Kunden em pfehlungen
Rezensionen von gabiliest:
Immerland – Der Ozean der Ewigkeit von Flix
Ein Feuerwerk der Fantasie
Mit “Der Ozean der Ewigkeit” hat der vielfach preisgekrönte Illustrator und SPIEGEL Bestseller-Autor Felix Görmann unter dem Pseudonym Flix den zweiten Band der “Immerland-Trilogie”, einen Jugendroman, geschrieben und illustriert, der die Lesenden in Welten zwischen Utopie und Dystopie führt.
Das hochwertige, künstlerisch herausragend gestaltete Hardcover mit Goldprägung lädt dazu ein, Mika, die Hauptfigur des Buches, bei seinen Abenteuern zu begleiten.
Mika ist fast vierzehn Jahre alt, bei seinen Mitschülern nicht besonders beliebt und ein Zocker. Schon einmal war er in Immerland, einer Welt jenseits von Raum und Zeit. In der ewigen Stadt ist er nur knapp dem Tyrannen – dem Doktor – entkommen. Nun landet Mika in Immerland, dieses Mal zusammen mit einer Mitschülerin, der stressigen Jessica, der Selfies und Posts über alles gehen. Mika muss Jessica wieder nach Hause bringen. Um in die ewige Stadt zu kommen, robbt Mika durch stinkende Abwasserkanäle, verfolgt von einem Rudel naiver Affen, den Jägern. Doch Jessica scheint es in der ewigen Stadt zu gefallen, denn dort wird jeder Wunsch sofort erfüllt. Wieder trifft Mika bei seiner gefährlichen Mission auf seinen größten Feind, den Doktor. Diesmal möchte nicht nur er verhindern, dass Jessica und Mika Immerland wieder verlassen.
Flix hat in “Immerland – Der Ozean der Ewigkeit” ein wahres Feuerwerk an Ideen abgebrannt. Aus jeder Seite des Buches kriecht eine Kreatur – meistens feindlich gesinnt, manchmal hilfsbereit, wenn auch nur aus Eigennutz. So hat Mika, der in der Oberwelt etwas linkisch erscheint, in Immerland die Rolle eines Helden. Niemand kann so gut riesige Maschinen steuern wie er. Auch wenn Mika immer wieder überzeugt ist, dass ”Dinge passieren. Aus Gründen. Und meistens ist es Physik”, wird man in diesem Buch die Gesetze der Physik und Logik vergeblich suchen.
In atemberaubendem Tempo verändern sich die Szenerien und die Aufgaben, die Mika zu bewältigen hat. Damit erinnert der Ablauf des Geschehens an ein Computerspiel. Einige der Charaktere, denen Mika begegnet, sind schon aus dem ersten Band der Reihe bekannt, bleiben aber insgesamt eher blass. Auch die Figur des Doktors, Mikas Endgegner, bekommt wenig Raum. Doch diesmal ist klar: Mika muss nicht nur Jessica und sich selbst retten, sondern die gesamte Menschheit. Denn der Doktor möchte allen ewiges Leben und die Erfüllung aller Wünsche ermöglichen und nicht nur Immerland beherrschen, sondern die ganze Welt.
“Immerland – Der Ozean der Ewigkeit” ist ein Comicroman in geschriebenen Bildern, die erst im Kopfkino der Lesenden sichtbar werden. Doch auch das leistungsfähigste Kopfkino könnte durch die ungeheure Ideenfülle überfordert sein, die manchmal die Geschichte nicht voranbringt, sondern immer wieder mit neuen Elementen ausgestaltet. Da das Buch ab zwölf Jahren empfohlen wird, ist die Sprache der Altersgruppe angemessen, und man sollte sich an einigen nicht salonfähigen Ausdrücken nicht stören. Im Hintergrund laufen wichtige Themen mit: Macht Konsumwahn unfrei? Ist ewiges Leben wirklich erstrebenswert? Ist der Mensch nur ein Irrtum der Evolution? Kann dieses Buch die Zocker von ihren Geräten weglocken?
Und der Ozean der Ewigkeit? In einem unermesslichen Raum schwimmen Seelen, die ihre Lieben zwar sehen, aber keinen Kontakt zu ihnen aufnehmen können. So regt das Buch auch durch poetische Passagen zum Nachdenken an und schafft Vorfreude auf Band drei, der 2027 erscheinen wird.
Mein Fazit:
“Immerland – Der Ozean der Ewigkeit” ist ein Jugendbuch, das mit überbordendem Ideenreichtum, bildhafter Sprache und einer spannenden Geschichte aufwartet. Die Themen Freundschaft und Loyalität sind wichtig, neben jeder Menge Abenteuer gibt es auch nachdenklich stimmende Passagen. Jugendliche, die ein Feuerwerk der Fantasie und eine unkonventionelle Handlung schätzen, haben hier sicher zum richtigen Buch gegriffen.
Rezensionen von yellowdog:
Ist doch schön hier von Miriam Burdelski
Das Haus in Kudern
Liesels Großmutter stammt aus Ostpreußen. Sie erzählt ihrer neunzehnjährigen Enkelin Geschichten aus der alten zeit, auch nach der Flucht nach Deutschland.
Noch im Pflegeheim spürt man der inzwischen alten, dementen Emmi die Sehnsucht nach der verlorenen Heimat an.
Gemeinsam mit einem Freund wagt Liesel die Reise mit ihrer Großmutter nach Polen.
Es wird nicht einfach.
Es geht dann auch viel um Familie und Beziehungen und es gibt auch ein großes Geheimnis aus der Vergangenheit. Das hatte einfluß auf alle Familienmitglieder.
Miriam Burdelskis Erzählstil erlaubt ein starkes Mitfühlen. Nicht jedes Buch ist so emotional und dennoch ausgewogen.
In der Danksagung betont die Autorin noch, dass die Figuren dieses Romans nicht die ihrer Familie sind und dennoch hatte die Fluchtgeschichte ihrer Großmutter mit beeinflusst.
Rezensionen von peedee:
Tage am Fluss von Jochen Mariss
Knappe 3 Sterne für das Debüt
In Erlengrund geht alles ein bisschen gemächlicher: Sara betreibt die kleine Fähre, die das Dorf mit dem Rest der Welt verbindet. Sie lebt zurückgezogen mit ihren Tieren auf einem kleinen Hof. Sie hat Sorgen: tiefe Wasserstände, die den Fährbetrieb zuweilen verunmöglichen und ihre Finanzen deutlich schmälern; der geplante Bau einer Brücke, die ihre Fähre und somit ihre Arbeit überflüssig macht; das Haus, das dringend renoviert werden müsste.
Eines Tages taucht ein junger Mann mit einer Verletzung auf ihrer Fähre auf: Leon. Sie verarztet ihn und gewährt ihm Unterschlupf gegen Mitarbeit auf dem Hof. Ein erstes und wichtiges gemeinsames Thema: die Liebe zur Natur…
Erster Eindruck: Das Cover mit der im Fluss badenden Frau gefällt mir; es vermittelt eine Leichtigkeit, Unbeschwertheit.
Sara führt als Fährfrau die Tradition ihrer Vorfahren weiter. Sie lebt ein eigenbrötlerisches Leben; die Gesellschaft ihrer Tiere ist ihr lieber als die der Menschen. Die Schuldgefühle, die sie seit vielen Jahren mit sich herumträgt, hat sie einen Schutzwall um sich herum errichten lassen. Der verletzte Leon taucht aus dem Nichts auf: Ohne sich weiter Gedanken zu machen, gewährt sie ihm Obdach – das hätte ich nicht gekonnt. Leon gibt sich zugeknöpft – er verrät nicht viel über sich, woher er kommt, wohin er wollte, wieso er verletzt ist.
Beim Kennenlernen öffnen sich beide ein bisschen und lassen den anderen ein wenig über ihre Schutzmauer blicken. Sara erzählt von ihren Eltern, ihrem Bruder Jan und ihrem aktuell grösstem Problem, dem geplanten Bau einer Brücke. Er berichtet von seiner Liebe zu den Bäumen, dem abgebrochenen Studium und seiner Teilnahme bei einer Waldbesetzung, die durch die Polizei beendet wurde.
Naturschutz, Klimaangst, Aktivismus, Panikattacken, Fährschifffahrt, Probleme unterschiedlichster Art (Familie, Alkohol, Finanzen) – eine (zu) breite Palette an Stichworten. Was soll ich zu diesem Buch sagen? Lange Zeit war meine Position zum Gelesenen ziemlich neutral: Es war weder ausnehmend gut, noch hat es mich gelangweilt. Es plätscherte ein bisschen vor sich hin, was aber (für mich) zum Thema Fluss passte. Der Ausgang der Geschichte ist mir zu offen. Veränderungen – egal welche – brauchen etwas Zeit. Wäre alles holterdiepolter „perfekt“ aufgelöst worden, wäre es unrealistisch gewesen. Unrealistisch war für mich die Situation mit dem Geld; dies wurde mir zu sehr romantisiert. Für das Debüt gibt es von mir aufgerundete 3 Sterne.
Rezensionen von Miro:
Ich geh jetzt los und bring mich um von Fang Fang
Eine unsichtbare Frau
He Hanqing lebt im Elternhaus ihres Mannes. Der Sohn ist zum studieren ausgezogen und Hanqin kümmert sich um alle Belange der Familie. Sie ist zuständig für den Haushalt, die Versorgung der Schwiegereltern und ebenso fürs Geldverdienen, denn ihr Mann widmet sich nur mehr der Kunstschnitzerei, seit er seine Arbeit in der Werkstatt verloren hat.
Hanqing führt ein äußert beschwerliches Leben, geprägt von mühevoller Arbeit und keiner Sekunde für sich. Sie ist außerdem eine liebevolle Person, die sich um die älteren Nachbarn kümmert, von denen sie immerhin auch mal ein gutes Wort bekommt. Von ihrer Familie wird sie nämlich nur ausgeschimpft und ist nie gut genug. Ihr wurde keine Bildung zuteil, aber sie meistert ihren Alltag mit Bauernschläue und ist sich dessen bewusst, dass auch dieses Wissen seinen Wert hat.
Doch irgendwann wird es He Hanqin zuviel und sie geht los, um sich umzubringen. Dieser Ausbruch aus ihrem Alltag birgt Überraschendes und endet, wie er enden sollte.
Fang Fang widmet sich auch in diesem Buch den Schwierigkeiten eines Frauenlebens im traditionellen China. Ihre Protagonistin ist keine stille und ruhige Frau und doch lebt sie ein unsichtbares Leben, denn ihr wird ihr Wert abgesprochen. Für mich, als Europäerin, ist es schwierig, diesen Kulturkreis zu verstehen und vor allem zu mögen, denn die Bücher der Autorin sind nie einfache Kost. Da fühlt man sich gleich Hunderte Jahre zurückversetzt. Feminismus und Emanzipation scheinen dystopisch weit entfernt. Diese Buch ist wahrscheinlich nicht das Stärkste von Fang Fang, aber auch auch dieses zeigt auf, wie einsam eine Frau im Familienverband sein kann, wenn sie keine Wertschätzung erfährt.
Rezensionen von drachenzahn:
Magische Spiegel - Kinderspiel ab 5 Jahre von Kseniya Kuznetsova
Symmetrie spielerisch entdecken
Der „Magische Spiegel“ ist ein originelles Lernspiel, das Kindern auf spielerische Weise das Thema Symmetrie näherbringt. Bereits Vorschulkinder ab etwa fünf Jahren können damit erste Erfahrungen sammeln, aber auch in der Grundschule lässt sich das Spiel gut einsetzen, etwa als Ergänzung im Mathematikunterricht.
Das Spiel enthält mehrere farbenfrohe Wimmelbilder, die mit ihren kantigen Formen und kräftigen Farben an Werke von Picasso erinnern. Darauf sind verschiedene Motive versteckt, von denen jeweils nur eine Hälfte zu sehen ist. Erst mithilfe eines Spiegels wird das vollständige Bild sichtbar. So lernen Kinder ganz nebenbei das Prinzip der Achsensymmetrie kennen.
Es gibt zwei verschiedene Spielvarianten. In der ersten besitzt jeder Spieler eine eigene Bildkarte und sucht die auf kleinen Aufgabenkärtchen vorgegebenen Motive. Hier spielt jeder weitgehend für sich. Mein Kind empfand diese Variante allerdings gelegentlich als frustrierend, wenn auf der eigenen Karte die gesuchten Motive nur schwer oder gar nicht zu finden waren, während andere schneller Erfolg hatten.
Die zweite Spielidee hat uns deutlich besser gefallen. Alle spielen mit derselben Bildkarte und müssen die fehlende Bildhälfte zunächst gedanklich ergänzen. Erst anschließend wird mit dem Spiegel überprüft, ob die Vermutung richtig war. Dadurch spielt man gemeinsam, und alle haben dieselben Voraussetzungen.
Die pädagogische Idee hinter dem Spiel gefällt mir ausgesprochen gut. Wahrnehmung, räumliches Vorstellungsvermögen und das Verständnis für Symmetrie werden sinnvoll gefördert. Der eigentliche Spielablauf wiederholt sich jedoch recht schnell, sodass der Wiederspielreiz bei uns eher begrenzt war. Nach einer Partie dauerte es einige Zeit, bis unser Kind erneut spielen wollte.
Insgesamt ist „Magische Spiegel“ ein gelungenes Lernspiel mit einem interessanten Konzept, das sich besonders für den Einsatz im Kindergarten oder in der Grundschule eignet. Als abwechslungsreiches Familienspiel konnte es uns jedoch nur bedingt überzeugen, da sich das Spielprinzip auf Dauer etwas wiederholt.
Rezensionen von Petra Gruber:
Querfeldein von Alex Capus
Arnold und sein Gasthof zur Moskau
Ich habe jetzt länger nichts von Alex Capus gelesen, aber alles, was ich bisher gelesen habe, mochte ich sehr. Königskinder, Léon und Louis, das sind Titel, die hängen geblieben sind.
So ist es wenig überraschend, dass ich auch Querfeldein sehr gerne gelesen habe. Ich mag die Sprache des Autors sehr.
Da stimmt jedes Wort, sie ist schön zu lesen und drängt sich nicht vor. Im Mittelpunkt stehen die Geschichten, die erzählt werden bzw. noch mehr die Charaktere, die immer eingebettet sind in ihre Zeit und ihre Gesellschaft, aber dennoch anders sind und besonders.
Arnold hat einen Traum, den Traum vom eigenen Wirtshaus. Mit dem Gasthof zur Moskau (das eigentlich „Zur Eintracht“ heißen sollte, aber das liest man am besten gleich selber zum Einstieg in den Roman) verwirklicht er sich diesen Traum. Und als die mutige, starke, ebenfalls freiheitsliebende Betty auf ihrem Pferd vorbei kommt, verwirklicht sich auch sein Traum von der großen Familie.
Im Grenzbereich zwischen Deutschland und der Schweiz ist immer etwas los und als das Jahr 1933 aufzieht, geraten auch Arnold und seine Familie in das Rad der Geschichte.
Ein wunderschöner, ruhig erzählter Roman. Sehr empfehlenswert!
Rezensionen von Odina:
Tödliches Verderben von Karin Slaughter
Dunkle Wahrheit
„Tödliches Verderben“ von Karin Slaughter ist der zweite Band der North Falls-Reihe und handelt von der Kleinstadt Verona, deren Frieden zerbricht, als eine Polizistin brutal angegriffen wird. Sheriff Emmy Clifton stößt bei ihren Ermittlungen auf eine alte Verschwörung, in die mächtige Bürger verwickelt sind.
Gemeinsam mit ihrer Schwester Jude gerät sie in ein gefährliches Netz aus Lügen, Mord und Verrat. Da es sich um eine Fortsetzung handelt, sollte man den ersten Band gelesen haben um Zusammenhänge und Hintergründe besser zu verstehen. Der Schreibstil ist flüssig, anschaulich und detailreich. Die Atmosphäre wirkt lebendig und düster zugleich. Durch zahlreiche unerwartete Wendungen bleibt die Spannung durchgehend hoch, während nach und nach dunkle Geheimnisse ans Licht kommen. Emmy Clifton ist eine starke, aber auch verletzliche Figur. Ihre Familiengeschichte und persönlichen Schwächen machen sie glaubwürdig und verleihen der Handlung zusätzliche Tiefe. Insgesamt ist das Buch eine gelungene Fortsetzung mit komplexer Handlung, empfehlenswert für alle Slaughter-Fans.
Rezensionen von Thorsten:
Das Krähenzimmer von Carolin Frey
Spannend von der ersten bis zur letzten Seite
Auf "Das Krähenzimmer" von Carolin Frey bin ich durch das markante Cover und den Spannung erregenden Klappentext aufmerksam geworden. Der Thriller beginnt schon mit einem mitreißenden Prolog und geht spannend weiter. Die Protagonistin Lotta ist eine auffällige Frau mit einigen Ticks und Macken, die eine Auszeit in einem Haus am in den Dünen verbringt, wo sie als Kind oft mit ihrer Familie war.
Lotta fühlt sich dort aber nicht mehr wohl. Ständig hat sie das Gefühl beobachtet zu werden und das sich jemand in dem Haus befindet. Auch die Leute in dem kleinen Dorf verhalten sich reserviert und benehmen sich anders. Als Lotta das Tagebuch einer jungen Frau entdeckt, die vor ihr in diesem Haus gelebt hat, lüften sich nach und nach die Geheimnisse.Carolin Frey hat einen beklemmenden und packenden Thriller mit vielen Geheimnissen vor einem interessanten Hintergrund geschrieben. Der Thriller hat vielschichtige Figuren und die Handlung hallt noch lange nach.
Rezensionen von Seitenquests:
Wenn die Bienen schweigen von Caryl Lewis
Es sind die kleinen Dinge
"Ich hab sie geküsst", sagt sie noch einmal, als staunte sie selbst darüber. "Es hat nach Apfel geschmeckt"
Was für eine bedeutungsträchtige Dystopie!
Man taucht direkt in die Handlung ein und erfährt einiges über die Welt, Leben ist eigentlich nur unter den schlimmsten Bedingungen möglich, wenn man es leben nennen kann.
Frauen werden nicht mehr als echte Menschen angesehen, es gibt Regeln, wo wir heutzutage nur den Kopf schütteln würden. Doch wieso eigentlich? Wir steuern genau auf solch eine Zukunft zu, also finde ich, dass das Buch absolut gut die Realität trifft, die sein kann und einem ein wirklich beklemmendes Gefühl dadurch gibt. ABER das Buch schafft es auch, dass man Hoffnung spürt, sich an den kleinen Dingen erfreut und innerlich zu einer Rebellin wird.
Aber wie sieht es mit dem Schreibstil aus? Ganz schön gut würde ich sagen! Der einfacher Stil ermöglicht einen durchgehenden Lesefluss, zieht durch Wortwahl den Leser absolut tief in seinen Bann und lässt diesen auch nicht mehr los. Es ist alles schön beschrieben, so dass man sich alles gut vorstellen kann, seien es Umgebungen, Personen oder gar Emotionen.
Die Charaktere sind alle durch und durch klasse geschrieben. Die Gegenspieler kann man aus gutem Grunde nicht leiden, genauso wie man die Protagonistin und ihre Freundinnen absolut nur mögen kann, jede Einzelne Figur hat ihre Eigenheiten, Schwächen und Stärken, aber - ganz wichtig, auch ihre absolut starke Entwicklungen, die nachvollziehbar sind!
Jess ist absolut ein Mensch die ich bewundere und unterstützen möchte. Ich könnte zu noch einer Figur etwas schreiben, aber das ist leider ohne Spoiler nicht möglich.
Das Cover ist absolut passend gewählt, immerhin sind Bienen der Auslöser für alles aber durch das Verwaschene wirkt es, als sei es eher düster, was wiederum auch passend ist.
Mein Fazit? Absolute Leseempfehlung für jeden, da dieses Thema einfach so unglaublich wichtig ist, ja es ist ein Jugendbuch, aber gerade dort finde ich dieses Thema so wichtig es anzusprechen! Ich habe viel nachdenken müssen nach dem Lesen, ABER das Ende hat mich aufgeregt, da das Buch ein Einzelband ist und die Geschichte so offen endet, als wäre es Tag der offenen Tür und das mag ich absolut nicht leider.
Rezensionen von Odina:
Septembermord von Chris Chibnall
Spannender Dorfkrimi
In „Septembermord“ von Chris Chabnell wird das Dorf Fleetcombe durch den grausamen Mord am Wirt des „White Hart“ aus seiner gewohnten Ruhe gerissen. Detective Nicola Bridge übernimmt gemeinsam mit DC Harry Ward die Ermittlungen und stößt dabei nach und nach auf ein dichtes Netz aus Lügen, Schweigen und dunklen Geheimnissen, das tief in die Dorfgemeinschaft hineinreicht.
Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und angenehm leicht, sodass man schnell in die Geschichte eintaucht und sich gut in Fleetcombe zurechtfindet. Die eher kurzen Kapitel sorgen für ein angenehmes Lesetempo. Die Spannung wird überzeugend aufgebaut und durch unerwartete Wendungen immer wieder neu angefacht, sodass man bis zum Schluss miträtselt. Besonders gelungen sind die authentischen Figuren. Nicola Bridge und Harry Ward ergänzen sich als Ermittlerteam sehr gut und bringen eine schöne Dynamik in die Handlung. Auch die Atmosphäre im Dorf sowie die Eigenheiten der Bewohnerinnen und Bewohner sind stimmig dargestellt. Insgesamt ist das Buch ein gelungener Krimi für alle, die spannende Lesestunden und geheimnisvolle Dorfatmosphäre mögen.











