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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Annaja:

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Septembermord von Chris Chibnall

Auf nach Fleetcombe

Das Cover mit schöner Landschaft und dem Ort im Hintergrund gefällt mir sehr gut.
Der Auftakt zu einer neuen Kriminalreihe, geschrieben von der Autorin von Chris Chibnall.
Hier überlegt Detective Nicola Bridge, wie der Mörder vorgegangen sein muss. An ihrer Seite ermittelt Kollege Harry Ward, sie sind ein gutes Team.

Ein Toter am Stuhl platziert, dem ein Hirschgeweih auf den Kopf gesetzt wurde, ist schon sensationell und schaurig, es ist ja generell so, dass Morde hier im kleinen Dorf Fleetcombe nicht alltäglich sind.
Ein sehr britischer Kriminalroman, der an ruhigen Plätzen spielt. Aber die Geschichte ist von Beginn an spannend, weil auch die Bewohner des Ortes recht schweigsam sind und wer hat schon ein Motiv für so einen makaber inszenierten Mord hier? Zuviel Alkohol oder Brandstifter? Ja, an Verdächtigen mangelt es hier ja nicht gerade. Die Nachforschungen der beiden Ermittler ziehen sich und Nicola hat dann auch noch privat einige Probleme zu lösen. Auf jeden Fall dauert es lange, bis endlich Licht in diese Angelegenheit kommt.
Die Geschichte wurde typisch im englischen Stil verfasst und der Einstieg ist der Autorin gut gelungen. Man darf sich hoffentlich auf weitere interessante Fälle freuen.

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Septembermord

Rezensionen von Emmmbeee:

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Die Flussfrau von Tanja Weber

"Deine Liebe ist das Schiff..."

Eine Frau, deren Leben auf dem Land begonnen hat, verschlägt es aufs Wasser. Dort findet Lis bald zu ihrer wahren Bestimmung und ihrer Liebe, dort trifft sie auf Menschen, die ihr Leben beeinflussen. Mit ihrem Lastkahn transportiert Deutschlands erste Kapitänin verschiedene Lasten und Waren auf den Binnenkanälen, kämpft geschäftlich und privat um ihr Überleben, pflegt im Alter verletzte Tiere gesund.

Sie bietet kurzzeitig auch Menschen in Not Obdach.
Und immer wieder durchziehen die Störche das Geschehen. Sie kommen im Frühjahr, ziehen wieder im Herbst und dürfen auch auf dem Cover fliegen.
Es geschieht nichts Weltbewegendes, und doch muss Lis mit vielem fertig werden. Besonders hartnäckig verfolgt sie der Tod ihres Ehemannes, an dem sie glaubt, nicht ganz unbeteiligt gewesen zu sein.
Mir hat der Erzählstil sehr gefallen, gerade weil die Geschichte so ruhig wie ein Fluss dahinströmt. Doch auch ein Fluss bringt vieles mit sich, auch Unerfreuliches und Gefährliches. Auch die Person der Lis hat mich gleich für sich eingenommen. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie in der Schiffsfahrt ihre Freiheit gefunden hat. Auch in mir hat das Lesen viel Ruhe viel Ruhe bewirkt.

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Die Flussfrau

Rezensionen von saskia13120:

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Cursed for Good - Eine Prinzessin. Ein Pirat. Und ein verfluchter Buchladen. von Amy Coombe

Feelgood-Romantasy mit Charme

"Cursed for Good" ist eine warmherzige und kurzweilige Cosy Romantasy mit der man es sich wunderbar an einem regnerischen Tag auf der Couch gemütlich machen kann.

Tandy, Prinzessin des Königreiches Widdenmar, wir durch unglückliche Umstände auf einer ihrer Reisen in einem Buchladen verflucht und kann diesen deswegen nicht mehr verlassen.

Um den Fluch zu brechen muss sie das Tor zu ihrem Herzenswunsch öffnen. Was liegt da näher als der Kuss eines Prinzen, der ihr ewige Liebe verspricht?

Tandy ist eine super liebenswürdige Protagonistin. Sie hat gar nicht viel Lust auf ihre ganzen königlichen Pflichten und arrangiert sich deswegen sehr schnell mit ihrem Schicksal. Sie ist fürsorglich umd humorvoll und lebt während ihrer Zeit in dem verwunschenen Buchladen förmlich auf.
Dazu beitragen tun auch die Drakonin Sasha, welche ihr hilft den chaotischen Buchladen wieder auf Vordermann zu bringen und der ebenfalls verfluchte Pirat Bash, der dabei nicht wirklich eine Hilfe ist... Dafür ist er umso charmanter und hält Tandys Herz damit mehr auf Trab als alle Prinzen der sieben Königreiche zusammen.

Auch wenn sich das Setting der Geschichte sogut wie ausschließlich auf den Buchladen beschränkt wirkt es nicht so, als ob dem Buch irgendetwas fehlen würde. Wir entdecken immer wieder neue Ecken und Geschosse des Gebäudes und das, was man an Fläche weniger zu erkunden hat macht das Buch durch viele unterschiedliche Charaktere wett, die immer wieder in den Laden stolpern.

Was ich schade finde ist, dass das Cover so einfach gehalten wurde. Es natürlich nicht hässlich, aber wenn man es mit dem amerikanischen Original vergleicht kommt es an dieses eben lange nicht ran. Das amerikanische Cover zeigt eine wunderschöne und detailreiche Darstellung einer Ladenfront mit einer Katze davor und wenn ich je das Bedürfnis haben werde das Buch im Schrank stehen zu haben (ich habe es als E-Book gelesen) werde ich zu der englischen Ausgabe greifen.

Insgesamt hatte ich mit Tandy, Sasha, Bash und den vielen anderen Figuren eine wirklich gute Zeit, konnte mich super in die Geschichte einfinden und mich auch auf die Magie und Wesen darin einlassen. Wer nach einer Feelgood-Cosy-Romantasy sucht und auch ohne große spannungsbögen und achtiongelandene Szenen auskommt, dem kann ich dieses Buch von Herzen empfehlen.

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Cursed for Good - Eine Prinzessin. Ein Pirat. Und ein verfluchter Buchladen.

Rezensionen von Claudia R.:

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Mission Microraptor - Immer Ärger mit Arty von Philip Kavvadias

actionreich

Klappentext / Inhalt:

Greg´s Tagebuch trifft auf Jurassic World – rasantes Dinobuch mit Geheimagenten und Microraptor!
Auf einer Klassenfahrt in den französischen Alpen finden Finn und Milo ein mysteriöses Ei im Gletschereis. Noch am selben Abend schlüpft daraus ein echter Dinosaurier, ein Microraptor! Aber sind die nicht ausgestorben!? Kurzerhand tauft Finn den kleinen Dino Arty.

Doch Artys „Auferstehung“ ruft die Geheimorganisation SapientEx auf den Plan, die alles dafür tut, sich den Microraptor zu Forschungszwecken unter den Nagel zu reißen. Schnell müssen Finn und Milo mit dem Saurier fliehen. Doch das ist gar nicht so leicht, wenn man seine größten Abenteuer bisher nur in Videospielen erlebt hat …
Packende Action und scharfer Humor – ein Dino-Buch ab zehn Jahren, für alle, die das Abenteuer suchen. Mit vielen Illustrationen von Falk „Zapf“ Holzapfel.

Cover:

Das Cover wirkt abenteuerlich und spannend. Die Charaktere sind hier sehr gut erkennbar und toll von Szene gesetzt. Man bekommt bereits auf dem Cover einen guten Einblick und die verschiedenen Charaktere werden hier schon sehr gut umgesetzt. Farblich und bildlich finde ich es auf jeden Fall ansprechend und interessant.

Meinung:

Finn findet bei einem Schulausflug ein Dinoei, welches kurz darauf schlüpft und schon beginnt das Abenteuer und die Spannung, da einige Gangster es darauf abgesehen haben. Eine actionreiche Geschichte voller Tempo und Spannung.

Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Schnell ist man im Geschehen und auch die Charaktere sind sehr präsent. Milo und Finn waren mir bereits von Beginn recht sympathisch und auch deren Entwicklungen haben mir sehr gut gefallen. Die Charakteren bringen jeder seine ganz eigenen Vorteile mit sich und als Team ergänzen sie sich sehr gut.

Die einzelnen Abschnitte haben eine gute und angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Die Anfänge sind gut erkennbar und auch die Illustrationen runden das ganze sehr schön ab. Die Bilder bringen das Gelesene und die Situation sehr gut herüber und veranschaulichen dies sehr gut. Gliederung und Gestaltung haben mir hier sehr gut gefallen.

Fazit:

Eine actionreiche Geschichte voller Tempo und Spannung.

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Mission Microraptor - Immer Ärger mit Arty

Rezensionen von Patricya :

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Die Villa von Markus Heitz

Gefährliche Wünsche

Die Villa von Markus Heitz ist ein spannender Horror Roman bei welchem ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Aufgrund des schnellen Erzähltempos kam nie Langeweile auf. Teilweise wurden innerhalb weniger Seiten Personen vorgestellt welche dann direkt wieder verschwunden sind. Teile in denen nichts ungewöhnliches passiert, gibt es kaum.

Besonders hat mir auch die unheimliche Atmosphäre gefallen, man wusste nie was als Nächstes passiert.

Die Protagonistinnen Doreen und Marina werden authentisch dargestellt und verkörpern ein teilweise toxisches Mutter-Tochter Gespann.

Zunächst habe ich mich gefragt, inwieweit der zweite Handlungsstrang in die Geschichte passt, aber nach und nach erschließt sich der Zusammenhang. Der stetige Wechsel zwischen den beiden Handlungen in Leipzig und dem jeweiligen Aufenthaltsort von Ethan geben der Geschichte noch mehr Tempo. Nur zur Hintergrundgeschichte der Loge hätte ich mir noch ein bisschen mehr Details gewünscht und allgemein etwas mehr Infos zur Vergangenheit der Villa.

Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen und ich habe mich stets unterhalten gefühlt. Wenn man einen kurzweiligen Horror-Roman mit vielen spannenden Momenten für zwischendurch sucht, dann kann ich die Villa auf jeden Fall empfehlen.

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Die Villa

Rezensionen von Claudia R.:

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Lass deine Träume fliegen von Nathalie Seïdou

Illustrationen zum Träumen

Klappentext / Inhalt:

Eine Ode an die Einzigartigkeit aller Lebewesen mit ihren Träume und Wünsche
Die kleine Hexe Kamille ist beseelt von einer tiefen Neugier auf die Welt und das Leben. Sie träumt davon, endlich fliegen zu können – bis hoch zu den Sternen, die mit der Blauen Fee über die Erde wachen.

Schon schwebt sie über den Wolken und macht sich auf den Weg. Dabei begegnet sie vielen anderen Tieren. Wovon träumen sie? Was ist deren innigster Wunsch? Kamille staunt über die Einzigartigkeit aller Lebewesen und ihrer Träume. Erfüllt von einer tiefen Zuneigung schafft sie es schließlich bis zu den Sternen zu fliegen, wo die Blaue Fee sie liebevoll empfängt. Zurück in ihrem Baumhaus wacht Kamille auf – war alles nur ein Traum?

Cover:

das Cover ist wunderschön und sehr detailreich umgesetzt. Abendlich, verträumt macht es einen sehr liebevollen und herzerwärmenden Eindruck. Viele unterschiedliche Tiere sind hier in der nächtlichen Natur erkennbar und im Glanz der Sterne und Pflanzen umgesetzt. Das Bild ist wunderschön erfasst und es gibt jede Menge darauf zu entdecken. Die wichen Konturen und die warmen Farben machen eine schöne Atmosphäre aus.

Meinung:

Ein wundervolles Kinderbuch über die Träume und das Träumen gespickt mit so manchen tieferliegenden Botschaften. Die kleine Hasenhexe Kamille hat einen Traum und bei ihrer Suche trifft die auf viele unterschiedliche Tiere und dessen auch sehr verschiedne Träume. Ein tolles und herzerwärmendes Kinderbuch und eine zauberhafte Gute-Nacht Geschichte.

Inhaltlich möchte ich hier nicht vorgreifen und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Die Texte je Doppelseite sind kurz gehalten und dabei dennoch gut verständlich.

Die Illustrationen sind einfach zauberhaft und so wunderschön. Die Zeichnungen sind sehr ausdrucksstark und man kann sich in diesen verlieren und wird zum Träumen eingeladen. Die Farben sind toll gewählt, aber auch die weichen Konturen und die wunderschönen Details der Zeichnungen geben dem Ganzen eine einzigartige Atmosphäre und Tiefe. Die Bilder sind einfach wunderschön und erzählen schon selbst ihre ganz eigene Geschichte.

Der Text rundet das Ganze perfekt ab und auch die Botschaften darin sind sehr schön und passend gewählt. Ein wundervolles Kinderbuch mit liebevollen Botschaften und ausdrucksstarken Illustrationen.

Fazit:

Ein wundervolles Kinderbuch mit liebevollen Botschaften und ausdrucksstarken Illustrationen.

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Lass deine Träume fliegen

Rezensionen von Nele33:

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Nichts ist vergessen von Jo Adler

toller Auftakt

"Nichts ist vergessen" des Autors Jo Adler ist in meine Augen ein vielversprechender Auftaktband zu einer Reihe mit sehr viel Entwicklungspotential.

Franziska Löwe bekommt bei einem neuen Fall einen Kollegen aus dem Sauerland zugeteilt, der nicht nur gerade erst bei der Mordkommission angefangen hat, sondern auch mit ihrem Chef verwandt ist.

Dies ergibt für Tom Herbst keinen glücklichen Einstieg und Franziska geht auch erst einmal auf Abwehr.
Der Fall den Franziska und ihr Team lösen müssen spielt letztendlich auf 2 Zeitebenen und verbirgt ein trauriges Familiengeheimnis, welches niemals an Öffentlichkeit kommen sollte.

Die 17-jährige Sally steht im Mittelpunkt der Ermittlungen, soll sie doch ihren Englischlehrer erstochen haben. Sie schweigt zu den Vorwürfen, wie zu allen anderen Fragen die ihr gestellt werden. Franziska hat einen Bezug zu der Schule, war doch ihr Vater an der Schule Lehrer, sie selber hat diese allerdings nie besucht, da es sich um eine teure Privatschule handelt. Sie ist während er Ermittlungen hin- und hergerissen zwischen Professionalität und Emotionen. Alles scheint bei einer Stufenfahrt 1990 seinen Anfang genommen zu haben und zieht Kreise bis in Gegenwart und dem aktuellen Fall.

Mir gefällt das buntgemischte Team sehr gut, bringt es doch Abwechslung in die Krimi-Landschaft und bietet noch einiges an Möglichkeiten. Ton und Franziska sind im Laufe der Ermittlungen ein wenig zusammen gewachsen mit einiger Luft nach oben.

Mich hat "Nichts ist vergessen, sehr gut unterhalten und ich freue mich auf einen Folgeband.

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Nichts ist vergessen

Rezensionen von Anjulia :

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Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 31 - Tiere im Winter von Andrea Erne

Winterwissen für kleine Entdecker

Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 31 - Tiere im Winter von Andrea Ernen und Anne Ebert lädt zur Entdeckung der heimischen Tierwelt im Winter ein. Auf acht Doppeltseiten erfährt man, wie sich Wildtiere im Herbst auf die kalte Jahreszeit vorbereiten. Außerdem wird erklärt, dass es Vögel gibt, die vor dem Winter in den Süden fliegen, was es mit dem Winterfell auf sich hat und wie Tiere im Winter Futter finden.

Auch Winterschlaf, Winterruhe und Winterstarre werden vorgestellt. Zum Ende des Buches gibt es noch ein Suchspiel mit Tierspuren. Der Text ist informativ und für zwei- bis vierjährige Kinder geeignet. Nicht zu lang oder zu kompliziert, sodass er sich gut zum Vorlesen eignet. Tiere sind in diesem Alter sehr oft ein beliebtes Thema. Deshalb ist dieses Buch für neugierige Kinder auch besonders interessant. Wirklich schön sind die vielen farbigen Illustrationen. Ich finde es zuckersüß, wenn man die Entdeckerklappen öffnet und sieht, wie ein Eichhörnchen eine Nuss vergräbt oder wie sich eine Haselmaus für den Winterschlaf einkuschelt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es für jüngere Kinder ab etwa zwei Jahren auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 31 - Tiere im Winter

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Die Last der Sonne von Matthias Häussler

Nichts für Zartbesaitete!

Gleich vorweg, dieses Buch ist nicht einfach zu lesen. Das liegt vor allem daran, weil es sich mit einem Thema beschäftigt, das gerne tot geschwiegen wird: Dem Völkermord in Deutsch Südwestafrika zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Erst 2021 (!) hat Deutschland den Völkermord an den OvaHerero anerkannt und sich offiziell entschuldigt.

Die deutsche Kolonialvergangenheit nach wie vor nicht wirklich aufgearbeitet.

Doch zurück zu den Anfängen:

Spät aber doch, ist das Deutsche Kaiserreich 1884 auf den längst abgefahrenen Zug des Kolonialismus aufgesprungen. Dass das Land von nomadisch lebenden Stämmen bewohnt wird, ist den Deutschen egal. Wie aus diversen Unterlagen hervorgeht, ist Bismarck keineswegs ein glühender Verfechter des Kolonialismus und hat sich sehr lange dagegen ausgesprochen, unter anderem deswegen, weil Kolonien kaum administrierbar wären. Die Kosten/Nutzenrechnung würde nicht aufgehen. Er wird Recht behalten, muss sich aber dem Kaiser, der so manchem Einflüsterer erlegen ist, beugen.

Ursprünglich als „Lüderitz’sche Besitzung“ von einem Kaufmann gegründet, wird der Landstrich „Deutsch-Südwest“ zur deutschen Kolonie in Afrika. 1890 unterschreiben die Herero einen „Schutzvertrag“ mit den Deutschen mit weitreichenden Folgen

1904 erheben sich die OvaHerero gegen die deutsche Kolonialherrschaft. Bei dem Versuch, den erbitterten Widerstand zu brechen, begehen deutsche Truppen den ersten Genozid des 20. Jahrhunderts. Später nehmen auch die Nama unter ihrem Anführer Hendrik Witbooi den Kampf gegen die Deutschen auf.

Matthias Häussler betrachtet diesen Kolonialkrieg aus einem historisch-soziologischen Blickwinkel und beschreibt wie es zu dieser Gewalteskalation kommen konnte. Dazu erhält er, neben den bereits bekannten historischen Quellen Zugang zu einer wichtigen Quelle, nämlich dem handschriftlichen »Kriegstagebuch« des berüchtigten Kommandeurs der südwestafrikanischen Schutztruppe Generalleutnant Lothar von Trotha.

Zudem zeigt Häussler sehr eindrucksvoll, dass sich die Gewalt langsam entwickelt hat. Bereits vor 1904 kommt es zu Übergriffen, nicht nur „von oben“, sondern auch durch weiße Siedler, deren private Sicherheitsdienste, den Schwarzen mit brutaler Gewalt zu begegnen. Es ist die Überheblichkeit der Weißen und deren Gerichtsbarkeit nach Hautfarbe, dass die weitverbreitete Prügelpraxis, die Vergewaltigung von Herero-Frauen durch weiße Männer bis hin zu Mord, kaum oder nur sehr milde geahndet hat, während Schwarze schon der Anschein eines geringen Vergehens die volle Härte des Gesetzes (und darüber hinaus) getroffen hat. An diesem fatalen gewaltsame Umgang hat fast die gesamte Kolonialgesellschaft teil, egal aus welchem Herkunftsland.

Fazit:

Obwohl es schon zahlreiche Bücher zur Geschichte Deutsch Südwestafrika, dem heutigen Namibia gibt, scheint dieses hier bislang noch unbekannte Facetten der unrühmlichen deutschen Kolonialgeschichte sichtbar zu machen. Gerne gebe ich diesem Buch, das nichts für Zwischendurch und Zartbesaitete ist, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Die Last der Sonne

Rezensionen von Nele33:

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Der Prätorianer von Tobias Bukkehave

zuviel Klischee

Der Thriller "Der Prätorianer" von Tobias Bukkehave spielt in Kopenhagen und verströmt die gewohnte Dunkelheit und bedrückende Atmosphäre die ich von einem skandinavischen Thriller erwarte.

Sara Levin und ihr Partner Janus West bekommen es in dem Fall mit einem Ritual-Serienmörder zu tun, der seine Opfer nach Art der alten Mythologie drapiert und damit quasi Zeichen setzt.

Die Opfer wurden gefoltert und das Makabere an den Fällen ist, dass Sara anscheinend einen Bezug dazu hat, den Münzen, die bei einem Opfer gefunden wurden, gehörten ihrem Vater, der als Mörder verurteilt im Gefängnis sitzt.
Seit seiner Verurteilung verweigert Sara jeden Kontakt zu ihm, doch nun scheint sie auf seine Hilfe angewiesen zu sein. Gleichzeitig wird ihr Bruder Adam, ein sehr guter Profiler mit in den Fall involviert. Sehr zu Saras Leidwesen hielt sie doch zu ihm auch immer eine ausreichende Distanz.

Der Einstieg in die Story ist mir leicht gefallen, ist der Schreibstil doch angenehm zu lesen. Leider hatten die Schilderungen dann einiges an Längen und Details wurden mir zu umfangreich erläutert, sodass für mich die Spannung auf der Strecke blieb. Hinzu nahm das Privatleben der Geschwister für mich zu viel Raum ein und lenkte dadurch vom eigentlichen Fall ab.

Die Protagonisten konnten mich nicht erreichen, sie blieben für mich zu konstruiert und äußerst Klischeehaft charakterisiert. Darum ist dies leider keine neue skandinavische Reihe, die ich weiter verfolgen werde.

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Der Prätorianer