Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Buster:
Deine Zeit wird kommen von Carl-Johan Vallgren
Sehr düster atmosphärisch und spannend
Diese Buch ist unglaublich atmosphärisch und düster. Viel Zeit spielt in einem Wald und es geht um Halluzinationen, schrägen, eigensinnigen, wortkargen Menschen in Gegenden wo kaum ein Mensch hinkommt. Es geht um Verlust, Missbrauch und die eigene schwere Vergangenheit als Ermittler. Außerdem um einen Mörder der nicht aufzuspüren scheint.
Der Autor beginnt mit einem Mord an einer jungen Frau den Kommissar Björnling und eine Kollegin aus Stockholm Johanna in einem schier endlosen Waldgebiet aufklären sollen. Es verlangt ihnen viel ab und die Suche ist zuerst ergebnislos und es wird zu den Akten gelegt und Johanna geht zurück nach Stockholm, ermittelt aber in den Akten weiter. In der Zwischenzeit verschwindet Björnlings Tochter und bringt ihn total aus der Fassung, denn nach dem Tot seiner Frau war sie alles was er noch hatte.
Der Autor erzählt alles sehr eindringlich und fesselnd. Allerdings war für mich ein wenig zu sehr der Fokus auf Björnling und seine Probleme mit dem Tod seiner Frau und dann das Verschwinden der Tochter. Es gab eine längere Phase in der es nur darum ging. Danach kam wieder Schwung in die Sache und der Fall könnte Tatsächlich noch geklärt werden.
Es war meistens sehr spannend und düster und so ein richtiger Skandinavien Krimi.
Für Skandinavien Krimi Fans ein Muß
Rezensionen von Petra:
Adalina und die Liebe zu den Büchern von Tessa Hansen
Eine Kindheitserinnerung wird zur Gegenwart
Adelina war lange weg aus ihrer Heimatregion, jetzt ist sie zurück um in Ruhe ein neues Buch zu schreiben. Alte Kindheitserinnerungen flammen auf als sie das Büchermobil ohne den Maestro findet. Was ist geschehen? Auf der Suche nach dem Maestro der so vielen Kindern damals mit Büchern Freude schenkte, findet sie neue Freunde und eine neue Aufgabe.
Es ist eine ungewöhnliche Geschichte. Denn der Teil um Adelina ist eine gelungene Fiktion. Den Maestro La Cava und sein Büchermobil gibt es wirklich. Der Herr ist mittlerweile über 80 aber er versucht immer noch Kindern das Lesen und die Bücher nahe zu bringen. In einer Region die zu den ärmeren In Italien zählt und Bücher sind nun einmal teuer. Auch für Gemeinden die Schwierigkeiten haben Bibliotheken aufrecht zu erhalten, da ist sein Bibliomotocarro eine glückliche Ergänzung. Durch ihn hat Adelina die Liebe zu den Büchern gefunden, durch die Bücher den Mut ihren eigenen Lebensweg zu gehen. Nun ist sie wieder da und kann dem Maestro und seiner selbst gewählten Aufgabe Unterstützung geben.
Adelina ist eine zupackende Person, sie wirkt manchmal in ihrem Elan über griffig, aber sie meint es gut, daher nimmt es ihr niemand krumm, nur sie muss ab und zu etwas gebremst werden.
Die Teilung des Buchs wird sehr gut dargestellt. Die wahre Geschichte des Maestros ist in Tagebuchform geschrieben und Adelinas Teil als normaler Roman. So ist es leicht zu folgen vor allem wie der Maestro es schafft die Kinder zu mobilisieren, etwas das in der heutigen Zeit von Handy und Social Media nicht ganz einfach ist. Denn Bücher sind nun mal nicht schnell, schnell und kurz.
Bücher haben die Gabe langfristig zu fesseln und ein gutes Buch lässt einen nie mehr los.
Genau das vermittelt dieser Roman aber nur wenn man das vergessen haben sollte, sonst ist er eine spannende gute Unterhaltung.
Rezensionen von jayjay20240906:
Bachelorette Party von Camilla Sten
Spannend, aber irgendwas fehlt
Das Buch "Bacheloretteparty" von Camilla Sten hat mich insgesamt gut unterhalten. Die geheimnisvolle und düstere Atmosphäre war von Anfang an da und hat dafür gesorgt, dass ich immer weiterlesen und das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Vor allem die Geschichte rund um Tessa fand ich richtig spannend.
Sie war auch so geheimnisvoll erzählt, dass man unbedingt wissen wollte, was dahinter steckt. Das Buch hatte auf jeden Fall großes Potenzial ein rasanter Thriller zu werden und die ersten drei Viertel haben mich wirklich gefesselt. Als dann aber nach und nach aufgelöst wurde, was eigentlich passiert ist, war die Luft für mich irgendwie raus. Das Ende hat mich zwar überrascht, aber leider nicht wirklich im positiven Sinne. Es war einfach nicht mehr so packend erzählt wie der Rest. Trotzdem ist es ein guter Thriller mit einer starken Stimmung und einer spannenden Geschichte. Kein neues Lieblingsbuch, aber definitiv auch keine Zeitverschwendung.
Rezensionen von LEXI:
Die Stimme der Gewalt von Ellin Carsta
Wenn wir das alles überstehen sollten, dann nur gemeinsam!
Wenn wir das alles überstehen sollten, dann nur gemeinsam!
„Wir haben schon manche Schlacht zusammen geschlagen und auch diese werden wir Seite an Seite bestehen. Wir werden gemeinsam kämpfen und entweder siegen, oder gemeinsam fallen. Doch allein werden wir nie sein.“
Was die Bewohner von Gut Falkenbach im Frühling des Jahres 1944 aufrecht hält ist die Gewissheit, dass sie sich bedingungslos aufeinander verlassen können.
In Deutschland herrscht seit mittlerweile viereinhalb Jahren Krieg. Angesichts des sinnlosen Sterbens drohen Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Trauer über das sinnlose Sterben die Oberhand über die Menschen zu gewinnen. Eine Gruppe mutiger Widerstandskämpfer, unter ihnen der deutsche Offizier Claus Schenk Graf von Stauffenberg, versucht, die nationalsozialistische Schreckensherrschaft durch ein Attentat zu beenden. Historische Fakten bilden den Hintergrund im vierzehnten Band dieser Buchreihe, die wohlbekannten Figuren aus den Vorgängerbänden versuchen, den Wahnsinn und das sinnlose Morden irgendwie zu überstehen. Eine latente Gefahr wird zur echten Bedrohung und ein ausgeklügelter Plan des Patriarchen Paul-Friedrich von Falkenbach sorgt für Spannung im Buch.
Der Fokus liegt vorrangig auf den Ereignissen auf dem Gut. Die Autorin macht aber auch Abstecher zu Gustav an der Front und nach Amerika, wo Irma das Kriegsgeschehen in Deutschland anhand von Zeitungsberichten verfolgt. Ein Handlungsstrang schildert eine riskante Aktion von Johannes und Wilhelmine, während „Hitlers Bluthund“ Alfred Breuer nach wie vor versucht, seinen erbitterten Feind Paul-Friedrich und dessen Familie zu Fall zu bringen.
Ellin Carsta bezieht die Familienmitglieder sowie altbekannte Nebenfiguren in die Handlung ein und der Leser verfolgt auf diese Weise die Ereignisse rund um die verschiedenen Charaktere mit. Historische Fakten wurden gekonnt eingebracht, ein ausführliches Nachwort informiert darüber, welche Charaktere und Szenen historisch belegt, und welche hingegen der schriftstellerischen Freiheit der Autorin geschuldet sind. Die Eckdaten und Ereignisse des Handlungszeitraums wie auch die Lebensumstände wurden gekonnt mit der Haupthandlung verflochten, die sich über einen Zeitraum von mehreren Monaten erstreckt.
Die Charakterzeichnung der Haupt- und Nebenfiguren besticht durch hohe Authentizität. Ellin Carsta beschreibt die einzelnen Personen überzeugend und haucht ihnen Leben ein. Die authentischen Figuren und deren starke persönliche Entwicklung zählen für mich zu den Highlights dieser Reihe. Was mir besonders gefällt ist der wunderbar flüssige und einnehmende Schreibstil der Autorin. Die aktuelle Neuerscheinung fesselt von der ersten Seite an und lässt den Leser hautnah am Schicksal der Hauptfiguren teilhaben. Ellin Carsta gelingt es mühelos, eine Atmosphäre zu erschaffen, die einen nicht mehr loslässt.
Das ansprechenden Buchcover ist wie gewohnt ein Blickfang. Die stimmige einheitliche Gestaltung hinsichtlich Schrift und Farbwahl hat für mich mittlerweile Wiedererkennungswert und vermittelt ein tiefes Gefühl der Vertrautheit mit der Welt von Falkenbach und ihren Bewohnern.
FAZIT: „Die Stimme der Gewalt“ ist eine gelungene Fortsetzung der Reihe um Gut Falkenbach, das Buch hat mich sehr gut unterhalten. Figuren und Handlung harmonieren auf ganzer Linie, Entwicklungen wurden überzeugend dargestellt. Dank des einnehmenden und atmosphärischen Schreibstils liest sich das Buch wie von selbst, man kann es nach der letzten Seite nur schweren Herzens aus der Hand legen. Ich vergebe auch diesmal fünf Bewertungssterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung dafür. Um Geschichte und Charakterentwicklung optimal folgen zu können, empfehle ich jedoch das Lesen nach der ursprünglichen Erscheinungsreihenfolge. Die Handlung baut stark aufeinander auf, weshalb ein Quereinstieg aus meiner Sicht nicht empfehlenswert ist.
Rezensionen von Odina:
Ein Haus aus Salz und Tränen von Erin A. Craig
Wunderschön
In "Ein Haus aus Salz und Tränen" von Erin A. Craig geht es um Annaleigh, die mit ihren verbliebenen Schwestern in einem alten Anwesen lebt. Nach dem Tod von vier Schwestern beginnt Annaleigh an den mysteriösen Umständen zu zweifeln. Sie beobachtet, wie ihre Schwestern heimlich zu geheimen Bällen gehen und ein geheimnisvoller Fremder tritt in ihr Leben.
Gemeinsam folgen sie einem Fluch, der sie in die Dunkelheit führt, wo Traum und Realität miteinander verschmelzen. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, was den Einstieg in die Geschichte erleichtert und die düstere Atmosphäre des Anwesens lebhaft vermittelt. Ich war sofort gefangen und flog durch die Seiten, da die Spannung konstant hoch bleibt. Besonders die geheimen Bälle, zu denen Annaleighs Schwestern heimlich gehen, verleihen der Erzählung einen mysteriösen und gruseligen Charakter. Ich habe Annaleigh sehr gerne begleitet, auch wenn ich nicht immer alle ihre Gedanken oder Handlungen nachvollziehen konnte. Auch ihre Schwestern runden das Gesamtbild ab. Morella hingegen war mir von Anfang an unsympathisch. Insgesamt ist das Buch eine wunderschöne Märchenadaption mit einem Hauch von Grusel, die ich sehr genossen habe.
Rezensionen von Sassy:
Dragon World - Angriff der Feuerschlange von Maddy Mara
Fantasy für Kinder
Wir haben das Hörbuch gehört.
Bereits das Cover verspricht eine spannende Fantasygeschichte.
Der Sprecher versteht es mit seiner Stimme, die einzelnen Charaktere zum Leben zu erwecken.
Die Geschichte zeigt, wie aus Kindern, die sich nicht leiden können, durch ein gemeinsames Abenteuer, ein echtes Team werden kann.
Manchmal kommt man nur durch Zusammenarbeit, Mut und Köpfchen zum Ziel. Die Geschichte nimmt sehr schnell an Fahrt auf und man ist sofort mitten in der drin. Dieses Tempo und die Spannung hält sich bis zum Schluss.
Mein achtjähriger Sohn hatte sehr viel Spaß, beim Hören und freut sich auf weitere Bände.
Rezensionen von Shilo:
Lori von Anousch Mueller
Auf der Suche nach dem, was lange verborgen blieb
In dieser Familie gibt es Fragen, auf die niemand eine Antwort gibt. Leni wächst damit auf und merkt früh, dass manches nicht zusammenpasst. Erst viele Jahre später beginnt sie, den Spuren ihrer eigenen Geschichte zu folgen. Dabei stößt sie auf Ereignisse, die weit vor ihrer Kindheit liegen und bis heute das Leben ihrer Familie bestimmen.
Das Buch hat mich vor allem wegen seines Themas angesprochen. Familiengeheimnisse und die Zeit der DDR sind eine Mischung, die bei mir fast immer Interesse weckt. Nach und nach kommen neue Einzelheiten ans Licht. Dadurch wurde immer verständlicher, weshalb die Figuren so handeln und warum vieles über Jahre unausgesprochen geblieben ist.
Besonders gefallen hat mir, dass nicht sofort alle Antworten geliefert werden. Vieles fügt sich erst mit der Zeit zusammen. Das hat dafür gesorgt, dass die Neugier erhalten blieb und ich wissen wollte, wie sich alles entwickelt.
Je mehr Seiten vergingen, desto deutlicher wurde, wie eng die einzelnen Ereignisse miteinander verbunden sind. Immer wieder tauchen kleine Hinweise auf, die erst später ihren Platz finden. Gerade das hat den Reiz beim Lesen ausgemacht, weil nicht alles sofort erklärt wird.
Inhaltlich hat das Buch genau den Geschmack getroffen. Weniger leicht fiel dagegen der Zugang zu den Figuren. Durch die häufigen Wechsel zwischen den einzelnen Perspektiven blieb Leni für meinen Geschmack etwas auf Abstand. Dadurch war es nicht immer einfach, ihre Gedanken und Gefühle wirklich nachzuempfinden. Das hat meinen Lesefluss an einigen Stellen etwas gebremst, auch wenn die Geschichte selbst durchgehend interessant geblieben ist.
Bis zur letzten Seite blieb die Frage offen, wie sich alles auflösen wird. Genau das hat dafür gesorgt, dass das Interesse nicht nachgelassen hat. Auch wenn mich der Schreibstil nicht vollständig überzeugen konnte, wollte ich das Buch immer weiterlesen.
Für alle, die Familiengeschichten mit historischem Hintergrund mögen, ist dieses Buch auf jeden Fall einen Blick wert. Das Thema ist gut gewählt und die Idee dahinter hat mir gefallen. Beim Erzählen hätte ich mir etwas mehr Nähe zu den Figuren gewünscht. Trotzdem habe ich das Buch gern gelesen und vergebe deshalb gute vier Sterne.
Rezensionen von Harakiri:
Halt niemals an von Chevy Stevens
Halte niemals (den Atem) an
Mit „Halt niemals an“ ist Chevy Stevens wieder ein Thriller gelungen, der einen davon abhält, das Buch aus der Hand zu legen.
Alice und Tom sind mit ihrem Camper Kanada unterwegs und lernen das junge Paar Jenny und Simon kennen. Sie freunden sich an, doch dann kippt die Stimmung und es wird explosiv.
Chevy Stevens zu lesen ist immer ein wenig wie Achterbahn fahren. Die Story beginnt ganz zart, die Spannung steigt langsam an und steuert unaufhörlich auf den Höhepunkt zu.
Einige Twists und Rückblenden sorgen für zusätzliche Spannung. Was ich toll fand war die Authentizität. Es gibt keine übertrieben konstruierten Handlungen, die unglaubwürdig wirken. Genau so könnte man sich das auch im wahren Leben vorstellen. Dass die Story 1976 spielt, wo es noch keine Handys gab und auch keine GPS-Verfolgung, macht das Ganze noch mitreißender.
Zudem sorgt die scheinbar aussichtslose Lage von Tom und Alice für Mitgefühl.
Fazit: Ein Buch, das mitreißt und eine Story abseits des Mainstream bietet.
Rezensionen von Hennie :
Unerwünschte Töchter von Miriam Carbe
Ein Schrank voller Erinnerungen
Gern lese ich Historisches. Dazu zähle ich auch dieses Buch mit der Geschichte über vier Generationen der weiblichen Linie einer Familie. Mehr als 100 Jahre deutscher Geschichte im Kontext der Frauen in ihrer Zeit. Eine Besonderheit ist, dass alle Vornamen haben, die mit M beginnen. Margarethe, die Urgroßmutter der Autorin hat ein Faible für klassische Literatur, Goethe hat es ihr sehr angetan.
Sie lässt 1912 in ihrer Heimatstadt Dresden einen Bücherschrank anfertigen, der fortan weitervererbt wird und die Tagebücher und Notizhefte von ihr, der Tochter Marianne und der Enkeltochter Monika enthält. Urenkelin Miriam, die Autorin machte diesen Roman daraus. Der Schrank ist ein schönes verbindendes Sinnbild für die Nachgeborenen.
Es beginnt also in Dresden mit der Urgroßmutter Margarethe, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts in der Kaiserzeit in ein bürgerliches Elternhaus hineingeboren wird. Sie wächst auf in der Villa Parsifal mit Personal und vermutlich allen Annehmlichkeiten, die es damals gab. Ich fand den Anfang der Ahnenreihe als sehr schön zu lesen, wurde dann aber erst einmal ab dem dritten Kapitel durch die Ich-Perpektive der Autorin aus dem Lesefluss gerissen. Diese Einschübe gab es mehrmals und bedeuteten immer einen Stilwechsel.
In 32 langen Kapiteln und fast 600 Seiten beschreibt Miriam Carbe die Lebenswege der drei Frauen, die geprägt waren vom Zeitgeist. Die wesentlichen geschichtlichen Ereignisse in Deutschland werden in ihrem Alltag authentisch beschrieben. Erschreckend, wie tief und selbstverständlich schon Anfang des 20. Jahrhunderts Antisemitismus, Rassismus, die Überlegenheit der Rasse u.s.w. im Gedankengut der Bevölkerung verankert waren.
Keine der Frauen hatte es leicht. Die gesellschaftlichen Umstände waren nie so, dass sie hätten ein freies, unabhängiges, selbständiges Leben führen können. Die Autorin schildert sachlich, ohne zu verurteilen oder zu werten und schuf anhand der Niederschriften drei Charaktere, die nicht aus dem Rahmen fallen, sondern sich in der jeweiligen Zeit anpassten. Margarethes und Mariannes Außenwirkung war sicher in erster Linie eine elegante. Sie legten viel Wert auf Kleidung und Stil. Dazu passt das Cover mit der Perlenkette. Monika, die Mutter von Miriam, nimmt einen großen Raum ein. Sie wollte ausbrechen aus der vorgegebenen Rolle für die Frau, schaffte es aber leider nicht. Meiner Meinung nach ist sie an ihrem Anspruch an sich selbst zerbrochen.
Über den Titel Unerwünschte Töchter habe ich lange nachgedacht, da es eigentlich nur bei Miriam Carbe durch die dunkle Hautfarbe offensichtlich ist. Jedoch auch Margarethe und Marianne kamen zumindest nicht zum richtigen Zeitpunkt auf die Welt. Margarethe war nicht der erhoffte Stammhalter und Marianne wurde 1914 geboren. Der erste Weltkrieg hatte begonnen und die Männer wurden eingezogen. Die Frauen waren auf sich allein gestellt.
Ich finde es sehr beachtenswert, was die Autorin aus den Tagebüchern ihrer Vorfahrinnen gemacht hat. Allerdings empfand ich das Geschriebene oft zu passiv und neutral, mit wenig Emotionen und einem gewissen Abstand. Miriam Carbe steht am Ende der Ahnenreihe und es ist ihre Geschichte. Ich hätte gern noch mehr von ihr erfahren. Kommt da noch ein Band?
Ich bewerte mit vier von fünf Sternen und vergebe meine Lese- und Kaufempfehlung!
Rezensionen von S.:
Viele Grüße aus der Hölle! von Louisa Söllner
Botschaft aus dem Lavapool
Botschaft aus dem Lavapool
Das Cover sieht höllisch gut aus, ein frecher kleiner Teufel grinst uns an. Auch die Gestaltung des Deckblatts ist schwarz/ rot, feuerheiß. Die Idee: Finn langweilt sich am Urlaubsort, er verfasst und hinterlegt eine Postkarte an einem Grabstein. Er bekommt Antwort von einem in den Lava-Pool verbannten Flavio.
Es entwickelt sich ein reges Hin und Her, jedes Kind lernt die Welt des anderen kennen. Nicht schlecht für die Allgemeinbildung, erwähnt werden Cerberus, Medusa, Minotaurus und mehr. Es wird spannend, der Teufel fordert zu einer gefährlichen Mutprobe heraus. Aber dann .. ist alles anders. Nette Geschichte mit verschiedenen Themen, sogar mit Bodyshaming. Da hätte man allerdings mehr rausholen können.
Zur Gestaltung: die Seiten sind mit deutlicher größerer Schrift übersichtlich gehalten, für Leseanfänger schön. Manche Wörter sind farblich hervorgehoben. Die kurzen Kapitel motivieren.
Flavios Seiten sind mit höllenschwarzen Rändern dunkel gestaltet, Finns hell und pastelliger. Das verdeutlicht den Wechsel zwischen den Kids. Witzige Zeichnungen von Lea Winkel passen sehr gut zum Inhalt.
Liest sich schnell weg, motiviert zum Üben, ist mal was anderes.











