Kunden em pfehlungen
Rezensionen von nuean:
Willow-Falls-Reihe, Band 3 - Wait For Me in Willow Falls von Greta Milán
Ein toller 3. Band, viel Gefühl und Spannung
Seit dem ersten Band der Willow Falls Reihe, möchte ich wissen, was zwischen Reese und Owen läuft. Und jetzt geht es im 3. Band endlich um die Beiden. Als Reeses Haus bei einem heftigen Sturm unbewohnbar wird, kommt sie bei Owen unter. Was nur für eine Nacht sein sollte, ändert sich als Owens Bruder Hunter unerwartet auftaucht und denkt Reese und Owen wären verlobt.
Reese willigt ein, das Spiel für kurze Zeit mitzuspielen, aber die gemeinsame Zeit, dass nicht nur Owen Gefühle hat.
Reese war schon in den letzten Bänden, eher die beherrschte, hart arbeitende Ärztin in Willow Falls, die zwar Dates hatte, aber keinen Mann nah an sich ranlässt, seit sie von ihrem Verlobten kurz vor der Hochzeit betrogen und sitzen gelassen wurde. Und Owen kennt man auch schon, der beste Freund von Jared, der Reese mit Haut und Haaren verfallen ist.
Die Geschichte der beiden ist einfach zauberhaft. Wie sie sich langsam annähern, Owen der wirklich alles gibt und Reese, die nicht ganz unempfänglich dafür ist. Viel kann ich ohne zu spoilern nicht sagen, aber ich liebe die Vibes in Willow Falls, die alten und die neuen Charaktere. Es gibt viel Humor, Gefühl und auch Spannung. Für mich bis jetzt der Beste Teil der Reihe. Ich bin sehr gespannt auf Ryders Geschichte.
Fazit: Für mich bis jetzt der Beste Teil der Reihe.
Rezensionen von Odina:
Weißer Rausch von Anu Ojala
Skandinavische Spannung
„Weißer Rausch“ von Anu Ojala handelt von einer Mordserie im eisigen Grenzgebiet zwischen Finnland und Schweden. Kommissarin Ronja Jentzsch ermittelt in brutalen Verbrechen, einer tödlichen neuen Droge und rätselhaften Spuren nach Schweden. Die Autorin schreibt sehr flüssig, bildhaft und atmosphärisch dicht.
Besonders die eisige, raue Umgebung wird so lebendig beschrieben, dass man sich sofort mitten im Geschehen fühlt. Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. Die Spannung ist von Anfang an hoch und hält sich bis zum Schluss. Ich wollte ständig wissen wie es weitergeht, welche Verbindung die einzelnen Ereignisse haben und welche Rolle Kristian wirklich spielt. Gerade dieser hatte von Beginn an mein Mitgefühl. Es war hart mitzuerleben, was er alles durchmachen und einstecken musste und in welchem inneren Zwiespalt er stand. Ronja fand ich als Ermittlerin großartig und sehr authentisch. Sie wirkt klug, entschlossen und gleichzeitig menschlich. Auch die übrigen Protagonisten sind klar und übersichtlich dargestellt, sodass man der Geschichte sehr gut folgen kann. Insgesamt ist das Buch ein sehr guter Thriller und für alle Skandinavien-Fans ein Muss. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!
Rezensionen von Katto:
Etwas Leichtes von Eva Lohmann
Manchmal darf das Leben einfach leicht sein
„Etwas Leichtes“ von Eva Lohmann mochte ich wirklich sehr gerne. Schon das Cover finde ich sehr toll!
Im Mittelpunkt steht Leo, die mit 41 frisch geschieden ist. Während sie versucht, ihr Leben neu auszurichten und herauszufinden, was sie eigentlich möchte, begegnet sie neuen Menschen, Möglichkeiten und auch der ein oder anderen Herausforderung.
Dabei geht es um die Frage, wie man sein Leben leben möchte – unabhängig davon, welche Erwartungen andere an einen haben.
Das Buch hat mich zum richtigen Zeitpunkt in meinem Leben erreicht, denn ich konnte mich unglaublich gut in Leo hineinversetzen. Viele ihrer Gedanken, Zweifel und ihre Sicht auf bestimmte Dinge kamen mir erstaunlich bekannt vor. Beim Lesen hatte ich deshalb immer wieder die Gedanken: Ich fühle es so! Ich habe mich in Leo und vielen Situationen wiedergefunden und konnte ihre Entscheidungen dadurch besonders gut nachvollziehen.
Und genau deshalb hat mich das Buch so begeistert. Es hat mich nicht nur gut unterhalten, sondern richtig zum Nachdenken gebracht. Ich habe mich gefragt, was für mich eigentlich wichtig ist, welche Erwartungen ich selbst an mein Leben habe und wie viel davon wirklich von mir kommt.
Leo ist keine perfekte Protagonistin, sondern eigenwillig, manchmal etwas kompliziert und einfach sehr menschlich. Gerade das mochte ich an ihr. Sie muss für sich selbst herausfinden, was sie eigentlich will. Ihre Entwicklung habe ich deshalb sehr gerne verfolgt.
Eva Lohmanns Schreibstil ist locker, direkt und angenehm zu lesen und hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Gleichzeitig steckt zwischen den Zeilen viel mehr, als der leichte Ton zunächst vermuten lässt. Das Buch greift wichtige Themen auf, ohne dabei schwer oder belehrend zu wirken.
Auch die Perspektivwechsel am Ende der einzelnen Kapitel mochte ich sehr. Dadurch bekam man immer wieder einen anderen Blick auf Situationen und Menschen und merkte, dass die eigene Wahrnehmung eben nicht immer die ganze Wahrheit ist.
Und natürlich möchte ich Frederic erwähnen. Das Riesenschecken-Kaninchen war für mich eines der kleinen Highlights der Geschichte und hat wunderbar zu Leo und ihrer besonderen Art gepasst.
„Etwas Leichtes“ ist ein wunderbar lebensnaher Roman über Neuanfänge, Erwartungen und die Frage, wie das eigene Leben eigentlich aussehen soll, jenseits davon, wie die meisten anderen es leben. Locker, humorvoll, ehrlich und auf eine besondere Art berührend. Für mich ein echtes Herzensbuch und eine klare Leseempfehlung!
Rezensionen von Ameland:
Schneezauber über der Donau von Angelika Schwarzhuber
Hat alles was ein Weihnachts-Wohlfühl-Roman braucht
Eigentlich ist es noch ein bisschen früh im Jahr für einen Weihnachtsroman, auch wenn in den Läden schon Spekulatius und Lebkuchen ausliegen. Aber wenn es um einen Weihnachtsroman von Angelika Schwarzhuber geht, kann ich nicht auf die Adventszeit und Schnee warten.
Worum geht’s? Jasmin hat vor kurzem ihre Mutter verloren und will daher das erste Weihnachtsfest ohne sie auf den Kanaren verbringen.
Weit weg von Weihnachtszauber und Glockenklang. Aber als ihre Halbschwester Ariana Hilfe braucht, um ihre hoch über der Donau liegende Burg vor dem Verkauf zu retten, ist Jasmin zur Stelle.
Jasmin und Ariana habe ich sofort in mein Herz geschlossen, aber auch die meisten anderen Protagonisten fand ich sympathisch. Mein Herz im Sturm erobert haben die tierischen Statisten trotz ihrer nur kurzen Auftritte.
Angelika Schwarzhuber hat einen locker leichten Schreibstil. Diese Familiengeschichte ist wieder sehr liebevoll und mit viel Herzblut geschrieben. Ich mag den wertschätzenden Umgang der beteiligten Personen untereinander sehr. Aber der Roman würde sich nicht so realitätsnah anfühlen, gäbe es nicht auch Probleme, Streit, Schicksalsschläge und Missverständnisse. Aber mit etwas gutem Willen, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft können Hürden überwunden und vieles kann geschafft werden.
Ein gelüftetes Familiengeheimnis, ein romantischer Weihnachtsmarkt, Schnee, sich anbahnendes Liebesglück und natürlich ein Happy End mehr braucht es nicht für einen herzerwärmenden Weihnachtsroman. Wenn einen dann noch einige Widrigkeiten des Lebens daran erinnern, dass es auch anders sein kann, finde ich es eine perfekte Mischung.
Einen romantischen Weihnachtsmarkt auf einer Burg im Schnee mit Blick auf die Donau würde ich auch gerne besuchen. Mal schauen, ob ich etwas in der Art finden kann. Bis es soweit ist, kann ich noch das ein oder andere Rezept aus dem Buch nachbacken.
Rezensionen von reimon:
Blendwerk von Volker Klüpfel; Michael Kobr
Kluftinger online
Juhu, der Kluftinger ist zurück! Und zwar in ziemlich bester Form und social-media-mäßig schon recht fortgeschritten, das ist auch notwendig für den neuen Fall. Und wo er selber ansteht, weiß er sich von Sohn Markus oder seinen prima Mitarbeitern helfen zu lassen - auch wenn Fräulein Sandy diesmal leider auf Urlaub weilt.
Die Autoren haben wieder viele Aktualitäten in den Fall eingebaut: Touristische Hotspots, die von InfluencerInnen gehypt werden; die Gier vieler Menschen nach medialer Präsenz und Wichtigkeit durch Selbstinszenierung; KI-generierte Blödsinnigkeiten und und und. Die Kapitelüberschriften werden folgerichtig als Hashtags ausgeführt.
Sehr lustig, wie der Richi Maier versucht, dem Kommissariat zu digitaler Beliebtheit zu verhelfen. Ebenfalls prächtig, wie sich Kluftinger und sein hassgeliebter Doktor Langhammer jetzt auch als Gemeindevertreter befetzen - was den Klufti in eine parteipolitisch blöde Situation bringt. Ein paar originelle Telefonate mit Co-Schwiegervater Sazuka in Kluftis unverwechselbarem Allgäu-„Englisch“ sind eingestreut. Auch Schwiegertochter Mikis Schwester Miyako (für Klufti Mikado) spielt etwas boshaft gezeichnet eine Rolle als Klischee-Japanerin, die ihre Nichte Maxima mit blinkendem, piepsendem Plastikspielzeug unterhält und damit dem Opa beinahe den Rang abläuft. Allerdings ist sie auch der Anlass, der Kluftinger samt Familie zu einer Wanderung ins Eistobel bringt, bei der schließlich die tote Influencerin gefunden wird.
Rezensionen von Tara:
TINTE und SCHWERT – Verzweiflung (Band 2) von Matthias Soeder
Düster, brutal und absolut fesselnd – eine gelungene Fortsetzung!
„Tinte und Schwert – Verzweiflung“ ist nach „Tinte und Schwert – Verwandlung“ der zweite Band der historischen Trilogie im 30-Jährigen Krieg des Autors Matthias Soeder. Dank einer kurzen Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse lässt sich das Buch auch ohne Vorwissen lesen. Da ich aber die Entwicklung der Charaktere ausgesprochen interessant finde, würde ich die Reihenfolge einhalten.
Nachdem mich der erste Teil bereits tief in das blutige Geschehen hineingezogen hat, setzt sich die düstere Atmosphäre nahtlos fort.
Die Handlung beginnt im Juni 1619 in Suhl. Durch den Krieg ist die Situation der Menschen schwierig.
Jacob und Anna begeben sich für einen Neuanfang nach Würzburg. Dort warten jedoch bereits neue bedrohliche Situationen auf sie und die Hoffnung auf Frieden schlägt in Verzweiflung um.
Die optische und strukturelle Gestaltung, die mir schon im Vorgängerband den Einstieg leicht gemacht hat, überzeugt mich auch hier wieder. Die historische Karte vorab, atmosphärische Illustrationen, das Personenregister mit den historischen Persönlichkeiten, ein umfangreiches Glossar sowie die präzisen Orts- und Zeitangaben über den Kapiteln machen das Leseerlebnis perfekt und historisch greifbar.
Matthias Söders Schreibstil ist auch dieses Mal wieder sehr detailreich, lebendig, grausam und schont den Leser in keiner Weise. Es geht brutal zur Sache und die Schilderungen der menschlichen Abgründe in den Wirren des Krieges schockieren und faszinieren zugleich.
Besonders gut gelungen und spannend zu verfolgen, fand ich die Entwicklung der Figuren.
Fiktion und Geschichte – wie das Auftauchen von Albrecht von Wallenstein – werden wieder gekonnt miteinander verwoben.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für Liebhaber von düsterer Spannung und gut recherchierten historischen Romanen.
Rezensionen von reimon:
Blendwerk von Volker Klüpfel; Michael Kobr
Kluftinger online
Juhu, der Kluftinger ist zurück! Und zwar in ziemlich bester Form und social-media-mäßig schon recht fortgeschritten, das ist auch notwendig für den neuen Fall. Und wo er selber ansteht, weiß er sich von Sohn Markus oder seinen prima Mitarbeitern helfen zu lassen - auch wenn Fräulein Sandy diesmal leider auf Urlaub weilt.
Die Autoren haben wieder viele Aktualitäten in den Fall eingebaut: Touristische Hotspots, die von InfluencerInnen gehypt werden; die Gier vieler Menschen nach medialer Präsenz und Wichtigkeit durch Selbstinszenierung; KI-generierte Blödsinnigkeiten und und und. Die Kapitelüberschriften werden folgerichtig als Hashtags ausgeführt.
Sehr lustig, wie der Richi Maier versucht, dem Kommissariat zu digitaler Beliebtheit zu verhelfen. Ebenfalls prächtig, wie sich Kluftinger und sein hassgeliebter Doktor Langhammer jetzt auch als Gemeindevertreter befetzen - was den Klufti in eine parteipolitisch blöde Situation bringt. Ein paar originelle Telefonate mit Co-Schwiegervater Sazuka in Kluftis unverwechselbarem Allgäu-„Englisch“ sind eingestreut. Auch Schwiegertochter Mikis Schwester Miyako (für Klufti Mikado) spielt etwas boshaft gezeichnet eine Rolle als Klischee-Japanerin, die ihre Nichte Maxima mit blinkendem, piepsendem Plastikspielzeug unterhält und damit dem Opa beinahe den Rang abläuft. Allerdings ist sie auch der Anlass, der Kluftinger samt Familie zu einer Wanderung ins Eistobel bringt, bei der schließlich die tote Influencerin gefunden wird.
Rezensionen von nessabo:
Eine kleine Schwindelei von Rosanna Pike
Herzerwärmende Geschichte mit markantem Ton
Selten bin ich einer so besonderen, markanten Sprache in einem Roman begegnet. Und entgegen leiser Zweifel konnte ich unglaublich gut in die Geschichte einfinden. Abgesehen von ein paar Längen im weiteren Verlauf hat mir der Roman damit eine wirklich einzigartige Lektüre beschert.
Tibb ist eine Landstreicherin zu Tudor-Zeiten.
Gleich zu Beginn verliert sie ihre Mutter und ist von da an als Teenagerin auf sich allein gestellt. Immer wieder macht Rosanna Pike deutlich, wie hart die Zeiten im spätmittelalterlichen England waren - insbesondere für Frauen und alle Menschen, die irgendwie anders sind. Dabei schafft sie es, die Zustände authentisch abzubilden, ohne dass ich mich beim Lesen zu sehr im Elend der Zeit verloren hätte.
Dafür setzt sie auf eine Sprache, wie ich sie noch nie gesehen habe. Obwohl wir Tibb über längere Zeit hinweg begleiten und sie auf jeden Fall irgendwann erwachsen ist, verbleibt die Ich-Erzählerin in einem kindlich-naiven Ton. Das ist gewagt und trifft sicherlich auch nicht jeden Geschmack, aber die Wirkung ist unvergleichlich. Tibb kann damit unabhängig von ihrem Alter schrecklichste Dinge nicht nur benennen, sondern auch mit der Klarheit eines neugierigen Kindes infrage stellen. Ob die Glorifizierung der Kirche, misogyne Gewalt und Denkmuster oder die absolute Abwertung homosexueller Menschen - diese Geschichte ist politisch!
Die Protagonistin ist mit ihrer Kindlichkeit nicht immer ganz greifbar und manchmal war sie mir auch zu naiv, aber überwiegend habe ich Tibb sehr gemocht. Denn die Frage ist ja wirklich, warum Menschen einem Prediger bzw. einer Instanz wie der Kirche einfach Glauben schenken, ohne selbst nachzudenken, ob die Liebe zwischen zwei Männern denn wirklich so ein Problem darstellt. Obwohl die Geschichte so weit in der Vergangenheit spielt, könnte sie meiner Meinung nach aktueller nicht sein.
Die titelgebende Schwindelei baut sich erst im letzten Drittel so richtig auf und ist dabei so temporeich wie intensiv. Während mich das durchaus gepackt hat, hatte die Geschichte insgesamt auch immer mal langatmigere Passagen. Die konnten aber mit viel Herzenswärme von Tibb ihren Mitmenschen gegenüber, aber auch zwischen den Nebenfiguren gut aufgewogen werden.
Es gibt nicht oft sprachliche Innovationen und die sind auch nicht immer etwas Gutes. Hier sehe ich aber einen literarischen Mehrwert, der die Aufmerksamkeit verdient hat. Mit ein paar Abstrichen für gewisse Längen empfehle ich diesen so besonderen historischen Roman gern und denke, dass wir alle von Tibbs Menschlichkeit lernen können.
4,5 Sterne
Rezensionen von Tara:
Reden und reden lassen von Teresa Reichl
Ein unterhaltsamer Blick auf die Entwicklung der Sprache
„Reden und reden lassen“ ist ein unterhaltsames und lehrreiches Buch der Kabarettistin und Autorin Teresa Reichl.
Unsere Sprache befindet sich stetig im Wandel. Vieles klingt für uns zunächst falsch und einige Jahre später steht es dann genau so im Duden. Ich denke, das hat jeder schon erlebt, gestaunt, gelacht oder sich auch geärgert.
Teresa Reichl - die sogar Deutsch auf Lehramt studiert hat – setzt sich hier mit der für sie typischen kritischen und humorvollen Art und Weise, mit einigen der alltäglichen Dauerbrenner auseinander.
Da geht es zum Beispiel um den Dativ, das Gendern, Jugendsprache oder eingewanderte englische Begriffe.
Sie regt dazu an, unsere Sprache spannend zu finden, zu hinterfragen, warum andere anders sprechen und den Wandel der Sprache anzunehmen, anstatt permanent besserwisserisch auf Fehler hinzuweisen, die der Wandel der Sprache mit sich bringt.
Ich muss zugeben, dass ich mich oft innerlich ärgere und das Gesicht verziehe, wenn jemand den Genitiv durch den Dativ ersetzt und behauptet, „dass das Sinn macht“, werde mich aber in Zukunft auch um eine entspanntere Sichtweise bemühen. Sprachwandel gab es schon immer und es gibt keinen Grund, diesen abzulehnen.
Mir hat das Buch Spaß gemacht, da hier wissenswerte Fakten kritisch und humorvoll vermittelt werden.
Rezensionen von Thaliomee:
Most Hated Girl von Kirsty Lockwood
Wer ist böse?
Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt und bis zum Ende nicht losgelassen. Es spielt auf zwei Zeitebenen: In der einen wird Odette ins Polizeirevier gebracht, weil sie vor laufender Kamera ihren "Freund" Amos umgebracht hat.
Die zweite Zeitebene beginnt beim Kennenlernen der 19jährigen mit dem Rentner Amos.
Aus einer flüchtigen Begegnung entsteht langsam eine Freundschaft und daraus irgendwann die Idee über diese ungewöhnliche Konstellation TikTok Videos zu drehen. Denn die beiden sind sehr gegensätzlich: Odette jung, arbeitslos, schlecht ausgebildet. Amos wohlhabend, studiert und eloquent. Beide ergänzen sich gut und Amos wird eine Art Ersatz-Opa für Odette. Aber warum sollte sie ihn dann umbringen?
Nach und nach kommen Details aus der Vergangenheit von Odette ans Licht, die ihre Entscheidungen erklären. Das ist eine große Stärke an diesem Buch, während man beim Lesen oft das Gefühlt hat, die Protagonistin verhält sich komplett irrational, habe ich hier verstanden warum sie genau so handelt. Auch wenn ich mich anders entschieden hätte konnte ich ihre Perspektive verstehen.
Ein wenig erinnert es an Adolesence, obwohl es auch ganz anders ist.










