Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Rinoa:
Er lügt von Rebecca Taylor McKay
Toller Thriller mit Flair
Dieses Buch hat mich wirklich überrascht, und das in mehrerlei Hinsicht.
Ich war gleich mittendrin in der Geschichte von Clara, die als Erzählerin fungiert und uns mit auf ihre Hochzeitsreise mit dem etwas älteren und gut betuchten Spencer nach Positano in Italien nimmt.
Es ist Anfang der 60er Jahre, was ich einfach toll umgesetzt fand, nicht nur in der Sprache, die die beiden frisch Vermählten, aber auch die anderen Personen verwenden oder ihrem Verhalten, sondern es herrschte auch ein gewisses Flair, alles war etwas altmodisch, aber auf eine sehr elegante Art und Weise.
Manchmal fühlte ich mich richtig in einen Agatha-Christie-Roman versetzt, nur ohne Hercule Poirot, dessen Auftauchen mich aber auch nicht gewundert hätte.
Es gibt nicht unbedingt den atemlosen Thrill, aber es entfaltet sich eine Geschichte, die wirklich toll konstruiert ist, ohne jedoch konstruiert zu wirken und die mich immer wieder überraschen konnte, trotz der Enge des Settings und des Personenkreises.
Im Mittelpunkt steht natürlich Clara, die uns mit ihrer Innenschau tief blicken lässt, wenn es auch einige Wiederholungen in ihren Gedanken gab. Diese verstärken aber nur ihre Gefühle und haben mich wirklich berühren können.
Das Ende fand ich sehr stimmig, wenn auch aus persönlichen Gründen etwas unbefriedigend. Dies tat aber dem positiven Gesamtbild keinen Abbruch, ich mochte "Er lügt" wirklich sehr und kann es uneingeschränkt empfehlen.
Rezensionen von LillyCat:
Kalte Tage von Charlotte Link
Der 6. Band der Kate-Linville-Reihe erfüllt alle Erwartungen
Der neueste Band in der Kate-Linville-Reihe ist wieder spannend geschrieben und spielt natürlich wieder in England.
Es geht um die Entführung von jungen Mädchen, die in die Fänge eines skrupellosen und undurchsichtigen Menschen geraten und teilweise vergeblich um ihr Leben kämpfen. Bei der Aufklärung der Verbrechen arbeitet Kate Linville dieses Mal mit einem neuen Ermittler zusammen, der auch ihr Privatleben zum Positiven verändern wird.
Die Handlung spielt in einem besonders kalten und schneereichen Winter und spiegelt sowohl die äußerliche Kälte der Jahreszeit als auch die innere Kälte der diversen Romanfiguren wider.
Kate Linville ist nach dem gewaltsamen Tod ihres ehemaligen Kollegen und Freundes Caleb Hale, den sie nicht verhindern konnte, in eine Depression verfallen und kämpft sich durch den neuen Fall. Sie braucht all ihre physische und mentale Kraft, um diesen aufzuklären, wobei sie auf die tatkräftige Unterstützung ihrer Chefin und ihrer Kollegen und Kolleginnen zählen kann, die Kate auffangen, wenn sie fast nicht mehr weitermachen kann.
Der Schluss des Buches lässt für mich anklingen, dass es vielleicht keinen weiteren Thriller mit Kate Linville mehr geben wird - ich hoffe allerdings sehr, dass ich damit falsch liege und Frau Link schon Ideen für ein weiteres Buch hat. Kate ist mir in den nunmehr 6 Bänden der Reihe (Die Betrogene, Die Suche, Ohne Schuld, Einsame Nacht, Dunkles Wasser und Kalte Tage) sehr ans Herz gewachsen, da sie eine großartige Ermittlerin ist, die oft mit unkonventionellen Methoden arbeitet; gleichzeitg ist sie aber auch eine sehr verletzliche Frau, der es unheimlich schwer fällt, Hilfe und vor allem Liebe zuzulassen.
Somit ist dieser neue Band rund um Kate Linville nicht nur ein sehr spannender und flüssig zu lesender Thriller (trotz seiner mehr als 600 Seiten), sondern auch eine Sicht in das Innere eines Menschen, der schon aufgehört hatte, an eine positive Zukunft für sich selbst zu glauben.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und damit natürlich eine 5 Sterne-Bewertung ! Für alle Fans von Charlotte Link ist dieses Buch sowieso ein Muss !
Rezensionen von stina23:
Und mittendrin der Birnbaum von Ute Mank
Wie wird erinnert?
Dora ist über 80, als sie beschließt in ihr Heimatdorf zurückzukehren und um dort in ein Seniorenheim zu ziehen. Ihre Schwägerin, die ebenfalls in Hausen lebt, ist eine Ansprechpartnerin für Dora, mit ihrem Bruder verbindet sie wenig. Dennoch will sie in ihrem Alter einen letzten Neuanfang wagen.
Womit die rüstige Frau nicht gerechnet hat, sind die Erinnerungen, die sie in ihrer alten Heimat einholen. Dora erinnert sich besonders an ihre Kindheits- und Jugendfreundin Fanny, die jüdischen Glaubens war und die mit ihrer Familie während des zweiten Weltkrieges ermordet wurde. Doch Dora findet bei ihren Spaziergängen heraus, dass Fanny kein Erinnerungsstein/Stolperstein vor ihrem ehemaligen Haus gewidmet ist. Dora beginnt Nachforschungen zum Schicksal ihrer damaligen Freundin, wird dabei immer wieder von Schuld geplagt und von der Verdrängungskultur im Dorf ausgebremst. In der jungen Studentin Pina findet Dora eine Mitstreiterin. Gemeinsam gehen sie einen Weg, der vielen unbequem ist, jedoch das wahrhafte Erinnern lebt.
In Dora findet man eine Protagonistin, die für mich bisher einzigartig ist. Zuvor hatte ich noch kein Buch gelesen, in dem die Erlebnisse einer über 80ig-Jährigen im Mittelpunkt standen. Eine Frau, die auf viel Lebenserfahrung zurückblicken und diese nutzen kann, um vorwärtszukommen und um gleichzeitig Vergangenes neu zu sehen, hat mir imponiert. Dora war mir auch schnell sympathisch. Klug, eigenwillig, wissbegierig und selbstbewusst. Sie setzt sich recht schonungslos mit ihrer eigenen Verantwortung am Leid ihrer jüdischen Freundin auseinander und zeigt das vermeintliche Unwissen und Wegsehen im Dorf damals und heute auf. Schuld hat dabei viele Gesichter. Den Mut sich für diejenigen einzusetzen, denen Leid und Unrecht angetan wird, hatten nur einzelne.
Mich hat das Buch tief berührt. Es erzählt leise, aber mit Nachdruck von Menschen, wie sie waren und wie sie auch heute sind und von dem, was es bedeutet, welchen Weg man einschlägt.
Rezensionen von Rinoa:
Die Auster von Yael Inokai
Nicht ganz mein Fall
Es fällt mir nicht gerade leicht, eine Bewertung zu schreiben, da ich objektiv gesehen durchaus den Hut ziehen kann vor der Sprache und dem Stil der Autorin. Subjektiv gesehen muss ich aber relativ schlicht konstatieren, "Die Auster" war leider nicht mein Fall. Vielleicht wurde ich auch aufgrund des Inhalts fehlgeleitet in der Annahme, es handele sich um einen Krimi, obwohl auf dem Cover groß Roman steht.
Denn nur, weil jemand ermordet wird, muss das ja nicht bedeuten, dass die Aufklärung und die Psyche des Täters oder der Täterin im Vordergrund stehen.
Im Vordergrund steht hier nämlich die 73-jährige Leonora Bloch, ihres Zeichens seit Langem Reinigungskraft des Ermordeten und daher bestens mit seinem Leben und den Gegebenheiten des Kaufhauses vertraut, in dem das Opfer Geschäftsführer war.
Das war es dann aber auch mit den Tatsachen, denn die (Lebens-)Geschichte von Leonora, die sich nun vor mir erstreckte, war mir an vielen Stellen zu vage und nicht eindeutig genug. Ich hatte ständig das diffuse Gefühl, dass mir Informationen fehlen und das fand ich mit der Zeit recht anstrengend.
Am Ende laufen die Fäden zwar durchaus zusammen, aber da hatte mich der Roman leider schon ziemlich verloren. Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen, ansonsten war "Die Auster" leider nicht ganz mein Fall.
Rezensionen von Petra:
Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn von Sabine Bohlmann
Grausige Schule
Wolfi und Muh gehen jetzt zur Schule. Chaos ist vorprogrammiert. Denn sie waren noch nie an einer normalen Schule. Ottilie hat alle Hände voll zu tun um damit ihre Freunde nicht auffallen, aber das klappt nicht immer.
Mir hat die liebevolle Beschreibung der einzelnen Figuren sehr gut gefallen, auch wenn sie nicht unbedingt liebenswert waren.
Die Autorin hat die unterschiedlichsten Themen mit denen sich Kinder auseinander setzen müssen, aufgegriffen. Neue Schule, Freundschaft, Anders sein und auch das Thema Mobbing kam zur Sprache. Wie setzt man sich dagegen zur Wehr, wer hilft und wie kontert man.
Die Schule nimmt nicht so viel Raum ein wie man nach dem Titel vermuten könnte, der Alltag der Grauses und ihrer Nachbarn ist genau so wichtig.
Die Illustrationen unterstützen die Geschichte, ich hoffe die Grauses wohnen noch lange in der Sackgasse und lassen uns an dem alltäglichen Wahnsinn weiter teilnehmen.
Rezensionen von Katto:
Und mittendrin der Birnbaum von Ute Mank
Eine leise Geschichte über Freundschaft, Schuld und das Erinnern
„Und mittendrin der Birnbaum“ von Ute Mank ist ein ruhiger, eindringlicher Roman. Er hat mich auf eine besondere Art berührt.
Im Mittelpunkt steht Dora, die nach vielen Jahrzehnten in ihr Heimatdorf zurückkehrt. Dort wird sie wieder mit ihrer Kindheitsfreundin Fanny konfrontiert, einem jüdischen Mädchen, dessen Schicksal Dora nie wirklich losgelassen hat.
Gemeinsam mit der jungen Pina beginnt sie, Fragen nachzugehen, die über Jahrzehnte unbeantwortet geblieben sind. Es geht um Freundschaft und Verlust, aber auch um Schuld, Wegsehen und die Frage, wie man mit Erinnerungen lebt, die einen ein ganzes Leben lang begleiten.
Ich mochte sehr, wie Ute Mank Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet. Nach und nach erfährt man mehr über Dora und Fanny und bekommt ein immer besseres Gefühl dafür, was diese Erinnerungen für Dora bedeuten. Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen. Ute Mank schreibt ruhig, klar und unaufgeregt. Das Buch ist eher zurückhaltend erzählt, was für mich aber gut zur Geschichte passt. Trotzdem entstand nach und nach eine Spannung, weil ich unbedingt wissen wollte, was damals mit Fanny passiert ist.
Die Protagonistin Dora fand ich sehr interessant, weil sie keine Figur ist, die man einfach in eine bestimmte Schublade stecken kann. Ihre Gedanken und ihr Umgang mit der Vergangenheit haben mich immer wieder zum Nachdenken gebracht. Auch die Verbindung zwischen Dora und Pina fand ich schön. Zwei Frauen aus unterschiedlichen Generationen nähern sich einer Vergangenheit an, die für beide auf ganz unterschiedliche Weise Bedeutung bekommt. Für mich macht genau das den Roman besonders interessant: Die beiden Generationen begegnen sich auf eine Weise, die zeigt, wie wichtig es ist, sich auch heute noch mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen.t
„Und mittendrin der Birnbaum“ ist für mich ein stiller, berührender Roman über Freundschaft, Erinnerungen und die Schatten der Vergangenheit. Er hat mich nachdenklich und auch ein Stück weit traurig zurückgelassen. Vor allem aber hat mich das Buch daran erinnert, wie wichtig es ist, hinzusehen und Fragen zu stellen – auch wenn die Antworten unbequem sind. Ich empfehle ihn gerne weiter.
Rezensionen von DoraLupin:
Der Seegasthof - Wo der Traum beginnt Die Chiemsee-Saga von Linda Winterberg
Gelungenes Hörbuch
1896, am Ufer des Chiemsees: Der Seegasthof der Familie Bachinger ist seit Generationen für zweierlei bekannt: seine einmalige Aussicht auf den See und seine legendären Dampfnudeln. Das Geheimnis ihrer köstlichen Füllung geht auf ein Rezept von Urgroßmutter Giesel zurück und lockt seit Langem Scharen von Gästen an.
Nun steht die Hochzeit von Amrei bevor, der Tochter des Hauses. Doch wenige Wochen vor der Trauung erschüttert ein Schicksalsschlag die Bachingers. Plötzlich steht nicht nur Amreis Zukunft auf dem Spiel, sondern das Wohl der gesamten Familie …
Ich habe diese Geschichte als Hörbuch genießen dürfen und hatte ein paar richtig schöne Stunden damit. Der Schreibstil war leicht verständlich und einfach, deshalb hatte ich keine Probleme in der Geschichte mitzukommen. Dennoch war es aber auch so mitreißend, dass ich das Hörbuch in jeder freien Minute weiter angehört habe.
Besonders schön fande ich hier, dass die Charaktere wirklich gut ausgearbeitet wurden und sehr authentisch beschrieben worden sind. Jeder hat einen unterschidlichen Charakter, der gut zu ihm gepasst hat und das Zusammenspiel aus den verschiedenen Menschen war erfrischend mitzuerleben.
Man hofft, man bangt und man freut sich mit den Charakteren mit und ich hatte sie bald ins Herz geschlossen. Die Geschichte bleibt immer spannend durch unvorhergesehene Erlebnisse und das macht es einfach so lebendig und echt.
Die Sprecherin hat mir ebenfalls gut gefallen. Die Stimme war angenehm zu hören und sie hat gut vorgelesen.
Ich freue mich schon auf den zweiten Band der Reihe in dem ich die Familie Bachinger wieder begleiten werde.
Rezensionen von DoraLupin:
Aerimander von Lily Berlin Dodd
So eine schöne Fantasygeschichte
In Porttown hält man die drachenähnlichen Aerimander für eine Legende. Doch dann gerät ein Aerimander-Ei in die Hände der zwölfjährigen Eva, was mehrere Verfolger auf den Plan ruft: Waisenjunge Dusty soll das Ei als Aufnahmeprüfung für die geheimnisvolle Diebesunion stehlen und der furchteinflößende Sicherheitschef des Königs hat es auf das tödliche Feuer des Aerimanders abgesehen.
Vereint in ihrer Abneigung gegen die Regierung fliehen Eva und Dusty in den Wald und müssen dort gegen unheimliche Verbrecher und eine verrückte Wissenschaftlerin kämpfen, damit das Ei nicht in die falschen Hände gelangt. Doch immer mehr entwickelt sich ihre Reise zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Denn was wird passieren, wenn der Aerimander schlüpft?
Ich lese immer wieder gerne Fantasy die für Kinder und Jugendliche geschrieben wurde, und dieses Buch ist besonders empfehlenswert und ein echter Überraschungstipp!
Schön das Cover ist sehr schön gestaltet und lässt das Herz jedes Drachenliebhabers wohl höher schlagen, und der Inhalt ist aber ebenso gelungen und steht dem Cover in nichts nach!
Der Schreibstil ist kindgerecht und einfach gehalten, jedoch auch für erwachsene Leser die gerne einmal in eine andere Welt eintauchen wollen sehr mitreißend. Besonders spannend finde ich, dass man als Leser selbst immer wieder angesprochen wird. Es ist keine komplett neue Idee, aber ich finde sie doch immer wieder besonders und wirklich schön. Gerade Kinder bekommen dadurch noch mehr das Gefühl Teil der Geschichte zu sein.
Die Story selbst ist spannend und magisch und ich wollte das Buch gar nicht mehr auf die Seite legen, da ich immer wissen wollte wie es weiter geht. Es geht im Freundschaft, Zusammenhalt, Magie und den Kampf für das richtige. Auch die Charaktere sind sehr gelungen und jeder auf seine Weise einzigartig! Besonders sympathisch fand ich Eva und Dusty, aber auch die Antagonisten wurden gut herausgearbeitet!
Fazit: Ein richtiger Überraschungs- Hit für mich. Richtig toll zu lesen von Klein und Groß.
Rezensionen von DoraLupin:
Summer Heat von Solveig-Marie Kastner
Wendungsreich
Mia und Yanis, die einander in einer Ferienanlage an der Algarve begegnen, sind sich sicher, dass dort zwischen atemberaubenden Stränden, rauen Wellen und hoch aufragenden Klippen der Sommer ihres Lebens auf sie wartet. Im exklusiven Platô Beach Resort, das auf einem Plateau an der Steilküste liegt, finden Urlaubsgäste tagsüber Ruhe und Entspannung, während die milden Nächte durchgetanzt werden – das Resort veranstaltet luxuriöse Partys, während derer der Champagner in Strömen fließt.
Für Mia und Yanis, die für eine Saison zum Arbeiten an die Algarve gekommen sind, ist das eine ganz neue Welt. Vom ersten Moment an sind beide wie elektrisiert, sie Animateurin, er Barkeeper, und es dauert keine Woche, bis sie sich näherkommen. Dass Mia aus einem bestimmten Grund an die Algarve gekommen ist, ahnt Yanis nicht. Nach einer Weile macht beiden die bedrückende Atmosphäre des Resorts zu schaffen und verwandelt ihre anfängliche Zuneigung in tiefes Misstrauen. Irgendetwas stimmt an diesem Ort nicht. Über den Sommer reiht sich ein seltsames Ereignis ans andere. Und als eine Leiche in der Bucht angespült wird, müssen die beiden sich fragen, ob der jeweils andere wirklich der Mensch ist, für den er sich ausgegeben hat …
Als ich den Titel des Buches gesehen habe und auch den Klappentext gelesen habe, habe ich bereits einen mitreißenden Thriller erwartet. Aber ich habe nicht mit diesen zahlreichen überraschenden Wendungen gerechnet.
Im ersten Teil erlebt man die Geschichte aus der Sicht von Mia, die mir total sympathisch ist, aber man weiß, dass sie ein Geheimnis hat – nur was es ist, erfährt man erst am Ende. Das macht es aber auch sehr spannend, denn es werden falsche Fährten gelegt. Sie lernt Yanis kennen und man drückt den Beiden die Daumen, weil sie ein tolles Paar abgeben, doch bereits im zweiten Teil gibt es eine überraschende Wendung, als die Geschichte auch aus der Sicht von Yanis erzählt wird und man merkt, dass man sich die ganze Zeit über in ihm geirrt hat. Das hat mich atemlos zurückgelassen, denn damit habe ich nicht gerechnet. Weiter geht es im dritten Teil mit einer ganz neuen Person: Taciana. Und auch sie bringt eine ganz andere Dynamik in die Geschichte hinein, aber hier wird die Spannungsschraube weiter nach oben gedreht, denn langsam kommt etwas Licht ins Dunkele. Im vierten Teil hat das Rätselraten dann endlich ein Ende, denn man erfährt, worum es Mia die ganze Zeit lang ging – und damit habe ich nicht gerechnet. Genau das liebe ich an dem Hörbuch. Es gibt immer diese überraschenden Wendungen, die einen sprachlos zurücklassen und nach und nach erkennt man, was wirklich los ist. Mich hat das Hörbuch sehr gut unterhalten, auch wenn manche Verhaltensweisen manchmal auch etwas verwirrend oder unpassend waren.
Die Sprecher haben gut zu den unterschiedlichen Charakteren gepasst und das Hörbuch gut vorgelesen. Ich hatte viel Spaß die Geschichte zu hören und empfehle sie gerne weiter.
Rezensionen von ekiam:
Bosco Rübe und die Beweisung des Weihnachtsmanns von Finn-Ole Heinrich; Dita Zipfel
Auf der Suche nach dem Weihnachtsmann
Bosco Rübe und die Beweisung des Weihnachtsmanns kann eine wunderbare Begleitung durch die Adventszeit sein. Die Geschichte ist spannend erzählt und eignet sich durch ihre 24+1 Kapitel gut dafür, jeden Tag ein Stück weiterzulesen.
Bosco trägt die Geschichte dabei ganz klar. Seine kindliche Logik bei der Suche nach Beweisen für die Existenz des Weihnachtsmanns ist für Erwachsene vielleicht nicht immer sofort nachvollziehbar, für Kinder in seinem Alter dürfte sie dagegen ziemlich gut funktionieren.
Gemeinsam mit seinem kuscheligen Assistenten Ökkel sammelt Bosco Indizien und versucht, seine Vermutungen zu überprüfen. Dabei können die kleinen Leserinnen und Leser selbst zu Detektivinnen und Detektiven werden und miträtseln. Besonders schön fand ich, dass es am Ende einiger Kapitel immer wieder kleine Wendungen gibt, die neugierig auf die Auflösung am nächsten Tag machen.
Allerdings sollten Eltern im Hinterkopf behalten, dass die Geschichte auch Zweifel an der Existenz des Weihnachtsmanns thematisiert. Für Kinder, die noch fest an den Weihnachtsmann glauben, könnte das durchaus dazu führen, dass sie selbst anfangen, ihre bisherigen Vorstellungen zu hinterfragen. Ob das für die eigene Familie passend ist, muss letztlich jeder selbst entscheiden.
Etwas schwierig fand ich außerdem den Einstieg in die Geschichte. Die Figuren werden nicht wirklich eingeführt. Da wir Bosco vorher noch nicht kannten, waren wir anfangs etwas überfordert damit, wer nun eigentlich wer ist und in welcher Beziehung die verschiedenen Figuren zueinander stehen. Hier hätte ich mir eine etwas klarere Einführung gewünscht.
Mein größter Kritikpunkt betrifft allerdings Boscos Sprache. Er kann noch nicht alle Wörter richtig aussprechen und sagt beispielsweise Avenzkalender statt Adventskalender. Grundsätzlich finde ich es schön und auch realistisch, wenn die kindliche Sprache einer Figur aufgegriffen wird. Problematisch wird es für mich aber dann, wenn die falsche Aussprache im Buch nicht ein einziges Mal korrigiert wird.
Gerade bei einem Kinderbuch für diese Altersgruppe sollte für mich auch die Sprachentwicklung eine Rolle spielen. Wenn Kinder beim Vorlesen oder später beim eigenen Lesen immer wieder eine falsche Aussprache als korrektes Wort präsentiert bekommen, finde ich das zumindest unglücklich. Die kindliche Sprache einer Figur kann natürlich bewusst als Stilmittel eingesetzt werden, trotzdem hätte ich mir hier gewünscht, dass beispielsweise eine andere Figur Bosco einmal ganz selbstverständlich korrigiert.
Insgesamt hat die Geschichte einige schöne Ideen. Die Detektivgeschichte macht Spaß, Bosco ist eine sympathische Hauptfigur und durch die kleinen Cliffhanger am Kapitelende bleibt man neugierig. Gleichzeitig haben mich der etwas holprige Einstieg und vor allem der Umgang mit Boscos falscher Aussprache gestört.











