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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von brauneye29:

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Totensee von Sophie Czerny

Düsterer Thriller

Zum Inhalt:
Ada ist verzweifelt, denn keine will der suspendierten Kommissarin glauben, dass ihr vierzehnjährige Tochter entführt wurde. Schon Monate muss Ada mit der Ungewissheit leben, ob ihre Tochter Mara noch lebt. Dann wird eine kopflose Leiche gefunden, in deren Rücken Adas Namen eingeritzt ist.

Ada ist sicher, das kann nur von Maras Entführer stammen und sie folgt der Spur, die sie mit ihren eigenen Dämonen konfrontiert.
Meine Meinung:
So oft erlebt man es nicht, dass die Protagonistin, die auch noch Kommissarin ist, so kaputt ist. Sie ritzt sich, ist innerlich völlig kaputt, sucht in Club Ablenkung, das hat mir schon mal gut gefallen. Was mir nicht so gut gefallen hat, war dass man am Anfang arg überfrachtet wurde mit zu vielen Schauplätzen und Protagonisten, da konnte man echt die Übersicht verlieren und das nahm auch zeitweise etwas die Spannung. Irgendwann hatte ich mich daran aber gewöhnt und dann fand ich das Buch auch immer spannender. Auch die Einblicke in Adas Vergangenheit brachten immer mehr Licht ins Dunkel und nach und nach ergab sich ein wirklich spannender und auch düsterer Thriller, der mich gut unterhalten hat. Dankenswerterweise durfte ich sowohl Buch als auch Hörbuch genießen und fand beide gelungen.
Fazit:
Düsterer Thriller

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Totensee

Rezensionen von Ele:

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Der Prätorianer von Tobias Bukkehave

Ein packender Auftaktband

Der Prätorianer, Thriller von Tobias Bukkehave, EBook von ‎ dtv Verlagsgesellschaft
Dieser Killer hat seinen Opfern ein ganz besonderes Schicksal zugedacht.
Sara Levin und Janus West, ein vielversprechendes junges Ermittlerduo bei der Kopenhagener Polizei, werden zu einem schaurigen Tatort gerufen.

Das Opfer ist auf eine ganz besondere Weise inszeniert worden. Römische Statuetten auf einem Altar angeordnet, das Opfer teilweise verstümmelt mit einem weißen Leichentuch bedeckt, und auf den Augen zwei seltene, antike römische Goldmünzen. Das Opfer ist das erste einer grausigen Reihe von Ritualmorden, dazu kommt, dass Sara scheinbar in die Rituale verwickelt sein könnte. Ihr Vater Christian Levin ein verurteilter Mörder ist Geschichtsprofessor, der sich auf die römische Antike spezialisierte. Einige Artefakte und Gegenstände die an den Tatorten auftauchen waren ihr auch von zuhause vertraut. Mit in die Ermittlungen involviert als forensischer Psychologe, ihr Bruder Adam, der dem Vater nähersteht. Die Morde scheinen immer grausiger zu werden, die Stimmung wird immer beklemmender. Denn der Täter mordet meisterhaft, er kennt keine Gnade, denn er ist ….Der Prätorianer.
Das Buch teilt sich in 52 äußerst spannende Kapitel, der Ermittlungszeitraum ist vom 1. Bis zum 12. November. Schlag auf Schlag gibt es neue Opfer. Der Schreibstil ist flüssig und sehr bildhaft zudem auktorial, immer wieder aus Sicht einer anderen beteiligten Person. Besonders beklemmend fand ich die Kapitel aus Tätersicht, trotzdem kann der Leser dadurch den Täter nicht erkennen. Ganz lange habe ich gerätselt, schon zu Beginn den schlussendlich sich herausstellenden Mörder, falsch vermutet Das ist bis zum Ende im Dunkeln. Gut inszenierte Plottwists haben mich immer wieder auf die falsche Fährte geführt. Dazwischen eine trügerische Entspannung, denn das Ermittlungsduo Levin/West neckt und kabbelt sich durch die Ermittlungen, doch letztendlich können sie sich aufeinander verlassen. Ich finde beide sehr sympathisch, auch Adam Saras Bruder fügt sich gut ins Team. Damit ist ein Grundstein für weitere vielversprechende Bände gelegt, die ich ganz sicher weiterverfolgen werde. Endlich wieder eine Thriller-Reihe die mich überzeugt. Darauf freue ich mich sehr, denn das Ende zeigt deutliche Tendenzen, dass dies der Auftaktband einer Reihe ist.
Alle Figuren sind glaubhaft, ihr Handeln konnte ich nachvollziehen. Was mit Saras Vater noch kommt, da bin ich gespannt ob er in weiteren Fällen auch eine Rolle spielt. Mir hat gut gefallen, dass es auch bei den Ermittlern zwar Kompetenzgerangel gibt, jedoch zum Wohle der Ermittlungen hat sich jeder Beamte professionell verhalten. Durch die erste Auffinde-Situation schon ist das Spannungslevel sehr hoch und die Kurve steigt steil an. Auf den letzten Seiten konnte ich gar nicht mehr schnell genug lesen. Da war einiges dann schon etwas zu viel, die Beteiligten sind fast zu Helden aufgestiegen, wobei man das Adrenalin nicht aus den Augen lassen darf. Doch das hat nicht gestört, denn die Handlung war bis dahin absolut authentisch.
Ich mag die Antike ganz besonders die römische, dazu noch in einen Thriller verpackt, es war ein aufregendes und spannendes Leseerlebnis. Ich hoffe die Reihe geht so gut weiter, die Ermittler sind mir sehr sympathisch, ich freue mich schon auf den Folgeband. Hier gibt es 5 Sterne.

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Der Prätorianer

Rezensionen von begine:

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Die Komponistin von Alissa Wenz

Melanie Bonis



Alissa Wenz hat in ihrem Reoman „Die Komponistin“ eine interessante Geschichte erzählt.
Ich hatte bis jetzt noch nichts von der französischen Komponistin Melanie Bonis gehört.
Wir erhahren dann ihr ganzes Leben von 1858 bis 1937.
Da kann man sich ja vorstellen, das sie als Frau wenig Chancen hatte.

Die Autorin hat alles wunderbar geschrieben. Ich war von der Komponistin gefesselt.

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Die Komponistin

Rezensionen von Furbaby_Mom:

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In Stormy Weather von Chelsea Curto

Eines meiner RomCom-Jahreshighlights!

Enemies to Lovers (einer meiner Lieblingstropes), Meteorologie (wie spannend ist das denn bitte?!),
Hurrikansaison (Florida-Memories) … und ein herrlicher Schlagabtausch zwischen den sympathischen Figuren (Leseglück pur). Kurzum: Ich bin komplett hin und weg von diesem Roman!

Schon direkt nach den ersten Seiten war ich sooo happy über diese wunderbare RomCom-Entdeckung, die eines meiner Jahreshighlights geworden ist.

Why?

❏ absolute Setting-Liebe!
❏ Meteorologie als Romanthema - so kreativ!
❏ Schreibstil: locker, amüsant, sehr unterhaltsam - die Story liest sich ruckzuck, ohne jemals oberflächlich zu wirken
❏ freche, witzige Dialoge
❏ geniale Figuren
❏ die Chemistry, die Tension - aaaah!

Seit Jahren bringen sich Quincy und Sebastian gegenseitig auf die Palme und schenken einander nichts - aber hinter ihrem vermeintlichen Hass … wobei das ein starkes Wort ist - nennen wir es lieber: Abneigung … steckt definitiv ein enormes Interesse.

Quincy habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie ist intelligent, ehrgeizig, selbstbewusst, zum Niederknien schlagfertig und voller Passion für Meteorologie. Und: Sie hat ihr Leben nicht rundherum um den Plan aufgebaut, die große Liebe zu finden, sondern arbeitet hart, hat sich erfolgreich ihre eigene Karriere aufgebaut, verfolgt ihre eigenen Ziele und wagt nun endlich, den nächsten Schritt: ihre Bewerbung beim National Weather Service.

Auftritt: Sebastian. Ebenfalls intelligent, ehrgeizig, selbstbewusst, zum Niederknien schlagfertig und voller Passion für Meteorologie. (… und obendrein verboten charismatisch!) Aber: Hinter dem von allen bewunderten Meteorologen steckt ein Mann, der selbst gerade nicht weiß, wohin sein beruflicher Weg führen soll. Er fühlt sich leer, ausgebrannt und möchte die Leidenschaft für seinen Beruf wiederfinden.
(So gesehen stehen also beide Hauptfiguren an einem Wendepunkt.)

Die Nebenfiguren sind ein Highlight für sich! Harlow und Mia unterstützen Quincy, die Mädels feiern gegenseitig ihre Erfolge, tun einander gut. Auch Sebastians Freundschaft mit Cooper und Nate (Stichwort: die drei Bromingos) hat mir extrem gut gefallen; unter ihnen wird ständig liebevoll gestichelt, aber trotzdem ist klar, dass sie immer füreinander da sind.

Wetter ist hier nicht einfach nur eine hübsche Kulisse für die Handlung. Hurrikans, Tornados, Gewitter, Wettervorhersagen und wissenschaftliche Forschung gehören tatsächlich zur Geschichte und zu den Charakteren. Während Quincy eher wissenschaftlich-methodisch an die Dinge herangeht, handelt Sebastians intuitiver, chaotischer.

Was ich außerdem gefeiert habe: Das Buch liefert uns zwar eine schöne Romance, beschäftigt sich aber auch mit ernsten tiefgründigen Themen wie Karrieredruck, Burn-out, Selbstzweifel, weibliche Anerkennung in männerdominierten Bereichen und der Frage, wann Erfolg eigentlich nicht mehr glücklich macht. Dadurch haben Quincy und Sebastian beide eine persönliche Entwicklung vor sich, die weit über die herrliche, spicy Liebesgeschichte hinausgeht.

Meine Erinnerungen an das Wetter in Florida: zu heiß, zu schwül, zu viele Moskitos, die es auf mich abgesehen hatten - und trotzdem fühle ich nach dieser Lektüre regelrechte Sehnsucht nach dem Sunshine-State, weil die Autorin dessen einzigartige Atmosphäre so stimmungsvoll eingefangen hat.

Abschließend noch ein Gedanke zum Cover: Ich lieb's! Die RomCom-Gestaltung im Comic-Stil, den glänzenden Buchtitel-Druck, das hübsche Innencover … alles passt perfekt!

Fazit:
Eine wunderbar unterhaltsame Enemies-to-Lovers-RomCom voller Banter & Spice, mit starken, unheimlich sympathischen Charakteren, einer tollen Found-Family-/Freundschaftsdynamik, jeder Menge Humor und einer ungewöhnlichen, kreativen Rahmenhandlung - Stichwort: meteorologisches Setting. Klare Empfehlung!

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In Stormy Weather

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Die Tote von Glenfall Castle von Jane T. Endon

Hier ist wenig, wie es scheint

Dieser Krimi spielt im verschlafenen, schottischen Dorf Glenfall, in dem es außer einem Schloss und einem frequentierten Pub, in dem der Dorfklatsch ausgetauscht wird, nur wenig Aufregendes gibt.

Das ändert sich, als aus dem ehrwürdigen Glenfall Castle ein Gemälde verschwindet und wenig später eine tote Frau am Fuße der Freitreppe des Gebäudes entdeckt wird.

Hat sie den Dieb überrascht oder ist sie selbst die Diebin? Wo ist dann aber das Gemälde?

Jedenfalls beginnen drei eher ungeeignete Personen in diesem Fall zu recherchieren und stolpern durch diesen Cosy-Krimi. Wer die drei sind? Ein Krimi-Autor, der immer auf der Suche nach gutem Stoff, eine Psychologin auf der Flucht vor ihrem Ehemann sowie ein eigenbrötlerischer Antiquar. Natürlich kommen sie der Polizei in die Quere und entdecken nicht nur ein streng gehütetes Geheimnis aus der Vergangenheit. Welche das sind, verrate ich jetzt nicht ...

Meine Meinung:

Dieser Cosy-Krimi ist das Debüt von Jane T. Endon, der Magdeburger Ergotherapeutin Jane Taggeselle.
Wie häufig bei Erstlingswerken, hat der Krimi sowohl bei der Handlung als auch bei der Erstellung der Charaktere noch ein wenig Luft nach oben.

Die Bewohner von Glenfall tragen durch ihre persönlichen Eigenarten und ihrem eigenartigen Humor einiges zum Lokalkolorit bei. Der Krimi liest sich schnell und ist eine gut gelungene Urlaubslektüre, die mit mehreren überraschenden Wendungen aufwartet.
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Fazit:

Gerne gebe ich diesem Urlaubskrimi 3,5 Sterne, die ich auf 4 aufrunde.

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Die Tote von Glenfall Castle

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Amerika '33 von Johannes Ehrmann

Eine Leseempfehlung

In den wenigen Monaten von März bis Oktober des Jahres 1933 ändert sich das Weltgefüge dramatisch. Da ist zum einen Adolf Hitler, der zielstrebig die Demokratie zerstört und eine Diktatur errichtet und zum anderen schotten sich die USA ab. Das Land der unbegrenzten Möglichkeit steht vor einer Zerreißprobe.

Wirtschaftskrise und Fremdenfeindlichkeit verhindern, das von den Nazis bedrohte Menschen Aufnahme in den USA finden können, obwohl die Einwanderungsquote nur zu einem Bruchteil ausgeschöpft wird. Mit Präsident Franklin D. Roosevelt haben die Amerikaner einen Präsidenten, der so autoritär wie kaum ein anderer vor ihm regiert.

Detailliert beschreibt Autor und Historiker größere und kleiner Ereignisse dieser Monate diesseits und jenseits des Atlantiks.

Wie begegnen bekannten Personen wie Marlene Dietrich, die sich von Goebbels & Co. nicht vereinnahmen lässt und erst 1944 mit der US Army nach Deutschland wieder zurückkehrt, und Max Schmeling wird, oh Schreck, in den Boxkampf mit dem jüdischen Boxer Max Baer gedrängt.
Gleichzeitig erfahren wir, dass viele jüdische Familien in Deutschland die Zeichen der Zeit nicht erkennen und zu lange warten.

Während Eleonore Roosevelt nur nach außen hin die Präsidentengattin mimt, versucht sie die Einreisequote für jüdische Flüchtlinge aus Deutschland zu erhöhen. Gegen den Antisemitismus ist auch sie ziemlich machtlos. Der Rest ist bekannt.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Buch, das durchaus Parallelen zur Gegenwart erkennen lässt, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Amerika '33

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Als die Heide schwieg von Jill Kaltenborn

Fesselnd bis zur letzten Seite

Die Hamburger Archäologin Antonia „Toni“ Abel und ihr Team sind gerade dabei die Oldendorfer Totenstatt im beschaulichen Dorf Lopauthal mittels Drohne und LASER-Scanning archäologisch zu bearbeiten, als bei Bauarbeiten auf dem Nachbargrundstück ein Baggerfahrer ein paar, wie sich recht bald herausstellt, menschliche Knochen findet, die zu einem männlichen Kinderskelett gehören.

Knochenfunde sind für Archäologen immer interessant, weshalb sich Toni näher mit ihnen beschäftigt, obwohl sie Lopauthal und seinen Bewohnern mit gemischten Gefühlen gegenübertritt. Ihr Vater stammt aus dem Dorf und hat aus ihr unbekannten Gründen schon vor langer Zeit mit seiner Familie gebrochen.

Während sie versucht mehr über den kleinen Jungen herauszufinden, muss sie sich mit ihrer eigenen Familiengeschichte auseinandersetzen, die, so scheint es, am Tod des Kindes ihren Anteil hatte. Dazu trifft sie neben Mitgliedern des früheren Freundeskreises des Vaters, auch ihre betagte Großmutter, die nun in einem Pensionistenheim lebt und auf eine Versöhnung mit ihrem Sohn wartet.

Antonias Neugier setzt einen Prozess in Gang, der eine gefährliche Eigendynamik entwickelt, weil frühere Verbrechen unentdeckt bleiben sollen.

Wird es Toni Abel gelingen, die Ereignisse von 1971 zu enthüllen? Und welchen Anteil hat ihre Familie daran?

Meine Meinung:

Vorliegender Krimi ist der zweite Krimi von Jill Kaltenborn, der im beschaulichen Dorf Lopauthal spielt. Allerdings geht diesmal nicht die Ärztin Nina Wedemeyer unklaren Todesfällen wie in „Königinnensonntag“ nach, sondern die Hamburger Archäologin Antonia „Toni“ Abel. Trotzdem dürfen wir Nina Wedemeyer in einer kleine Rolle wieder begegnen.

Geschickt lässt uns Autorin Jill Kaltenborn in Rückblenden in die Vergangenheit des Jahres 1971 eintauchen, als die vermeintlich heile Welt in Lopauthal scheinbar noch intakt gewesen ist. Doch mit der Ankunft einer kleinen chilenischen Flüchtlingsfamilie ändert sich das Gefüge, denn nicht immer ist alles gut, was gut gemeint ist.

Sehr spannend ist Antonias Suche nach ihrer Familiengeschichte. Von ihrem Vater ist wenig zu erwarten, weil der als schwerer Alkoholiker nur bis zur nächsten Flasche denkt. Doch bei ihren Recherchen in Lobauthal muss Antonia feststellen, dass der tote Junge und seine verschwundene Schwester mehr mit ihrer Familie zu tun haben, als ihr lieb ist. Erst ihre Großmutter bringt einiges Licht in das Dunkel längst vergangener Tage. Allerdings haben ihre Enthüllungen dramatische Auswirkungen auf das Hier und Jetzt.

Wie schon in „Königinnensonntag“ ist auch dieser Plot gelungen und der Schreibstil steigert die Spannung von Seite zu Seite. Antonia Abel ist wie die Ärztin Nina Wedemeyer eine analytisch denkenden Frau, die eher nüchtern daran geht, das Rätsel rund um das Kinderskelett zu lösen. Zwar hat sie es üblicherweise mit wesentlich älteren Knochen zu tun, aber die Vorgangsweise ist dieselbe. Ermittlungen in einem verschworenen Dorf, in dem man sich untereinander zwar spinnefeind ist, aber gegen einen quasi äußerlichen Feind, zusammenhält, sind nie einfach.
Die Charaktere sind sehr gut gelungen und wir Leser werden, wie Antonia, mitunter auf eine falsche Fährte gelockt. Nicht immer ist jener der Täter, der vordergründig als böse dargestellt wird. So manche Figur, die sich still und zurückhaltend verhält, hat es faustdick hinter den Ohren.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Krimi, der bis zur letzten Seite fesselt, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Als die Heide schwieg

Rezensionen von yellowdog:

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Bäume, wenn sie fallen von Fanny Wobmann

Die Jahre in Madagaskar

Das Buch liest sich trotz zahlreicher guter Formulierungen weniger als Roman als wie ein autofiktionaler Bericht. Tatsächlich zitiert die Autorin an einer Stelle auch einmal Annie Erneaux.
Fanny Wobmann lebte als Kind 4 Jahre in Madagaskar, weil ihr Vater als Förster dort als Entwicklungshelfer tätig war.

Jetzt als Erwachsene und als Autorin erinnert sie sich an die Zeit und versucht sie zu werten. Nicht bei allen Erinnerungen ist sie such sicher, ob alles stimmt. Sie tritt in Briefwechsel mit ihrer damaligen Freundin Nirina, um eine weitere Perspektive auf das Leben in dieser Zeit zu erhalten. Sie befragt auch ihre Eltern und Filmemacher, die damals in Madagaskar drehten.
Die Wirkung der Entwicklungsarbeit sieht sie durchaus teilweise auch kritisch.
Es ist ein interessantes Buch, auch weil die Autorin so einen tiefen Einblick in ihre Erinnerungs- und Schreibarbeit gibt.

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Bäume, wenn sie fallen

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Gefährlicher Glanz von Thomas Baum

Eine klare Leseempfehlung!

Just als Chefinspektor Robert Worschädl über den belebten Linzer Taubenmarkt eilt, um ein Weihnachtsgeschenk für seine Frau Karoline zu besorgen, bricht neben ihm ein Mann blutend zusammen. Obwohl Worschädl sofort Erste Hilfe leistet, kommt für den bekannten Rechtsanwalt Lukas Seiwald jede Hilfe zu spät.

Recht bald ist dem eingespielten Ermittler-Duo Robert Worschädl und Sabine Schinagl klar, dass der Tote in zahlreiche unsaubere Machenschaften, unter anderem rund um einen Schleuserring verstrickt gewesen ist. Wie tief, gilt es noch herauszufinden, ist doch die im Mobiltelefonnummer eingespeicherte Nummer im LKA bestens bekannt. Und warum bekommt Seiwald eine 120 Euro teure Außen- und Innenreinigung seines Autos gratis, wie auf dem Kassabon, den man bei dem Toten entdeckt hat, ersichtlich ist?

Beinahe gleichzeitig kommt es auf einer Tankstelle zu einem Schusswechsel zwischen Elenya Zakaria, einer jungen Polizistin aus dem Anhaltezentrum, und dem Fahrer eines Lieferwagens, in dem man 34 erschöpfte Flüchtlinge findet. Eine besondere Dramatik ergibt sich, weil eine dieser Frauen von ihrer kleinen Tochter getrennt worden ist. Wer hat das kleine Mädchen entführt? Die Frage nach dem Warum könnte durch die kursiv eingestreuten Passagen beantwortet sein, die nach dem WER, ist noch offen ...

Für Kopfzerbrechen bei Worschädl und Schinagl sorgt, dass jemand zum wiederholten Mal Details aus den Ermittlungsakten an die Presse durchsticht.

Meine Meinung:

Auch in seinem 6. Fall für das Duo Woschädl/Schinagl baut Autor Thomas Baum gekonnt einen hohen Spannungsbogen auf, der bis zum Schluss anhält. Er lässt seine Ermittler ziemlich authentisch ihre Arbeit verrichten. Dazu gehört auch, dass sowohl Robert Worschädl, der ohnehin als Dickschädel bekannt ist, und Sabine Schinagl, immer wieder ihren rechtslastigen Vorgesetzten Stefan Schweitzer, der sich für höhere Weihen bestens geeignet hält, links liegen lassen.

Die Stadt Linz ist wieder bestens in den Krimi integriert. So erleben wir den Mord an Seiwald auf dem geschäftigen Taubenmarkt mit seinen renovierten Altbauten, nur um wenig später in den Stadtteil Kleinmünchen, der durch seine als „Hitler-Bauten“, die schon etwas in die Jahre gekommene Wohnsiedlung, bekannt ist, einzutauchen.

Ein neuer Charakter, der hoffentlich bleiben darf, ist die junge Polizistin Elenya Zakaria, die arabisch spricht und in diesem komplexen Fall, bei dem wenig so ist, wie es den Anschein hat, wertvolle Arbeit leistet. Überhaupt, sind die Charaktere, mit denen uns Thomas Baum konfrontiert, aus dem Leben gegriffen: Zum Beispiel der Fremdenpolizist Felber, der seine mangelnde Körpergröße mit militärischem Gehabe und besonderer Unfreundlichkeit sowohl seinen MitarbeiterInnen als auch seinen KlientInnen gegenüber kaschiert.

Ich hoffe sehr, dass die Reihe fortgesetzt wird, denn der Ausblick in die nähere Zukunft der Protagonisten, lässt alles offen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem temporeichen Krimi, der die Arbeit der Polizei authentisch darstellt, 5 Sterne und eine Leseempfehlung, die für die ganze Reihe gilt.

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Gefährlicher Glanz

Rezensionen von askyfullofpages:

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Maja & Natascha von Elyse Durham

Prima Ballerina

[Unbezahlte Werbung | Rezensionsexemplar]

Ballett.
Schwestern.
Rivalität.

Für mich eine große Überraschung! Es war ein richtig tolles, empfehlenswertes Buch.
Elyse Durham ist mit Maja & Natascha ein fesselndes Buch mit einer angenehmen Tiefe gelungen, das mich auch emotional überzeugen konnte.

Zu Beginn konnte ich mir gar nicht so recht vorstellen, wohin mich diese Geschichte führen würde. Doch schon auf den ersten Seiten ist so viel passiert, dass ich mich schnell mitten in der Geschichte befunden habe. Der Roman ist locker und flüssig zu lesen und so fesselnd geschrieben, dass ich immer wissen wollte, wie es weitergeht, denn es passiert eigentlich ständig etwas Interessantes oder Unerwartetes. Gleichzeitig geht die Geschichte ordentlich in die Tiefe und behandelt auch viele ernste Themen wie Suizid, Verlust, Trauer, Konkurrenzkampf und Freiheit. Auch die damaligen politischen Verhältnisse in der Sowjetunion und das dadurch sehr eingeschränkte Leben spielen eine wichtige Rolle.
Maja und Natascha fand ich toll konstruiert. Beide sind grundlegend verschiedene Menschen und ich finde es toll, wie großartig diese Unterschiede herausgearbeitet wurden. Sie haben Ecken und Kanten und geraten immer wieder in Situationen, in denen sie Profil zeigen müssen. Das hat sie für mich sehr menschlich gemacht.
Die Autorin hat sich intensiv mit den historischen Hintergründen beschäftigt. Das war im Nachwort zu erfahren und fand ich besonders toll. Der Roman hat dadurch für mich noch einmal mehr Qualität bekommen.
Für mich war Maja & Natascha, das bei HarperCollins erschienen ist, ein wirklich großartiges Buch. Es hat mich positiv überrascht und sehr überzeugt. Ich kann das Buch wirklich von ganzem Herzen empfehlen.

Vielen Dank an den HarperCollins Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon selbstverständlich unbeeinflusst.

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Maja & Natascha