Persönliche Lese- tipps
Andrea Scheiber empfiehlt:
Wenn du zurückkehrst Roman. Gebunden. von Sparks Nicholas
Nicholas Sparks: Wenn du Zurückkehrst
Trevor war Chirurg in Afghanistan, nach einer Verletzung kehrt er zurück nach North Carolina. Er erbt das alte Cottage seines Großvaters mitsamt den Bienen, und wird begeisterter Imker. Als er Nathalie eine Polizistin kennenlernt, findet er gleich gefallen an Ihr, Sie anscheinend auch an Ihm, aber immer wieder geht Sie auf Distanz.
Da ist die quirlige Callie ganz anders, sie liebt das Leben, weiß aber auch einiges über seinen verstorbenen Großvater. Wieder ein gelungener Nicholas Sparks.
Das eiserne Herz des Charlie Berg von Stuertz Sebastian
Sebastian Stuertz: Das eiserne Herz des Charlie Berg
Es sind die 90er, die Mutter ist am Theater und der Vater bekifft im Aufnahmestudio. Charlie muss die Familie zusammen halten und eigentlich wollte er ausziehen. Er hat Pläne, Zivi im Leuchtturm und sein Roman. Dann passiert auch noch der Jagdunfall mit seinem Opa.
Der Klappentext zum Buch verspricht eine schräge Geschichte mit viel Charme und gutem Witz.
Es gibt Bücher wo dieses Versprechen nicht gehalten wird, bei diesem Debüt schon.
Andrea Scheiber empfiehlt:
Der Funke des Lebens von Picoult Jodi
Jodi Picoult: Der Funke des Lebens
Ein sehr Brisantes Thema greift Jodi Picoult in Ihrem neuen Buch auf, nämlich das Recht auf Leben von ungeborenen Kindern. Eines Tages wird Hugh McElroy zu einer Geiselname in eine Frauenklinik gerufen. Während der Verhandlungen mit dem Geiselnehmer, der fanatischer Gegner für Abtreibung ist und Vater einer Tochter, bekommt er Nachricht dass sich auch seine Tochter sich unter Ihnen befindet.
Der Wettlauf mit der Zeit beginnt. Ein Buch das sicher für Diskussionsstoff sorgt. Ein mutiges Buch.
Robert Renk empfiehlt:
Buch in Pension von Helmuth Schönauer
Helmuth Schönauer: “Buch in Pension – Hundert Rezensionen
Einer schreibt noch immer. Zum Glück! Helmuth Schönauer rezensiert auch in der Pension weiter und gibt uns eine literarische Rückschau auf das Jahr 2019. 100 Bücher in einem Jahr. Nicht nur gelesen! Auch rezensiert !! Unglaublich!!! Und wenn man die Besprechungen des Meisterrezensenten – der auch allerorts gerne zitiert wird – schon öfter gelesen hat, erkennt man tatsächlich, welche Bücher ihm gefallen, und welche ihn eher gelangweilt haben.
Immer aber wertschätzend und sprachlich unantasbar und unnachahmlich. Bitte weiter machen …
Marianengraben von Jasmin Schreiber
Jasmin Schreiber „Mariannengraben“
Paula, die ihren geliebten kleinen Bruder verloren hat, und Helmut, ein in die Jahre gekommener, sehr langsamer und schlecht gelaunter Herr, treffen bei einem Friedhofseinbruch aufeinander. So werden sie plötzlich zu einem nicht mehr wegzudenkenden Teil im Leben des Anderen und helfen einander dabei, sich mit dem Tod zu arrangieren.
So traurig das Thema, so untröstlich die Figuren auch sind, so humorvoll und leicht ist der Schreibstil der Autorin. Und mit genau diesem bahnt sie sich den Weg in die Herzen ihrer LeserInnen.
Haarmann von Kurbjuweit Dirk
Dirk Kurbjuweit „Haarmann“
Grundsätzlich sollte man Krimis nicht beachten, das neue Werk von Dirk Kurbjuweitz jedoch ist derart interessant und tiefgreifend, dass man getrost Prinzipien ruhen lassen kann. Haarmann erzählt den tatsächlichen Fall des spektakulärsten Serienmörders im Deutschland der 1920er Jahre – und zwar aus der Perspektive des (fiktiven) Leiters der Ermittlungen.
So ersteht ein Sozialpanorama der geschlagenen Nation, ihrer Verrohung und Misere, sowie das vielschichtige Charakterbild eines Weltkriegsfliegers, der hart auf dem Boden der Desillusion aufschlägt.
Andrea Scheiber empfiehlt:
Das Museum der Welt von Kloeble Christopher
Christopher Kloeble: Das Museum der Welt
Der kleine Waisenjunge Bartholomäus ist ein Sprachentalent, und soll als Dolmetscher mit den Brüdern Schlagintweit, Schüler des Alexander von Humboldt, eine Expedition durch Indien und Himalaya machen. Zwischen Steppen und Bergen, Städte, Religiöse Konflikte und politische Spannungen, kommt der Junge immer wieder zum Nachdenken, wo Heimat ist.
Später beschließt er das erste Museum in seinem Land zu gründen und seinen Platz im Leben zu finden. Ein atemberaubender Historischer Reiseroman.
Ach, Virginia von Michael Kumpfmüller
Michael Kumpfmüller „Ach Virginia“
Schon das stilvolle Cover und der Titel erzählen die halbe Geschichte: Wir begleiten die Schriftstellerin, Virginia Woolf in ihren letzten Tagen des Jahres 1941. Kumpfmüller beschreibt den außerordentlichen und gleichzeitig unausstehlichen Charakter dieser einst gefeierten Schriftstellerin. Virginia kämpft mit Depression, ihrer Angst verrückt zu werden und der Sehnsucht nach dem Tod – ein gelungenes Buch, in dem wir als allwissende BeobachterInnen Virginia durch ihre Höhen und Tiefen begleiten.
Andrea Scheiber empfiehlt:
Marta schläft von Romy Hausmann
Romy Hausmann: Marta schläft
Vor vielen Jahren wurde Nadja verurteilt, nachdem Sie ein grausames Verbrechen begann. Jetzt möchte Sie ein normales Leben führen, aber wieder geschieht ein Mord und eine Mörderin muss gefunden werden. In einer kleinen Hütte beginnt dann der ganze Alptraum. Wenn sie flieht sterben andere. Als die Flucht gelingt möchte der Entführer sich zurückholen was ihm gehört.
„ Hab dich, und jetzt spielen wir. Wir spielen Gericht“ Ein wahrlich schockierender Psychothriller der unter die Haut geht.
Mein Fall von Josef Haslinger
Josef Haslinger: „Mein Fall“
Als Zögling im Zisterzienserstift Zwettl war Josef Haslinger von seinen Erziehern gequält und sexuell missbraucht worden. Erfahrungen, die er literarisch wiederholt verarbeitet hatte, konnte er erst jetzt jenseits der Fiktion öffentlich machen. Dabei ist „Mein Fall“ weniger Anklage oder Abrechnung als vielmehr die sorgsam rekonstruierende Annäherung ans eigene jugendliche Ich und die Reflexion über die Jahrzehnte währenden Mühen und Strategien, mit den Folgen dieser Beschädigung zurechtzukommen.











