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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von bedard:

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Bakterien - die heimlichen Helden von Peter Wohlleben

Bakterien für Einsteiger – unterhaltsam, anschaulich und manchmal etwas zu oberflächlich

Peter Wohlleben widmet sich in "Bakterien – Die heimlichen Helden" einer Welt, die uns ständig umgibt und dennoch meist unsichtbar bleibt. Das Buch ist in drei größere Teile gegliedert: Zunächst geht es um den Ursprung und die Bedeutung von Bakterien für das Leben auf der Erde, anschließend um ihren Einfluss auf unseren Alltag – von Darmflora und Ernährung bis hin zu Hygiene und Haushalt.

Im letzten Abschnitt richtet Wohlleben den Blick in die Zukunft und zeigt mögliche Einsatzgebiete von Bakterien, etwa in der Lebensmittelproduktion, beim Umgang mit Mikroplastik oder in der Gentechnik. Ein umfangreicher Anhang mit rund 20 Seiten Quellenangaben unterstreicht dabei den wissenschaftlichen Hintergrund der vorgestellten Erkenntnisse.

Besonders positiv aufgefallen ist mir der leicht zugängliche Schreibstil. Wohlleben versteht es, auch komplexere Zusammenhänge verständlich zu erklären, ohne den Leser mit Fachbegriffen zu überfordern. Stattdessen arbeitet er häufig mit Metaphern, Gedankenexperimenten und anschaulichen Bildern. Das macht die Lektüre kurzweilig und eignet sich besonders für Leserinnen und Leser, die sich erstmals intensiver mit dem Thema beschäftigen möchten.

Allerdings hat dieser Ansatz auch seine Schattenseiten. Viele der vorgestellten Studien und Erkenntnisse waren mir bereits bekannt, und insgesamt bleibt das Buch häufig an der Oberfläche. Gerade bei besonders spannenden Themen hätte ich mir mehr Tiefe und dafür vielleicht etwas weniger Einzelbeispiele gewünscht. Zudem sind einige Spekulationen des Autors eher ungewöhnlich und wirkten auf mich stellenweise etwas irritierend. Auch die sehr lockere Sprache mit Bezeichnungen wie „Knilch“ oder „Wicht“ für Bakterien dürfte Geschmackssache sein. Einerseits macht sie das Buch zugänglicher, andererseits wirkt sie für ein Sachbuch gelegentlich etwas zu flapsig.

Praktisch fand ich die klare Gliederung mit vielen kurzen Kapiteln. Dadurch eignet sich das Buch nicht nur zum Durchlesen am Stück, sondern auch, um einzelne Themen gezielt nachzuschlagen oder später erneut darin zu stöbern.

Mein Fazit: "Bakterien – Die heimlichen Helden" ist ein unterhaltsam geschriebenes populärwissenschaftliches Sachbuch, das einen guten Einstieg in die faszinierende Welt der Mikroorganismen bietet. Wer bereits über fundierte naturwissenschaftliche Kenntnisse verfügt, wird sich möglicherweise etwas mehr fachliche Tiefe wünschen. Für interessierte Laien ist das Buch jedoch gut geeignet und vermittelt auf anschauliche Weise, wie sehr Bakterien unser Leben beeinflussen. Die hochwertige Aufmachung des Buches rundet den positiven Gesamteindruck ab.

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Bakterien - die heimlichen Helden

Rezensionen von kuhasi:

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72 Stunden mit dir von Darianne Schramm

Traurig, regt zum Nachdenken an

Das Teenager Mädchen Sydney ist nicht glücklich im Leben. Doch warum, das weiß niemand. Die traurige Gewissheit ist, dass sie eine Gabe hat, leider aber keine wirklich positive.
Wenn für einen Menschen die letzten 72 Stunden seines Lebens anbrechen, dann sieht Sydney eine pinke Uhr über dem Kopf des Betreffenden.

Das ist bei Fremden schon schwer zu verdauen, aber als es dann ausgerechnet bei ihrer Lieblingslehrerin eintritt, verliert sie komplett die Fassung. In dieser schweren Phase lernt sie den Mitschüler Peter besser kennen.
Mit Peter lässt sie erstmals Gefühle zu und hat plötzlich auch etwas Spaß in ihrem Leben.
Der Roman ist sehr tiefgründig geschrieben und erzählt gekonnt von Gefühlen und einer gewissen Oberflächlichkeit im Leben. Doch leider ahnt man es ja schon, weil im Klappentext eine Andeutung gemacht wird: Der Countdown der wichtigsten 72 Stunden in Syds Leben beginnt.
Ich will hier nicht vorgreifen, aber nur so viel. Diese letzten 72 Stunden sind traurig, berührend aber auch schön zugleich. Und das Ende ist nicht das Ende, denn es gibt das Kapitel das Hoffnung macht: 11 Monate danach….
Absolute Leseempfehlung an alle, die nicht vor trauriger Lektüre zurückschrecken.

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72 Stunden mit dir

Rezensionen von kuhasi:

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72 Stunden mit dir von Darianne Schramm

Traurig, regt zum Nachdenken an

Das Teenager Mädchen Sydney ist nicht glücklich im Leben. Doch warum, das weiß niemand. Die traurige Gewissheit ist, dass sie eine Gabe hat, leider aber keine wirklich positive.
Wenn für einen Menschen die letzten 72 Stunden seines Lebens anbrechen, dann sieht Sydney eine pinke Uhr über dem Kopf des Betreffenden.

Das ist bei Fremden schon schwer zu verdauen, aber als es dann ausgerechnet bei ihrer Lieblingslehrerin eintritt, verliert sie komplett die Fassung. In dieser schweren Phase lernt sie den Mitschüler Peter besser kennen.
Mit Peter lässt sie erstmals Gefühle zu und hat plötzlich auch etwas Spaß in ihrem Leben.
Der Roman ist sehr tiefgründig geschrieben und erzählt gekonnt von Gefühlen und einer gewissen Oberflächlichkeit im Leben. Doch leider ahnt man es ja schon, weil im Klappentext eine Andeutung gemacht wird: Der Countdown der wichtigsten 72 Stunden in Syds Leben beginnt.
Ich will hier nicht vorgreifen, aber nur so viel. Diese letzten 72 Stunden sind traurig, berührend aber auch schön zugleich. Und das Ende ist nicht das Ende, denn es gibt das Kapitel das Hoffnung macht: 11 Monate danach….
Absolute Leseempfehlung an alle, die nicht vor trauriger Lektüre zurückschrecken.

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72 Stunden mit dir

Rezensionen von Marie aus E.:

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Mädchen allein zu zweit von Daniela Dröscher

Freundschaft und Kapitalismuskritik

Grace und Issa sind allerbeste Freundinnen, die sich alles anvertrauen. Sie eint außerdem, dass ihre Mütter alleinerziehend sind und dass sie in eine „Reichen-Schule“ gehen, während sie in prekären finanziellen Verhältnissen leben müssen.

Den Mädchen wird einiges zugemutet.
Issa hat eine kleine Schwester, die irgendwann das Sprechen eingestellt hat, so dass sich ihre Mutter nur noch um die kleine Schwester sorgt.

Issa muss die Rolle der Erwachsenen übernehmen, auch weil die Mutter finanziell nichts geregelt bekommt.

Grace (mit vollen Namen Grazyna, das feiere ich ja ein wenig, dass auch mal andere Namen aus anderen Ländern verwendet wurden) leidet an ihren großen Brüsten und hat Schmerzen.

Es geht um ungerechte Mittelverteilung, Leben mit ständigen Geldsorgen, körperlichen Veränderungen einhergehend mit massivem Änderungswunsch, erste Liebe, Enttäuschung über erwachsene Vertrauenspersonen und noch mehr.

Ich fand es sehr authentisch im Bezug auf die Freundschaft und die Familiensituation geschrieben und habe sowohl mit Issa als auch mit Grace mitgelitten.

Gegen Ende hin war es für mich etwas darüber, hier hätte es entweder mehr Seiten gebraucht (192 ist nicht die Welt) oder noch besser einen Nebenstrang komplett weglassen, der meines Erachtens völlig überflüssig war.

Außerdem fand ich das Verhalten von den meisten Erwachsen im Buch grässlich. Vom netten, aber völlig verantwortungslosen Vater über eine abgedrehte Helicopter-Mom der ganz besonderen fürchterlichen Ausprägung bis zum Lehrer, der eine Enttäuschung ist, war alles dabei.

Insgesamt fand ich Hörbuch und Buch trotz angesprochener Kritikpunkte aber gut, weil es das Teenieleben mit vielen Sorgen so nahbar gemacht hat.
Der Schreibstil ist klar und verständlich und schön aufgelockert mit Einschüben.

Die Thematik mal anders, ja, fand ich gut.

Ich habe das Buch in zwei Versionen genossen.
Zuerst habe ich mir das Hörbuch angehört, das mit knapp fünf Stunde ungekürzt von Birte Schnöink eingelesen wurde. Die Sprecherin mochte ich, sie hat sehr authentisch das Leben der zwei Freundinnen transportiert.

Dann habe ich noch das Buch dazu gelesen. Hier ist mir die Papierqualität aufgefallen. Es ist ein ganz glattes, handschmeichelndes Papier.

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Mädchen allein zu zweit

Rezensionen von Lilli33:

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Tödliches Verderben von Karin Slaughter

Ein komplexer Fall für Emmy Clifton

Ein komplexer Fall für Emmy Clifton

Mit „Dunkle Sühne“ erschien letztes Jahr der Auftaktband einer neuen Reihe der Erfolgsautorin Karin Slaughter. Dies war für mich der Anlass, mir diese Autorin endlich einmal anzusehen. Band 1 konnte mich auch direkt begeistern, sodass ich jetzt Band 2 schon entgegenfieberte.

Da die Familienbande eine sehr große Rolle in diesem Kriminalroman spielen und wesentliche Tatsachen bereits im 1. Band zur Sprache kommen, denke ich, dass man mehr Freude an „Tödliches Verderben“ haben wird, wenn man „Dunkle Sühne“ kennt. Der Kriminalfall ist allerdings in sich abgeschlossen und somit ohne Vorkenntnisse lesbar.

Die Cliftons beerdigen gerade Mutter Myrna - nur sechs Wochen nachdem Vater Gerald gestorben ist -, als Emmys Freundin und Ex-Polizistin Allison ermordet und ihre sechzehnjährige Tochter Mandy schwer verletzt wird. Da Emmy interimsmäßig den Posten als Sheriff inne hat, übernimmt sie natürlich die Ermittlungen. Doch sie steht dabei nicht allein da. Ihre Schwester Jude, die sie erst vor Kurzem kennengelernt hat, eine ehemalige FBI-Mitarbeiterin, unterstützt sie mit Rat und Tat. Sie stoßen auf eine üble Verschwörung, die sich kreuz und quer durch Clifton County zieht.

Neben der interessanten Familie Clifton, die aus vielen, teils schillernden Personen besteht, konnte mich auch die Handlung um die Ermordung von Allison begeistern. Ich empfand sie als ziemlich undurchsichtig und wenig vorhersehbar, obwohl man sogar „live“ bei dem Verbrechen dabei ist. Immer wieder gibt es eine überraschende Wendung und alle bisherigen Vermutungen werden entkräftet. So bleibt es spannend bis zum Schluss. Ich rätsele bei Krimis gerne mit und oft kombiniere ich dabei auch richtig, doch hier war ich völlig ahnungslos, wer Allison ermordet haben könnte. Und trotzdem ist es logisch und passt. Das hat die Autorin wirklich gut hinbekommen.

Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung.

Die North Falls-Reihe:
1. Dunkle Sühne
2. Tödliches Verderben

Triggerwarnung (bei Bedarf bitte rückwärts lesen):
NEGORD TLAWEGEHCILSUÄH

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Tödliches Verderben

Rezensionen von Micki:

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Querfeldein von Alex Capus

Mitreißende Geschichte aus der Grenzregion

Mit Querfeldein erzählt Alex Capus eine bewegende Familiengeschichte vor dem Hintergrund der deutsch-schweizerischen Grenzregion und ihrer wechselvollen Geschichte. Sein flüssiger und lebendiger Schreibstil sorgt dafür, dass sich der Roman ausgesprochen angenehm lesen lässt. Die Handlung ist kurzweilig und verbindet humorvolle, berührende und dramatische Momente auf gelungene Weise.

Besonders interessant ist der historische Hintergrund, der authentisch in die Geschichte eingewoben wird. Die Ereignisse rund um die Grenze, den Schmuggel und die politischen Spannungen der 1930er-Jahre verleihen dem Roman zusätzliche Tiefe, ohne belehrend zu wirken.

Auch die Figuren überzeugen: Sie wirken glaubwürdig, vielschichtig und lebensnah. Ihre Schicksale und Beziehungen machen die Geschichte emotional nachvollziehbar und lassen einen bis zum Ende mitfiebern.

Querfeldein ist ein unterhaltsamer und zugleich historisch interessanter Roman mit authentischen Charakteren und einer mitreißenden Erzählweise – eine klare Empfehlung für alle, die Familiengeschichten mit historischem Bezug schätzen.

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Querfeldein

Rezensionen von Micki:

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MARVEL: Who's Who von Alex Capus

Ein Muss für alle Marvel-Fans

Ich bin wirklich begeistert von "MARVEL: Who's Who"!
Die Aufmachung ist richtig hochwertig und die bunten Seitenleisten machen das Blättern und Nachschlagen super einfach. Hier hat man alle wichtigen Infos zu mehr als 40 Helden und Schurken an einem Ort - schön sortiert nach Spider-Man, Guardians of the Galaxy und Avengers.

Besonders toll finde ich die Mischung aus Steckbrief + Vorlesegeschichte zu jeder Figur. So werden die Charaktere richtig lebendig, hier steht alles drin und zwar super detailliert.

Perfekt für große UND kleine Marvel-Fans. Mein Kind liebt die Geschichten zum Vorlesen und wir als Eltern stöbern auch sehr gerne in dem Buch un in den Biografien.
Von mir eine klare Kaufempfehlung für alle, die ins Marvel-Universum eintauchen wollen. Durch die hochwertige Aufmachung und das große Format finde ich es auch ideal als Geschenk geeignet.

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MARVEL: Who's Who

Rezensionen von Micki:

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Sprichst du Wald? von Hannah Assil

Optisch sehr ansprechend gestaltet

Sprichst du Wald? hat mir insgesamt gut gefallen. Besonders hervorzuheben ist die wunderschöne grafische Gestaltung: Die ausdrucksstarken Naturfotografien und das ansprechende Layout machen das Buch zu einem echten Hingucker und laden sofort zum Blättern und Entdecken ein.

Inhaltlich hatte ich mir allerdings etwas mehr Tiefe erhofft.

Wer einen ausführlichen Waldführer zum Bestimmen von Pflanzen, Tieren oder Pilzen sucht, wird hier eher nicht fündig. Stattdessen vermittelt das Buch auf leicht verständliche Weise spannende Einblicke in das Ökosystem Wald und weckt die Neugier auf die Natur.

Gerade deshalb eignet es sich meiner Meinung nach hervorragend als Einstimmung auf den nächsten Waldspaziergang oder als Inspiration für Familien. Nach dem Lesen hatte ich direkt Lust, mit meinen Kindern loszuziehen und den Wald mit offenen Augen zu erkunden – und genau das ist vielleicht die größte Stärke des Buches. Es macht Lust darauf, die Natur selbst zu erleben und bewusster wahrzunehmen.

Wer ein schön gestaltetes Naturbuch sucht, das Begeisterung für den Wald weckt und zum Entdecken motiviert, wird mit Sprichst du Wald? sicherlich Freude haben.

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Sprichst du Wald?

Rezensionen von peedee:

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Keine Angst, Darling von Vera Buck

Ein Pageturner

Lea hat einen Mann, eine Tochter, lebt in der Luxussiedlung „Sancta Familia“ in Florida, hat Millionen von Followern auf Social Media, wo sie die traditionellen Werte einer Frau hochleben lässt – sie lebt ihren Traum, oder? Ihre Schwester Paula traut dem ganzen Idyll nicht, sie ist misstrauisch, insbesondere als sie Lea über längere Zeit nicht erreicht und sie auch nichts mehr gepostet hat! Sie fliegt aus Deutschland zu ihr, doch sie ist nicht da.

Ihr Mann Matt sagt, sie sei in einem Retreat, dessen Namen ihm gerade entfallen war und wo sie telefonisch nicht erreichbar sei. Paula ist zutiefst beunruhigt – die scheinbare Perfektion der Siedlung ist nur vordergründig. Strenge Regeln sind zu befolgen. Ansonsten sind drastische Konsequenzen die Folge…

Erster Eindruck: Ein schlichtes Cover, das durch seine dunkle Farbgebung wirkt – gefällt mir.

Das Buch wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt; der Wechsel der Perspektive ist gut vermerkt.

Die Schwestern Paula und Lea haben ein kompliziertes Verhältnis, das sich über die Jahre und die Entfernung noch verschlechtert hat. Aber Paula ist und bleibt die grosse Schwester, die sich um Lea sorgt. Paulas Mann kann ihre Sorge nachvollziehen; sie fliegt nach Amerika und er bleibt zu Hause bei den Kindern. Die Ankunft in der Wohnsiedlung ist befremdlich: Sie kann nicht hereingelassen werden, da Besuche 24 Stunden vorher angekündigt und genehmigt werden müssen. Und für sie liege keine solche Genehmigung vor. Das fängt ja gut an! Paula kann den Pförtner überreden, ihren Schwager Matt anzurufen. Gesagt, getan, Paula darf rein. Aber wo ist Lea? Matt redet sich raus – er ist ein gewiefter Rhetoriker –, doch Paula beruhigt dies überhaupt nicht.
„Sancta Familia – Home as it should be.” Da lief bei mir schon ein Schauer über den Rücken, aber definitiv nicht aus Verzücken! Das Leben in einer Gated Community, einer bewachten und in sich abgeschlossenen Wohnanlage, bedeutet Sicherheit und Idylle. Oder doch eher Gefängnis und kollektives Wegschauen?

Vor ein paar Monaten habe ich bereits ein ausgezeichnetes Buch zum Thema Tradwives gelesen, dasjenige ein Roman, das vorliegende nun ein Thriller. Für mich war es das zweite Buch der Autorin, nach „Der dunkle Sommer“, das letztes Jahr zu meinen Highlights gehörte. Meine Erwartungen an das vorliegende Buch waren hoch. Und? Die Geschichte war ein regelrechter Pageturner mit unerwarteten Twists. Ein Blick hinter die Fassade einer ach so perfekten Welt: in Leas Küche, in die „Sancta Familia“. Dabei ist nichts perfekt, sondern das Gegenteil! Die Beweggründe der Autorin, dieses Buch zu schreiben, und die ergänzenden Informationen im Nachwort sind eindrücklich. Von mir gibt es 5 Sterne; dieses Buch gehört definitiv zu meinen Highlights des Jahres!

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Keine Angst, Darling

Rezensionen von Island :

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Strandopfer Die Grenzfall Ostsee-Reihe von Frank Goldammer

Vorurteile und Vorbehalte

Wie das Cover bereits vermuten lässt, ist der Schauplatz des Krimis die (polnische) Ostseeküste. Die deutsche Ermittlerin Lena Schulte, die in Berlin lebt, aber ursprünglich in Mecklenburg-Vorpommern nahe der Ostsee aufgewachsen ist, wird zu einem Fall auf der polnischen Seite von Usedom hinzugezogen, weil ein deutscher Urlauber tot am Strand aufgefunden wurde.

Kurz nach Lenas Ankunft in Polen stellt sich zudem heraus, dass ein zehnjähriges Mädchen aus dem Umfeld des Toten vermisst wird. Sie versucht gemeinsam mit dem polnischen Kommissar Adam Krawczyk das Kind zu finden und mehr über die Todesumstände des Mannes herauszufinden. Bald kommt es aber zu einem weiteren Todesfall unter den Urlaubern, die gemeinsam mit dem Toten in einer Villa wohnten. Und die Zusammenarbeit zwischen Lena und Adam gestaltet sich als nicht besonders einfach, da insbesondere bei Lena immer wieder Vorurteile gegenüber Polen aufkommen und auch kulturelle Unterschiede zwischen der Polizeiarbeit in Deutschland und in Polen vorhanden sind, insbesondere, was Hierarchien angeht.

Ich empfand es als sehr interessant, mehr über die verschiedenen Herangehensweisen der Polizei auf beiden Seiten der Grenze zu erfahren und auch die beiden Ermittelnden sind spannende Charaktere mit Ecken und Kanten und einer nicht einfachen Vorgeschichte. Die Atmosphäre in den polnischen Badeorten wird sehr realistisch eingefangen und der Schreibstil war anschaulich und gut nachvollziehbar. Überraschende Wendungen sorgten dafür, dass man lange nicht wusste, was nun wirklich hinter allem steckt.

Ich habe das Hörbuch zum Fall angehört und empfand den Sprecher als passend gewählt. Seine Stimme passte zur Atmosphäre und man konnte ihm gut folgen.

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Strandopfer Die Grenzfall Ostsee-Reihe