Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ameland:
Tod in den Highlands von Sybille Baecker
Highlands und Whisky
Bewertet mit 3,5 Sternen
Ein gefälschter Whisky führt die Privatermittlerin Alison Dexter in den hohen Norden Schottlands. Die Castletown Distillery möchte jede Aufmerksamkeit vermeiden, denn das Bekanntwerden könnte das Aus der Brennerei bedeuten.
Das Buch liest sich angenehm und sehr flüssig.
Lange Zeit fühlte sich die Geschichte nur nicht nach einem Krimi an und von dem im Titel angekündigten Tod war ich, wie sich herausstellte, noch viele Seiten entfernt. Umso präsenter waren mir die Highlands und ihre Bewohner. Nach einem Wanderurlaub dort verspüre ich eine leise Sehnsucht nach ihnen in mir. Die mystische Landschaft mit ihrer kargen Vegetation, die harte Arbeit und wenigen Verdienstmöglichkeiten haben die Bewohner geprägt. All das beschreibt Sybille Baecker sehr anschaulich.
Im letzten Drittel wandelt sich der Roman dann doch noch in einen spannenden Krimi, bei dem ich mitfiebern konnte.
Für mich war es der erste Krimi der Autorin und somit auch die erste Begegnung mit der sympathischen Alison Dexter. Obwohl es mir bei diesem Band an Spannung gefehlt hat, werde ich der Reihe eine Chance geben und noch einen der Vorgängerbände lesen.
Auch wenn ich die bildhaften Beschreibungen der Städte und der Highlands genossen und sehr viele Infos über Whisky und seine Herstellung erfahren habe, kann ich aufgrund der lange Zeit fehlenden Spannung nur 3,5 Sterne vergeben.
Rezensionen von Tara:
Die Schönheit der Distanz von Nao-Cola Yamazaki
Ein Buch das berührt und nachdenklich macht
"Die Schönheit der Distanz" ist ein berührender, tiefgründiger Roman der japanischen Autorin Nao-Cola Yamazaki.
Die Ehefrau des Protagonisten ist krank und wird nicht mehr lange leben. Ihm ist es wichtig, die ihnen verbleibende Zeit so schön wie möglich zu gestalten. Er lässt sich von der Arbeit freistellen und besucht seine Frau jeden Tag im Krankenhaus.
Der Schreibstil der Autorin ist ruhig und klar. Sie greift hier ein wichtiges gesellschaftliches Thema auf. Nach dem Tod seines Partners darf man sich eine Auszeit nehmen und trauern, aber die Zeit, um die letzten Tage und Stunden zu teilen, ist dafür nicht vorgesehen.
Obwohl der Ich-Erzähler seine Liebe zu seiner Frau in vielen kleinen sehr warmherzigen Gesten zeigt, fand ich ihn schwer zu greifen, da sowohl er als auch seine Frau namenlos bleiben. Dennoch mochte ich den respektvollen und geduldigen Umgang, den er mit seiner Frau in dieser schwierige Situation an den Tag legt und bin seinen Erinnerungen gerne gefolgt.
Es ist ein kurzes – gerade einmal 160 Seiten starkes – Buch, das mich emotional sehr berührt und nachdenklich gemacht hat, da es ein Thema anspricht, das jeden von uns trifft.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Wolfgang Pfleger:
Popóm von Johanna Sebauer
Faszinierendes Gedankeninstrument, ansprechende, aber nicht vollends gelungene Umsetzung
Johanna Sebauer erzählt sprachlich wieder auf hohem Niveau und ich habe das Buch auch sehr gerne gelesen. Die Grundidee – Hendrik trifft sein 20 Jahre älteres Alter Ego – ist wirklich faszinierend. Nur leider nutzt Hendrik dieses Geschenk kaum: Ständig fragte ich mich, warum er seinen älteren Ich nicht viel öfter nach der Zukunft ausfragt und warum der Ältere nicht von sich aus mit guten Tipps um sich wirft.
Dadurch passiert über weite Strecken recht wenig, und das Buch hat spürbare Längen. Auch das Ende bleibt sehr vage, und ich bin mir nicht sicher, ob das fantasielos oder besonders raffiniert gedacht ist. Insgesamt trotzdem ein lesenswertes Buch – wenn auch nicht das stärkste von Johanna Sebauer.
Rezensionen von Katzenmicha:
Der geheime Apfelgarten: Getrennte Welten von Rebekka Eder
Neue Elbinsel-Saga
Fazit zum Buch:
Getrennte Welten ist der Auftakt der zweiteiligen Saga,“Der geheime Apfelgarten“ von Rebekka Eder er spielt zwischen Hamburg und dem Alten Land.
Finkenwerder 1892-Kea Loop, Tochter eines erfolgreichen Geschäftsmannes will nach dem Tod ihrer Mutter im alten Apfelgarten den perfekten Apfel züchten.
Ausgerechnet wächst dieser Sämling hinter der Grenze zu den Rentfelds, den verfeindeten Nachbarn.Durch den Apfelgarten verläuft die Grenze von Hamburg und Preußen.Kea klettert über die Grenze um den Sämling zu holen und begegnet dem Knecht der verfeindeten Nachbarn Kristen Focke.Kea und Kristen kommen aus unterschiedlichen Welten , aber sie fühlen sich zueinander hingezogen. Als die Cholera ausbricht, steht auf Grenzübertritt die Todesstrafe.Und Keas Vater hat mit siner Tochter was ganz anderes vor.Um den Streit mit den Nachbarn beizulegen, verlobt Keas Vater sie mit Tamme Rentfeld…
Die Autorin Rebekka Eder hat einen fließenden und bildhaften Schreibstil.Sie bringt einem mit der Geschichte die vergangene Zeit wieder und läßt einen alles an Keas Seite miterleben.Das Cover des Buches ist wunderschön -sehr gerne 5Sterne.Ich bin schon sehr gespannt auf den weiten Teilde Elbsaga.
Rezensionen von begine:
Die Schönheit der Distanz von Nao-Cola Yamazaki
Traurig
Die japanische Schriftstellerin Nao-Cola Yamazaki schreibt in ihrem Roman „Die Schönheit der Distanz“ über das Abschiednehmen durch den Tod.
Ein Mann fährt jeden Tag ins Krankenhaus zu seiner krebskranken Frau.
Die Autorin erfasst seine Gedanken berührend und eindrucksvoll.
Der Mann will seiner Frau Mut machen.
Das ist besondere schwer, es ist schließlich aussichtslos.
Es ist ein wunderbar geschriebener Roman, der aber traurig ist.
Aber lesenswert.
Rezensionen von KersG:
The Darkest Academy 1 - Bones The Darkest Academy von Beril Kehribar
Packender Auftakt
Mich hat das Cover direkt angezogen. Mystisch und geheimnisvoll. Auch der Klappentext hat meine Neugier geweckt.
Ich habe bisher noch nichts von der Autorin gelesen, aber der Schreibstil hat mich direkt in seinen Bann gezogen. Ich war sofort in der Story drinnen. Durch die bildhaften Beschreibungen fühlte ich mich, als wäre ich direkt dabei.
Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört und war von Anfang an begeistert. Spannung ab der ersten Seite. Eine starke und mutige Protagonistin. Tolle Charaktere. Die Stimmen der Sprecher passen perfekt zu den Charakteren.
Lucinda versucht zu überleben. In einer Welt, die ihr alles andere als wohlgesonnen ist. Und doch ist sie zu einer starken Persönlichkeit geworden. Sie trägt schwere Lasten aus der Vergangenheit mit sich. Und dann landet sie plötzlich in Vorgoth. Einer Akademie voller Magie und Geheimnisse. Aber auch hier geht es ums überleben.
Ich fand vor allem das mit den Familiaren interessant. Verbündete. Seelentiere. Dazu noch Magie und Zauber.
Ein gelungener und packender Auftakt! Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung!
Rezensionen von readpassion9:
Die Villa von Markus Heitz
die Uhr tickt
Schauplatz Leipzig: Die alter leerstehende Villa, die Doreen schon seit Jahren bewundert, soll versteigert werden. Auch wenn sich Doreen keine Hoffnung macht, die Auktion will sie sich nicht entgehen lassen. Durch einen Zufall erhält sie den Zuschlag und ersteigert ihr Traumhaus für unglaubliche 100 Euro.
Mit ihrer Teenagertochter Marina zieht sie in die Villa, die Renovierung beginnt. Es könnte nicht besser laufen für die beiden, vor allem Marinas Musikkarriere nimmt an Fahrt auf. Bis zu dem Tag, als Doreen erkennt, dass mit der Villa etwas ganz und gar nicht stimmt.
Die Story hat mir sehr gut gefallen, ich konnte mir das alte renovierungsbedürftige Gemäuer gut vorstellen und die beklemmende Atmosphäre spüren.
In zeitgemäßem Schreibstil lesen sich die Seiten wie von selbst, die verschiedenen Sichtweisen sorgen für Abwechslung. Man lernt Doreen und Marina kennen, ihre Gefühle, Gedanken, Ängste. Es gibt Action, viele merkwürdige Unfälle, auch blutig. Wie es sich für einen Horrorroman gehört.
Fazit: Solider Horror mit Gänsehautfaktor.
Rezensionen von Stern567:
15 Entscheidungen, die dein Leben verlängern von Christian Heinrich
Genial!
Schon das Cover von 15 Entscheidungen, die dein Leben verlängern macht deutlich, worum es in diesem Buch geht: eine Tomate. Schlicht, rot und ziemlich unspektakulär. Und irgendwie passt sie damit perfekt zum Inhalt. Denn auch die Tipps von Christian Heinrich sind keine komplizierten Geheimrezepte, sondern erstaunlich einfache Dinge, die man im Alltag ausprobieren kann.
Das Buch zeigt 15 Entscheidungen, mit denen man etwas für seine Gesundheit und ein längeres Leben tun kann. Dabei geht es nicht darum, plötzlich sein komplettes Leben umzukrempeln oder jeden Tag stundenlang Sport zu machen. Vielmehr sind es kleine Veränderungen, die sich relativ leicht in den Alltag einbauen lassen. Genau das macht das Buch so angenehm zu lesen.
Christian Heinrich erklärt die Zusammenhänge verständlich und kommt dabei ohne erhobenen Zeigefinger aus. Man hat beim Lesen nicht das Gefühl, ständig etwas falsch zu machen. Stattdessen denkt man öfter: „Das klingt ja eigentlich ganz einfach – das könnte ich mal ausprobieren.“
Besonders gut gefällt mir deshalb die Mischung aus interessanten Informationen und praktischen Tipps. Das Buch motiviert, ohne Druck aufzubauen. Und genau wie die Tomate auf dem Cover sind die vorgestellten Ideen angenehm unkompliziert: keine großen Versprechen, keine Zauberformel, sondern kleine Entscheidungen, die im Alltag einen Unterschied machen können.
Wer sich mit wenig Aufwand etwas mehr um seine Gesundheit kümmern möchte, findet hier viele einfache Anregungen. Ein unterhaltsames und zugleich nützliches Buch, das zeigt: Manchmal sind es gerade die kleinen Dinge, die zählen.
Rezensionen von Shilo:
Lift Me up von Bianca Elliott
Eine Begegnung, die alles verändert
Holly ist eine junge Frau, die gelernt hat, möglichst unsichtbar zu bleiben. Sie möchte einfach nur irgendwo neu anfangen und ihr bisheriges Leben hinter sich lassen. Ihre Vergangenheit lässt sie dabei aber nicht einfach los.
Die Begegnung zwischen Holly und Lexx im Fahrstuhl fand ich besonders interessant.
Ausgerechnet in diesem engen Raum, in dem Holly eigentlich nur Angst haben kann, entsteht langsam ein Gespräch zwischen den beiden. Die Situation wirkt zunächst fast zufällig und bekommt dann eine ganz andere Bedeutung. Gerade diese ersten Gespräche fand ich interessant, weil beide etwas voreinander verbergen und trotzdem schnell eine gewisse Nähe entsteht.
Holly war für mich eine Figur, bei der man gerne etwas genauer hinschaut. Sie wirkt verletzlich, versucht aber gleichzeitig, sich nichts anmerken zu lassen. Auch Lexx bleibt zunächst schwer einzuschätzen. Als klar wird, wer wirklich hinter dem unbekannten Mann aus dem Fahrstuhl steckt, wird es für Holly plötzlich schwierig.
Es gibt einige schöne Momente in der Geschichte, aber manches ging mir auch etwas zu schnell. Vor allem manche Entwicklungen zwischen Holly und Lexx hätten für meinen Geschmack etwas mehr Zeit gebraucht. Trotzdem wollte ich wissen, wie es mit den beiden weitergeht und was noch alles ans Licht kommt.
Auch der Gegensatz zwischen Hollys Leben im Verborgenen und Lexx' Leben in der Öffentlichkeit hat für mich gut funktioniert. Zwei Menschen, die eigentlich kaum unterschiedlicher sein könnten und die trotzdem etwas miteinander verbindet. Die Liebesgeschichte bleibt dadurch nicht ganz ohne Spannung.
Holly und Lexx haben mich beim Lesen jedenfalls gerne begleitet. Nicht alles war ganz rund und manches hätte für meinen Geschmack etwas mehr Zeit gebraucht. Trotzdem habe ich die beiden und ihre Geschichte gerne verfolgt.
4 Sterne.
Rezensionen von verhei:
FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister
Ein bisschen wie Leute beobachten im Cafe?
Ein Bahnsteig in einem Londoner Vorort am Morgen eines Werktages. Mehrere Personen warten auf einen einfahrenden Zug. Emma, Mutter des unbändigbaren Gideon, die mit der Mutterrolle hadert. Geschäftsmann Liam, am Weg zu einem Investorentermin, der mit Emma in Streit gerät. Mrs. Worth auf den Weg zum Begräbnis ihrer verhassten Schwiegertochter.
Der junge Sonny, der Spielschulden hat. Und der Leser weiß nur eines – in fünf Minuten wird jemand sterben.
Der Klappentext lässt eine spannende Idee vermuten und auch die Erzählweise ist anders. Der Erzähler spricht den Leser direkt an, anstatt die Figuren selbst erzählen zu lassen. Wie ein Direktor orchestriert er die Beobachtungen, stellt leichte Ausblicke in die Zukunft und die Verbindungen der Personen an. Der Einstieg in das Buch erfolgt mit der Echtzeitbetrachtung des Bahnsteigs um 7:01, dem folgen weitere. Unterbrochen wird der Rhythmus durch einzelne Kapitel zu den jeweiligen Personen am Bahnsteig – Emma, Liam, Mrs. Worth, Sonny und Gideon. Jeweils mit einem Rückblick, um die Personen besser zu verstehen.
Man wird vom allwissenden Erzähler regelrecht durch das die Geschichte geführt und jede Beobachtung von ihm erklärt. Der Ton etwas spöttisch und ohne Mitleid. Er legt dem Leser eine Interpretation und Vermutung vor und erhöht die Spannung dadurch, dass er ihm gleichzeitig vor Augen führt, wo auf der Zeitachse die Geschichte sich derzeit befindet. Gegen Ende des Buches wird diese Erzählweise allerdings sehr eigen.
Gelungen ist die Sprache: Typischer trockener britischer Humor kommt nicht zu kurz. Die Kapitel über die einzelnen Personen, sind teils aus Sicht dieser geschildert und erlauben im Gegenzug die Person unvoreingenommener zu sehen und besser zu verstehen. Für den Spannungsbogen war dieser konstante Wechsel zwischen Bahnhofsszenen und Personenkapiteln allerdings etwas abträglich.
Zu Beginn kommt einem kaum ein Charakter sympathisch vor, alle tragen etwas unsympathische Züge – Narzissmus, Spielsucht, Hass auf Verwandte. Doch man taucht durch die Rückblenden tiefer in deren Schicksal ein und gewinnt so manch einen auch lieb.
Definitiv eine spannende Idee mit einem interessanten Erzählstil, den ich so noch nicht kannte.










