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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von PMelittaM:

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Der Fächer aus roter Seide von Adrian Vogler

Lesenswerter historischer Kriminalroman

China im Herbst 669: Der Magistrat Liu-tschous ist überraschend gestorben, der designierte Nachfolger kann erst in 30 Tagen übernehmen, und so wird Richter Di geschickt, der solange die Vertretung übernehmen soll. Schon bald muss er in mehreren Kriminalfällen ermitteln.

Richter Di ist nicht nur eine historische Persönlichkeit, sondern war bereits der Protagonist einer Reihe Kriminalromane Robert van Guliks.

Adrian Vogler erweckt ihn in Tradition Robert van Guliks erneut zum Leben schon van Gulik zog für seine Romane historische Fälle heran. Wie bei van Gulik begleiten ihn auch hier seine vier Gehilfen.

Da ich bereits vor vielen Jahren van Guliks Romane gelesen habe, war ich sehr gespannt auf seine „neuen“ Abenteuer aus Adrian Voglers Feder. Direkt mit dem ersten Satz hat mich der -Autor in den Roman hineingezogen, und auch direkt klargemacht, dass Atmosphäre für ihn wichtig ist. Di selbst zeigt schnell sein Können, wozu fraglos Geduld, Scharfsinn und eine gewisse Weisheit gehören. Seine Gehilfen sind durch ihre jeweils eigenen Fähigkeiten ebenfalls wichtig für die Ermittlungen.

Auch die weiteren Charaktere sind gelungen, und als Leser:in ist man schnell selbst am rätseln, was hinter den verschiedenen Fällen stecken könnte. Erzählt wird sehr atmosphärisch und bildhaft, das Kopfkino bekommt viel zu tun. Am Ende gibt es nicht nur die nachvollziehbaren Auflösungen, sondern auch die Gerichtsverhandlungen, in denen Di die jeweiligen Urteile fällt. Schließlich nimmt man mit Di und seinen Gehilfen Abschied von Liu-tschou, hoffend, alle bald wieder zu treffen.

Auch das Nachwort ist interessant, man sollte es auf keinen Fall auslassen.

Adrian Vogler konnte mich mit seinem Richter Di-Roman überzeugen, er wird atmosphärisch erzählt, die Charaktere überzeugen ebenso wie die Kriminalfälle. Ich konnte miträtseln, wurde gut unterhalten und habe nun nicht nur Lust darauf, van Guliks Romane noch einmal zu lesen, sondern hoffe auch auf weitere aus Adrian Voglers Feder. Wer gerne historische Kriminalromane liest und einen Ausflug ins historische China nicht scheut, sollte zugreifen.

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Der Fächer aus roter Seide

Rezensionen von _ich.lese_:

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Drowning Sorrows in Raging Fire 1 von Priest

Asian Urban Fantasy

Xuan, ein Mitarbeiter des Nationalen Amts für paranormale Phänomene, wird an seinem ersten Tag im Amt mit einer besonderen Aufgabe konfrontiert. Der mächtige Dämon Sheng Lingyuan wurde wieser zum Leben erweckt, nachdem er vor 3000 Jahren im roten Abgrund sein Leben ließ. Nun ist es Xuans Aufgabe, ihb wieder unter Kontrolle zu bringen.

Mich sprach der Klappentext an und ich war neugierig auf die Geschichte, habe mich aber zu Beginn mit den für mich fremdklingenden Namen getan. Aber die Story war schon cool zu lesen.
Drowning Sorrows in Raging Fire ist der Aufrakt einer Reihe. Die Idee mit dem Amt fand ich toll, auch der Romance Anteil war süß zu lesen. Für einen Auftakt was es echt gut, auch wenn man erst in die Welt reinfinden muss und es dauert bis man die Charaktere kennenlernt.
Ich bin jedenfalls neugierig, wie es weitergeht und erwarte mit Spannung den zweiten Band.
Mir hat es gefallen, auch wenn ich mich zu Beginn schwer tat.

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Drowning Sorrows in Raging Fire 1

Rezensionen von KersG:

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The Flamebearer Trilogy 1: The Witch in the Dead of Night von Charlotte Buckley

Vampire, Hexen und Geheimnisse

Mich hat das Cover direkt angesprochen. Es hat etwas geheimnisvolles an sich. Etwas magisches. Passt perfekt zum Buch!
Die Story startet schon sehr vielversprechend. Aber insgesamt hätte ich mir mehr erwartet. Ich finde, dass hier nicht das volle Potential ausgeschöpft wurde. Schade, da die Grundidee richtig klasse ist und der Klappentext sich sehr spannend angehört hat.

Der Mittelteil hat sich meiner Meinung nach sehr in die Länge gezogen. Ich habe dann Stellenweise Passagen übersprungen und trotzdem nicht den Faden verloren. Ich denke, dass man hier durchaus hätte kürzen können, um die Spannung aufrecht zu erhalten.
Vampire, Menschen und dazwischen Finn. Eine Hexe, die ihre Kräfte nicht offenbaren darf. Dass sie dabei vom Vampirkönig ertappt wird, macht es nicht leichter. Und dann wird sie auch noch von ihrem vermeintlichen Freund Ewan angegriffen. Aber dieser schien zu diesem Zeitpunkt nicht er selbst gewesen zu sein. Immer mehr Fragen tun sich hier für Finn auf.
Die Szenen mit Finn und Enhart waren für mich ein Lichtblick. Ihre Dynamik ist etwas ganz besonderes. Ihre Wortwechsel immer wieder ein Genuss.
Der Schreibstil war insgesamt sehr angenehm. Nur hat mir im Verlauf der Geschichte etwas die Spannung gefehlt.

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The Flamebearer Trilogy 1: The Witch in the Dead of Night

Rezensionen von Sheilo:

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The Darkest Academy 1 - Bones von Beril Kehribar

So fesselnd, ich kann den zweiten Band kaum erwarten!

Lucinda ist seit der Ermordung ihrer Eltern auf sich alleine gestellt, nur Ash, der ehemalige Familiar ihrer Mutter, ein magisches Wesen, welches Hexen ihre Kräfte verleiht, ist treu an ihrer Seite. Bei dem Kampf ums tägliche Überleben auf der Straße fällt es Luci schwer, die Hoffnung zu erhalten.

Doch eines Tages ändert sich das Blatt und sie erhält die Chance, Vorgoth, die Akademie der dunkelsten Künste, zu besuchen. Begleitet wird sie dorthin von Ezra, einen der Professoren, der in Luci viel zu viele Gefühle weckt. Doch auch andere Studenten merken sehr schnell, dass Luci irgendwie anders zu sein scheint.

"The Darkest Academy: Bones" ist der spannende und fesselnde Auftakt der Romantasy-Trilogie von Beril Kehribar, den ich nur so verschlungen habe. Die wechselnden Perspektiven zwischen den Charakteren und auch teilweise Parallelen im Buch haben mich ein wenig an die "Very Bad Kings"-Reihe erinnert, wobei das Ende des Buches auch etwas von "Tribune von Panem" hatte. Ein wirklich toller Mix, der mich absolut begeistert hat. Der Aufbau der Welt rund um die Hexen, Familiare und Magier ist wirklich beeindruckend und man taucht als Lesender direkt in diese spannende Welt ein.

Luci hat einige schwere Jahre hinter sich und ein wenig Hoffnung in ihr keimt auf, als sie die Akademie betritt. Sie hofft, mehr über den Tod ihrer Eltern vor 10 Jahren herausfinden zu können, doch sie merkt schnell, dass sie anders ist als die meisten Studenten. Angezogen wird sie dabei merkwürdiger Weise gerade von Devriel, der zu einer Eliteeinheit von Studenten gehört. Doch wird sie die harten Prüfungen, die auf sie an der Akademie warten, meistern können?

Ich liebe die tiefgründigen Charakter, welche wir im Verlauf des Buches kennenlernen. Jeder scheint sein eigenes Päckchen zu tragen und es herrscht eine geheimnisvolle Grundstimmung in der Geschichte. Teilweise wird es sehr spicy, aber mich haben einige Szenen auch emotional sehr berührt. Es knistert an so manchen Stellen, aber wird Luci dieses Feuer überstehen können?

Ich bin von diesem Reihenauftakt absolut begeistert. Die Geschichte nimmt einen quasi gefangen. Es wird teilweise moralisch grenzwertig, aber ich liebe die Mischung aus Emotionen und Magie einfach sehr. Von mir gibt es daher eine große Empfehlung und ich selbst kann es kaum erwarten, den zweiten Band in den Händen zu halten.

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The Darkest Academy 1 - Bones

Rezensionen von pandas_bücherblog:

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tiptoi® Wieso? Weshalb? Warum? - Faszinierende Fahrzeuge von Heike Tober

Meine Tochter liebts!

Das Cover passt wieder super zum Inhalt und zeigt einen kleinen Teil der Fahrzeuge, die im Buch vorgestellt werden.
Meine Tochter liebt ihre tiptoi Bücher über alles und holt sie täglich mehrmals aus ihrem Bücherregal, um sich in Ruhe an ihren Tisch zu setzen. Da sie von jeglichen Fahrzeugen fasziniert ist, war für mich klar, dass auch dieser Band bei uns einziehen muss.

Inhaltlich hat uns das Buch wieder vollkommen überzeugt. Es werden unzählige spannende Fahrzeuge, die im Alltag zu finden sind, kindgerecht vorgestellt und erklärt. Und dabei können sogar Erwachsene noch etwas lernen. :)
Kinder erfahren, wie normale Autos, Motorräder, Rennautos, Schiffe, Flugzeuge uvm. funktionieren und was sie für Aufgaben haben. Untermalt wird das Ganze natürlich wieder von tollen Geräuschen und einer ruhigen Erzählstimme. Wie bei den anderen tiptoi Büchern gibt es auch wieder interessante Spiele, die für meine Tochter zwar noch etwas zu schwer sind, ihr aber schon jetzt riesigen Spaß machen und motivieren, dran zu bleiben.

Fazit:
"Faszinierende Fahrzeuge" ist für uns ein weiterer gelungener Band der Wieso? Weshalb? Warum?-Reihe, der mit spannenden Fakten, tollen Illustrationen und interessanten und interaktiven Spielen überzeugt und uns sicher noch viele Jahre begleiten wird.
5/5 Sterne

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tiptoi® Wieso? Weshalb? Warum? - Faszinierende Fahrzeuge

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Bring alle Katzen ins Bett! von Naomi Tipping

Tolles Mitmachbuch für den Abend

Das Cover ist super süß und da meine Tochter Katzen und vor allem Mitbachbücher liebt und wir immer auf der Suche nach neuen Büchern für unsere Abendtoutine sind, mussten wir das Buch einfach testen. :)
Die Texte sind kurz, leicht verständlich und eignen sich super zum Vorlesen. Das Highlight sind natürlich die kleinen, herausnehmbaren Katzenfiguren, die nur darauf warten, ins Bett gebracht zu werden.

Ich hatte ehrlich gesagt etwas Angst, dass die Pappfiguren nicht lange überleben würden, da meine Kleine manchmal etwas stürmisch ist, aber bisher haben sie noch keinen Schaden genommen.
Das Buch wird bei uns momentan regelmäßig aus dem Bücherregal geholt und auch tagsüber gerne bespielt. Kinder lernen auf spielerische Weise die Schritte der Abendroutine kennen und werden dabei idealerweise auch schon müde. :)

Fazit:
Für uns ist "Bring alle Katzen ins Bett" ein voller Erfolg gewesen und eine Empfehlung an alle, die noch auf der Suche nach einem süßen Mitmachbuch für den Abend sind.
5/5 Sterne

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Bring alle Katzen ins Bett!

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The Darkest Academy 1 - Bones von Beril Kehribar

Suchtpotenzial!

Das Cover und der Farbschnitt sind richtig schön und vor allem die Mischung aus Lila und Silber trifft genau meinen Geschmack.
Ich habe bereits andere Bücher der Autorin gelesen und auch hier hat mir der lockere und bildhafte Schreibstil wieder super gefallen. Vor allem die Beschreibungen waren teilweise so detailreich, dass es sich für mich angefühlt hat, als wäre ich mitten in der Geschichte.

Ich will ehrlich sein. Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, bei dem ich das drängende Bedürfnis hatte, unbedingt weiterlesen zu müssen. Aber "The Darkest Academy" hatte genau diese Sogwirkung auf mich. Der Einstieg in die Story empfand ich zwar als etwas lang, aber als Luci endlich in Vorgoth ankommt, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.
Sie ist eine unfassbar starke, selbstbewusste, aber zugleich auch verletzliche junge Frau, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Auch ihr Familiar Ash fand ich einfach nur süß!
Lucindas Vergangenheit wird im Laufe des Geschehens immer wieder angeschnitten und mit kleinen Rückblenden untermalt, aber einen richtigen Reim konnte ich mir daraus noch nicht machen. Ich bin gespannt, ob meine Vermutungen sich am Ende als richtig herausstellen werden.
Über Ezra erfährt man nicht allzu viel. Erst gegen Ende öffnet er sich Luci gegenüber etwas, die restliche Handlung über bleibt er eher undurchsichtig. Man merkt jedoch, dass Luci ihm wichtig ist und dass er sich nur schwer von ihr fernhalten kann. Wenn die beiden aufeinandergetroffen sind, hatte ich immer etwas Herzklopfen, weil ihre "Beziehung" jederzeit hätte auffliegen können.
Mit Devriel bin ich leider überhaupt nicht warm geworden. Ich habe zwar damit gerechnet, dass er und Luci keine besten Freunde werden würden, aber seine super abweisende, arrogante und hasserfüllte Art ihr gegenüber fand ich irgendwie anstrengend. I mean, wenn du sie hasst, dann ignoriere sie doch einfach und hör damit auf, ständig an sie zu denken und sie zu provozieren. Seine widersprüchlichen Signale waren auf Dauer einfach irritierend und immer, wenn ich dachte, dass sie einen kleinen Schritt aufeinander zugemacht haben, hat er es im nächsten Moment wieder kaputt gemacht. Ich hoffe, ich finde im nächsten Band mehr Zugang zu ihm - seine schlimme Vergangenheit ist für mich keine Ausrede dafür, sich so daneben zu benehmen.
Die restlichen Charaktere waren ansonsten ganz okay. Manche haben mein Interesse mehr und andere weniger geweckt. Was ich hingegen wirklich gelungen fand, ist die Atmosphäre und das Magiesystem, auch wenn ich noch keinen perfekten Durchblick habe. Die Story bietet aber unheimlich viel Potential.
Das Ende war aber mal so richtig gemein. Die Ereignisse überschlagen sich regelrecht und jetzt brauche ich bitte unbedingt die Fortsetzung! :)

Fazit:
"The Darkest Academy" ist ein vielversprechender Auftakt, der das Potenzial hat, süchtig zu machen.
4/5 Sterne

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The Darkest Academy 1 - Bones

Rezensionen von pandas_bücherblog:

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Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Meine Welt von Maria Höck

Super empfehlenswert!

Das Cover ist süß gestaltet und gibt bereits einen kleinen Einblick darauf, was einem im Buch erwartet.
Was mir im Vergleich zu vielen anderen Wimmelbüchern positiv aufgefallen ist, ist, dass die Illustrationen nicht überladen sind, was mir sehr wichtig war. Mir ist nämlich aufgefallen, dass meine Tochter schnell das Interesse verliert, wenn sie der Inhalt überfordert.

Was mir ebenfalls gefallen hat, waren die alltäglichen Situationen, weil sich meine Tochter damit super identifizieren konnte. Seien es Situationen beim Einkaufen, beim Spielen oder im Kindergarten. Sie geht zwar erst nächstes Jahr in den Kindergarten, findet aber den Alltag und die vielen verschiedenen Kinder dort total spannend. Im Gegensatz zu anderen Wimmelbüchern (und wir haben einige davon), wird das Buch regelmäßig von ihr in die Hand genommen.

Fazit:
Endlich mal ein Wimmelbuch, das nicht überladen ist und schöne, alltagsnahe Situationen zeigt. Von uns gibt es eine klare Empfehlung.
5/5 Sterne

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Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Meine Welt

Rezensionen von Ruth:

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Abschiedssommer von Jochen Missfeldt

Schuld und Verdrängung

Der titelgebende Abschiedssommer ist der Sommer 1959. Der 18jährige Gustav Hasse, Alter Ego des Autors, verbringt ihn größtenteils auf einem Campingplatz an der Geltinger Bucht. Abends spielt er am Piano mit seiner Schülerband „Die Flamingos“ in der „Neuen Harmonie“. Mit Swing und Rock‘n‘Roll heizen sie den Jugendlichen ein.

Neben der Musik ist ihm Johanna wichtig, Freundin schon seit Kindheitstagen. Nun sind die beiden ein Paar, doch im Moment steht eine Ohrfeige zwischen ihnen. Gustav hat aus Eifersucht zugeschlagen und nun weiß er nicht, wie er sich verhalten soll.
Es sind vordergründig typische Probleme Jugendlicher, das alles aber vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund. Das Ende des Krieges liegt zwar schon 14 Jahre zurück, doch die Auswirkungen der Nazi-Zeit sind noch überall spürbar; sie sind v.a. präsent in den Seelen und Köpfen der Figuren. Jeder ist geprägt davon. Gustav selbst ist Vollwaise, lebt seit Jahren bei seiner Tante Gret in Solsbüll. Sein Vater fiel schon im August 1941 in Russland, seine Mutter starb bei einem Bombenangriff auf Hamburg. Johanna stammt ursprünglich aus Königsberg. Gemeinsam mit ihrer Mutter Claude und Großmutter Agnes strandete sie im April 1945 in Flensburg. Diese Stadt im äußersten Norden Deutschlands und weitab von der anrückenden Roten Armee war Ziel zahlreicher Flüchtlinge. Innerhalb weniger Monate hatte sich die Einwohnerzahl von 45.000 auf über 100.000 erhöht.
Besonders bewegend ist das Schicksal von Lidia. Gustav hat sie vorigen Sommer im „Kinderschiff“ , einem Erholungsheim für Kinder an der Geltinger Bucht, kennengelernt. Lidia ist ein sog. „Suchkind“, wie es zu Kriegsende viele gab. Kinder, die durch Flucht und Vertreibung von ihrer Familie getrennt wurden; sie kannten oft ihren Namen nicht und waren ohne Papiere. Organisationen wie der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes versuchten die Kinder mit Hilfe von Fotos und Suchmeldungen in den Zeitungen und im Rundfunk wieder mit ihren Eltern oder Verwandten zusammenzubringen.
Flensburg ist aber nicht nur das Ziel derer, die unter den Folgen von Nazi-Herrschaft und Krieg leiden. In Flensburg hatte nach Hitlers Tod dessen Nachfolger Großadmiral Dönitz zwei Wochen lang seinen Regierungssitz, bis die Engländer die Regierung auflösten und Dönitz verhafteten.
Und hierher war auch Gerhard Fritz Hensel, ein Maler aus Dresden geflüchtet, der sich später mit seinen Gemälden v.a. in Norddeutschland einen Namen machte. Hensel war Gustavs Kunstlehrer an der Goethe- Schule. Jahrzehnte später erst muss Gustav von einem alten Freund erfahren, wer dieser Hensel tatsächlich war: Der Schwager des Lagerkommandanten Höß, der die Familie Höß in Auschwitz besucht und dort gemalt hat. Gustav ist schockiert und fragt sich, warum er davon nichts gewusst hat. „ Das deutsche Thema“, meint der Freund.
So lauert hinter vielem noch die dunkle Vergangenheit, das zeigt Missfeldt auch symbolisch an einem Geschirrservice, das Lidia bei Gustav deponiert. Die Teller sehen von oben wie ganz normale Teller aus. Dreht man sie aber um, erkennt man das Hakenkreuz auf der Rückseite.
Missfeldt fängt außerdem sehr gut die Atmosphäre jener Zeit ein. Da wird „Kikeri“ getrunken, die Damen werden nach den Tanzveranstaltungen von den Herren nach Hause gebracht, wo hinter den Fenstern schon die besorgten Eltern lauern. In den Buchhandlungen liegt der neue Roman von Günter Grass.
Wichtiger aber ist dem Autor zu zeigen, wie stark dies eine Zeit des Verdrängens und Verschweigens war. Gustav ist neugierig, will die Vergangenheit kennen, bekommt auf Nachfragen aber immer nur gesagt, er solle die alten Geschichten ruhen lassen. „Lass uns nicht ungemütlich werden, Gustav. Wir wollen es doch schön haben.“

Joachim Missfeldt packt seine Erzählung in eine Rahmenhandlung. Der alt gewordene Gustav muss sich einer Operation unterziehen. Auf die Frage, wie lange es wohl dauert, bis er wieder aufwacht, antwortet ihm der operierende Professor: „Da passt ein Roman rein, wenn Sie so wollen.“ Und diesen Roman lesen wir hier. Das ermöglicht dem Erzähler, der sich narkotisiert erinnert, einige literarische Freiheiten. So finden sich in dem ansonsten realistischen Text fantastische Einschübe, wie eine Nils Holgersson nachempfundene Reise mit einer Möwe, in der Gustav aus der Vogelperspektive beobachtet und beschreibt. Die Fluchtgeschichte von Claude wird uns in Form einer nachgestellten Theaterszene dargeboten. Gedichte, Tagebucheinträge und Informationen zur Historie durchbrechen den Plauderton des Buches. Immer wieder mischen sich die verschiedenen Zeitebenen, Fakten und Erfundenes. Das ist raffiniert konstruiert, teilweise originell, aber auch anstrengend zu lesen und erschwert eine Nähe zu den Figuren.
Dagegen vermag der Autor mit poetischen Naturbeschreibungen zu überzeugen. Hier spürt man die Liebe Missfeldts zu seiner norddeutschen Heimat. Musik ist ein durchgängiges und verbindendes Element im Roman, auch das zählt zu den positiven Aspekten.
So ist „Abschiedssommer“ ein kluger und eigenwilliger, nicht durchweg überzeugender Roman über Schuld und Verdrängung.

„Abschiedssommer“ ist der abschließende Teil eines Romanzyklus, in dem Joachim Missfeldt von Gustav und seiner Familie und von den Bewohnern des fiktiven Örtchens Solsbüll erzählt, doch das Buch lässt sich als eigenständiges Werk lesen. Mag sein, dass der ein oder andere Lesende neugierig geworden ist auf die Vorläufer, falls er sie noch nicht kennt. Bereits 1989 ist sein großer Familienroman „Solsbüll“ erschienen ( 2017 kam eine überarbeitete Neuausgabe heraus ), gefolgt von „Gespiegelter Himmel“ ( 2001) und „Steilküste“ ( 2005 ).
Mit „Abschiedssommer“ verabschiedet sich nun der Autor vom Schreiben. Ideen hat er, nach eigenem Bekunden noch einige, aber mit 85 Jahren ist seine Kraft und seine Lebenszeit eingeschränkt.

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Abschiedssommer

Rezensionen von Ele:

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Tutto bene von Laura Wagner

Nichts ist gut

Tutto bene, Hipster-Roman von Laura Wagner, EBook, DUMONT Verlag
Modern erzählter Roman in moderner Sprache
Emma hat mit ihrer Familie kaum Kontakt, die Mutter trifft sie an Weihnachten, vor allem mit dem Vater hat sie den Kontakt abgebrochen. Sie hat Essstörungen, ist alkoholabhängig und hat ihr BWL-Studium abgebrochen.

Sie jobbt in einem Berliner Späti. Dort räumt sie Regale ein und verkauft Süßigkeiten und Softgetränke. Na, eben alles tutto bene. Da erscheint Ingrid, eine schlagfertige und mit allen Wassern gewaschene 15jährige, die dem Zocker, Energy-Drink-Trinker und Schoko-Junkie Udo und vor allem Emma zeigt, wie der Hase läuft.
Ganz langsam schleicht sie sich vor allem in Emmas Herz und das ist auch nötig, denn Emma alleine bekommt nicht einmal eine neue Beziehung, mit dem „Matrosen“ so richtig auf die Reihe.
Das Buch besteht aus kurzen intensiven Kapiteln. Geschrieben durchaus bildhaft, sehr flüssig, manchmal ging es mir etwas zu schnell. Vor allem in moderner Jugendsprache verfasst, vermischt mit Berliner Slang. Einige Worte und Bedeutungen musste ich nachschlagen, weil ich keine Ahnung hatte. Ja ich gebe zu es ist nicht meine Generation in der dieses Buch spielt, doch ein Buch in zeitloser Sprache kann bestehen, das wird in hundert Jahren noch verstanden, ich kann mir nicht vorstellen, dass etwas das heute cheesy oder goofy ist, in 100 Jahren nicht, nur noch belächelt wird. Es handelt sich also hier um ein Buch für eine kurze hippe Phase die in ein, zwei Jahren gar nicht mehr verstanden wird oder längst überholt ist. Ich könnte mir vorstellen, dass Leser, ab Generation Z aufwärts, das Buch schätzen, Ich bin wohl schon zu alt dafür.
Durchaus verstanden jedoch habe ich die Probleme der Protagonistin. Sie ist lebensunfähig, hält sich von ihrer Mutter weitestgehend fern, mit dem Vater hat sie vollständig gebrochen, was ich durchaus nachvollziehen kann. Sie säuft sich jeden Tag völlig zu, sie raucht zu viel, prokrastiniert und hat eine Essstörung. Sie ist nicht bindungsfähig, denn das macht sie sich selber kaputt, zum Glück gibt es da den „Matrosen“ der viel Verständnis und Einfühlungsvermögen für sie hat, denn kaum hat er mal keine Zeit, dann macht sie parallel mit dem Jäger rum. Manchmal habe ich mich gefragt wer die 15jährige ist, Emma oder Ingrid? Denn Ingrid schafft es, dass Emma ihr Leben nochmal resetten kann.
Die Personen sind allesamt ganz ok. Udo, Leo, Ali, mein Lieblingscharakter war Ingrid, die 15jährige die, der Mitte 20jährigen das Leben erklärt. Sie bekocht und an der Hand nimmt wie eine Mutti. Ja und Leo, der Matrose an dessen Stelle ich mir längst eine andere Freundin gesucht hätte.
Emma fand ich unsympathisch, chaotisch unselbständig und larmoyant.
Hatte das Buch schnell gelesen, Empfehlung für die o.g. Zielgruppe.
Von mir 2,5 wo nötig 3 Sterne

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Tutto bene