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Rezensionen von Wolle:

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Immerland - Der Ozean der Ewigkeit von Flix

Eine weitere Reise ins Immerland

Mika reist ein weiteres Mal ins Immerland. Dieses Mal ist es seine Klassenkameradin Stessika, die er eher unfreiwillig in die fantasievolle Parallelwelt begleitet. Bei einem Schulausflug gelangen sie durch eine Tropfsteinhöhle nach Immerland. Dort treffen sie so manche alte Bekannte, aber auch viele neue fantastische Wesen, wie den Glastiger oder den Zweihai.

Wie bereits im ersten Band geht es auch bei seinem zweiten Besuch in Immerland äußerst turbulent zu. So jagt ein Ereignis das nächste. Selbst beim Lesen scheint man kaum zu Atem zu kommen. Von der ersten bis zur letzten Seite kommt daher keine Langeweile auf. Dabei verbirgt sich hinter der Handlung immer ein dezenter Humor, der den Roman gerade auch für Erwachsene lesenswert macht.

Besonders gelungen finde ich die vielen Illustrationen in dem unverwechselbaren Stil des Autors. Auch das Cover ist in diesem Stil gestaltet. Bereits mit einem kurzen Blick auf das Titelbild kann man das turbulente Abenteuer, das den Leser erwartet, erahnen.

Insgesamt eine äußerst fantasiereiche, humorvolle und eigenwillige Jugendbuchreihe die aus der Masse heraussticht. Wir freuen uns schon auf den dritten Band

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Immerland - Der Ozean der Ewigkeit

Rezensionen von Wolle:

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Querfeldein von Alex Capus

Sprachlich billiant

Der Gasthof im Tal des deutsch-schweizerischen Grenzverlaufs mit dem ungewöhnlichen Namen „zur Moskau“ ist der zentrale Schauplatz des Romans. Von seiner Entstehung durch Arnold, als dieser noch Junggeselle war, bis hin zu seinem Schwiegersohn, der sich in politische Schwierigkeiten verwickelt.

Was mir an diesem Roman wirklich sehr gut gefallen hat ist der einzigartige Schreibstil des Autors.

Mit Witz und Poesie erzählt er die Geschichte um Arnold. Oft gleicht die erzählerische Darstellung geradezu einem Märchen. Auch die sprachlichen Dialoge zwischen den einzelnen Personen sind überaus amüsant. Ebenso sind die Charaktere sehr besonders. Vor allem Betty und die erstgeborene Tochter zeichnen sich durch eine eigenwillige und starke Persönlichkeit aus.

Das Cover mit dem Tal und dem Gasthof darin, passt sehr gut zum Inhalt. Farblich ist es sehr harmonisch und dennoch auffallend gestaltet.

Für mich war es weniger die Handlung als die sprachliche Kunst und die Charaktere die den Roman zu etwas ganz Besonderem machen. Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Querfeldein

Rezensionen von Wolle:

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Magisch von Annika Büsing

Lebenswege

Im Mittelpunkt des Romans stehen Marie und Paul Magisch. Vor vielen Jahren, bevor beide aus ihrem Heimatdorf wegzogen, waren sie ein Paar. Nun treffen sie sich wieder. Beide haben andere Wege eingeschlagen als einst gedacht, während sich Magisch mit einem zwielichtigen Jobs, bei denen er tote Tiere entsorgt, über Wasser hält, betreibt Marie eine Hundetagesstätte.

Nach ihrem Wiedertreffen nähren sich Marie und Magisch immer weiter an und lernen sich erneut lieben. Ganz unkonventionell, ohne viel Schnickschnack oder viel Geschnulze wird die Beziehung der beiden beschrieben.

Aber da ist auch noch Maries Bruder. Der rechten Szene zugetan, hasst er alles was nicht in sein eng gestecktes Weltbild passt; und dazu gehört auch Magisch, der einfach anders ist. Die Eltern stehen dem Lebenswandel des Sohnes hilflos gegenüber während Marie zwischen Zuneigung zu ihrem Bruder und Abgewandheit schwankt.

Insgesamt ein wunderbares Buch, das perfekt den aktuellen Zeitgeist passt ohne zu überfordern. Locker leicht wird die Liebesgeschichte und der belastete Zusammenhalt der Familie um Marie beschrieben. Der Titel und Name von Magisch ist dabei Programm und verdeutlicht den Inhalt des Romans sehr gut.

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Magisch

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Sommerhaus von Rachel Joyce

Ein Roman mit vielen Wendungen

Die vier erwachsenen Kinder von Vic vergöttern ihren Vater Vic, obwohl er so manche Schwächen hat. Als er verkündet, dass er lange nach dem frühen Tod der Mutter, eine 27-jährige heiratet, stellt das ihre Welt auf den Kopf.

Nach und nach erfahren wir im Verlauf der Handlung immer mehr über die einzelnen Personen und ihre Vergangenheit.

Der Vater ist Künstler ein wahrer Schwerenöter, der seine Kinder nach dem Tod der Mutter alleine aufzieht und sogar vor Affären mit jedem einzelnen Kindermädchen nicht halt macht. Sein künstlerisches Talent hält sich dagegen sehr in Grenzen, er ist vor allem ein Kopierer. Seine Kinder schlagen sich mit ihren eigenen Problemen herum. Während Netta von Alkoholproblemen geplagt ist, ist Susan in einer unglücklichen Ehe gebunden, Goose hat eine gescheiterte Künstlerkarriere hinter sich und Iris hat eine geheime Affäre.

Doch dann erscheint die mysteriöse Bella-Mae auf der Bildfläche. Obwohl der Vater in den höchsten Tönen von dieser scheinbar überirdischen Frau schwärmt, bleibt sie den Blicken seiner Kinder immer wieder verborgen. Man könnte glauben, dass es sich um einen Geist handelt und diese sagenumwobene Frau gar nicht existiert. Sogar die Hochzeit findet im Geheimen und unter Ausschluss der Kinder statt.

Doch dann findet der Vater schon kurz nach der Hochzeit einen überraschenden Tod und eine Zeit lang könnte man glauben, dass sich die Handlung in Richtung eines Krimis entwickelt. Hat Bella-Mae den Vater umgebracht? Vor allem Susan ist von diesem Verdacht besessen. Alle Kinder reisen an den Todesort, an die Sommervilla am Ortasee in Oberitalien. Auch Bella-Mae findet sich nach einiger Zeit dort ein, sowie ihr Cousin. Der Tod des Vaters wird von der Polizei noch erörtert. Verteilungskämpfe um das Erbe beginnen. Anwohner sprechen ihr Beileid aus-

Doch dann kommt wieder alles ganz anders. Plötzlich steht nicht mehr Bella-Mae im Fokus, sondern das Lebenswerk des Vaters. Überraschungen treten zutage. Bilanzen werden gezogen und ein Wendepunkt ändert die Leben aller Kinder für immer.

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Sommerhaus

Rezensionen von Wolle:

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Unerwünschte Töchter von Miriam Carbe

Vier Frauengenerationen

Hauptperson des Romans „Unerwünschte Töchter“ ist die Autorin selbst. Sie erzählt die Geschichte der Frauen ihrer Familie bis in die vierte Generation vor ihr. Tagebucheintragungen dienten der Autorin dabei als wichtige Quelle. Dabei spielt ein alter Bücherschrank eine zentrale Rolle. Dieser wird durch alle Generationen vererbt und begleitet das Leben jeder Frau in dieser Familie.

So unterschiedlich die Frauen dieser Geschichte auch sind, alle haben eine Gemeinsamkeit, sie leiden unter den strengen Vorgaben ihrer Eltern/Mutter und der Moralvorstellungen der Zeit. Eine glückliche und unbeschwerte Kindheit bleibt allen verwehrt. Unglückliche Partnerschaften, unerfüllte Berufswünsche, Ausgrenzungen und Vorurteile sind an der Tagesordnung. Während der Urgroßmutter noch ihr Wunschpartner verwehrt wurde und die Großmutter unter dem DDR-Regierung leidet, sieht sich die Urenkelin rassistischen Vorurteilen ausgesetzt.

Das Thema Rassismus nimmt einen besonders großen Raum innerhalb des Romans ein. So hat bereits die Freundin der Großmutter mit ihrem Umzug nach Afrika erste Bekanntschaft mit einer anderen Zivilisation gemacht und ihre Vorurteile ungeniert preisgegeben, was zu dieser Zeit jedoch noch ganz normal war. Ihre Tocher traf es aber besonders hat, als sie sich in einen jungen Afrikaner verliebte.

Teilweise wirken die einzelnen Abschnitte etwas in die Länge gezogen. Ich habe den Roman als Hörbuch gehört. Die Vorleserin hat eine angenehme Erzählstimme und man hört ihr gerne zu, so dass man auch bei breit ausgeschmückten Darstellungen gerne noch zuhört. Insgesamt finde ich den Roman vor allem unter Berücksichtigung der gewandelten Wertevorstellungen von Urgroßmutters Zeiten bis heute sehr interessant. Das Cover hätte man vielleicht etwas kreativer gestalten dürfen, vielleicht mit dem viel erwähnten Bücherschrank.

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Unerwünschte Töchter

Rezensionen von Vobabooks:

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Über der Brandung von Franziska Jebens

Eine empowernde Geschichte voller Mit, innerem Frieden und Griechenlandliebe

„Über der Brandung“ ist der neue Roman von Franziska Jebens. Die 38jährige Hauptfigur reist mit ihrem Rucksack von Berlin nach Griechenland. Auf der Kykladeninsel Kefonisi nimmt sie sich eine Auszeit und erlebt eine ganz besondere und verändernde Zeit.
Das war eine tolle empowernde Geschichte, die ich wahnsinnig gern gelesen habe.

Wirklich entschleunigend zu lesen mit viel Charme, Griechenlandliebe und besonderen Begegnungen und Messages. Dabei gibt es auch ein paar mystische, magische und spirituelle Aspekte. Die Hauptfigur wächst und entwickelt sich weiter, es geht um Themen wie Auszeit, Selbstfindung, Freiheit, innerer Frieden, Lebensfreude, Stärke und Mut. Es fühlte sich sehr echt und lebendig beim Lesen an. Ich höre gerne den Podcast von der Autorin mit ihrem Mann zu ihren Reisen und habe beim Lesen oft gedacht, dass sie absolut die richtige Person ist, um diese Geschichte zu erzählen. Auch ihre anderen Bücher mag ich sehr gerne, das hier ist jedoch mein neues Lieblingsbuch der Autorin. Eine besondere Geschichte mit Herz und Tiefe, die ich sehr gerne weiterempfehle.

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Über der Brandung

Rezensionen von Vobabooks:

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Night Jewel 1 von Eléna Zay

Düster und fantasievoll

„Night Jewel“ ist eine Romantasy Geschichte von Eléna Zay. Eine Welt, in der Edelsteine Magie und Macht bedeuten - und Jade den starken und verbotenen Skulit trägt. Der verschwundene Freund ihres Bruders namens Henry kehrt heim und lehrt Jade die Edelsteinmagie. Doch Jades Bruder ist verschollen und es gibt so manches Rätsel zu lösen…
3.

75 ⭐️ Das war eine schöne Young Adult Romantasy. Ich mochte die Edelsteinmagie und die Hauptfigur Jade, welche eine wirklich harte Zeit meistert. Der „gewisse Funke“ ist bei mir persönlich leider nicht übergesprungen, ich hätte mir mehr Details beim Worldbuilding gewünscht und habe die Lovestory leider emotional nicht so gefühlt. Die Atmosphäre ist magisch und auch etwas düster und kühl, ich habe mich oft gefragt, wem man überhaupt trauen kann. Besonders der letzte Teil hat einige spannende Entwicklungen und das Ende hat mich definitiv neugierig auf die Fortsetzung gemacht.

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Night Jewel 1

Rezensionen von Magdalena E.:

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Alice im Land der Ideen von Roger-Pol Droit

Philosophiegeschichte ohne Überraschungen

„Alice im Land der Ideen“ von Roger-Pol Droit ist ein kurzweiliger Streifzug durch die Geschichte der Philosophie, der auch für jüngere Lesende verständlich ist. Angelehnt an Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“ werden die großen Fragen der Menschheit behandelt.
Alice soll eine Erörterung schreiben, hat aber keine Lust dazu und schweift mit ihren Gedanken ab.

Sie gelangt in das Land der Ideen, wo zwei winzige Mäuse, ein Känguru und die Fee der Widerrede sie durch Zeit und Raum zu bekannten Philosophen begleiten. Neben den Gelehrten der griechischen und römischen Antike wie Sokrates, Platon oder Marc Aurel lernt sie auch neuzeitliche Denker kennen. Sie reist zu den Hebräern, nach Indien und China, lernt das Gedankengut von Christentum und Islam kennen und begegnet einflussreichen Philosophen im Europa der vergangenen Jahrhunderte (Descartes, Kant, Marx…).
Ein Kapitel wird Louise Dupin und der Gleichberechtigung der Geschlechter gewidmet, auch Simone de Beauvoir und Hypatia von Alexandria werden erwähnt, ansonsten finden sich jedoch leider kaum weibliche Sichtweisen in der Auswahl, die großteils dem klassischen eurozentristischen Philosophie-Kanon entspricht. Ich persönlich hätte mir etwas mehr Vielfalt bei der Auswahl der „Ideen“ gewünscht zumal die Protagonistin ein modernes junges Mädchen ist. Dennoch gibt das Buch einen guten Überblick über die Philosophiegeschichte und ist unterhaltsam zu lesen.

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Alice im Land der Ideen

Rezensionen von Ameland:

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Nachtschwarzes Avignon von Ralf Nestmeyer

Die Provence und ihre Päpste und Templer

Ein bekannter Mediävist ist seit einigen Tagen verschwunden und Capitaine Malbec übernimmt auf bitten seines Freundes die Suche. Avignon ist der letzte bekannte Aufenthaltsort und genau dort taucht der Capitaine immer tiefer in die Geschichte der Stadt, seiner Päpste und den Templern im Mittelalter ein.

Hat das Verschwinden des Professors wirklich etwas mit der Vergangenheit zu tun?

Eine tolle Mischung aus Krimi, Kultur und besonders Geschichte, bei der für mich viel Neuland dabei war. Ich mag es, wenn ich lesend quasi en passant noch etwas lernen kann. Der Frankreichkenner Ralf Nestmeyer hat Avignon und seine Sehenswürdigkeiten, Überbleibsel einer längst vergangenen Zeit, so anschaulich beschrieben, dass die Stadt förmlich nach einem Besuch schreit.

Eine interessante, spannende und für mich lehrreiche Lektüre, bei der auch die Kulinarik und das Provence-Flair nicht zu kurz kam.

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Nachtschwarzes Avignon

Rezensionen von Pusteblümchen:

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Das Projekt von Annie Lord

Auf der Suche nach der richtigen Liebe

Liebe und Beziehungen sind immer ein schwieriges Thema. Hier ist die Autorin dem Ganzen auf eine ungewöhnliche Weise nachgegangen.

Daisy ist eine Protagonistin, die wirklich direkt aus dem Leben gegriffen ist. Ich hatte von Beginn an das Gefühl, sie zu kennen. Ihre Gedanken und Gefühle und die damit verbundenen Enttäuschungen, den Drang, etwas zu verändern, das alles konnte ich total nachvollziehen.

Dabei steht im Grunde nur ein Gedanke im Vordergrund: Sie möchte nichts weiter, als geliebt zu werden.
Gemeinsam mit ihrer Freundin Maya ruft sie das titelgebende Projekt ins Leben.
Nach vielen Dates, die immer wieder in einer Enttäuschung endeten, wollen sie Männer so umerziehen, dass sie zum perfekten Partner werden.

Annie Lord hat hier eine außergewöhnliche Liebesgeschichte verfasst, die immer wieder zwischen urkomischen, hoffnungsvollen und romantischen Momenten schwankt. Sie passt in kein Trope und genau das, macht sie in meinen Augen lesenswert, da es sich um etwas Neues, noch nicht Dagewesenes handelt, das erstaunt, verwundert und mitfühlen lässt. Für mich war es aus diesem Grund eine der besten Liebesgeschichten, die ich seit Langem gelesen habe.

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Das Projekt