zufrieden und trotzdem nicht glücklich: Zu schwer wiegt ihr Kinderwunsch und die Frage, ob ihr dieser wichtiger ist als die Beziehung zu ihrem Freund.

In dem nur etwas mehr als 230 Seiten umfassenden Roman wird abwechselnd aus den Perspektiven der drei Frauen erzählt. Sie haben unterschiedliche Sorgen und Ängste, einen tut die Drei die Frage, wie es dazu kommen konnte, dass die Unbeschwertheit in ihrer Freundschaft verschwunden ist. Jette Kötschau hat einen fesselnden Roman geschrieben, der mich nach Beginn nicht mehr losgelassen hat. Die Protagonistinnen sind ähnlich alt wie ich und ich kenne einige der Themen auch bei mir. Die Lebensphase nach Studium und zwischen Familienplanung und/oder beruflichem Ankommen wird von der Autorin stark und einfühlsam eingefangen. Auch die Unsicherheiten, die in dieser Zeit der Neufindung aufkommen können, werden empathisch beschrieben. Spannend fand ich die Rolle der Männer in dem Roman, die nicht unbedingt besonders positiv dargestellt werden und den Frauen vielleicht sogar manchmal eher im Weg zu stehen scheinen. Insbesondere bei Merle und Katharina wurde deutlich, dass sie in ihren Beziehungen und den Alltagskonstellationen dringend herausfinden mussten, was eigentlich ihre eigenen Bedürfnisse sind – und wo sie aufgrund von Mann bzw. Freund und Kind regelmäßig zurückstecken mussten.

Mich hat der Roman 100%ig überzeugt, sprachlich, thematisch und von der Umsetzung her. Ein weiteres Buch der Autorin würde ich sicherlich lesen wollen.

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Dabei waren wir uns immer so nah

Rezensionen von rewareni:

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Die Reise des Henry Legend von Stefan Prebil

Die letzte Reise

Nach Bennys Pensionierung sollte für ihn und seine Verlobte Rosalie ein neues Leben beginnen. Doch das Schicksal schlug gnadenlos zu, als Rosalie bei einem Verkehrsunfall stirbt und plötzlich Benny all seiner Träume beraubt worden ist. Doch er hat ein Ziel vor Augen, nämlich gemeinsam mit seinem Hund Henry die Urne nach Südafrika zu bringen.

Sind zuerst seine Freunde Missi und Enzo noch unsicher darüber, was sie davon halten sollen, merken sie schon bald, dass es Benny wichtig ist und er diese Reise für seine Trauer braucht.
,, Die Reise des Henry Legend“ ist ein ruhiger und emotionaler Roman, wo der Leser auf eine besondere Reise mit einem berührenden Ende mit genommen wird.
Der Autor Stefan Prebil hält dabei seine Geschichte in kurzen Kapiteln, wo man als Leser gar keine wirklichen detaillierten Beschreibungen braucht, damit man sich in die Gedanken- und Gefühlswelt von Benny hinein versetzen kann.
Es ist eine Reise mit Erinnerungen, mit Schmerz und Trauer, aber auch mit der Hoffnung am Ende das richtige getan zu haben. Besonders berührend und emotional waren dabei die Szenen zwischen Benny und seinem Hund Henry, der ihm stets treu zur Seite gestanden ist und man gemerkt hat, ohne ihn, hätte er diese Reise gar nicht antreten können. Die Verbindung zwischen den beiden war dabei sehr intensiv und Henry war immer da, wenn ihn Benny gebraucht hat, wo keine Worte notwendig waren, weil der Hund immer gespürt hat, wenn er ihn gebraucht hat.
Die Geschichte endet anders als gedacht und als Leser akzeptiert man aber das Ende, weil es für Benny wohl die richtige Entscheidung war.

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Die Reise des Henry Legend

Rezensionen von Anjulia :

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Die Schule der Fabelhaften, Band 1 - Das Erbe des Phönix von M. J. Brandon

Phönixfeuer

Beim Footballtraining zeigen sich beim dreizehnjährigen Colt übermenschliche Kräfte. Er kommt an die geheime Schule der Fabelhaften. Ein Internat für Jugendliche, die Phönix-, Sirenen-, Greifen-, oder Einhornblut in sich tragen. Aber auch hier ist Colt eine Besonderheit. Bald stellt sich heraus, dass das Internat und die gesamte Welt in Gefahr schweben.

Besonders hervorheben möchte ich die hochwertige Gestaltung des Buches und den schönen Farbschnitt, der einen Phönix in Flammen zeigt.

Die Schule der Fabelhaften, Band 1 - Das Erbe des Phönix von M. J. Brandon ist der Auftakt zu einer magischen Internatsreihe für Kinder ab 10 Jahren. Die Idee einer Schule mit Bezug auf Fabelwesen und den daraus resultierenden unterschiedlichen Fähigkeiten der Schüler hat mir sehr gut gefallen. Gemeinsam mit Colt, der zunächst etwas unsicher wirkt, lernt man die Schule kennen. Recht schnell findet er eine Gruppe von Freunden mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Ein wichtiger Punkt sind auch die Arenawettkämpfe zwischen den unterschiedlichen Gruppen und natürlich die mysteriöse Bedrohung. Das Rätsel um Colts mögliche Fähigkeiten wird übrigens erstaunlich schnell gelöst. Das Buch ist insgesamt spannend, wobei ich den Schulalltag im Vergleich zu anderen Büchern des Genres eher oberflächlich beschrieben fand.

Fazit: Eine packende, magische Geschichte mit Potenzial für eine Fortsetzung, die ein ganz kleines bisschen hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben ist.

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Die Schule der Fabelhaften, Band 1 - Das Erbe des Phönix