Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Shilo:
Die Bernsteinfischerin von Lisa Quentin
Wenn die Vergangenheit plötzlich wieder wichtig wird
Julikas Leben ist zunächst sehr von ihrer Arbeit und der Pflege ihrer kranken Mutter bestimmt. Als Bernsteinforscherin beschäftigt sie sich mit winzigen Spuren aus längst vergangenen Zeiten. Gleichzeitig bleibt für ihr eigenes Leben kaum Raum. Dieser Gegensatz war für mich ein wichtiger Teil der Geschichte.
Interessant fand ich dabei besonders ihre Begeisterung für den Bernstein. Die wissenschaftliche Seite wird verständlich vermittelt und wirkt nicht wie ein Fremdkörper in der Handlung. Ein ungewöhnlicher Fund bringt Julika schließlich an die Ostsee und damit auch zu Ebba.
Ebbas Geschichte hat mir ebenfalls gut gefallen. Ihre Erinnerungen führen zurück in eine andere Zeit und zeigen, wie sehr Familie, Liebe und die eigenen Wünsche miteinander verbunden sein können. Durch die beiden Erzählstränge bekommt man nach und nach ein besseres Bild von den beiden Frauen. Dabei wird erst langsam deutlich, was sie miteinander verbindet.
Die Ostsee hat für mich eine besondere Rolle in der Geschichte. Die Küste, das Meer und die raue Landschaft bilden einen schönen Gegensatz zu Julikas Alltag. Gerade diese ruhigeren Passagen habe ich gerne gelesen. Auch die Begegnungen zwischen Julika und Ebba waren für mich interessant, weil beide Frauen auf ihre eigene Art mit ihrem bisherigen Leben umgehen.
Ganz ohne Längen kam die Geschichte für mich allerdings nicht aus. An einigen Stellen hätte es etwas kürzer sein dürfen. Trotzdem blieb genug dabei, was mich weiterlesen ließ. Besonders Julikas Entwicklung fand ich nachvollziehbar. Sie muss erst wieder herausfinden, was sie selbst eigentlich möchte und ob es möglich ist, neben der Verantwortung für andere auch das eigene Leben nicht aus den Augen zu verlieren.
Gefühlvoll wird es vor allem dort, wo Ebbas Vergangenheit und ihre alte Liebe zur Sprache kommen. Diese Teile waren für mich manchmal traurig, aber nie übertrieben. Es geht um Entscheidungen, Verluste und darum, dass manche Dinge auch nach vielen Jahren noch Bedeutung haben.
Insgesamt war es für mich eine ruhige und gefühlvolle Geschichte mit zwei unterschiedlichen Lebenswegen, die sich auf besondere Weise begegnen. Die Verbindung von Bernsteinforschung, Ostsee und den persönlichen Geschichten von Julika und Ebba hat mir gut gefallen. Nicht alles konnte mich gleichermaßen erreichen, aber die Geschichte hat mir schöne Lesestunden geschenkt.
4 Sterne.
Rezensionen von S.:
Düster von Ivar Leon Menger
Keine Nordseeidylle
Ein beklemmender Beginn: als die Mutter ermordet wird, liegt ihr kleiner Sohn unter ihrem Bett …
Liekenoog, 1987. Sie ist hübsch, die junge Frau, die spurlos verschwunden ist. Ein Fall für Ex-Kommissar Stahl, der kürzlich in den Odenwald zog. Warum aber ermittelt er, der doch längst im Ruhestand ist? Eine Hotelbesitzerin macht ihm ein Angebot, dass er nicht ablehnen kann.
Denn: Freundin Geli will schon seit langem verreisen, er nicht. Also fährt er in einen angeblichen Luxusurlaub und forscht nach. Zusammen mit dem jungen Inselkommissar jagt er den Täter. Verdächtig sind so einige. Möglicherweise ein Mann, der im Kinderheim aufwuchs? Es gibt weitere Tote.
Ivar Leon Manger macht es wieder spannend. Die Handlung baut sich Schritt für Schritt auf. Szenen aus der Kindheit des entführten Jungen werden eingeschoben. Wer ist er heute?
Nach anfänglichem, nicht wirklich aufregendem Plot wird es dramatisch. Packende Twists verändern alles. Unerwartete Ereignisse schockieren. Laut eigener Aussage muss man bei Ivar Leon Manger immer mit Überraschungen rechnen. Stimmt!
Rezensionen von S.:
Canvas (Cryptos, Band 2) von Ursula Poznanski
Phantastische Welten
Phantastische Welten
Janas Leben bietet wie gewohnt mannigfache Möglichkeiten, in Phantasiewelten zu reisen. Sorgfältig designed, spannend oder erholsam gestaltet - es gibt viele davon.
Da die reale Welt heiß, karg und ungemütlich ist, liegt man in komfortablen Kapseln und reist von dort aus in sichere Traumziele.
Nach Canvas zum Beispiel. Dort kann man sogar Punkte erarbeiten und gegen Weltenpässe nach Wunschdestinationen tauschen.
Da aber eine wichtige Person dort verschwunden ist, macht Jana sich auf die Suche. Was für phantasievolle Welten erschaffen wurden, begeistert, möchte man selbst gern besuchen. Aber: unerklärlicherweise verschwinden weitere Personen. Jana forscht nach, ihr Team hilft. Bekannte und liebgewonnene Charaktere aus „Kryptos“ begleiten sie, virtuell und persönlich. Fehlprogrammierungen, Personen, die ungewöhnliche Fähigkeiten haben und merkwürdige Zwischenfälle tauchen immer häufiger auf.
Ursula Poznanski schickt den Leser wieder in mysteriöse, genial ausgedachte Welten. Ihre Heldin ist mutig, clever, bewundernswert engagiert. Gern begleitet man sie, erlebt fantastische Abenteuer, hofft auf das Beste. Und wird immer wieder überrascht. Nichts ist so, wie es scheint.
Sehr spannend, fantasievoll, macht großen Spaß, zu lesen. Mochte ich sehr!
Rezensionen von Feli:
The Weight of Falling (in Love) von Sarah Stankewitz
Eine emotionale Achterbahnfahrt
”The weight of falling (in love)” ist eines dieser Bücher, das man nicht in der Öffentlichkeit lesen sollte. Mein Fehler - ich saß mitten in der Innenstadt und habe geweint, weil mich das Buch so mitgenommen hat.
Der Schreibstil von Sarah Stankewitz überzeugt mit kurzen, eindrücklichen Sätzen und einem flüssigen Lesegefühl, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.
Auch die Figuren fand ich sehr spannend und größtenteils logisch aufgebaut, als einzigen Kritikpunkt hätte ich mir noch etwas mehr Hintergrundwissen zu Silas gewünscht.
Bereits nach wenigen Kapiteln hat mich die Geschichte überzeugt, leider kam mir der Plottwist etwas zu verdreht vor, trotzdem konnte ich überrascht werden (besagter Moment in der Stadt :) ) und würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Ich konnte mich sehr gut in Silas und Cloud hineinversetzen und mochte einige Zitate von Silas über Cloud sehr gerne. Ich bin gespannt auf Band 2!
Rezensionen von Petra:
Hinaus in den Wind von Trude Teige
Musik oder die See
Kristiana ist den Traditionen gefolgt, von ihrem Sohn erwartet sie das gleiche. Er liebt aber die Musik mehr als die See. Sie erinnert sich nicht mehr daran, das sie auch mal etwas mehr als die vorgegebenen Richtlinien geliebt hat.
Man sollte den Vorgängerband um Kristiana und ihre Familie kennen, denn es fehlt sonst an einigen Stellen der Zusammenhang.
Kristiana ist eine starke Frau, Arbeit ist für sie kein Fremdwort, sie tut alles damit es ihrer Familie gut geht und sie mehr als nur ihr Auskommen haben. Für eine Frau ihrer Zeit, in einer Welt die von Männern dominiert wird ist es sehr ungewöhnlich. Aber die Männer und Frauen ihrer Umgebung akzeptieren sie, vor allem weil sie durch ihre Weitsicht auch in den Genuss von mehr als nur das Nötige kommen.
Die Figuren werden wie die Umgebung fast hart, karg an Emotionen beschrieben. Trotzdem lernt man sie kennen, kann ihre Verhaltensweisen nachvollziehen. Ans Herz wachsen sie einem während des Lesens nicht so unbedingt dafür haben sie nicht viel Liebenswertes an sich. Selbst die Kinder wirken fern, an anderer Stelle hätte ich blass geschrieben. Aber hier ist der ganze Roman mit wenig Farbe ausgestattet. Es passt einfach alles zueinander. Ein Küstenstrich am Meerm voller Felsen, Wind und Wasser.
Rezensionen von Sheilo:
Cinnamon Spice Love von Harper Graham
Second Chance Romance mit wunderschöner Kleinstadt-Kulisse
"Cinnamon Spice Love" ist eine wunderschöne Wohlfühl-Romance mit traumhafter Kulisse, einem kleinen Städtchen, in dem jeder jeden kennt und man sich gegenseitig hilft. Nur Madison ist dieser Idylle damals entflohen, um sich selbst in New York zu verwirklichen. Doch als sie einen mysteriösen Brief erhält und daraufhin nach Maple Falls zurückkehrt, um das Cinnamon Spice Inn ihrer Familie zu retten, merkt sie, was sie doch alles an diesem idyllischen Plätzchen vermisst hat.
Harper Graham gelingt es mit ihrem flüssigen Schreibstil, den Lesenden in den Bann der Geschichte zu ziehen. Ich mag die Dialoge von Madison und Zach sehr, welche manchmal doch sehr schlagfertig sind und bei denen man immer wieder die unterdrückten Gefühle spürt, die beide trotz der langen Trennung noch immer füreinander empfinden. Das sorgt für ein ganz besonderes Knistern, welches ich sehr liebe.
Zach ist dabei ein Mann, auf den sich das ganze Städtchen verlassen kann. Er hilft, wo er nur kann und will somit etwas zurückgeben, was ihm selbst als Kind geschenkt wurde. Nur eine scheint seinem Charme nicht mehr so zu erliegen wie früher und ein großes Missverständnis liegt zwischen ihm und Madison, welches aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit stammt.
Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, Madison und Zach zu begleiten, da ich Kleinstadt Romances sehr mag. Neben der Liebesgeschichte kann man als Lesender auch miträtseln, von wem der Brief an Madison stammt und ich war am Ende doch sehr überrascht. Ich freue mich schon auf den zweiten Band der Reihe, in dem es u.a. um Liam gehen wird, den besten Freund von Zach und ein Charakter, der mir bereits in "Cinnamon Spice Love" sehr ans Herz gewachsen ist.
Rezensionen von Petra:
Die Perlschweinchen - Ein glitzerndes Geheimnis von Kira Gembri
Was wären wir ohne Glitzer
wiechmann8052vor 32 Minuten
Flo und seine Eltern stehen unter Dauerstress, Schule Arbeit, Haushalt und Freizeit. Pausen gibt es nicht. Alle rotieren von morgens bis abends. Da taucht auf einmal ein winzig kleines Glitzerschweinchen in Flos Tasche auf. Auf einmal ist das Leben voller Überraschungen und eben Glitzer.
Mir haben in diesem Buch die sehr realistischen und humorvollen Beschreibungen eines Familien beziehungsweise Schulalltags gefallen. Die Mutter die nicht Nein zu ihrer Chefin sagen kann. Der Vater der zusätzliche Aufgaben annimmt. Flo der außer Schule, noch Sport, Musik und Englisch an den Nachmittagen hat. Es wird geputzt und aufgeräumt wenn Besuch kommt, als ob es in der Regel nicht alles in Ordnung ist.
Es wird angesprochen das auch Lehrer Angst vor Noten haben, vor der Schulleitung und Mut dazu gehört vom vorgegebenen Lehrplan etwas abzuweichen.
Den jungen Lesern wird Verständnis für die Erwachsenen vermittelt. Sie bekommen einen Eindruck davon das nicht nur Kinder überfordert sein können.
Das Glitzerschwein ist für mich eine Metapher, kommt raus aus der Tretmühle. wehrt euch gegen die Überforderung, die unangenehmen Umgangsweisen in diesem Buch die des Trainers.
Das Ganze wird auf eine sehr humorvolle überspitzte Art und Weise beschrieben so das selbst kleine Zuhörer erkennen das ist lustig, das dürfen nur Glitzerschweine und niemand anders.
Dazu die passenden Illustrationen. Ich habe sehr über die dahin gegossenen Eltern auf dem Sofa gelacht. So deutlich habe ich noch nie Erschöpfung nach einem Arbeitstag mit Haushalt und Familie gesehen. Da kann jeder mit empfinden wie K. O. die Eltern sind.
Knurps das Glitzerschweinchen mit seiner Vorliebe für Glitzer und Alufolie ist eine sehr gelungene Figur um die wichtigen Nebnsächlichkeiten im Leben darzustellen.
Rezensionen von PMelittaM:
Cursed for Good - Eine Prinzessin. Ein Pirat. Und ein verfluchter Buchladen. von Amy Coombe
Amüsanter Cosy Fantasy-Roman
Tanadelle de Courcy, von Freunden Tandy genannt, ist die zweitgeborene Prinzessin des Königreiches Widdenmar. Als solche nimmt sie vorwiegend die Repräsentationsaufgaben ihrer Familie wahr. Als sie im kleinen Örtchen Little Pepperidge ihrer Pflicht nachkommt, nutzt sie die wenige freie Zeit, die sie hat, eine Buchhandlung aufzusuchen.
Dort trifft sie ein Fluch, fortan kann sie die Buchhandlung nicht mehr verlassen und muss sich um diese kümmern. Das wäre auf Dauer vielleicht gar nicht so schlimm, würden ihr ihre Eltern nicht die Prinzen der umliegenden Königreiche schicken, damit diese Tandy per Kuss der wahren Liebe von dem Fluch befreien. Und dann ist da noch dieser ebenfalls verfluchte Pirat, der sich zu gerne in der Buchhandlung aufzuhalten scheint.
Die Geschichte ist genauso amüsant, wie sie klingt. Die Prinzen, die nach und nach auftauchen, sind alle recht eigen, und brachten mich zuverlässig zum Schmunzeln. Bash, den Piraten, und Sasha, eine jugendliche, oft schwermütige Drakonin, die im Laden aushilft, kann man sich schnell nicht mehr aus der Geschichte wegdenken.
Die Autorin lässt ihre Protagonistin selbst in Ich-Form erzählen, so erlebt man alles aus deren Augen, und erlebt hautnah mit, wie sie sich verändert, wie aus der Prinzessin, deren Leben genau getaktet und durch Traditionen bestimmt ist, eine Frau wird, die nun selbstständig sein und für sich selbst sorgen muss, und ihr neues Leben mehr und mehr mag. Nicht nur sie, auch ich als Leserin wusste irgendwann nicht mehr, ob sie sich überhaupt die Fluchbefreiung wünschen sollte. Das Ende des Romans hat gepasst, auch wenn es etwas vorhersehbar ist.
„Cursed for Good“ ist ein Cosy Fantasy-Roman, der mich unterhalten und amüsieren konnte. Nicht nur die Welt mit ihren verschiedenen Ländern und Bewohner:innen, sondern auch die Charaktere haben mir gut gefallen. Ich werde die Autorin auf jeden Fall im Auge behalten.
Rezensionen von Ruth:
Die Rückkehr der Hoffnung von Rutger Bregman
Wertvolle Denkanstöße
Rutger Bregman, der niederländische Historiker, hat 2020 mit seinem hoffnungsvoll stimmenden Buch „Im Grunde gut“ einen Bestseller gelandet. Darin stellt er die These auf, dass der Mensch von Natur aus kooperativ, freundlich und gut ist und belegt dies mit Erkenntnissen aus der Anthropologie, der Biologie und der Psychologie.
Dieser schmale Band hier, knapp 90 Seiten, versammelt vier Vorträge von ihm, die er bei den BBC Reith Lectures gehalten hat, eine Vortragsreihe der BBC, in der jährlich herausragende Persönlichkeiten bedeutende gesellschaftliche Fragen beleuchten.
Als Sohn eines Pastors weiß Rutger Bregman, wie man eine gute Predigt aufbaut: „Erster Akt: Notlage. Zweiter Akt: Rettung. Dritter Akt: Dankbarkeit.“
Nach diesem Prinzip hat er seine Vorträge aufgebaut und beginnt deshalb folgerichtig mit „Eine Zeit der Monster“. Hierin zieht er Parallelen zum spätrömischen Reich und zum Untergang Venedigs im 14. Jahrhundert. „Die römische Elite feierte, während Rom brannte. Unsere Eliten übertragen das Feuer im Livestream und machen den Rauch zu Geld.“
Weil heutzutage nicht mehr die Fähigsten aufsteigen, sondern die Skrupellosesten, haben wir moralisch verkommene politische Führer. Am auffälligsten sehen wir das in den USA, wo wir aktuell den „ korruptesten Präsidenten in der Geschichte der Vereinigten Staaten“ haben. ( Kleine Randbemerkung: Die BBC hat aus rechtlichen Gründen diese Passage entfernt.)
In diesem Zusammenhang bedauert er es, dass die fähigsten Köpfe ihr Talent und ihre Intelligenz nicht dazu einsetzen, die globalen Probleme zu lösen, sondern im „Bermudadreieck für Talente“ verschwinden, nämlich in der Unternehmensberatung, im Bereich der Finanzen und der Firmenrechte. Sie möchten nicht mehr die Welt verändern, stattdessen machen sie die Reichen noch reicher und versuchen selbst ein großes Stück vom Kuchen abzubekommen
Europa macht er den Vorwurf, dass es nicht mehr die Zukunft gestaltet, sondern den Staus Quo reglementiert.
Dabei sehnen sich die Menschen nach Veränderung und nach Orientierung. Letzteres müssen die demokratischen Eliten liefern, denn die Gegner der Demokratie sind bereit, dieses Vakuum mit ihrem Narrativ zu füllen.
Bregman fordert deshalb eine „moralische Revolution“. Beispiele, wie wir eine solche moralische Revolution herbeiführen können, findet er in der Vergangenheit. Er präsentiert historische Persönlichkeiten und Gruppierungen, wie z.B. die von Großbritannien ausgehende Bewegung gegen den Sklavenhandel und die Sklaverei oder die Suffragetten, die für das Wahlrecht der Frauen kämpften, um zu beweisen, dass gesellschaftliche Veränderungen oft mit einer engagierten Minderheit beginnen.
Seine Hoffnung setzt er auf Menschen mit Visionen für eine gerechtere und bessere Welt . Und sein Appell richtet sich an uns alle.
Bregmans Vorträge sind schlüssig aufgebaut, mit zahlreichen Beispielen und Anekdoten angereichert, so dass der Text leicht verständlich und nachvollziehbar ist.
Trotzdem kann ich auch nach der Lektüre nicht voller Optimismus in die Zukunft blicken. Während ich seiner Gegenwartsanalyse vorwiegend zustimmen kann und ich seine Exkurse in die Vergangenheit recht interessant fand, so sind mir seine Vorschläge zu unkonkret. Dennoch sind seine Ausführungen und seine philosophischen Betrachtungen wertvolle Denkanstöße und machen Lust auf weitere Bücher von ihm.
Rezensionen von Rinoa:
Vega Varg – Das Schweigen der Insel von Åsa Hellberg
Solider Krimi
Von Beginn an ist natürlich klar - das sagt ja bereits der Titel -, dass es hier auch viel um Vega Varg und ihre Vergangenheit gehen wird.
Ein bisschen Probleme hatte ich mit der geografischen Zuordnung, was liegt in Norwegen, was in Schweden, wer wohnt wo? Das hat den Lesefluss gerade anfangs doch etwas gestört.
Ansonsten hat mich der Schreibstil so ein wenig an die Hulda-Reihe erinnert, irgendwie einfach (ohne das negativ zu meinen) und sehr angenehm zu lesen.
Als ich mich an die örtlichen Gegebenheiten und doch recht vielen Personen und Namen gewöhnt hatte, entspann sich ein typischer Krimi, eher ruhig und besonnen als actionreich, aber durchaus spannend.
Den eigentlichen Fall fand ich gut konstruiert und schnell wird klar, dass er für Vega Varg sehr persönlich ist. Immer wieder gibt es Rückblenden in die Vergangenheit, als ihr Mann ermordet wurde, und die Zeit danach.
Am Ende wurde es dann richtig dramatisch, das hat für mich nicht so ganz zum Rest gepasst. Als müsste man jetzt noch möglichst viele Wendungen einbauen. Da wäre weniger vielleicht mehr gewesen.
Ansonsten hat mir "Vega Varg" aber gut gefallen, es war spannend und hat mir einige unterhaltsame Lesestunden beschert. Ich weiß nicht, ob hier ein weiterer Teil angedacht ist, so ganz kann ich mir das gerade nicht vorstellen, werde aber durchaus danach Ausschau halten.











