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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Francesca :

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We Who Will Die von Stacia Stark

Gute Ideen, aber leider mehr Verwirrung statt Lesegenuss - 2,5 Sterne

Mit diesem Buch bin ich aufgrund der vielen begeisterten Rezensionen und hohen Bewertungen mit entsprechend hohen Erwartungen gestartet. Leider konnte die Geschichte diese Erwartungen für mich über weite Strecken nicht erfüllen.

Mein größtes Problem war der Einstieg. Die ersten 30 % des Buches empfand ich als äußerst verwirrend und unstrukturiert.

Man wird direkt in die Handlung geworfen, ohne ausreichend Orientierung zu erhalten. Die Hintergründe der Welt werden nur angedeutet, zahlreiche Figuren und Orte werden eingeführt, ohne dass ihre Bedeutung klar wird, und wichtige Zusammenhänge bleiben lange unverständlich. Zusätzlich erschwerte der Schreibstil den Einstieg, da immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit gewechselt wird. Da ich bereits Schwierigkeiten hatte, die aktuelle Handlung einzuordnen, sorgten diese Rückblenden eher für zusätzliche Verwirrung als für mehr Tiefe.

Tatsächlich habe ich das Buch mehrfach zur Seite gelegt und erst im dritten Anlauf vollständig konsumiert. Die ersten 30 % hätten für mich kaum mehr als einen Stern verdient.

Ab etwa 30 % wurde die Geschichte etwas zugänglicher. Nach und nach verstand ich zumindest die wichtigsten Figuren und einige Hintergründe besser. Dennoch musste ich häufig Szenen wiederholen, um Zusammenhänge nachvollziehen zu können. Selbst am Ende des Buches hatte ich nicht das Gefühl, wirklich alle Verbindungen zwischen den Figuren verstanden zu haben.

Zwischen 45 % und 65 % begann die Geschichte schließlich, mich zumindest stellenweise zu unterhalten. Einige Dynamiken zwischen den Charakteren funktionierten besser, einzelne Szenen konnten mich überzeugen und das Lesen beziehungsweise Hören fühlte sich nicht mehr dauerhaft anstrengend an. Ab ungefähr 65 % nahm die Handlung für mich deutlich Fahrt auf. Die Dialoge wurden stärker, die emotionalen Momente funktionierten besser und ich konnte erstmals eine gewisse Verbindung zu einzelnen Figuren aufbauen. Auch die Richtung der Handlung wurde klarer, wodurch Spannung entstand.

Besonders die letzten 20 % haben mir schließlich wirklich gut gefallen. Endlich hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte wusste, worauf sie hinarbeitet. Die Spannung zog spürbar an, wichtige Nebenfiguren bekamen mehr Gewicht und die Handlung entwickelte sich in eine interessante Richtung. Schade war allerdings, dass dieser Punkt erst so spät erreicht wurde.

Das grundlegende Konzept der Geschichte fand ich durchaus spannend. Die Gladiatorenkämpfe, die Herrschaft des Vampirimperators und die Andeutungen einer möglichen Revolution bieten viel Potenzial. Auch die verschiedenen Spezies und die politischen Machtstrukturen klangen interessant. Für mich blieb dieses Potenzial jedoch weitgehend unausgeschöpft. Viele Ideen wurden eher angerissen als wirklich vertieft.

Mit den Figuren hatte ich ebenfalls Schwierigkeiten. Zu Arvelle konnte ich erst gegen Ende eine gewisse Beziehung aufbauen. Die Liebesgeschichte konnte mich nicht überzeugen, da sowohl die Hauptfigur als auch die Love Interests für mich über weite Strecken zu blass und wenig greifbar wirkten. Tatsächlich fand ich die Beziehung zwischen Arvelle, und ihren Brüdern sowie ihrer Freundinnen deutlich interessanter als die romantischen Aspekte der Geschichte. Die beiden männlichen Hauptfiguren blieben für mich weitgehend irrelevant und konnten keine emotionale Bindung erzeugen.

Insgesamt bleibt für mich ein sehr gemischter Eindruck zurück. Während das letzte Drittel einige starke Momente bietet und das Grundkonzept vielversprechend ist, waren die langen Phasen der Verwirrung, die Vielzahl an Figuren und die fehlende Orientierung für mich zu große Schwächen. Das Ende konnte die Probleme des Einstiegs und der ersten Hälfte leider nicht mehr ausgleichen.

Fazit: Eine interessante Grundidee mit einem gelungenen Finale, die für mich jedoch unter einem sehr schwachen und verwirrenden Einstieg sowie wenig greifbaren Figuren leidet. Da ein großer Teil des Buches für mich nicht funktioniert hat, werde ich die Reihe nicht weiterverfolgen und kann sie nicht empfehlen.

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We Who Will Die

Rezensionen von Petra:

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Ab durch die Mitte von Kristina Günak

Eine Maklerin auf Abwegen

Paula ist als Immobilienmaklerin nicht glücklich, aber sie will diesen Job auch nicht aufgeben, zu viel hat sie darin gesteckt. Durch besondere Umstände landet sie in einem kleinen Ort nicht weit von Hamburg. Der örtliche Tierarzt braucht Unterstützung und das sie gerade gekündigt wurde macht sie jetzt dort die Büroarbeiten.

Hunde und Katze mögen sie ziemlich schnell und das beruht auf Gegenseitigkeit. Auch der Tierarzt ist nicht ohne. Wäre da nicht die vielen Gedanken und Erwartungen die Paula mit sich herumschleppt. Die beginnende Romanze bekommt dadurch Schlagseite denn Luca kann nicht Gedanken lesen, Lippen lesen kann er denn er ist sehr schwerhörig. Ein Element das sehr gut eingearbeitet in dem ansonsten sehr humorvollen Roman.
Die Autorin kenne ich schon von anderen Büchern, ihr humorvoller Schreibstil ist ein Garant für gute Unterhaltung die nicht zu seicht geschrieben ist. Ob ihre Protagonisten ein körperliches, soziales oder emotionales Handicap oder Probleme haben, sie bringt es immer in einem passenden Zusammenhang ohne erhobenen Zeigefinger oder in einer anderen Art über griffig zu wirken.
Es macht Spaß sich das Buch zu nehmen und einige Stunden abzutauchen, auch wenn man selber keine Haustiere hat, lernt man hier welche kennen und die Probleme und Sorgen die sie verursachen können. Meistens sind nicht die Tiere und ihre Leiden oder Vorstellungen wie ihr Leben aussehen sollte das Problem sondern die Herrchen und Frauchen die entweder überfordert oder wenig empathisch sind. Das wird hier erwähnt in der Hoffnung das wir es besser machen.

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Ab durch die Mitte

Rezensionen von @lust_auf_literatur:

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Angst vor Männern von Nicole List

Angst vor Männern

Als ich den großen Spiegel-Artikel mit dem Interview von Collien Fernández las, in dem sie erzählt, warum sie jetzt eine Klage gegen ihren zukünftigen Exmann Christian Ulmen eingereicht hat, war ich entsetzt. Und gleichzeitig nicht überrascht. Schon lange weiß ich, was Männer Frauen antun können, nicht obwohl, sondern weil sie sich in ihrem direkten Umfeld befinden und manchmal sogar in einer Liebesbeziehung.

Und ich habe Angst davor.
Als ich dem Mann, der mir am nächsten steht, von dem Artikel und den Presseberichten erzählte und nach seinen Gedanken dazu fragte, hatte er noch gar nichts davon mitbekommen.
In seiner Welt gehören solche Meldungen zur Yellow Press und sind nichts, was ihn persönlich betrifft. Er liest „richtige“ Nachrichten, wie Börsenkurse etc.pp.

Und genau da liegt irgendwo ein Problem. Nicht meine Freunde, oder meine Arbeitskollegen lesen den Essay „Angst vor Männern“ von Nicole List, sondern ICH. Wobei fair enough: Meine Feunde und Arbeitskollegen lesen einfach vermutlich gar nicht, außer Aktionkurse und Bundesligatabellen, siehe oben.

“Dieses ganze Buch handelt davon, ist im Grunde ein einziges Lehrwerk für Männer, endlich die beschissene Situation zu verstehen, in der man als Frau so oft steckt.”

Nicole List erzählt darin sehr persönlich und auch anekdotisch von ihrer Angst vor Männern, die sie mit ihren Freundinnen teilt. Von den vielen Situationen als Frau, die einzeln genommen vielleicht gar nicht so schlimm oder alltäglich wirken, in ihrer Summe aber Frauen* immer wieder klar machen, in wessen Welt sie sich bewegen.
List adressiert dabei direkt die Lesenden und fordert sie auf, diese Realität und Angst von Frauen endlich anzuerkennen.

Das Ding ist nur, ich glaube wirklich, es interessiert Männer einfach nicht. Es ist ja nicht so, als hätten wir noch nie darüber geredet und als gäbe es keine Zahlen, Fakten und Statistiken darüber.
Meine persönliche Einstellung zum Leben, Lieben und Arbeiten mit Männern ist zynisch und pragmatisch und ich fürchte, anders als der Abschluss von Lists Essay, mit wenig Hoffnung auf Veränderung.

Ich begrüße jede Veröffentlichung und jede Stimme, die das ausdrückt und Worte dafür findet, was viele wahrscheinlich viele so Menschen empfinden, sich aber nicht trauen , auszusprechen, oder vielleicht gar zu denken.

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Angst vor Männern

Rezensionen von Petra:

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Das kleine Handbuch einer Vorstadt-Killerin von Mark Mupotsa-Russell

Anderer Inhalt als erwartet

Der Klappentext und das Cover täuschen uns Leser. Es ist kein Cozy Crime sondern ein in meinen Augen knallharter Thriller.
Olivia lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in einer australischen Kleinstadt, ihr altes Leben hat sie komplett hinter sich gelassen. Niemand hat eine Ahnung welchem Beruf sie früher in Spanien nach ging.

Dann geschieht eine Tragödie und die sorgfältige Inszenierung löst sich in Luft auf. Sie kommt zurück zu ihren Anfängen. Sie war Auftragskillerin, eine sehr gute sogar.
Mit ihren Fähigkeiten will sie Rache nehmen. Dadurch tauchen auch Figuren aus ihrer Vergangenheit wieder auf.
Olivia ist eine Figur die man nicht mögen will, trotzdem kann man sich in sie hinein fühlen und bringt sogar Verständnis auf. Eine perfekte Figur die man hassen sollte aber liebt.
Der Krimi ist nicht ohne. Stellenweise brutal und dann wenn es um die Familie geht, liebevoll und sorgsam-
Die Sprache war teilweise grenzwertig und dann wieder mit Humor gewürzt.
Die Autorin hat einfach nichts ausgelassen um uns Leser nicht von der Leine zu lassen. Die Wendungen hatten so ein Tempo das man manchmal nur mit Mühe mitkam.

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Das kleine Handbuch einer Vorstadt-Killerin

Rezensionen von Brigittte:

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Leserabe Vor-Lesestufe - Eine kleine Katze für Anton von Katharina E. Volk

Schneller Leseerfolg mit Bildern

Zunächst bin ich von den farbenfrohen Illustrationen sehr begeistert. Dadurch gibt es bei der Geschichte für die Kinder jede Menge zu entdecken und es macht sie noch greifbarer, so dass gar keine Langeweile aufkommen kann. Der Schreibstil ist einfach schön kurzweilig und genau auf Augenhöhe der kleinen Zuhörer bzw.

Leser geschrieben.
Anton hat es durch den Umzug zunächst sehr schwer und muss sich erst an das neue Zuhause gewöhnen. Das können Kinder gleich nachvollziehen. Aber dann lernt er schnell eine süße Katze kennen, die er am liebsten behalten möchte!
Das gemeinsame Vorlesen mit den Vorschülern macht durch die vielen Bilder und auch mit Hilfe der Wörterliste richtig Spaß und sorgt für schnelle Leseerfolge und strahlende Augen. In der 1. Klasse kann dann der groß geschriebene Text vorgelesen werden. Ein Buch das mitwächst. Somit ist es wirklich ein sinnvolles Geschenk für werdende Erstklässler, dass zudem auch noch Spaß macht!

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Leserabe Vor-Lesestufe - Eine kleine Katze für Anton

Rezensionen von Sina:

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Gelbe Monster von Clara Leinemann

Toxische Beziehungen und weibliche Gewalt

Mit „Gelbe Monster“ legt lit.COLOGNE-Gewinnerin Clara Leinemann ihren Debütroman vor.

Nach einem Wutausbruch kann die Anfang 20-jährige Mathematikstudentin Charlie nicht mehr zurück in ihre Wohnung. Unter der Bedingung, dass sie an einem Antiaggressionstraining für Frauen teilnimmt, darf sie vorübergehend bei ihrer besten Freundin Ella einziehen.

Grund für Charlie’s Aggressionsproblem ist ihr Exfreund Valentin. Was zunächst nach einer glücklichen und gesunden Beziehung aussah, entwickelte sich schnell zu etwas toxischem.

Mit Hauptfigur Charlie hat Clara Leinemann eine Antiheldin geschaffen, die mal mehr, mal weniger sympathisch, jedoch durch ihre Verletzlichkeit - und teilweise widersprüchlichen Verhaltensweisen - umso authentischer und echter wirkt.
Sie symbolisiert Täterin und Opfer zugleich, ohne, dass das eine gegen das andere ausgespielt wird.
Die Nebenfiguren sind mir auf den knapp 2o0 Seiten dann allerdings doch zu kurz gekommen; Valentin, Ella oder beispielsweise die anderen Frauen aus der Antiaggressionsgruppe sind verhältnismäßig blass geblieben und hätten mehr Potential gehabt.

Leinemann schreibt in einer klaren, schnörkellosen Sprache und mit einer gewissen Leichtigkeit, die den Konsum von schweren Themen wie emotionale Abhängigkeit, tradierte Liebesideale und häusliche Gewalt erträglich machen.

„Gelbe Monster“ ist ein kurzweiliges und kluges Buch über die Frage der eigenen Verantwortung innerhalb einer toxischen Beziehung, das bewusst keine schwarz-weiß-Malerei betreibt. Für mich zwar kein Highlight aber ein wichtiges Thema, welches hier mal aus einer anderen Perspektive beleuchtet wurde.

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Gelbe Monster

Rezensionen von Phija:

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Kaskaden von Louise K. Böhm

Jahreshighlight?

Ich habe es inhaliert. Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit inhaliert und war wirklich in jedem Moment, in dem ich nicht weiterlesen konnte, genervt. Denn was ist zwischen Jojo und Yara passiert? Wie kann es sein, dass eine Freundschaft von heute auf morgen einfach nicht mehr existiert? In „Kaskaden“ begleiten wir Jojo, die auf diese Fragen zunächst selbst keine Antwort hat.

Gemeinsam mit ihr gehen wir durch verdrängte Erinnerungen und intensive Gefühle.

Die Erzählweise hat wirklich süchtig gemacht. Es ging gar nicht anders, als immer weiterzulesen. Dazu war der Schreibstil unglaublich flüssig, aber gleichzeitig auch wunderschön. Er wirkte modern und jung, ohne künstlich oder gestellt zu sein. Jojo ist eine tolle Protagonistin. Sie nimmt uns Lesende auf intensive Weise mit in ihr Innerstes. Wir schauen ihr dabei zu, wie sie sich verliert, und fiebern mit, ob und wie sie sich vielleicht auch wiederfindet. All das wird auf eine unglaublich sensible und zugleich brutal schöne Art erzählt, sodass man gar nicht anders kann, als mitzufühlen.
Der Roman widmet sich abseits von zwischenmenschlichen Beziehungen einer ganzen Palette an Themen, die zumindest aus meiner Sicht alle sehr angemessen und realitätsnah behandelt werden: Klassismus (insbesondere im Studierendenalltag), Armut, Zwänge und Feminismus. Alles Themen, bei denen ich immer wieder dankbar bin, wenn sie eine Plattform bekommen. Denn darüber kann nie genug gesprochen werden!
Mein persönliches Highlight des Buches sind die Szenen, die sich mit der Vergangenheit von Jojo und Yara beschäftigen. Dort habe ich mich als frühes Kind der 2000er-Jahre an so vielen Stellen absolut gesehen gefühlt, sodass das Buch für mich weit mehr war als nur eine Geschichte – nämlich eine Zeitkapsel.

Mich hat „Kaskaden“ von Louise K. Böhm einfach total begeistert! Ich sage es nicht oft, aber dieses Buch ist wirklich zu einem meiner Herzensbücher geworden. Mir bleibt somit nichts anderes übrig, als zu sagen: Lest es! Vielleicht wird es ja auch euer Jahreshighlight.

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Kaskaden

Rezensionen von Ameland:

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Die Honigfrauen - Ein Sturm zieht auf von Mirjam Müntefering

Herausfordernde Zeiten für die Honigfrauen

Wir befinden uns im Bergischen Land im Frühjahr 1910 und der bekannte Konditor Ludwig Honig, seine Frau Auguste und ihre Enkelin Irma führen ein scheinbar sorgenfreies Leben. Aber schon bald ereilt sie ein Schicksalsschlag, der alles verändert. Die dritte Honigfrau Harriet hat es in ihrem Leben bisher auch nicht einfach gehabt und es sieht so aus, als ob es für sie ebenfalls einen Wendepunkt im Leben geben wird.

Alle drei Frauen sind mir beim Lesen immer mehr ans Herz gewachsen.

Ich mag historische Familiensagas sehr gern. Nicht nur weil Geheimnisse ans Licht kommen, meist lerne ich auch noch etwas über die damaligen Lebensumstände der Menschen. So ging es mir auch bei diesem Auftaktband von Mirjam Müntefering. Deren Schreibstil locker flüssig, bildhaft und gleichzeitig fesselnd ist.

Die wechselnden Perspektiven zwischen den drei Protagonistinnen waren mit ein Grund warum ich immer noch ein Kapitel und noch eins lesen wollte. Zudem wollte ich wissen wie es im Leben der jeweiligen Frau nun weitergeht. Auguste, Irma und auch Harriet gehören nicht nur unterschiedlichen Generationen an, sie sind auch vom Charakter her sehr verschieden, was gut erkennbar wird. Was die drei Frauen aber eint, ist ihre starke Persönlichkeit. Sie sind mutig und aufgeben gibt es bei ihnen nicht.

Mich hat die emotionale Geschichte von Beginn an in ihren Bann gezogen und es fiel mir schwer, das Buch zwischendurch aus der Hand legen zu müssen. Das Ende ist für die Leserschaft etwas gemein, denn es bleiben viele Fragen offen, auch einer der Gründe warum ich der Fortsetzung entgegenfiebere.

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Die Honigfrauen - Ein Sturm zieht auf

Rezensionen von AndilesOnaut:

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Der Kompass des Seefahrers - Ein Abenteuer in Spanien von Benjamin Wallenborn

Mit B-OB auf großer Spanien-Mission

„Der Kompass des Seefahrers – Ein Abenteuer in Spanien“ hat bei uns sofort für Urlaubsstimmung gesorgt. Die Geschichte nimmt Kinder mit auf eine spannende Reise durch Spanien und verbindet Abenteuer, Rätsel und jede Menge interessante Eindrücke auf eine richtig lockere und unterhaltsame Art.

Diesmal sind Line, Benni und das sprechende Wohnmobil B-OB einem geheimnisvollen Kompass auf der Spur. Natürlich bleibt es nicht bei einer einfachen Reise, denn unterwegs warten knifflige Hinweise, überraschende Wendungen und jede Menge spannende Erlebnisse. Von einer Station zur nächsten gibt es immer etwas Neues zu entdecken, sodass beim Lesen keine Langeweile aufkommt.

Besonders gut gefallen hat mir, wie nebenbei Wissen über Spanien vermittelt wird. Man erfährt etwas über bekannte Orte, Traditionen und die Kultur des Landes, ohne dass es sich jemals nach Lernen anfühlt. Alles ist so in die Geschichte eingebaut, dass man einfach neugierig bleibt und wissen möchte, wohin die Reise als Nächstes führt.

Ein großes Plus sind die vielen bunten Illustrationen. Sie machen das Buch lebendig und helfen dabei, noch tiefer in die Geschichte einzutauchen. Gerade jüngere Kinder haben dadurch viel zu entdecken und bleiben aufmerksam dabei. Auch der Schreibstil ist angenehm locker und kindgerecht, sodass sich das Buch wunderbar zum Vorlesen eignet.

Obwohl dies bereits der zehnte Band der Reihe ist, kann man problemlos einsteigen. Die Geschichte funktioniert komplett für sich allein und macht direkt Lust, auch die anderen Abenteuer von B-OB kennenzulernen.

Mein Fazit: Dieses Buch ist eine tolle Mischung aus Abenteuer und Reisefieber. Die Geschichte ist spannend, die Figuren sind sympathisch und ganz nebenbei lernt man noch einiges über Spanien. Ein Buch, das Kinder begeistert und auch Erwachsenen beim Vorlesen Spaß macht.

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Der Kompass des Seefahrers - Ein Abenteuer in Spanien

Rezensionen von Marw76:

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Die geheime Mission von Titus Müller

Leben zwischen Ost- und Westberlin

Nela wächst als Tochter einer Kommunistin auf und hilft beim Aufbau in der Sowjetischen Zone. Vom Vater redet die Mutter nur verächtlich, er ist in ihren Augen ein Kollaborateur der Nazis.

Nela trifft sich heimlich in Westberlin mit ihm. Je näher sie den Vater kennenlernt, desto mehr erfährt sie über ihn und die tragische Vergangenheit der Familie.

Und desto mehr muss sie ihre Ideologie hinterfragen.

Als die Lage in den westlichen Sektoren Berlins sich weiter zuspitzt, gesteht ihr der Vater, für die CIA zu arbeiten, und macht sie zur Kurierin zwischen Ost und West.

Bald steht Nela zwischen allen Fronten und muss entscheiden, wen sie künftig unterstützen will. Auch Erik, den sie in der Redaktion der »Jungen Welt« kennenlernt, wirft Fragen auf. Wochenlang bleibt er verschwunden und offenbart ihr nicht, wo er war. Wem kann Nela noch vertrauen?

Ich habe schon "Die Dolmetscherin" von Titus Müller gelesen und war ganz begeistert von diesem Roman! Auch mit seiner neuen Geschichte konnte er mich wieder überzeugen, auch wenn sie für mich nicht ganz an die andere Story rankommt, aber das liegt vielleicht auch einfach am persönlichen Interesse welche Zeit man da als Leser spanneder findet.

Wieder ist es dem Autor gelungen den Leser ganz in die Vergangenheit Deutschlands mitzunehmen, es war wie eine sehr spannende Zeitreise und ich habe wieder sehr viel dazulernen dürfen! Das Leben in West-und Ostberlin wird in der Geschichte sehr eindrücklich beschrieben und man erlebt die Geschichte sehr bildhaft mit, die Unterschiede, die Vor- und Nachteile der Luftbrücke und vieles mehr.

Der Autor hat für diesen Roman wieder sehr akribisch recherchiert und, obwohl ich schon einige Romane über diese Zeit gelesen habe, hat der Autor es immer wieder geschafft mich mit neuen, spannenden Fakten zu überraschen, die ich so noch nicht zuvor gehört hatte.

Die Story an sich ist spannend geschrieben und Langeweile kommt keine auf, die Personen sind authentisch, auch wenn nicht alle immer sympathisch sind. Die meisten Entscheidungen konnte ich auch gut nachvollziehen, bei einigen war ich aber auch mal überrascht.

Am Ende bleiben ein paar Fragen offen, deshalb bin ich nun sehr gespannt auf den zweiten Teil der Reihe und freue mich schon Nela dort wiederzusehen.

Lesenswert ist auch das kleine Nachwort, in dem nochmal die historischen Begebenheiten erklärt werden. Ein sehr gelungener Auftakt, den ich weiterempfehlen kann. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

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Die geheime Mission