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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von praja:

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Das Buch der gefallenen Blätter von A. S. Tamaki

Schwieriger Einstieg, aber starke Welt

Am Anfang musste ich mich erst ein bisschen in der Welt zurechtfinden. Es kommen ziemlich viele Namen, Clans und Zusammenhänge auf einmal, sodass ich eine Weile gebraucht habe, bis ich wirklich drin war. Danach hat mir die Geschichte aber immer besser gefallen.

Das japanisch angehauchte Setting fand ich richtig schön und auch die Geister und politischen Konflikte haben für mich gut funktioniert.

Gerade bei den Figuren mochte ich, dass man nicht sofort jeden komplett durchschaut und manche Entscheidungen erst später mehr Sinn ergeben. Zwischendurch gab es ein paar Stellen, die sich für mich etwas gezogen haben und die ich gern kürzer gehabt hätte. Dafür gab es aber auch genug Momente, bei denen ich unbedingt wissen wollte, was hinter den ganzen Konflikten eigentlich noch steckt. Insgesamt hat mich die Geschichte neugierig genug gemacht, dass ich auf jeden Fall wissen möchte, wie es weitergeht.

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Das Buch der gefallenen Blätter

Rezensionen von Kwinsu:

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Die Insel der Schimpansen von John Ironmonger

Leidenschaft gepaart mit einer Prise Unglaubwürdigkeit

Turnerin und Biologin Angel bekommt eine unglaubliche Chance: für zwei Jahre kann sie auf eine Insel in Tansania ziehen, um dort die Sprache der Schimpansen zu entschlüsseln. Doch gierige Großunternehmer setzen dem ein jähes Ende und es beginnt ein Wettstreit zwischen Gut und Böse...

Zu Beginn: der Autor hat wirklich einen sehr einnehmenden Schreibstil, ich habe fast nur positives über seine Bücher gehört, weshalb ich "Die Insel der Schimpansen" unbedingt lesen wollte.

Und tatsächlich habe ich das Buch recht flott verschlungen, auch wenn ich es ab und an weglegen musste, weil ich teilweise etwas genervt war...

Die ganze Geschichte ist in einem wissenschaftlichen Setting angelegt: Angel wird von dem renommierten Primatenforscher Timothy angeworben, einerseits weil sie einen guten wissenschaftlichen Artikel veröffentlicht hatte, andererseits weil sie eine halbprofessionelle Turnerin ist und es somit für sie ein Leichtes ist, von Baum zu Baum zu schwingen. Und das tut sich auch, angekommen auf der Insel gliedert sie sich gar leicht in die Gruppe der Schimpansen ein, auch wenn sie stets das unterste Glied in der Hierarchie bleibt. Sie lernt, die Sprache der Menschenaffen zu sprechen, ab und an bekommen wir Lesenden Einblicke, mit welchen Geräuschen, Mimiken und Gesten sie funktioniert. Grundsätzlich klingt dieses System durchaus plausibel, allerdings ist mir ein wenig schleierhaft, weshalb zu Beginn des Buches mehrfach erwähnt wird, dass sie wohl alle für verrückt erklärt werden würden, sollte jemand herausfinden, dass sie an eine Sprache der Menschenaffen glauben. Wer die wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten Jahre beobachtet, stellt fest, dass bei vielen Tierarten angenommen werden kann, dass sie miteinander sprechen bzw. kommunizieren; anders als dies Menschen tun, aber doch. Die Konversationen, die im Buch in menschliche Sprache übersetzt werden, sind leider nicht sonderlich gut gelungen. Einerseits wird erklärt, dass Schimpansen keine Vorstellung von Zeit hätten, andererseits wird aber mit Zeitangaben herumgeworfen. Dann sind viele Konversationen sehr einfach gehalten, andere bestehen aus komplexen Sätzen, was das ganze sehr unglaubwürdig erscheinen lässt. Ob dies der Übersetzung ins Deutsche geschuldet ist, kann ich nicht beurteilen, jedenfalls finde ich schade, dass die an sich gute Idee hier sehr inkonsistent umgesetzt wird.

Ebenso unpassend finde ich, wie Schwarz und Weiß hier grundsätzlich Menschen gezeichnet werden. Die Investoren, die die Insel kaufen und die Wissenschaftler*innen verjagen wollen, sind einfach allesamt ungute, bösartige, selbstverliebte und herrschsüchtige Personen. Ja, solche gibt es zuhauf, trotzdem bin ich davon überzeugt, dass diese es nicht so plakativ "heraushängen" lassen wie in dieser Darstellung. Andere wiederum, wie Timothy, sind so naiv, dass es ebenfalls unglaubwürdig ist. Das ganze gipfelt dann in ein Ende, das die handelnden Figuren auf eine Art dezimiert, die mich ob ihrer Fragwürdigkeit eigentlich nur mehr genervt hat.

Ich finde es super, dass es Autoren wie John Ironmonger gibt, die versuchen, durch Unterhaltungsliteratur mit wissenschaftlichen Anspruch Menschen darauf aufmerksam zu machen, wie schützenswert Tiere bzw. die gesamte Natur sind und dass wir uns den Planeten lediglich mit ihnen teilen. Schade finde ich es aber, dass es so stereotyp und inkonsistent umgesetzt wird. Positiv hervorheben muss ich noch den Erzählstil, denn die ganze Geschichte wird von einem Erzähler geschildert, der vorgibt, sie von Angel selbst gehört zu haben. So gibt dieser auch an, wenn er sich etwas zusammenreimen musste oder wenn er über Personen recherchiert hat. Dabei greift er manchmal in der Geschichte vor und springt wieder zurück, was durchaus spannende Momente bringt.

Mein Fazit: "Die Insel der Schimpansen" ist ein kurzweiliger Unterhaltungsroman, der mit stereotypen Figuren arbeitet und einiges erklärt, dass er schlussendlich nicht halten kann. Wem es nicht stört, dass nicht alles so gut zusammenpasst, aber trotzdem Leidenschaft für die Sache und Idealismus haben will, ist hier richtig.

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Die Insel der Schimpansen

Rezensionen von askyfullofpages:

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Bruchlinien von Gernot Rainer

Covid

Werbung | Rezensionsexemplar

Corona.
Schule.
Bruchlinien.

Wow! Ich war skeptisch und wurde total überzeugt!

Mit Bruchlinien ist Gernot Rainer ein sehr starkes Debüt gelungen, das mich gerade auch als Ärztin sehr beschäftigt hat. Der Autor selbst ist Lungenfacharzt. Er erzählt aber nicht aus dem Krankenhaus, sondern aus dem Klassenzimmer.

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt. Ich war aber auch unsicher, ob mir die Geschichte gefallen und wie der Autor dieses schwierige Thema umsetzen würde. Die Corona-Zeit ist noch nicht so lange her und ehrlich gesagt immer noch ein wunder Punkt. Mir war auch nicht klar, in welches Extrem das Buch ausschlagen würde. Niemals hätte ich gedacht, dass es dem Autor so gut gelingt, die Geschichte aus so vielen unterschiedlichen Blickwinkeln zu erzählen und zu überzeugen.

Die Geschichte spielt während der Corona-Pandemie und zeigt, wie sehr diese Zeit auch das Schulleben verändert. Es prallen unterschiedliche Meinungen, Ängste und Überzeugungen aufeinander. Zwischen Homeschooling und ständiger Überforderung auf allen Seiten steuern Kinder, Eltern und Lehrer auf einen zwischenmenschlichen Abgrund zu. Was ich vom Autor wirklich grandios gelöst fand, war, wie es ihm gelingt, die unterschiedlichen Sichtweisen und Beweggründe seiner Figuren verständlich zu machen und dabei alle Blickwinkel einzufangen.

Die Charaktere mit ihren ganz persönlichen Ängsten und Sorgen wurden vom Autor sehr eindrücklich dargestellt. Da ist der Lehrer, der zwischen allen Fronten steht, Vorschriften durchsetzen soll und es niemandem recht machen kann. Da sind die Eltern, von denen die einen die Maßnahmen befürworten und die anderen sie strikt ablehnen. Da sind die Schüler, die auf ihre Eltern und den Lehrer hören sollen. Und da ist der Opa, der noch einmal eine ganz andere Perspektive auf diese Zeit eröffnet. Alle haben ihre eigenen Befürchtungen, Sorgen und Beweggründe. Und alle versuchen auf ihre Weise, mit dieser außergewöhnlichen Situation umzugehen.
Die Szenen rund um die Erkrankung des Opas und die damit verbundenen Ängste seiner Familie sind mir besonders nahegegangen. Ich habe selbst auf einer Covid-Station gearbeitet und kenne solche Situationen aus eigener Erfahrung. Gerade die Besuchsbeschränkungen, die Hilflosigkeit der Angehörigen, aber auch des Krankenhauspersonals und die Unsicherheit, die diese Zeit mit sich gebracht hat, haben mich sehr beschäftigt. Ich habe mich damals selbst bei der Arbeit mit Covid infiziert und bin seitdem schwer krank. Das Buch hat deshalb viele Erinnerungen wieder wachgerufen und mich auch emotional sehr mitgenommen.

Bruchlinien, das bei Kremayr & Scheriau erschienen ist, ist für mich ein äußerst gelungenes Buch und ein großartiges Debüt. Ich kann dieses Buch wirklich allen sehr ans Herz legen, weil ich es nicht nur unglaublich gut, sondern vor allem extrem wichtig finde. Denn: Verständnis ist die Basis für ein friedliches Zusammenleben.

Vielen Dank an den Verlag Kremayr & Scheriau für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst.

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Bruchlinien

Rezensionen von Katja K.:

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Thornbird von Elle Kennedy

Atmosphärischer Jugendthriller mit sanfter Spannung

Dies war nicht nur für Elle Kennedy ihr erster Young Adult Thriller, sondern auch für mich und ich kann sagen: Es wird nicht mein letzter gewesen sein. Mir hat die Story wirklich gut gefallen.

Ryan ist eine authentische, traumatisierte und auch toughe Protagonistin, deren Erleben und Handeln ich gut nachvollziehbar fand.

Sie hat eine herrlich sarkastische Art und muss an vielen Fronten mit ihrer Vergangenheit und der gegenwärtigen Situation kämpfen, was mich oft berührt hat.

Ich mochte die Atmosphäre, die immer so ein bisschen unheilvoll und düster war, und die sanfte Spannung, die es auch erlaubt hat, dass man die zwischenmenschlichen Beziehungen und den Alltag von Ryan miterleben konnte. Das fand ich sehr gelungen und eine erfrischende Abwechslung zu den Thrillern, bei denen immer alles Schlag auf Schlag geht.

Die Liebesgeschichte bleibt angenehm im Hintergrund. Sie spielt eine Rolle und hat mir auch gefallen, der Thriller-Aspekt überwiegt jedoch.

Insgesamt hat das Buch geradezu dazu eingeladen, mitzurätseln und auch die Bezüge zu der True Crime Community und die Foren-Einträge fand ich interessant. Die Plottwists haben mir gut gefallen, auch wenn es mir am Ende eine Überraschung zu viel war.

Ich lese generell gerne Jugendbücher, weil mich diese sensible Lebensphase mit der Suche nach der eigenen Identität immer wieder fasziniert. Und hier wird dies noch mal auf ein ganz anderes Level gehoben, weil Ryan einen Umgang mit der Tatsache finden muss, dass ihr Vater ein bekannter Serienmörder ist und sie dies auch noch geheim halten muss.

Insgesamt war es für mich ein runder und stimmiger YA-Thriller mit angemessenem Romance Anteil (ohne Spice), den ich gerne und schnell gelesen habe. Einen halben Stern Abzug gebe ich, weil es für meinen Geschmack am Ende eine Wendung zu viel war und weil eine Hauptperson für mich recht blass blieb.

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Thornbird

Rezensionen von Furbaby_Mom:

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Stolz, Vorurteil und Hexerei von Melinda Taub

Anders als erwartet

Als bekennende Janeite ist natürlich anything Austen ein absolutes Must-Read für mich - und auf dieses Werk war ich ganz besonders gespannt! Der immerhin fast 500 Seiten umfassende Schmöker rückt jene Bennet-Schwester in den Vordergrund, mit der ich mich am wenigsten identifizieren kann: Lydia. Obendrein wird es auch noch ziemlich magisch.

Hexerei, Dämonen - na, das konnte ich mir nicht entgehen lassen.


Nachdem ich das Buch nun einige Tage Revue passieren lassen habe, muss ich allerdings sagen: So ganz überzeugen konnte es mich nicht. So kreativ und einfallsreich ich die Grundidee auch finde (und so sehr ich es willkommen heiße, dass auch den Nebenfiguren meiner liebsten Herzensgeschichte eine eigene Story erdacht wird): Leider wurde ich mit Lydia auch hier absolut nicht warm (und Liebe zu den Hauptfiguren ist für mich einfach essenziell.) Ich empfand sie wiederholt und über große Strecken der Handlung als enorm unsympathisch und selbstbezogen - genau das Gegenteil von dem, was ich mir zu lesen erhofft hatte: eine andere Sicht auf Lydia (sodass ich sie ab sofort vielleicht mit anderen Augen hätte sehen können). Zwar agiert sie gegen Ende hin auf eine Weise, die mich etwas versöhnlicher stimmte, dennoch blieb unterm Strich für mich ein ungutes Gefühl bestehen. (Auch ihre Tante büßte einiges an Sympathie ein.) Ich hatte mir einfach etwas ganz anderes erhofft.


Was ich als positiv empfunden habe:


❏ die Tatsache, dass Lydia und ich zumindest in puncto 'Verurteilung von Tieropfern' einer Meinung waren,


❏ den interessanten Aspekt um Wickham sowie Kitty - beide gänzlich neu interpretiert,


❏ den an sich angenehmen Schreibstil, angelehnt an den Originalton von Austen,


❏ die wahrhaftig zauberhafte Aufmachung dieses hübschen Hardcovers.


Hach … ich weiß auch nicht, ich bin bei sehr zwiegespalten - immerhin spielt die Story im Austen-Universe, also würde ich sie so gerne von Herzen lieben.


Fazit:
Auch wenn es kein Herzensbuch von mir geworden ist, bewundere ich den kreativen Hintergrund und kann mir vorstellen, dass jeder Austen -Fan schon allein aus Neugier nicht an dieser Geschichte vorbeikommt.

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Stolz, Vorurteil und Hexerei

Rezensionen von Piet1990:

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Four Heads Missing von Thorsten Schleif

Düsteres London und echte Spurensuche

„Four Heads Missing“ hat mich vor allem durch das historische Setting überzeugt. Im viktorianischen London werden mehrere kopflose Frauenleichen gefunden und William Berger und Irene Adams beginnen zu ermitteln. Besonders spannend fand ich dabei, dass der Fall auf historischen Ereignissen beruht und Thorsten Schleif echte Fakten mit einer fiktiven Geschichte verbindet.

Die Atmosphäre ist richtig gut gelungen. Die dunklen Gassen, die Armut auf der einen und der Luxus auf der anderen Seite sowie die Angst vor Jack the Ripper machen das London dieser Zeit sehr greifbar. Auch die Ermittlungsarbeit fand ich interessant, weil eben keine moderne Technik zur Verfügung steht. Stattdessen müssen Will und Irene beobachten, Menschen befragen und kleine Hinweise zusammensetzen.

Der Schreibstil liest sich flüssig und durch die eher kurzen Kapitel wollte ich meistens direkt weiterlesen. Besonders unangenehm - im positiven Sinne - fand ich die kurzen Einblicke in die Gedanken des Täters. Anfangs musste ich mich allerdings erst an die vielen Personen und Zeit-Sprünge gewöhnen, wobei das Personenverzeichnis wirklich hilfreich ist.

Fazit:
Ein spannender und atmosphärischer historischer Thriller, der True Crime und Fiktion gut miteinander verbindet. Vor allem das viktorianische London und die klassische Ermittlungsarbeit haben mir gefallen. Kleine Schwächen gibt es beim Einstieg, insgesamt hat mich der Fall aber sehr gut unterhalten.

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Four Heads Missing

Rezensionen von peedee:

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Prost, auf die Sportler von Friedrich Kalpenstein

Sport ist Mord

Kommissar Tischler, Band 13: Profi-Biathlet Moritz Binder ist es gewohnt, auf dem Siegertreppchen zu stehen. Für seine Kontrahenten hat er nur ein müdes Lächeln übrig. Bei der Eröffnung des neuen Sportgeschäftes seines ehemaligen Trainers in Brunngries ist er als prominenter Gast eingeladen – am nächsten Morgen ist er tot.

Hauptkommissar Constantin Tischler beginnt zu ermitteln. War es ein Unfall? Oder eine Abrechnung? Die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht und Binders arrogantes Verhalten wird nicht gut angekommen sein. Polizeiobermeister Felix Fink wird von Bürgermeister Gmeinwieser zu einem Tatort gerufen…

Erster Eindruck: Wenn die Resi auf dem Cover ist, kann das nur ein gutes Cover sein, oder?

Dies ist Band 13 einer Reihe, kann aber ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden (es ist jedoch schöner, das Team von Anfang an zu begleiten). Ich gelte in Brunngries schon als Einheimische *laut lach*. Es ging auch gleich zünftig los! Fremde Leute würden denken, dass in Brunngries nie etwas passieren würde, aber wir „Quasi-Einheimischen“ wissen es natürlich besser…

Ein Toter im neuen Sportgeschäft – und das gleich am Eröffnungstag! Und wie es sich herausstellt, war es der bekannte Profisportler Moritz Binder! Dieser Umstand sorgt dafür, dass das Medienecho noch grösser als sonst sein wird. Der nunmehr tote Binder scheint ein arrogantes anstatt kollegiales Verhalten an den Tag gelegt zu haben! Constantin Tischler und Felix Fink ermitteln zwar grundsätzlich in gewohnter T-U-F-Manier, aber vorerst werden sie zu zwei unterschiedlichen Fällen gerufen: Constantin zum Sportgeschäft und Felix ins Chaletdorf. Dort wartet Bürgermeister Gmeinwieser auf ihn und bittet dringend darum, den Fall nicht unnötig aufzublasen – seine Frau müsse nicht damit behelligt werden und seine Wähler auch nicht. Was soll denn das bedeuten?

Das übliche Geplänkel zwischen Constantin und Felix hat mir gefallen. Und auch die Stimmung unter den anderen Polizeimitarbeitenden. Der Mechaniker Franz Steiner, der sich ja schon einiges geleistet hat, erhält dieses Mal positives Feedback: Als Aushilfs-Taxifahrer verhindert er, dass sein Fahrgast auf den Enkeltrick hereinfällt und viel Geld los wurde. Bravo! Hach, das war wieder ein Lesegenuss: Spannung und Humor – was will ich mehr? Von mir gibt es ein weiteres Mal die wohlverdienten 5 Sterne und ich freue mich auf die Fortsetzung.

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Prost, auf die Sportler

Rezensionen von clematis:

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Solange der Fluss wartet von Wally Lamb

Corby Ledbetter

Corby Ledbetter kümmert sich ums Haus und die zweijährigen Zwillingskinder, nachdem er seinen Job in der Künstlerbranche verloren hat. Seine Suche nach einer neuen Anstellung verläuft ergebnislos und deprimierend. Durch einen folgenschweren Fehler droht die junge Familie endgültig zu zerbrechen.

Einen überwältigenden Roman präsentiert Schriftsteller Wally Lamb mit „Solange der Fluss wartet“ und schafft es mit seiner eloquenten und authentischen Erzählweise spielend auf meine persönliche Bestenliste. Der eindringlich geschilderte erste Teil des Buches weckt große Erwartungen, welche bis zum Ende hin nicht nur erfüllt, sondern sogar noch übertroffen werden. Lebensnah wird Corbys Alltag beschrieben, unglaublich kurzweilig erstreckt sich die Zeit bis hin zum Drama. Und auch danach geht es bestens recherchiert und realitätsnah weiter, nämlich bei der Gerichtsverhandlung und im ewig gleichen Trott des Gefängnislebens, das so ewig gleich gar nicht ist. Einzelne Tage werden herausgegriffen, das Dilemma des Gerechtigkeit suchenden Ledbetter auf erschreckend bildhafte Art und Weise zu Papier gebracht. Wie übersteht man als Neuling im Knast die ersten Stunden, Tage und Wochen? Wem kann man vertrauen? Kann man überhaupt jemandem unter den Mithäftlingen oder unter den Wärtern vertrauen? Kapitel mit nicht immer leicht zu lesender Kost folgen, die Brutalität muss gar nicht stets in Worte gefasst werden, oft reicht aus, was zwischen den Zeilen mitschwingt. Wer meint, das war es dann, der wird völlig überrumpelt davon, wie dieser großartige Roman tatsächlich endet – trotz meiner eher nüchternen Haltung habe ich die letzten Seiten mit Tränen in den Augen umgeblättert.

Unausgesprochene Gedanken, welche nie in Worte gefasst werden, können so unendlich viel Leid nach sich ziehen. Der Stellenwert von Reue und Vergebung wird oft gering geschätzt, vielleicht sollten wir nach diesem emotional so bewegenden Roman wieder einmal darüber nachdenken.

Ich wiederhole mich, wenn ich „Solange der Fluss wartet“ als absolut lesenswert einstufe, aber nichts anderes kann man zu diesem Buch abschließend sagen. Fünf verdiente Sterne für ein Werk, das leider sehr nahe an ein realistisches Szenario herankommt.

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Solange der Fluss wartet

Rezensionen von Nicole Koppandi:

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Schule der Elefanten von Sophy Roberts

Eines der besten Sachbücher der letzten Zeitn

Sophy Roberts geht der unglaublichen Geschichte nach, dass im Jahr 1879 König Leopold II. von Belgien Afrika für sich vereinnahmen wollte. Seine Idee war es, afrikanisches Land für Belgier*innen bewohnbar zu machen. Dies wollte er mit „trainierten“ Elefanten, die die Arbeit (Holz- und Menschentransporte, Pflug- und Erntearbeiten uam) verrichten, umsetzen.

Um die afrikanischen Elefanten einzufangen und zu schulen, war seine Vision, asiatische Elefanten als Köder einzusetzen, die die Herden der afrikanischen Elefanten anlocken sollten.

Für diesen Vorhaben organisierte er den irischen Abenteurer Frederick Carter und vier asiatische Elefanten aus Indien.

Asiatischen Elefanten wird nachgesagt, im Gegensatz zu afrikanischen Elefanten, dass sie für derartige Schwerarbeit sehr tauglich sind. Afrikanische Elefanten wurden wegen dem Elfenbein gejagt, aus dem vor allem Billardkugeln und Klaviertasten hergestellt wurden.

Sophy Roberts beschreibt die mühsame Reise der vier asiatischen Elefanten von Mumbai (heutiges Bombay) über Muscat nach Aden (im Oman), von dort weiter nach Stone Town in Sansibar und nochmals weiter nach Tansania an den Tanganyka See. Für die vier Elefanten war diese Reise eine Herausforderung. Vor den Ufern des heutigen Dar es Salaams wurden die Elefanten mit Seilen und Tüchern ins Wasser gehoben und mussten dann zwei Kilometer weit schwimmend das Festland erreichen, weil das Schiff aufgrund der Sandbänke nicht näher an das Ufer herkam.

Die lebensgefährliche Reise mit den Elefanten quer durch Tansania ist unglaublich spannend zu lesen und hat mich immer wieder nur mit Kopfschütteln zurückgelassen, so unfassbar grausam wie Menschen und Tiere behandelt wurden.

Sophy Roberts ist ab Stone Town selbst der Route gefolgt und erzählt viel über das damalige und insbesondere auch heutige Tansania, was sich im Laufe der Zeit verändert hat, welche Schwierigkeiten es in dem Land heute gibt, wie damals gab.

Das Buch ist für mich genau zum richtigen Zeitpunkt erschienen. Ich habe es in Dar es Salaam und Stone Town gelesen. Hier wird Kolonialismus mal ganz anders erzählt – wie ich es noch nicht gelesen habe. Ich bin aus dem Staunen nicht rausgekommen.

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Schule der Elefanten

Rezensionen von Marry:

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Die fabelhafte Geschichte von Herrn Leopold, der schweben konnte von Rebecca Gugger

Herr Leopold hat uns begeistert

Das Buch „Die fabelhafte Geschichte von Herrn Leopold, der schweben konnte“ ist wirklich gelungen. Auf dem Hardcover sehen wir bereits Leopold, wie er in den Wolken schwimmt. Er ist super lustig illustriert und hat meine Kinder zum Lachen gebracht.

Bereits seit seiner Geburt konnte Leopold schweben.

Er hob ständig ab, doch die Sorge der Menschen, dass er eines Tages vielleicht davonschwebt, sorgte dafür, dass diese ihm so viel Gepäck wie nur möglich anbanden, sodass er nicht mehr schweben konnte. Und mit dieser schweren Last ging er durchs Leben und vergaß, dass er mal so etwas Tolles konnte. Doch eines Tages schwebte Mathilda an ihm vorbei und weckte Erinnerungen in ihm.

Ich habe lange nicht mehr so ein tolles Buch in der Hand gehalten. Die Blätter fühlen sich sehr hochwertig an. Die farbigen Illustrationen haben meinen Kindern am meisten gefallen. Insbesondere die Doppelseite, auf der nur Herr Leopolds Kopf abgebildet ist.

Für mich persönlich ist das Buch ein Jahreshighlight. Es zeigt uns, dass anders sein nichts Falsches ist und man mit Leichtigkeit durchs Leben gehen sollte und sich diese so lange es geht bewahren sollte. Eine ganz große Empfehlung!

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Die fabelhafte Geschichte von Herrn Leopold, der schweben konnte