Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Shilo:
Calling Oceans von Josephine Cantrell
Was geschah auf Arancór?
Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass auf Arancór nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Nach und nach wurde deutlicher, was in jener Sommernacht passiert sein könnte. Trotzdem blieben immer wieder Fragen offen. Genau das hat meine Neugier bis zum Schluss geweckt.
Nola kann das Verschwinden ihrer besten Freundin Emma auch nach acht Jahren nicht vergessen.
Ihre Rückkehr nach Arancór und der Wunsch, endlich Antworten zu finden, waren für mich gut verständlich. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, gemeinsam mit ihr den Spuren zu folgen und langsam herauszufinden, was damals wirklich passiert ist. Dabei wurde deutlich, dass manche Menschen lieber schweigen, als sich der Wahrheit zu stellen.
Aidan fügt sich sehr gut in die Geschichte ein. Er ist ein ruhiger Mensch, der nicht sofort alles von sich erzählt und selbst einiges mit sich herumträgt. Die Nähe zwischen ihm und Nola entwickelt sich Schritt für Schritt und wirkt dadurch echt. Ihre Beziehung nimmt Raum ein, ohne die eigentliche Suche nach der Wahrheit zu verdrängen.
Die irische Küste, das Meer und das Anwesen Arancór haben mich beim Lesen begleitet. Ich konnte mir die Umgebung gut vorstellen und hatte oft das Gefühl, dass dieser Ort seine eigenen Geheimnisse bewahrt. Die Landschaft passt sehr gut zu der Geschichte und verstärkt die Spannung, ohne sich in den Vordergrund zu stellen.
Je weiter Nola kommt, desto mehr verändert sich der Blick auf einzelne Ereignisse und Personen. Manche meiner Vermutungen haben sich bestätigt, andere wurden durch neue Hinweise wieder infrage gestellt. Gerade dieses Wechselspiel hat dafür gesorgt, dass ich immer wissen wollte, wie alles zusammenhängt.
Was mir besonders aufgefallen ist, sind die Figuren mit ihren eigenen Geschichten. Niemand wirkt einfach nur wie ein Teil der Handlung. Jede Person hat ihre Sorgen, Wünsche und Gründe für ihr Verhalten. Dadurch konnte ich viele Entscheidungen besser verstehen und die Charaktere wirkten lebendig.
Am Ende haben sich die offenen Fragen nach und nach geklärt. Für mich hat sich alles zu einem passenden Gesamtbild verbunden. Die Mischung aus Geheimnissen, Spannung und Gefühlen hat mir schöne Lesestunden geschenkt. Ich habe das Buch sehr gern gelesen und vergebe dafür fünf Sterne.
Rezensionen von hohleborn8:
Die süßen Seiten der Liebe von Sigrid Mahlknecht
Wenn Dein Leben auseinanderbricht...
Für Martina, die liebevolle Mutter und liebende Ehefrau, bricht ihre Welt zusammen, als ihr Mann nicht nur die Ehe für beendet erklärt, sondern sie auch noch mittellos vor die Tür setzt. Sie wurde ausgetauscht durch die Sprechstundenhilfe ihres Mannes im Alter ihrer Töchter. Kurze Zeit später wird sie auch in der Firma durch eine junge Praktikantin ersetzt.
Zu allem Überfluss stellt sich ihre jüngere Tochter auf die Seite des Vaters und auch Mutter und Schwester nehmen den fremdgehenden Ehemann in Schutz.
Einzig Daniela, die Freundin seit Kindestagen, und Antonia, die große Tochter, stehen der gepeinigten Ehefrau bei. Sigrid Mahlknecht erzählt eine wunderschöne Geschichte über einen brutalen Neubeginn in der Mitte des Lebens. Wie Martina am Tiefpunkt ihres Lebens ihre Leidenschaft für das Backen entdeckt und damit ihrem Leben wieder Sinn und Perspektive verschafft, liest sich wie ein Märchen. Es macht aber gleichzeitig Mut, in solch aussichtslosen Lebenslagen nicht klein bei zu geben.
Für mich kam die positive Veränderung in Martinas Leben etwas zu schnell und der böse Ehemann kommt mir etwas zu ungeschoren davon.
Aber die Geschichte liest sich wunderschön, macht Appetit auf die im Buch beschriebenen schmackhaften Backwerke und weckt die Lust aufs Nachbacken.
Rezensionen von Anjulia :
Falls jemand fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg
Über den Mut hinzusehen
"Falls jemand fragt, wer wir waren" von Eva Kranenburg ist ein zeitgeschichtlicher historischer Roman, der sich mit der jungen DDR und dem Volksaufstand am 17. Juni 1953 befasst. Das Cover ist eher schlicht gehalten und zeigt in Schwarz-Weiß eine junge Frau mit Büchern. Im Hauptfokus steht die sechzehnjährige Tilla, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird.
Nach dem plötzlichen Verschwinden ihrer Freundin Rena kann sie die Augen vor der Realität nicht mehr verschließen. Ihre sozialistische Weltanschauung bekommt dabei immer größere Risse. Die Autorin hat es für mich geschafft, die Spannung insgesamt hochzuhalten. Ich war auf Renas Geheimnisse um ihre Herkunft und ihr Verschwinden gespannt. Gleichzeitig sind die Figuren meist vielschichtig und nicht eindimensional gezeichnet. Besonders die charakterliche Entwicklung, die Tilla in wenigen Wochen durchläuft, fand ich beeindruckend. Die Atmosphäre der damaligen Zeit wird ebenfalls sehr gut transportiert. Etwas schade fand ich, dass der Schluss recht offen war. Für mich blieben einfach noch ein paar ungeklärte Fragen zurück. Trotzdem kann ich das Buch weiterempfehlen und vergebe 4 Sterne.
Rezensionen von Herwig Oberlerchner:
Der Stadtschreiber von Kalkutta von Josef Winkler
Kalkutta
Josef Winkler verbringt einen Monat auf Einladung in Kalkutta. Er streift mit seiner Füllfeder und Notizbüchern durch die Straßen und Märkte und Verbrennungsstätten dieser überbevölkerten, lauten, schrillen, verrückten Stadt und beschreibt Szenen, die oft jenseits des Vorstellungsvermögens von Europäern liegen, was Armut, Mentalität, Überlebenskampf und in Riten gelebte Religion betrifft.
Er bleibt in der Rolle des Stadtschreibers, des Beobachters, auch die unvorstellbarsten Szenen werden dem Leser nüchtern und emotionslos, aber akribisch ins Detail gehend angeboten. Ein faszinierendes Bilderbuch aus Müll, Blumengirlanden und den Resten von Mensch und Tier. Und doch stellenweise viel Emotion: das eigene Heimweh, die Einsamkeitsattacken und die Sehnsucht nach den Kindern vertraut Winkler den Lesern an.
Rezensionen von _ich.lese_:
Emma glaubt nicht an Feen von Cornelia Funke
Emma und die Feen
Emma liebt die Natur, sie streift so gerne durch den Wald.
Als sie eines Tages einem seltsamen Insekt folgt, merkt sie schnell, das Insekt ist keines. Es ist eine Fee. Aber Emma glaubt nichr an Feen. Diese sind alles andere als begeistert, dass Emma ihr geheimes Versteck entdeckt hat und außer ein paar Ausnahmen, wollen die Feen Emma lieber nicht zurück in ihre Menschenwelt lassen.
Ich liebe Cornelia Funkes Kinderbücher, bin ein großer Fan der Tintenherz-Reihe, in der auch schon einige ungewöhnliche Wesen ihren Auftritt hatten. So war ich extrem neugierig auf das neue Buch von ihr.
Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich liebe ihren Schreibstil und ich liebe die Idee hinter der Geschichte, die Emma und die Feen zusammengebracht hat. Das Buch ist auch noch liebevoll gestaltet mit kleinen, ergänzenden Illustrationen, die gut zum Text passen. Die Story liest sich flüssig und ich konnte gut mit Emma mitfühlen. Für mich ein gelungener Auftakt einer Reihe, ich freue mich auf die Fortsetzungen.
Rezensionen von bücherliebe74:
Der Prätorianer von Tobias Bukkehave
Nichts für schwache Nerven!
Der Autor Tobias Bukkehave hat mit "Der Prätorianer" einen starken und gelungenen Reihen-Auftakt um das Ermittler-Duo Sara Levin und Janus West geschaffen!
Als eine äußerst brutal zugerichtete männliche Leiche gefunden wird, stehen die Ermittler der dänischen Polizeiabteilung für Gewaltverbrechen, Sara Levin und Janus West und ihr Team, vor einer großen Herausforderung.
Bei der Leiche werden unter anderem Artefakte der römischen Mythologie gefunden. Sara`s Bruder Adam, Psychologe, wird als Berater zu den Ermittlungen hinzugezogen, zwecks Ergründung des psychologischen Motivs und der Erstellung des Täterprofils.
Es stellt sich die Frage: war es Mord im Affekt, was die Brutalität erklären würde, oder doch ein Ritualmord?
Der Schreibstil ist geprägt von spürbarer Atmosphäre, die einem durchaus die Haare zu Berge stehen lassen, und von einem stetigen Perspektivenwechsel, bei dem Sara, Adam als auch der Täter "zu Wort kommen". Der Spannungsaufbau ist clever und ansteigend ausgearbeitet.
Die Konflikte innerhalb des weiteren Ermittlerteams empfand ich als unnötige Längen, da sie nicht wirklich Einfluß auf die Handlung hatten.
Die Ermittlungsarbeit wird detailliert beschrieben, als auch die psychologischen Aspekte. Wobei letzteres für mich stellenweise etwas ausschweifend war.
Der Zusammenhang mit Sara´s persönlichem Umfeld war ein Aspekt, der die Story für mich besonders interessant gemacht hat. Ich gehe davon aus, dass diese in weiteren Reihenteilen wieder eine Rolle spielen werden.
Der Plot Twist fast am Ende des Buches ergab für mich eine wirklich überraschende Wendung, was mir sehr gut gefallen hat!
Das frostige Cover ist sehr passend gewählt.
Insgesamt hat mir das Buch, bis auf wenige erwähnte Längen, wirklich gut gefallen!
Ich denke, für LeserInnen, die auch geschichtliches und psychologisches Interesse haben, und bei schonungslosen Opferbeschreibungen nicht zimperlich sind, ist dieser Thriller absolut empfehlenswert!
4 von 5 Punkten!
Rezensionen von Lilli33:
Du kriegst mich nicht von Chris Carter
Enttäuschend
Enttäuschend
Ich habe alle Bände der Robert Hunter-Reihe von Chris Carter gelesen und war stets total gefesselt. Natürlich hatte ich auch bei „Du kriegst mich nicht“ einen spannenden Thriller erwartet. Leider wurde ich hier enttäuscht. Die erste Hälfte des Buches zieht sich wie Kaugummi; ich war mehrmals nah dran abzubrechen.
Es wird erzählt und erzählt und beschrieben und beschrieben, aber ich war einfach nicht dabei, sondern außen vor. Zudem fand ich das Gelesene nicht besonders interessant und fesselnd.
Zum Glück gab es dann etwa zur Hälfte eine großartige Wendung im Plot. Jetzt wurde es tatsächlich spannend, und der Autor konnte mich reichlich an der Nase herumführen. Das angekündigte Katz- und Maus-Spiel hatte endlich begonnen. Die Spannung wurde nun auch bis zum genialen Ende gehalten, was mich wieder ein bisschen mit dem Buch versöhnen konnte.
„Du kriegst mich nicht“ ist ein Stand alone. Ehrlich gesagt, bin ich froh darüber und hoffe lieber auf weitere Bände mit Robert Hunter.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Gib mir alles von Alexandra-Maria Pipos
Aus dem Leben
Mich haben die ersten Seiten direkt mitgerissen. Der Job der Protagonistin Ioana ist fordernd und sie kann sich gedanklich nur schwer davon lösen. Gleichzeitig ist da ihre Familie, von der ein Teil noch in Rumänien lebt, während sie mit ihren Eltern ausgewandert ist. Nachdem ihr Großvater gestorben ist und die Beerdigung ansteht, zieht es sie zurück.
Damit bricht sie aus ihrem bisherigen Leben aus und steckt stattdessen in einem Leben voller Familie und Erinnerungen.
Eigentlich ist mir das Leben von Ioana eher fremd. Da die Story aber aus ihrer Perspektive geschrieben ist, fiel es mir leicht, mich in die Gedanken und Gefühle der Protagonistin hineinzubegeben. Das Leben steckt voller Herausforderungen, wir müssen jeden Tag unzählige Entscheidungen treffen und genauso geht es auch Ioana. Gleichzeitig steckt sie im Alltagswahnsinn zwischen zwei Kulturen.
Diese Situation hat die Autorin gekonnt und unterhaltsam in Worte gepackt.
Damit zeichnet sie ein realistisches Bild ihrer Protagonistin, die zwischen Leistungswahnsinn und Selbstoptimierung und auch noch zwischen zwei Kulturen steht.
Ich habe das Buch gerne gelesen und es hat mich nachdenklich zurückgelassen.
Rezensionen von ekiam:
Der Postbär, der nicht lesen konnte von Susana Peix
Eine warmherzige Geschichte für den Schulstart
Der Postbär, der nicht lesen konnte ist eine liebevolle Geschichte über den Mut, sich Hilfe zu holen, und den ersten Schritt auf dem Weg zum Lesenlernen.
Mein persönliches Highlight waren die Illustrationen. Sie sind unglaublich niedlich, voller kleiner humorvoller Details und verbreiten sofort eine gemütliche Herbststimmung.
Allein das Anschauen der Bilder macht schon großen Spaß und lädt dazu ein, immer wieder neue Kleinigkeiten zu entdecken.
Auch die Geschichte selbst ist einfach, einprägsam und leicht verständlich erzählt. Emil, der Postbär, zeigt Kindern auf sympathische Weise, dass niemand alles allein schaffen muss und es völlig in Ordnung ist, beim Lernen Unterstützung anzunehmen. Gerade vor dem Schulstart ist das eine wertvolle Botschaft, die vielen Kindern Mut machen kann.
Einen kleinen Kritikpunkt hatte ich allerdings. Zu Beginn erfahren wir, dass Emil davon träumt, lesen zu lernen. Im weiteren Verlauf hatte ich jedoch das Gefühl, dass dieser Wunsch etwas in den Hintergrund rückt. Als er den geheimnisvollen Brief nicht zustellen kann, hätte ich mir gewünscht, dass noch deutlicher wird, wie sehr ihn seine fehlenden Lesekenntnisse beschäftigen und wie groß sein Wunsch ist, daran etwas zu ändern. Dadurch hätte seine Entwicklung für mich noch etwas stimmiger gewirkt.
Trotzdem ist Der Postbär, der nicht lesen konnte ein wunderschönes Bilderbuch mit einer wichtigen Botschaft, einer herbstlich-gemütlichen Atmosphäre und Illustrationen, die man sich immer wieder gern anschaut. Eine tolle Begleitung für die Zeit vor dem Schulstart und die ersten Leseversuche.
Rezensionen von Danislesestube:
Sera: Verlorene Vergangenheit von Rebecca L. Knippen
Großartige Fortsetzung
Vor einer Weile, fast einem Jahr, habe ich den ersten Teil der Sera Reihe gelesen. „Sera: Verborgene Macht“ hat mir wirklich gut gefallen. Toller Aufbau der Welt. Spannende Charaktere mit sehr unterschiedlichen Wesenszügen und Fähigkeiten. Nach einem gelungenen Ende wartete ich sehnsüchtig auf den zweiten Teil.
Hat sich das Warten gelohnt?
Zu Beginn der neuen Handlung wird Sera samt ihrer Begleiterin Soela in eine neue Umgebung transportiert, in der sie laut Talim ihre Eltern wiedersehen wird, aber zuvor muss noch einiges erledigt werden. Sehr zum Leidwesen von Sera. Was sie nicht weiß, er war mehr an den Ereignissen in der Vergangenheit beteiligt als zunächst angenommen. Zudem wirken seine Begleiter alles andere als vertrauenswürdig. Noch nie fühlte sie sich so fremd und alleingelassen. Zum Glück weichte ihr Soela nie von der Seite. Immerhin lernt sie eine neue Gegend kennen. Lernt ihre neuen Fähigkeiten besser einzusetzen. Etwas Geschichte rund um die Inseln und Begleitwesen kommt noch obendrauf. Aber was, wenn das auch zu seinem Plan gehört?
Zwei Absätze, die ich mit einer Frage beendet habe. Das kann nur eines bedeuten. Spannung ohne Ende. Fragen bis zum Abwinken. Ereignisse, die an Seras Nerven zehren. Wo ist sie da nur hineingeraten? Egal, wie schlimm es ist und vor allem noch kommen wird. Sie hält tapfer durch. Aus dem eher schwächlichen Mädchen ist eine starke junge Frau geworden, die sich mit jedem Widerstand immer weniger gefallen lässt. Wer wird schon gerne durch die Gegen gescheucht? Diesen Mut braucht sie dringend. Die Handlung ist vollgepackt mit Fallen. Menschen, die ihr nichts Gutes wollen. Sogar ihre Eltern könnten einfach nur ein Köder in einer Falle sein, aus der sie nicht mehr entwischen kann. Gutes Stichwort. Denn das kann Sera unglaublich gut. Talim und seinen Begleitern ist sie zwar körperlich nicht wirklich gewachsen, aber dafür geistig meilenweit voraus. Vor allem merkt man hier umso mehr, dass sie tatsächlich nachdenkt, bevor sie etwas macht. Sogar ihre impulsiven Momente hatten zuvor mindestens eine Überlegungsphase. Das Thema Liebesgeschichte (oder angedeutet, wie ich geschrieben hatte), könnt ihr knicken. Zugegeben, diese hätte spätestens hier keinen Platz gefunden. Die Handlung hatte so auch genug Material, um zu funktionieren.
Das Ende des letzten Teiles konnte die Autorin toppen. Was bleibt mir also zu schreiben als: Ich freue mich auf Teil drei. Yay.











