Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sassy:
Dem Meer entgegen von Lidija Hilje
100% Emotionen, 0% Kitsch
„Dem Meer entgegen“ hat mich tief bewegt und im Herzen berührt.
In Ivonas Leben läuft mit Ende 30 nichts mehr so, wie sie es sich erträumt hat, dabei führte sie einst ihr absolutes Traumleben.
Verheiratet mit ihrer Jugendliebe Vlaho und ein abgeschlossenes Biologiestudium in der Tasche hätte es eigentlich immer weiter bergauf gehen können.
Viele falsche Entscheidungen haben aber dazu geführt, dass Vlaho jetzt mit einer anderen Frau verheiratet ist und mit ihr zwei Kinder hat. Ivona schmerzt das ständig und das Gefühl von Verlust uns falschen Entscheidungen ist allgegenwärtig. Trotzdem hält sie weiter Kontakt mit ihrem Ex Mann und seiner Familie.
Außerdem lebt sie wieder in ihrem alten Kinderzimmer bei ihrem kranken Vater und scheint unter der Last, das von ihm so sehr gewünschte Hotelprojekt auf dem Anwesen ihrer verstorbenen Großmutter vor dem Bankrott zu retten, zu zerbrechen.
Findet sie den Mut für einen Neuanfang?
Ein leiser Roman über Liebe, Verantwortung, falsche Entscheidungen und Neuanfänge.
Der Schreibstil von Lidija Hiljes ist wunderschön und berührend. Sie versteht es, den Charakteren eine Tiefe zu geben, die es einem leicht macht, in ihre Geschichten und Gedankenwelten einzutauchen. Vor allem Ivona ist eine Protagonistin, die ich mit ihrer Traurigkeit und ihren Zweifeln in mein Herz geschlossen habe. Sie denkt immer an alle anderen und vergisst sich selbst dadurch völlig.
Die Ich-Perspektive und die beiden Zeitebenen von Vergangenheit und Gegenwart erzeugten bei mir fast das Gefühl, als wäre Ivona eine Kindheitsfreundin, die ich zu den verschiedenen Stationen ihres bisherigen Lebens begleite.
Die Landschaft Kroatiens wird wunderschön und atmosphärisch beschrieben und hat meine Sehnsucht, nochmal dort hin zu reisen, geweckt.
Eine absolute Leseempfehlung für alle, die leise, intensive Geschichten mit ganz viel Tiefe mögen.
Rezensionen von drachenzahn:
Monstrologica von Martin Maudsley
Unheimlich gut
Wer sich für Monster, Fabelwesen und mystische Kreaturen begeistert, wird an diesem Buch kaum vorbeikommen. Es lädt zu einer spannenden Reise rund um den Globus ein und stellt neben bekannten Wesen auch zahlreiche eher unbekannte Gestalten der Sagenwelt vor, darunter Kitsune, Tokoloshe, Peryton oder den furchteinflößenden Adaro.
Dadurch entdeckt man immer wieder Neues und bekommt einen faszinierenden Einblick in die Mythen unterschiedlichster Kulturen.
Die Kreaturen sind in die drei Bereiche Monster, Bestien und Fabelwesen gegliedert. Jede Doppelseite widmet sich einer einzelnen Gestalt. Besonders beeindruckend sind die großformatigen Illustrationen, die jeweils eine komplette Seite einnehmen. Sie sind farbenfroh, detailreich und leicht unheimlich, ohne dabei abschreckend zu wirken. Allein deshalb blättert man immer wieder gern durch das Buch. Die zweite Seite liefert spannende Hintergrundinformationen zu Herkunft, Aussehen und den überlieferten Geschichten der jeweiligen Kreatur. Ergänzt werden die Texte durch kleinere Illustrationen und interessante Fun Facts.
Besonders gelungen finde ich die Mischung aus Sachbuch und Fantasie. Obwohl das Buch von geheimnisvollen Wesen erzählt, bleibt es stets informativ und erklärt, aus welchen Kulturen und Überlieferungen die einzelnen Gestalten stammen. So lernt man ganz nebenbei eine Vielzahl unterschiedlicher Mythen und Legenden kennen. Die außergewöhnlichen Illustrationen regen die Fantasie an und machen das Buch zu einem echten Blickfang. Immer wieder entdeckt man neue Details oder bleibt an einer besonders gelungenen Darstellung hängen. Dadurch eignet sich das Buch nicht nur zum Lesen, sondern auch hervorragend zum Stöbern und immer wieder neuen Entdecken.
Insgesamt ist dieses Buch weit mehr als ein gewöhnliches Monsterlexikon. Es verbindet spannende Informationen mit einer außergewöhnlichen Gestaltung und ist damit eine klare Empfehlung für alle, die sich für Sagen, Mythologie und fantastische Wesen begeistern.
Rezensionen von MIi:
Honey und Blondie von Ubin Eoh
Frauenfreundschaft
Es geht um das koreanisch-abstämmige Mädchen Hee Yeon-yeong und ihre beste Freundin Bianca. Beide wachsen in den 90er, 2000er Jahren in Berlin-Kreuzberg auf. Neben den typischen "Jungen-Themen" und "Jugend-Themen" verbindet beide eine magische Besonderheit: In Momenten der absoluten Angst können sie die körperlichen Symptome der anderen spüren, und dann wird Bianca schwer krank.
Oh, was hatte ich mich über die Reise "Back to the 90s" gefreut: Fruchtischampoo, Prinzenbad, Cola-Kracher, Diddl-Mäuse und vieles mehr. Ich war zuerst sehr skeptisch, wegen den magischen Elementen des Körpertausches, aber hier wurde das Thema nicht als Fantasy-Abklatsch erzählt, sondern als feinfühlig, als Symbol tiefster Empathie. Die Themen wie Ausländerfindlichkeit, schwere Krankheit oder Sexismus sind schwer, werden in dem Buch aber warmherzig und manchmal auch humorvoll erzählt. Der Schreibstil ist flüssig und nahbar; man versteht und leidet mit. Auch die Dialoge, die "mitwachsen" von klein auf bis ins Erwachsenenalter, sind gut ausgearbeitet. Das Buch hat mich emotional auf Reisen geschickt: fröhlich in meine Jugend, vertraut im Thema Freundschaft, aber auch traurig und tief berührt.
Rezensionen von MIi:
The Flamebearer Trilogy 1: The Witch in the Dead of Night von Charlotte Buckley
Düsteres Schicksal
Als ich das Buch in der Hand hielt, war ich wirklich sehr begeistert.
Die Idee des Sichtfensters ist der absolute Knaller das hatte ich bis daher noch nicht so gesehen. Können ein Vampirprinz und eine ausgestoßene Hexe das Schicksal eines Königreichs ändern? Es geht um Finn, einer der letzten Hexen im Königreich Valin.
Sie muss überleben, also arbeitet sie unerkannt als Dienstmagd am Hof von Vampirkönig Mordritch. Ihre verbotenen Kräfte fliegen eines Tages auf, und dadurch wird ihr ein Deal angeboten. Die Autorin schreibt sehr bildhaft, wodurch man die düstere Stimmung schon spüren kann. Finn habe ich als sehr vorsichtig und misstrauisch kennengelernt. Sie ist keine unfehlbare Heldin, sondern eher eine ängstliche und zum Teil auch schwache Person. Aber ihre Entwicklung fand ich grandios. Der junge Bruder des Vampirkönigs, den Finn ausbildet, ist arrogant und böse, aber zugleich auch irgendwie faszinierend. Was mir nicht so sehr gefallen hat, waren einige Passagen, die sich im Mittelteil in die Länge gezogen hatten. Aber mein Fazit: Dieses Buch ist ein absoluter Mega-Auftakt. Das Wortbildung und die Charakterdynamik überzeugen.
Rezensionen von lorireads:
The New Love Times, Band 1 - Written into my Heart von Saskia Louis
Überraschendes Highlight!
"Written into my heart" hatte mich ehrlich gesagt erst einmal gar nicht so sehr angesprochen und ich habe darüber hinweggeblättert. Doch dann bin ich zufällig auf das Hörbuch zum Buch gestoßen und weil es mir schon bekannt vorkam, dachte ich: Warum nicht? Und im Nachhinein bin ich mehr als froh, denn mit Saskia Louis habe ich hier vielleicht eine meiner neuen Lieblingsautor:innen gefunden.
Den Schreibstil der Autorin fand ich einfach nur toll, sie findet sie perfekten Worte, um die Charaktere und das Setting zu beschreiben und hat die perfekte Chemie zwischen Rowan und Stella aufgebaut. Gleichzeitig fand ich das Buch spannend genug, um in jeder freien Minute die Kopfhörer ins Ohr zu stecken und weiter zu hören. Manches war vielleicht ein wenig vorhersehbar, aber das ist ehrlich gesagt auch nicht das, was ich an einem Roman suche, sondern dass der Weg dahin aufregend ist und man mit den Protagonisten mitfiebern kann und das wurde hier mehr als zufriedenstellend erfüllt. Beim Lesen hatte ich nahezu konstant ein warmes Gefühl im Herzen und auch die Lebensweisheiten, die Stella und Rowan immer wieder austauschen, fand ich nicht überzogen, sondern stets passend eingearbeitet, sodass man selbst zum Nachdenken angeregt wurde.
Sunset Cove ist ein süßer Ort und ich mochte das Setting bei der Sunset Gazette, aber auch die vielen anderen Orte in der Stadt, die man gemeinsam mit Stella und Rowan besucht hat. Toll fand ich auch den Abstecher zum Weingut von Rowans Familie.
Was mir außerdem richtig gut gefallen hat und direkt Lust auf die hoffentlich schnell erscheinenden Fortsetzungen macht, waren die Nebencharaktere. Besonders Stellas Freundin Marlow und Leto haben es mir angetan und ich kann es kaum abwarten, zu erfahren, was die Freundschaft zwischen den beiden zerstört hat und ob sie wieder zueinander finden, bzw. ob da sogar mehr zwischen den beiden ist.
Alles in allem für mich ein unerwartetes Highlight und ich werde mir sicherlich noch andere Bücher der Autorin näher anschauen.
Rezensionen von beavielleser :
Wie die Hasen von Anna Silber
Ich hatte etwas anderes erwartet
Oma Paula ist eine der letzten Zeitzeugen, die über das Naziregime und der sogenannten "Hasenjagd" berichten kann.
Lisa, ihre Enkelin hat ein besonders inniges Verhältnis zu ihr und begleitet ihre Großmutter zu jeder Veranstaltung, bei der sie von der Vergangenheit erzählt.
Als Oma Paula an Demenz erkrankt, ändert sich alles.
Es geht in diesem Buch hauptsächlich um die Demenz der Grossmutter und Lisas Schwangerschaft. Ich hatte mir mehr über Oma Paulas Rolle als Zeitzeugin erhofft.
Die Entwicklung der Krankheit von Oma Paula und wie diese das Leben aller verändert, ist gut und ausführlich geschildert, war mir aber oft zu langatmig.
Rezensionen von LeserinLu :
Wenn die Bienen schweigen von Caryl Lewis
Erschreckend realistisch
Bei „Wenn die Bienen schweigen“ handelt es sich um eine klassische Dystopie. Aus meiner Sicht erinnert sie ein bisschen an „The Handmaid's Tale" und auch an „Die Tribute von Panem" mit dem starken, eigenständigen Mädchen Jess als Protagonistin, die in einem Camp lebt, wo junge Mädchen von Hand Obstbäume bestäuben müssen, weil es keine Bienen mehr gibt.
Anschließend werden sie zwangsweise verheiratet. Erschreckend fand ich, wie nah diese Dystopie an der Realität ist. Gerade deshalb sollten Jugendliche diese Geschichte lesen.
Besonders schön fand ich, wie der Roman Kunst und Literatur als Quelle von Hoffnung zeigt. Daran glaube ich selbst fest. Jess ist für mich eine richtig mutige Heldin und auch die Nebencharaktere haben mich überzeugt: Cass, die auf Liebe statt Sicherheit setzt, oder Eliot, der trotz seiner Rolle als Wärter empathisch bleibt.
Der Schreibstil und die Übersetzung sind flüssig und leicht zu lesen, also genau richtig für ein Jugendbuch. Deshalb ist die geschilderte Welt auch eher oberflächlich dargestellt als vollständig durchdacht. Alles andere hätte aber wohl den Rahmen gesprengt. Da es eine Fortsetzung geben soll, werden vielleicht auch dann erst ein paar Lücken geschlossen. Ich hoffe sehr, dass dieses Buch viele junge Leser:innen findet!
Rezensionen von gerlisch:
Home Before Dark von Eva Björg Ægisdóttir
Familiengeheimnisse
Das nordische Setting ist für mich ein echtes Highlight. Island bringt diese besondere Mischung aus Weite, Kälte und unterschwelliger Bedrohung mit, die perfekt zu einem Psychothriller passt. Die Autorin transportiert diese Stimmung sehr gut.
Durch den flüssiger Schreibstil kam ich gut durch die Seiten.
Geschrieben ist die Story in zwei Zeitebenen, Marsi in der Gegenwart, Stina in der Vergangenheit, dies könnte Spannung erzeugen, hier aber eher ruhig bleibt. Mehrere Perspektivwechsel finde ich immer spannend und interessant, aber hier konnte ich mich nicht in alle Figuren hineinversetzen, besonders nicht in die Hintergründe der Verdächtigen.
Die Grundidee gefällt mir gut. Vor zehn Jahren verschwindet Marsibils Schwester, zurück bleibt nur eine blutige Jacke, ausgerechnet an dem Ort, an dem Marsi sich mit ihrem geheimen Brieffreund treffen wollte. Das ist ein starker Ausgangspunkt, der sofort Fragen aufwirft und emotional wirkt.
Gelungen sind die famiilären Spannungen, die die Story tragen und das tröpfchenweise vermittelte Unbehagen, das typisch für Psychothriller ist.
Zum Ende hin gab es für mich einige überraschende Wendungen, trotzdem fehlte mir die anhaltende Spannung, die einen Psychothriller wirklich packend macht. Die Atmosphäre war da, aber der Nervenkitzel blieb eher verhalten.
Rezensionen von C. P.:
Immerland - Der Ozean der Ewigkeit von Flix
Zauberhaftes Abenteuer voller Überraschungen und Illustrationen
Nach Immerland ist vor Immerland. Zumindest für Mika, der nur wenige Monate nach seiner Flucht erneut in dieser verrückten Welt auf der anderen Seite der Erdkruste landet. Die Welt, in welcher nicht nur Kreaturen hausen, eine schräger als die andere. Sondern auch der Doktor weiter daran bastelt, seine Macht auf die Welt der Menschen auszuweiten.
Das Trotzdem ist eine Superpower. Es lässt Dinge passieren, die auf den ersten Blick unmöglich erscheinen. (Zitat S. 180)
Der Anfang ist zunächst ähnlich zum ersten Band: Eine Klassenkameradin wird auf einem Schulausflug verletzt und eine überaus hilfsbereite (wenn auch skurrile) Person bietet ihr an, sie zum Doktor zu bringen. Gegen eine lächerliche geringe Bezahlung. Natürlich will Mika dies um jeden Preis verhindern, da er nun weiß, dass das Immerland eine Falle ist. Und der Doktor kein richtiger Doktor. Zu seinem Pech (und unserem Glück) geht dies natürlich gewaltig schief und er landet in seinem eigenen, spektakulären Abenteuer voller fantastischer Wesen, einer erfinderischen Rebellengruppe sowie seinen Freunden in Immerland, die sich riesig freuen, ihn wiederzusehen. Denn im Kampf gegen den Doktor können sie seine besonderen Fähigkeiten gerade richtig gut gebrauchen. Und seine Klassenkameradin will er nebenbei auch noch retten.
Und wie soll das bitte gehen? - Trotzdem, Bumsbirne. Trotzdem. (Zitat S. 185)
Der zweite Band baut zügig eine Spannung auf, die sich konstant bis zum Ende hält. Es gibt jede Menge fantastische Abenteuer, ausweglos scheinende Situationen und den ein oder anderen zu bedienenden Controller (Mikas Spezialgebiet). Das Innere des Romans ist voller faszinierender Illustrationen passend zur Handlung; sämtliche Details auf dem Cover finden sich irgendwo in Mikas Abenteuer wieder. Und im titelgebenden Ozean der Ewigkeit ist eine für Mika ganz besondere Person verborgen. Lasst euch überraschen.
Das Buch hat seine volle Punktzahl sowas von verdient! Spannung, Ideenreichtum und Illustrationen, alles vom Feinsten!
Rezensionen von SiSa:
Alpine Vitalküche von Karin Hofinger
Große Empfehlung (von einer, die gerne gesund isst, aber nicht aufwändig kochen mag)
Das ist nicht einfach ein Kochbuch – das ist ein Buch fürs gute Leben. Und diese wunderwunderschönen Fotos, die mich an meine Heimat Tirol erinnern! Was mich so besonders berührt daran: Dass aus diesem Buch die reine Liebe zum Leben und zur Natur herausströmt. Das allein fühlt sich schon gesund an.
Ich habe es erst durchgeblättert und bin jetzt schon motiviert, ab sofort massenhaft Kräuter in der Küche zu verwenden. Ich mag auch, dass die Rezepte für die einfache tägliche Küche gemacht sind. Das kommt mir sehr entgegen. Mein erstes Rezept, das ich nachkochen werde, sind die Erdäpfel-Topfen-Bratlinge. Nur die Hanfsamen muss ich noch besorgen :-)











