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Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Taverne der toten Fischer von Katerina Gatakis

Ein gelungener Sommer-Krimi

In ihrem zweiten gemeinsamen Fall bekommen es Anna Apostolaki und Loukas Petritsis von der Kripo Kalamata nicht nur mit einer toten Fischerin, die sich in ihren eigenen Netzen verheddert hat und dabei ertrunken ist zu tun, sondern auch mit einer Sondereinheit der Polizei, die ihr eigenes Süppchen kocht zu tun.

Recht bald stellt sich heraus, dass die Tote, Zoí Mitropoulou, nicht nur aus ihrer bevorstehenden Hochzeit mit Akis Nikeas ein Geheimnis gemacht hat, sondern einer ziemlichen Sauerei auf der Spur gewesen ist.

Doch bevor die beiden mit Akis sprechen können, wird der auf dem Fischmarkt erstochen. In was sind Zoí und Akis hineingeraten? Denn an Blutrache zwischen verfeindeten Familien, wie Roussos vermutet, glauben Anna und Loukas nicht.

Auch wenn Anna und Loukas auf Grund ihrer ziemlich unterschiedliche Charaktere manchmal Probleme miteinander haben, schaffen sie es gegen alle Widerstände, auch knifflige Verbrechen aufzuklären.

Meine Meinung:

Dieser Griechenland-Krimi spricht einiges an, was nicht nur in der Ägais Sorgen macht: Die Überfischung des Meeres, Grundstücksspekulation, Korruption und Freunderlwirtschaft bei Behörden (auch bei der Polizei), politische Interventionen und Diebstahl von Artefakten.

Nun, liebe Leserinnen und Leser - sucht euch aus, was hier als Motiv passt, Zoí und Akis zu töten.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Der eine oder andere griechische Name ist ein Zungenbrecher. Um die Personen gut auseinanderzuhalten gibt es im Anschluss ein Personenverzeichnis, das ich persönlich lieber zu Beginn des Krimis gesehen hätte. Griechische Ausdrücke werden gleich im Text übersetzt.

Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet. Vor allem die Rolle von Annas und Loukas Vorgesetzten, dem Kripo-Chef Stavros Roussos, samt seiner Sekretärin ist, vorsichtig formuliert, ein wenig fragwürdig. Er wirkt auf mich wie ein inkompetenter, aufgeblasener Ochsenfrosch. Auch Annas Ex-Freund, führt sein intrigantes Spiel weiter, um erstens Anna zu desavouieren und zweitens jede Beförderung zu verhindern. Ob ihm in einer Fortsetzung endlich das Handwerk gelegt werden kann? Ich hätte dazu die eine oder andere Idee. Schauen wir einmal, was der Autorin noch weiter einfällt....

Fazit:

Wer gerne einen flotten Sommer-Krimi lesen will, ist hier richtig. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Taverne der toten Fischer

Rezensionen von Sheilo:

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Les Bouttiers - Wir sind alles von Antonia Wesseling

Ein Liebesdreieck und ein großes Geheimnis

Elodie und Adam sind für die Modewelt das perfekte Traumpaar, doch Elodies Gedanken drehen sich um einen anderen Mann, ihren Cousin Gabriel. Auf der Suche nach der Wahrheit hinter den Geheimnissen ihrer Familie deckt Elodie gemeinsam mit Adam immer mehr Informationen auf, mit denen sie so gar nicht gerechnet hat.

"Les Bouttiers: Wir sind alles" ist ein gelungener Abschluss der Dilogie von Antonia Wessling, der mich bis zum letzten Kapitel gefesselt hat. Mit dem Plot-Twist der Geschichte habe ich so nicht gerechnet, doch er hat für eine Menge Spannung im Buch gesorgt. Dazu mischt sich der tolle Schreibstil der Autorin, sodass die Zeit beim Lesen wie im Flug vergeht.

Elodie entwickelt sich im Verlauf der beiden Bücher enorm weiter, sie tritt selbstbewusst auf und stellt sich selbst und ihre Wünsche immer mehr in den Vordergrund und bietet ihrer Familie die Stirn. Doch man spürt auch, wie ihr Gefühlsleben einer Achterbahnfahrt gleicht und es war wirklich toll, sie dabei begleiten zu dürfen.

Adam habe ich in diesem Band wirklich sehr ins Herz geschlossen. Nach dem ersten Teil war ich noch etwas zurückhaltend, aber man spürt deutlich, dass er für Menschen, die ihm wichtig sind, alles tut und hinter der arroganten Schale, die er oft nach außen hin zeigt, so viel mehr steckt.

Zuletzt muss ich sagen, dass Gabriel mich sehr überrascht hat in diesem Band und ich mit einigen seiner Handlungen so nicht gerechnet habe. Umso besser, da es Spannung mit sich brachte und auch Gabriel zeigt, dass viel mehr in ihm steckt, als man anfangs glaubte.

Das Buch zeichnet sich für mich vor allem durch das Liebesdreieck zwischen den Protagonisten aus. Diese Emotionen und Gefühle kochen dabei hoch und ich liebe einfach alles daran. Doch wie das ganze am Ende ausgeht, dass muss jeder selbst heraus finden.

Wer Liebesgeschichten gespickt mit vielen Gefühlen und Familiengeheimnissen liebt, für den ist "Lea Bouttiers: Wir sind alles" genau das Richtige. Ich persönlich denke, dass der zweite Band auch eigenständig gelesen werden kann, doch ich möchte die Geschichte des ersten Bandes nicht missen. Von mir gibt es eine ganz große Empfehlung für diese Dilogie.

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Les Bouttiers - Wir sind alles

Rezensionen von Claudia H.:

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Menü Nummer Sechs von Lee Winter

Starke Frauen

Worum es geht:
Ottilie Zimmermann muss vor ihrer lang ersehnten Rente mit ganz viel Mai Tais noch einen letzten Auftrag in Las Vegas erledigen. Durch ein Missverständnis landet sie bei Monique Carson, einer Frau, die sich um ganz besondere Bedürfnisse von Frauen kümmert. Bei ihr kann Frau Entspannung auf ungewöhnliche Art finden und Frau geht hier garantiert immer befriedigt wieder raus.

Obwohl Monique nur für ganz auserlesene Frauen zur Verfügung steht, so hat es ihr Ottilie gleich angetan und auch Ottilie bekommt von ihr, was sie braucht. Beide Frauen fühlen sich sofort zueinander hingezogen und sind von der jeweils anderen fasziniert. Dabei sind sie beide absolut unabhängige Frauen und auf keinen Fall auf der Suche nach einer Beziehung. Doch loslassen ist schon lange keine Option mehr.

Mein Fazit:
Ottilie Zimmermann haben wir in den ersten beiden Bücher der Villain-Reihe als eiskalte und absolut berechenbare Sekretärin kennengelernt. Ich empfehle zunächst die beiden anderen Bücher vor diesem Buch zu lesen, ein Muss ist es jedoch nicht. Diese faszinierende Ottilie wird lernen wir nun näher kennen und ich fand sie wirklich großartig. Monique war mir von Anfang an sehr sympathisch und selbst die kalte Ottilie ist mir immer näher gekommen. Es wäre auch zu schade gewesen, diese absolut fantastische Eiskönigin links liegenzulassen. Das Kräftemessen der Beiden war ganz amüsant und die Story war spannend. Auch gab es ein paar nette spicy Szenen, wenn auch nicht so viele, wie es der Klapptext aufgrund der Tätigkeit von Monique womöglich zunächst vermuten lässt. Mir hat der 3. Teil sehr gut gefallen und ich bin doch positiv überrascht, da ich nach Band 2 eigentlich dachte, die Geschichte sei auserzählt.
Für alle Fans von Eisköniginnen eine Muss und ich vergebe sehr gerne 5 Sterne.

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Menü Nummer Sechs

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Salzkammerflut von Dagmar Hager

Fesselnd bis zur letzten Seite

Während einer Führung durch die Stollen der ehemaligen Salzbergwerks in Ebensee, das während der NS-Zeit ein Nebenlager des KZ Mauthausen war, wird ein Mobiltelefon mit einem Hilferuf entdeckt. Es ist eine Aufnahme zu sehen und hören, in der eine Frau namens Sara Lewandowski Opfer einer Entführung geworden ist.

Ben Achleitner vom LKA Linz übernimmt die Suche nach Sara. Dabei stellt sich heraus, das der Name Lewandowski in Ebensee nicht ganz unbekannt ist, ist doch im Jahr 1959 bei einer verheerenden Flut ein Mann dieses Namens verschwunden. Doch genaueres ist zunächst nicht zu erfahren, leben doch nur mehr wenige Personen, die sich an die Naturkatastrophe erinnern können. Einer davon ist Bens Großvater, der im Beisein von Bens Jugendfreundin der Ärztin Marie, erstmals über sein streng gehütetes Geheimnis, das bis in die NS-Zeit zurückreicht, spricht.

Die Ermittlungen rund um die vermisste Frau gestalten sich schwierig, denn Ebensee hat durch die Vergangenheit gelernt, dass es einfacher zu überleben ist, wenn alle schweigen.

Wird Ben Achleitner die verschwundene Sara Lewandowski finden können?

Meine Meinung:

Dieser Regionalkrimi, der mit viel Lokalkolorit des oberösterreichischen Salzkammerguts aufwartet, führt uns mit dem Geheimnis von Bens Großvater in die NS-Zeit zurück, an die bis heute viele Bewohnerinnen und Bewohner nicht gerne erinnert werden wollen. Obwohl es ein Museum für Zeitgeschichte gibt, das die politische Entwicklung des Salzkammerguts zwischen 1918 und 1955 eindrucksvoll beleuchtet, wurde das Memorial, das an jene Mitbürger erinnert, die der NS-Zeit zum Opfer gefallen sind, erst 2025 errichtet. Elf der fünfundzwanzig namentlich Genannten sind auf Schloss Hartheim ermordet worden.

Autorin Dagmar Hager bettet die Ereignisse der NS-Zeit und der Jahre danach sehr gut in die persönliche Geschichte der (fiktiven) Familie Achleitner ein. Hier spielt sie ihre schriftstellerische Klasse aus, als Ben entdeckt, wie ein bislang unbekannter, ererbter Schatten, unbewusst Einfluss auf sein eigenes Leben hat. Denn diese Schatten sind seine eigenen Dämonen. Ich mag ja Bens Großvater, der nun, über neunzigjährig von seiner großen Last befreit wirkt, zumal die Suche nach der vermissten Frau eine große Überraschung für ihn bereit hält.


Nicht nur Bens Großvater erlebt eine große Überraschung, sondern auch für uns Leser hält Dagmar Hager eine unerwartete Wendung bereit. Was das genau ist, will ich nicht verraten.

Wie schon in den Vorgängern, spielt auch diesmal die Ärztin Marie, die mit Ben eine gemeinsame Vergangenheit hat, wieder eine große Rolle. Man wird sehen, ob die beiden eine Zukunft miteinander haben.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Krimi, der mit einer überraschenden Auflösung aufwartet, 5 Sterne und eine Leseempfehlung, die für die ganze Reihe gilt.

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Salzkammerflut

Rezensionen von Shilo:

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Tage am Fluss von Jochen Mariss

Wo ein Fluss Geschichten erzählt

Sara Harmsen lebt ein Leben, das ganz von ihrem kleinen Haus am Fluss, der Fähre und den täglichen Aufgaben geprägt ist. Vieles läuft nach festen Abläufen, bis eines Tages Leon verletzt bei ihr auftaucht. Mit ihm kommt langsam Bewegung in Saras gewohnten Alltag.
Die beiden gehen vorsichtig miteinander um.

Sara lässt nicht schnell jemanden an sich heran und auch Leon trägt Erlebnisse mit sich, über die er nicht sofort spricht. Zwischen den täglichen Arbeiten mit den Tieren, am Haus und an der Fähre lernen sie sich immer besser kennen.
Sehr schön beschrieben ist das Leben am Fluss. Die Fähre, die Wiesen, die Tiere und die Natur gehören ganz selbstverständlich dazu. Ohne die Fähre wäre das Dorf schlechter erreichbar. Für Sara gehört sie ganz selbstverständlich zu ihrem Leben dazu und ist ein wichtiger Teil ihres Alltags.
Die geplante Brücke sorgt im Dorf für Diskussionen. Nicht alle sehen darin eine Verbesserung und auch Sara kämpft darum, dass sich ihr vertrautes Leben nicht einfach verändert. Gerade weil beide Zeit brauchen, wirkt ihre Annäherung passend erzählt.
Später sorgt auch das Hochwasser noch einmal für neue Situationen und bringt Bewegung in die Geschichte.
Nicht jede Stelle hat gleich gut funktioniert. Einige Abschnitte hätten etwas mehr Tempo vertragen, denn manchmal nimmt sich der Roman sehr viel Zeit. Trotzdem bleibt die Entwicklung von Sara und Leon interessant.
Viele schöne Momente entstehen in den alltäglichen Situationen. Das Leben am Fluss, die Tiere und die Natur begleiten Sara und Leon durch die Geschichte. Auch die Dinge, die beide aus ihrer Vergangenheit mitbringen, spielen immer wieder eine Rolle.
Nach dem Ende bleiben vor allem die Bilder vom Fluss, der Fähre und dem Leben an diesem Ort im Kopf. Manche Passagen hätten etwas mehr Tempo vertragen, trotzdem passt die ruhige Erzählweise gut zu Sara und Leon. Ein Buch für alle, die gerne Geschichten über Menschen lesen, deren Leben sich langsam verändert. Vier Sterne passen deshalb gut zu diesem Roman.

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Tage am Fluss

Rezensionen von Anno:

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Irida 3. Irida und das Flüstern in den Feldern von Markus Heitz

Macht euch auf was gefasst

Einst bin ich durch den Namen des Autors auf Irida gestoßen, doch seither bin ich, aber viel mehr noch mein Teenie Fan dieser Reihe. Ich sehe sie als Verbindungsstück für jene, die aus Kinderliteratur herauswachsen, sich aber noch nicht an die Komplexität von erwachsener Fantasylektüre wagen. Aber nachdem im 2.

Band das Abenteuer zu Ende ging hatte ich bedenken, ob diese Reihe fortgesetzt wird. Aber sie wird! Und mir Band drei weiter sich die Welt der Wesen sogar noch einmal deutlich. Wobei ich besonders eines davon enorm faszinierend fand, weil es eben so rätselhaft und auch weniger bekannt ist.
Heitz erzählt gewohnt spannend, vereinfacht manche Vorkommnisse aber auch. Doch das war mir bereits aus den Vorgängerbänden vertraut und ist Teil seines Konzeptes. War in den ersten Bänden noch Irida im Mittelpunkt des Geschehens, schweift nun der Blick mehr auf ein anderes Mitglied der Gruppe. Auch separiert sich das Geschehen irgendwann in 2 Handlungsgründe, die jedoch nacheinander erzählt werden. Was mit unserem neuen Main Character geschieht ist dadurch lange ungewiss, was sich auch deutlich auf die Spannung auswirkt. Auserzählt ist die Handlung mit diesem Buch jedoch noch nicht. Zwar fügen sich einige offene Stränge durchaus, aber anderes bereitet schon den Weg für neue Abenteuer.

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Irida 3. Irida und das Flüstern in den Feldern

Rezensionen von Anno:

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Red Star Rebels von Amie Kaufman

Für jüngere Leser

Der Bewegungsradius dieser Handlung beschränkt sich fast ausschließlich auf eine einzige Kuppel auf dem Mars. Hunter reist zu dieser, doch bevor er vor Ort registriert werden kann überschlagen sich die Dinge. Somit ist er genauso illegal hier gestrandet, wie Cleo. Auch wenn er davon noch nichts weiß.

Beide treffen erst durch die Ereignisse aufeinander und fühlen sich trotz der Umstände und ihrer Gegensätze immer mehr zueinander hingezogen. Doch scheinen ihre Gefühle ihnen fehl am Platz. Thema des Buchs ist jedoch weitaus mehr und eines mit großer Reichweite und Auswirkungen für viele Menschen.
Die Geschichte wird spannend erzählt, ist aber in seiner Komplexität eingeschränkt und letztendlich überrascht auch der Ausgang nicht. Schön ist dieses Buch trotzdem und es hat mit Cleo und Hunter auch zwei faszinierende Charaktere. Inhaltlich ist es aber auf eine jüngere Leserschaft ausgelegt.

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Red Star Rebels

Rezensionen von Anno:

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Unshame von Louisa Dellert

Über Schönheitsideale

‚Unshame‘ trifft den Zeitgeist, begehrt auf und lässt aber vor allem hinter die Fassaden blicken und Zusammenhänge klarer sehen. Seit wann existieren Schönheitsideale, wem nützen sie (kleiner Spoiler: wir Frauen sind es nicht) und wer oder was beeinflusst diese Werte?
Wie weitreichend dabei die Hintergründe sind und wie tief verwurzelt das alles in uns ist, obwohl dieses System noch nicht einmal sehr alt ist, ist schon irgendwie erschreckend.

Die Autorin beschriebt dies alles anhand ihres eigenen Lebenslaufs, nennt aber auch allgemeine Infos und dazu auch Tipps, wie man diese Muster durchbrechen kann. Seither sehe ich tatsächlich vieles mit anderen Augen. Und ein schöner Nebeneffekt dabei ist, dass ich dadurch auch nachsichtiger mit mir selbst sein kann. Nein, ein Allheilmittel ist dieses Buch nicht, doch es hilft Dinge besser zu verstehen. Und genau das ist der erste Schritt heraus aus diesem System.

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Unshame

Rezensionen von clematis:

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Blüten für eine neue Welt von Thea Lehmann

Seidenblumen

Nach dem Tod von Carl-Heinrich führen seine Witwe Elisabeth und seine Tochter Clara die kleine Seidenblumenmanufaktur Jakob in Sebnitz (Sachsen), während sein Sohn Otto in die Lehre zum Kunstschmied geht. Aber im Jahre 1865 ist das für Mutter und Tochter eine enorme Herausforderung, wird doch den Frauen kaum ein Recht zugesprochen und stets ein geringerer Lohn bezahlt.

Dennoch übernimmt Clara die Organisation im Hintergrund, versucht, Preise neu zu verhandeln und reist schließlich sogar nach New York, um ihre exquisiten Kunstblumen zu vermarkten, aber auch, um ihren Jugendfreund Raimund zu suchen.

Auf ruhige Art und Weise erzählt Thea Lehmann in diesem schönen Roman von längst vergangenen Zeiten, spricht die langen Arbeitstage an und die patriarchalischen Strukturen, welche Frauen gleichsam ausschließen von der Geschäftswelt. Die Geschichte rankt sich um die Hauptfigur Clara, die diese gesellschaftlichen Konventionen nicht klaglos hinnehmen will, sondern für Gleichberechtigung kämpft und damit nicht nur Freunde gewinnt. Der Alltag wirkt lebendig, insbesondere die Herstellung der filigranen Blüten wird detailgetreu beschrieben. Aber auch andere, damals brennende Themen fließen geschickt in die Handlung ein, so erfahren wir von Differenzen zwischen Angehörigen verschiedener Religionen, Industrialisierung und Geldnot, treten die beschwerliche Reise über den Atlantik an, um Kontakte in die „neue Welt“ zu knüpfen. Das Ende fügt sich stimmig an die vorangegangenen Geschehnisse und lässt Raum für eigene Ideen und für eine Fortsetzung von Claras Lebensweg.

Unterhaltsame Stunden finden hier all jene Leser, welche sich für gut recherchierte Zeitgeschichte interessieren und gerne eine junge entschlossene Frau begleiten, die für ihre Unabhängigkeit kämpft.

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Blüten für eine neue Welt

Rezensionen von Nicole (Abby1810):

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Glücksspuren Tag für Tag entdecken von Birgit Ortmüller

Positiv-Achtsam und schön

Glücksspuren Tag für Tag entdecken hört sich doch wundervoll an. Nachdem ich bereits das Buch "Sommer, Sonne, Strand und mehr" von Birgit Ortmüller mit Freude gelesen habe, wollte ich dieses Büchlein auch sehr gerne lesen. Auch dieses kleine und optisch sehr gelungene Buch spricht mich wieder sehr an.

Das Cover ist bunt, einladend und sehr gelungen. Die Fotografien sind sehr gut gewählt und passen wunderbar zu den Erzählungen oder den Impulsen bzw. Botschaften. Der Glaube zieht sich wie ein roter Faden durch die Zeilen dieses Büchleins. Immer wieder gibt es Sprüche aus der Bibel. Diese sind durchwegs positiv und aufmunternd.

Birgit Ortmüller schreibt poetisch und zuversichtlich. So meint sie zum Beispiel:" Der Glaube an Jesus Christus verspricht kein sorgenloses Leben. Und doch liegen in Gottes Wort und der Beziehung zu ihm das Geheimnis eines glücklichen Lebens. Wer auf Gott vertraut, der findet Glück." Das hört sich gerade in schwierigen Phasen sehr vielversprechend und hoffnungsvoll an.

Dieses kreative Geschenkbuch eignet sich hervorragend als eine Glücksüberraschung für liebe Menschen. Die Gedanken und Geschichten sind kurz und wirken nachhaltig positiv. Ich habe es sehr gerne gelesen und möchte es daher auf jeden Fall weiterempfehlen!

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Glücksspuren Tag für Tag entdecken