Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R.:
Eisinsel von Hanno Rinke
heftig, unerwartet
Klappentext / Inhalt:
Victor, einst Krankenpfleger, heute Suchender zwischen Moral und Macht, Körper und Geist, lebt in einer Welt aus Routinen, Beobachtungen und verdrängten Begierden. Was als sachliche Rückschau auf ein geordnetes Leben beginnt, wird zur schonungslosen Selbstanalyse eines Mannes, der hinter der Fassade von Fürsorge und Normalität eine zerstörerische Sehnsucht verbirgt.
Zwischen Krankenhausfluren, Kaufhäusern und Hotelzimmern tastet sich Victor durch die Einsamkeit der Großstadt, immer auf der Suche nach einem Rest von Sinn, Nähe und Kontrolle. Hanno Rinke erzählt in seinem neuen Roman die Geschichte einer inneren Kälte, die in der Gesellschaft der 1990er Jahre entstanden ist – einer Zeit, in der Wohlstand und Orientierungslosigkeit nebeneinander existieren. Mit sezierender Genauigkeit verfolgt der Roman die langsame Verwandlung eines empfindsamen Menschen in einen, der nichts mehr fühlt – und damit alles zu verlieren beginnt. Ein stiller psychologischer Roman über Moral, Macht und das Verstummen der Empathie.
Cover:
Das Cover spielt mit der Optik und verzehrt ein wenig den Blick, was es interessant und überraschend macht. Die farbliche und optische Umsetzung finde ich interessant und gut gemacht.
Meinung:
Heftig und unerwartet, mit mehr Thrill als man rechnet. Denn als Roman würde ich die Entwicklungen und Taten von Victor hier nicht bezeichnen, denn mich hat es hier an der ein oder anderen Stelle ziemlich eiskalt erwischt. Emotional mitreißend , aber auch verstörend kommt man hier manchmal ziemlich an seine Grenzen.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht allzu viel verraten und halte mich hier mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Anhand des Klappentextes hatte ich es hier ruhiger und weniger intensiv erwartet. Aber einiges geht hier schon sehr auch auf die Psyche, weswegen ich hier schon einige Triggerwarnungen für angemessen halten würde. Für zartbesaitete Leser/innen kann ich es eher nicht empfehlen. Psychisch labil und ein extrem heftiger Charakter machen hier das lesen nicht immer immer einfach, da man die Motive und Gedanken nicht immer nachvollziehen kann und möchte. Das Hineinkommen empfand ich auch als nicht wirklich leicht und auch wenn es hin und wieder einige philosophische Ansätze hat, so ist es doch recht schwierig von seinen Entwicklungen und Geschehnissen, die ich leider auch nicht immer ganz greifen konnte.
Die Idee und das Gesamtkonzept fand ich nicht schlecht und auch der Aufbau und das ineinander greifen der Abläufe war gut umgesetzt. Die einzelnen Abschnitte hatten eine gute Länge und auch die Anfänge waren gut erkennbar. Aufbau und Gliederung folgten einer guten Idee und wurden stimmig umgesetzt, aber im Gesamten konnte mich das Buch leider nicht ganz erreichen.
Einiges war sehr heftig und die Gedankengänge nicht immer nachvollziehbar. Es nimmt mehr und mehr an Gewalttätigkeit zu und nicht immer versteht man die Intention dahinter und worauf es hinaus läuft. Auch die Zuordnung der Zeiten ist nicht immer leicht und das offene Ende hinterlässt weitere Fragen. Leider war es für mich etwas unbefriedigend und nicht alles in sich stimmig. Ich hatte mir etwas mehr erwartet, daher leider nur 2,5 Sterne, die ich hier auf 3 Sterne aufrunde.
Fazit:
Heftig und unerwartet, mit mehr Thrill als man rechnet.
Rezensionen von Brombeere:
Meeresdunkel von Till Raether
leider nein
Worum geht es?
Eine Villa auf Mallorca wird fehlerhaft doppelt vermietet, die Familien treffen abends vor dem Tor aufeinander. Aus Not heraus entschließen sie sich, die Nacht gemeinsam in der Unterkunft zu verbringen. Dann kommt ein Unwetter auf und es gibt einen Toten - aus ihren Reihen. Und plötzlich wirkt alles gar nicht mehr so zufällig.
Worum geht es wirklich?
Vergangenheit, Kindheit und Geheimnisse.
Lesenswert?
Nein, leider viel schlechter als der Klappentext vermuten lässt. Beinahe alle Punkte würde ich als eher unterdurchschnittlich bis schlecht bewerten. Nur vereinzelt gab es noch Aspekte, die in Ordnung waren.
Die CHARAKTERE an sich sind nervig und handeln unlogisch, die zwischenmenschlichen Beziehungen (vor allem die, die sich im Laufe des Buches entwickeln) fand ich maximal unangenehm und irritierend. Auch frage ich mich, was sie überhaupt für wirkliche Eigenschaften haben. Stattdessen merkwürdige einzelne hervorstechende Charakterzüge.
ATMOSPHÄRISCH fand ich das Buch teilweise ganz okay und gerade zu Beginn auch gut umgesetzt. Man konnte sich durchaus an den Ort des Geschehens versetzen.
Der SCHREIBSTIL war eher anstrengend, manchmal versucht poetisch. Zwar okay lesbar, aber irgendwie auch teilweise merkwürdig.
Mir hat das Ende nicht gefallen, die Auflösung fand ich nicht gelungen und die HANDLUNG war eher unzusammenhängend und verwirrend. Vermutlich soll sie geschickt und geheimnisvoll sein, dies habe ich aber nicht empfunden.
Die SPANNUNG war teilweise vorhanden, ich wollte schon gerne wissen wie es weitergeht und was denn die Lösung der ganzen Geschichte ist.
LOGISCH waren für mich große Teile der Handlung nicht. Die Figuren und der Inhalt wirkten (teilweise schlecht) konstruiert und ohne Logik.
Durch all diese Punkte war mein LESEVERGNÜGEN auch eher unterdurchschnittlich. Trotzdem habe ich das Buch zu Ende gelesen, würde mir aber kein weiteres von dem Autor kaufen.
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei durchschnittlich 3,29 Bewertungspunkten 2 Sterne für dieses Buch.
Rezensionen von Lerchie:
Das Geheimnis von Lissabon von Kerry Barrett
Die Buchhandlung
Im Lissabon des Jahre 1938 beginnt für Lara Hope, angehende Schauspielerin ein neuer Lebensabschnitt nach dem Tod ihres Vater. Über Europa tobt der Krieg, doch sie findet Zuflucht in der Buchhandlung ihrer Vermieterin. Eines Tages beobachtet sie, wie ein Kunde heimlich ein Buch austauscht und ihre wird klar, dass der Ort Geheimnisse birgt.
Sie findet sich in einem Netz aus Täuschung und Gefahr wieder, findet neue Freunde und eine Lieb e. Doch wie viel wird sie riskieren für dieses neue Leben und für die Wahrheit die im Verborgenen liegt?
Meine Meinung
Das Buch ließ sich sehr gut lesen, es gab keine Unklarheiten im Text, die es geschafft haben meinen Lesefluss zu stören. Ich konnte es in einem Rutsch lesen. Auch war ich in der Geschichte Schnell drinnen, konnte mich in die Protagonisten gut hineinverssetzen. Natürlich in Lara, die nach Lissabon gereist ist, um ihre portugiesischen Wurzeln zu finden, denn ihre Mutter stammte von dort. Ob sie sie gefunden hat? Der Leser wird dies erfahren. Auf jeden Fall gerät sie in ein Netz aus Täuschung und Gefahr, doch sie ist bereit zu helfen. Und dann findet sie noch unerwartet eine Liebe, für die sie auch einiges riskieren muss. Wird sie das tun? Auch hier wird der Leser dies beim Lesen des Buches erfahren. Es ist spannend, hat mich gefesselt, mr gut gefallen und mich auch gut unterhalten. Ich habe mit Lara mich gefreut und auch gezittert. Von mir eine Weiterempfehlung sowie vier Sterne.
Rezensionen von Leseratte1604:
Honey von Imani Thompson
schwierig....
Ich finde es schwierig dieses Buch zu bewerten. Das Buchcover ist richtig toll, die Storyline hat meiner Meinung nach absolut großes Potential, aber die Umsetzung war einfach nichts für mich. Ich bin nie richtig in das Buch hineingekommen und es viel mir schwer es bis zum Ende zu lesen. Ich schaffte es auch leider nicht mich in Yrsa hineinzuversetzen oder sie wenigstens zu verstehen, Ja, sie bringt Männer um, das ist aber nicht der Grund, warum ich sie nicht "mag", denn das Buch hätte eben genau deshalb auch unterhaltsam sein können, war es für mich aber leider nicht.
Mir war Yrsa einfach zu viel. Zu viel Wut, zu viel Sex, zu viele Gedanken - immer wieder war das Buch unheimlich langatmig bevor es wieder Tempo aufnahm.
Naja es gibt bestimmt einige/ viele LeserInnen, die "Honey" richtig gut finden, ich gehöre diesmal leider nicht dazu
Rezensionen von Brombeere:
Bachelorette Party von Camilla Sten
nichts besonderes
Worum geht es?
Ein Junggesellinnenabschied auf einer abgelegenen Schäreninsel mit Luxus-Resort. Sie sind nahezu allein, weil die Eröffnung erst noch folgen wird. Doch ausgerechnet diese Insel steht im Zusammenhang mit verschwundenen Frauen vor einem Jahrzehnt. Jemand beginnt zu bohren.
Worum geht es wirklich?
Suche, Ruhe und Schuld.
Lesenswert?
Nein, leider nicht das, was ich mir erhofft habe. Das Buch ist zwar grundsätzlich okay und eine nette Lektüre für zwischendurch. Aber im Vergleich zu anderen Büchern halt nichts besonderes.
Die CHARAKTERE sind okay, teilweise nett, aber auch hier ist nichts außergewöhnlich.
Bei der ATMOSPHÄRE hingegen war ich sogar eher enttäuscht, denn die Stimmung auf der Insel und in der Unterkunft kam für mein Empfinden kaum auf. Es wirkte austauschbar und beliebig, ich konnte mich nicht in die Stimmung reinfühlen. Finde ich schade, wenn man einen eher besonderen Ort wählt.
Das Buch konnte ich schnell lesen, was vermutlich auch an dem angenehmen SCHREIBSTIL (Übersetzung Melike Karamustafa) lag.
Auch bei der HANDLUNG kann ich das ganze wieder nur mittelmäßig beurteilen: Keine richtigen Überraschungen, nichts raffiniertes. Sie war solide und in Ordnung, aber mehr nicht. Die Auflösung gefiel mir weniger, das eigentliche Ende hingegen aber wieder gut.
Es war ausreichend SPANNUNG vorhanden, damit man weiter lesen und endlich hinter das Geheimnis kommen wollte. Wäre die Lektüre schwieriger zu lesen gewesen, hätte mir die Spannung vermutlich aber nicht ausgereicht um dranzubleiben.
Die LOGIK fand ich wieder eher enttäuschend, da alles sehr konstruiert wirkte und künstlich erzeugt.
Trotz der Kritik würde ich den LESESPASS, den ich empfunden habe, schon mit okay bis gut bewerten, da mich das Buch kurzweilig unterhalten konnte. Es wird mir jedoch nicht in Erinnerung bleiben und mehr in einem Einheitsbrei von ähnlichen Büchern verschwimmen.
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei durchschnittlich 4,86 Bewertungspunkten eher knappe 3 Sterne für dieses Buch.
Rezensionen von Brombeere:
Winter-Hochbeet von Anja Klein
wie immer hervorragend
Was erwartet einen?
Anja Klein, bekannt aus dem kleinen Horrorgarten, nimmt uns mit ins Thema Wintergemüse und zeigt, wie man auch „nach der Saison“ immer noch richtig viel anbauen und ernten kann. Somit bekommt man Ideen für den ganzjährigen Anbau.
Wie gefällt mir dieses Buch?
Schon einmal vorweg: Ich habe dieses Buch wirklich sehr gefeiert als ich sein Erscheinen entdeckt habe! So ein spannendes Thema!
Die Autorin bringt viel Erfahrung im Gemüseanbau aus ihren Kleingärten Region Köln mit und hat bereits mehrere Bücher zum Anbau in Hochbeeten verfasst.
Ihre Informationen kommen aus der Praxis und sie hinterfragt sich auch selbst, bzw. berichtet davon, wenn ihre Plan später nicht mit der Realität übereinstimmt. Das macht sie nahbar und nimmt einem selber auch den Druck.
Das Buch ist gut aufgebaut und die Fakten werden gut vermittelt. Generell ist es sehr verständlich mit super Erklärungen.
Ich habe definitiv viel gelernt und würde am liebsten noch weitere Informationen dazu einsaugen und mich noch mehr einlesen.
Für mich hat das Buch einen enormen Mehrwert geliefert, denn ich habe meinen Gemüseanbauplan direkt um Herbst und Winter erweitert und werde nun nicht mehr nur den Sommer als Höhepunkt der Hochbeetsaison sehen. Ich kann es kaum erwarten!
Fazit:
Einfach richtig klasse, super Buch. Kann ich empfehlen, wenn man schon Gemüse anbaut und einen in der zweiten Jahreshälfte die Wehmut packt, dass man bis zum nächsten Frühjahr so lange warten muss.
In dem Zusammenhang hätte ich mir ein bisschen mehr Infos zur Fruchtfolge gewünscht, wenn man eben ganzjährig anbaut.
Meine Bewertung ist grob nach der CAWPILE-Methode aufgebaut (mit abgewandelter Form) und ergibt bei durchschnittlich 9,57 Bewertungspunkten dann 5 Sterne für dieses Buch.
Rezensionen von Paul Kretzschmar:
Wenn die Bienen schweigen von Caryl Lewis
Der Tod der Bienen
Die preisgekrönte walisische Autorin hat mit der klugen und düster-schönen Dystopie "Wenn die Bienen schweigen" ein Buch geschaffen, das nachwirkt.
Die tief berührende Poesie und die Liebe zur Natur spricht aus jeder Zeile.
Mit dem Aussterben der letzten Biene geht auch der Untergang der Gesellschaft, wie wir sie kannten, daher.
Es entsteht ein patriarchales System in dem junge Mädchen gezwungen werden, das Bestäuben von Pflanzen zu übernehmen und nach ihrer Geschlechtsreife zwangsverheiratet und zum Kindergebären missbraucht werden. Ein schreckliches Schicksal, das ihnen allen droht.
Aber die Freiheit lässt sich niemals auf Dauer unterdrücken, und die Kraft des Zusammenhaltes und der Freundschaft entfacht eine unaufhaltsame Rebellion.
Der Autorin gelingt es, einen hoch emotionalen Schreibstil mit einer eindringlichen Warnung vor den Gefahren eines zutiefst bedrohten Ökosystems zu verbinden.
Eine Fantasie, die morgen bereits Wirklichkeit sein kann.
Die Klimakrise wartet nicht und zwingt die Menschheit jetzt zum Handeln.
Dies ist das sicherlich wichtigste Vermächtnis dieses Buches, das mich nachdenklich und betroffen zurücklässt.
Ich habe mich ausgezeichnet unterhalten gefühlt und gebe gern eine Leseempfehlung an alle interessierten Leser ab!
Rezensionen von Brombeere:
Stone Lands von Fiona Robertson
berührend und spannend
Was erwartet einen?
Fiona Robertson nimmt die Leser*innen mit auf ihre Reise und ihre Leidenschaft für Großbritanniens große Menhire, von denen sie immer wieder angezogen wird.
Wie gefällt mir dieses Buch?
Vorweg: Sehr gut, aber Achtung bei der Lektüre, weil es (nebenbei auch) um die Krebserkrankung von Fionas Mann geht.
Die Autorin hat viele Stätten in Großbritannien besucht, einige mehrfach und sich im Laufe der Zeit ein faszinierendes Netzwerk aufgebaut. Man erfährt sehr viele faszinierende Infos aber auch Dinge aus dem Privatleben der Autorin. Die beeindruckenden Monumente, die einen schon beim Lesen in Staunen versetzten und die Trauer, die die Autorin erlebt, bilden manchmal einen Widerspruch, aber sind auch tröstlich.
Das Buch ist gut lesbar (Übersetzung Elsbeth Ranke) und findet immer die richtigen Worte. Das Wissen wird gut und verständlich vermittelt.
Ich bin mit sehr wenig Wissen in dieses Buch gestartet, nun aber richtig fasziniert und neugierig auf diese beeindruckenden Werke. Definitiv möchte ich mehr dazu wissen und mein Interesse wurde geweckt.
Auch wenn die Handlung manchmal sprunghaft ist, so sind die einzelnen Kapitel doch in sich Schlüssel und der Buchaufbau toll.
Die Lektüre hat Lust auf mehr gemacht!
Fazit:
Berührend und manchmal unendlich traurig, aber dann wieder andächtig und schön. Trotz dieser Kombination hat mir die Lektüre sehr gefallen und die Aufmachung mit den tollen Graphiken und Zeichnungen ist super gelungen!
Meine Bewertung ist grob nach der CAWPILE-Methode aufgebaut (mit abgewandelter Form) und ergibt bei durchschnittlich 9,29 Bewertungspunkten dann 5 Sterne für dieses Buch.
Rezensionen von Lerchie:
Tage am Fluss von Jochen Mariss
Die Fähre
Ein junger Mann strandet an einem heißen Sommertag bei der Fährfrau Sara Harmsen und bringt ihre Mauern ins Wanken.
Sara betreibt eine Fähre die den Ort Erlengrund mit dem Rest der Welt verbindet. Sie hat sieben Hühner, drei Schafe und die Hündin Luna und lebt in einem Haus am Fluss. Da taucht plötzlich ein junger Mann mit Kopfverletzung auf, Leon.
Sie verarztet ihn und versteckt ihn bei sich. Dafür muss er ihr bei diversen arbeiten helfen. Sie kommen sich näher, teilen die Liebe zur Natur und die Sorge um den Planeten. Sie wenden sich gegen eine geplante Brücke, die Saras Fähre bedroht und sehen sich Übergriffen aus dem Dorf ausgesetzt. Und zu dem tritt auch noch der Fluss über die Ufer….
Meine Meinung
Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen, denn keine Unklarheiten im Text vermochten meinen Lesefluss zu stören. Ich war schnell in der Geschichte drinnen und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Ich kann Sara durchaus verstehen in ihrem Widerstand gegen die Brücke. Überhaupt wenn vieles zerstört wird, das man erhalten sollte. Ihr Geschäft mit der Fähre wäre zerstört, aber ja, jetzt kommt das aber, sie hat ja noch einen erlernten Beruf, in dem sie ja jahrelang gearbeitet hat. Wenn allerdings wirklich so viele Tier ihren Lebensraum verlören, dann wäre ich auch dagegen. Ich kann auch Leon verstehen, nur was er getan hat, war grundfalsch. Das reiht sich unter Verbrechen ein! Aber um auf die Brücke zurückzukommen, es gibt immer wieder Leute, die alles tun um etwas zu erreichen, doch auch das ist verbrecherisch. Wir lesen, wie Sara Leon versteckt, und wie sie reagiert, als sie erfährt, wer er eigentlich ist. Ich hatte das übrigens schon vermutet, war also für mich keine Überraschung. Wie lesen auch, wie sie gemeinsam gegen den Fluss kämpfen. Das Buch hat mir gut gefallen, mich gefesselt und Leon tat mir irgendwie nach Saras Reaktion schon leid. Doch er hätte eben früher sprechen sollen. Aber mich hat es gut unterhalten und ich vergebe eine Leseempfehlung und vier Sterne.
Rezensionen von beavielleser :
Lehm an meinen Schuhen von Monika von Bothmer
Mehr Altes wäre schön gewesen
In diesem Roman wird hauptsächlich die Entwicklung von Marie in den Jahren 1977 bis 1979 erzählt. In diesen Jahren sind Dinge passiert, die ihr weiteres Leben maßgeblich beeinflusst haben.
Zwischendrin gab es Rückblicke in die Geschichte ihrer Familie. Diese Kapitel sind mir eindeutig zu kurz geraten, obwohl gerade da viel Potential gewesen wäre und ich aufgrund des Klappentextes davon auch mehr erwartet hätte.
Die Einblicke in das Alte haben mir anfangs besser gefallen, weil der Schreibstil fordernder war.
Bei den Einblicken in das Neue hatte ich bei den ersten Kapiteln den Eindruck, dass die Erzählung zu oberflächlich ist. Diesen Eindruck musste ich dann später aber revidieren.











