Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gute_Laune:
Die besten Kuchen von A-Z von Dr. Oetker Verlag
Kuchenliebe
Hach, ich backe so so so gern! Und Dr. Oetker schaffte es nach so vielen Jahren noch immer, Backbücher herauszubringen, in denen es für mich neue Rezepte gibt. Dieses hier ist alphabetisch geordnet. Also nicht nur im Register, sondern im ganzen Buch. Das ist praktisch, denn man findet viel leichter das passende Rezept.
Im Register sind die Rezepte dann sogar sortiert nach Kuchen aus der Form; Kuchen vom Blech; Kuchen mit Obst; Kuchen mit Schokolade und Kakao; Kuchen mit Quark, Frischkäse, Schmand und Ricotta; Kuchen mit Nüssen, Mandeln, Kokos und Kernen; Kuchen mit Pudding; Käsekuchen; Streuselkuchen.
Jedes Rezept bringt ein Foto mit. Neben Zeitbedarf findet man nach den benötigten Zutaten und vor den Arbeitsschritten auch die Nährwertangaben. Wäre die verwendete Form für den Kuchen bei den Zutaten untergebracht, fände ich es übersichtlicher, als diese Angabe irgendwo zwischen den Arbeitsschritten zu suchen. Die klar durch Nummerierung und Trennstriche gegliederten Arbeitsschritte sind gut verständlich geschrieben. Die Zutaten sind alltäglich und schon daher gut erhältlich. Ab und an wird jedoch ein spezielles Dr. Oetker Produkt, wie beispielsweise Süße Mahlzeit Milchreis nach klassischer Art, benötigt. Hin und wieder finden sich noch Tipps für Varianten. Mir gefällt die Vielfalt der Rezepte, die Abwechslung. Hier wird jeder Geschmack zufriedengestellt.
Wer schon ein paar Bücher von Dr. Oetker besitzt, wird bemerken, dass das eine oder andere Rezept recycelt wurde. Mich persönlich stört das nicht. Immerhin bekommt man mehr als 120 Rezepte für wirklich kleines Geld. Die A-Z Reihe ist absolut sammelwürdig. Ich gebe vier Sterne für die überarbeitete Neuauflage, die schon lange ein Backbuchhighlight ist.
Rezensionen von peppi:
Sturmland von Miriam Georg
Cora und Onnen
Die Geschichte , die uns die Autorin Miriam Georg erzählt führt auf die Ostfriesische Nordseeinsel Norderney und später auch auf die Insel Borkum.
Wir haben das Jahr 1860.
Eine zentrale Figur ist Cora, die als Hauslehrerin für die zehnjährige, kranke Tochter von Alexander Klaasen arbeitet.
Sie ziehen auf die Insel Norderney, wo der Vater einen Auftrag hat und die Tochter sich erholen soll. Coras Geheimnis kennen beide nicht. Die Hamburger Reedertochter flieht aus ihrem privilegierten, aber streng reglementierten Leben mit ihrem Ehemann. Unter falschem Namen will sie ein freies Leben anfangen. Sie lernt Onnen kennen, einen Mann der Insel, der mit Schuld, Selbstzerstörung und Einsamkeit ringt. Sie kommen sich näher. Es beginnt eine fragile Annäherung. Beide haben ihre Geheimnisse, die sie nicht preisgeben.
Ein Auftakt, der sehr unterhaltsam und spannend ist und neugierig auf den weiteren Weg von Cora und Onnen macht.
Leseempfehlung!
Rezensionen von Julia:
Home Story von Cleo Konrad
Eine eingeschworene Gemeinschaft mit vielen Geheimnissen
Beim Steingruberhof passiert ein schrecklicher Mord und natürlich gerät die dort lebende Gemeinschaft ins Visier der Polizei. Die Aussteiger, die dort leben, sind alle aus unterschiedlichen Gründen auf dem Hof gelandet und trotz ihrer sehr verschiedenen Charaktere halten sie fest zusammen. Und dennoch merkt man schnell, dass es auf dem Hof viele Geheimnisse gibt.
Genau diesen versucht Eva auf den Grund zu gehen. Sie ist die Tochter der Hofbesitzerin und mittlerweile Anwältin in München. Auch sie kennt die tote Journalistin, weshalb sie auf den Hof zurückkehrt und die Bewohner juristisch unterstützt. Dabei deckt sie selbst Dinge auf, die lieber im Verborgenen geblieben wären. Und auch innerhalb der Gemeinschaft beginnt es zu bröckeln.
Es beginnt ein spannendes Rennen gegen die Zeit und ein gelungenes Verwirrspiel der Autorin. Wem kann man trauen und wer steckt hinter dem Mord?
Die Kapitel werden aus der Sicht verschiedener Charaktere erzählt, sodass wir Einblicke in die Perspektiven von Eva, Wilma, Teddy und Toni bekommen. Ein cleverer Twist, der mich jedoch nicht zu 100 % überzeugen konnte, war vor allem der letzte Erzählwinkel. Denn Toni blickt mit ihren zehn Jahren ganz anders auf das Geschehen und spricht beispielsweise von den Monstern im Wald. Auch wenn mir als Lesende klar war, dass es sich hierbei um viel kindliche Fantasie handelt, konnte mich diese Erzählperspektive nicht ganz abholen.
Die anderen Perspektiven fand ich jedoch sehr gelungen. Der Schreibstil fängt die verschiedenen Blickwinkel wunderbar ein, ist fesselnd und schafft genau die Stimmung, die man sich beim Lesen des Klappentextes erhofft: ein abgelegener Hof, dessen Bewohner von außen wohl eher kritisch betrachtet werden.
Die Wendungen in der Geschichte kamen unerwartet und ich wurde mehr als einmal geschickt auf eine falsche Fährte gelockt. Am Ende setzten sich die Puzzleteile zu einem gelungenen Gesamtbild zusammen. Eine Geschichte, bei der die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt. Charaktere, die man immer mehr ins Herz schließt, auch wenn sie zunächst als Aussteiger natürlich etwas suspekt wirken. Und eine Atmosphäre, die auch nach dem Beenden des Buches noch nachwirkt.
Bis auf die kleinen Schwächen bei Tonis Sichtweise, die mir persönlich nicht ganz gefallen hat, aber durchaus zur Geschichte und ihrem Charakter passen, kann ich dieses Buch absolut weiterempfehlen.
Ein persönliches Highlight für mich war außerdem der Erzählort der Geschichte, da ich selbst aus der Gegend stamme und mir den Handlungsschauplatz dadurch besonders gut vorstellen konnte.
Rezensionen von Julia:
Wir waren Artisten von Evelyn Scala Schreiber
Ein absolut gelungener Debütroman
Wir kennen wohl alle den Zirkus und sicherlich ist auch vielen bewusst, dass die Artisten nicht immer das einfachste Leben haben. Aber wie war es vor über 100 Jahren, Teil eines Zirkus zu sein? Dem geht die Autorin auf die Spur, indem sie einen Teil ihrer eigenen Familiengeschichte erzählt.
Wir begleiten Bertha dabei, wie sie ihr bürgerliches Leben zurücklässt, um mit Baptiste und dem Zirkus weiterzureisen.
Für Baptiste und für die Liebe begibt sie sich in eine ihr völlig unbekannte Welt, die mit ihrem früheren, luxuriösen Leben nur wenig gemeinsam hat.
Wir erleben mit ihr Höhen und Tiefen, erfahren, dass das Leben nicht jeden Tag nur Freiheit bedeutet, sondern oft auch ein Kampf ums Überleben ist. Und wir begleiten sie dabei, wie sie verschiedene Schicksalsschläge verkraften muss. Doch sie tut es für die Liebe zu Baptiste, auch wenn es nicht so leicht ist, Teil der eingeschworenen Zirkusfamilie zu werden. Denn für diese ist und bleibt sie zunächst eine Private, eine von außen.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und die Handlung wirkt realistisch, auch wenn wir nicht erfahren, was genau auf wahren Begebenheiten beruht und was ergänzt wurde. Ich mochte besonders die Tatsache, dass der Zirkus eben nicht nur als wunderbare, schillernde Welt dargestellt wurde, sondern auch die harten Zeiten ihren Platz bekommen haben. Denn das Zirkusleben war damals sicherlich nicht einfach. Zwar wurden die Vorstellungen gut besucht, aber dennoch waren Zirkusleute in der Bevölkerung nicht immer sonderlich beliebt.
Berthas Entwicklung ist der Autorin sehr gut gelungen, vor allem, da sie anfangs selbst nicht wirklich wusste, worauf sie sich einlässt, als sie mit Baptiste mitgereist ist. Und auch die Nebencharaktere waren super interessant, haben alle total unterschiedlich agiert und waren dennoch eine große Familie. Auch spannend fand ich die ganzen Verbindungen unter den einzelnen Zirkusen.
Die Geschichte selbst könnte im ersten Moment etwas schnell erzählt wirken, tatsächlich zieht sich die Handlung aber über mehrere Jahre. Und auch wenn der Band in sich ziemlich gut abgeschlossen ist, freue ich mich schon sehr auf die weiteren Teile und kann es kaum erwarten zu lesen, was aus Bertha und ihrer Familie geworden ist.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Himmelsee - Wo der Wind von Liebe erzählt (Himmelsee 2) von Tanja Janz
Ein wundervoller Roman mit Meeresluft
Die Bücher von Tanja Janz haben für mich immer eine absolute Wohlfühlgarantie und so habe ich mich sehr auf Himmelsee Band 2 gefreut ( Man kann die Bände unabhängig voneinander lesen ! ).
Ich darf zum zweiten Mal nach Himmelsee reisen und habe mich nach den ersten paar Seiten direkt in der Geschichte befunden :
Der Schreibstil von Tanja Janz ist frisch und flüssig, man wird einfach mitgerissen.
Die relativ kurzen Kapitel sorgen für eine gute Lesedynamik und so bin ich quasi durch das Buch geflogen.
Die Geschichte um Astrid, Buchhändlerin an der Ostsee im wunderschönen Ort Himmelsee, hat nach einigen Erfahrungen genug von den Männern. Da taucht ein junger Mannin ihrer Buchhandlung kommt und sich als Beststeller Autor entpuppt. Astrid ist begeistert und Thore berichtet ihr von seiner Schreibblockade – da möchte Astrid helfend eingreifen und ihm die schönen Seiten von Himmelsee zeigen. Und dann taucht plötzlich ihr Ex Freund auf….
Richtig toll beschrieben, gefällt mir Astrids Buchhandlung sehr ( als Buch-Liebhaber auch keine Frage ), der Ort Himmelsee – obwohl fiktiv – wird sehr schön und bildhaft beschrieben. Beim Lesen hat man ganz klare Vorstellung von diesem tollen Ort im Kopf.
Tanja Janz haucht ihren Figuren Leben ein und schafft es mit komplexen Figuren und tollen Dialogen eine lebendige Geschichte zu gestalten. Zudem gefällt es mir sehr gut, dass man auf „alte Bekannte“ aus Band 1 trifft, das finde ich sehr schön.
Ein absolut wundervoller Wohlfühlroman, der einen in Urlaubsstimmung versetzt und ganz tolle Lesestunden beschert. Dafür gebe ich sehr gerne eine klare Kauf- und Leseempfehlung.
Das Buch von Tanja Janz *Himmelsee 2 – Wo der Wind von Liebe erzählt* ist am 23. Juni beim HarperCollins Verlag erschienen.
Rezensionen von Gundi57:
Ein unglücklicher Tod von Peter Grainger
Rätselhafter Kriminalfall
In dem Buch " Ein unglücklicher Tod " geht es um einen englischen Kriminalfall.
Kommissar Smith sollte eigentlich in Rente geschickt werden.
Er sei zu alt , zu eigensinnig und zu charakterstark.
Aber das will er nicht hören und es juckt ihn nicht was seine Vorgesetzen über ihn denken.
Deshalb bekommt er einen Fall der eigentlich keiner ist nur damit er beschäftigt ist .
Es geht um den Tod eines Siebzehnjährigen der bei einem Badeunfall mit Freunden verschwunden ist und ertrunken aufgefunden wurde.
Eine Polizistin setzt ihn auf diesen Fall an ob es vielleicht doch kein Unfall war.
DC Smith kommt aus einer Zwangsbeurlaubung da er einen vorherigen Fall nicht gelöst hat.
An seiner Seite der junge Auszubildende Chris Waters.
Sie mögen sich von Anfang an und entdecken einige Ungereimtheiten an der Geschichte.
Ein toller Krimi und das Cover ist ansprechend gestaltet.
Rezensionen von Marianna H.:
Alleinruhelage von Eva Menasse
Erinnerungensammlung
Eine Frau verkauft nach langem Besitz ihr Ferienhaus. In der ehemaligen DDR gelegen birgt es viele Erinnerungen an die damals noch glückliche Ehe, das komische Volk in der Gartensiedlung und an die Kinder.
Die Erzählung wirkt autobiografisch, auch wenn sie dies selbst abstreitet. Erinnerungsfetzen reihen sich aneinander und die Ich-Erzählerin schwelgt darin, schweift ab, verliert sich darin.
Mit ihr kann man als Leser ins Schwimmen geraten und sich fragen, wo eigentlich das Ufer ist.
Dies kommt unerwartet, insbesondere die Ausschweifungen über die Lebensrealität der Menschen der ehemaligen DDR, die unerwartet abgelöst werden von Familienstreitigkeiten und Kindheitserinnerungen. Es wirkt teilweise träumerisch, schlafwandlerisch und ist genau das, was Eva Menasse erreichen wollte, wenn man ihrem Schreiben an die Buchhändler glaubt.
Dabei hatte es spannend angefangen, im Dialog mit dem Haus "Haus ich verkaufe dich" und den zwei ulkigen Handwerkern aus Polen. Doch davon ist für eine ganze Weile nichts mehr zu Lesen und auch nichts, was einem eine Idee von dem aktuellen Befinden der Erzählerin geben würde. Es lässt sich nicht greifen oder erfühlen.
Doch mich haben diese Gedankensprünge schnell rauskatapultiert und mir das Interesse genommen. Die Erwartung vom Anfang des Buches hat sich nicht erfüllt. Es fiel mir schwer die vielen vorbeiziehenden Erinnerungen aufzunehmen und auch emotional dabei zu bleiben, irgendwann fing es an mich zu langweilen.
Sicherlich kann man das Buch wie eine Sammlung an Kurzgeschichten lesen, mal reinblättern - aber dazu reizt es mich zu wenig. Die Erzählungen über die DDR und das auch noch von einer Außenstehenden sind doch sehr speziell.
Traumwandlerisch werden Erinnerungsfetzen aneinandergereiht, wenig zusammenhängend und sprunghaft. Schwer nachzuvollziehen und langweilig.
Rezensionen von Lerchie:
Träume auf Mallorca von Stefan S. Kassner
Verliebte Pärchen
Ein Inselhotel zum Verlieben
Caros Freund hat sie Knall auf Fall auf der Baustelle des eigenen Boutique-Hotels sitzen gelassen. Doch sie gibt nicht auf. Sie schiebt den Liebekummer zur Seite und krempelt die Ärmel hoch. Doch leider stehen ihr noch einige böse Überraschungen bevor bis sie kurz vor einem Zusammenbruch steht.
Doch der Bauleiter Juan steht ihr zur Seite. Kann Caro das alles schaffen?
Inselliebe auf vier Pfoten
Elena ist Tierärztin und träumt schon lange von einem Tierheim. Auf der Insel Mallorca scheint sie das Grundstück dafür gefunden zu haben. Doch dann wird auf dem Nachbargrundstück angefangen ein Hotel zu bauen und sie muss erfahren, dass das Tierheim Gelände in die Hotelanlage einbezogen werden soll. Sie will entschlossen gegen den Baui vorgehen. Immer wieder taucht ein mysteriöser Mann namens Jonas im Tierheim auf. Dass ein Hund, der Elenas Herz erobert hat, sich als vermittelnder Liebesbote entpuppt ahnt Elena noch nicht. Wird sie das Tierheim retten und ihr Glück finden?
Herzklopfen auf Mallorca
Tatjana hat endlich den Schlussstrich gezogen und sich von ihrem narzisstischen Mann getrennt. Aber was nun. Sie hat sich in all der Zeit selbst vernachlässigt6, auch ihre Träume, dass sie es nicht weiß. Sie erfährt von Maren, ihrer Freundin, von einem Künstlerhotel auf Mallorca und will dort ihre künstlerische Ader wiederbeleben. Sie wird dort nicht von goldenem Licht und glitzerndem Meer , sondern auch von dem Künstler Fernando empfangen. Ihre Leidenschaft zur Kunst erwacht wieder. Doch dann taucht ihr Ex auf. Er will Tatjana nicht loslassen.
Meine Meinung
Die Bücher ließen sich alle leicht und flüssig lesen, denn es gab keine Unklarheiten im Text, die meinen Lesefluss gestört hätten. In die Geschichten bin ich gut hineingekommen, konnte mich auch in die Protagonisten gut hineinversetzen.
Im ersten Band in Caro, sie sich auf Mallorca mit einem Hotel eine neue Existenz aufbauen will. Ihr Freund verschwindet überraschend, und sie stürzt sich jetzt umso mehr in den Hotelbau, der ihr aber auch Kopfzerbrechen bereitet. Doch der Bauleiter Juan beruhigt sie. Als sie eines Tage überraschend nach Deutschland muss, überträgt sie die Verantwortung einem Stellvertreter, die sie eigentlich auf einer Seite vertraut, auf der andern jedoch ein ungutes Gefühl hat. Wird sich dieses als richtig herausstellen?
Inselliebe auf vier Pfoten
In zweiten Buch geht se um ein Objekt in der Nachbarschaft. Es soll ein Hotel gebaut werden und dem soll ein Tierheim weichen, das noch nicht mal richtig da ist. Die Tierheimbetreiber Larissa und Elena sind entsetzt. Wo sollen sie hin? Kann man den Kauf nicht verhindern? Leidergeht das nicht, aber etwas anderes verhindert den Hotelbau. Was, das wird nicht verraten, das muss der geneigte Leser selbst herausfinden. Auch eine Liebegeschichte kommt nicht zu kurz.
Herzklopfen auf Mallorca
Tatjana ist zu dem Künstlerhotel nach Mallorca geflogen. Felipe sieht das Potenzial in ihr und empfiehlt sie seinem Freund Fernando. Dieser macht großen Eindruck auf Tatjana ebenso wie seine Arbeiten. Sie lernt von ihm viel. Doch obwohl ihr Ex seinen Dackelblick anwendet, mit dem er sie bisher immer herumbekommen hat, gelingt es ihm dieses Mal nicht. Was er noch alle anstellt, erfährt der Leser, wenn er dieses Buch liest. .
Alle drei Bücher waren spannend . Sie haben mir gut gefallen, mich auch gefesselt und gut unterhalten. Von mir eine Leseempfehlung sowie fünf Sterne.
Rezensionen von gabiliest:
Das Hotel am Rande des Zusammenbruchs von Theresa Prammer; Joseph Prammer
Mördergrube statt Sommerfrische
Reichenau an der Rax, einst mondäne Sommerfrische für Adel, Geldadel und Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kultur, ist heute ein eher beschauliches Örtchen, durch das man schnell – aber nicht zu schnell, Achtung, Radar – durchfährt, um zur Raxseilbahn zu gelangen. Doch Schluss mit der wohligen Gemütlichkeit: Statt zu kuren und Kultur zu genießen gibt es Verbrechen, mehrere Morde sind geschehen.
Die bekannten Autoren und Schauspieler Theresa und Joseph Prammer haben mit “Das Hotel am Rande des Zusammenbruchs” einen Kriminalroman geschrieben, der nicht nur eine undurchsichtige Handlung, sondern auch viele sehr witzige Szenen enthält. Ich hätte mir erhofft, dass die Verbrechen nicht nur im Hotel stattfinden, sondern auch in luftiger Höhe; schließlich ist die Raxseilbahn die älteste Seilbahn Österreichs.
Leider nein, das wäre wohl auch schwierig auf die Bühne zu bringen gewesen, denn der Roman entstand in Anlehnung an ein Theaterstück, das bei den Komödienspielen Neulengbach mit großem Erfolg aufgeführt wurde. Doch auch ohne alpines Gelände bietet die Geschichte viel: Einen Hotelbesitzer, Felix Perfekt, der das ist, was man in Österreich als “Ungustl” bezeichnen würde, also ein sehr unangenehmer Mensch, der seine Angestellten schikaniert und nicht bezahlt und dem Buddhas betende Hände zum Verhängnis werden; einen Hotelkoch, der ohne mit der Wimper zu zucken eine kopflose Leiche in der Kühlkammer lagert, zwischen den Erdbeeren oder dem Gulaschfleisch, Hauptsache das Blut fällt nicht auf; Sophie, die als Masseurin im Hotel arbeitet und diverse Geheimnisse hat. Sie ist nicht nur mordverdächtig, sondern überlebt auch selbst knapp mehrere Mordanschläge; ein tüddeliges Seniorenpaar, das erstaunlich fit ist, wenn man hinter seine Maske schaut; einen Arzt, der wissenschaftliche Ergebnisse fälscht; ein Zimmermädchen, das nicht nur spanisch spricht, sondern auch erotische Qualitäten hat; eine Verwechslungskomödie vom Feinsten, die auch große Vorbilder wie die “Pension Schöller” nicht zu scheuen braucht. Das alles findet in einem Hotel statt, das seine besten Zeiten längst hinter sich hat, egal, was die den einzelnen Kapiteln vorangestellten Wellnesstipps suggerieren.
In diesem menschlichen Biotop begleiten die Lesenden die Protagonisten von einer Panne zur nächsten, jeder ist verdächtig und keiner traut dem anderen. Neben der Beseitigung von Leichen und toten Tieren ist das Hotelpersonal damit beschäftigt, einen vermeintlichen Investor bei Laune zu halten, der das marode Gebäude vielleicht kaufen will. Doch der Geldgeber reist inkognito. Zu allem Überfluss schneidet ein schlimmes Unwetter das Haus von der Außenwelt ab, ein Geheimgang stürzt ein und zwei weibliche Teenager kommentieren das Geschehen mit typischem Jugend- Sprech.
In diesem Konglomerat aus Intrigen, Missverständnissen und Geheimnissen finden sich die Lesenden, die lange miträtseln können, wer die Taten begangen hat. Denn blutüberströmte Leichen gibt es genug. Die Geschichte ist spannend, abwechslungsreich und leicht erzählt, die Charaktere sind manchmal skurril, manchmal liebenswert, aber immer prägnant dargestellt. Ich habe mich sehr gut unterhalten und kann das Buch gerne weiterempfehlen. Doch muss ein Krimi immer mit der Verhaftung des Täters oder der Täterin enden? Das, liebe Mitlesende, müssen Sie selbst herausfinden.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Der Geschmack von Sommer und Karamell von Anne Barns
Ein Sommer auf Amrum
Im dritten Amrum-Band von Anne Barns - man kann die Bände unabhängig lesen, es tauchen aber in den Szenen auf Amrum immer wieder Bekannte aus den vorherigen Bänden auf - will die 78-jährige Henni nach Amrum reisen, weil sie überraschend an ein Geburtstagsfest eingeladen wurde. Henni offenbart dies bei einem kleinen Familienfest.
Die mittlere Enkelin, Ella, soll mitkommen. Als Kinderbuchillustratorin ist sie flexibel, was ihren Arbeitsort angeht. Ella und ihre beiden Geschwister sind neugierig, denn das Henni Amrum kennt, wussten sie bisher nicht.
Was hinter der Einladung steckt, erfährt man im Vergangenheitsstrang, der 1952 und den Folgejahren spielt. Für Ella kommt der Ortswechsel wie gerufen, da sie beruflich gerade sehr enttäuscht wurde. Sie hofft, dass die Auszeit auf der Insel sie wieder zum Zeichnen inspiriert.
Ich nehms vorweg: das tut es - und man denkt, die Autorin hätte nicht nur vom Backen eine grosse Ahnung, sondern auch vom Illustrieren. Backen ja, das weiss man als treue Leserin, dass kann sie sehr gut. Aber auch die Arbeit als Illustratorin beschreibt sie so, als ob sie selbst eine wäre. Anne Barns schreibt sehr gefühlvoll, intensiv und bildlich, als ob sie genau weiss, wie das alles geht. Und so staunt man gemeinsam mit Henni und Ella über Amrums Natur, den Strandhafer zum Beispiel und die vielen Vögel, streift mit offenen Augen über die Insel, aber freut sich auch über die Szenen beim gemeinsamen Backen mit früheren Protagonistinnen und erfährt beispielsweise, dass Henni Krimis so liest, wie ich früher: ab einem gewissen Zeitpunkt hinten im Buch gucken, ob die Vermutung des Täters stimmt, damit man in Ruhe weiterlesen kann. Seit ich auf eReadern lese, mache ich das nicht mehr, aber ich vermisse das scho äs bitzli).
Mir hat dieser dritte Band gut gefallen, er hörte für mich aber zu abrupt auf. Plötzlich kamen Rezepte und ich dachte, wieso stehen die jetzt mittendrin anstatt am Schluss? Es war der Schluss, die Geschichte zu Ende. Vielleicht wäre mir das beim Print lesen eher aufgefallen, aber beim eBook erwischte mich das Ende kalt. Wahrscheinlich war ich aber auch einfach noch so drin in der Geschichte, dass ich nicht wollte, dass sie zu Ende ist und ich Amrum für einige Monate verlassen muss, bevor dann im Oktober der vierte Band erscheint.
Die im Roman vorkommende gebackene Kirschkonfitüre habe ich mittlerweile selbst gekocht, äs bitzli sommerlich mit Orangen und Zitronenthymian verfeinert, mega fein! An die Waffeln werde ich mich dann auch mal noch wagen.
Fazit: "Der Geschmack von Sommer und Karamell" hab ich sehr gerne gelesen und hab mich zusammen mit Henni und Ella auf Amrum sehr wohl gefühlt.
4 Sterne.











