Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Feuer von Ales Steger
Roman nach Motiven aus dem Leben der Štefka Cobelj
Der bedeutende slowenische Autor Aleš Šteger schreibt in seinem Roman Feuer über das Leben einer Frau.
Die Kindheit mit einem tyrannischen Vater und einer schwachen Mutter zwingt sie dazu, innere Stärke zu entwickeln. Mit 17 wird sie von Partisanen aufgenommen, Zora genannt und sie übernimmt 1942 die Versorgung des organisierten Widerstands gegen die Besatzer.
Nach dem Krieg wird sie Mitglied der kommunistischen Partei, geht schließlich nach Belgrad. Der Autor folgt ihrem Lebensweg.
Aleš Štegers Stil ist konzentriert und intensiv. Unbedingt lesenswert!
Rezensionen von qq:
Alleinruhelage von Eva Menasse
Die Geschichte einer Wienerin in Berlin
Die Geschichte einer Wienerin in Berlin
Eva Menasse besticht in ihrem neuen Roman „Alleinruhelage“ ihr Talent für scharfsinnige Alltagsbeobachtungen. Die Geschichte einer Wienerin in Berlin, die nach dem Ehe-Aus ihr brandenburgisches Wochenendhaus verkauft, überzeugt durch emotionale Tiefe kombiniert mit feiner Ironie.
Der Schreibstil ist flüssig, lässt sich gut lesen und ist von einem herrlich trockenen Humor durchzogen.
Im Mittelteil verliert die Erzählung durch sehr detaillierte Abschweifungen und Erinnerungsschleifen an Tempo. Einige Passagen wirken hier etwas langatmig, bevor der Roman im Finale wieder seine volle emotionale Kraft entfaltet.
„Alleinruhelage“ ist ein reifer, humorvoller und tiefgründiger Gesellschaftsroman über Identität, das Älterwerden und die Frage, was von uns bleibt, wenn sich Lebensentwürfe auflösen. Von mir eine Empfehlung.
Rezensionen von MIi:
Die gute Fee mit der schlechten Laune (1). Der Wunschperlen-Auftrag von Emma Flint
Typisch, untypische Fee
Das Kinderbuch ist ein liebevolles und zugleich— Ist eine liebevolle und zugleich humorvolle Geschichte über Freundschaft und den Umgang mit schlechter Laune. Schon der Titel macht neugierig, denn seit wann gibt es denn gute Feen mit schlechter Laune? Da steckt doch eine wichtige Botschaft dahinter.
Das Cover ist farbenfroh und ein absoluter Eyecatcher. Die Illustrationen im gesamten Buch sind liebevoll gezeichnet, detailreich und passen sehr gut zur Geschichte. Sie unterstützen den Text und machen es Kindern leichter, der Geschichte zu folgen. Molly, eine Feenschülerin mit Ecken und Kanten, aber super sympathisch, ist mit ihrem Begleiter Pepito auf dem Weg in die Menschenwelt und stürzt sich— stürzt dort von einem chaotischen Schlamassel in das nächste. Die Autorin erzählt die Geschichte mit klaren und direkten Worten, die Formulierungen sind klar und bildhaft. Es gibt einige Momente zum Schmunzeln und Lachen. Der Auftakt dieser tollen Feenreihe hat mir absolut gefallen: spannend, ereignisreich, überraschend und mit einer klaren und tollen Botschaft.
Rezensionen von Sassy:
Dem Meer entgegen von Lidija Hilje
100% Emotionen, 0% Kitsch
„Dem Meer entgegen“ hat mich tief bewegt und im Herzen berührt.
In Ivonas Leben läuft mit Ende 30 nichts mehr so, wie sie es sich erträumt hat, dabei führte sie einst ihr absolutes Traumleben.
Verheiratet mit ihrer Jugendliebe Vlaho und ein abgeschlossenes Biologiestudium in der Tasche hätte es eigentlich immer weiter bergauf gehen können.
Viele falsche Entscheidungen haben aber dazu geführt, dass Vlaho jetzt mit einer anderen Frau verheiratet ist und mit ihr zwei Kinder hat. Ivona schmerzt das ständig und das Gefühl von Verlust uns falschen Entscheidungen ist allgegenwärtig. Trotzdem hält sie weiter Kontakt mit ihrem Ex Mann und seiner Familie.
Außerdem lebt sie wieder in ihrem alten Kinderzimmer bei ihrem kranken Vater und scheint unter der Last, das von ihm so sehr gewünschte Hotelprojekt auf dem Anwesen ihrer verstorbenen Großmutter vor dem Bankrott zu retten, zu zerbrechen.
Findet sie den Mut für einen Neuanfang?
Ein leiser Roman über Liebe, Verantwortung, falsche Entscheidungen und Neuanfänge.
Der Schreibstil von Lidija Hiljes ist wunderschön und berührend. Sie versteht es, den Charakteren eine Tiefe zu geben, die es einem leicht macht, in ihre Geschichten und Gedankenwelten einzutauchen. Vor allem Ivona ist eine Protagonistin, die ich mit ihrer Traurigkeit und ihren Zweifeln in mein Herz geschlossen habe. Sie denkt immer an alle anderen und vergisst sich selbst dadurch völlig.
Die Ich-Perspektive und die beiden Zeitebenen von Vergangenheit und Gegenwart erzeugten bei mir fast das Gefühl, als wäre Ivona eine Kindheitsfreundin, die ich zu den verschiedenen Stationen ihres bisherigen Lebens begleite.
Die Landschaft Kroatiens wird wunderschön und atmosphärisch beschrieben und hat meine Sehnsucht, nochmal dort hin zu reisen, geweckt.
Eine absolute Leseempfehlung für alle, die leise, intensive Geschichten mit ganz viel Tiefe mögen.
Rezensionen von drachenzahn:
Monstrologica von Martin Maudsley
Unheimlich gut
Wer sich für Monster, Fabelwesen und mystische Kreaturen begeistert, wird an diesem Buch kaum vorbeikommen. Es lädt zu einer spannenden Reise rund um den Globus ein und stellt neben bekannten Wesen auch zahlreiche eher unbekannte Gestalten der Sagenwelt vor, darunter Kitsune, Tokoloshe, Peryton oder den furchteinflößenden Adaro.
Dadurch entdeckt man immer wieder Neues und bekommt einen faszinierenden Einblick in die Mythen unterschiedlichster Kulturen.
Die Kreaturen sind in die drei Bereiche Monster, Bestien und Fabelwesen gegliedert. Jede Doppelseite widmet sich einer einzelnen Gestalt. Besonders beeindruckend sind die großformatigen Illustrationen, die jeweils eine komplette Seite einnehmen. Sie sind farbenfroh, detailreich und leicht unheimlich, ohne dabei abschreckend zu wirken. Allein deshalb blättert man immer wieder gern durch das Buch. Die zweite Seite liefert spannende Hintergrundinformationen zu Herkunft, Aussehen und den überlieferten Geschichten der jeweiligen Kreatur. Ergänzt werden die Texte durch kleinere Illustrationen und interessante Fun Facts.
Besonders gelungen finde ich die Mischung aus Sachbuch und Fantasie. Obwohl das Buch von geheimnisvollen Wesen erzählt, bleibt es stets informativ und erklärt, aus welchen Kulturen und Überlieferungen die einzelnen Gestalten stammen. So lernt man ganz nebenbei eine Vielzahl unterschiedlicher Mythen und Legenden kennen. Die außergewöhnlichen Illustrationen regen die Fantasie an und machen das Buch zu einem echten Blickfang. Immer wieder entdeckt man neue Details oder bleibt an einer besonders gelungenen Darstellung hängen. Dadurch eignet sich das Buch nicht nur zum Lesen, sondern auch hervorragend zum Stöbern und immer wieder neuen Entdecken.
Insgesamt ist dieses Buch weit mehr als ein gewöhnliches Monsterlexikon. Es verbindet spannende Informationen mit einer außergewöhnlichen Gestaltung und ist damit eine klare Empfehlung für alle, die sich für Sagen, Mythologie und fantastische Wesen begeistern.
Rezensionen von MIi:
Honey und Blondie von Ubin Eoh
Frauenfreundschaft
Es geht um das koreanisch-abstämmige Mädchen Hee Yeon-yeong und ihre beste Freundin Bianca. Beide wachsen in den 90er, 2000er Jahren in Berlin-Kreuzberg auf. Neben den typischen "Jungen-Themen" und "Jugend-Themen" verbindet beide eine magische Besonderheit: In Momenten der absoluten Angst können sie die körperlichen Symptome der anderen spüren, und dann wird Bianca schwer krank.
Oh, was hatte ich mich über die Reise "Back to the 90s" gefreut: Fruchtischampoo, Prinzenbad, Cola-Kracher, Diddl-Mäuse und vieles mehr. Ich war zuerst sehr skeptisch, wegen den magischen Elementen des Körpertausches, aber hier wurde das Thema nicht als Fantasy-Abklatsch erzählt, sondern als feinfühlig, als Symbol tiefster Empathie. Die Themen wie Ausländerfindlichkeit, schwere Krankheit oder Sexismus sind schwer, werden in dem Buch aber warmherzig und manchmal auch humorvoll erzählt. Der Schreibstil ist flüssig und nahbar; man versteht und leidet mit. Auch die Dialoge, die "mitwachsen" von klein auf bis ins Erwachsenenalter, sind gut ausgearbeitet. Das Buch hat mich emotional auf Reisen geschickt: fröhlich in meine Jugend, vertraut im Thema Freundschaft, aber auch traurig und tief berührt.
Rezensionen von MIi:
The Flamebearer Trilogy 1: The Witch in the Dead of Night von Charlotte Buckley
Düsteres Schicksal
Als ich das Buch in der Hand hielt, war ich wirklich sehr begeistert.
Die Idee des Sichtfensters ist der absolute Knaller das hatte ich bis daher noch nicht so gesehen. Können ein Vampirprinz und eine ausgestoßene Hexe das Schicksal eines Königreichs ändern? Es geht um Finn, einer der letzten Hexen im Königreich Valin.
Sie muss überleben, also arbeitet sie unerkannt als Dienstmagd am Hof von Vampirkönig Mordritch. Ihre verbotenen Kräfte fliegen eines Tages auf, und dadurch wird ihr ein Deal angeboten. Die Autorin schreibt sehr bildhaft, wodurch man die düstere Stimmung schon spüren kann. Finn habe ich als sehr vorsichtig und misstrauisch kennengelernt. Sie ist keine unfehlbare Heldin, sondern eher eine ängstliche und zum Teil auch schwache Person. Aber ihre Entwicklung fand ich grandios. Der junge Bruder des Vampirkönigs, den Finn ausbildet, ist arrogant und böse, aber zugleich auch irgendwie faszinierend. Was mir nicht so sehr gefallen hat, waren einige Passagen, die sich im Mittelteil in die Länge gezogen hatten. Aber mein Fazit: Dieses Buch ist ein absoluter Mega-Auftakt. Das Wortbildung und die Charakterdynamik überzeugen.
Rezensionen von lorireads:
The New Love Times, Band 1 - Written into my Heart von Saskia Louis
Überraschendes Highlight!
"Written into my heart" hatte mich ehrlich gesagt erst einmal gar nicht so sehr angesprochen und ich habe darüber hinweggeblättert. Doch dann bin ich zufällig auf das Hörbuch zum Buch gestoßen und weil es mir schon bekannt vorkam, dachte ich: Warum nicht? Und im Nachhinein bin ich mehr als froh, denn mit Saskia Louis habe ich hier vielleicht eine meiner neuen Lieblingsautor:innen gefunden.
Den Schreibstil der Autorin fand ich einfach nur toll, sie findet sie perfekten Worte, um die Charaktere und das Setting zu beschreiben und hat die perfekte Chemie zwischen Rowan und Stella aufgebaut. Gleichzeitig fand ich das Buch spannend genug, um in jeder freien Minute die Kopfhörer ins Ohr zu stecken und weiter zu hören. Manches war vielleicht ein wenig vorhersehbar, aber das ist ehrlich gesagt auch nicht das, was ich an einem Roman suche, sondern dass der Weg dahin aufregend ist und man mit den Protagonisten mitfiebern kann und das wurde hier mehr als zufriedenstellend erfüllt. Beim Lesen hatte ich nahezu konstant ein warmes Gefühl im Herzen und auch die Lebensweisheiten, die Stella und Rowan immer wieder austauschen, fand ich nicht überzogen, sondern stets passend eingearbeitet, sodass man selbst zum Nachdenken angeregt wurde.
Sunset Cove ist ein süßer Ort und ich mochte das Setting bei der Sunset Gazette, aber auch die vielen anderen Orte in der Stadt, die man gemeinsam mit Stella und Rowan besucht hat. Toll fand ich auch den Abstecher zum Weingut von Rowans Familie.
Was mir außerdem richtig gut gefallen hat und direkt Lust auf die hoffentlich schnell erscheinenden Fortsetzungen macht, waren die Nebencharaktere. Besonders Stellas Freundin Marlow und Leto haben es mir angetan und ich kann es kaum abwarten, zu erfahren, was die Freundschaft zwischen den beiden zerstört hat und ob sie wieder zueinander finden, bzw. ob da sogar mehr zwischen den beiden ist.
Alles in allem für mich ein unerwartetes Highlight und ich werde mir sicherlich noch andere Bücher der Autorin näher anschauen.
Rezensionen von beavielleser :
Wie die Hasen von Anna Silber
Ich hatte etwas anderes erwartet
Oma Paula ist eine der letzten Zeitzeugen, die über das Naziregime und der sogenannten "Hasenjagd" berichten kann.
Lisa, ihre Enkelin hat ein besonders inniges Verhältnis zu ihr und begleitet ihre Großmutter zu jeder Veranstaltung, bei der sie von der Vergangenheit erzählt.
Als Oma Paula an Demenz erkrankt, ändert sich alles.
Es geht in diesem Buch hauptsächlich um die Demenz der Grossmutter und Lisas Schwangerschaft. Ich hatte mir mehr über Oma Paulas Rolle als Zeitzeugin erhofft.
Die Entwicklung der Krankheit von Oma Paula und wie diese das Leben aller verändert, ist gut und ausführlich geschildert, war mir aber oft zu langatmig.
Rezensionen von LeserinLu :
Wenn die Bienen schweigen von Caryl Lewis
Erschreckend realistisch
Bei „Wenn die Bienen schweigen“ handelt es sich um eine klassische Dystopie. Aus meiner Sicht erinnert sie ein bisschen an „The Handmaid's Tale" und auch an „Die Tribute von Panem" mit dem starken, eigenständigen Mädchen Jess als Protagonistin, die in einem Camp lebt, wo junge Mädchen von Hand Obstbäume bestäuben müssen, weil es keine Bienen mehr gibt.
Anschließend werden sie zwangsweise verheiratet. Erschreckend fand ich, wie nah diese Dystopie an der Realität ist. Gerade deshalb sollten Jugendliche diese Geschichte lesen.
Besonders schön fand ich, wie der Roman Kunst und Literatur als Quelle von Hoffnung zeigt. Daran glaube ich selbst fest. Jess ist für mich eine richtig mutige Heldin und auch die Nebencharaktere haben mich überzeugt: Cass, die auf Liebe statt Sicherheit setzt, oder Eliot, der trotz seiner Rolle als Wärter empathisch bleibt.
Der Schreibstil und die Übersetzung sind flüssig und leicht zu lesen, also genau richtig für ein Jugendbuch. Deshalb ist die geschilderte Welt auch eher oberflächlich dargestellt als vollständig durchdacht. Alles andere hätte aber wohl den Rahmen gesprengt. Da es eine Fortsetzung geben soll, werden vielleicht auch dann erst ein paar Lücken geschlossen. Ich hoffe sehr, dass dieses Buch viele junge Leser:innen findet!











