Icon Kontrast wechseln
Logo Wagnersche Buchhandlung

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Simone:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Alpine Vitalküche von Karin Hofinger

Verbindung aus Genuss, bewusster Ernährung und regionaler Küche

Als ich das Kochbuch Alpine Vitalküche – 120 nachhaltige Genussrezepte von Karin Hofinger aus dem Tyrolia Verlag durchgeblättert habe, war ich sofort von der Verbindung aus Genuss, bewusster Ernährung und regionaler Küche begeistert. Das Buch zeigt für mich sehr schön, dass eine ausgewogene Ernährung keineswegs langweilig sein muss, sondern abwechslungsreich, kreativ und vor allem richtig lecker sein kann.

Besonders gut gefällt mir die große Vielfalt der Rezepte. Das Buch beginnt mit Brot sowie Salaten und Vorspeisen, bietet anschließend verschiedene Suppen und Eintöpfe und führt weiter zu den Hauptgerichten. Dabei kommen sowohl vegetarische und vegane Gerichte als auch Rezepte mit Fleisch oder Fisch vor. Auch für Naschkatzen ist einiges dabei: Süße Speisen und Getränke runden die Sammlung ab. Dadurch finde ich für ganz unterschiedliche Gelegenheiten und Geschmäcker passende Ideen.

Für mich ist das Buch aber mehr als eine reine Rezeptsammlung. Neben den Gerichten vermittelt Karin Hofinger viel Wissenswertes über alpine Lebensmittel und deren Besonderheiten. Gerade diese zusätzlichen Informationen finde ich interessant, weil ich dadurch nicht nur neue Rezepte kennenlerne, sondern auch mehr über die Produkte erfahre, die in der alpinen Küche eine wichtige Rolle spielen.

Ein weiterer Pluspunkt ist der saisonale Ansatz. Die Rezepte orientieren sich an dem, was zu unterschiedlichen Jahreszeiten verfügbar ist. Das empfinde ich als besonders sinnvoll und nachhaltig, weil dadurch regionale Lebensmittel stärker in den Mittelpunkt rücken. Gleichzeitig bekomme ich Anregungen, wie ich mit einfachen Zutaten abwechslungsreich kochen kann.

Auch optisch macht das Kochbuch einen sehr schönen Eindruck. Die übersichtliche Gestaltung und die ansprechenden Fotos machen direkt Lust darauf, die Gerichte selbst auszuprobieren. Die Anleitungen sind verständlich aufgebaut, sodass auch weniger geübte Köchinnen und Köche gut damit zurechtkommen. Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, am liebsten sofort in die Küche gehen und eines der Rezepte ausprobieren zu wollen.

Insgesamt empfinde ich Alpine Vitalküche als ein sehr vielseitiges Kochbuch, das Genuss und bewusste Ernährung miteinander verbindet. Besonders überzeugt mich die Mischung aus abwechslungsreichen Rezepten, saisonalen und alpinen Produkten sowie dem umfangreichen Hintergrundwissen. Wer gerne frisch, ausgewogen und mit regionalem Bezug kocht und dabei neue Ideen sucht, findet in diesem Buch meiner Meinung nach eine inspirierende und schön gestaltete Sammlung.

Für mich ist Alpine Vitalküche deshalb ein Kochbuch, das nicht nur zum Kochen einlädt, sondern auch dazu, sich bewusster mit Lebensmitteln und ihrer Herkunft auseinanderzusetzen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Simone
Alpine Vitalküche

Rezensionen von nil_liest:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Honey und Blondie von Ubin Eoh

Zwei Körper, ein Herz – und eine Freundschaft, die alles aushält

Manche Freundschaften beginnen mit einem „Willst du mit mir spielen?“. Andere mit einer Schleckmuschel. Und manche gehen so tief, dass man irgendwann nicht mehr weiß, wo der eigene Körper aufhört und der des anderen beginnt.

Honey und Blondie lernen sich als Kinder im Berlin der 90er kennen.

Eine Koreanerin und eine Deutsche, zwei Mädchen aus unterschiedlichen Familien und Lebenswelten – und doch sofort miteinander verbunden. Sie teilen Süßigkeiten, Geheimnisse, erste Schwärmereien, später Geld, Alkohol, Liebeskummer und die großen und kleinen Katastrophen des Erwachsenwerdens. Vor allem aber teilen sie etwas, das niemand sonst verstehen kann: ihre „Schleckmuschel“. Wenn eine von beiden von Angst oder Panik überwältigt wird, kann die andere buchstäblich in ihren Körper schlüpfen. Was zunächst wie ein seltsamer Zufall erscheint, wird zu einer Art geheimem Zufluchtsort und schließlich zu ihrer ganz eigenen Superkraft. Und vielleicht ist genau darin die schönste Idee dieses Romans verborgen: Was wäre, wenn Empathie nicht nur bedeuten würde, den anderen zu verstehen, sondern für einen Moment tatsächlich er selbst zu sein?

Ubin Eoh macht aus diesem fantastischen Einfall kein großes Fantasy-Spektakel. Im Gegenteil. Die Magie wird so selbstverständlich in den Alltag der beiden eingebaut, dass man sie irgendwann nicht mehr hinterfragt. Viel wichtiger ist nämlich, was sie ermöglicht: Honey kann erfahren, wie es ist, mit Blondies Leben zu leben – und Blondie mit Honeys. Dadurch werden Unterschiede plötzlich körperlich spürbar: Herkunft, Rassismus, soziale Ungleichheit, Sexismus, Verletzlichkeit. Die „Schleckmuschel“ ist damit nicht nur Zauberei, sondern ein ziemlich kluges literarisches Bild für radikale Nähe.

Besonders schön ist, wie lange wir die beiden begleiten dürfen. Aus den Mädchen werden Teenagerinnen, aus Teenagerinnen junge Frauen, und irgendwann stehen sie mitten im Leben. Die Freundschaft verändert sich, wird erwachsener, bekommt Risse und neue Formen – bleibt aber dieser eine Ort, an dem beide ganz sie selbst sein dürfen. Als Blondie schwer erkrankt, bekommt dieses Band eine ganz andere Schwere: Plötzlich geht es nicht mehr nur darum, die Ängste der anderen mitzutragen, sondern um die Frage, wie weit man für einen Menschen gehen kann, den man liebt.

Dabei erzählt Eoh erstaunlich leicht. Ihr Stil ist modern, direkt und wunderbar ungekünstelt. Die Dialoge haben Tempo, die Sprache klingt nach echten Menschen und nicht nach Figuren, die gerade einen Roman bevölkern. Besonders die kleinen Alltagsbeobachtungen machen den Text lebendig. Und dann ist da dieses herrliche 90er-/2000er-Gefühl: Diddlmäuse, Fructis, Cola-Kracher, Prinzenbad und all die kleinen Dinge, die plötzlich wie Zeitkapseln funktionieren. Wer in dieser Zeit groß geworden ist, dürfte beim Lesen mehrfach denken: Oh Gott, ja – genau so war das!

Gleichzeitig bleibt der Roman nicht in Nostalgie stecken. Hinter dem Humor liegen Fragen nach Identität, Herkunft, Zugehörigkeit und den Zumutungen des Erwachsenwerdens. Eoh schafft es dabei, schwere Themen nicht mit Bedeutungsschwere zuzudecken. Vieles darf gleichzeitig komisch, traurig, absurd und schmerzhaft sein – so wie das Leben eben.

Und vielleicht ist das Schönste an *Honey und Blondie*, dass die Freundschaft hier nicht als perfekte Harmonie verkauft wird. Sie ist manchmal selbstverständlich, manchmal kompliziert, manchmal beinahe zu eng. Aber sie besitzt etwas, wonach sich wahrscheinlich jeder Mensch sehnt: emanden, bei dem man nichts erklären muss.

Ein warmherziger, witziger und überraschend berührender Debütroman über Freundschaft, die nicht nur neben einem steht, sondern buchstäblich unter die Haut geht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von nil_liest
Honey und Blondie

Rezensionen von nil_liest:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

Alte Pfade von Alexa Hennig von Lange

Manche Wege führen nicht nach Norden, sondern zurück

Manchmal muss man einem Menschen bis ans Ende der Welt folgen, um ihm endlich wirklich zu begegnen. Bei Liliane ist es ausgerechnet ihr 89-jähriger Vater, der sie auf diesen ungewöhnlichen Weg zwingt: Nach einem Herzinfarkt in den schottischen Highlands will er keineswegs zurück ins sichere Zuhause.

Er will weiter. Genau dorthin, wo er als junger Mann schon einmal unterwegs war. Und Liliane, frisch geschieden und eigentlich gerade erst dabei, ihr eigenes Leben neu zu sortieren, bleibt nichts anderes übrig, als ihm zu folgen.

So beginnt eine Wanderung, die schnell zu etwas ganz anderem wird als einer Reise durch die raue schottische Landschaft. Zwischen Wind, Einsamkeit, Feldsteinhütten und körperlicher Erschöpfung brechen nach und nach die verschlossenen Türen einer Familiengeschichte auf. Der Vater erzählt von seiner Kriegskindheit in Potsdam, vom Verlust seiner Frau und Lilianes Mutter, von einem Leben, über das bisher vieles unausgesprochen geblieben ist.

Dabei ist besonders schön, wie die äußere Landschaft und die innere Reise ineinandergreifen. Jeder zurückgelegte Kilometer scheint ein Stück Vergangenheit freizulegen. Liliane begegnet ihrem Vater dabei neu – und muss gleichzeitig erkennen, wie viel von seiner Härte, seinen Vorstellungen und seinen alten Mustern in ihrem eigenen Leben weiterlebt. Vor allem ihre Beziehungen zu Männern und ihr Verhältnis zu ihrem Sohn erscheinen plötzlich in einem anderen Licht.

Alexa Hennig von Lange erzählt diese Annäherung nicht geradlinig. Erinnerungen tauchen auf, verschwinden wieder, neue Puzzleteile kommen hinzu. Dadurch entsteht das Bild einer Familie, deren Geschichte lange aus Lücken, Missverständnissen und unausgesprochenen Verletzungen bestanden hat. Die „alten Pfade“ sind deshalb ein treffendes Bild: Es geht nicht nur um einen früheren Wanderweg, sondern um die Wege, die Menschen innerhalb einer Familie immer wieder gehen – manchmal, ohne zu bemerken, dass sie dabei alte Muster wiederholen.

Besonders atmosphärisch sind die Highlands. Sie sind hier nicht bloß pittoresche Kulisse, sondern fast ein stiller Gegenpart zu den beiden Figuren: weit, rau, einsam und unberechenbar. Die körperliche Anstrengung der Wanderung schafft zugleich einen Raum, in dem Gespräche möglich werden, für die im normalen Alltag offenbar nie der richtige Zeitpunkt da war.

Der Schreibstil bleibt dabei angenehm klar und unaufgeregt. Gerade dadurch können die emotionalen Momente wirken, ohne dass sie ständig dramatisch ausgestellt werden. Die Rückblicke fügen sich nach und nach zusammen und geben sowohl dem Vater als auch Liliane immer neue Konturen.

Emotional funktioniert der Roman dagegen gerade dort, wo er nicht versucht, Vergangenheit einfach ungeschehen zu machen. Es geht vielmehr um das späte Verstehen: darum, einen Menschen nicht nur als den Vater zu sehen, der er für einen selbst war, sondern auch als den jungen Mann, das Kriegskind und den verletzten Menschen, der er einmal gewesen ist.

Und vielleicht liegt darin die leise Stärke dieses Romans: Man kann die alten Pfade nicht zurücknehmen. Aber man kann irgendwann aufhören, sie immer wieder zu gehen.

Eine einfühlsame Vater-Tochter-Geschichte über Nähe, Distanz, Vergebung und die manchmal erstaunliche Möglichkeit, einen Menschen ganz am Ende doch noch neu kennenzulernen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von nil_liest
Alte Pfade

Rezensionen von libraryoflaura:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Das Krähenzimmer von Carolin Frey

Sie suchte Schutz in ihrer Vergangenheit, und zog direkt in das Haus einer Toten.

WORUM GEHT ES?
Stell dir vor, der sicherste Ort deiner Kindheit wird plötzlich zum unheimlichsten Ort der Welt. Genau das passiert Lotta, als sie vor den Trümmern ihres Lebens aus Berlin flieht und im dunklen November Schutz im alten Reetdachhaus ihrer Kindheit sucht. Doch die erhoffte Zuflucht wird zum Albtraum.

Das Dorf begegnet ihr mit Ablehnung und feindseligen Blicken. Und hinter den Wänden des Hauses wartet das Grauen bereits. Schritte über ihr, die nicht sein dürften. Ein dumpfes Klopfen aus dem Keller, das nicht da sein sollte. Ein verhallendes Kinderlachen ohne jeden Ursprung. Dazu dieses eiskalte Gefühl im Nacken, dass ihr jemand ganz nah ist, selbst wenn sie schläft. Als schließlich ein Tagebuch auftaucht, verwandelt sich Lottas Flucht in einen beklemmenden Überlebenskampf. Denn das Haus hütet ein finsteres Geheimnis, und der Schatten, der Lotta auf Schritt und Tritt folgt, hat längst beschlossen, dass sie diesen Ort niemals wieder lebend verlassen wird.

WAS MIR GUT GEFIEL:
- Schreibstil, der einfach sprachlos macht: Carolin Frey schreibt unglaublich atmosphärisch und so souverän, als hätte sie in ihrem Leben nie etwas anderes gemacht, als Thriller zu schreiben. Die Beschreibungen, die Stimmung, die unterschwellige Bedrohung, alles greift perfekt ineinander und zieht einen immer tiefer hinein.
- Atmosphäre die unter die Haut geht: Kälte, Dunkelheit, Nebel, Meer, Einsamkeit und dieses Haus. Die Atmosphäre ist wirklich eine der größten Stärken des Buches. Es gibt Thriller, die spannend sind, und es gibt Thriller, die dafür sorgen, dass man abends noch einmal kontrolliert, ob wirklich alle Türen abgeschlossen sind. "Das Krähenzimmer" gehört definitiv zur zweiten Kategorie.
- Fesselnder Perspektiv-Mix: Durch Lottas Ich-Perspektive sind wir ihr unglaublich nah und erleben ihre Angst, Zweifel und Unsicherheit hautnah mit. Ergänzt wird ihre Sicht durch geheimnisvolle Tagebucheinträge und düstere Abschnitte mit beklemmenden Verhaltensregeln, bei denen man nie genau weiß, wer sie verfasst hat. Dieses Perspektivgeflecht macht das Buch so unglaublich vielschichtig und lässt einen ständig rätseln, wem man eigentlich trauen kann.
- Ein Finale wie ein emotionaler Totalschaden: Die letzten Seiten lösen alles in einem so extremen Tempo auf, dass man kaum zum Atmen kommt. Der Plot ist stark und schlüssig durchdacht, während man im Minutentakt zwischen Wut, Entsetzen, Fassungslosigkeit und Trauer hin- und hergeworfen wird. Wenn ein Finale einen emotional so komplett weggrätscht, hat die Autorin einfach alles richtig gemacht.

WAS MIR WENIGER GUT GEFIEL:
- Lottas nicht vorhandener Überlebensinstinkt: Ich hätte sie beim Lesen so oft einfach nur schütteln, ins Auto zerren und weit weg aus diesem Ort fahren wollen, denn sie hat mich streckenweise echt zur Verzweiflung gebracht. Aber gut, ohne ihre waghalsigen Entscheidungen hätten wir wohl auch keinen Thriller gehabt.
- Im Nebel verpuffte Fährten: Einige Nebenstränge und Details rund um den Ort und das Haus verpuffen zum Ende hin leider ohne echte Antwort. Das hat der durchgehenden Spannung zwar null Abbruch getan und war für den Plot nicht zwingend entscheidend, aber als Leserin bleibt man da mit ein paar offenen Fragen zurück. Bei so einem grandiosen Debüt drücke ich da aber mehr als gerne ein Auge zu.

FAZIT:
Ein absolutes Highlight und ein so unfassbar starkes Debüt! Ich habe mich gegruselt, mitgefiebert, mitgerätselt und am Ende emotional wirklich alles mitgenommen. Das Buch endet mit einem kleinen fiesen Cliffhanger, der mich mit der riesigen Hoffnung zurücklässt, dass wir ganz bald eine Fortsetzung bekommen. Aber ganz ehrlich, selbst wenn keine kommt, freue ich mich jetzt schon riesig auf absolut alles, was wir von Carolin Frey in Zukunft noch lesen dürfen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von libraryoflaura
Das Krähenzimmer

Rezensionen von Lilli33:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Richtig essen bei Osteoporose von Samuel Kochenburger; Bettina Matthaei

Informativ und alltagstauglich

Informativ und alltagstauglich

Das erste Drittel des Buches beschäftigt sich mit der Theorie rund um die „Volkskrankheit“ Osteoporose. Es wird auf Knochenaufbau und Knochenabbau eingegangen und die jeweiligen Mechanismen und chemischen Stoffen, die daran beteiligt sind, erklärt. So wird klar, dass nicht allein die Zufuhr von Calcium, wie viele vielleicht denken mögen, Abhilfe schaffen kann.

Stattdessen ist es ein komplexes Zusammenspiel vieler Nährstoffe, die im Gleichgewicht gehalten werden müssen, denn ein Zuviel ist oft genauso schädlich wie ein Zuwenig. Und auch Bewegung, Stress und sonstige Einflussfaktoren spielen eine große Rolle. Mit Medikamenten ist einiges zu retten, aber auch schon mit der passenden Ernährung kann man viel bewirken, am besten schon vorbeugend. Die Theorie ist für die Laien gut verständlich aufbereitet und sorgt für manchen Aha-Effekt.

Im Anschluss warten auf den anderen zwei Dritteln des Buches etwa 80 Rezepte darauf, nachgekocht bzw. zubereitet zu werden. Da finden sich Ideen fürs Frühstück, fürs Mittagessen, Desserts, Brote, Brotaufstriche usw., jeweils mit einem ansprechenden Foto bebildert. Die Rezepte sind für 2 Personen berechnet. Sie enthalten Nährwertangaben und Zubereitungszeiten und auch immer wieder Hinweise zu Variationen für Vegetarier/Veganer oder verschiedene Geschmäcker. Die Listen der Zutaten sind übersichtlich; allzu Exotisches ist dankenswerterweise nicht dabei. Alles Nötige sollte man im Supermarkt oder Drogeriemarkt bekommen.

Fazit:
Der Theorieteil bietet viele wichtige Informationen, um die Krankheit Osteoporose zu verstehen. Im Praxisteil warten viele leckere alltagstaugliche Rezepte darauf, regelmäßig in den Speiseplan integriert zu werden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33
Richtig essen bei Osteoporose

Rezensionen von liesmal:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Die Freiheit der Libelle von Helene Mathà

Familiengeheimnis im Dunkel

„Die Freiheit der Libelle“ hat etwas in mir angefacht, wie ich es noch nie erlebt habe, obwohl ich sehr viel lese. Nach nur wenigen Tagen Pause hatte ich das Bedürfnis, das Buch noch einmal zu lesen. Einfach aus dem Grund, weil es so wunderbar geschrieben ist. Wie Maria in dem kleinen Bergdorf ankommt, welche Kälte sie mit Ausnahme ihrer Zimmerwirtin von den Menschen des Dorfes zu spüren bekommt, ist schrecklich.

Wie sie Eva kennenlernt, was die beiden zusammen erleben und wie sie zu Freundinnen werden, steckt voller Herzenswärme und berührt mich tief.
Allerdings gibt es neben dieser bewegenden Freundschaftsgeschichte noch eine andere Seite, die weit weniger schön ist. Maria ist in das Bergdorf in Südtirol gereist, um etwas über ihren verstorbenen Vater zu erfahren, der hier im Zweiten Weltkrieg als Arzt gearbeitet hat. Auf ihre Fragen hat Marias Mutter bisher nur mit Schweigen geantwortet, die Leute aus dem Dorf zeigen mit ihrer abweisenden Art, dass sie hier nicht willkommen ist. Nur den Grund erfährt Maria nicht.
Das Buch, das sich hauptsächlich mit den Kriegs- und Nachkriegsjahren in Südtirol beschäftigt, hat mich an einen Ort und in eine Zeit geführt, die für mich ganz neu ist. Darum habe ich mich gefreut, im Nachwort noch nähere Informationen zu den Besonderheiten dieser Region zu bekommen.
Meine Empfehlung für diese Geschichte gebe ich aus vollem Herzen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von liesmal
Die Freiheit der Libelle

Rezensionen von Harakiri:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Racheglut von Jan-Erik Fjell

Anton Brekke

Nach einer beruflichen Verfehlung wird Brekke zurück in den Streifendienst versetzt. Das ist alles andere als das, was ihm gefällt. Und so nutzt er die Gelegenheit, nach einem Mord an einer Frau, sein Können und Wissen erneut unter Beweis zu stellen und so zurück zur Kripo zu kommen. Und der Fall ist alles andere als einfach.

Hier ist Brekke gefragt wie nie.
Gleich vorweg: ich habe das Buch an einem Nachmittag durchgesuchtet. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Schon der Prolog, der eine Szene aus dem späteren Buch vorwegnimmt, hatte es in sich. Der Spannungsbogen ging von der ersten bis zur letzten Seite und Fjell versteht es meisterhaft, falsche Spuren zu legen.
Durch kurze Kapitel und häufige Szenenwechsel jagt ein Cliffhanger den nächsten. Allerdings muss man etwas aufpassen, dass man mit den Zeiten und Geschichten nicht durcheinanderkommt.
Der Thriller ist der dritte Band der Brekke-Reihe und spielt in Kalifornien. Besonders gelungen fand ich den Teil, der auf Alcatraz spielt. Das alte düstere Gemäuer ist von sich aus schon ein Garant für Spannung.
Fjells Thriller erschienen nicht in der Reihenfolge, in der sie nummeriert sind und so fand ich es interessant, einen etwas älteren Thriller zu lesen, der zeitlich vor den neuen Bänden liegt.
Fazit: wieder ein gelungener skandinavischer Thriller, der blendend unterhält. Fjell zu lesen ist wie in einem ICE zu sitzen – ohne Notbremse.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Harakiri
Racheglut

Rezensionen von Anjulia :

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Die Schule der magischen Tiere - Das offizielle Lexikon von Margit Auer

Schöne Ergänzung für Fans

Die Schule der magischen Tiere - Das offizielle Lexikon von Margit Auer stellt Tiere, Kinder, Lehrkräfte und vieles mehr in alphabetischer Reihenfolge von Agent Y bis Zeki vor. Lehrerin Mary Cornfield, Ida und ihr Fuchs Rabbat sowie Benni und Schildkröte Henrietta, dürften jedem, der schon von der mittlerweile sechzehnteiligen Reihe gehört hat, ein Begriff sein.

Wer aber schon immer wissen wollte was Flamingodame Polly gerne isst, was Krokodil Rick besonders gut kann oder woher die singenden Wattwürmer kommen, ist hier genau richtig. Die Seiten sind größtenteils steckbriefartig aufgebaut und gut geeignet für das Lesealter ab acht. Die etwa 110 Seiten des Lexikonteils sind schon umfangreich, überfordern aber nicht, besonders wenn man zum Beispiel nur etwas zu seinem Lieblingstier nachschlagen will. Auf jeder Seite gibt es bunte, passende Illustrationen von den Farbfüchsen. Besonders schön fand ich die Doppelseite, welche die Kinder mit ihrem jeweiligen magischen Tier zeigt. Auf einigen Seiten gibt es auch noch eine kurze Lieblingsszene der Autorin zum Nachlesen. Ein Quiz rundet auf den letzten Seiten das Buch ab. Da viele Kinder und vor allem Tiere vorgestellt werden, die erst im Laufe der Serie in den Mittelpunkt rücken, würde ich das Lexikon aus Spannungsgründen nicht für Anfänger der Reihe empfehlen. Ansonsten ist es wunderschön gemacht und eine tolle Ergänzung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Anjulia
Die Schule der magischen Tiere - Das offizielle Lexikon

Rezensionen von Der blaue Mond:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

Koch! Mich! Jetzt! von Leon Schreiber

Feierabendküche

Ich kannte den Social Media Koch Leon Schreiber bisher noch nicht. Aber das Buch hat mich neugierig gemacht. Es sind viele Rezepte, die in wenigen Minuten (die Zubereitungszeit ist immer pro Gericht angegeben und variiert von 10 bis 45 Minuten, wobei die Mehrheit bei geschätzten 15 Minuten liegt) und mit einfachen Zutaten hergestellt werden können.

Einige kennt man bereits, wenn man online oft Rezepte sucht, aber wir haben sofort für 5 Gerichte Zutaten gekauft und freuen uns darauf, später gleich loszulegen. Die Menge ist immer für zwei angegeben. Es ist perfekt für den Alltag geeignet, wenn unter der Woche wenig Zeit da ist. Oft wird auf Produkte aus der Kühltheke und TK Gemüse zurückgegriffen, aber das ist fein für mich. Schließlich kann jeder selbst zusätzlich noch kreativ werden und zum Beispiel frisches Gemüse verwenden.
Einige Zubereitungen sind für den Airfryer beschrieben, aber es geht natürlich auch im herkömmlichen Backofen.
Viele Anleitungen sind zum Glück vegetarisch und es sind praktische Abwandlungen bekannter Rezepte dabei, wie z.B. ein schnelles Bananenbrot aus der Pfanne, wenn überreife Bananen vorhanden sind.
Wirklich ein tolles Buch, wenn es schnell gehen muss!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Der blaue Mond
Koch! Mich! Jetzt!

Rezensionen von Lese-Abenteurerin:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Frau Morgenstern und die Entführung von Marcel Huwyler

Frau Morgenstern sammelt Karma Pluspunkte

Meine Meinung
Dem Autor Marcel Huwyler ist mit dem 8. Band aus der Reihe der Frau Morgenstern neuerlich ein hintersinniger, skurriler und schwarzhumoriger Kriminalroman grandios gelungen.

Falls jemand die anderen Bände der Reihe nicht gelesen hat (und daher ganz eindeutig etwas versäumt hat) findet er sich in „Frau Morgenstern und die Entführung“ durch geschickt in den aktuellen Fall eingewobene Vorinformationen rasch zurecht.

Frau Morgenstern und Herr Schlunegger haben mit den beiden unerwartet aufgetauchten Zwillingstöchtern von ebendiesem zu einer Art Patchworkfamilie zusammengefunden. Nach Violettas letztem Auftrag hat sie das Gefühl, ein wenig Abstand zu ihrem Job und den Familienpflichten zu brauchen und bricht zu ihrem Maurice nach Gozo für ein paar Ferientage auf. Doch dort kommt sie nicht an, denn als sie noch Proviant für die Reise besorgen möchte, gerät sie vor dem Feinkostladen in eine Entführung. Da sie meint, einige Pluspunkte auf ihrem Karma Konto wären nicht verkehrt, schließt sie sich freiwillig als zweite Entführungsgeisel dem Ganzen an und möchte damit der Entführten helfen. Herr Schlunegger sucht bald darauf mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln nach Omistern, ohne jedoch den Arbeitgeber der beiden, die Agentur TELL, einzuweihen. Miguel stößt bei der Suche fast an seine physischen und psychischen Grenzen, aber auch Frau Morgenstern ist in der Zwischenzeit nicht untätig und tüftelt mit allen erdenklichen Mitteln an einer Befreiung aus der Geiselhaft.

Mehrere Erzählstränge sorgten für nervenaufreibende Spannung und gleichzeitig humorvolle Unterhaltung beim Lesen. Schien der Fall auf den ersten Blick noch so skurril - es gelang dem Autor den Spannungsbogen bis zu einer schlüssigen Erklärung und Auflösung des Ganzen aufrecht zu erhalten.

Besonders der Wortwitz und die Wortneuschöpfungen im Krimi begeisterten mich wiederum hellauf. Einziger Wermutstropfen in der aktuellen Geschichte ist das Fehlen der aberwitzigen Dialoge und Frotzeleien zwischen Miguel und Violetta, denn die beiden agieren diesmal getrennt voneinander. Die Verwendung von einigen schweizerischen Ausdrücken gefiel mir, da sie Lokalkolorit in die Geschichte brachten. Die Charaktere wurden detailreich und menschlich sehr vielschichtig präsentiert und ich sah die Personen sehr gut vor meinem geistigen Auge.

Der Krimi faszinierte mich, wie bereits seine Vorgänger, aufgrund seines Aberwitzes und seiner Skurrilität. Ich konnte tief in die Geschichte eintauchen und mich von ihr mitreißen lassen. Aufgrund der spannenden Erzählweise und des gut eingefädelten Plots las ich die Geschichte fast in einem Rutsch - ein echter Pageturner!

Mein Fazit
Wer einen aberwitzigen, skurrilen, aber dennoch gut eingefädelten Krimi mit schweizerischem Lokalkolorit und vielen Wortneuschöpfungen sucht, dem sei „Frau Morgenstern und die Entführung“ wärmstens empfohlen. Ich habe die schwarzhumorige, temporeiche Lektüre des 8. Bandes, wie auch schon die der Vorgängerbände, genossen und oute mich gerne als Morgenstern-Fan. Ich vergebe die volle Sternezahl und meine absolute Leseempfehlung!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lese-Abenteurerin
Frau Morgenstern und die Entführung