Persönliche Lese- tipps
Andrea Scheiber empfiehlt:
Das Museum der Welt von Kloeble Christopher
Christopher Kloeble: Das Museum der Welt
Der kleine Waisenjunge Bartholomäus ist ein Sprachentalent, und soll als Dolmetscher mit den Brüdern Schlagintweit, Schüler des Alexander von Humboldt, eine Expedition durch Indien und Himalaya machen. Zwischen Steppen und Bergen, Städte, Religiöse Konflikte und politische Spannungen, kommt der Junge immer wieder zum Nachdenken, wo Heimat ist.
Später beschließt er das erste Museum in seinem Land zu gründen und seinen Platz im Leben zu finden. Ein atemberaubender Historischer Reiseroman.
Ach, Virginia von Michael Kumpfmüller
Michael Kumpfmüller „Ach Virginia“
Schon das stilvolle Cover und der Titel erzählen die halbe Geschichte: Wir begleiten die Schriftstellerin, Virginia Woolf in ihren letzten Tagen des Jahres 1941. Kumpfmüller beschreibt den außerordentlichen und gleichzeitig unausstehlichen Charakter dieser einst gefeierten Schriftstellerin. Virginia kämpft mit Depression, ihrer Angst verrückt zu werden und der Sehnsucht nach dem Tod – ein gelungenes Buch, in dem wir als allwissende BeobachterInnen Virginia durch ihre Höhen und Tiefen begleiten.
Andrea Scheiber empfiehlt:
Marta schläft von Romy Hausmann
Romy Hausmann: Marta schläft
Vor vielen Jahren wurde Nadja verurteilt, nachdem Sie ein grausames Verbrechen begann. Jetzt möchte Sie ein normales Leben führen, aber wieder geschieht ein Mord und eine Mörderin muss gefunden werden. In einer kleinen Hütte beginnt dann der ganze Alptraum. Wenn sie flieht sterben andere. Als die Flucht gelingt möchte der Entführer sich zurückholen was ihm gehört.
„ Hab dich, und jetzt spielen wir. Wir spielen Gericht“ Ein wahrlich schockierender Psychothriller der unter die Haut geht.
Mein Fall von Josef Haslinger
Josef Haslinger: „Mein Fall“
Als Zögling im Zisterzienserstift Zwettl war Josef Haslinger von seinen Erziehern gequält und sexuell missbraucht worden. Erfahrungen, die er literarisch wiederholt verarbeitet hatte, konnte er erst jetzt jenseits der Fiktion öffentlich machen. Dabei ist „Mein Fall“ weniger Anklage oder Abrechnung als vielmehr die sorgsam rekonstruierende Annäherung ans eigene jugendliche Ich und die Reflexion über die Jahrzehnte währenden Mühen und Strategien, mit den Folgen dieser Beschädigung zurechtzukommen.
Die Parade von Dave Eggers
Dave Eggers: Die Parade
P
rinzipiell eine glorreiche Idee, Parade inklusive: Der Präsident will den armen Süden mit dem wohlhabenderen Norden durch eine schön gerade Asphaltstraße verbinden. Nur: Fortschritt von außen ist nicht immer das, was zu sein er vorgibt. Was dem robusten, funktionierenden Kapitän der allmächtigen Asphaltiermaschine nach vollendeter Tat durch den Kopf geht, hat Dave Eggers zu einer knappen Parabel über Entwicklungshilfe gerafft: eine nachdenklich stimmende Botschaft, dramaturgisch rasant überbracht!
Andrea Scheiber empfiehlt:
Das Haus der Frauen von Laëtitia Colombani
Laetitia Colombani: Das Haus der Frauen
Dieser Roman spielt in der Vergangenheit, als auch in der Zukunft. Solene fällt nach einem beruflichen Schlag ins Burnout. Im „Haus der Frauen“ das 1925 von Blanche Peyron für obdachlose Frauen gegründet und sehr dafür gekämpft hat, übernimmt sie Schreibarbeiten. Geschickt wir die Geschichte über beide wie ich finde starke Frauencharaktere erzählt.
Das Buch hat viele traurige aber auch schöne Augenblicke. Eine Langsame Geschichte mit Spannung. Schicksale der Frauen werden gekonnt verknüpt.
Andrea Scheiber empfiehlt:
1965 - Der erste Fall für Thomas Engel von Christos Thomas
Thomas Christos: „1965 Der erste Fall für Thomas Engel“
Der große Wunsch Polizist zu werden wird Thomas vom Freund seines Vaters Strobel erfüllt. Als sich 1965 ein junges Mädchen ermordet wird, ermittelt die Polizei nicht so wie es sich der junge strebsame Thomas möchte. Er ermittelt auf eigene Faust uns stoßt auf den gleichen Fall 1939 damals wurde auch alles vertuscht.
Hat es was mit der Gestapo zu tun? Dabei sticht er in ein Wespennest und bringt einiges ans Licht. Zeitgeschichtlicher Krimi, gibt einen tollen Einblick in die Polizeiarbeit unter Hitler.
Robert Renk empfiehlt:
Serpentinen von Bjerg Bov
Bov Bjerg „Serpentinen“
Eine verschlungene, ebenso traurige wie witzige Geschichte. Serpentine für Serpentine fährt einer zurück in die Vergangenheit seiner Familie. „Urgroßvater, Großvater, Vater. Ertränkt, erschossen, erhängt. Zu Wasser, zu Lande und in der Luft.“ Es gibt Familientraditionen, die dem Leben eine Schwere mitgeben, grandios, wie Bov Bjerg diese Autofahrt mit Leichtigkeit, mit sprachlicher Brillanz füllt, ohne die Figuren auf ihrer ernsthaften Suche im Stich zu lassen.
Maria Leitner empfiehlt:
Serpentinen von Bjerg Bov
William Shakespeare's Much Ado About Mean Girls
The title says it all – William Shakespeare’s Much Ado About Mean Girls is a Shakespearean retelling of Tina Fey’s beloved comedy Mean Girls. By that I mean that it’s actually the entire movie, but it’s written in the form of a 5-act play in iambic pentameter.
As a fan of both the movie and the old bard, how could I not have picked this up? Come on, “On Wednesdays we array ourselves in pink!”, how amazing is this? While I did enjoy the play, I have to admit I was a tad disappointed with the Shakespearean translation in a few places.
I was really looking forward to the most hilarious and iconic lines from the movie, but some of them were a bit of a let-down. My old favourite “Four for you Glenn Coco, you go Glenn Coco” kind of lost its magic when it became “Glenn Coco, four for thee! Thou art well lik’d”. But this slight disappointment with a few lines might just stem from my huuuuuge expectations and I still had a lot of fun reading this weird little parody.
All in all, this book was a lot of fun and I really hope that someone somewhere is trying to get this thing on stage. Forget about the Mean Girls Musical, I want to see Much Ado About Mean Girls the play!!
Maria Leitner empfiehlt:
The Queen of Nothing von Black Holly
The Queen of Nothing
As this is the final book in a trilogy, I don’t really want to give away too much of the plot in case someone who reads this review hasn’t read books one and two yet. But suffice it to say that Jude, a human girl who grew up in Faerieland, has to clean up a huge political mess in order to finally win her place within Faerie society.
All in all, The Queen of Nothing was a satisfying conclusion to Holly Black’s The Cruel Prince series. As always, the politics of the Faerie Courts and particularly the political schemes the main character has to navigate were fascinating. But while the ending was satisfactory, it happened a tad fast for my taste. The Queen of Nothing really could have used about 100 pages more in my opinion because everything was resolved rather quickly, but apart from that, it was a very satisfactory conclusion to the series.










